Was tust du auf Suchmaschinen im Internet?

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1 Was tust du auf Suchmaschinen im Internet? Ergebnisse aus der Befragung auf der Suchmaschine fragfinn Wir bedanken uns bei allen Kindern, die zwischen dem 25. Januar und dem 7. Februar 2011 bei der Befragung Was tust du auf Suchmaschinen im Internet? mitgemacht haben. Manche haben nach den Ergebnissen gefragt. Hier haben wir einige für euch zusammengestellt. Zuerst solltet ihr wissen, dass ein Hinweis zur Befragung außer auf fragfinn, auch noch auf den Suchmaschinen Blinde Kuh und Helles Köpfchen stand. Insgesamt hielten 910 Kinder bis zur letzten Frage durch. 260 Kinder schickten uns sogar eine Nachricht, um uns zu sagen, wie ihnen die Befragung gefallen hatte. Manche meinten, es war viiiieeeeellll zu lang, andere fanden die Fragen cool und leicht. Ein Kind schrieb, es war ganz schön anstrengend, immer das Richtige auszusuchen. Ein paar fanden es aber auch doof oder echt blöd. Im Folgenden könnt ihr lesen, wie viele Kinder bei fragfinn mitgemacht und wie die fragfinn-kinder die Fragen beantwortet haben. Wer auf der Suchmaschine fragfinn mitgemacht hat Auf fragfinn beteiligten sich 209 Mädchen und 108 Jungen an der Befragung; zusammengezählt sind das 317 Kinder. 1. Abbildung: Alter der befragten fragfinn- Kinder 14 Jahre und älter: 38 Kinder 6 bis 7 Jahre: 10 Kinder 8 bis 9 Jahre: 49 Kinder 12 bis 13 Jahre: 78 Kinder 10 bis 11 Jahre: 139 Kinder 1

2 Auf der 1. Abbildung könnt ihr sehen, dass 10 Kinder den Fragebogen ausfüllten, die erst 6 oder 7 Jahre alt sind. Die meisten von ihnen sind Jungen. 49 Kinder, die mitgemacht haben, sind 8 bis 9 Jahre alt, 139 Kinder 10 bis 11 Jahre alt und 78 Kinder 12 bis 13 Jahre alt. Dass Kindersuchmaschinen nicht nur etwas für Kleine sind, seht ihr daran, dass 38 von euch 14 Jahre oder auch schon älter sind. Am häufigsten haben sich also die 10- bis 11-Jährigen beteiligt, sehr viele von ihnen sind Mädchen. Fast alle Kinder beantworteten die Fragen alleine, denn nur 23 Kinder klickten an, dass sie den Fragebogen gemeinsam mit einem Erwachsenen oder einem anderen Kind ausgefüllt haben. Woher ihr fragfinn kennt Mehr als die Hälfte von euch sagen, dass sie zum ersten Mal in der Werbung von fragfinn erfahren haben. Von ihren Eltern sind fast ein Fünftel darüber informiert worden. Nur wenige Kinder kennen fragfinn von ihren Geschwistern, ihren Freunden oder anderen Leuten. Einige von euch haben die Suchmaschine durch einen Hinweis im Internet selbst gefunden. Ungefähr die Hälfte von euch geht mindestens einmal in der Woche zu fragfinn. Die andere Hälfte macht das seltener. Am öftesten gehen die Kinder zu fragfinn, die zwischen 6 und 9 Jahre alt sind. Und die Mädchen machen das viel häufiger als die Jungen. Welche Suchmaschinen ihr kennt und verwendet Natürlich kennen alle von euch die Suchmaschine fragfinn und natürlich verwendet ihr sie auch, sonst hättet ihr euch ja nicht dort, sondern woanders an der Befragung beteiligt. Außer fragfinn kennen fast alle Kinder die Suchmaschine Google. Zwei Dritteln von euch ist die Blinde Kuh und etwas weniger als der Hälfte Yahoo bekannt. Nicht ganz ein Drittel hat schon die Suchmaschinen Bing und Helles Köpfchen gesehen. Klar ist, dass man nicht alles, was man kennt, gebrauchen kann oder will. So ist es auch bei den Suchmaschinen. Wenn ihr genau wissen wollt, wie viele Kinder die verschiedenen Suchmaschinen kennen und schließlich auch verwenden, dann schaut euch die 2. Abbildung an. Um diese richtig lesen zu können, solltet ihr euch vorstellen, dass in eure Schule 100 Kinder gehen. Wenn also 100 Kinder in eure Schule gehen, dann kennen 93 Kinder Google, aber nur 84 von 100 Kindern verwenden Google. Noch ein Lesebeispiel: Von 100 Kindern kennen 66 die Blinde Kuh, aber verwendet wird die Blinde Kuh nur von 30 der 100 Kinder. Und so weiter. 2

3 2. Abbildung: Wie viele fragfinn- Kinder kennen und nutzen noch andere Suchmaschinen Kenne ich Verwende ich Google Blinde Kuh 30 von von von von 100 Yahoo 13 von von 100 Bing Helles Köpfchen Milkmoon Loopilino Eine andere Suchmaschine 29 von von von von von von von von von von An der Länge der Balken in der 2. Abbildung könnt ihr sehen, dass die Suchmaschine Google, obwohl sie für Erwachsene gemacht ist, für die fragfinn- Kinder ein wichtiges Hilfsmittel zum Finden von Informationen ist. Von euch allen verwenden 23 Kinder nur die Suchmaschine fragfinn. Von den 294 Kindern, die mehrere Suchmaschinen nutzen, gehen 71 am häufigsten zu fragfinn und 202 am häufigsten zu Google, wenn sie etwas suchen. Die übrigen 21 Kinder nutzen am häufigsten eine der anderen Suchmaschinen. Nach was ihr im Internet sucht Im Internet kann man nach Vielem suchen. Einige Sachen hatten wir aufgelistet und euch gebeten, anzuklicken, wie oft ihr nach diesen sucht. Um zu verstehen, wie viele von euch wie oft etwas im Internet suchen, ist es am Besten, wenn ihr euch wieder vorstellt, dass in eure Schule 100 Kinder gehen. Mindestens einmal in der Woche suchen dann 73 von 100 Kindern nach Spieleseiten oder Internet-Spielen. Etwas weniger, nämlich 61 von 100 Kindern, kümmern sich um Informationen für Hausaufgaben, für Referate oder für den Unterricht. Für aktuelle Nachrichten und Meldungen interessieren sich 55 von 100 Kindern. Wie viele Kinder noch nach anderen Sachen mindestens einmal in der Woche suchen, das könnt ihr auf der 3. Abbildung sehen. 3

4 3. Abbildung: Sachen, nach denen ihr mindestens einmal in der Woche sucht Spieleseiten oder Internet Spiele Informationen für Hausaufgaben, Referate oder den Unterricht Aktuelle Nachrichten oder Meldungen Dinge, die du dir wünschst oder kaufen möchtest Informationen über berühmte Leute oder Stars Informationen über Haustiere Hilfe oder Beratung, wenn du Probleme lösen willst Anleitungen zum Basteln, Malen, Experimentieren, Kochen Freizeitangebote in deiner Umgebung 73 von von von von von von von von von Vielleicht interessiert euch noch, dass von den fragfinn-kindern sehr viel mehr Jungen als Mädchen nach Dingen suchen, die sie sich wünschen oder kaufen möchten. Genauer: 67 von 100 Jungen, aber nur 33 von 100 Mädchen machen das mindestens einmal in der Woche. Die Mädchen interessieren sich dafür etwas häufiger als die Jungen für berühmte Leute oder Stars. Über diese informieren sich 53 von 100 Mädchen, aber nur 41 von 100 Jungen im Internet. Alle anderen Sachen machen Mädchen und Jungen fast gleich oft. Wie ihr euch sicher denken könnt, tun jüngere Kinder andere Dinge als ältere. Je älter die fragfinn-kinder sind, umso häufiger schauen sie sich z. B. aktuelle Nachrichten oder Meldungen an. Und die Kinder, die 14 Jahre und älter sind, suchen z. B. sehr viel seltener als die jüngeren Kinder nach Spieleseiten oder Internet-Spielen. Doch egal, ob Junge oder Mädchen, ob Jung oder Alt, nach Informationen für Hausaufgaben, Referate oder den Unterricht suchen die fragfinn-kinder gleich oft. Wie ihr auf Suchmaschinen sucht Wenn sie etwas aus dem Internet brauchen, dann lassen von den fragfinn- Kindern 3 Kinder ihre Eltern suchen und 314 machen das selbst. Diese 314 Kinder fragten wir danach, wie sie beim Suchen vorgehen. Auf einer Abbildung konntet ihr 4

5 sehen, wo Suchwörter eingegeben werden können. Und so lautet eure Antwort auf die Frage Wo gibst du deine Suchwörter am häufigsten ein?. Stellt euch wieder vor, in eure Schule gingen 100 Kinder, bevor ihr die Zahlen lest. 4. Abbildung: Suchmaschinenfenster Das Feld A verwenden 14 von 100 Kindern. Das Feld B verwenden 18 von 100 Kindern. Das Feld C verwenden 63 von 100 Kindern. Woanders geben 5 von 100 Kindern ihr Suchwort ein. Wir haben nicht herausgefunden, wo genau das Woanders ist. Vielleicht suchen diese Kinder auf Suchmaschinen oder Internetseiten, auf denen es noch andere Suchmöglichkeiten gibt. Wie man sucht, hängt ja auch davon ab, zu welchem Thema man etwas sucht. Deshalb fragten wir euch danach, ob ihr häufig, manchmal, selten oder nie mit einem einzigen Wort oder mehreren Wörtern, mit einem ganzen Satz oder einer Internetadresse sucht. Ungefähr 60 von 100 Kindern klickten an, dass sie häufig mit mehreren Wörtern suchen. Mit einem einzigen Wort suchen 40 von 100 Kindern häufig. Fast 30 von 100 Kindern suchen häufig mit einer Internetadresse und etwa 20 von 100 mit einem ganzen Satz. Ihr hattet auch die Gelegenheit, an einem Beispiel zu zeigen, wie ihr sucht. Wir fragten, was ihr ins Suchfeld schreiben würdet, wenn ihr eine Antwort auf die folgende Frage suchen müsstet: Wie heißt der Vulkan in Island, der letztes Jahr ausgebrochen ist und aus dem die Aschewolke kam? 5

6 Das war nicht ganz einfach. 30 von 100 der fragfinn-kinder klickten die Antwort Ich weiß es nicht an. 70 von 100 schrieben auf, wie sie das machen würden. Na ja, 12 Kinder trugen gleich ins Feld ein, wie der Vulkan heißt: Eyjafjallajökull. Weitere 7 Kinder wollten es mit einer Internetadresse probieren, z. B 28 Kinder schrieben eine ganze Frage ins Feld, z. B. Welcher Vulkan ist in der letzten Zeit ausgebrochen?. 154 Kinder gaben Suchwörter ein. Die allermeisten schrieben dann zwei Wörter, viele auch drei Wörter ins Feld. Manche Kinder fügten noch die Jahreszahl 2010 hinzu. Wenige Kinder würden nur mit einem einzigen Wort oder aber mit ganz vielen Wörtern suchen. Viele Erwachsene glauben, dass Kinder mit so einer Suche überfordert wären. Ihr habt gezeigt, dass das nicht stimmt. Wir gratulieren euch! Wie gut ihr mit dem Suchen zurechtkommt Weil ihr euch mit dem Suchen auf Suchmaschinen beschäftigt, ist es nicht verwunderlich, dass ihr schon fast alle Experten oder Fachleute seid. 5. Abbildung: Wie gut kannst du Informationen finden? Ich weiß sehr gut, wie das geht Ich kann das schon gut, aber ab und zu brauche ich Hilfe Ich kann das nicht besonders gut, aber ich finde schon etwas Ich kann es nicht gut und finde selten etwas 17 Kinder 13 Kinder 54 Kinder 230 Kinder Der allergrößte Teil der fragfinn-kinder sagt: Ich weiß sehr gut, wie das geht. Dabei sind sehr viel mehr Jungen als Mädchen von ihrem Geschick überzeugt: 82 von 100 Jungen, aber nur 69 von100 Mädchen glauben sehr gut zu wissen, wie man 6

7 sich im Internet informiert. Logisch ist dann, dass weniger Jungen als Mädchen meinen: Ich kann das schon gut, aber ab und zu brauche ich Hilfe. Ganz genau sind es 8 von 100 Jungen und 22 von 100 Mädchen. Die Kinder, die sich noch nicht so gut mit dem Suchen im Internet auskennen, werden das sicherlich noch lernen. Dies sieht man daran, dass die Jüngsten unter euch, die 6- bis 7-Jährigen, öfter als die anderen Kinder sagen: Ich kann es nicht gut und finde selten etwas. Die 8- bis 9-Jährigen klicken öfter als die anderen an: Ich kann das nicht besonders gut, aber ich finde schon etwas. Man kann also behaupten, je älter ihr seid, desto besser findet ihr euch mit den Suchmaschinen zurecht. Zu guter Letzt Wir, das sind Christine Feil, Christoph Gieger, Alexander Grobbin aus dem Deutschen Jugendinstitut in München, bedanken uns bei den Leuten von fragfinn, dass sie uns erlaubt haben, euch zu befragen. Christine Feil 7

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