Demokratieführerschein

Ähnliche Dokumente
Kommunaler Behindertenbeauftragter

Menschen mit Behinderungen haben Rechte. Es reicht nicht, wenn die Rechte auf dem Papier stehen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen die

Infos in Leichter Sprache. Es gibt in Deutschland eine Partei: Christlich Demokratische Union. Die Partei heißt auch: CDU.

Geschäfts-Ordnung Inklusions-Fach-Beirat

Im Internet findet man mit einem Computer Informationen aus der ganzen Welt.

Mehr Partizipation wagen!

Das Kreis-Wahl-Programm der SPD

Das kann die Erwachsenen- Bildung für die Inklusion tun

Mittendrin auch im Alter!

Information zur Wahl in Kaarst In Leichter Sprache

Aktions-Plan der Stadt Ulm. Die wichtigsten Punkte in einfacher Sprache

In Leichter Sprache. Inklusion heißt: Alle Menschen gehören dazu und können mitmachen. Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung.

AKTIONSPLAN für ein inklusives Freiburg 2017/2018

Leit-Linien in leichter Sprache

Ausgabe: 43, Sommer Höhepunkt. Neuigkeiten für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Dieses mal mit dem Thema: Persönliches Geld

Einladung zum Gespräch: Alle Menschen sollen gut von einem Ort zum anderen kommen. Busse und Bahnen sollen gut für alle sein.

Leicht MENSCHEN MIT BEHINDERUNG? Was soll Niedersachsen machen für. In diesem Heft stehen die Ideen von der Fach-Gruppe Inklusion in Leichter Sprache

Seite 1 Einladung: Inklusion hat keine Grenzen

In einem Leitbild stehen viele Sachen: Über einen Verein oder über eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung.

AWO INKLUSIV. Gemeinsam für ein Bayern der Vielfalt. INKLUSIV

Das Leit-Bild für Menschen mit Behinderung in Kiel.

Barriere-Freiheit. Der Behinderten-Beirat. der Stadt Cottbus informiert:

Im Jahr 1990 haben sich verschiedene Vereine zusammen getan: Lebenshilfe Oldenburg Lebenshilfe Wesermarsch Lebenshilfe Ammerland

Landeshauptstadt Potsdam. Teilhabe für alle!am. Zwischen-Bericht zum Lokalen Teilhabe-Plan der Landes-Hauptstadt Potsdam in Leichter Sprache

Leichte Sprache Das Bundes-Teilhabe-Gesetz und das 3. Pflege-Stärkungs-Gesetz

Das Wahl-Programm der SPD Das möchte die SPD im Land-Kreis Diepholz

Geschäfts-Ordnung vom Inklusions-Beirat Wandsbek

Rede von Barbara Stamm in Leichter Sprache. Präsidentin vom Bayerischen Landtag Vorsitzende vom Landesverband der Lebenshilfe Bayern

Hinweise für Eltern. Rhein-Sieg-Kreis Der Landrat Straßen-Verkehrs-Amt. Sicher zur Schule

Menschen mit Behinderungen und Sport

Stellungnahme: Das denken wir im Netzwerk Leichte Sprache über die Anträge

SPD-WAHLPROGRAMM IN LEICHTER SPRACHE

Infos in Leichter Sprache über: Befragung von Menschen mit und ohne Behinderungen

Aktionsplan vom Landkreis Unterallgäu In Leichter Sprache

Leitbild für die Landes-Hauptstadt Potsdam LEICHTE SPRACHE

Das ist die Version in Leichter Sprache

Frage-Bogen für Freiwillige

Wie bekommen Sie die Hilfe, die Sie brauchen?

Geschäftsordnung Inklusionsbeirat der Stadt Schwäbisch Gmünd. Dieser Text ist nur in männlicher Sprache geschrieben.

WAHL-PROGRAMM FÜR DEN BEZIRKS-TAG OBERBAYERN IN LEICHTER SPRACHE

Herzlich Willkommen auf der Internet-Seite von der AWO Hamburg.

Wie bekomme ich Leistungen zur Teilhabe? Neue Regelungen nach dem Bundes-Teilhabe-Gesetz

Vortrag von Michael Herbst 3 Fragen zum Thema Inklusion

Bericht zum Treffen in Stuttgart vom 30. Oktober 2004

So ist die Gustav-Heinemann-Schule

Gleiche Rechte und Hilfen für alle Menschen mit Kinder-Wunsch

B: Überall dabei sein und selbst bestimmen

Miteinander für Bremerhaven - Alle sollen gut in Bremerhaven leben können!

Wettbewerb»Gute Praxis - Herausforderung Demenz«Ausschreibungs text in Leichter Sprache

Wie soll die Arbeit sein für Menschen mit Behinderung?

Bericht zum Aktions-Plan in Leichter Sprache

BERLIN 7. November Rede von Ulla Schmidt Bundes-Vorsitzende der Lebenshilfe in Leichter Sprache

Eine. alle! für. für Menschen mit Behinderung LEICHTE SPRACHE

Zusammenfassung vom Treffen: Menschen mit Lernschwierigkeiten

Aktionsplan der Landesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Baden-Württemberg. in Leichter Sprache

Schulung für Frauen-Beauftragte

1 Ich wohne alleine. Oder ich wohne mit anderen zusammen. Ich wohne selbst-ständig. Oder ich lebe in einem Wohn-Heim.

Mannheimer Erklärung - Wir wollen gut zusammen leben

Was war. Wie misst man. Seite 1

Ich bestimme selbst wie ich wohne! Ein Heft in Leichter Sprache

Persönliches Budget. Darum geht es in diesem Kurs:

Das Netzwerk heißt: Stuttgarter Netzwerk der Kinderhilfe und Jugendhilfe.

zur Bundestags-Wahl 2017 Wahl-Prüfsteine von der Lebenshilfe Übersetzung in Leichte Sprache

Frage-Bogen in einfacher Sprache

Menschen mit Behinderungen haben oft ein anstrengendes Leben. Man sagt auch: Menschen mit Behinderungen haben Nachteile.

Assistenz von Bewohner-Vertretungen

Anreise mit der Bahn, S-Bahn und U-Bahn Eine Anreise mit der Bahn ist zu empfehlen.

Was ist das Inklusions-Projekt?

Potsdam - solidarisches Miteinander in einer wachsenden Stadt!

Projekt: Deine Daten. Deine Rechte.

Seminar. Arbeiten und Wohnen. Gestern Heute Morgen. Modul 4

Mitreden ohne Barrieren

Was steht in der Satzung von Selbst-bestimmt Leben? Erkla rungen in einfacher Sprache

Wie bekommen Sie die Hilfe, die Sie brauchen?

Infos für eine Mutter Wenn sie nicht verheiratet ist.

Wahl. zum Inklusions-Beirat. in der Stadt Wipperfürth. Am 30. August August

100% SOZIAL. Auch nach der Wahl. DIE LINKE. Unser Wahl-Programm in Leichter Sprache. Für einen Politik-Wechsel für Hessen. Seite 1

Die Post ist eine Firma. Die Post hat 150 Tausend Mitarbeiter.

Transkript:

Demokratieführerschein Gundula Sprenger, M.A. VHS-Leiterin Volkshochschule Bezirk Schwetzingen e.v.

VHS-Schnuppertag 2

Kommunalpolitik (K)ein Thema für Jugendliche? Wirtschaft (Ausbildungsplätze) Soziales (Beratung zu Drogen, Schulden, Konflikte oder Streetworking) Jugend (Treffs, Jugendzentren, Clubs) Kultur, Politik und Freizeit (Sprayer-Flächen, Kleinkunst, Jugendkunstschulen, Ehrenamt, Jugendforen und-parlamente) Jugendmusik, Proberäume, Tonstudio für lokale Bands 3

Kommunalpolitik (K)ein Thema für Jugendliche? Sport (Kickplätze, alla-hopp!-anlagen, Skater-Park) Planung und Bau (Jugend gerechter Bau) Bildung (Ausstattung der Schulen, unterrichtsübergreifende Bildungsangebote, z.b. kirchl. Träger, VHS etc.) Verkehr und Ordnung (ÖPNV, Nachtbusse; Straßenschäden, Barrierefreiheit, Sauberkeit auf Fußund Radwegen) 4

Was ist der Demokratieführerschein? Sich kommunalpolitisches Wissen aneignen Historische Entwicklungen und Veränderungen wahrnehmen Die Rolle von Medien und Öffentlichkeit erkennen

Was ist der Demokratieführerschein? Sich eine eigene Meinung bilden Eigene Bedürfnisse und Interessen formulieren Perspektiven wechseln Solidarisch sein Kompromisse eingehen lernen

Was ist der Demokratieführerschein? Positive Zukunftsbilder selbst entwickeln Kompetenzen gewinnen für Recherche Kommunikation Präsentation Verhandlung Lösungen

Der Demokratieführerschein Das sind 6 Module mit insgesamt 30 Unterrichtsstunden

Modul 1 Lebenswelt Stadt/Gemeinde/ Schule/Arbeitswelt Leitfragen Wie sehe ich meine Stadt? Wer lebt hier und wie? Was stört mich? Wo würde ich gerne mitmischen?

Modul 2 Demokratie Ich mache mit?! Leitfragen Wie funktioniert Kommunalpolitik? Mein Thema Ich als Teil der Kommune Wie überzeuge ich wen?

Modul 3 Verhandeln und Reden Leitfragen Wie und unter welchen Bedingung werden Interessen ausgehandelt? Welche Sprache ist angemessen? Wie kann ich konstruktiv Konflikte bearbeiten?

Modul 4 Demokratie Kompetenz oder Politisches ABC Leitfragen Welche Politikfragen sind in meiner Kommune aktuell? Wie entsteht Aktualität? Welche Rollen haben die Medien? Wie nutze ich die Medien für mein/unser Anliegen?

Modul 5 Meine Fragen an die Politik Leitfragen Welche Werte bestimmen politisches Handeln? Was bedeutet Kommunalpolitik im Rahmen der Globalisierung? Warum ist kommunalpolitische Arbeit wichtig?

Modul 6 Demokratie-Perspektiven: Weiter in der Politik Wer bin ich? Was sind meine Demokratiekompetenzen? Was ist mir wichtig? Wo brauche ich Unterstützung? Was will ich noch wissen?

Projektbeispiel aus der Kurpfalz vom Fachdienst Inklusion der Lebenshilfe Region Schwetzingen-Hockenheim e.v. und der VHS Bezirk Schwetzingen e.v.

Die Projektgruppe 16

Demokratieführerschein und VHS Der Demokratieführerschein und Volkshochschule eine ideale Verbindung Enge Beziehung zur Kommune Lernort, Gestaltungsraum und kultureller Treffpunkt für alle Menschen einer Stadt Knüpft direkt an der Lebenswelt von Jugendlichen in der eigenen Stadt an

Was tun wir? 18

Was wollen wir? Das Vorhaben in leichter Sprache: Wir lernen etwas über Politik. Wir haben uns ein Thema gesucht. Das Thema ist uns wichtig. Dieses Thema heißt: Barrierefrei unterwegs. 19

Barrierefreie Mobilität Wir haben über Mobilität nachgedacht. Wie sind wir unterwegs? Zu Fuß oder mit dem Fahrrad Mit dem Bus oder mit der Straßenbahn Mit dem Zug Wir haben über unsere Probleme dabei gesprochen und uns angeschaut, wo es gut läuft. 20

Probleme unterwegs Abstände Die Abstände vom Bus zum Gehweg sind oft zu groß. Dann kommt man mit dem Rollstuhl nicht aus dem Bus. Menschen, die nicht gut laufen können, haben dann auch Probleme. Oder Menschen mit Kinderwagen. 21

Probleme unterwegs Haltegriffe Manchmal sind die Busse und Züge sehr voll. Dann gibt es nicht genug Haltegriffe für jeden. Das ist immer bei Schulanfang und -ende. Das ist auch bei Arbeitsende um 17 Uhr. 22

Probleme unterwegs Volle Busse und Züge Manchmal sind die Busse und Züge voll. Dann kann man nicht mehr mitfahren. Das passiert immer in den gleichen Bussen und Zügen. Wir fragen: Warum nimmt man keine größeren Busse oder Züge? 23

Probleme unterwegs Freundlichkeit Andere Fahrgäste sind nicht immer freundlich. Die Busfahrer sind nicht immer freundlich. Wir finden: Die Menschen sollen freundlicher sein. Die Menschen sollen hilfsbereiter sein. 24

Probleme unterwegs Verspätung Busse und Züge sind manchmal verspätet. Das sollte man auch wissen. Wir fragen: Wo kann man fragen, ob es eine Verspätung gibt? 25

Probleme unterwegs Fahrpläne Nicht jeder kann Fahrpläne lesen. Weil Fahrpläne oft nicht leicht geschrieben sind. Wir möchten: Jeder soll Fahrpläne haben, die er gut lesen und verstehen kann. 26

Probleme unterwegs Anzeigen an Bussen und Zügen Die Anzeigen an den Bussen und Zügen sind schwer zu lesen. Nicht jeder kann sie verstehen. Wir möchten: Alle können die Anzeigen auf Bussen und Zügen lesen. Wir wünschen uns bessere Anzeigen/Schriftlaufbänder. Damit jeder versteht, wohin ein Bus oder ein Zug fährt. 27

Probleme unterwegs Rampen im Bus und im Zug Manchmal gibt es keine Rampen. Manchmal sind Rampen kaputt. Wir wünschen uns: In jedem Fahrzeug gibt es Rampen. Manchmal geht es nicht allein. Dann hilft jemand an der Rampe. 28

Barrierefrei unterwegs Wer ist zuständig? Wir wissen nicht genau, wen wir fragen können: Wir möchten wissen: Wer ist zuständig? Wir wünschen uns, dass uns das jemand erklärt. 29

Barrierefreie Mobilität Christian Wühl Abteilungsleiter Planung beim Verkehrsverbund Rhein- Neckar (VRN) Vortrag Barrierefreiheit im ÖPNV am 09.06.2015 30

Symbole im Stadtverkehr Reutlingen 31

Projekt MOVE - Begleitpatensystem Mobil in 3 Schritten: 1. Sich trauen 2. Vertrauen bekommen 3. Selbstständig fahren 32

Fragen und Diskussion 33

Antragstellung Deutscher Volkshochschul-Verband e.v. Sascha Rex, Projektleiter Jugendbildung Obere Wilhelmstr. 32 53225 Bonn Telefon: 0228-6209475-60 E-Mail:Rex@dvv-vhs.de www.politischejugendbildung.de www.talentcampus.de www.dvv-vhs.de 34

Demokratieführerschein Herzlichen Dank für s Zuhören und Mitmachen! 35

Copyright Fotografien: Alle Fotografien sind privat und mit Einverständnis der Teilnehmer/innen aufgenommen worden Grafiken: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.v., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013 Inhalt und Layout: Volkshochschule Bezirk Schwetzingen e.v. Mannheimer Str. 29 68723 Schwetzingen 36

Kontakt Gundula Sprenger, M.A. VHS-Leiterin VHS Bezirk Schwetzingen e.v. Patrick Alberti und Astrid Milarch Fachdienst Inklusion - Offene Hilfen Lebenshilfe Region Schwetzingen- Hockenheim e.v. Mannheimer Straße 29 Käthe-Kollwitz-Str. 26 68723 Schwetzingen 68723 Oftersheim 06202-2095-0 06202-97848 -26 / -27 sprenger@vhs-schwetzingen.de www.vhs-schwetzingen.de p.alberti@lebenshilfe-schwetzingen.de a.milarch@lebenshilfe-schwetzingen.de www.lebenshilfe-schwetzingen.de 37