R016 Beilage 5: SOA-Glossar



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Transkript:

Eidgenössisches Finanzdepartement EFD Informatiksteuerungsorgan des Bundes ISB R016 Beilage 5: SOA-Glossar Ausgabedatum: 2015-02-25 Version: 2.01 Status: Genehmigt Ersetzt: 2.0 Verbindlichkeit: Weisung

Inhaltsverzeichnis 1 Zweck des Dokuments... 3 2 Glossar der grundlegenden lichkeiten... 3 3 Glossar der technischen e im SOA-Kontext... 7 2/10

1 Zweck des Dokuments Das SOA Glossar bietet en für SOA-bezogene e, die im Rahmen der Bundesverwaltung eine spezielle Bedeutung haben. Für andere e (z.b. technischer Art) wird auf öffentliche Quellen verwiesen. 2 Glossar der grundlegenden lichkeiten Einzelservice (eines SOA-Service) Ein Einzelservice bietet unabhängig nutzbare Funktionen innerhalb eines -> SOA Services über einen bestimmten technischen Kanal an. Fachservice Ein Fachservice stellt fachliche relevante Funktionalität im Kontext und in Verantwortung eines Amtes der Bundesverwaltung zur Verfügung. Beispiele: Einwohnermeldung, Handelsregisterauszug etc. Geschäftsobjekt Business Object Ein Geschäftsobjekt ist eine formale Repräsentation eines konkreten Fachbegriffs in einem -> Geschäftsobjektmodell. Mögliche Beispiele 1 : Einwohner (Person), Unternehmen, landwirtschaftlicher Betrieb Geschäftsobjektmodell Business Object Model (BOM) Das Geschäftsobjektmodell stellt alle -> Geschäftsobjekte sowie deren Eigenschaften und Beziehungen in einem formalen Modell qualitativ und idealerweise auch quantitativ dar. Es dient in einer SOA primär dazu, die Semantik von Service-Schnittstellen eindeutig zu definieren. Geschäftsprozessmodell Business Process Model Das Geschäftsprozessmodell ist eine formale Darstellung der Geschäftsprozesse. Es gibt dabei verschiedene Ausprägungen, etwa dynamische Prozessketten und statische Prozessmodelle. 1 Da noch kein BOM der Bundesverwaltung verabschiedet wurde, sind diese Beispiele als reine Illustration zu verstehen. 3/10

Infrastrukturservice Ein Infrastrukturservice stellt Funktionalität zur Verfügung, die unabhängig von einem bestimmten fachlichen Kontext genutzt werden kann. Anders herum formuliert ist der Infrastrukturservice der else-fall zu einem Fachservice. Lässt sich für einen Service keine Fachstelle finden, die sich inhaltlich für diesen verantwortlich fühlt, handelt es sich um einen Infrastrukturservice. Beispiele sind rein technische Services wie Schlüsselverwaltung oder auch solche geschäftlich relevanter aber fachlich übergreifender Funktionalität wie Identity Management (IdM) oder epayment. Institutionelle Rolle Eine institutionelle Rolle beschreibt die Aufgaben, Funktionen und Verantwortung einer Organisation in einem bestimmten Kontext. Personenbezogene Rolle Eine personenbezogene Rolle beschreibt die Aufgaben, Funktionen, Verantwortung und Kompetenzen einer Person in einem bestimmten Kontext. Rolle Im Kontext von SOA werden zwei Arten von Rollen verwendet: -> Institutionelle Rolle -> Personenbezogene Rolle Service Anbieter Die institutionelle Rolle des fachlich und wirtschaftlich Verantwortlichen für einen -> SOA Service. Service Betreiber Die institutionelle Rolle des Leistungserbringers, der ein -> Service Provider System betreibt. Service Consumer System Ein IKT System, das einen -> SOA Service verwendet, welcher von einem -> Service Provider System zur Verfügung gestellt wird. 4/10

Service Kontrakt Service Contract Unter einem Service Kontrakt versteht man eine bindende Abmachung über die Qualität (d.h. die funktionalen und nichtfunktionalen Eigenschaften) eines -> SOA Services, den ein bestimmtes -> Service Provider System anbietet und der von einem -> Service Consumer System genutzt wird. Der Kontrakt wird dabei zwischen den fachlich Verantwortlichen beider Systeme (-> Service Anbieter und -> Service Nutzer) geschlossen. Service Nutzer Die institutionelle Rolle des Verantwortlichen für das System, das einen Service verwendet ( -> Service Consumer System). Service Provider System Ein IKT System, das einen oder mehrere -> SOA Services zur Verfügung stellt (implementiert). Servicebeschreibung Die Servicebeschreibung definiert den fachlichen Kontext, die Funktionalität, die Interfaces und die nichtfunktionalen Eigenschaften eines -> SOA Services. In der Bundesverwaltung werden die fachliche und die detaillierte / technische Servicebeschreibung unterschieden. Service-orientierte Architektur, SOA Ein Architekturstil, in dem die Strukturierung von IKT-Lösungen anhand von -> SOA Services im Mittelpunkt steht. Serviceverzeichnis Ein Serviceverzeichnis dokumentiert alle verfügbaren und geplanten -> SOA Services in einer einheitlichen Form, die potentiellen Nutzern alle notwendigen Informationen zur Verfügung stellt. SOA Change-Time Governance Unter Change-Time Governance versteht man die Massnahmen der-> SOA Governance, die speziell das Management von Veränderungen zum Ziel haben. SOA Design-Time Governance Unter Design-Time Governance versteht man die Massnahmen der -> SOA Governance, die sich auf Planung, Konzeption, Design und Implementierung von IKT-Systemen auswirken und nicht der -> Change-Time Governance zuzurechnen sind. 5/10

SOA Governance Unter SOA Governance versteht man alle Massnahmen (im Sinne von Steuerung), die sicherstellen, dass die SOA korrekt und effizient implementiert wird und dass die -> SOA Prinzipien eingehalten werden. Kernpunkt von SOA Governance ist das Definieren von -> SOA Richtlinien, Prozeduren und Prozessen. Man unterscheidet die Aspekte: ->Design-time Governance, ->Run-time Governance, und ->Change-time Governance. SOA Prinzipien SOA Principles Grundlegende Eigenschaften von -> SOA-Services in einer - >SOA, die auf jede Implementierung einer > SOA unabhängig von der gewählten Technologie und auch unabhängig von der implementierenden Organisation zutreffen müssen. SOA Richtlinien SOA Policies SOA Richtlinien haben zum Ziel, im Rahmen einer Organisation die Regeln für die Implementierung der SOA zu bestimmen. SOA Richtlinien müssen so gestaltet sein, dass die -> SOA Prinzipien eingehalten werden. SOA Run-Time Governance Unter Run-Time Governance versteht man die Massnahmen der SOA Governance, die sich zur Laufzeit von IKT-Systemen, also im Betrieb auswirken und nicht der -> Change- Time Governance zuzurechnen sind. SOA Service Ein SOA Service bietet fachlich genau definierte Funktionalität über ein elektronisches Interface zur Nutzung durch IKT- Systeme an. Die Details der zugrunde liegenden technischen Implementierung sind durch das Interface abstrahiert, für die Nutzer des SOA Services nicht sichtbar und auch nicht relevant. Ein Service bietet einen oder mehrere separat verwendbare -> Einzelservices an. In der Bundesverwaltung müssen alle SOA-Services zu den Aufgaben des Bundes in Bezug gesetzt werden. Man unterscheidet zwischen -> Infrastrukturservices und -> Fachservices. Beispiel zur Illustration: Ein Service Unternehmensregister, der Operationen zum Suchen nach Unternehmen, zum Ausgeben von Registereinträgen, zum Ändern, neu Eintragen und zum Löschen (Historisieren) bietet. 6/10

3 Glossar der technischen e im SOA-Kontext Dieses Glossar definiert technische e, die für das Verständnis von Dokumenten mit Bezug zur Themen der serviceorientierten Architektur (SOA)von Bedeutung sind und spezifisch für die Bundesverwaltung verwendet werden oder deren en nicht ohne weiteres aus öffentlich zugänglichen Quellen bezogen werden können. Es wird darauf verzichtet, eindeutig definierte Technologien und Standards (wie z.b. WSDL, XML, SOAP) hier gesondert zu definieren es wird dagegen auf öffentliche Referenzen verwiesen. asynchrone Kommunikation Unter asynchroner Kommunikation versteht man in der Informatik und Netzwerktechnik einen Modus der Kommunikation, bei dem das Senden und Empfangen von Daten zeitlich versetzt und ohne Blockieren des Prozesses durch bspw. Warten auf die Antwort des Empfängers stattfindet (vgl. synchrone Kommunikation). Orchestrierung Unter Orchestrierung versteht man die koordinierte Nutzung mehrerer -> SOA Services, die durch eine zentrale Instanz gesteuert nacheinander oder parallel aufrufen werden. Durch Orchestrierung kann ein -> Geschäftsprozess ganz o- der teilweise realisiert werden. Die Orchestrierung als Ganzes kann wiederum als Service veröffentlicht werden Choreografie Aggregation von Services zur Unterstützung eines -> Geschäftsprozesses. Im Gegensatz zur Orchestrierung wird bei der Choreografie aber keine zentrale Instanz angenommen, die den Ablauf kontrolliert. WSDL Web Service Description Language Ein Standard der W3C (http://www.w3.org/tr/wsdl) für die Beschreibung der Schnittstellen von Webservices. REST Representational State Transfer Eine in manchen Fällen valide Alternative zu Webservices bei der Realisierung von -> SOA Services. Nicht standardisiert, basiert auf einer Dissertation (http://www.ics.uci.edu/~fielding/pubs/dissertation/top.htm). Vgl. auch die Zusammenfassung in: http://en.wikipedia.org/wiki/representational_state_transfer 7/10

JMS Java Message Service Eine genormte Schnittstelle für den Zugriff auf Messaging Middleware (http://www.jcp.org/en/jsr/detail?id=914) Stateful / Stateless Stateful = Statusbehaftet Stateless = ohne (interne) Status Ein statusloses System verhält sich bei gleichem Input immer exakt gleich. Im Zusammenhang von SOA wird gefordert, dass Serviceaufrufe statuslos sein sollen; sich also immer unabhängig von zuvor erfolgten Aufrufen verhalten. Im strengen Sinne ist dies nicht machbar, da sonst Services zum Schreiben von fachlichen Daten unmöglich wären. Daher wird nur der Verzicht auf das explizite Halten von Status der Konversation mit den Nutzern gefordert. Siehe auch [SOA-Prinzipien]. synchrone Kommunikation Unter synchroner Kommunikation versteht man in der Informatik und Netzwerktechnik einen Modus der Kommunikation, bei dem die Kommunikationspartner (Prozesse) sich beim Senden oder beim Empfangen von Daten immer synchronisieren, also warten, bis die Kommunikation abgeschlossen ist. EPK Ereignisgestreuerte Prozesskette Eine Möglichkeit zur Darstellung von -> Geschäftsprozessmodellen. Vor allem durch die Fa. Scheer und deren Produkt ARIS popularisiert und dadurch im deutschsprachigen Raum ein Quasistandard (http://www.iwi.uni-sb.de/download/iwihefte/heft89.pdf). SOAP ursprüglich Simple Object Access Protocol, heute nicht mehr als Akronym zu verstehen Ein XML-basiertes Protokoll zum Austausch von Nachrichten zwischen Systemen, das u.a. Webservices zu Grunde liegt. SOAP ist durch die W3C standardisiert (http://www.w3.org/tr/soap/). BPMN Business Process Modeling Notation Eine stanardisierte Notation für -> Geschäftsprozessmodelle. BPMN ist durch die OMG standardisiert (http://www.omg.org/docs/formal/08-01-17.pdf). BPMN ist strukturell sehr ähnlich zu UML Activity Diagrams. 8/10

Anwendung Application Eine allgemein anerkannte gibt es nicht, jedoch versteht man meist unter einer Anwendung die Zusammenfassung von Funktionalitäten einer Software mit einer gemeinsamen Benutzeroberfläche. Organisatorisch ist eine Anwendung oft dadurch definiert, dass es einen Anwendungsverantwortlichen gibt. Anwendung ist in vielen Fällen gleichbedeutend mit IKT Lösung. Enterprise Service Bus (ESB) Service Bus Eine Produktkategorie. ESB bieten vielfältige und nicht standardisierte Funktionalitäten zur Integration von IKT Systemen und -> SOA Services. Primär ist ein ESB eine Middleware, über welche die gesamte Kommunikation mit Services in einer SOA abgewickelt wird und die die Bereitstellung von Services von deren Nutzung entkoppelt. In der SOA Referenzarchitektur des Bundes werden die benötigten Funktionalitäten eines Service Bus unabhängig von konkreten Produkten verbindlich beschrieben. Service Consumer Service Provider Service Registry IT System, das einen Service verwendet (aufruft), der von einem > Service Provider zur Verfügung gestellt wird. IT-System, welches einen oder mehrere -> SOA-Services zur Verfügung stellt (implementiert). Eine Produktkategorie. Über eine Service Registry kann zur Laufzeit (Runtime) abgefragt werden, welche ->SOA Services es gibt und wie diese technisch genutzt werden können. Service Repository Eine Produktkategorie. In Service Repositories können fachliche und technische Informationen über die -> SOA Services strukturiert abgelegt und potentiellen Nutzern zugänglich gemacht werden. Das -> Serviceverzeichnis des Bundes ist in diesem Sinne ein Service Repository, wird aber nicht durch eines der marktüblichen Produkte realisiert. SOA Referenzarchitektur Eine produktunabhängige Darstellung der technischen Komponenten in einer -> SOA mit deren Funktionen und Abhängigkeiten. 9/10

Webservice Eine mögliche Realisierungsvariante eines -> SOA Service auf Basis der Webservice-Technologie. Das Interface eines Webservice wird durch eine WSDL Dokument beschrieben. Ein Webservice kommuniziert auf Basis von SOAP-Nachrichten. 10/10