Abschlussfahrt der Klasse 9 der Selztalschule Nieder-Olm nach Berlin vom

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1 Abschlussfahrt der Klasse 9 der Selztalschule Nieder-Olm nach Berlin vom Montag, Wir haben uns um 10 Uhr am Hauptbahnhof Mainz getroffen. Von dort aus sind wir um 10:50 Uhr mit dem Fernbus nach Berlin gefahren. Die Fahrt hat lange gedauert und der Bus war sehr voll. Erst um 18:10 Uhr sind wir in Berlin am ZOB angekommen und mussten noch mit der S-Bahn fahren bis zum Berliner Hauptbahnhof. Dabei mussten wir oft unser Gepäck die Treppen hoch und wieder runter tragen. Das war anstrengend. Als wir im Hostel angekommen sind, haben wir dort zu Abend gegessen. Als nächstes haben wir unser Gepäck in die Zimmer gebracht. Weil wir neugierig waren, wollten wir uns gleich am ersten Abend noch die Gegend anschauen. Zu Fuß sind wir noch zum Brandenburger Tor gelaufen. Dort haben wir einer Rap-Gruppe zugehört, die ein kostenloses Konzert gegeben hat. Danach sind wir noch durch die Straße Unter den Linden gelaufen und haben uns umgeschaut. Voller Erwartungen haben wir uns schlafen gelegt und haben uns auf den nächsten Tag gefreut. Dienstag, Nach dem Frühstück sind wir nach Hohenschönhausen gefahren. Dort haben wir die Gedenkstätte Hohenschönhausen besucht und haben an einer Führung teilgenommen.

2 Eine ehemalige Großküche wurde zu einer Haftanstalt umfunktioniert, in der politisch Verfolgte inhaftiert worden sind. Nach dem Mauerbau waren dies meist Leute, die die DDR verlassen wollten oder gegen die Politik waren. In der Gedenkstätte wurde ein Anhängerwagen ausgestellt, in dem die Häftlinge dorthin transportiert worden sind. In der Haftanstalt angekommen, mussten sie sich ausziehen, sind kontrolliert worden und mussten dann Häftlingskleidung tragen. Danach wurden die Häftlinge in ihre Zelle gebracht. Es gab Einzelzellen und Gruppenzellen. Die Zellen waren sehr klein und kalt. Die Umstände waren nicht schön. Es gab wenig zu essen, die Häftlinge wurden meist isoliert, wussten nicht, wo sie sind und die sie sind stundenlang verhört worden, bis sie zu belastenden Aussagen bewegt worden sind. Das nennt man psychologische Foltermethoden. Wir haben auch das Haftkrankenhaus und die Verhörzimmer gesehen. Nach dem Gefängnisbesuch sind wir zum Alexanderplatz gefahren. Wir hatten Hunger und haben erst einmal Currywurst und Pommes gegessen. Auf dem Alexanderplatz durften wir uns für zwei Stunden frei bewegen. Zwei Schülerinnen staunten nicht schlecht als sie das Tattoo- Studio aus Berlin Tag & Nacht gesehen haben.

3 Anschließend haben wir eine Stadtrallye gemacht. Vor verschiedenen Sehenswürdigkeiten haben wir heute und auch an den folgenden Tagen Referate vorgetragen, die wir in der Schule vorbereitet haben. Heute kamen wir am Potsdamer Platz und am Denkmal für die ermordeten Juden vorbei Nach dem Abendessen im Hostel hatten wir den Abend zur freien Verfügung. Wir nutzten die Zeit, um uns in der Lehrter Straße umzusehen und uns im Kiosk was zu kaufen. Mittwoch, Heute stand ein Besuch im Museum The story of Berlin an. Wir sind den Kurfürstendamm hoch und runter gelaufen, weil wir den Weg nicht wussten. Als wir endlich ankamen, hat uns eine nette Dame begrüßt. Sie hat uns vieles gezeigt. Sie hat uns erzählt, dass Berlin um 1200 entstanden ist. Zunächst war die Stadt noch ganz klein. Vor allem während der Industrialisierung kamen viele Menschen. Berlin wurde immer größer. Die Menschen mussten viel arbeiten. Der Wohnraum war eng. Sie haben nicht selten zu acht in einer Einzimmerwohnung gewohnt. Weil die Menschen so viel gearbeitet hatten, wurde der Sonntag zu einem freien Tag ernannt.

4 Uns wurde erzählt, dass im Krieg vieles zerstört wurde. Nach dem Krieg wurde Berlin in 4 Zonen geteilt, die von Russland, Frankreich, USA und England besetzt wurden wurde eine Grenze in Berlin gebaut. Man konnte nicht mehr leicht von Ost- Berlin nach West-Berlin wechseln ist die Berliner Mauer gefallen. Man kann heute noch sehen, wo die Mauer verlaufen ist. Nach dem Museumsbesuch sind wir essen gegangen in eine Pizzeria. Abends stand ein Musicalbesuch an. Davor hatten wir die Möglichkeit, in Gruppen die Gegend zu erkunden. Treffpunkt war vor der Gedächtniskirche. In dem Musical Hinterm Horizont ging es um eine Liebe zwischen Udo Lindenberg und einer Ost-Berlinerin. Was wir im Geschichtsunterricht gelernt haben, konnten wir auch in dem Musical sehen. Wir kamen erst spät nach Hause und sind sofort schlafen gegangen. Donnerstag, Der heutige Tag hat im Deutschen Dom gestartet. Hier haben wir an einem Planspiel teilgenommen und eine Sitzung im Bundestag nachgespielt. Wir haben darüber diskutiert, ob weiche Drogen legalisiert werden sollten.

5 Anschließend waren wir im Bundestag zum Mittagessen eingeladen. Das Mittagessen gehörte wie das Planspiel zur Einladung von Frau Groden- Kranich. Nach dem Mittagessen hatten wir die Gelegenheit, der Bundestagsabgeordneten Frau Groden-Kranich in einem Interview viele Fragen zu stellen. Für uns war es interessant zu erfahren, dass die Lieblingsfächer von Frau Groden-Kranich Mathe und Französisch waren, wie der Tagesablauf einer Bundestagsabgeordneten aussieht, dass Frau Groden-Kranich schon einmal fast während einer Sitzung eingeschlafen ist und dass sie sich als Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auch für unsere Rechte einsetzt. Nach dem Interview durften wir noch die Kuppel des Reichstages besuchen. Von hier aus hatte man bei schönem Wetter eine tolle Aussicht über Berlin.

6 So langsam rückte die Klassenfahrt ihrem Ende zu. Als letzter Programmpunkt stand ein Ausflug zum Wannsee an. Hier haben wir zuerst ein leckeres Eis gegessen, bevor wir am Wannsee entlang spaziert sind. Bevor es am Abend ans Aufräumen und Koffer packen ging, haben wir noch den letzten Abend in Berlin genossen. Wir haben bei Fräulein Burger gegessen. Für jeden gab es einen Bio-Cheeseburger und Pommes. Freitag, Am letzten Tag haben wir morgens unsere Koffer fertig gepackt und aufgeräumt, Betten abgezogen und Müll weggeräumt. Nach dem Frühstück sind wir abgereist. Weil es der Freitag vor Pfingsten war, war viel Verkehr und wir sind erst gegen 20:00 Uhr angekommen. Die Klassenfahrt nach Berlin war ein großes Abenteuer. Viele von uns waren noch nie in so einer großen Stadt. Wir haben viel erlebt, vieles gesehen und Spaß mit der ganzen Klasse gehabt.

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