4.3 Einführung Geldmanagement Dipl.-Psych. Götz Beyer Ziel: Einführung in die Thematik Geldmanagement, Zeigen, daß es auch die Möglichkeit gibt, zu sparen, Verdeutlichen des Umgangs mit Finanzen Indikation: E,G, Glücksspielsucht und weitere Geldprobleme Theoretische Idee: Erlebnisaktivierende Methode Mittel: Beurteilung von finanzenbezogenen Präferenzen Instruktion: Wie attraktiv finden Sie jeweils die angegebenen finanziellen Möglichkeiten? Zur Einschätzung haben Sie die Möglichkeit, zu jedem Aspekt auf dem Arbeitsblatt ein Urteil (-5 bis +5) abzugeben. Bitte beachten Sie, daß Sie keine Doppelnennungen vornehmen können. Damit Sie den Überblick behalten, streichen Sie die jeweils gewählte Einschätzung weg. Danach tragen wir die alle Einschätzungen in der Gruppe zusammen. Auswertung: Gruppenteilnehmer tragen ihre Einschätzungen vor. Die Urteile werden an der Tafel den jeweiligen Kategorien zugeordnet. Je Kategorie wird ein Mittelwert gebildet. Dabei ist es hilfreich, jeweils negative und positive vorzusortieren. Nach der Feststellung der Mittelwerte wird eine Rangreihe der jeweiligen Angaben gebildet. Folgende Fragen können zur weiteren Bearbeitung gestellt werden: Warum sind die einzelnen Kategorien so eingeordnet werden? Was bedeutet das für den eigenen Geldstil? Wie gelingt es mir immer wieder, trotz der Schulden immer wieder, über flüssige Geldmittel zu verfügen? Welchen Geldstil gab es früher? Wann habe ich meinen Geldstil verändert und warum? Was ist mir dadurch verloren gegangen? V Arbeitsmaterialien Einführung Geldmanagement S.1
Welche Ergebnisse können erwartet werden: Patienten: Auseinandersetzung mit dem Geldstil Bedeutung der unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten wird deutlich und (Wieder-)Kennenlernen von Geldformen Hohe Bedeutung von Münzen zeigt sich bei Automatenspielern Möglichkeiten eines anderen, normalisierten Geldstils kann sich andeuten Ressourcen im Kopfrechnen können sich zeigen Ausbildungsgruppen: Eher konservative Einschätzungen, aber auch Hinweise auf problematische Geldstile Dauer: 1 bis 2 Therapieeinheiten Material: Arbeitsblatt, Auswertungsblatt, Tafel und Stifte, Taschenrechner Literatur: keine Angabe möglich (persönliche Mitteilung DP Eva Korell, 2010) V Arbeitsmaterialien Einführung Geldmanagement S.2
Arbeitsblatt: Wie attraktiv finden Sie folgende Geldmittel? Schätzen Sie die benannten finanziellen Möglichkeiten oder Geldmittel mit den nachfolgenden Kategorien ein: -5-4 -3-2 -1 +1 +2 +3 +4 +5 Haben Sie eine der Kategorien vergeben, dann streichen Sie die entsprechende Zahl weg. Damit vermeiden Sie die doppelte Vergabe Ihres Urteils. Geldscheine Zinsen Lebensversicherung Rechnungen Münzen Sparbuch Dispokredit Schecks Schulden Wertpapiere / Aktien V Arbeitsmaterialien Einführung Geldmanagement S.3
Auswertungsblatt: Geldmittel Kategorie Negative Mittelwert der Gruppe Geldscheine Positive Summe negativer Summe positiver Summe pos. und neg. Rangplatz Zinsen Lebensversicher-ung Rechnungen Münzen Sparbuch Dispokredit Schecks Schulden Werpapiere / Aktien V Arbeitsmaterialien Einführung Geldmanagement S.4
Einführung Geldmanagement 2 Problemstellung: Thema Geldmanagement einführen Ziel: Über Geld, Schulden und Geldmanagement sprechen können Indikation: G, auch E, Probleme mit Geldmanagement Theoretische Idee: mit Hilfe einer Konkurrenzsituation in der Gruppe das Thema Geld in`s Gespräch bringen Mittel: geteilte Gruppe in eine Konkurrenzsituation bringen oder von einer einzelnen Person zusammentragen lassen Instruktion: Teilen Sie die Gruppe in zwei gleich große Teile. Nennen Sie so viele Begriffe, die in irgendeiner Weise mit dem Thema Geld verbunden sind. Dazu sagt jeweils einer aus der einen Gruppe einen Begriff, dann einer aus der anderen Halbgruppe. Wir losen aus, welche Halbgruppe beginnt. Auswertung: Neben der Feststellung des Siegers ist besonders wichtig, auf die benannten Inhalte einzugehen. Welche Ergebnisse können erwartet werden: Umgang mit Geld wird erlernt. Früherer Umgang mit Geld wird genauso deutlich, wie der jetzige Geldstil. Dauer: 1-2 Therapieeinheiten Material: Tafel, Stifte Weiterführende Übungen: Literatur: Keine, Persönliche Mitteilung DP Eva Korell 2010 V Arbeitsmaterialien Einführung Geldmanagement S.5
Thema: Geldbedeutung Problemstellung: Geld wird in seiner Bedeutung problematisch eingeschätzt. Das zeigt sich u.a. darin, daß die Größe von Münzen falsch eingeschätzt wird (zu klein eher wohlhabendere Personen, zu groß eher arme) Ziel: Über Geld, Geldbedeutung und Geldstil sprechen Indikation: E,G, Glücksspielsucht, problematischer Umgang mit Geld Theoretische Idee: Sozialpsychologisches Experiment auf die Glücksspielsucht anwenden Mittel: Papier und Bleistift Vorgehen: Instruktion: Bitte zeichnen Sie den Umfang des 1- -Stücks in seiner realen Größe auf. Auswertung: Einschätzungen / Zeichnungen mit der realen Größe vergleichen und Diskrepanzen diskutieren Welche Ergebnisse werden erwartet: größere Diskrepanzen in der Zeichnung Dauer 1-2 Therapieeinheiten Weiterführende Übungen: s.o. Literatur: Persönliche Mitteilung V Arbeitsmaterialien Einführung Geldmanagement S.6