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1 Investieren Sie in Zukunft! Der Strom kommt aus der Steckdose. Tee und Kaffee fürs Büro werden im Supermarkt um die Ecke gekauft. Und der Büroversand liefert seit Jahren das gleiche Kopierpapier. Aber: In der Beschaffung steckt mehr drin! Wer einkauft, entscheidet! Mit dem Kaufverhalten in unseren Gemeinden und Einrichtungen können wir dazu beitragen, unsere (Um-)Welt zu verbessern. Wir können mitbestimmen, Entscheidungen beeinflussen, Zukunft ermöglichen. Denn es ist ein Unterschied, ob wir grünen Strom oder normalen Strom, Recyclingpapier oder normales Papier, ökofairen Tee oder konventionellen Tee kaufen. Mit jedem Euro, den wir ausgeben, entscheiden wir mit, wie unsere Welt aussieht: ob weitere Kohlekraftwerke entstehen oder Windräder, ob Wälder abgeholzt oder erhalten werden, ob in Entwicklungsländern Schulen gebaut werden oder nicht. Entscheiden Sie mit! Machen Sie mit bei dem Projekt Zukunft einkaufen. Richten Sie die Beschaffung in Ihrer Kirchengemeinde oder in Ihrer kirchlichen Einrichtung nach den Herausforderungen der Zukunft aus! Solange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. (Gen 8, 22) Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde. (Gen. 9, 12 13)

2 Was kostet die Welt? Zukunft kann man einkaufen. Glaubwürdiges Handeln kostet weniger, als viele denken. Verantwortung übernehmen Glaube und glaubwürdiges Handeln lassen sich nicht trennen. Im Projekt Zukunft einkaufen übernehmen kirchliche Einrichtungen und Kirchengemeinden gemeinsam Schöpfungsverantwortung. Der ökofaire Einkauf wird so auch für den privaten Konsum zum Vorbild. Ökofair einkaufen Die Katholische und die Evangelische Kirche in Deutschland beschäftigen ca. 1,7 Mio. hauptund ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bewirtschaften tausende Gebäude und führen zahlreiche Veranstaltungen durch Wenn kirchliche Verbraucher in großem Maße ökofaire Produkte und Dienstleistungen einkaufen, beeinflussen sie mit ihrer Nachfragemacht das Angebot und entlasten nachhaltig die Umwelt. Verbrauch senken Kirchen müssen haushalten. Knappe Finanzmittel werden oft zum Hindernis für ökofaire Beschaffung. Deshalb heißt die Strategie: Weniger verbrauchen und gleichzeitig besser d. h. umwelt- und sozialverträglich einkaufen. Mit Sparsamkeit und Effizienz kann z. B. der Verbrauch von Energie und Wasser um bis zu 30 % reduziert werden. Das schafft Spielraum für bessere Produkte, z. B. mit längerer Lebensdauer und geringeren Betriebskosten. Ökofaire Beschaffung muss nicht teuer sein

3 Zukunft einkaufen mit System das Projekt Aller Anfang ist schwer. Aber Schritt für Schritt geht es ganz leicht. Schritt 1: Fragen stellen Alle beteiligten Testregionen analysieren mit Checklisten ihre Beschaffung. Die Ergebnisse der Auswertung sind die Grundlage für eine erfolgreiche Umstellung. Schritt 2: Umstellen Alte Strukturen und lieb gewonnene Gewohnheiten kommen auf den Prüfstand. Schwachstellen werden entdeckt, verbesserte Beschaffungsstandards entwickelt, neue Produkte ausgewählt und ausprobiert. Kirchengemeinden und Einrichtungen stellen ihr Einkaufsverhalten um. Schritt 3: Mitmachen Nur gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kirchenmitgliedern sowie Gästen kann ökofaire Beschaffung gelingen. Nehmen auch Sie mit Ihren Ideen und Erfahrungen teil am kontinuierlichen Verbesserungsprozess! Helfen Sie mit, Zukunft einzukaufen! Schritt 4: Weitersagen Das, was erreicht wird, soll nicht im Verborgenen bleiben. Die Ergebnisse unserer Testregionen werden in der Evangelischen und Katholischen Kirche verbreitet. Weitere interessierte Kirchengemeinden und Einrichtungen können von den Erfahrungen profitieren. In den Kirchen wird eine deutschlandweite Kampagne zum ökofairen Konsum mit vielen Aktionen gestartet.

4 Jeder Verbraucher ein Fairbraucher! Jeder kann etwas zum Guten verändern! Viele können viel bewirken. Kaffee und Tee Wenn nur 1 % aller katholischen und evangelischen Christen biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee oder Tee trinken würde dann wären das jährlich ca. 6 Mio. kg Kaffee bzw. 1,2 Mio. kg Tee. Die Umwelt würde z. B. von Pestiziden entlastet und die Erzeuger erhielten einen gerechten Lohn. Wir wollen aber mehr als 1 % Kaffee- und TeetrinkerInnen erreichen! Recyclingpapier Wenn in deutschen Büros der Anteil an Recyclingpapier von derzeit 20 % auf 50 % steigen würde, würde weltweit jedes Jahr ein Naturraum von der Fläche des halben Bodensees nicht zerstört, die Abwassermenge einer Stadt mit Einwohnern vermieden und dem Klima bliebe eine Treibhausgasmenge erspart, die eine Kleinstadt mit Einwohnern produziert. Ein 500-Blatt-Paket Recyclingpapier spart verglichen mit Frischfaserpapier die Menge an Energie, mit der eine 20-Watt-Energiesparlampe 220 Stunden lang brennen könnte. Auto fahren Würde bei den kirchlichen Dienstfahrzeugen, die pro Jahr neu angeschafft werden, das sparsamste Modell gewählt, könnten bei effizienter Fahrweise rund 30 % des Kraftstoffs eingespart werden. Das Ergebnis: t weniger CO2 und 42 Mio. Euro weniger Treibstoffkosten pro Jahr!

5 Zukunft einkaufen hier fängt es an Diese Testregionen und Einrichtungen machen mit! Die Testregionen in Deutschland Bremen Eichstätt Köln Moers Münster Osnabrück Recklinghausen Stuttgart Trier Unna Evangelisch Katholisch Teilnehmende Einrichtungen / Kooperationspartner Bank für Kirche und Diakonie Brot für die Welt Deutscher Ev. Kirchentag EED Evangelischer Entwicklungsdienst Ev. Akademie Bad Boll WGKD Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland

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