Norwegen-Imarsund 2017 Es ist inzwischen tiefster Juli des Jahres 2017. Eigentlich wollte ich über diese Angelreise keinen Bericht schreiben, aber nach längerem Überlegen dachte ich mir das es ja schon eine kleine Tradition geworden ist und der Eine oder Andere darauf wartet. Es war insgesamt nicht DIE besondere Reise, alles recht normal bis auf das Wetter bei der Hinfahrt. Die Reiselustigen Ost-Trolle waren wie im Jahr zuvor Frank, Hans-Jürgen, Ingo und meine Wenigkeit, Onkel Karsten. An einem Tag im fortgeschrittenen Monat April ging es wieder mit zwei Packeseln auf Rädern früh zeitig nach Kiel. Hier checkten wir, wie schon so oft, bei der Color Line ein. Für die Überfahrt buchten wir dieses Mal gleich das Frühstücksbuffet mit und dieses gab es ganz gediegen im feinen Restaurant am Heck des Schiffes. Eine kleine, feine Auswahl und ein ruhiges Publikum Daumen hoch! (wir werden ja auch nicht jünger )...mal wieder mit der Color Line
Plünderung der Minibar!
Die Überfahrt selbst verlief unspektakulär. Die Wetter-App meinte, dass es bei Ankunft in Oslo regnen und schneien wird und dass auch etwas mehr Schnee fallen könnte. Allerdings nur bis maximal 100 km hinter Oslo. Ok, das ist ja halb so wild, auch wenn ich nicht mehr die besten Winterreifen am Esel hatte, immerhin waren es welche mit theoretisch noch genügend Profil. Überraschung! Aber schon in Höhe Gardamoen, dem Flughafen Oslo, fiel das weiße Zeug verstärkt vom Himmel. Plötzlich gab es nur noch vereiste Fahrspuren und irgendwann dann auch einen Winterdienst allerdings nur auf der Gegenfahrbahn! So fuhren wir weit, weit mehr als 100 km durch dieses Wetter und ich immer schon gedanklich mit der Hinterkarre im Graben! Was nützt der beste Allradantrieb wenn du miese Latschen drauf hast?! Das war mir jedenfalls eine Lehre!
Irgendwie ein Hauch von Weihnachten... kurz vor dem Ziel
Irgendwann dann, so nach bestimmt der halben Strecke, wurden die Straßenverhältnisse besser und rund 50 km vor unserem Ziel, dem Imarsund nahe der Trondheimsleia, begrüßte uns die Sonne. Wir waren ja bereits ein Jahr zuvor zur selben Zeit am selben Ort und so kannten wir uns doch schon ein bisschen aus. Das Haus ist sehr geräumig und für vier Personen mehr als ausreichend. Auch die beiden gebuchten Oien 630 Boote mit den 50 PS Honda Motoren liefen ausgezeichnet. Die Umgebung der Häuser war seit dem letzten Jahr nicht unbedingt als aufgeräumter zu bezeichnen. Auch wenn das zum Fischen nicht weiter stört, aber manche Ecken hinterlassen nicht unbedingt schöne Urlaubsbilder.
Die Mütze hatte Recht zumindest die ersten Tage! Zu spät geknipst Fisch schon versorgt!
Ja das hat etwas...
Als sich dann nach wenigen Tagen das Wetter besserte, kam der Besitzer mit zwei, auch in Norge anwesende Neubürgern (mehr hier nicht zum Thema) und beauftrage diese die beiden Häuser mit roter Farbe zu streichen und zu spritzen. Nach ein paar Tagen ging einem das schon ein wenig auf den Wecker und leider bemerkte ich erst zu Hause, dass das Auto, obwohl es weiter weg stand, auch schöne Pigmente abbekommen hatte. Zum Glück sieht man das nicht weiter. ABER kommen wir nun mal zum eigentlichen Grund der Reise! Landschaft und Fischen! Der Schlachtplan wurde besprochen und der Kurs auf süd-west-nord-ost festgelegt... Die Angelei erbrachte keine wirklich großen Highlights aber schöne Dorsche und ein paar gute Schellfische waren schon dabei. Auch Pollack und Köhler fanden den Weg ins Boot, wenn auch nicht zu üppig. Das Wetter machte anfänglich noch ein paar Kapriolen, dann aber wurde es immer sonniger und wärmer. Den erhofften Großfisch fingen wir nicht, aber Dorsche bis um die 90 cm sind ja nicht zu verachten und qualitativ eh besser. Eine Kveite stieg nicht zufällig mit ein, aber die Gegend ist ja auch kein Heilbuttrevier. Ansonsten genossen wir die Natur, die schneebedeckten Berge, die Seeluft und überhaupt das Flair des Nordens und natürlich ab und zu ein Bier! Ja wie anfangs geschrieben, es wird ein kleiner Bericht der hier schon fast wieder zu Ende ist.
Insgesamt hatten wir wieder viel Angelspaß und dieses Mal mussten wir uns nicht einmal Gedanken über den Troll-Trip 2018 machen. Der war nämlich schon ein paar Wochen im Kescher und gebongt! 2018 geht an den riesigen Westfjord im Gebiet um Engeloya auf Höhe der Lofoten. Die Vorfreude und auch die Erwartungen sind jetzt schon groß. Eine gute Vorbereitung wird von Nöten sein! Letztendlich haben wir alle auch dieses Mal wieder unsere Fischis gefangen, der Eine ein paar mehr, der Andere ein paar weniger. Das Ausfuhrlimit wurde mehr als erreicht. ( ) Auf der Heimfahrt dann, welche gemütsmäßig natürlich nicht mit der Anreise vergleichbar ist, winkte auch diesmal wieder die Politi mit der Kelle am Straßenrand. Alkoholkontrolle und Papiere vor zeigen, ok natürlich null Promille! Über das große Wasser ging es von Oslo nach Frederikshavn in Dänemark auch diesmal wieder mit Stena Line, der Stena Saga dem alten Rumpelpott. Ups und schon war der erste Urlaub vorüber! Der oder die nächsten Berichte aus unserem Lieblingsland kommen dann im Herbst, soweit ich über Trollradio FM gehört habe stehen da noch drei Reisen der Teilnehmer an Besten Dank für s Lesen und ich hoffe, dass ich das Sommerloch auf unserer Seite ein wenig verkleinern konnte! Tight Lines! Und nun Bilder von Fang, Land und dem Drumherum; Leider gibt es nicht wirklich Fangbilder von unserem Ingo, gefangen hat er aber trotzdem Fische!