Mehr Infos auf unserer Webseite: stärken Jimma/Äthiopien: Missionarische Arbeit im christlich-muslimischen Umfeld Das ELM unterstützt die Bemühungen um die Qualifizierung kirchlicher Mitarbeitender in der Jimma-Bethel-Synode durch die Entsendung von Pastor Torben Rakowski. Theologische Ausbildung Wir haben durch die Studienarbeiten gelernt, Bibeltexte theologisch fundiert auszulegen und nicht nur einzelne Verse herauszupicken! Gerne hört der vom ELM entsandte Pastor Torben Rakowski die Reaktion eines Studentierenden im theologischen Fernstudium. o Vier Jahre lang treffen sich die Teilnehmenden (Kirchenvorsteher, Prediger und Interessierte) in wöchentlich Studiengruppen, um das zu Hause Gelesene gemeinsam zu diskutieren.
Theologie für den Alltag Durch Hausarbeiten, praktische Aufgaben und durch die Gespräche lernen Studierende im Theologischen Fernstudienprogramm (TEE) das erlernte Buchwissen fruchtbar für Gemeindearbeit umzusetzen: Was sagt die Bibel im Blick auf Spaltungen in der Gemeinde?, Kann ich mir als Christ von Nichtchristen geschlachtetes Fleisch schmecken lassen? Fragen aus dem Korintherbrief, die sich heute Studenten in Jimma stellen. Fortbildungen organisieren Seit 2012 arbeitet Torben Rakowski in der Universitätsstadt Jimma im Südwesten Äthiopiens mit zwei äthiopischen Kollegen in der Aus- und Fortbildung von kirchlichen Mitarbeitenden (Bild: Pastor Alemayehu Kebede, Rakowskis Kollege, bei einem Kurs in Ameya). Pastor Rakowski arbeitet in diversen Fortbildungen der Synode mit und erstellt Lehrmaterialien: Ob zum Thema Planung und Organisation kirchlicher Arbeit, Verstädterung oder Grundlagen lutherischen Glaubens die oft noch sehr jungen Gemeinden und ihre Leiter verlangen nach Informationen. Sie wollen wachsen: Zahlenmäßig und in die Tiefe des Glaubens.
Jimma-Bethel-Synode (JBS) Zur Synode gehören gut 52.000 Mitglieder in 10 Kirchenkreisen (Presbyterien), die von 37 Pastorinnen und Pastoren sowie 80 Evangelisten begleitet werden (Zahlen 2013). Die Synode arbeitet in zwei Bundesländern, deren Einzugsgebiet 4,5 Millionen Einwohner umfasst. Der Synodensitz Jimma hat 180.000 Einwohner; im Synodenbüro arbeiten 16 Mitarbeitende. Toleranz fördern In der muslimischen Jimma Region sind evangelische Christen (weniger als 5%) in der Minderheit. Friedliche Beziehungen zwischen Christen und Muslimen und Evangelisation sind daher wichtige Themen. In den Gemeinden gilt es, konfliktfreie Wege zu vermitteln, wie Christen Muslimen Gottes Liebe vorleben und sie zum Glauben einladen können. In der Region um Jimma hat es bereits mehrfach Auseinandersetzungen und Provokationen gegeben, bei denen Kirchen und Privathäuser verbrannt wurden. Hier gilt es, Zeichen zu setzen und friedliche Beziehungen aufzubauen.
Respektvolles Zeugnis Das Umfeld der Gemeinde im Stadtteil Bachoo Booree ist stark muslimisch geprägt und der kleinen, aber wachsenden Gemeinde gegenüber feindlich eingestellt. Pastoren aus Jimma (darunter auch Pastor Rakowski) halten die Gottesdienste. Chöre anderer Gemeinden kommen zur Unterstützung und passen manchmal kaum in die kleine Kirche. Ehemalige Muslime werden mit großer Vorsicht empfangen. Einige solcher Christen erzählen dennoch von der Hoffnung, die nun in ihnen ist. Sie gehen auch zu ihren Familien und erzählen ihnen von Jesus. Egal, welche Folgen dies hat. Bitte beten Sie für alle, die sich nicht mundtot machen lassen. Bibelschule in Ameya In Ameya befindet sich die Bibelschule der Synode, an der Evangelisten ausgebildet werden. Der Kirchenkreis ist der Mitgliederstärkste in der Synode. Torben Rakowski ist an der Umstrukturierung der Bibelschule beteiligt. In Jimma wird er 2014 den Aufbau einer Abendbibelschule begleiten. Außerdem soll er künftig die Koordination des theologischen Fernstudienprogrammes (TEE) in der Synode übernehmen.
Traditionen überwinden: Die Manjo die unterste Schicht der traditionell hierarchischen Gesellschaft in Kaffa werden verachtet, da viele klassisch Jäger sind. Es heißt, sie würden unreines und von verendeten Tieren stammendes Fleisch essen. Wenn sie in Privathäuser kommen, sitzen sie meist draußen. Es gibt Tassen, die nur sie benutzen, damit sich andere nicht verunreinigen. Begegnet ein Manjo einem anderen Kaffa, wird eine unterwürfige Begrüßung erwartet. Die Mekane-Yesus-Kirche arbeitet daran, Vorbehalte zu überwinden: Darum essen und trinken Christen gemeinsam mit den Manjo. Sie behandeln die Manjo als Mitmenschen, reden von Gottes Liebe zu allen Menschen und leben diese Liebe vor. Wichtiges Kaffeeanbaugebiet Die Region, die die Jimma-Bethel-Synode umfasst (darunter auch Kaffa, wovon sich das deutsche Wort Kaffee ableitet), gehört zu den wichtigsten Kaffeeanbaugebieten Äthiopiens. Außer auf einigen größeren Plantagen wächst Kaffee vor allem auf vielen Privatgrundstücken. Auch Kirchengemeinden pflanzen Kaffeebäume, um Einkommen zu erwirtschaften.
Familie Rakowski Ulrike und Torben Rakowski mit Johannes (links) und Nathanael arbeiten in der südäthiopischen Region um Jimma. Sie wurden vom zur Mitarbeit in der theologischen Aus- und Fortbildung in der Jimma-Bethel-Synode entsandt.