Rechtsgrundlagen und Geltungsbereich. Ziel, Art und Umfang der Zwischenprüfung

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1 Ordnung für die Zwischenprüfung in den Studiengängen Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Griechisch, Italienisch, Latein, Philosophie, Spanisch und Sport mit dem Abschluß Erste Staatsprüfung für das Lehramt Sekundarstufe II und II/I an der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vom 19. Oktober 1998 Aufgrund des 2 Abs. 4, des 90 Abs. 3 Satz 2 und des 91 Abs. 1 des Gesetzes über die Universitäten des Landes Nordrhein-Westfalen (Universitätsgesetz - UG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. August 1993 (GV.NW S. 532), zuletzt geändert durch Gesetz vom (GV.NW S. 213) hat die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die folgende Zwischenprüfungsordnung als Satzung erlassen. Inhaltsverzeichnis 1 Rechtsgrundlagen und Geltungsbereich 2 Ziel, Art und Umfang der Zwischenprüfung 3 Studienvolumen und Leistungsnachweise 4 Zwischenprüfungsausschuß und Zwischenprüfungsbeauftragte 5 Zulassung zur Zwischenprüfung 6 Prüferinnen und Prüfer, Beisitzerinnen und Beisitzer 7 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß 8 Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen 9 Mündliche Prüfung 10 Klausur 11 Schriftliche Hausarbeit 12 Bewertung der Prüfungsleistungen 13 Wiederholung der Zwischenprüfung 14 Zwischenprüfungsbescheid und Zwischenprüfungszeugnis 15 Übergangsbestimmungen 16 Inkrafttreten und Veröffentlichung

2 1 Rechtsgrundlagen und Geltungsbereich Die Zwischenprüfungsordnung regelt auf der Grundlage des Gesetzes über die Ausbildung für Lehrämter an öffentlichen Schulen (Lehrerausbildungsgesetz - LABG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Juni 1989 (GV.NW S. 421), geändert durch das Gesetz vom 3. Mai 1994 (GV.NW S.220) und der Ordnung der ersten Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen (Lehramtsprüfungsordnung - LPO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. November 1996 (GV.NW S. 524) die Zwischenprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Griechisch, Italienisch, Latein, Philosophie, Spanisch und Sport für die Lehrämter Sek. II und II/I an der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 2 Ziel, Art und Umfang der Zwischenprüfung (1) Die Zwischenprüfung ist von allen Studierenden, die in einem oder mehreren Fächern an der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit dem Ziel der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt immatrikuliert sind, in jedem der Fächer abzulegen. Studierende, die eine Erweiterungsprüfung zur Ersten Staatsprüfung gemäß 29 LPO ablegen wollen, brauchen den Nachweis einer bestandenen Zwischenprüfung für die Zulassung zur Erweiterungsprüfung nicht zu führen. (2) Durch die Zwischenprüfung soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, das Studium des Faches erfolgreich fortzusetzen. Die Zwischenprüfung bezieht sich auf grundlegende Inhalte des Grundstudiums. (3) Die Zwischenprüfung besteht in allen Fächern außer Deutsch, Englisch und Sport aus einer Klausur oder einer mündlichen Prüfung nach Maßgabe der in der Anlage 1 zu dieser Zwischenprüfungsordnung getroffenen Regelungen des jeweiligen Faches. Im Fach Deutsch besteht die Zwischenprüfung aus einer schriftlichen Hausarbeit von ca. 15 Seiten Umfang. Im Fach Englisch besteht die Zwischenprüfung aus zwei studienbegleitenden Prüfungen im Bereich Sprachpraxis (D) und einer Fachprüfung für die Bereiche Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und Fachdidaktik (A, B, C). Die studienbegleitenden Teilprüfungen im Bereich Sprachpraxis (D) sind Phonetik (Klausur von 90 Minuten) und Sprachkompetenz (Klausur von 90 Minuten, mündliche Prüfung von 20 Minuten). Die Fachprüfung besteht aus einer mündlichen Prüfung von mindestens 35 und höchstens 45 Minuten und bezieht sich auf das fachwissenschaftliche Grundlagen- und Orientierungswissen des Grundstudiums. Im Fach Sport besteht die Zwischenprüfung aus drei studienbegleitenden Klausuren zu Vorlesungen.

3 (4) Machen Kandidatinnen oder Kandidaten durch ein ärztliches Attest glaubhaft, daß sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage sind, die Prüfung in der vorgesehenen Form abzulegen, können die Zwischenprüfungsbeauftragten gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. 3 Studienvolumen und Leistungsnachweise (1) Der nachzuweisende Umfang des Studiums beträgt etwa 150 Semesterwochenstunden (SWS). Davon fallen etwa je 60 SWS auf das 1. und das 2. Fach und 30 SWS auf das erziehungswissenschaftliche Begleitstudium. Etwa 80 SWS sind für das Grund- und etwa 70 SWS für das Hauptstudium vorgesehen. D.h. es sind etwa 32 SWS pro Fach und 16 SWS in Erziehungswissenschaft im Grundstudium zu belegen. (2) In Fächerverbindungen mit Kunst, Musik und Sport erhöht sich die Gesamtanzahl der SWS je studiertem Fach um vier SWS. (3) Zahl, Art und Umfang der im Grundstudium zu erwerbenden Leistungsnachweise in den einzelnen Fächern sind in der Anlage 2 zu dieser Zwischenprüfungsordnung festgelegt. (4) Die von der Lehramtsprüfungsordnung vorgesehenen Fremdsprachenkenntnisse sind bis zum Beginn des Hauptstudiums zu erwerben und nachzuweisen. Die Aushändigung des Zeugnisses über die bestandene Zwischenprüfung setzt den Nachweis dieser Fremdsprachenkenntnisse voraus. (5) Bis zum Beginn des Hauptstudiums sollen die Studierenden mit den grundlegenden Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologien vertraut sein. 4 Zwischenprüfungsausschuß und Zwischenprüfungsbeauftragte (1) Für die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben bildet die Philosophische Fakultät einen Zwischenprüfungsausschuß. (2) Der Zwischenprüfungsausschuß besteht aus zwei Professorinnen oder Professoren, einem Mitglied aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einem Mitglied aus der Gruppe der Studierenden, das die Zwischenprüfung bestanden haben muß. Eine oder einer der beiden Professorinnen oder Professoren übernimmt den Vorsitz. Für alle Mitglieder wird eine Stellvertreterin oder ein Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit des

4 studentischen Mitglieds beträgt ein Jahr, die der übrigen Mitglieder vier Jahre. Wiederwahl ist zulässig. (3) Der Zwischenprüfungsausschuß achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden, kann Einzelheiten des Prüfungsverfahrens festlegen, sorgt für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen und entscheidet in Zweifelsfällen über die Auslegung der Prüfungsordnung. Er ist insbesondere zuständig für die Entscheidung über Widersprüche gegen in Prüfungsverfahren getroffene Entscheidungen. Alle Regelfälle erledigt die bzw. der Zwischenprüfungsausschußvorsitzende. (4) Der Zwischenprüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn neben der oder dem Vorsitzenden zwei weitere stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit einfacher Mehrheit. Sollte bei Entscheidungen eine Patt-Situation entstehen, so ist die Stimme der oder des Vorsitzenden ausschlaggebend. Die studentischen Mitglieder des Zwischenprüfungsausschusses wirken bei pädagogisch-wissenschaftlichen Entscheidungen, insbesondere bei der Beurteilung, Anerkennung oder Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen, der Festlegung von Prüfungsaufgaben und der Bestellung von Prüferinnen und Prüfern und Beisitzerinnen und Beisitzern nicht mit. (5) Die Mitglieder des Zwischenprüfungsausschusses haben das Recht, Zwischenprüfungen beizuwohnen. (6) Die Sitzungen des Zwischenprüfungsausschusses sind nicht öffentlich. Die Mitglieder des Ausschusses, die Prüferinnen und Prüfer, Beisitzerinnen und Beisitzer unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die oder den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten. (7) Auf Vorschlag des jeweiligen Fachs bestellt die Fakultät für jeden Lehramts- Studiengang eine Zwischenprüfungsbeauftragte oder einen Zwischenprüfungsbeauftragten aus dem Kreis der hauptamtlich Lehrenden. 5 Zulassung zur Zwischenprüfung (1) Zur Zwischenprüfung kann nur zugelassen werden, wer 1. an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in dem betreffenden Fach des Lehramtsstudiengangs eingeschrieben ist oder gemäß 70 Abs. 2 UG als Zweithörerin oder Zweithörer zugelassen ist,

5 2. an den Lehrveranstaltungen des Grundstudiums nach Maßgabe der Studienordnungen teilgenommen und dabei die in dem Fach erforderlichen Studienleistungen erbracht hat. (2) Der Antrag auf Zulassung wird für das betreffende Fach spätestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin schriftlich bei der oder dem Zwischenprüfungsbeauftragten des Faches gestellt. Dem Antrag ist beizufügen 1. das Zeugnis der Hochschulreife, 2. ein Nachweis über das Vorliegen der in Absatz 1 genannten Voraussetzungen, 3. eine Erklärung darüber, ob die Kandidatin oder der Kandidat bereits eine Zwischenprüfung in dem jeweiligen Fach an einer wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes nicht bestanden hat oder ob sie bzw. er sich in dem gleichen Fach in einem schwebendem Prüfungsverfahren befindet, 4. eine Aufstellung der besuchten Lehrveranstaltungen, 5. die nach Anhang 2 zu dieser Zwischenprüfungsordnung erforderlichen Leistungsnachweise. (3) In Abweichung von Absatz 2 Nummern 4 und 5 kann ein Teil der Nachweise über Studienleistungen noch nach der Zulassung zur Zwischenprüfung - bis drei Tage vor Beginn der Prüfung - vorgelegt werden. Einer der in Anhang 2 aufgeführten Leistungsnachweise kann nachträglich erbracht werden. In diesem Fall wird das Zeugnis erst nach Erbringung aller für das Grundstudium notwendigen Studien- und Prüfungsleistungen ausgehändigt. (4) Über die Zulassung entscheidet die oder der Zwischenprüfungsbeauftragte des Faches. Die Entscheidung ist schriftlich mitzuteilen. Ein ablehnender Zulassungsbescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. (5) Der Antrag auf Zulassung kann nur abgelehnt werden, wenn 1. die in Absatz 1 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind oder 2. die Unterlagen nach Absatz 2 unvollständig sind und nicht nach Absatz 3 nachgereicht werden können, 3. die Kandidatin oder der Kandidat eine entsprechende Prüfung in dem Fach an einer wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden hat. (6) Die Zwischenprüfung wird in der Regel im vierten Semester abgelegt. (7) Die Prüfung kann früher abgelegt werden, sofern die für die Zulassung erforderlichen Leistungen nachgewiesen sind.

6 6 Prüferinnen und Prüfer, Beisitzerinnen und Beisitzer (1) Die Prüferinnen und Prüfer sind in ihrer Prüfungstätigkeit unabhängig. (2) Die Kandidatinnen und Kandidaten können für die Zwischenprüfungen eine oder mehrere Prüferinnen und Prüfer vorschlagen. Auf die Vorschläge soll unter Berücksichtigung von Absatz 3 Rücksicht genommen werden. (3) Zur Abnahme der Lehramtszwischenprüfung sind alle hauptamtlich Lehrenden, die in dem betreffenden Fach ihre Lehre erbringen, befugt. Auf Antrag können gemäß 92 UG auch andere Lehrende zu Prüferinnen und Prüfern bestellt werden, sofern sie selbst mindestens das 1. Staatsexamen oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt haben. Beisitzerin oder Beisitzer kann werden, wer ein Studium absolviert hat und sachkundig ist. (4) Die Zwischenprüfungsbeauftragten der Fächer bestellen die Prüferin oder den Prüfer und die Beisitzerin oder den Beisitzer. 7 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß (1) Die Kandidatin oder der Kandidat kann sich bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Prüfungstermin von einer Klausur oder mündlichen Prüfung abmelden. (2) Wenn die Kandidatin oder der Kandidat nach dieser Frist von der Prüfung zurücktritt oder nicht zum Prüfungstermin erscheint oder eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbringt, müssen triftige Gründe geltend gemacht werden. Sonst gilt die Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. (3) Die im Falle von Absatz 2 geltend gemachten Gründe müssen bei Zwischenprüfungen den Zwischenprüfungsbeauftragten unverzüglich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit muß die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden. Wenn die Gründe anerkannt werden, wird dies schriftlich mitgeteilt und ein neuer Termin festgesetzt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen. (4) Versuchen Kandidatinnen oder Kandidaten, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Wer als Kandidatin oder Kandidat den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von den jeweiligen Prüfenden oder Aufsichtführenden nach Abmahnung von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden. In diesem Fall gilt die betreffende

7 Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Die Gründe für den Ausschluß sind aktenkundig zu machen. Wer von der weiteren Erbringung einer Prüfungsleistung ausgeschlossen wird, kann verlangen, daß diese Entscheidung vom Zwischenprüfungsausschuß überprüft wird. Dies gilt entsprechend bei der Feststellung einer Täuschung im Sinne von Satz 1. (5) Belastende Entscheidungen des Ausschusses sind unverzüglich schriftlich mitzuteilen und zu begründen. Vor der Entscheidung ist der Kandidatin oder dem Kandidaten Gelegenheit zum rechtlichen Gehör zu geben. 8 Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen (1) Studienzeiten in denselben Lehramts-Studiengängen, ebenso Bescheinigungen über ein in diesen Studiengängen abgeschlossenes Grundstudium, Zwischenprüfungen sowie einzelne Prüfungsleistungen, die der Kandidat oder die Kandidatin an anderen wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes bestanden hat, werden von Amts wegen angerechnet. (2) Studienzeiten im Grundstudium eines Magister- oder Diplomstudiengangs in einem der in 1 genannten Fächer, ebenso Bescheinigungen über ein in diesem Studiengang abgeschlossenes Grundstudium, Zwischenprüfungen sowie einzelne Prüfungsleistungen, die der Kandidat oder die Kandidatin an einer wissenschaftliche Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes bestanden hat, werden von Amts wegen angerechnet. (3) Studienzeiten in einem Studiengang, ebenso Bescheinigungen über ein in diesem Studiengang abgeschlossenes Grundstudium, Zwischenprüfungen sowie einzelne Prüfungsleistungen, die der Kandidat oder die Kandidatin in anderen als den in 1 genannten Fächern an einer wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes bestanden hat, werden angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. (4) Studienzeiten in einem Studiengang, ebenso Bescheinigungen über ein in diesem Studiengang abgeschlossenes Grundstudium, Zwischenprüfungen sowie einzelne Prüfungsleistungen, die der Kandidat oder die Kandidatin an anderen als an wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes bestanden hat, werden angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. (5) Studienzeiten in einem Studiengang, ebenso Bescheinigungen über ein in diesem Studiengang abgeschlossenes Grundstudium, Zwischenprüfungen sowie einzelne Prüfungsleistungen, die der Kandidat oder die Kandidatin an einer wissenschaftlichen

8 Hochschule außerhalb des Geltungsbereichs des Hochschulrahmengesetzes bestanden hat, werden auf Antrag anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. (6) Anstelle der Zwischenprüfung können in begründeten Ausnahmefällen andere Prüfungsleistungen angerechnet werden, soweit die Gleichwertigkeit nachgewiesen ist. (7) Über Anrechnungen entscheidet der Zwischenprüfungsausschuß. Vor Feststellung über die Gleichwertigkeit sind die zuständigen Fachvertreterinnen oder Fachvertreter zu hören. (8) Für die Gleichwertigkeit von an ausländischen Hochschulen erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen maßgebend. Soweit im Grundstudium Äquivalenzvereinbarungen nicht vorliegen, entscheidet der Prüfungsausschuß über die Gleichwertigkeit. Im übrigen kann bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. 9 Mündliche Prüfung (1) Die mündliche Prüfung wird als Einzelprüfung vor einer Prüferin oder einem Prüfer in Gegenwart einer Beisitzerin oder eines Beisitzers abgelegt. Mündliche Prüfungen werden in der Regel in deutscher Sprache abgehalten. Andere Regelungen können in den Studienordnungen der Fächer festgelegt werden. Die Dauer der Prüfung ist im Anhang 1 festgelegt. (2) In der Regel führt die Beisitzerin oder der Beisitzer das Protokoll. In dem Protokoll werden die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der Prüfung festgehalten. Vor der Festsetzung der Note nach 12 hört die Prüferin oder der Prüfer die Beisitzerin oder den Beisitzer. Das Ergebnis der Prüfung wird unmittelbar im Anschluß an die Prüfung bekanntgegeben. (3) Studierende aus demselben Studiengang können nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse als Zuhörende zugelassen werden, sofern die Kandidatin oder der Kandidat dem nicht widerspricht. Die Zulassung der Zuhörenden erstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.

9 10 Klausur (1) Klausuren werden in der Regel in deutscher Sprache geschrieben. Andere Regelungen können in den Studienordnungen der Fächer festgelegt werden. Die Dauer der Klausur ist im Anhang 1 festgelegt. (2) Klausurarbeiten werden von zwei Prüferinnen und Prüfern unabhängig voneinander nach Maßgabe des 12 benotet. Hiervon kann nur aus zwingenden Gründen abgewichen werden; die Gründe sind aktenkundig zu machen. Bei nicht übereinstimmender Benotung wird nach 12 verfahren. (3) Die Bewertung der Klausur ist den Studierenden innerhalb von sechs Wochen mitzuteilen. 11 Schriftliche Hausarbeit (1) Die Bearbeitungszeit für eine schriftliche Hausarbeit als Zwischenprüfung im Fach Deutsch beträgt vier Wochen. Die Frist beginnt mit der Mitteilung des Themas. (2) Die Hausarbeit wird von zwei Prüferinnen und Prüfern unabhängig voneinander nach Maßgabe des 12 benotet. Hiervon kann nur aus zwingenden Gründen abgewichen werden; die Gründe sind aktenkundig zu machen. Bei nicht übereinstimmender Benotung wird nach 12 verfahren. (3) Die Bewertung der Hausarbeit ist den Studierenden innerhalb von sechs Wochen mitzuteilen. 12 Bewertung der Prüfungsleistungen (1) Für die Bewertung der Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden: 1 = sehr gut für eine hervorragende Leistung; 2 = gut für eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;

10 3 = befriedigend für eine Leistung, die den durchschnittlichen Anforderungen entspricht; 4 = ausreichend für eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt; 5 = nicht ausreichend für eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt. Durch Erniedrigen oder Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 können zur differenzierten Bewertung Zwischenwerte gebildet werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen. (2) Bei Klausuren und schriftlichen Hausarbeiten errechnet sich die Note als der Durchschnitt der Noten der beiden Gutachten. (3) Die Note der Zwischenprüfung wird bei mehreren Prüfungsleistungen aus dem arithmetischen Mittel der Einzelnoten gebildet. Sie wird im Zeugnis zu einer glatten Endnote gerundet. Sie lautet: bis 1,5 = sehr gut über 1,5 bis 2,5 = gut über 2,5 bis 3,5 = befriedigend über 3,5 bis 4,0 = ausreichend über 4,0 = nicht ausreichend (5) Die Zwischenprüfung ist bestanden, wenn die Note mindestens "ausreichend" (4,0) ist. 13 Wiederholung der Zwischenprüfung Die Zwischenprüfung kann in einem Fach, in dem die gemäß 12 gebildete Note "nicht ausreichend" lautet, zweimal wiederholt werden. 14 Zwischenprüfungsbescheid und Zwischenprüfungszeugnis (1) Wenn die Zwischenprüfung bestanden ist, alle erforderlichen Studienleistungen des Grundstudiums erbracht und die nach der LPO geforderten Sprachkenntnisse nachgewiesen sind, wird ein Zeugnis ausgestellt, das den Studiengang und die Endnote enthält. Das Zeugnis wird von der oder dem Zwischenprüfungsbeauftragten unterzeichnet. Es trägt das

11 Ausstellungsdatum und als Datum des Bestehens der Zwischenprüfung das Datum des Tages, an dem die letzte erforderliche Leistung erbracht wurde. Das Zwischenprüfungszeugnis gilt als Nachweis über den Abschluß des Grundstudiums. (2) Wenn die Zwischenprüfung bestanden ist, aber noch nicht alle erforderlichen Leistungen erbracht sind, wird innerhalb von vier Wochen ein schriftlicher Bescheid über die bestandene Zwischenprüfung mit der Angabe der noch zu erbringenden Leistungsnachweise ausgestellt. (3) Wenn die Zwischenprüfung nicht bestanden ist, erteilen die Zwischenprüfungsbeauftragten den Kandidatinnen und Kandidaten hierüber einen schriftlichen Bescheid, der auch darüber Auskunft gibt, ob die Prüfung endgültig nicht bestanden ist. (4) Der Bescheid über die nicht bestandene Zwischenprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. (5) Zuständig für Widersprüche ist der Lehramtszwischenprüfungsausschuß. 15 Übergangsbestimmungen Diese Zwischenprüfungsordnung findet auf alle Studierende Anwendung, die im Sommersemester 1998 oder später das Studium für ein Lehramt aufgenommen haben. Studierende, die vor dem Sommersemester 1998 das Studium eines Lehramts begonnen haben, müssen in jedem der Fächer und in Erziehungswissenschaft den erfolgreichen Abschluß des Grundstudiums nachweisen, es sei denn, daß sie die Anwendung dieser Zwischenprüfungsordnung schriftlich beantragen. 16 Inkrafttreten und Veröffentlichung Diese Zwischenprüfungsordnung tritt mit Wirkung vom in Kraft. Sie wird im Gemeinsamen Amtsblatt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht und in den Amtlichen Bekanntmachungen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bekanntgemacht.

12 Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fakultätsrats der Philosophischen Fakultät vom und und des Senats der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vom sowie der Genehmigung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen vom /7-6 Nr. 313/98- Düsseldorf, den 19. Oktober 1998 Der Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Prof. Dr. DLitt h.c. Gert Kaiser

13 Anhang 1: Art, Dauer und Gegenstände der Zwischenprüfung Unterrichtsfach Art Dauer/Umfang Gegenstände Deutsch schriftl. Hausarbeit ca. 15 Seiten zu einem thematischen Proseminar Englisch 2 studienbegleitende Klausuren 1 studienbegleitende mündl. Prüfung 1 mündl. Prüfung je 90 Min. 20 Min Min. Phonetik, Sprachkompetenz Sprachkompetenz Fachwiss. Grundlagen- und Orientierungswissen des Grundstudiums Französisch Klausur 4 Std. Übersetzung französisch-dt. u. dt.-frz., Grundwissen der frz. Literatur- und Sprachwissenschaft Geschichte mündl. Prüfung Min. Vorlesung des Grundstudiums nach Wahl Griechisch Klausur 4 Std. Übersetzung dt.- griechisch u. gr.- dt.

14 Italienisch Klausur 4 Std. Übersetzung italienisch-dt. u. dt.- ital., Grundwissen der ital. Literatur- und Sprachwissenscha ft Latein Klausur 4 Std. Übersetzung dt.- lateinisch u. lat.-dt. Philosophie mündl. Prüfung 30 Min. Thema aus dem Grundstudium nach Wahl Spanisch Klausur 4 Std. Übersetzung spanisch-dt. u. dt.- span., Grundwissen der hispan. Literaturund Sprachwissenschaft Sport 3 studienbegleitende Klausuren je 90 Min zu Vorlesungen des Grundstudiums

15 Anhang 2: Für die Zulassung zur Zwischenprüfung erforderliche Leistungsnachweise Unterrichtsfach Zahl Erbringungsform Gegenstand Deutsch 3 Hausarbeit, Klausur usw., mindestens einer als schriftliche Hausarbeit Englisch 3 Mindestens zwei durch schriftliche Hausarbeit, eine durch Klausur oder mündliche Prüfung Französisch 3 Klausur oder schriftl. Hausarbeit Geschichte 3 Klausur, mündliche Prüfung oder schriftliche Hausarbeit Griechisch 3 Hausarbeit, Klausur Italienisch 3 Klausur oder schriftl. Hausarbeit Latein 3 Hausarbeit, Klausur Grundseminare je ein Proseminar Sprachwiss./Lit. Wiss/Fachdidaktik je ein Proseminar mit Hausarbeit in Sprachwiss. und Literaturwiss./ Verstehen- Ausdruck mit Klausur zwei Proseminare mit Hausarbeit/ ein Kolloquium 2 thematische Proseminare, Lektürekurs je ein Proseminar mit Hausarbeit in Sprachwiss. und Literaturwiss./ Verstehen- Ausdruck mit Klausur 2 thematische Proseminare, Lektürekurs

16 Philosophie 3 Hausarbeit, mündl. Vortrag, mündl. Prüfung Spanisch 3 Klausur oder schriftl. Hausarbeit Logik, 2 weitere Proseminare je ein Proseminar mit Hausarbeit in Sprachwiss. und Literaturwiss./ Verstehen- Ausdruck mit Klausur Sport keine - - Im Unterrichtsfach Sport ist Voraussetzung für die Zulassung zur Zwischenprüfung der Nachweis über die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen gemäß 10 Abs. 2 der Studienordnung Sport

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