Das Geld oder die Warenzirkulation

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Transkript:

Das Geld oder die Warenzirkulation Abschnitte Maß der Werte und Zirkulationsmittel, Das Kapital, Band 1, S. 109-143. Inputreferat von Till, 23. März 2015 1

Sekundärliteratur Michael Heinrich (2005): Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung. Stuttgart: Schmetterling Verlag, S. 62-69. Valeria Bruschi, Antonella Muzzupappa, Sabine Nuss, Ingo Stützle (2012): PolyluxMarx: Bildungsmaterial zur Kapital-Lektüre. Berlin: Dietz Verlag, S. 77-85. 2

Vorbemerkungen Marxsche Analyse des Geldes mit dem Kapitel Das Geld oder die Warenzirkulation noch nicht abgeschlossen, sondern sie setzt sich bis in den dritten Band des Kapital hinein fort. In den ausgewählten Abschnitten im Blick: zwei von drei grundlegenden Geldfunktionen, die aus der einfachen Warenzirkulation resultieren. An anderer Stelle thematisiert Marx noch weitere Geldfunktionen, die für den gesamten Prozess kapitalistischer Produktion und Reproduktion eine Rolle spielen. Marx setzt im Kapital voraus: Geld ist an Gold als Geldware gekoppelt, d.h. dies entspreche der kapitalistischen Produktionsweise in ihrem idealen Durchschnitt. 3

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Werte der Waren werden durch Geld zu qualitativ gleichen (d.h. Gold) und quantitativ vergleichbaren Größen. Geld damit als allgemeines Maß der Werte (109). nicht das Geld macht Waren vergleichbar (kommensurabel), sondern umgekehrt: Waren werden durch den gemeinsamen Bezug auf abstrakte Arbeit vergleichbar. Waren können ihre Werte gemeinschaftlich in derselben spezifischen Ware messen und diese dadurch in ihr gemeinschaftliches Wertmaß oder Geld verwandeln, [w]eil alle Waren als Werte vergegenständlichte menschliche Arbeit [ ] sind [ ] (ebd.). 4

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Warum wird Wert nicht gleich in Arbeitszeit gemessen bzw. warum repräsentiert Geld nicht unmittelbar Arbeitszeit? -- abstrakte, Wert produzierende Arbeit lässt sich nicht vor, sondern nur im Tausch messen (Geltungsverhältnis), d.h. Messung aller Warenwerte nur vermittels Geld möglich. Geld damit als notwendige Erscheinungsform des immanenten Wertmaßes der Waren, der Arbeitszeit (109). 5

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Ich habe den seichten Utopismus eines Arbeitsgeldes auf Grundlage der Warenproduktion anderswo ausführlich erörtert [ ]. Hier sei jedoch bemerkt, daß z.b. das Owensche Arbeitsgeld ebensowenig Geld ist wie eine Theatermarke. Owen [engl. utopischer Sozialist, 1771-1858, Anm. T.S.]setzt unmittelbar vergesellschaftete Arbeit voraus, eine der Warenproduktion diametral entgegengesetzte Produktionsform. Das Arbeitszertifikat konstatiert nur den individuellen Anteil des Produzenten an der Gesamtarbeit und seinen individuellen Anspruch auf den zur Konsumtion bestimmten Teil des Gesamtprodukts. Aber es fällt Owen nicht ein, die Warenproduktion vorauszusetzen und dennoch ihre notwendigen Bedingungen durch Geldpfuschereien umgehn zu wollen. (Fußnote 50, S. 109f.) 6

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Wertausdruck einer Ware ist ihre Geldform oder ihr Preis, z.b.: 1 Tonne Eisen = 2 Unzen Gold. Für die Angabe eines Preises einer Ware muss klar sein, was als Geld fungiert (Gold, Silber, Kupfer etc.) Es können gleichzeitig z.b. Gold- und Silberpreise existieren, sie müssen allerdings in einem unveränderten Wertverhältnis zueinander stehen (z.b. 1:15). Das Geld muss aber nicht real vorhanden sein, sondern es dient als vorgestelltes oder ideelles Geld (111). 7

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Der Preis oder die Geldform der Waren ist, wie die Wertform überhaupt, eine von ihrer handgreiflich reellen Körperform unterschiedne, also nur ideelle oder vorgestellte Form. Der Wert von Eisen, Leinwand, Weizen usw. existiert, obgleich unsichtbar, in diesen Dingen selbst; er wird vorgestellt durch die Gleichheit mit Gold, eine Beziehung zum Gold, die sozusagen nur in ihren Köpfen spukt. Der Warenhüter muss daher seine Zunge in ihren Kopf stecken oder ihnen Papierzettel umhängen, um ihre Preise der Außenwelt mitzuteilen. [ ] Jeder Warenhüter weiß, daß er seine Waren noch lange nicht vergoldet, wenn er ihrem Wert die Form des Preises oder vorgestellte Goldform gibt, und daß er kein Quentchen wirkliches Geld braucht, um Millionen Warenwerte in Gold zu schätzen. (110f.) 8

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Die Wertgröße einer Ware muss sich im Preis ausdrücken. Warenkörper müssen sich aus technischer Notwendigkeit auf ein fixiertes Quantum Gold als ihre Maßeinheit beziehn (112) trotz ihrer wirren Buntheit (ebd.). Diese Maßeinheit selbst wird durch weitere Einteilung in aliquote Teile [ein im Ganzen ohne Rest aufgehender Teil, Anm. T.S.] zum Maßstab fortentwickelt. Vor ihrer Geldwerdung besitzen Gold, Silber, Kupfer, bereits solche Maßstäbe in ihren Metallgewichten [ ], z.b. Pfund, Unzen etc. Als Maßstab der Preise fungiert ein festgesetztes Metallgewicht (113). 9

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Die Geldnamen der Metallgewichte trennen sich nach und nach von ihren ursprünglichen Gewichtmaßen [ ]. (114) Gründe: Einführung fremden/ausländischen Geldes; Verdrängung von weniger edlem Metall (Kupfer durch Silber, Silber durch Gold); Geldfälschung durch Fürsten. 10

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Geldmaßstab wird gesetzlich reguliert: Ein bestimmter Gewichtsteil des edlen Metalls, z.b. eine Unze Gold, wird offiziell abgeteilt in aliquote Teile, die legale Taufnamen erhalten, wie Pfund, Taler usw. Solcher aliquoter Teil, der dann als die eigentliche Maßeinheit des Geldes gilt, wird unterteilt in andre aliquote Teile mit gesetzlichen Taufnamen, wie Shilling, Penny etc. Nach wie vor bleiben bestimmte Metallgewichte Maßstab des Metallgeldes. Was sich geändert, ist Einteilung und Namensgebung. (115) In den Geldnamen verschwindet jede Spur des Wertverhältnisses (ebd.); der Wert wird im Unterschied von den bunten Körpern der Warenwelt zu einer begriffslos sachlichen, aber auch einfach gesellschaftlichen Form (116) 11

1) Geld als allgemeines Maß der Werte (S. 109-118) Eine Veränderung in der Wertgröße einer Ware schlägt sich demnach auch in einer Veränderung ihres Preises nieder. Umgekehrt ist aber nicht jeder Preis Ausdruck einer Wertgröße: z.b. Preis für Adelstitel, Aktienoption oder unkultivierten Boden. Auch steht nicht jede Preisveränderung für eine Veränderung der Wertgröße: z.b. temporäre Verschiebungen von Angebot und Nachfrage; Veränderung des Preisniveaus durch Inflation und Deflation. Vorläufige Grundannahmen: Warenpreise als adäquater Ausdruck der Warenwerte sowie keine Preisschwankungen einzelner Waren. 12

2) Geld als Zirkulationsmittel (S. 118-143) a) Metamorphose der Waren (118) Metamorphose: Verwandlung, Gestaltveränderung, Umgestaltung. Durch den Austauschprozess von zwei Waren verwandelt z.b. ein Weber Leinwand in Stuhl. Dasselbe Ergebnis wie beim einfachen Produktentausch: Gebrauchswert A wird durch Gebrauchswert B ersetzt. Allerdings in der Form unterschiedlich, denn der Tausch ist durch das Zirkulationsmittel Geld vermittelt. Dies führt zur Verwandlung der Ware in Geld und ihre Rückverwandlung aus Geld in Ware (120): W(are)-G(eld)-W(are). 13

2) Geld als Zirkulationsmittel (S. 118-143) Metamorphosen der Waren als niemals endende Warenzirkulation oder Kreislauf. Ebenso wie die Ware die zwei Wandlungen sukzessive durchläuft [ ] wechselt derselbe Warenbesitzer die Rollen von Verkäufer und Käufer (125). Der Kreislauf, den die Metamorphosenreihe jeder Ware beschreibt, verschlingt sich also unentwirrbar mit den Kreisläufen anderer Waren. Der Gesamtprozess stellt sich dar als Warenzirkulation. (126) Möglichkeit der Unterbrechung der Warenzirkulation, z.b. nur W-G durch den Weber: Keiner kann verkaufen, ohne daß ein anderer kauft. Aber keiner braucht unmittelbar zu kaufen, weil er selbst verkauft hat (127) Für das Auftreten einer Krise allerdings noch weitere Faktoren notwendig, die vom Standpunkt der einfachen Warenzirkulation noch gar nicht existieren (128). 14

2) Geld als Zirkulationsmittel (S. 118-143) b) Umlauf des Geldes (128) Als bloßes Zirkulationsmittel ist Geld im Umlauf, um den Kreislauf des Warenaustauschs zu vermitteln Geld verbleibt damit in der Zirkulationssphäre: es treibt sich beständig in ihr um (131). Die Waren hingegen fallen nach dem Tausch aus der Zirkulationssphäre. Geld als Ausdruck der Warenzirkulation (130) oder Formbewegung des Wertes der Waren (ebd.). Die dem Geld durch die Warenzirkulation unmittelbar erteilte Bewegungsform ist daher seine beständige Entfernung vom Ausgangspunkt, sein Lauf aus der Hand eines Warenbesitzers in die eines anderen, oder sein Umlauf (currency, cours de la monnaie). (129) 15

2) Geld als Zirkulationsmittel (S. 118-143) Die für die Zirkulation notwendige Geldmenge wird bestimmt durch die Preissumme der Waren. Gängige ökonomische Theorien behaupten hingegen, Warenpreise seien abhängig von der Geldmenge. Die Illusion, daß umgekehrt die Warenpreise durch die Masse der Zirkulationsmittel und letztre ihrerseits durch die Masse des in einem Lande befindlichen Geldmaterials bestimmt werden, wurzelt bei ihren ursprünglichen Vertretern in der abgeschmackten Hypothese, daß Waren ohne Preis und Geld ohne Wert in den Zirkulationsprozess eingehn, wo sich dann ein aliquoter Teil des Warenbreis mit einem aliquoten Teil des Metallbergs austausche. (137f.) 16

2) Geld als Zirkulationsmittel (S. 118-143) c) Münze als Wertzeichen Auf seine Funktion als Zirkulationsmittel reduziert, kann Geld auch symbolisch bleiben, z.b. in Form von Papierzetteln. Durch Verschleiß der zirkulierenden Goldmünzen ist in der Zirkulation die Tendenz enthalten, das Metallgeld in seiner Münzfunktion durch Marken aus anderem Material oder Symbole zu ersetzen (140), die selbst relativ wertlos sind. Ersetzung von Gold durch Metall, Papier etc. ( Zeichen seiner selbst [143]) bereits in der Logik des Warentausches angelegt, wo das Zirkulationsmittel Geld ständig durch andere Waren ersetzt wird (z.b. Geld gegen Hose). 17

2) Geld als Zirkulationsmittel (S. 118-143) Papiergeld wird vom Staat äußerlich in den Zirkulationsprozess geworfen als Staatspapiergeld mit Zwangskurs (141) Dadurch wird die objektiv gesellschaftlich[e] Gültigkeit (143) des Papiergeldes hergestellt. N.B: Kreditgeld unterstellt dagegen Verhältnisse, die uns vom Standpunkt der einfachen Warenzirkulation noch durchaus unbekannt sind. Im Vorbeigehen sei jedoch bemerkt, daß [ ] das Kreditgeld in der Funktion des Geldes als Zahlungsmittel seine naturwüchsige Wurzel besitzt. (141) 18