Unterscheidung nach Betriebsarten Lagerarten in der Industrie Rohstofflager: Hier werden die Rohstoffe aufbewahrt, welche für die Herstellung der jeweiligen Güter am wichtigsten sind. Zum Beispiel Stoff für die Produktion von Kleidung. Hilfsstofflager: Hier wird Material aufbewahrt, die bei einer Produktion zusätzlich benötigt werden. Zum Beispiel Knöpfe oder Reisverschlüsse bei der Kleiderproduktion. Betriebsstofflager: Hier werden die Stoffe gelagert, die benötigt werden, um Produktionsmaschinen zu betreiben. Zum Beispiel Benzin oder Schmieröl Zwischenlager: Ein Zwischenlager wird genutzt, um Güter, an denen bereits gearbeitet wurde, die aber noch nicht fertiggestellt sind, aufzubewahren. Fertigwarenlager: In diesem Lager werden die fertiggestellten Güter aufbewahrt, bis diese in den Verkauf oder Versand gehen. Handlager: Hier werden Kleinmaterialien gelagert, die während der Produktion der Güter gebraucht werden. Zum Beispiel Nägel, Schrauben, Dichtungen und so weiter. Sonderlager für Ersatzteile: Ersatzteillager werden benötigt, um Ersatzteile aufzubewahren, die man benötigt um beispielsweise Produktionsmaschinen instand zu halten. Werkzeuge: Hier werden die für die Produktion benötigten Werkzeuge aufbewahrt. Zum Beispiel Hammer, Bohrer, Schraubendreher und so weiter. Büromaterial: Hier wird das vor allem in der Verwaltung benötigte Büromaterial gelagert. Dazu gehören Papier, Kugelschreiber und Büroklammern. Packmittel: Im Packmittellager werden die Packmittel aufbewahrt, die für den Versand der Güter benötigt werden. Lagerarten im Großhandel Großhandelsbetriebe verkaufen große Mengen an Gütern an den Einzelhandel und an Industriebetriebe. Von dort werden diese weiterverkauft oder verarbeitet. Im Großhandel gibt es das Auslieferungslager und das Kommissions- oder Konsignationslager. Auslieferungslager: Hier werden die Güter bis zu ihrer Auslieferung an den Kunden aufbewahrt. Dies sind zumeist Einzelhandels- oder Industriebetriebe. Kommissions- oder Konsignationslager: Dies ist ein besonderes Lager, das direkt beim Großhändler vor Ort liegt. Die eingelagerten Güter gehören aber weiterhin dem Lieferanten, bis der Großhändler dort die benötigten Güter entnimmt. Diese entnommenen Güter werden dann mit dem Lieferanten abgerechnet.
Lagerarten im Einzelhandel Einzelhandelsbetriebe verkaufen Güter an Privathaushalte. Dazu gehören Supermärkte, Bäcker, Drogerien und Elektronikfachgeschäfte. Auch im Einzelhandel gibt es typische Lagerarten. Verkaufslager: Das Verkaufslager ist der Verkaufsraum, in dem die Waren für die Kunden zum Kauf bereitgelegt werden. Je nach Größe des Verkaufslagers ist nur eine bestimmte Menge an Waren direkt vorhanden. Reservelager: Im Reservelager des Einzelhandels werden die Güter bis zur Umlagerung in den Verkaufsraum aufbewahrt. Die Güter werden im Reservelager bei der Lieferung angenommen, ausgepackt und zum Teil etikettiert. Je nach Größe des Reservelagers können hier größere Mengen der Waren zur Vorratshaltung untergebracht werden. Lagerarten in der Spedition Speditionen sind Unternehmen, die Waren von Kunden und für Kunden versenden. Bei Speditionen gibt es Auslieferungslager und Umschlagslager: Auslieferungslager: Das Auslieferungslager in einer Spedition bietet Industriebetrieben die Möglichkeit, ihre Waren direkt bei einer Spedition zu lagern. Von dort kann die Spedition die Waren in der nötigen Menge direkt entnehmen und an den Kunden liefern. Umschlagslager: Im Umschlagslager einer Spedition werden die Güter sortiert, umverteilt und verladen. Die Waren werden hier nicht direkt gelagert, sondern für den Versand an den Kunden vorbereitet und dann weiterverschickt.