Multipath-Transfer mit dem Stream Control Transmission Protocol



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Transkript:

Universität Duisburg-Essen, Institut für Experimentelle Mathematik Multipath-Transfer mit dem Stream Control Transmission Protocol Dr. Thomas Dreibholz Lehrstuhl Technik der Rechnernetze Institut für Experimentelle Mathematik Universität Duisburg-Essen

Inhalt Motivation und Einführung Ungleichartige Pfade Fairness Zusammenfassung Dr. Thomas Dreibholz, Page 2

Überblick: Motivation und Einführung Motivation und Einführung Klassische TCP/IP-Datenübertragung Multi-Homing und Multipath-Transfer Herausforderungen Ungleichartige Pfade Fairness Zusammenfassung Dr. Thomas Dreibholz, Page 3

Klassische TCP/IP-Datenübertragung TCP/IP-Verbindung Initiiert vom Client, Adresse C 1 zum Server, Adresse S 1 Client Server C 1 S 1 Pfad zwischen C 1 und S 1 unterbrochen => Verbindung bricht ab auch wenn alternative Pfade über andere Adressen möglich wären Kein (großes) Problem für klassische Anwendungen wie E-Mail und FTP Aber kritisch für neue Dienste E-Commerce, Telemedizin, Telefonsignalisierung über IP-Netze, und viele weitere Ziel: Ausfallsicherheit für kritische Anwendungen FTP: File Transfer Protocol; IP: Internet Protocol; TCP: Transmission Control Protocol Dr. Thomas Dreibholz, Page 4

Multi-Homing Offensichtlicher Ansatz: Multi-Homing Ausfallsicherheit durch weitere Pfade: mehr Interfaces und Adressen Client Server C 1 S 1 C 2 S 2 TCP unterstützt kein Multi-Homing, aber Anwendung kann Verbindung zwischen C 2 und S 2 erneut aufbauen Erfordert Handlung von allen Anwendungen oder ein leistungsfähigeres Transportprotokoll Ziele: 1. Transportprotokoll mit Multi-Homing-Unterstützung 2. Mehrere Pfade gleichzeitig nutzen Dr. Thomas Dreibholz, Page 5

Terminologie Transport Verbindung Transport Transport Verbindung Transport IP IP IP IP IP IP IP IP Primärpfade Backuppfade Pfade Multi-Homing Nur ein ausgewählter Pfad für Nutzdaten ( Primärpfad ) Andere Pfade als Backup Multipath-Transfer Gleichzeitige Verwendung mehrerer Pfade für Nutzdaten Dr. Thomas Dreibholz, Page 6

Projektfokus in OSI- und TCP/IP-Referenzmodellen OSI-Modell Application Layer Presentation Layer Session Layer Transport Layer Network Layer Data Link Layer Physical Layer Segmente Pakete Frames Bits TCP/IP-Modell Application Layer Transport Layer Internetwork Layer Host-to-Network Layer Im Fokus des Projektes: die Transportschicht IETF: Internet Engineering Task Force; ISO: Int l Organisation for Standardization; OSI: Open Systems Interconnection Dr. Thomas Dreibholz, Page 7

Multipath-Protokolle und deren Herausforderungen Protokollerweiterungen MPTCP: Multi-Path TCP für TCP Université catholique de Louvain, University College London CMT-SCTP: Concurrent Multipath-Transfer für SCTP University of Delaware, WIDE Project In IETF-Standardisierung; Thema aktueller Forschungsarbeiten Unterschiedliche Protokolle, aber die Probleme sind die gleichen! Zentrale Herausforderungen: Nutzdatendurchsatz muss mindestens so gut sein wie Nicht-Multipath-Protokoll über den besten Pfad Fairness bei Pfaden mit gemeinsamen Engpässen Untersuchungen am Beispiel CMT-SCTP SCTP: Stream Control Transmission Protocol Dr. Thomas Dreibholz, Page 8

SCTP Stream Control Transmission Protocol Definiert in RFC 4960 Eigenschaften Zuverlässige Übertragung mit Fluss- und Überlastkontrolle (wie TCP) Nachrichtenorientiert (statt Bytestrom wie bei TCP) Nachrichtenauslieferung: Unordered (ohne Reihenfolgeerhaltung) Ordered (mit Reihenfolgesicherung; wie TCP) Multi-Homing Primärpfad je Richtung Andere Pfade als Backup und für Paketwiederholungen Multi-Streaming Multiplexing mehrerer Datenströme über eine Verbindung Verhindert Head-of-Line Blocking Protokollerweiterungen z.b. unzuverlässige Übertragung, Mobilität, Sicherheit, CMT-SCTP, Dr. Thomas Dreibholz, Page 9

Überblick: Ungleichartige Pfade Motivation und Einführung Ungleichartige Pfade Einführung Problem des Buffer Blockings Unordered-Übertragung Ordered-Übertragung und weitere Verbesserungen Fairness Zusammenfassung Dr. Thomas Dreibholz, Page 10

Herausforderung von CMT-SCTP über ungleichartige Pfade Setup Nutzdatendurchsatz Pfad 1 Pfad 2 2 Pfade; 100 Mbit/s, 1 ms, 0% Verlust Saturierter Sender, Unordered-Übertragung Bandbreitevariation auf Pfad 2 Simulationsergebnisse SCTP, Primärpfad über Pfad 1 SCTP, Primärpfad über Pfad 2 Erwartet für CMT-SCTP Ursprüngliches CMT-SCTP CMT-SCTP mit Optimierungen Dr. Thomas Dreibholz, Page 11

Effizientes CMT-SCTP über ungleichartige Pfade Komplexität durch Interaktion verschiedener Mechanismen Überlastkontrolle Congestion Window und Slow-Start Threshold Burst Mitigation Verwaltung von Sende- und Empfangspuffern Handhabung von Paketwiederholungen Timer-Based Retransmission Fast Retransmission Quittungsmechanismus Kumulative Quittungen Selective Acknowledgements (SACK) und deren Widerrufbarkeit Optionen für Nachrichtenauslieferung (unordered, ordered) Idee: Problem in Teilprobleme zerlegen Lösung zunächst für Unordered-Übertragung und dann für Ordered-Übertragung Dr. Thomas Dreibholz, Page 12

Buffer Blocking Beobachtung: Blockierung durch vollen Sende- oder Empfangspuffer Zerlegung in Teilprobleme => einzeln verstehen und lösen Send Buffer Blocking (SBB) Transmission-Induced SBB Zu viele Daten auf einem Pfad gepuffert, kein Platz mehr für weitere Daten auf anderen Pfaden GapAck-Induced SBB Selective Acknowledgement ist vom Empfänger widerrufbar Pufferplatz blockiert durch Warten auf kumulative Quittung Receive Buffer Blocking (RBB) Advertised-Window-Induced RBB Platz im Advertised Receiver Window durch einen Pfad fast komplett belegt => zu wenig Platz für anderen Pfad Reordering-Induced RBB Warten auf fehlende Daten zur Reihenfolgewiederherstellung Dr. Thomas Dreibholz, Page 13

Lösung für Unordered-Übertragung Send Buffer Splitting n Pfade => max. 1/n des Sendepuffers je Pfad ausstehend Löst: Transmission-Induced SBB Receive Buffer Splitting n Pfade => max. 1/n des Empfangspuffers je Pfad ausstehend Mechanismus komplett auf Senderseite implementierbar Löst: Advertised-Window-Induced RBB Non-Renegable SACK (NR-SACK) Nicht-widerrufbare SACKs Ursprünglich: Mechanismus zum Sparen von Sendepufferplatz für Standard-SCTP (University of Delaware) Segment NR-SACK ed => kann aus Sendepuffer entfernt werden Löst: GapAck-Induced SBB Kombination der Mechanismen für Unordered-Übertragung; Veröffentlicht auf IEEE GLOBECOM 2010 Dr. Thomas Dreibholz, Page 14

Validierung im Internet-Testbett Nutzdatendurchsatz Beides kombiniert Messung in realem Internet-Testbett: Buffer Splitting ohne NR-SACKs Pfad 1: Glasfaser x Mbit/s, 2ms Pfad 2: DSL 0.8 Mbit/s, 28ms Lange Queue => Buffer Bloat! Erwartet: Durchsatz ~ x+0.8 Mbit/s Mit NR-SACKs Original CMT-SCTP Kombination von Buffer Splitting (beidseitig) und NR-SACK löst Probleme bei UnorderedÜbertragung! Veröffentlicht auf IEEE PAMS 2011 Dr. Thomas Dreibholz, Page 15

Ordered-Übertragung und weitere Verbesserungen Ordered-Übertragung Problem des Reordering-Induced RBB Tritt bei Unordered-Übertragung natürlich nicht auf Chunk Rescheduling Grundidee: Unterbrechung durch fehlende Pakete verhindern Präventive Paketwiederholung des ersten Pakets, sobald Sende- oder Empfangspufferanteil eines Pfades zu 50% blockiert Max. 1 Paket/RTT => geringer Overhead Veröffentlicht auf IEEE GLOBECOM 2011 Predefined Stream Mapping Mapping von Streams auf Pfade => weniger Reordering Beispiel: Secure Shell (SSH) Shell-Stream auf langsamen Pfad mit kleiner Verzögerung X11-Forwarding-Stream auf Pfad mit hoher Bandbreite Veröffentlicht auf PFLDNeT 2011 Dr. Thomas Dreibholz, Page 16

Überblick: Fairness Motivation und Einführung Ungleichartige Pfade Fairness Fairness bei nicht-disjunkten Pfaden Resource Pooling Ausblick Zusammenfassung Dr. Thomas Dreibholz, Page 17

Fairness von SCTP-Übertragungen SCTP-Überlastkontrolle analog zu TCP AIMD-Verhalten mit Congestion Window (cwnd) und Slow-Start Threshold (ssthresh) Faires Verhalten gegenüber TCP-Verbindungen A A 1 A 1 A 1 A 2 : 50 Mbit/s B 2 : 100 Mbit/s A 2 1 B 2 : 50 Mbit/s 100 Mbit/s B 1 B 2 Bandbreite auf dem Engpass wird fair auf alle Verbindungen verteilt AIMD: Additive Increase Multiplicative Decrease Dr. Thomas Dreibholz, Page 18

Herausforderung bei CMT-SCTP über nicht-disjunkte Pfade CMT-SCTP-Überlastkontrolle Behandelt jeden Pfad unabhängig Funktioniert erwartungsgemäß, unter Annahme von disjunkten Pfaden A 1 A A 1 2 : 33.3 Mbit/s 2 200 100 Mbit/s 1 B 1 B 2 : 66.6 Mbit/s A 2 (100 (50 Mbit/s 50 100 Mbit/s) (33.3 Mbit/s + 33.3 Mbit/s) 100 Mbit/s B 1 B 2 100 Mbit/s Unfair! Gemeinsamer Engpass (engl. shared bottleneck) n Pfade über gleichen Engpass -> wie n Nicht-CMT-Verbindungen Unfaire Bandbreitenverteilung! Garantien für disjunkte Pfade sind im Internet nicht möglich Dr. Thomas Dreibholz, Page 19

Ansatz: Resource Pooling Resource Pooling (RP) Making a collection of resources behave like a single pooled resource [WHB09] Idee: AIMD-Überlastkontrollen der einzelnen Pfade koppeln Neue AIMD-Überlastkontrollverfahren mit RP: CMT/RPv1 skaliert mit ssthresh-verhältnis Funktioniert, sofern ssthresh-verhältnisse vergleichbar Bei ungleichartigen Pfaden ggf. nicht der Fall CMT/RPv2 skaliert basierend auf Bandbreiten (-> cwnd/rtt) Funktioniert auch für ungleichartige Pfade MPTCP-like MPTCP-Ansatz auf CMT-SCTP übertragen Cwnd-Senkung wie Standard-SCTP Cwnd-Erhöhung skaliert mit Aggressivitätsfaktor Veröffentlicht auf IEEE ConTEL 2011 und IEEE AINA 2010 Dr. Thomas Dreibholz, Page 20

Was passiert bei ungleichartigen, disjunkten Pfaden? Nutzdatendurchsatz Standard-SCTP schneller als CMT-SCTP Ziele von RP: 1. CMT-SCTP-Bandbreite mindestens wie für Standard-SCTP über besten Pfad 2. Fairness bei gem. Engpass 3. Last auf weniger ausgelasteten Pfad verschieben Szenario: CMT-SCTP (Flow #1; ) Standard-SCTP (Flow #2; ) Zwei disjunkte Pfade: P1: 6.25 Mbit/s; P2: x Mbit/s Original, CMT/RPv2, MPTCP-like CMT/RPv2- und MPTCP-like-Verfahren sind fair gemäß den gesetzten Zielen! Aber: Ist das wirklich fair? Diskussion von Multipath- Fairness als zukünftige Arbeit! Dr. Thomas Dreibholz, Page 21

Überblick: Zusammenfassung Motivation und Einführung Ungleichartige Pfade Fairness Zusammenfassung Dr. Thomas Dreibholz, Page 22

Kooperationen FH Münster in Burgsteinfurt DFG-Projekt zu SCTP Zwei Phasen Kooperation mit der University of British Columbia, Vancouver/Kanada Beiträge zur IETF-Standardisierung Kooperation mit Huawei, Cisco und anderen Weitere Forschungsaktivitäten BMBF German Lab (G-Lab) Multipath-Übertragung im Future Internet Special Interest Group: SIG Multipath PAMS Workshop (auf IEEE AINA 2011 und 2012) Open-Source-Werkzeuge -> Sichtbarkeit des Projektes Hainan University in Haikou, Hainan/China Förderantrag zur SCTP-Pfadhandhabung Dr. Thomas Dreibholz, Page 23

Zusammenfassung Multipath-Transfer Aktuell diskutiert in IETF und Forschung (MPTCP, CMT-SCTP) Probleme sind unabhängig vom Protokoll Performanz Fairness Performanz bei ungleichartigen Pfaden Probleme -> Zerlegung in Teilprobleme und deren Lösung Buffer Splitting, Chunk Rescheduling, Predefined Stream Mapping Fairness Durch geeignete Überlastkontrollverfahren handhabbar Ergebnisse wurden in IETF-Standardisierung eingebracht Ausblick auf laufende und zukünftige Arbeiten Weitere Untersuchungen im Testbett -> evtl. auf G-Lab basierend Verallgemeinerung der Fairness-Definition für Multipath-Transfer Dr. Thomas Dreibholz, Page 24