Wedding-Strukturen 1

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Transkript:

Künstler aus dem Kreativzentrum Christiania zeigen im Brunnenviertel Wedding-Strukturen 1 Arbeiten auf Fotopapier und Industrie-Email Ort: Räume des KulturvorRat in der Ramlerstraße 28 A. Zeit: 20.12.2010 14.01.2011 Vernissage: 20.12.2010 um 18 Uhr Führungen durch das Kreativzentrum Christiania: 07. und 14.01.2011 jeweils um 16 Uhr Leben ist Brückenschlagen // über Ströme die vergehn (Gottfried Benn). Ines Lindenau, Martin Schulze und Peter Westphal sind drei Künstler, die an einem gemeinsamen Ort arbeiten, dem Weddinger Kreativzentrum Christiania. Aus ihrer räumlichen Nachbarschaft ergeben sich gemeinsame künstlerische Aspekte, die der Ausstellung auch ihren Namen geben - Wedding-Strukturen. Offenbar wurden diese Strukturen im Zuge der Auseinandersetzung der Künstler mit ihrem Umfeld: der Lust an der Begegnung und Neugier auf die Nachbarschaft, der Freude mit- und nebeneinander zu arbeiten, der Wahrnehmung des Stadtteils als Quelle der Inspiration... Aus städtebaulicher Sicht sind die Unterschiede zwischen dem Brunnenviertel als Ergebnis der Teilung Berlins sowie der darauf folgenden Sanierungspolitik und dem Gebiet um den Soldiner Kiez mit seiner zumeist gründerzeitlichen Architektur zwar erheblich, die Struktur seiner Bewohnerschaft weist jedoch mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze auf. So setzen sich Ines Lindenau und Peter Westphal auch mit dem Wedding als Ort einer sozialen Struktur auseinander und wählen als Arbeitsprinzip die Spannung aus einem Motiv und seiner Umgebung, in dem sie vertraute Sehgewohnheiten aufbrechen. Kommen diese beiden Künstler formal mit Variationen der Figur-Grund-Wahrnehmung zu ihrer spezifischen Bildaussage, liegt bei Martin Schulze die Betonung auf den formalen Strukturen. Er hebt sozusagen den Grund ohne Figur hervor und interpretiert den Wedding als Ort einer spezifischen visuellen Struktur.

Biografisches der Künstler Ines Lindenau 1974 in Berlin geboren 2000 Lette Verein für Fotodesign 2001 Stipendium Körber Stiftung Ines Lindenau ist ausgebildete Fotodesignerin und arbeitet seit 2000 im eigenen Atelier. Seit 2005 betreibt sie gemeinsam mit Peter Westphal die Fotokantine im Kreativzentrum Christiania. Studiofotografie Inszenierungen von Personen und Objekten sowie gezielt gesetztes Licht unterstreichen ihre konzeptionelle Herangehensweise. Die Abbildung der Realität tritt in den Hintergrund und Verfremdungen lassen eine neue Wirklichkeit entstehen. Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg Willy Brandt Haus, Berlin Wilhelm Galerie, Potsdam Die Fotokantine, Berlin

Martin Schulze 1957 im Spreewald geboren 1984 Uni Magdeburg, Kybernetiker 1994 Kunsthochschule Halle/Saale, Designer 1995 Künstlerstipendium DAAD Martin Schulze ist seit 1990 als freiberuflicher Künstler, Designer, Grafiker und Buchautor aktiv. 1994/95 arbeitete er an der staatlichen Designhochschule SNCI in Paris, lebt seit 1995 in Berlin und betreibt seit 2008 sein Atelier im Kreativzentrum Christiania. Buchillustrationen, angewandte Grafik und Fotografie Arbeit an langfristig angelegten Themen und Projekten zwischen den Stichworten: Mensch, Landschaft, Technik, Gesellschaft, Arbeit, Architektur, Geschichte, Poesie Arbeitsergebnisse in Form von Texten, Bildern, Situationen und plastischen Objekten in vielfältigen Techniken aus verschiedenen Materialien, z.b. Holz, Stahl, Kork, Industrie-Email, Keramik, Papier

Kommunale Galerie, Magdeburg Caroussell du Louvre, Paris Weiss Kunstbewegung, Berlin Peter Westphal 1971 in Berlin geboren 2000 Lette Verein für Fotodesign 2001 Stipendium Körber Stiftung Peter Westphal ist ausgebildeter Fotodesigner und arbeitet seit 2000 im eigenen Atelier. Seit 2005 betreibt er gemeinsam mit Ines Lindenau die Fotokantine im Kreativzentrum Christiania. Angewandte Fotografie und Photodesign im Bereich Stillife, Digitale Imaging. Konzeptionelle, freie künstlerische Arbeiten, Thema: Optische Experimente mit sichtbaren und unsichtbaren Oberflächen und Strukturen. Transformation von Räumlichkeit in zweidimensionale Dimensionen. Trennung von Volumen und Oberflächen. Neue Sinnzusammenhänge zwischen Bild und Abbild, vertraute Sehgewohnheiten aufbrechen, die Neukalibrierung des Blicks Rotes Rathaus, Berlin

Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg Willy Brandt Haus, Berlin Wilhelm Galerie, Potsdam Die Fotokantine, Berlin