Sillpark, HLM

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Transkript:

Sillpark, 23. 03. 2010 Befragung im Rahmen des EU-Projekts Clean Clothes Kampagne 3 HLM Christina Höck, Nina Schwarz, Linda Nocker, Anna Schreder, Claudia Thaler, Annina Kienzner, Juliane Trockenbacher, Nadine Schaber, Nina Huter, Samantha Seidner, Johanna Lerchbaumer, Anna Kirschner, Sonja Valoh, Christina Rainer, Sarah Grepl, Tabea Mayer, Sabrina Dejakum, Anina Mayr, Franziska Bachleitner, Julia Eisenecker Im Rahmen unserer Mitwirkung an der Clean Clothes Kampagne - Mein Design, meine Verantwortung in Zusammenarbeit mit Südwind Tirol führten wir am 23. März 2010 eine Befragung aller im Einkaufszentrum Sillpark, Innsbruck, ansässigen Textilgeschäfte durch. Nach einer mehrwöchigen Beschäftigung mit den Themen Bio / Ökomode und Fair Trade arbeiteten wir einen Fragebogen aus, mit dem wir dann die einzelnen Shops besuchten.

Auswertung Fragebogen Von den 17 im Sillpark vertretenen Shops beantworteten 13 den Fragebogen. Von vier Firmen erhielten wir keine Antworten. C & A hätte uns den Fragebogen später ausgefüllt. 1.) Kennen Sie die Clean Clothes Kampagne? In zwei Shops ist dieses Projekt bekannt. 2.) Wissen Sie woher Ihre Ware kommt? VertreterInnen von zehn Shops konnten über die Herkunft ihrer Ware berichten.

3.) Führen Sie Bio / Ökomode? Sechs Geschäfte führen Bio / Ökomode 4.) Führen Sie Fair Trade Mode? Zwei Geschäfte führen Fair Trade Mode 6.) Ist Ihre Firma an speziellen Projekten zu den Themen Bio / Ökomode oder Fair Trade Mode beteiligt? Vier Shops sind an derartigen Projekten beteiligt.

7.) Wie stehen Sie persönlich zu diesem Thema? Siehe einzelne Shops Anna Kirschner, Samantha Seidner, Johanna Lerchbaumer, Sonja Valoh Einzelne Shops Billabong Billabong ist definitiv Befürworter der Clean Clothes Kampagne. Sie kennen die Ware und führen auch Bio- und Ökomode. Bonita Die Angestellten der Firma Bonita kannten die Clean Clothes Kampagne, jedoch wussten sie nichts Genaues darüber. Ihre Ware kommt hauptsächlich aus Spanien und Deutschland, sie besteht größtenteils aus Baumwolle und ist qualitativ sehr hochwertig. Fair Trade Mode führt Bonita jedoch nicht, da es ihrer Geschäftslinie nicht entspricht. Sie sind derzeit nicht an speziellen Projekten beteiligt. Die Mitarbeiterin dieser Firma kauft gerne Fair Trade Produkte, jedoch wird von der Firma vermutet, dass Fair Trade Mode für Kunden zu teuer werden könnte. Esprit Das Unternehmen Esprit führt derzeit keine Bio- oder Ökomode und auch Fair Trade Mode führen sie nicht in ihrem Sortiment. Die Verkäuferin findet Biomode sehr gut, jedoch kann dies nur von der Firma bestimmt werden, ob diese Kleidung angeboten wird.

Derzeit ist die Firma an keinen speziellen Projekten beteiligt, früher hingegen gab es Bikinis in Bio-Qualität. H&M Die Ware kommt aus Bangladesch, China, Spanien und Italien. Das derzeit wichtigste nachhaltige Material ist Bio-Baumwolle. Bio- bedeutet, dass die Baumwolle ohne chemische Pestizide und Kunstdünger angebaut wurde. Das macht sie verträglicher für die Umwelt und für die Landwirte. H&M bietet bereits seit 2004 Kleidung aus Bio-Baumwolle an und setzt auch in Zukunft darauf: das Ziel ist, den Anteil der Bio-Baumwolle bis 2013 um jährlich 50% zu erhöhen. Die befragte Person steht sehr positiv zu diesen Themen und findet die Idee der Öko-Mode sehr gut. Harrison Menswear Die Verkäuferin hat uns erzählt, sie führen keine Ökomode, jedoch sind die Produkte, die aus Baumwolle bestehen, ökologisch angebaut worden. Die Firma erklärt sich nicht zum Verkauf von Fair Trademode bereit, da diese zu alternativ ist und nicht zu Stil und Sortiment des Unternehmens passt. Die Angestellte ist eine Befürworterin des Faire Tradehandels. Sie selbst kauft solche Produkte ein, aber stellt in Frage, ob es den betreffenden ArbeiterInnen wirklich zugutekommt. New Yorker Die Angestellten vom New Yorker sind nicht genügend über solche Geschehnisse Ihres Betriebs informiert. New Yorker (for men) New Yorker (for men) kennt die Clean Clothes Kampagne nicht und führt auch keine Bio- und Ökomode. Dies kann zwar nur der Filialleiter entscheiden, aber wenn es möglich wäre, würde das Personal Fair Trade-Mode einführen. Die Firma ist auch nicht an speziellen Projekten beteiligt. Die Meinung zu diesem Thema ist, dass es immer aktueller wird und nicht vergessen werden sollte. Palmers Führt nach Aussage des Personals sowohl Bio / Ökomode als auch Fair Trademode. Die Ware kommt aus Entwicklungsländern und Österreich. Die Verkäuferin findet es gut, es ist auch sehr angenehm zu tragen aber in vielen Fällen ist es nicht so modisch. Im Internet haben wir nichts über Bio- oder Ökomode bei Palmers gefunden. Pimkie Die Clean Clothes Kampagne ist nicht bekannt. Offiziell kommt die Ware aus Frankreich aber produziert wird in Ländern der Dritten Welt. Der Verkauf von Bio / Ökomode ist kettenabhängig und findet ca. 2x im Jahr statt. Vereinbarung mit WWF im Rahmen einer 2x im Jahr laufenden Kampagne für Umweltschutz-Projekte Die Mitarbeiter halten CCK für eine gute Idee, da sie nichts von Kinderarbeit halten. Tally Weijl Tally Weijl kennt die Clean Clothes Kampagne nicht. Ihre Ware kommt aus China und Shanghai. Sie führen keine Öko-, Fair Trade- oder Biomode. Tally Weijl hat auch keine speziellen Projekte zu diesem Thema geplant, aber nach der persönlichen Meinung der Verkäuferin wäre es gut Bio / Ökomode einzuführen.

Vero Moda Vero Moda führt momentan keine Bio / Ökomode. Die Mitarbeiterin weiß nur teilweise woher ihre Ware kommt, die sie verkauft. Nur die Geschäftsführung entscheidet, ob Fair Trade Mode ins Angebot aufgenommen wird. Zero Die Verkäuferin wurde befragt ob sie die Clean Clothes Kampagne überhaupt kennt und sie antwortete mit der kurzen Phrase, nein eigentlich nicht. Wir befragten Sie auch ob Sie denn wisse woher Ihre Ware kommt. Dies beantwortete Sie sofort mit ja, sie wisse woher die Ware aus Ihrem Geschäft komme. Als Nächstes wollten wir wissen ob Sie Bio oder Ökomode führen, auch auf diese Frage wurde uns mit nein geantwortet. Auf die darauffolgende Frage ob sie Fair Trade Mode führen wurde ebenfalls mit nein geantwortet. Sie überlegen sich auch nicht solche Ware in Ihr Angebot aufzunehmen. Ihre Firma ist auch nicht an speziellen Projekten zu den Themen Bio / Ökomode oder Fair Trademode beteiligt. Und die Verkäuferin für sich persönlich beschäftigt sich auch nicht wirklich mit diesen Themen.