GEMEINSCHAFTSTAGUNG Demografischer Wandel Herausforderung für die Wasserwirtschaft 22./23. Juni 2010, Weimar
Demografischer Wandel Herausforderung für die Wasserwirtschaft 22./23. Juni 2010, Weimar
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) setzt sich intensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasserwirtschaft ein. Als politisch und wirtschaftlich unabhängige Organisation arbeitet sie fachlich auf den Gebieten Wasserwirtschaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz. In Europa ist die DWA die mitgliederstärkste Vereinigung auf diesem Gebiet und nimmt durch ihre fachliche Kompetenz bezüglich Regelsetzung, Bildung und Information der Öffentlichkeit eine besondere Stellung ein. Die rund 14 000 Mitglieder repräsentieren die Fachleute und Führungskräfte aus Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen. Impressum: Herausgeber und Vertrieb: DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. Theodor-Heuss-Allee 17 53773 Hennef, Deutschland Tel. Fax: E-Mail: Internet: +49 2242 872-333 +49 2242 872-100 kundenzentrum@dwa.de www.dwa.de Satz: DWA Druck: Vasen Big Print, Hennef ISBN: 978-3-941897-33-5 Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V., Hennef 2010 Alle Rechte, insbesondere die der Übersetzung in andere Sprachen, vorbehalten. Kein Teil dieser Publikation darf ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form durch Fotokopie, Digitalisierung oder irgendein anderes Verfahren reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsmaschinen, verwendbare Sprache übertragen werden. 2 DWA 2010
Vorwort Seit der Auftakt-Tagung der DWA zum Thema Demografischer Wandel in der Wasserwirtschaft im Mai 2007 in Weimar sind nunmehr 3 Jahre vergangen. Auch daraus wird deutlich, in welchen Zeithorizonten die demografischen Entwicklungen zu betrachten sind. Kurzfristige Maßnahmen und schnelle Aktivitäten werden den Anforderungen nicht gerecht. Für einen erfolgreichen Umgang mit diesem schwierigen Thema sind langfristige Strategien und gut durchdachte Konzepte eine unabdingbare Voraussetzung. Gerade die Wasserwirtschaft entscheidet und plant in Zeithorizonten, die durchaus Spannen von mehreren Generationen umfassen können. Neubau-, Umbau- oder Sanierungsplanungen technischer Anlagen müssen flexibel gestaltet werden. Dort, wo es die demografische Entwicklung zulässt, ist die langfristige Weiternutzung der vorhandenen Anlagen die wirtschaftlichste Alternative. Wie uns die Prognosen zeigen, wird dies nicht überall eine tragfähige Lösung sein. Dezentrale Anlagenkonzepte sind bei sinkenden Bevölkerungszahlen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und der erforderlichen Entsorgungssicherheit sorgfältig zu prüfen. Darüber hinaus werden sich die gesellschaftlichen Erwartungen an einen ökologisch verträglichen und gleichzeitig ökonomisch günstigen Betrieb weiter verstärken: Wie wirken sich die demografischen Entwicklungen auf die Gebühren aus und sind die Gebührenzahler von morgen überhaupt in der Lage, diese Lasten zu tragen? Die Tagung zeigt die Herausforderungen des demografischen Wandels, sowohl im technischen Bereich als auch bei der Gestaltung der Finanzierung. Anhand konkreter Projekte werden Möglichkeiten gezeigt, wie auf die sich verändernden demografischen Randbedingungen angemessen reagiert werden kann. Gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund hat sich die DWA frühzeitig und kontinuierlich mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Mein Dank gilt allen, die sich aktiv an dem Gelingen der Veranstaltung beteiligt haben und denen, die sich auch in Zukunft im Interesse der deutschen Wasserwirtschaft weiter in diesem Thema engagieren. Ihr Köln, im Juni 2010 Dipl.-Ing. Otto Schaaf Präsident der DWA DWA 2010 3
Inhalt Dienstag, 22. Juni 2010 Regionale Auswirkungen der demografischen Alterung und Wanderungsbewegungen Prof. Dr. Klaus Friedrich, Halle-Wittenberg... 5 Darstellung des demografischen Wandels aus Sicht der Abwasserinfrastruktur und Identifizierung stark betroffener Gebiete Dipl.-Ing. Sabine Lautenschläger, Prof. Dr.-Ing. Robert Holländer, Leipzig... 10 Zukunftsfähige Infrastrukturangebote in ländlichen Regionen Ostdeutschlands Dr. Susanne Schön, Berlin... 32 Demografischer Wandel im Unternehmen Franz-Peter Schiffer, Bergheim... 52 Auswirkungen auf die Entsorgungsinfrastruktur in den Kommunen Otto Huter, Berlin... 63 Strategien zur nachhaltigen Entwicklung kommunaler Infrastruktur Dipl.-Ing. Michael Lange, Düsseldorf... 65 Auswirkungen auf die Entgeltsysteme müssen neue Gebühren- und/oder Beitragsmodelle her? Reimer Steenbock, Wentdorf... * ) Abwassergebühren im Spannungsfeld zwischen demografischem Wandel und Fixkosten Dipl.-Volksw. Martin Nowack, Dresden... 79 Mittwoch, 23. Juni 2010 Der demografische Wandel als Anlass und Chance für Innovationen in der Wasserwirtschaft Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong, Weimar; Dr.-Ing. Thomas Hillenbrand, Karlsruhe... 90 Demografischer Wandel, Stadtumbau und die technische Infrastruktur: Erfahrungen und Fragen aus Sicht der Stadtplanung Dipl.-Ing. Hans-Hermann Bode, Schwerin... 107 Auswirkungen rückläufigen Schmutzwasseranfalls auf den Betrieb der Ableitungssysteme Dr.-Ing. Jens Tränckner, Dresden... 126 Sanierung von Abwassernetzen unter Berücksichtigung demografischer und struktureller Veränderungen Dr.-Ing. Uwe Winkler, Leipzig... 148 Demografischer Wandel im Gebiet des Zweckverbandes Ostholstein Chancen, Risiken und Anpassungsstrategien Dipl.-Ing. Jörg Gisselmann, Sierksdorf; Dipl.-Biol. Enno Thyen, Lübeck... 170 *) Manuskript lag bei Redaktionsschluss leider nicht vor 4 DWA 2010