Versorgung/Entsorgung (http://www.energieinstitut.at/?sid=3069)

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1 Versorgung/Entsorgung (http://www.energieinstitut.at/?sid=3069) Abwärmenutzung Effizientes Arbeiten Kosten sparen! In Langenegg wird durch Abwärme eine Werkstätte inklusive Ausstellungshalle beheizt! Die e5-gemeinde Langenegg sah schon im Jahr 2000 das Potential einer Abwärmenutzung in der Firma Höckle. Nach längeren Machbarkeitsüberlegungen und Verhandlungen, wird nun seit 2003 das neugebaute Gebäude eines Kfz-Betriebs mit der überschüssigen Wärme beheizt. Beharrlichkeit führt zum Ziel! Wärme im Überschuss Durch die Kühltürme der Firma Höckle in Langenegg wurden im Jahr 2000 noch 160 kw Leistung vernichtet. Dem e5-team der Gemeinde Langenegg war bewusst, dass dieses Abwärmepotential, das nach dem Produktionsprozess übrig bleibt, nicht ungenutzt bleiben durfte und suchte nach passenden Ideen es effizient zu nutzen. Projektierung In Untersuchungen wurde festgestellt, dass nur ein direkt gegenüberliegendes Objekt mit einer Auslegung für eine Niedertemperaturheizung (max. 50 C) beheizt werden könnte. Im Jahr 2003 wurde dann ein gegenüberliegendes gemeindeeigenes Grundstück an einen ortsansässigen Kfz-Betrieb, mit Hinweis der Abwärmenutzung, veräußert. Die Kontakte und Verhandlungen über die Abwärmenutzung fanden jeweils nach Vorbereitung und im Beisein des Energiebeauftragten der e5-gemeinde Langenegg statt. Umsetzung Als mit den Bauarbeiten des Kfz-Betriebes begonnen wurde, wurden die Verbindungsleitungen gleich mit eingebaut. Die neugebaute Werkstätte mit Ausstellungshalle hat eine Heizlast von ca. 35kW. Die gesamte Fläche (Werkstatt, Ausstellung, Lager und Aufenthaltsräume) wird über eine Fußbodenheizung erwärmt. Ein zweites Heizsystem ist nicht vorhanden. Dadurch können jährlich ca Liter Heizöl eingespart werden. Wir haben eine "Win-Win- Situation" zwischen zwei Unternehmen geschaffen: der Eine nutzt die Wärme, die der Andere sonst teuer über eine Kühlung vernichtet hätte! Wenn das nicht effizient ist! Mario Nußbaumer e5-energiekoordinator und Energiebeauftragter der Gemeinde Langenegg e5-gemeinde Langenegg, Auto Nußbaumer GmbH, Firma Höckle, Energieinstitut Vorarlberg: e5-gemeindebetreuung

2 Biomasse-Nahwärme Biomasse-Nahwärme Götzis Die e5-gemeinde Götzis errichtete die größte Biomasse Nahwärmeanlage des Vorarlberger Rheintals. Durch die Nutzung heimischer Biomasse im größten Biomassewerk des Vorarlberger Rheintals werden kommunale Gebäude, Firmen und private Wohngebäude mit Wärme sowie Warmwasser versorgt und dadurch 2,9 Millionen Kilogramm CO2 eingespart. Gelungene Umsetzung Das realisierte Biomassenahwärmewerk mit einer Kesselleistung von kw besticht durch ein 8 km langes Nahwärmenetz mit ca. 170 angeschlossenen Objekten, wodurch der Anteil der erneuerbaren Energieträger in der Gemeinde verdoppelt wurde und im Einzugsgebiet jährlich rund l Heizöl eingespart werden. Neuester Stand der Technik Außerdem wurden keine Kosten gescheut, um durch eine, zwar kostenintensive, aber hoch effiziente Abgasreinigung die Umweltverträglichkeit der Anlage zu garantieren. Begleitend wurde die Öffentlichkeit regelmäßig informiert und durch die Beschaffung sowie Verarbeitung der Rohstoffe Arbeitsplätze und damit die Wertschöpfung in der Region gesichert. Marktgemeinde Götzis, Dorfmontage KG, Wilhelm+Mayer, IP/ZM3 Ambitionierte Ziele Die e5-gemeinde Götzis entschied sich im Jahr 2006 für den Bau eines Biomassenahwärmenetzes um ihre Versorgungssicherheit und einen höchstmöglichen Einsatz erneuerbarer Energien zu garantieren, sowie die Wertschöpfung durch Nutzung lokaler Rohstoffe in der Region zu halten. Der große Erfolg wurde durch das außerordentliche Engagement und die gute Zusammenarbeit der Marktgemeinde und den beteiligten Privatfirmen möglich! Nähere Informationen finden Sie unter: Michael Stabodin e5-energiekoordinator, Götzis

3 Biowärme Frastanz Energiefabrik an der Samina Biowärme als einen weiteren Schritt in der Verwirklichung eines energiebewussten, umweltfreundlichen und lebenswerten Frastanz. Dutzende Hauskamine werden durch die neue zentrale Nahwärmeversorgung modern und umweltfreundlich ersetzt. Schadstoffe, die bei der Verbrennung des Hackgutes im Biowärmewerk entstehen, werden durch modernste Elektrofiltertechnik gereinigt. heimische Ressourcen zu sichern. Als weiteren Anreiz für die Bevölkerung wurde der Anschluss ans Nahwärmenetz mit 500 durch die Gemeinde gefördert. In Etappen ans Ziel In der ersten Phase wurden neben Gemeindegebäuden, Gebäuden der Pfarre Frastanz und der E-Werke, Wohnanlagen und einigen privaten Haushalten auch Gewerbebetriebe an die Biomasseanlage angeschlossen. Die Anlage mit einer installierten Kesselleitung von KW wurde im Herbst erfolgreich in Betrieb genommen. In einem weitern Schritt sollen weitere Abnehmer gefunden werden, die sich für die saubere und nachhaltige Wärmeversorgung entscheiden und an die Biowärme Frastanz anschließen. Umweltfreundlich Derzeit wird mit dieser Maßnahme Liter Heizöl eingespart, und diese Zahl wird sich weiter erhöhen, wenn der Endausbau des Biomassenahwärmeheizwerks fertig gestellt ist. Das auch in die Abgasreinigung investiert wurde stand für die e5-gemeinde von Anfang an fest, durch modernste Elektrofilter werden alle durch die Verbrennung entstehenden Gase gefiltert. Marktgemeinde Frastanz, Pfarre Frastanz, E-Werke Frastanz Factbox derzeit angeschlossene Objekte: 31 Leistung: kw jährlicher Hackschnitzelbedarf: ca srm verkaufte Wärmemenge: 3,1 GWh Leitungsnetz: ca. 2,5 km Investitionskosten: 3,1 Mio. Betriebsweise: Sommer & Winter Kooperation Auf die Initiative der e5-gemeinde und der Pfarre Frastanz, wurde im Jahre 2007 zusammen mit den E-Werken Frastanz beschlossen im ausgedienten Samina Areal ein Biomassenahwärmeheizwerk zu errichten und somit die zukünftige Energieversorgung für das Rathaus, das Sozialzentrum, die Volksschule und vielen weiteren Gebäuden mit erneuerbare und "Ein Grundsatz der e5-gemeinden ist die gelebte Nachhaltigkeit im Umgang mit Energie, Mobilität, Wirtschaft und Konsum. In der Nutzung erneuerbarer und heimischer Ressourcen in Kombination mit Energie einsparenden Maßnahmen sehe ich den einzigen gehbaren Weg für eine zukünftige Energieversorgung." Markus Burtscher e5-teamleiter, Frastanz

4 Nenzinger Energieweg Der Nenzinger Energieweg Die e5-gemeinde Nenzing verfolgt konsequent ihr Ziel zur vollständigen Energieversorgung. Gemäß ihrem e5-motto Schonender Umgang mit der Natur und unserem Lebensraum hat sich die e5-gemeinde Nenzing ihre Energieunabhängigkeit zum Ziel gesetzt. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch! übergreifenden Energiekonzept für die gemeindeeigenen Gebäude begonnen. Aufbauend Die ersten Schritte waren die Errichtung des Trinkwasserkraftwerkes Galina und der stetige Ausbau eines Fernwärmenetzes. Die Errichtung des Kraftwerkes Unterstufe Latz im Jahr 2005 stellte einen weiteren Meilenstein in der nunmehr fast zwanzigjährigen Entwicklung dar. Im Verbund mit dem 1988 errichteten Trinkwasserkraftwerk erzeugt die Unterstufe eine jährliche Strommenge, die 75 % des gemeindeeigenen Verbrauches abdeckt. Mit der daraus gewonnenen Öko-Energie lassen sich über eine Wärmepumpe nicht nur die meisten gemeindeeigenen Gebäude mit Wärme versorgen. Auch ein großer Teil der Straßenbeleuchtung kann damit versorgt werden. Konsequent Der Aufbau einer kommunalen Ökostromversorgung, ein ausgewogenes Förderungssystem, die aktive Beratungsstelle mit der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit sowie zahlreiche Maßnahmen im Zuge der e-5 Zertifizierung sind die Basis des Nenzinger Energiewegs. Schon sehr früh wurde mit einem "Unser Ziel im Bereich der gemeindeeigenen Energiewirtschaft ist die weitestgehend eigenständige, sichere und nachhaltige Versorgung unter gleichzeitiger Erhaltung der attraktiven Lebensbedingungen! Richtung 100% Der erzeugte Ökostrom der e5-gemeinde Nenzing ist einerseits wirtschaftlich rentabel, andererseits sind auch die ca Tonnen CO2 -Einsparung die dadurch im Zeitraum 1988 bis 2006 ermöglicht wurden, bemerkenswert! Ziel der Marktgemeinde Nenzing wird auch in Zukunft das Vorantreiben der effizienten Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen sein und dort, wo es ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, weiter auszubauen. Momentane Eigenversorgungsrate von 75% (Stand 2006) Tendenz steigend! Andreas Maitz e5-teamleiter, Nenzing : e5-gemeinde Nenzing, lokale Partner, Energieinstitut Vorarlberg: e5-gemeindebetreuung

5 Trinkwasserkraftwerk Ökostrom aus Trinkwasser Eine einfache und geniale Art Strom zu erzeugen verwirklichte die e5-gemeinde Hörbranz mit ihrem Trinkwasserkraftwerk. In Zukunft versorgt die e5-gemeinde Hörbranz die Bürger nicht nur mit Trinkwasser, sondern produziert damit ganz nebenbei auch noch Ökostrom für 160 Haushalte. Die Idee ist genial: Anstatt die Energie in der Trinkwasserleitung von Eichenberg nach Hörbranz in den Druckentlastungsschächten zu vernichten, wird sie jetzt in einer Peltonturbine in Strom umgewandelt und ins VKW-Netz eingespeist. Das seit Dezember 2004 in Betrieb befindliche Kraftwerk mit einer Generatorleistung von 90 kw und einer jährlichen Stromproduktion von rund kwh liefert etwa so viel Strom wie 160 Haushalte im Jahr benötigen. Rentabilität Aufgrund der guten Einspeisebedingungen durch das Ökostromgesetz können die Mehrkosten der neuen Leitung innerhalb von 13 Jahren mit den Erlösen zurückbezahlt werden. Und dann sollte das Kraftwerk die nächsten 40 Jahre nicht nur weiterhin Strom sondern auch einen finanziellen Beitrag in die Gemeindekassa leisten. Leistung Die Gemeinde Hörbranz hat ihre Trinkwasserversorgung im Zuge einer Generalsanierung im Zeitraum mit einem kleinen Kraftwerk ausgestattet. "Ausgehend von einer passenden Gelegenheit der notwendigen Sanierung konnte das Projekt realisiert werden. Heute ist nicht nur das e5-team stolz auf die Umsetzung, sondern auch die Hörbranzer Bevölkerung!" Ausgezeichnet! Das Projekt wurde 2005 mit dem Austrian Energy Globe in der Kategorie Wasser ausgezeichnet. Auch die e5-gemeinden Nenzing und Feldkirch haben sich für ein Trinkwasserkraftwerk entschieden um die Vorteile für Mensch und Umwelt zu nutzen, hoffentlich folgen diesen Vorreitern noch viele Weitere! Energieinstitut Vorarlberg: e5-gemeindebetreuung, Gemeinde Hörbranz DI Hannes Mühlbacher e5-teamleiter und Initiator, Hörbranz

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