Geschäftsbericht 2013

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1 Geschäftsbericht 2013

2 Jahreslosung 2013 Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13,14)

3 Inhalt Grußwort des Vorstands Organe der Bank Interaktiv Unsere Kundinnen und Kunden Kirchenkreis Düsseldorf Pfeiffersche Stiftungen Allgemeines Krankenhaus Hagen Eheleute Huber Aus der Bank KD-BANK-STIFTUNG Unser Angebot für Privatkundinnen und -kunden Umweltbericht Anlagepolitik: Transparent und ethisch-nachhaltig Auszeichnung: Bank des Jahres Finanzierungsleitfaden für Pflegeeinrichtungen Veranstaltungen 2013: Rückblick Personalbericht Aus unserem Umfeld Kirchliches Umfeld Diakonisches Umfeld Bericht des Vorstands Grundlagen des Instituts Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Prognose-, Chance- und Risikobericht Vorschlag für die Ergebnisverwendung Bericht des Aufsichtsrats Jahresabschluss Jahresbilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang

4 Grußwort des Vorstands Dr. Ekkehard Thiesler Vorsitzender Innenrevision Personal Qualitätsmanagement Unternehmensservice Vorstandsstab/Marketing Ulrike Badura Betriebswirtschaft Kreditfolge Marktfolge Passiv/Wertpapierfolge Organisation Zahlungsverkehr Jörg Moltrecht Institutionen Berlin Institutionen Rheinland Institutionen Westfalen-Lippe-Leer Ilona Pollach Beratung und Service Privatkunden Institutionen Süd-Ost und LKG Sachsen Kundenwertpapiergeschäft/Treasury Vermögensbetreuung 4 Geschäftsbericht 2013

5 Liebe Mitglieder, sehr geehrte Kundinnen und Kunden, sehr geehrte Geschäftsfreunde, seit 1925 verbinden wir als Spezialbank Kirche und Diakonie mit der Finanzwelt. Dieser Fokus macht uns stark. Im vergangenen Jahr berichteten wir an dieser Stelle über das Rekordjahr 2012 mit dem besten Ergebnis in der nunmehr fast 90-jährigen Geschichte Ihrer Bank für Kirche und Diakonie. Auch 2013 haben wir mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Wir sind stolz und dankbar, dass wir unsere aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus verhaltenen Erwartungen deutlich übertreffen konnten. Die Positionen Kundeneinlagen und Wertpapieranlagen haben wir sogar auf einem sehr hohen Niveau weiter ausbauen können. Unsere Stärke ist kein Selbstzweck. Der Nutzen für unsere Mitglieder entscheidet. Sie profitieren zum einen direkt über die Dividende. Die gute Ertragslage und unsere günstige Kostensituation versetzen uns in die Lage, auch in diesem Jahr eine Dividende von 7 % vorschlagen zu können. Zum anderen ist unsere Eigenkapitalausstattung sehr gut und stellt die Versorgung mit Krediten langfristig sicher. Wir können uns behaupten und erfolgreich am Markt tätig sein, weil wir frühzeitig auf eine hohe Beratungsqualität gesetzt haben und mit dem KD-BANK-Dialog und der Vermögensanalyse speziell auf unsere Kundschaft zugeschnittene Instrumente einsetzen. Die 2013 von n-tv initiierte Wahl zur Bank mit dem besten Leistungsangebot in Deutschland hat uns bestätigt. Gemeinsam handeln Gutes bewirken heißt unser Leitmotiv. Auf den kommenden Seiten legen wir Zeugnis ab über das, was wir im vergangenen Jahr für Sie geleistet haben. Besonders freuen wir uns über die Kundinnen und Kunden, die in diesem Geschäftsbericht von ihrer persönlichen Beziehung zur Bank und den Menschen berichten. Ob als Privatkunde, wie das Ehepaar Huber, oder Institution, wie das Allgemeine Krankenhaus Hagen, der Kirchenkreis Düsseldorf und die Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg, wir danken Ihnen dafür, dass Sie Botschafterinnen und Botschafter unserer Bank für Kirche und Diakonie sind. In Krankenhäuser, Kindergärten, Einrichtungen für Ältere und Menschen mit Einschränkungen und Hospize hat die Bank für Kirche und Diakonie im vergangenen Jahr rund 193 Millionen Euro investiert. Wenn wir an dieser Stelle einen Wunsch formulieren dürfen, dann ist es der, dass auch Sie für unseren kirchlich-diakonischen Finanzkreislauf und Ihre Bank für Kirche und Diakonie eintreten. Es ist ein großer Wert, den wir Mitglieder, Kunden und Mitarbeitende geschaffen haben. Stehen wir gemeinsam dafür ein und werben wir dafür! Bank für Kirche und Diakonie eg KD-BANK Der Vorstand Dr. Ekkehard Thiesler Ulrike Badura Jörg Moltrecht Ilona Pollach 5

6 Organe der Bank (Stand: 31. Dezember 2013) Vorstand Dr. Ekkehard Thiesler Vorsitzender Münster Ulrike Badura Moers Jörg Moltrecht Dortmund Ilona Pollach Dresden v.l.n.r. Jörg Moltrecht, Ilona Pollach, Dr. Ekkehard Thiesler, Ulrike Badura 6 Geschäftsbericht 2013

7 v.l.n.r. Dr. Arno Schilberg, Dr. Rainer Norden, Reinhard Kersten (vorne), Joachim Gengenbach, Moritz Krawinkel, Dr. Johann Weusmann, Dr. Martin Grimm, Günther Barenhoff, Manfred A.Fellisch, Klaus Winterhoff, Dr. Wolfram Gerdes, Brigitte Andrae, Jochen Obermann, Dr. Frank Rippel, Klaus Majoress (nicht im Bild: Thomas Begrich) Aufsichtsrat Dr. Martin Grimm Vorsitzender Rechtsanwalt Gladbeck Klaus Winterhoff 1. stellv. Vorsitzender Juristischer Vizepräsident Evangelische Kirche von Westfalen Bielefeld Dr. Frank Rippel 2. stellv. Vorsitzender Vorstand Stiftung kreuznacher diakonie Bad Kreuznach Brigitte Andrae Kirchenamtspräsidentin Evangelische Kirche in Mitteldeutschland Erfurt Günther Barenhoff Pfarrer Sprecher des Vorstands Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e. V. Düsseldorf Thomas Begrich Oberkirchenrat Evangelische Kirche in Deutschland Hannover Manfred A. Fellisch Leiter i. R. Büro des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Dresden Radebeul Joachim Gengenbach Bundesvorstandsmitglied Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Berlin Dr. Wolfram Gerdes Vorstandsmitglied Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen Dortmund Reinhard Kersten Oberlandeskirchenrat Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens Dresden Moritz Krawinkel Vorstandsmitglied i. R. Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftverband e.v. Münster Klaus Majoress Superintendent Evangelischer Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg Lüdenscheid Dr. Rainer Norden Vorstandsmitglied von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel Bielefeld Jochen Obermann Geschäftsführer Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH Leichlingen Dr. Arno Schilberg Kirchenrat Lippische Landeskirche Detmold Dr. Johann Weusmann Vizepräsident Evangelische Kirche im Rheinland Düsseldorf 7

8 Organe der Bank (Stand: 31. Dezember 2013) Beirat Lutz Ausserfeld Verwaltungsdirektor Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin Teltow Markus Bachmann Vorstandsmitglied Evangelische Stiftung Volmarstein Wetter Bernd Baucks Oberkirchenrat Evangelische Kirche im Rheinland Düsseldorf Burkhard Bensiek Vorstandsmitglied Evangelisches Johanneswerk e. V. Bielefeld Gudrun Bremer Amtsleiterin Kreiskirchenamt Evangelischer Kirchenkreis Stendal Jens Bublies Amtsleiter Evangelisches Verwaltungsamt Wuppertal Peter Burkowski Vorstandsmitglied Führungsakademie für Kirche und Diakonie gemeinnützige AG Berlin Bernd Buzalla Amtsleiter Verwaltungsamt des Evangelischen Kirchenkreisverbands Berlin Nord-West Kurt Drees Kirchenverwaltungsdirektor Vereinigte Kirchenkreise Dortmund Helga Feige Pfarrerin i. R. Chemnitz Christiane Fiebrandt Finanzreferentin Evangelische Brüder-Unität Herrnhut Rainer Findeisen Superintendent Evangelisch-Lutherischer Kirchenbezirk Marienberg Flöha Thomas Glaubitz Vorstandsvorsitzender Landesausschuss für Innere Mission Potsdam Leonhard Gronbach Pfarrer Vorstandsvorsitzender Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort Freudenberg Jürgen Hancke Verwaltungsleiter Samariteranstalten Fürstenwalde Dr. Andrea Helzel Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Johannes Schulstiftung der Evangelischen Kirchenprovinz Sachsen Magdeburg Wilfried Kästel Amtsleiter Evangelischer Kirchenkreis Magdeburg Egon Freiherr von Knobelsdorff Generalsekretär Der Johanniterorden Berlin Wilfried Koopmann stellv. Vorstandsvorsitzender Evangelisches Perthes-Werk e. V. Münster Frank Küpper Geschäftsführer Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf Dr. Arne Kupke Oberkirchenrat Evangelische Kirche von Westfalen Bielefeld Ulrike Lehmann Amtsleiterin Kreiskirchenamt Evangelischer Kirchenkreis Erfurt Herbert Maus Landeskirchen-Oberverwaltungsrat Evangelische Kirche im Rheinland Düsseldorf Dr. Jörg Mayer Oberlandeskirchenrat Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig Wolfenbüttel Kornelia Michels Verwaltungsleiterin Evangelischer Kirchenkreisverband Prignitz-Havelland- Ruppin Kyritz Werner Neveling Geschäftsführer Diakonie Ruhr ggmbh Bochum Martin Reiff Verwaltungsleiter Evangelischer Gemeindeverband Koblenz Heinz-Jürgen Scharwei Kirchenoberamtsrat Kasse der Evangelischen Kirche in Deutschland Hannover Christian Schönfeld Oberkirchenrat Vorstandsvorsitzender Diakonisches Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens e. V. Radebeul Norbert Scholle Verwaltungsleiter Verwaltungsamt des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger Gummersbach Joachim Steuer Hauptgeschäftsführer Evangelisches Kreiskirchenamt Iserlohn-Lüdenscheid Iserlohn Klaus-Dieter Tichy Vorstandsmitglied Evangelische Stiftung Hephata Mönchengladbach Hartfried Toennessen Vorstandsmitglied Evangelisches Christophoruswerk e. V. Duisburg Beate Wegmann-Steffens Verwaltungsleiterin Evangelischer Kreiskirchenverband Köln und Region Köln Henning Weihsbach-Wohlfahrt Verwaltungsleiter Evangelischer Kirchenkreis Herford Sabine Werning Landeskirchen-Oberamtsrätin Evangelische Kirche von Westfalen Bielefeld Manfred Witkowski Geschäftsführer Valeo-Kliniken GmbH Hamm Udo Zippel Kaufmännischer Direktor Stiftung Eben-Ezer Lemgo 8 Geschäftsbericht 2013

9 Unsere Kunden Ih r e Fi n a n z e n u n s e r Au f t r a g Gemeinsam handeln Gutes bewirken. Getreu unserem Leitmotiv stellen wir auf den folgenden Seiten exemplarisch Kunden, ihre Aufgaben und die Partnerschaft mit der Bank für Kirche und Diakonie vor. Wir danken Henrike Tetz und Frank Küpper, Kirchenkreis Düsseldorf, Christoph Radbruch, Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg, Reinhard Tennert, Allgemeines Krankenhaus Hagen, sowie Kara Huber und Altbischof Wolfgang Huber für ihre Unterstützung und die persönlichen Antworten. 9

10 Unsere Kunden: Kirchenkreis Düsseldorf Düsseldorf. Evangelische Kirche in Düsseldorf das sind 23 Kirchengemeinden in den Stadtteilen der Landeshauptstadt und ihre Einrichtungen mit Gemeinden an besonderen Orten: in den Krankenhäusern der Landeshauptstadt, in den Schulen, in der Notfall- und Feuerwehrseelsorge zum Beispiel. Die Gemeinschaft der Kirchengemeinden ist der Kirchenkreis. 10 Geschäftsbericht 2013

11 Unsere Kunden persönlich Zukunft Gestalten Fr a n k Kü ppe r f ü h rt d ie Ge sc h ä f t e im Kirchenkreis Dü s s e l d o r f Der wollte ich immer sein... Ich habe bereits früh als Ehrenamtlicher in der Kirche mitgearbeitet und wünschte mir dann auch eine berufliche Perspektive in der Kirche. Dass ich dann Geschäftsführer des Kirchenkreises Düsseldorf wurde... Diese besondere Möglichkeit ergab sich durch die Bildung der Abteilung Finanzen & Organisation im Kirchenkreis Düsseldorf. An meiner Aufgabe reizt mich... die Leitung eines großen Verwaltungsamts und gleichzeitige Mitgestaltung der Kirche beratend und als Mitglied in kreis- und landeskirchlichen Gremien. Diesen guten Vorsatz habe ich zuletzt gebrochen Ich kann einfach nicht konsequent fasten. Diese Bibelstelle gefällt mir besonders Markus 5, 41 Und er ergriff die Hand des Kindes und spricht zu ihm: Talita kum! Das ist übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf. Diesen Traum würde ich mir gern erfüllen Ich würde gern meinen Lebensabend am Meer verbringen. Geld bedeutet für mich mir keine Gedanken über Alltagsanschaffungen und -besorgungen machen zu müssen. Die Bank für Kirche und Diakonie ist für mich ein langjähriger, verlässlicher und persönlicher Geschäftspartner, für den ich gern auch im Beirat der Bank tätig bin. Frank Küpper, Jahrgang 1960, verheiratet, zwei erwachsene Söhne, ist seit 2010 Geschäftsführer des Kirchenkreises Düsseldorf. In seiner Freizeit fährt er Motorrad, ist begeisterter Segler und spielt gern Klavier und Gitarre. Kirche und Gemeinde mit Infrastruktur Kirche ist eine lebendige Gemeinde mit Infrastruktur. Das macht eine kirchliche Verwaltung und Organisation notwendig. Vielfältige Aufgaben sind für die Kirchengemeinden zu erledigen. Das reicht vom Führen der Listen der Gemeindeglieder bis zur Buchhaltung und dem Zahlungsverkehr. Und dann sind da auch noch zum Beispiel die Hausmeisterdienste für kirchliche Gebäude. In den Bereich Finanzen gehören neben der Finanzbuchhaltung für den Kirchenkreis und die Kirchengemeinden die Vermögensverwaltung des Kapitalvermögens und der Beteiligungen sowie die Kirchensteuer- und Umlagenverwaltung und das Rheinische Clearing im Rahmen der kirchlichen Finanzwirtschaft. Der Kirchenkreis arbeitet in vielen Finanzangelegenheiten mit der Bank für Kirche und Diakonie zusammen. v.l.n.r. Jörg Moltrecht, Vorstand Bank für Kirche und Diakonie, Henrike Tetz, Superintendentin, Frank Küpper, Geschäftsführer, beide Kirchenkreis Düsseldorf, Ulrich Schwarz-Isensee, Direktor, Bank für Kirche und Diakonie 11

12 Unsere Kunden: Kirchenkreis Düsseldorf Er k e n n ba r, e i n l a de n d, a nziehend von Superintendentin Henrike Tetz Zukunft ist das große Thema im Kirchenkreis Düsseldorf. Die Aufgabe der Gemeinden und des Kirchenkreises ist klar umrissen: Die evangelische Kirche soll auch 2030 profiliert in der Stadt präsent sein. Den Weg in die Zukunft gestaltet der Kirchenkreis mit seinem Prozess zukunft kirche. Das Ziel: Eine erkennbare, einladende und attraktive Kirche bietet Menschen unterschiedlicher Milieus Raum für ihren Glauben, ihre Lebensfragen und ihr Engagement. zukunft kirche fragt, wie die heute 23 Kirchengemeinden und die kreiskirchlichen Dienste ihre Aufgaben auch 2030 gemeinsam erfüllen können. Dabei geht es sowohl um Konzentration von Ressourcen und Angeboten an zukünftig wichtigen Standorten als auch um die Entdeckung und Profilierung von kirchlichen Orten in Kooperation mit anderen. Im Zusammenhang mit der Frage nach der Zukunft haben die Düsseldorfer Kirchengemeinden bereits vor einigen Jahren die gemeindlichen Kindertagesstätten an ihre Diakonie übertragen. So konnten diese Standorte gesichert werden und gleichzeitig die religionspädagogische Arbeit im Elementarbereich als konzeptioneller Schwerpunkt der Gemeinden erhalten bleiben. Auch andere gemeindliche Arbeitsfelder, wie z. B. die Kirchenmusik oder die Seniorenarbeit, werden zunehmend in größeren Kooperationsräumen verantwortet. Innovationsfonds: Hörbibel aufgenommen Die evangelische Kirche in Düsseldorf hat zudem in den vergangenen drei Jahren rund Euro für sogenannte innovative Projekte ausgegeben da gab es Mittel für die Stadtteilentwicklung in Vennhausen genauso wie für die Jugendkirche oder wie in Derendorf für besondere Gottesdienste, mit denen zum sogenannten chill out nach der Arbeit eingeladen wurde. Jüngstes Projekt, das aus dem Innovationsfonds des Kirchenkreises mit Euro gefördert wurde: die Produktion einer Hörbibel. Bewohner mit und ohne Handicaps, die in der Graf-Recke- Stiftung leben, haben im Tonstudio Bibeltexte eingesprochen: Jugendliche, Konfirmanden, Senioren aus dem Altenheim Walter-Kobold-Haus. Die Idee stammt von Dietmar Redeker, Pfarrer des Düsseldorfer Kirchenkreises in der Kirchengemeinde Kaiserswerth mit dem besonderen Dienstort in der Graf- Recke-Stiftung. Dort ist er als Pfarrer in den Schulen und im Altenheim der Stiftung in Düsseldorfs Norden unterwegs und hält auch den Konfirmandenunterricht. Neu ist, dass Bewohner eine Hörbibel-CD nicht nur konsumieren, sondern selber produzieren, erklärt Redeker das Projekt. Auch das Booklet zur CD haben die Bewohner und Konfirmanden entworfen. Experimentell ist hier etwas probiert worden, das es so noch nicht im Kirchenkreis gibt. Sozialer Wohnungsbau im Stadtteil Garath Wer Innovation möchte, der muss eben auch über den Umgang mit Geld nachdenken. Das gilt, wenn neue Projekte Wirklichkeit werden sollen. Das gilt auch, wenn Bestehendes für die Zukunft zu erhalten ist. Da ist der Wohnungsbau im Stadtteil Garath ein gutes Beispiel. Hier hat der Kirchenkreis 104 Wohneinheiten, nach heutigen auch energetischen Ansprüchen saniert. Die 1969 an der Carl-Severing-Straße und an der Carl-von-Ossietzky-Straße im sozialen Wohnungsbau entstandenen Mehrfamilienhäuser bekamen unter anderem neue Fenster, neue Dämmungen an den Dächern, die Balkone wurden renoviert. Die Gesamtkosten beliefen sich dabei auf rund 3,8 Mio. Euro. Zur Finanzierung hat der Kirchenkreis einen Darlehensvertrag mit der Bank für Kirche und Diakonie abgeschlossen und besonders günstige öffentliche Mittel aus dem Programm Energieeffizient Sanieren der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten. Die Wohnungen werden nach wie vor zu sozialen Preisen vermietet. Alles in allem auch dies ein Schritt Richtung Zukunft. Wer sie entwickeln möchte, muss auch Geld in die Hand nehmen. 12 Geschäftsbericht 2013

13 Die Johanneskirche im Zentrum Düsseldorfs ist die wohl bekannteste des Kirchenkreises. Superintendentin Henrike Tetz bringt den Kirchenkreis auf Zukunftskurs. Die Hörbibel, gelesen von Kindern und Erwachsenen mit und ohne Handicap aus der Graf-Recke-Stiftung, ist ein Vorzeigeprojekt, das der Innovationsfonds des Kirchenkreises unterstützt hat. Offenheit für neue Projekte das zeichnet den Kirchenkreis Düsseldorf aus. Neuerdings gibt es in der Altstadt eine Jugendkirche. Pfarrerin Becci John und Nils Davidovic machen deren Programm. Im Stadtteil Garath bietet der Kirchenkreis bezahlbaren Wohnraum. Die energetische Sanierung sorgt für mehr Komfort und Behaglichkeit. Kirchenkreis-Geschäftsführer Frank Küpper arbeitet im Beirat der Bank für Kirche und Diakonie mit. Hier pflegt er den regelmäßigen Austausch mit den Vorständen 13 der Bank, hier mit Jörg Moltrecht.

14 Unsere Kunden: Pfeiffersche Stiftungen Ge m e i nsa m f ü r Ih r e Ge s u n d h e i t Magdeburg. Auf 125 Jahre blicken die Pfeifferschen Stiftungen 2014 zurück. Es ist eine wechselvolle Geschichte, geprägt durch Regime und Zeitgeist. Was einst Gustav Adolf Pfeiffer im Jahr 1889 als Evangelisches Johannesstift zur Aufnahme pflegebedürftiger alter Menschen schuf, ist heute zur größten diakonischen Komplexeinrichtung Sachsen-Anhalts herangewachsen. 14 Geschäftsbericht 2013

15 Unsere Kunden persönlich Eingefahrene Gleise verlassen Christoph Radbruch bringt Ethik und Ökonomie zusammen Der wollte ich immer sein... Als Kind natürlich auch Lokomotivführer, nach dem Abitur wollte ich dann aber einen Beruf ergreifen, in dem ich nicht immer auf eingefahrenen Gleisen fahre, sondern gestalten und mit anderen Menschen zusammenarbeiten kann. Dass ich dann Vorstandsvorsitzender der Pfeifferschen Stiftungen wurde... ermöglicht mir in einem diakonischen Unternehmen Theologie mit dem Alltag zu verbinden und Ethik und Ökonomie zusammenzudenken. Mit dem würde ich gern mal einen Kaffee trinken... mit den Synodalen der EKD, um ihnen deutlich zu machen, dass in der Perspektive einer diakonischen Einrichtung in Magdeburg, der säkularisiertesten Stadt Deutschlands, das diakonische Profil nicht am kirchlichen Arbeitsrecht festgemacht werden kann. Darauf bin ich besonders stolz... im Juli habe ich mich bei den Mitarbeitenden der Stiftungen bedankt und ihnen geschrieben, dass ich auf sie stolz bin, da sie durch ihre Einsatzbereitschaft und ihre Professionalität mit dafür gesorgt haben, dass die Evakuierung unserer gesamten Einrichtung aufgrund des Hochwassers im Sommer 2013 so reibungslos verlief und die Bewohner und Patienten auch in den Notquartieren unter sehr schwierigen Verhältnissen gut versorgt waren. Diesen guten Vorsatz habe ich zuletzt gebrochen Ich bin zu alt und kenne mich zu gut, um mir noch etwas vorzunehmen, was ich nicht halte. Diese Bibelstelle gefällt mir besonders Mein Taufspruch aus dem Buch Jesaja: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Die hier ausgedrückte Furchtlosigkeit aufgrund eines Gottvertrauens hat mir in schwierigen Situationen oft geholfen. Diesen Traum würde ich mir gern erfüllen Ich habe mir einen Traum erfüllt, wenn wir nach längeren Diskussionen um Vorsteher Christoph Radbruch, Jahrgang 1955, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Vorstandsvorsitzende der Pfeifferschen Stiftungen ist auch Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbands (DEKV). Er vertritt diesen in der Konferenz für Diakonie und Entwicklung und wurde in den Ausschuss für Diakonie gewählt. den Brandschutz im nächsten Jahr in einem ehemaligen Bezirkskrankenhaus der DDR einen Raum der Stille eröffnen. Geld bedeutet für mich nüchtern betrachtet ein Zahlungsmittel, aber wir verleihen dem Geld ja oft eine symbolische Bedeutung: Erfolg, Sicherheit, Anerkennung, Macht, Lebensqualität, Selbstständigkeit. Und Geld kann sinnlich sein und Gefühle wie z. B. Stolz oder Neid hervorrufen. Es kommt darauf an, was wir aus Geld machen. Für die Pfeifferschen Stiftungen ist es wichtig, Geld zu verdienen, damit wir die Seelsorge in unseren Krankenhäusern bezahlen können. Die Bank für Kirche und Diakonie ist für mich ein Partner für die ethisch fundierten Antworten auf die Herausforderungen, vor denen die unternehmerische Diakonie als Kirche im Kapitalismus steht. v.l.n.r. Klaus-Dieter Schinkel, Kaufmännischer Vorstand Pfeiffersche Stiftungen, Ilona Pollach, Vorstand, Jens Koch, Direktor, beide Bank für Kirche und Diakonie, Vorsteher Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender Pfeiffersche Stiftungen 15

16 Unsere Kunden: Pfeiffersche Stiftungen Fo t o s Zuhause auf Zeit Einfach mal rauskommen aus dem Alltagstrott, einfach mal entspannen, einfach mal Verantwortung abgeben. Die ersten schwerstkranken Kinder sowie deren Mütter, Väter und Geschwister haben seit März 2013 Zeit im Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftungen verbracht. Für viele ist es die einzige Auszeit seit Jahren. 1 Im Sommer 2013 besuchten Fernsehmoderator und Sänger Florian Silbereisen (rechts) sowie Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (zweiter von rechts) das Hospiz. Prominente Fürsprecher tragen zum erfolgreichen Fundraising bei. 2 Die Zimmer im Hospiz bieten eine professionelle medizinische Ausstattung, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist. Wichtig ist, dass es nicht wie im Krankenhaus aussieht, sondern einladend und fröhlich. Die langanhaltende Pflege von schwererkrankten Kindern und Jugendlichen bedeutet eine dauerhafte enorme Kraftanstrengung für Eltern. Das Kinderhospiz Magdeburg bietet diesen Familien einen Aufenthalt mit Entlastungspflege an und sorgt zudem für die Finanzierung des Aufenthalts. Wir haben Vorsteher Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender der Pfeifferschen Stiftungen, zum Gespräch getroffen. Herr Radbruch, was ermöglicht die Entlastungspflege den betroffenen Familien? Radbruch: Dahinter steckt, dass sich Eltern und ihre Kinder gemeinsam erholen können und wieder Kraft tanken bei uns. Wissen Sie, die Eltern dieser Kinder müssen vom Zeitpunkt der Diagnose an stark sein. Nicht nur damit klarkommen, viel zu früh Abschied von ihren Kindern zu nehmen, sondern sie ebenso bei Therapien und Operationen zu begleiten. Dazu noch den gesunden Geschwisterkindern eine Stütze sein. Eine unglaubliche Belastung. Die Lebenslandschaft dieser Eltern hat sich komplett verändert. Hier haken wir ein mit unserer Unterstützung. Oft leben die Kinder viele Jahre mit ihrer Grunderkrankung und der Prognose, das Erwachsenenalter nicht mehr zu erleben. Wir bieten ein Zuhause auf Zeit, in dem keine Erwartungen für andere zu erfüllen sind und keine Fassaden aufrechterhalten werden müssen. Was genau bedeutet Entlastungspflege? Radbruch: Darauf gibt es in Deutschland einen Rechtsanspruch für diese schwerstkranken Kinder von mindestens 28 Tagen im Jahr. Diese können jedes Jahr neu in Anspruch genommen werden. Kinder und Jugendliche werden dann bei uns mit ihren Eltern oder auch alleine betreut und liebevoll versorgt. Was müssen die Familien für die Zeit bei Ihnen zahlen? Radbruch: Nichts. Unsere Angebote werden von Kranken- und Pflegekassen sowie zu großen Teilen aus Spenden finanziert. Eltern und Geschwister können gemeinsam im Kinderhospiz übernachten? Radbruch: Ja, im Kinderzimmer selbst oder in einem Gastraum und die Eltern in einem Gästezimmer. Großeltern und Freunde sind natürlich ebenfalls willkommen. Oft werden die Kinder ja zu Hause gepflegt, jahrelang von Familien, deren unvorstellbare Belastung kaum jemand wahrnimmt. Sie alle brauchen Unterstützung in einem Leben, das völlig auf den Kopf gestellt ist und dem wieder Normalität abgetrotzt werden muss. Keine Routine, nein, bewusstes Erleben. Glück in dem suchen, was ist. Auch im Kleinen, Unscheinbaren wieder Momente der Freude empfinden können. Die Liebe zum Leben und die Lust auf Leben zu spüren. 3 Der Snoezelraum. Gemütlich und kuschelig, umgeben von leisen Klängen und Melodien, können die Kinder träumen mit Menschen, die ihnen am nächsten sind. 4 Das Team des Kinderhospizes mit der Leiterin Berit Wallmann (dritte von rechts) und der Leiterin der gesamten Hospizarbeit in den Pfeifferschen Stiftungen, Tabea Friedersdorf (rechts). 5 Die Tiertherapie ist eines von vielen Beispielen für die Verwendung der Spendengelder. Das Spendenkonto führen die Pfeifferschen Stiftungen bei der Bank für Kirche und Diakonie. IBAN Nummer: DE BIC: GENODED1DKD 16 Geschäftsbericht 2013

17 2 1 Das Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftungen Im März 2013 eröffneten die Pfeifferschen Stiftungen das einzige evangelische Kinderhospiz in den neuen Bundesländern. In nur eineinhalb Jahren gelang die Finanzierung der 1,2 Mio. Euro Investitionskosten. Die Bank für Kirche und Diakonie hat rund ein Drittel finanziert, über zwei Drittel konnten als Spenden eingeworben werden! Auch die KD-BANK-STIFTUNG hat das Kinderhospiz mit Euro unterstützt. Das erfolgreiche Fundraising bleibt sehr wichtig. Zwar müssen nur 5 % der laufenden medizinischen und pflegerischen Kosten für jedes erkrankte Kind über Spenden abgedeckt werden. Die Finanzierung aller Leistungen für die Unterbringung von Eltern und Geschwistern sowie für therapeutische Maßnahmen für Körper und Seele ist aber komplett von Spenden abhängig

18 Unsere Kunden: Allgemeines Krankenhaus Hagen Hagen. Das Allgemeine Krankenhaus geht auf das Jahr 1853 zurück. Die evangelische Kirche wollte dem Marienhospital, das nur Katholiken aufnahm, eine Alternative für alle Bürger entgegensetzen. Mit 566 Betten sowie 20 Fachabteilungen und Schwerpunkten unter einem Dach ist es heute das größte Klinikum der Stadt. Schwerpunkte sind Leistungen für Kinder, z. B. durch das Perinatalzentrum, Frauen, u. a. durch die Onkologie, und die Kardiologie. Diese belegte bei einer Untersuchung des Magazins Stern den fünften Rang bundesweit. 18 Geschäftsbericht 2013

19 Unsere Kunden persönlich Mehr Ökumene für Hagen Reinhard Tennert würde gern einmal mit Papst Franziskus sprechen Der wollte ich immer sein... Bereits zu meiner Abiturzeit war für mich immer klar, dass nur eine Tätigkeit im Non-Profit- Bereich für mich in Frage kommt. Eine Aufgabe, die der Allgemeinheit dient, die soziale Aspekte in den Vordergrund stellt, die menschenbezogen ist und das Primat des Kapitals negiert. Dass ich dann Geschäftsführer des AKH wurde... war nach bereits langjähriger Tätigkeit im Non-Profit-Bereich an führender Stelle bei anderen Krankenhäusern für mich insofern besonders, als dass ich von Anfang an aber die Gewissheit hatte, dass die Herausforderungen zusammen mit diesem Träger, zusammen mit dieser Mannschaft zu meistern sind und die eigentliche Aufgabe des Unternehmens Dienst am Menschen ordentlich und erfolgreich geleistet werden kann. Mit dem würde ich gern mal einen Kaffee trinken... Ich würde gern mit Papst Franziskus über den Versuch sprechen, gemeinsam mit unseren katholischen Partnern ein zukunftsfähiges Krankenhaus für die Hagener Bürger und Christen zu schaffen. Dieses Vorhaben, das die Hagener Katholiken massiv unterstützten, hat leider kein grünes Licht von der Amtskirche in Paderborn bekommen. Diese Bibelstelle gefällt mir besonders Matthäus 16, 26: Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Dies erinnert mich immer wieder daran, dass das Streben nach Geld, Macht, Ansehen nicht nur nicht alles ist, sondern sogar eher nebensächlich. Geld bedeutet für mich die notwendige Basis für vieles, nicht für alles, aber sicherlich hilft es, den Kopf freizuhalten, um mich den wesentlichen Aufgaben, sowohl in meinem privaten als auch in meinem beruflichen Bereich, widmen zu können. Die Bank für Kirche und Diakonie ist für mich ein Hort an Beständigkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit. Eine gesunde Mischung aus Konservatismus und Innovationsbereitschaft. Geschäftsführer Reinhard Tennert, Jahrgang 1952, ist verheiratet und hat drei Töchter und einen Sohn. Seit 1993 ist der Diplom- Sozialwissenschaftler im AKH. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, liest viel und verbringt die Zeit mit seiner Familie. Darauf bin ich besonders stolz... Lieber formuliere ich es so: Ich freue mich, dass die Umstände in meinem Leben so gewesen sind, dass ich sehr viel Positives letztendlich zumindest im privaten als auch im beruflichen Bereich erreichen konnte und durfte. Diesen guten Vorsatz habe ich zuletzt gebrochen Leider mehrere: unter anderem, mein Gewicht zu halten, mehr auf die Umwelt zu achten, geduldiger zu sein. Aber ich kämpfe jeden Tag aufs Neue darum! v.l.n.r. Sascha Eulering, Berater, Jörg Moltrecht, Vorstand, beide Bank für Kirche und Diakonie, Reinhard Tennert, Geschäftsführer, und Peter Uszkoreit, Technischer Leiter, beide Allgemeines Krankenhaus Hagen 19

20 Unsere Kunden: Allgemeines Krankenhaus Hagen Ih r e En e rgi e e r spa r n is garantiert und nachhaltig Das Allgemeine Krankenhaus Hagen ist ein Musterbeispiel für Energieeffizienz. Dank der umfassenden Erneuerung vieler gebäudetechnischer Anlagen hat sich der Energieverbrauch um fast 28 % reduziert. Ein Energieeinsparvertrag mit Garantie entlastet das Klinikum jährlich um Euro an Energiekosten und erspart der Umwelt rund Tonnen CO 2 pro Jahr. Verwinkelte Flure, lange Gänge und ein Lastenaufzug führen in das Energiezentrum des Allgemeinen Krankenhauses Hagen. Der ehemalige Bunker, der Patienten im Zweiten Weltkrieg sicheren Unterschlupf gewährte, bietet heute Platz für ein hochmodernes Blockheizkraftwerk (BHKW) und den neuen Brennwertkessel. Ganzheitlicher Ansatz erfolgreich Ein überzeugendes Konzept sei es gewesen, das die Firma Siemens vor gut eineinhalb Jahren den Entscheidern in Hagen vorgelegt hat. Dabei ging es nicht nur um die Energieerzeugung. Vielmehr sollte die gesamte Haustechnik auf den Prüfstand. Dieser ganzheitliche Ansatz, garniert mit einer Garantie, hat uns gefallen, resümiert Peter Uszkoreit, Technischer Leiter des Hauses. Inzwischen sind auch Heizzentrale, Wasseraufbereitung und Lüftungsanlagen gründlich modernisiert worden. Ohne Daten keine Taten Am Anfang der Maßnahme stand eine aufwendige Feinanalyse der technischenergetischen Gegebenheiten durch erfahrene Ingenieure. Auf Basis der Ergebnisse erfolgte die Planung aller sinnvollen Sanierungsmaßnahmen und die Installation eines Energiemanagements mit umfassenden Gas- und Wärmemesseinrichtungen. Günstige Finanzierung maßgeblich Für die Finanzierung der Investitionen in unsere Infrastruktur hat uns die Bank für Kirche und Diakonie einen extrem günstigen Förderkredit (0,76 % p.a.) der NRW Bank vermittelt, der maßgeblich zur positiven ökonomischen Bilanz des Vorhabens beigetragen hat, freut sich Geschäftsführer Reinhard Tennert, viele andere Banken bieten so etwas nach unserer Erfahrung gar nicht an. Einsparung mit Garantie Im Mai 2014 geht es richtig los. Denn ab dann fließen Euro pro Monat zusätzlich auf das Konto des Klinikums. Diese bleiben durch die energetische Optimierung nach Abzug aller Kosten für die Finanzierung des gesamten Maßnahmenpakets über. Und der Clou: Diesen Betrag garantiert Siemens und steht damit für den Erfolg des Systems gerade. 1 Bild oben links: Nicht nur das Blockheizkraftwerk ist neu, auch Heizzentrale, Wasseraufbereitung und Lüftungsanlagen sind nun auf dem neuesten Stand. Bild oben rechts: Auf Station 24 trafen wir Patientin Doris Pieckert, die sich von Schwester Sabine Dietze sichtlich gut betreut fühlt. Bild unten: Das neue Blockheizkraftwerk ist das Herzstück der umfangreichen energetischen Sanierungsmaßnahmen. 20 Geschäftsbericht 2013

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