Moderne Ernährungskommunikation in der Schule: Ansätze, Chancen und Grenzen neuer Medien für nachhaltige Kommunikationsprozesse zwischen Schule und Eltern am Beispiel des Schüler-Ernährungscoachs M. Sc. Ernährungswissenschaften Claudia Kettner 01.03.2013 in Fulda
Gliederung 1. Projekthintergrund 2. Forschungsschwerpunkt 3. Methoden 4. Diskussion Literatur 2
1. Projekthintergrund BMBF-gefördertes Forschungsprojekt der HS Fulda: Von der Schul- zur Schülerverpflegung. Innovative, nachhaltige Produktentwicklung und Aufbau eines Kompetenzzentrums für Schülerverpflegung in Deutschland. Entwicklung eines system- und aktionsgastronomischen, internetgestützten Schulmensamanagements sowie eines Schüler-Ernährungscoaches for healthier lifestyles" Laufzeit: 01.07.2011-30.06.2014 3
Forschungsziele 1. schülerorientiertes und nährstoffoptimiertes Verpflegungskonzept (Berücksichtigung der Ernährungs- und Geschmackspräferenzen von Kindern und Jugendlichen und Förderung derer Lern- und Leistungsressourcen) 2. ganzheitliches Managementkonzept Schulmensamanager (zur Optimierung aller Prozesse der Schulverpflegung) 3. mediales, interaktives Gesundheitsförderungsprogramm Schüler-Ernährungscoach (zur Stärkung des Gesundheitsbewusstseins und verhaltens) 4
2. Forschungsschwerpunkt Hintergrund: 1) (Ernährungs)sozialisation Soziale Herkunftsfamilie Kindergarten & Schule großes Potential zur familiären Gesundheitsförderung Peer Group Medien Beruf (Prahl, Setzwein 1999) 5
Wie könnten Eltern an Schulen für ernährungsrelevante Themen erreicht werden? 6
neue Medien zur Ernährungskommunikation zwischen Schule und Eltern 7
2) wachsende Medienaffinität neue Medien (Laptop, mobiles Internet, Smartphone) als Alltagsmedien etabliert Kommunikation Unterhaltung Information Bildung auch in heutiger Elterngeneration vgl. Mediennutzung von Kindern, Jugendlichen & Erwachsenen nach aktuellen Studien z.b. VerbraucherAnalyse 2011 Klassik I, FIM Studie: Mediennutzung im Familienkontext 8
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Forschungsfragen: 1) Wie sind Eltern gegenüber neuen Medien zur Ernährungskommunikation an der Schule eingestellt? 2) Nutzen sie ein gratis zur Verfügung gestelltes ernährungskommunikatives Medium? 3) Welche Faktoren haben einen Einfluss auf das Nutzerverhalten? sozioökonomischer Status gender-spezifische Effekte alters-spezifische Effekte familialer Ernährungsversorgertyp (Leonhäuser I-U et al. 2009) 10
3. Methoden 1) Sekundäranalyse Zielgruppenanalyse Eltern Marktanalyse neuer Medien zur Gesundheitsförderung 2) Testphase mit Versuchspanel (Schüler verschiedener Klassen & Eltern) Begleitende Workshops qualitative Interviews mit Eltern zur allgemeinen Verwendung neuer Medien im Alltag & zur Nutzung des Coachs 11
4. Diskussion Inwiefern spielen neue Medien zur Gesundheitsförderung bei Ihnen eine Rolle? Wie schätzen Sie die Verwendung neuer Medien zur Gesundheitsförderung an Schulen für die Zielgruppe der Eltern ein? Welche Chancen und Grenzen gehen mit dem Ansatz einher? 12
Literatur Ebert, L.; Klingler, W.; Karg, U.; Rathgeb, T. (2012): FIMStudie: Mediennutzung im Familienkontext. Ergebnisse der Studie Familie, Interaktion & Medien. Media Perspektiven 4/2012. In: http://www.mediaperspektiven.de/uploads/tx_mppublications/042012_ebert_klinger.pdf (25.2.2013) Leonhäuser, I.-U. et al. (2009): Essalltag in Familien. Ernährungsversorgung zwischen privatem und öffentlichem Raum. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, GWV Fachverlage GmbH. Prahl, H.-W.; Setzwein M (1999): Soziologie der Ernährung. 1. Auflage. Opladen: Leske + Budrich, S. 121 ff. Treffenstädt, A. (2012): New Media - nur für junge Zielgruppen? Axel Springer AG. Unter: www.verbraucheranalyse.de/downloads/65/vortrag_new_med ia_und_%c3%84ltere.pdf (25.02.1013) 13
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 14