Praktikum Mikrocomputertechnik

Ähnliche Dokumente
Praktikum Mikrocomputertechnik

Erzeugen von PWM-Signalen mit dem Atmel AVR-Mikrocontroller

Timer. Funktionsprinzip

Name: ES2 Klausur Thema: ARM Name: Punkte: Note:

Praktikum Mikrocomputertechnik. Anleitung

Servo-Modul Version

Praktikum Mikrocomputertechnik

U5-2 Register beim AVR-µC

Programmierung von ATMEL AVR Mikroprozessoren am Beispiel des ATtiny13. Teil 8: gavrasmw und weitere Beispiele

Tag 2 Eingabe und Interrupts

Mikrocomputertechnik. Thema: Der Aufbau des XC888-Mikrocontrollers -Teil 1 -


PROJEKTIEREN EINES SMARTSTIX S MIT CSCAPE

UART-Kommunikation mit dem Atmel AVR

Fachhochschule Kaiserslautern Fachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften WS2010/11. Zeitpunkt der Prüfung: Beginn: 10.

Elektrische Nachrichtentechnik Grundlagen der Elektrotechnik Versuch M-2 im Fachbereich Technik an der HS Emden-Leer

Versuch 2, LPC11U24 - GPIO


Programmieren in C Teil 3: Mikrocontrollerprogrammierung

Versuch 4 M_Dongle Servotester. Labor Mikrocontroller mit NUC130. Prof. Dr.-Ing. F. Kesel Dipl.-Ing. (FH) J. Hampel Dipl.-Ing. (FH) A.

Praktikum Mikrocomputertechnik

Makros sind Textersetzungen, welche vom Präprozessor aufgelöst werden. Dies Passiert bevor der Compiler die Datein verarbeitet.

WOP-iT PROFIBUS EXPANDER

M I K R O P R O Z E SS O R P R A K T I K U M SS2018. Termin1. C-Programmierung für eingebettete Systeme

Name: ES2 Klausur Thema: ARM Name: Punkte: Note:

Parallel-IO. Ports am ATmega128

Mikroprozessortechnik Grundlagen 1

INSTALLATIONSANLEITUNG BEDIENUNGSANLEITUNG

GdI2 - Systemnahe Programmierung in C Übungen Jürgen Kleinöder Universität Erlangen-Nürnberg Informatik 4, 2006 U4.fm

Aufgabe 2 - Erweiterung um PIC und Interrupts

Handy-Synchronisation Inhalt

Mikrocomputertechnik. Thema: Serielle Schnittstelle / UART

Programmierübungen in Assembler

ARM Cortex-M Prozessoren. Referat von Peter Voser Embedded Development GmbH

Aufgabe 2 - ADC. Labor Mikrocontroller mit NUC130. Prof. Dr.-Ing. F. Kesel Dipl.-Ing. (FH) J. Hampel Dipl.-Ing. (FH) A. Reber

Mikrocomputertechnik

Praktikum Mikrocomputertechnik

Echtzeitprogrammierung und Echtzeitverhalten von Keil RTX. Frank Erdrich Semester AI 7

1. Inhaltsverzeichnis

Hardware Praktikum 2008

Fragen? Wie komme ich effizient zu einem Programm? Wie beschreibe/dokumentiere ich meine Idee?

DALI 0-10V PWM. Datenblatt. Interface DALI auf 0-10V PWM. Schnittstelle zum Einbinden von Leuchten mit 0-10V Steuereingang in ein DALI-System

Laborübung 4. Zustandsautomaten (Finite State Machines)

... Konfiguration des IO [io] 8000 in einem LAN?

Application Note. PiXtend mit Hilfe der Control- & Status-Bytes konfigurieren und überwachen. Stand , V1.06

Remote-Objekt-Überwachung. von Jan Schäfer und Matthias Merk

Eigenschafte: Konfiguration: Baudrate:

isican CN3 CAN Traffic Simulator Beispielkonfiguration für Configurator v1.3.3

Deckblatt. Konfiguration eines CP342-5 als DP- Slave am CP342-5 als DP- Master PROFIBUS DP. FAQ Juni Service & Support. Answers for industry.

BOOTLOADER für AVR-Entwicklungsmodule

BLUE line. Bedienungsanleitung zum M-Unit Experimentierboard. Innovative Technik. Tobias Regenhardt Grüner Weg Seulingen

Konfiguration des ADL-MX Kurzanleitung

Praktikum Grundlagen Regelungstechnik

Atmel AVR für Dummies

Teach-Dongle Rev 1.1. Teach-Dongle. Rev 1.1 Stand Okt

Vortrag zur Seminarphase der PG Solar Doorplate MSP430 Wichtigste Grundlagen von David Tondorf

Echtzeitbetriebssysteme/ Prozessdatenverarbeitung II

Mikrocontroller - Schnelleinstieg

Konfigurieren eines HHR Gerät, um es über eine CBX800 an Profibus anzubinden

DVB-PC TV Stars. Benutzerhandbuch Teil 1 Installation Benutzerhandbuch Teil 2 Setup4PC/Server4PC Benutzerhandbuch Teil 3 DVBViewer TE

Beschaltung eines Mikrocontrollers. Jordi Blanch Sierra Steuerungsgruppe

Konfiguration des MIG für DDR2-SDRAM Ansteuerung

ONE Technologies AluDISC 3.0

Praktikum Grundlagen von Hardwaresystemen Sommersemester Versuch 6: Computergrafik und Sprites

Research & Development Ultrasonic Technology / Fingerprint recognition DATA SHEETS OPKUD.

Embedded Systems

LED Linear Zubehör Accessories

Praktikum Mikrocomputertechnik

Protokoll für das NAWI-Profil. Namen: / Klasse: Datum:

Übung zu Betriebssystembau (Ü BS)

Übung Verwenden der show-befehle des Routers

Temperaturmodul. Software. Bedeutung der Leuchtdioden. Kanal-LEDs. System-LEDs. Start nach Reset

Baue deinen ersten Roboter

Schnell-Installationshandbuch

HSD FB E I. Hochschule Düsseldorf Fachbereich Elektro- und Informationstechnik. Datum: WS/SS Gruppe: S Q. Teilnehmer Name Matr.-Nr.

8. Bintec Router Redundancy Protocol (BRRP) 8.1 Einleitung

Serie 8: Microcontroller 17./

Busse. Dr.-Ing. Volkmar Sieh WS 2005/2006. Institut für Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

An der OBD2-Buchse zum Anschluß des Testgerätes sind die für die Protokolle erforderlichen Pins beschaltet:

SPS S90U. 1. Grundlagen SPS Funktion

RCD1750SI / Bedienungsanleitung Deutsch. Allgemeine Steuerelemente Hauptgerät

RF-ID Handheld. Einsatz. Bedienung. A&S GmbH Automatisierungs- und Systemtechnik

LED Skalenbeleuchtung mit einem Arduino

Busse. Dr.-Ing. Volkmar Sieh. Institut für Informatik 3: Rechnerarchitektur Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg WS 2008/2009

Projekt : Einstieg in die LONWORKS-Technologie:

D i g i t a l l a b o r

Wer möchte, kann sein Programm auch auf echter Hardware testen

Mechanik Translationsbewegungen des Massenpunktes Freier Fall

emc2-2 expandable modular configurable controller, 2.generation

DOORS Schema IBM Rational DOORS Start-Up Training - Teil 3

Thinget G-Box. Betriebsanleitung. GPRS-Modem für Thinget XC SPS. Vorbereitung der Konfiguration. Konfiguration in XCPpro G-Box-Konfiguration öffnen

Versuch D3: Busse, Speicher und Ampelsteuerung mit Speicher

1 Allgemeine Angaben. 2 Vorbereitungen. Gruppen Nr.: Name: Datum der Messungen: 1.1 Dokumentation

Versuch 1. Labor Technische Informatik. Prof. Dr.-Ing. F.Kesel Dipl.-Ing. (FH) A. Reber

HTWK Leipzig Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik Institut Allgemeine Elektrotechnik

Programmierung von Mikrocontrollern am Beispiel des ATMEL ATmega32

Aufgabe 2 - Erweiterung um PIC und Interrupts

Grundlagen der Technischen Informatik. Sequenzielle Netzwerke. Institut für Kommunikationsnetze und Rechnersysteme. Paul J. Kühn, Matthias Meyer

Übungsklausur Mikroprozessortechnik und Eingebettete Systeme I

Transkript:

Praktikum Mikrocomputertechnik Versuch 5j: PEC & ADC Labor: Termin der Durchführung: IE-Labor oder DT-Labor Teilnehmer: Gruppe: Semester: Student 1: Student 2: Testat: Datum: Bemerkungen: Unterschrift: - 1 -

Praktikum Mikrocomputertechnik Versuch 5j: PEC & ADC 1) Allgemeine Beschreibung Schreiben Sie ein Assembler-Programm, das über die an Port 1 angeschlossenen LEDs die Position des rechten Potentiometers (Port 5.1) als Leuchtbalken anzeigt. Folgende Funktionen sollen realisiert werden: Es sollen 16 Werte des Potentiometers automatisch durch die PEC Einheit des µc in den RAM Bereich geschrieben werden. So bald die Werte vollständig sind, soll die PEC Einheit einen Interrupt auslösen. In der zugehörigen ISR soll nun der mathematische Mittelwert aus den 16 Werten ermittelt werden und an einer definierten Stelle im RAM (nicht Register) zur Weiterverarbeitung abgelegt werden. Am Ende der ISR soll die PEC Einheit neu konfiguriert werden um das Einlesen von 16 neuen Werten zu starten. Alle 100ms soll der Mittelwert aus dem Speicher gelesen werden und als Leuchtbalken auf die LEDs ausgegeben werden. Für die Zeitdefinition muss ein Timer mit Reload Funktion verwendet werden. Die 100ms sollen möglichst genau eingehalten werden und nicht durch einen eventuellen PEC Interrupt unterbrochen werden. Mit dem Schalter an Port 4.4 sollen zwei mögliche Darstellungen gewählt werden können: Schalter Aus (Mittelstellung): Alle LEDs sind bei Linksanschlag des Potis aus. Je weiter das Potentiometer nach rechts gedreht wird, desto mehr LEDs leuchten. Der Balken hat bei LED P1.15 (links) zu beginnen und wird nach rechts immer größer. Ist das Poti auf Rechtsanschlag, so leuchten alle LEDs. - 2 -

Schalter Ein: Alle LEDs sind bei Linksanschlag des Potis aus. Je weiter das Potentiometer nach rechts gedreht wird, desto mehr LEDs sollen leuchten. In dieser Schalterposition soll der Leuchtbalken in der Mitte beginnen und sich gleichmäßig nach Rechts und Links ausdehen. Bitte stellen Sie sicher, dass sowohl Alle LEDs an als auch Alle LEDs aus zuverlässig dargestellt werden können. Die beiden Aufgaben laufen unabhängig voneinander und können als sehr einfache Art von Multitasking gesehen werden. Der zeitliche Ablauf könnte wie folgt dargestellt werden (ohne Berücksichtigung der IRQ Prioritäten): - 3 -

2) Versuchsvorbereitung Sie sind hier darauf angewiesen, sich vor Versuchsbeginn auf diese Aufgabe vorzubereiten: Lesen Sie sich ein, wie der ADC so wie die PEC Einheit zu konfigurieren sind, um die gestellte Aufgabe zu lösen. In diesem Versuch sind zwei Interrupts zu verwenden. Überlegen Sie sich, wie sie die Prioritäten der Interrupts definieren, damit der geforderte zeitliche Ablauf eingehalten werden kann. Zeichnen Sie die funktionalen Flußdiagramme mit Hilfe einer PC-Software. An der Hochschule sind unterschiedliche Programme verfügbar bzw. als Freeware im Internet zu finden (z.b. Visio, PAP, yed, ). In den Flussdiagrammen sind die korrekten Symbole zu verwenden. 3) Versuchsdurchführung Die technische Umsetzung der Aufgabe wird vollständig Ihnen überlassen. Es müssen aber folgende Rahmenbedingungen gelten: Konfigurieren Sie zunächst den Interrupt für den zeitlichen Ablauf (Ausgabe der LEDs) und messen Sie mit dem LogicPort die eingestellte Zeit. Fügen Sie einen Ausdruck des Meßergebnisses der Ausarbeitung bei. Codieren Sie Ihre Überlegungen und Flussdiagramme in Assembler und testen Sie die Software. Gehen Sie beim Testen schrittweise vor und probieren Sie auch Teillösungen aus. Das Suchen von Fehlern an der Gesamtlösung kann oft aufwendig sein. Erst wenn ein Teilprogramm zuverlässig funktioniert, widmen Sie sich dem folgenden Schritt. In den Flussdiagrammen der Vorbereitung die korrekten Symbole verwenden. Die Programme sind so zu schreiben, dass leicht Anpassungen durchgeführt werden können. Es sollen z.b. Equate Anweisungen verwendet werden und deren Bedeutung/Funktion auch eindeutig kommentiert sein. Die Software ist in den einzelnen Funktionsschritten zu dokumentieren, so dass auch Nicht-Assembler-Kenner den Funktionsablauf nachvollziehen können. Es sind eingängige Bezeichnungen / Namen der Unterprogramme, Equates und Datenbereiche zu verwenden. Unterprogramme und ISRs sind mit einem Programmkopf zu dokumentieren: Eingänge Ausgänge Funktion Veränderte Register An gute Lesbarkeit und Dokumentation der Software denken. - 4 -

4) Ausarbeitung Nach Beendigung des Versuches haben Sie alle Arbeiten erledigt. Sie können die Ausarbeitung direkt nach dem Praktikumstermin abgeben. Die Ausarbeitung besteht aus folgenden Komponenten: Ausgefülltes Deckblatt Ausdruck der am PC erstellte Flussdiagramme Ausdruck der Assemblerdateien zur Durchsicht. Nicht verwendete Unterprogramme bitte vor dem Ausdruck entfernen! Ausdruck der Logikport Diagramme für die Zeitmessung Ausgefülltes Frageblatt Studenten in den von Prof. Jantz betreuten Gruppen senden eine E-Mail mit den Assemblerdateien aller fünf Versuche an die Betreuer. Die aktuellen E-Mail Adressen der Betreuer finden Sie im Intranet der Hochschule. 5) Weitere Informationsquellen: 1. Infineon technologies; XC164-16 User s Manual, Volume 1 (of 2): System Units 2. Infineon technologies; XC164-16 User s Manual, Volume 2 (of 2): Peripheral Units 3. Infineon technologies; XC164-16 Data Sheet 4. Infineon technologies, C166S User Manual (Befehlssatz) 5. http://www.infineon.com 6. http://www.hs-regensburg.de/fakultaeten/elektro-undinformationstechnik/labore/labor-industrielle-elektronik.html 7. http://www.keil.com 8. G. Schmitt; Mikrocomputertechnik mit dem Controller C167, Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, München 2000-5 -

6) Begleitende Fragen (Vorbereitung, mit abzugeben!) 1. Mit welcher Taktfrequenz läuft die CPU auf dem RapidIO-XC164CS Board? f clk = MHz 2. Welche Einstellungen für den Timer 3 verwenden Sie für diesen Versuch? Optimaler Vorteiler für f clk : Zählrichtung des Timers: up down Wiederladewert für T3 (Reload): dezimal bzw. hex 3. Welche Prioritäten verwenden Sie für die beiden Interrupts? Interrupt für Timer 3: Group Priority Level: Interrupt Priority Level: Interrupt für PEC Einheit: Group Priority Level: Interrupt Priority Level: 4. Bitte ermitteln Sie für die Konfigurationswerte für den 100ms Timer: GPT12E_T3CON: GPT12E_T3IC: GPT12E_T2CON: - 6 -

5. Bitte ermitteln Sie für die Konfigurationswerte für die PEC Einheit: Welchen PEC Kanal (0-7) verwenden Sie, um die entsprechenden Interrupt-Level zu erreichen? (Es gibt mehrere Möglichkeiten, entscheiden Sie sich für eine) PECCx (PEC Configuration Register): SRPCx (PEC Source Pointer): DSTPx (PEC Destination Pointer): PEXSEGx (PEC Segment Pointer): PECISNC (PEC Interrupt Control): 6. Wie schnell darf die Ausgabe auf den Bargraph maximal erfolgen, damit bei jeder Ausgabe ein neu ermittelter Wert im Speicher zu finden ist? Ermitteln Sie diesen Wert unter der Annahme, dass Sample & Hold Zeit so wie die Konvertierungszeit maximal eingestellt sind. + = Konvertierungszeit Zeit für Mittelwertbildung Gesamtzeit - 7 -