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Transkript:

Industriemeister/in - Lederherstellung Die Ausbildung im Überblick Archivierungsgrund: Beruf, dessen Weiterbildung eingestellt wurde Industriemeister/in bzw. Prozessmanager/in der ist eine berufliche Weiterbildung. Die Weiterbildungsprüfung ist durch Rechtsvorschriften einer Industrie- und Handelskammer geregelt. Für die Zulassung zur Prüfung ist die Teilnahme an einem Lehrgang nicht verpflichtend. Ausbildungsinhalte Produktionsprozesse Rohhautkunde und Wasserwerkstatt Gerbmittel und Gerbung, Färberei und Zurichtung Lederherstellung/Lederverarbeitung/Lederbeurteilung Gerbereimaschinenkunde und Automatisierung Fachrechnen und Prozessberechnungen Chemie und gerbereichemische Zusammenhänge Prozessmanagement Beurteilen der Eigenschaften von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Berücksichtigen der Anforderungen bei deren Einsatz Beurteilen der Einsatzmöglichkeiten von Maschinen und Anlagen sowie deren Verwendung Auswählen von Maschinen und Anlagen sowie deren Bauteilen unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte Auswählen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte Koordinieren und Optimieren des Rüstens und Betreibens von Anlagen Optimieren des Produktionsprozesses unter Berücksichtigung technischer, qualitativer, organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte Beurteilen der Auswirkungen von Produktionsprozessen auf die Umwelt sowie Einsetzen und Weiterentwickeln geeigneter Verfahren Organisieren und Veranlassen von Maßnahmen zur Behebung von Störungen Führung und Zusammenarbeit Zusammenarbeit, Kommunikation und Kooperation Mitarbeitergespräche Konfliktmanagement Mitarbeiterförderung Ausbildung planen und durchführen Moderation von Projektgruppen Präsentationstechniken Lernorte Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden in der Regel an der Fachschule statt. Seite 1 von 6

Lernorte sind Schulungsräume Ausbildungsbedingungen Die Weiterbildung besteht aus theoretischem und praktischem ganztägigem Unterricht im Klassenverband (ggf. nicht am Wohnort). Ausbildungsvergütung Die Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen wird nicht vergütet. Ausbildungskosten Für den Besuch von Vorbereitungslehrgängen fallen Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung selbst Prüfungsgebühren. Weitere Kosten entstehen ggf. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung. Förderungsmöglichkeiten Vorbereitungslehrgänge auf die Meisterprüfung können gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz finanziell gefördert werden. Weitere Informationen: Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) Internet: http://www.meister-bafoeg.info Förderung besonders begabter junger Fachkräfte: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) - Weiterbildungsstipendium Internet: http://www.sbb-stipendien.de/weiterbildungsstipendium.html Ausbildungsdauer Vollzeit: 1 Jahr Für die Zulassung zur Prüfung ist die Teilnahme an einem Lehrgang nicht verpflichtend. Ausbildungsform Lehrgänge zur Vorbereitung auf den fachrichtungsübergreifenden Teil der Industriemeisterprüfung sowie zum Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Qualifikationen finden z.b. in Bildungszentren von Industrie- und Handelskammern und anderen Bildungseinrichtungen statt. Lehrgänge zur Vorbereitung auf den handlungsspezifischen Teil der Industriemeisterprüfung - Lederherstellung werden derzeit nicht angeboten. Ausbildungsaufbau Stundenverteilung (beispielhaft): Bereiche/Fächer Wochenstunden Seite 2 von 6

Pflichtbereich Lernbereich I Betriebliche Kommunikation 3 Berufsbezogenes Englisch 3 Betriebswirtschaftslehre 3 Summe: 9 Lernbereich II und III Technische Mathematik 3 Informationstechnik 3 Technische Physik 2 Qualitätsmanagement 1 Umweltmanagement 1 Werkstoffe und Maschinen 4 Chemie 4 Verfahrenstechnik 5 Summe: 23 Wahlpflichtbereich 3 Wahlbereich 3 Gesamtwochenstunden 38 Ausbildungsabschluss, Nachweise und Prüfungen Weiterbildungsabschluss Abschlussprüfung gemäß Besondere Rechtsvorschriften für die Fortbildungsprüfung Geprüfter Prozessmanager Lederherstellung IHK/Geprüfte Prozessmanagerin Lederherstellung IHK vom 15.07.2008 (IHK Reutlingen) Prüfungen Prüfungsteil Produktionsprozesse schriftlich in den Fächern Rohhautkunde und Wasserwerkstatt Gerbmittel und Gerbung, Färberei und Zurichtung Lederherstellung/Lederverarbeitung/Lederbeurteilung Gerbereimaschinenkunde und Automatisierung Fachrechnen und Prozessberechnungen Chemie und gerbereichemische Zusammenhänge Prüfungsteil Prozessmanagement praktisch und schriftlich in den Qualifikationsinhalten Beurteilen der Eigenschaften von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Berücksichtigen der Anforderungen bei deren Einsatz Beurteilen der Einsatzmöglichkeiten von Maschinen und Anlagen sowie deren Verwendung Seite 3 von 6

Auswählen von Maschinen und Anlagen sowie deren Bauteilen unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte Auswählen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte Koordinieren und Optimieren des Rüstens und Betreibens von Anlagen Optimieren des Produktionsprozesses unter Berücksichtigung technischer, qualitativer, organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte Beurteilen der Auswirkungen von Produktionsprozessen auf die Umwelt sowie Einsetzen und Weiterentwickeln geeigneter Verfahren Organisieren und Veranlassen von Maßnahmen zur Behebung von Störungen Prüfungsteil Führung und Zusammenarbeit schriftlich und mündlich in den Qualifikationsinhalten Zusammenarbeit, Kommunikation und Kooperation Mitarbeitergespräche Konfliktmanagement Mitarbeiterförderung Ausbildung planen und durchführen Moderation von Projektgruppen Präsentationstechniken Zusätzliche Prüfung: Nach erfolgreichem Abschluss des Prüfungsteils "Führung und Zusammenarbeit" kann eine zusätzliche Prüfung zum Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Qualifikationen abgelegt werden. Prüfende Stelle: Meisterprüfungsausschuss an der Industrie- und Handelskammer Abschluss-/Berufsbezeichnungen Abschlussbezeichnung Geprüfter Prozessmanager Lederherstellung IHK/Geprüfte Prozessmanagerin Lederherstellung IHK Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist in der Regel die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf mit Bezug zur Lederindustrie sowie entsprechende Berufspraxis. Berufliche Vorbildung Für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung wird vorausgesetzt: eine Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Fachrichtungen Gerber, Lederherstellung oder Pelzveredelung zugeordnet werden kann, und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis oder eine Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf mit Bezug zur Lederindustrie und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis oder Seite 4 von 6

eine mindestens fünfjährige einschlägige Berufspraxis Wichtige Schulfächer Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen bilden gute Voraussetzungen für das erfolgreiche Bestehen der Weiterbildungsprüfung: Bereich Begründung Rechnen/Mathematik In der Weiterbildungsprüfung sind u.a. Kalkulationsverfahren anzuwenden oder Betriebsabrechnungen zu erstellen. Um im späteren Berufsalltag Kosten zu kalkulieren und Zeitpläne oder Abrechnungen erstellen zu können, sind Mathematikkenntnisse wichtig. Wirtschaft/Recht Um den fachrichtungsübergreifenden Bereich der Prüfung erfolgreich abschließen zu können, sind gute Kenntnisse in diesen Bereichen erforderlich. Im Berufsleben benötigen Industriemeister/innen bzw. Prozessmanager/innen der Fachrichtung Lederherstellung Kenntnisse betrieblicher Aufbau- und Ablauforganisation, damit sie eine Betriebsabteilung erfolgreich leiten können. Auch benötigen sie gutes Wissen, z.b. in den Bereichen Arbeits- und Sozialversicherungsrecht sowie Umweltschutzrecht, da in ihren Aufgabenbereich ebenfalls die Kontrolle der Einhaltung gesetzlicher Regelungen fällt. Mitarbeiterführung und -anleitung Um den Prüfungsteil zum Nachweis der berufsund arbeitspädagogischen Qualifikationen zu bestehen, können Erfahrungen in der Anleitung von Auszubildenden bzw. Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Vorteil sein. Motivation und Zufriedenheit von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen hängen maßgeblich vom Führungsverhalten ihrer Vorgesetzten ab. Für eine erfolgreiche Betriebsführung sind u.a. Kenntnisse von Führungsinstrumenten, wie z.b. Zielvereinbarung und Feedback, unabdingbar. Perspektiven nach der Ausbildung Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Weiterbildung arbeiten Industriemeister/innen bzw. Prozessmanager/innen der Fachrichtung Lederherstellung in Unternehmen der Lederindustrie, vorwiegend in Gerbereien. Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Lederherstellung und -verarbeitung bis hin zu Qualitätssicherung. Seite 5 von 6

Beruflich weiterkommen Aufbauend auf bereits vorhandenen Qualifikationen können speziell für Weiterbildungsabsolventen konzipierte Aufstiegsweiterbildungen das Kompetenzprofil erweitern und ergänzen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Technische/r Betriebswirt/in abzulegen. Mit ihrem Weiterbildungsabschluss können Meister/innen auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung Zugang zu einem Studium erhalten und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Textil-, Bekleidungstechnik erwerben. Sich selbstständig machen Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.b. mit einem Dienstleistungsbetrieb für Lederwaren. Ausbildungsalternativen Folgende Weiterbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Industriemeister/in bzw. Prozessmanager/in der an: Bereich Maschinen- und Anlagenbau Fertigungstechnik Betriebstechnik Verfahrenstechnik Produktionsorganisation Gemeinsamkeit: Fach- und Führungsaufgaben bei der Überwachung und Instandhaltung von Produktionsanlagen bzw. bei der Organisation von Produktionsprozessen übernehmen Bereich Vertrieb und Verkauf Technischer Fachwirt/Technische Fachwirtin Gemeinsamkeit: Betriebswirtschaftliche und technische Aufgaben bei industriellen Fertigungsprozessen übernehmen Rechtliche Regelungen Rechtsvorschriften zur Prüfung Die zuständigen Industrie- und Handelskammern erlassen Prüfungsvorschriften. Beispiel für die Regelung einer Industrie- und Handelskammer: Besondere Rechtsvorschriften für die Fortbildungsprüfung Geprüfter Prozessmanager Lederherstellung IHK/Geprüfte Prozessmanagerin Lederherstellung IHK vom 15.07.2008 (IHK Reutlingen) Seite 6 von 6