Schritt-für-Schritt-Anleitung

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1 In dieser Dokumentation wird die Vorgehensweise beschrieben, um eine virtuelle Festplatte (engl. Virtual Hard Disk, VHD) unter Windows 7 für einen systemeigenen Start zu erstellen und zu konfigurieren. Die konfigurierte, virtuelle Festplatte kann anschließend für den Start eines Computers mit oder ohne ein bereits installiertes Betriebssystem genutzt werden. In letzterem Fall müssen die dargestellten Schritte von einem Windows-PE-Datenträger unter Windows 7 ausgeführt werden. Inhalt Seite Einsatzmöglichkeiten... 3 Arten von Festplatten... 3 Einschränkungen... 4 Benötigte Hardware und Software... 4 Notwendige (Konfigurations-)Schritte... 5 Autor: Carlo Westbrook / CertPro Limited Version: März 2010 Copyright CertPro Limited. 1

2 Begleitende Dokumentation zur Videodemonstration Autor: Carlo Westbrook / CertPro Limited Version: März 2010 Diese Dokumentation stellt eine begleitende Schritt-für-Schritt-Anleitung zur gleichnamigen Video-Demonstration dar. Sie dient ausschließlich Informationszwecken. Alle darin enthaltenen Darstellungen und Informationen wurden nach bestem Wissen erstellt und mit Sorgfalt getestet. Dennoch sind Fehler nicht ganz auszuschließen. Aus diesem Grund ist das in der vorliegenden Dokumentation enthaltene Material mit keiner Verpflichtung oder Garantie irgendeiner Art verbunden. Der Autor und CertPro Limited übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und werden keine daraus folgende Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Benutzung dieser Dokumentation, der zugehörigen Videodemonstration oder Teilen davon, oder durch Rechtsverletzungen Dritter entsteht. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in dieser Dokumentation und auch der zugehörigen Videodemonstration berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann verwendet werden dürften. Die in diesem Dokument aufgeführten Namen tatsächlicher Firmen und Produkte sind möglicherweise Marken der jeweiligen Eigentümer und werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt. CertPro ist eine eingetragene Marke von Carlo Westbrook. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieses Dokuments darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis für irgend-welche Zwecke vervielfältigt oder in einem Datenempfangssystem gespeichert oder darin eingelesen werden (auch nicht zur Unterrichtsvorbereitung), unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln (elektronisch, mechanisch, durch Fotokopieren, Aufzeichnen, usw.). Copyright CertPro Limited. 2

3 Einsatzmöglichkeit Die in der Demonstration erstellte, startfähige, virtuelle Festplatte unter Windows 7 Ultimate bietet in der Praxis die folgenden Vorteile: Schnelles Bereitstellen von Windows 7 in Testumgebungen. Bereitstellen von Windows 7 für unterschiedliche Startszenarien, ohne das dazu separate Festplattenpartitionen verwendet werden müssen. Bereitstellen von Windows-7-Images, um eine schnellere Bereitstellung wieder verwendbarer Test- und Entwicklungsumgebungen zu ermöglichen. Hinweis: Es lassen sich in der Praxis viele Szenarien für den Einsatz virtueller Datenträger ableiten. Bedenken muss man jedoch unbedingt, dass eine Ausfallsicherheit sich im einfachen Betrieb sich auf Host-Datenträger des Host-Systems beschränkt, auf dem die virtuellen Festplattendateien gespeichert werden. Dies sollte man bei der Planung des Einsatzes virtueller Festplatten unbedingt beachten. Arten von Festplatten Mithilfe der grafischen Datenträgerverwaltung bzw. dem Kommandozeilenbefehl diskpart.exe lassen sich unter Windows 7 und Windows Server 2008 R2 die folgenden Arten von VHD-Dateien erstellen: o Festplatten mit fester Größe Die Datei (VHD-Datei) des virtuellen Datenträgers wird beim Erstellen mit der vorgegebenen Datenträgerkapazität (beispielsweise 20 Gigabyte) auf dem betreffenden Festplattenlauf des Hostsystems in voller Größe angelegt. Diese Art von virtueller Festplatte empfiehlt sich beispielsweise für den Betrieb von produktiven Serversystemen. o Festplatten mit dynamischer Größe Die Datei (VHD-Datei) des virtuellen Datenträgers wird beim Anlegen mit einer minimalen Datenträgerkapazität (in der Regel lediglich ein paar Megabyte) erstellt, wächst jedoch bei der Verwendung bis auf die definierte, maximale Datenträgerkapazität (beispielsweise 20 Gigabyte). Die Verwendung solcher Datenträger empfiehlt sich in Test- und Entwicklungsumgebungen, da sich diese zu Beginn noch kleineren Dateien einfacher kopieren, sichern und auch wieder herstellen lassen, als die Datenträger mit fester Größe. o Differenzierendes Festplattenabbild Eine solche Datei steht grundsätzlich in Abhängigkeit von einem übergeordneten Datenträger. Der Einsatz solcher Datenträger ermöglichte bereits unter Microsoft Virtual PC oder Microsoft Virtual Server 2005 (R2) das schnelle Einrichten von Serverund Clientcomputern aus einer vordefinierten Grundinstallation als differenzierende Festplatte. 3

4 Einschränkungen Für die in der Demonstration erstellte, startbare, virtuelle Festplatte gelten bestimmte Einschränkungen im praktischen Einsatz. Diese umfassen u. a.: Der Start von Windows 7 aus virtuellen Festplatten (VHD-Dateien) wird nur von Windows 7 unterstützt und beschränkt sich auf die folgenden Editionen: o Windows 7 Enterprise o Windows 7 Ultimate o Windows Server 2008 R2 (Release 2) Die BitLocker-Laufwerksverschlüsselung kann auf das Hostvolume, in welchem die virtuellen Festplatten für den Betriebssystemstart gespeichert sind, sowie auch innerhalb der virtuellen Festplatten (VHD-Dateien) nicht angewendet werden. Der Ruhezustand lässt sich in Verbindung mit dem Start von Windows 7 aus den virtuellen Datenträgern nicht verwenden. Dies sollte man bei der Planung des Einsatzes solcher Datenträger insbesondere beim Einsatz auf mobilen Computern (Notebooks, Netbooks, etc.) berücksichtigen. Der Energiesparmodus hingegen kann hierbei verwendet werden. Der systemeigene Start von Windows 7 aus virtuellen Festplatten unterstützt keine SMB- Freigaben (Service Message Block). Angefügte, virtuelle Festplatten können nicht als dynamische Datenträger konfiguriert werden. Benötigte Hardware und Software: Benötigte Hardware: Zur Durchführung der Konfigurationsschritte benötigen Sie ein physikalisches, Windows 7-kompatibles Computersystem mit ausreichend freiem Speicherplatz (wenigstens 30 Gigabyte) auf dem Laufwerk C: Alternativ können die Konfigurationsschritte auch auf ein anderes Laufwerk angewendet werden. Dies müssen Sie dann bei der eigentlichen Durchführung der Konfigurationsschritte berücksichtigen. Benötigte Software: Zur Durchführung der Konfigurationsschritte benötigen Sie die folgende Software: o Microsoft Windows 7 Enterprise oder Ultimate o Microsoft Windows Automated Installation Kit (WAIK) für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 o Zusätzlich wird noch der Installationsdatenträger für Windows 7 (Enterprise oder Ultimate) benötigt. 4

5 Notwendige (Konfigurations-)Schritte: Folgen Sie, wie in der Videodemonstration erklärt, den folgenden Schritten, um Windows 7 aus einer VHD-Datei booten zu können: Schritt 1 - Download des Microsoft Windows Automated Installation Kit (WAIK) 1. Laden Sie im ersten Schritt das Microsoft Windows Automated Installation Kit (WAIK) für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 von der Microsoft-Website aus dem Internet auf Ihren Rechner. Den Download finden Sie im Internet unter: Schritt 2 - Installation des Microsoft Windows Automated Installation Kit (WAIK) für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 auf einem Computersystem unter Windows 7 (Enterprise oder Ultimate). 1. Installieren Sie das Microsoft Windows Automated Installation Kit (WAIK) auf einem Computersystem unter Windows 7 Enterprise oder Ultimate. 2. Kopieren Sie die Datei imagex.exe aus dem Ordner C:\Programme\Windows AIK\ Tools\x86 in den Ordner C:\Windows\system32. Hierdurch wird der weitere Konfigurationsverlauf vereinfacht. Schritt 3 - Erstellen eines neuen Ordners zur Speicherung der virtuellen Festplatte und Kopieren der Installationsabbilddatei für Windows 7 1. Erstellen Sie auf dem Referenzcomputer unter Windows 7 (Enterprise oder Ultimate) mithilfe des Windows-Explorers im Laufwerk C: einen neuen Ordner mit dem Namen \VHDS, in dem die neu zu erstellenden, virtuellen Festplatten im Verlauf der noch folgenden Konfigurationsschritte gespeichert werden sollen. 2. Kopieren Sie die Datei Install.wim aus dem Ordner \Sources des Installationsdatenträgers von Windows 7 in den neu erstellten Ordner C:\VHDS. Dies vereinfacht den weiteren, noch folgenden Konfigurationsverlauf. 5

6 Schritt 4 - Erstellen, partitionieren und formatieren einer virtuellen Festplatte unter Windows 7 (Enterprise oder Ultimate) Erstellen, partitionieren und formatieren Sie auf dem Referenzcomputer unter Windows 7 (Enterprise oder Ultimate) mithilfe des Kommandozeilenbefehls diskpart.exe eine neue, virtuelle Festplatte (VHD-Datei). Gehen Sie dazu wie folgt vor: 1. Starten Sie auf dem Referenzcomputer unter Windows 7 die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Klicken Sie dazu auf Start / Alle Programme / Zubehör und dann mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung. Wählen Sie im Kontext den Eintrag Als Administrator ausführen. Falls Sie dazu aufgefordert werden, so bestätigen Sie im Dialog Benutzerkontensteuerung den Start der Eingabeaufforderung mit einem Klick auf Ja. 2. Geben Sie den folgenden Befehl ein: diskpart 3. Erstellen Sie anschließend mit dem folgenden Befehl innerhalb von diskpart eine neue Datei für einen virtuellen Datenträger: create vdisk file=c:\vhds\x86ultimatede.vhd maximum type=fixed 4. Wählen Sie die soeben erstellte Datei des virtuellen Datenträgers mit dem folgenden Befehl aus: sel vdisk file=c:\vhds\x86ultimatede.vhd 5. Fügen Sie die Datei für den neuen, virtuellen Datenträger mit dem folgenden Befehl zum Betriebssystem des Hostcomputers hinzu: attach vdisk 6. Lassen Sie sich mit dem folgenden Befehl die aktuell vorhandenen Datenträger des Hostcomputers anzeigen: list disk 7. Wählen Sie den virtuellen Datenträger (in der Videodemonstration der Datenträger 1 mithilfe des folgenden Befehls für die weitere Konfiguration aus: sel disk 1 8. Erstellen Sie mit dem folgenden Befehl eine neue, primäre Partition auf dem ausgewählten (virtuellen) Datenträger: create part primary 9. Lassen Sie sich zur Kontrolle die auf dem noch immer im Fokus befindlichen, virtuellen Datenträger vorhandenen Partitionen anhand des folgenden Befehls anzeigen: list partition 6

7 10. Wählen Sie die zu konfigurierende Partition mithilfe des folgenden Befehls aus: sel part Kennzeichnen Sie die ausgewählte Partition mithilfe des folgenden Befehls als aktiv : active 12. Formatieren Sie die ausgewählte, als aktiv gekennzeichnete Partition mithilfe des folgenden Befehls mit dem NTFS-Dateisystem (in dieser Demonstration mit Schnellformatierung): format fs=ntfs quick 13. Weisen Sie der neuen, formatierten Partition auf dem Hostcomputer mithilfe des folgenden Befehls den nächsten freien Laufwerksbuchstaben zu: assign Anmerkung: Die mit NTFS formatierte Partition der neu erstellten, virtuelle Festplatte erscheint im Hostbetriebssystem unter Windows 7 (in der Demonstration) als Laufwerk E:. Dies können Sie einfach anhand des Windows-Explorers überprüfen. 14. Beenden Sie den Befehl dispart.exe, in dem Sie in der Eingabeaufforderung den folgenden Befehl eingeben: exit Schritt 5 - Anwenden eines Windows 7-Abbildes (Enterprise oder Ultimate)auf die neu erstellte, virtuelle Festplatte Wenden Sie auf dem Referenzcomputer unter Windows 7 (Enterprise oder Ultimate) mithilfe des Kommandozeilenbefehls imagex.exe ein Windows 7-Abbild auf die zuvor neu erstellte, virtuelle Festplatte (VHD-Datei) an. Gehen Sie dazu wie folgt vor: 1. Wechseln Sie auf dem Referenzcomputer unter Windows 7 in der Eingabeaufforderung anhand des folgenden Befehls in den Ordner C:\VHDs: cd \vhds 2. Lassen Sie sich mithilfe des Kommandozeilenbefehls imagex.exe Informationen über die zu verwendende Installationsabbilddatei Install.wim anzeigen. Geben Sie dazu den folgenden Befehl in der Eingabeaufforderung ein: imagex /info install.wim 3. Scrollen Sie im Fenster der Eingabeaufforderung zu dem Abschnitt, in dem die betreffende Windows-Editon (Enterprise oder Ultimate) angezeigt wird. Suchen Sie in diesem Abschnitt nach dem Wert für <IMAGE INDEX= (Wert) > (beispielsweise: <IMAGE INDEX= 5 >). 7

8 4. Geben Sie den folgenden Befehl in der Eingabeaufforderung ein, um das betreffende Installationsabbild von Windows 7 (Enterprise oder Ultimate) auf die zuvor neu erstellte, virtuelle Festplatte anzuwenden. Verwenden Sie zum Zuordnen der virtuellen Festplatte den ihr zuvor zugeordneten Laufwerksbuchstaben im Betriebssystem des Hostsystems (beispielsweise Laufwerksbuchstabe E:): imagex /apply c:\vhds\install.wim /check 5 e: Hinweis: Dieser Vorgang nimmt in der Regel einige Minuten Anspruch. 5. Lassen Sie sich auf dem Hostsystem unter Windows 7 im Windows-Explorer den Inhalt des betreffenden Laufwerks anzeigen. Der Vorgang ist somit abgeschlossen. Gehen Sie zum nächsten Schritt über. Schritt 6 - Lösen der neu erstellten und mit einem Betriebssystemabbild versehenen, virtuellen Festplatte aus dem Hostsystem unter Windows 7 Lösen Sie den neu erstellten und mit einem Betriebssystemabbild versehenen, virtuellen Datenträger aus dem Referenzcomputer unter Windows 7 (Enterprise oder Ultimate). Verwenden Sie dazu den Kommandozeilenbefehl diskpart.exe. Gehen Sie dazu wie folgt vor: 1. Geben Sie auf dem Referenzcomputer unter Windows 7 in der Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein: diskpart 2. Fokusieren Sie für die folgenden Konfigurationsschritte die zuvor erstellte, virtuelle Festplattendatei mit dem folgenden Befehl: sel vdisk file=c:\vhds\x86ultimatede.vhd 3. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um den ausgewählten, virtuellen Datenträger aus dem Betriebssystem des Hostcomputers zu lösen: detach vdisk 4. Vergewissern Sie sich auf dem Hostsystem unter Windows 7 im Windows-Explorer, dass der ursprünglich eingebundene, virtuelle Datenträger (mit dem Laufwerksbuchstaben E:) nicht mehr angezeigt wird. Der Vorgang ist somit abgeschlossen. Gehen Sie zum nächsten Schritt über. 8

9 Schritt 7 - Konfiguration des Boot-Managers im Hostcomputer zum Einbinden der neuen, virtuellen Festplatte unter Windows 7 in das vorhandene Startmenü Konfigurieren Sie den Boot-Manager auf dem Referenzcomputer unter Windows 7 (Enterprise oder Ultimate) zum Einbinden der neuen, virtuellen Festplatte unter Windows 7 in das Startmenü. Gehen Sie dazu wie folgt vor: 1. Beenden Sie, soweit zutreffend, den Befehl diskpart.exe in der Eingabeaufforderung des Hostcomputers unter Windows 7 durch Eingabe des folgenden Befehls: exit 2. Geben Sie in der Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein, um die aktuellen Einträge des Boot-Managers auf dem Hostcomputer unter Windows 7 anzeigen zu lassen: bcdedit 3. Erstellen Sie anhand des folgenden Befehls einen neuen Eintrag im Boot-Manager unter Windows 7 und fügen Sie eine passende Beschreibung (Description) ein: bcdedit /copy {current} /d Windows 7-VHD-Boot 4. Geben Sie in der Eingabeaufforderung nochmals den folgenden Befehl ein, um die aktuellen Einträge des Boot-Managers auf dem Hostcomputer unter Windows 7 anzeigen zu lassen: bcdedit Wie Sie sehen können, wird neben den vorweg vorhandenen auch ein neuer Eintrag als Windows-Startladeprogramm angezeigt. 5. Ändern Sie mithilfe des folgenden Befehls den vorhandenen device -Eintrag des zuvor neu erstellten Windows-Startladeprogramm -Eintrags auf die Datei des neuen, virtuellen Datenträgers. Verwenden Sie dabei den Wert des zutreffenden Bezeichners (in diesem Beispiel der Wert {d898eefe-2ea9-11df-87dd-d48b }): bcdedit /set {d898eefe-2ea9-11df-87dd-d48b } device vhd=[c:]\vhds\x86ultimatede.vhd Hinweis: Beachten Sie bei der Eingabe, dass der Laufwerksbezug in eckige Klammern gefasst werden muss (Beispiel: [C:]). 6. Ändern Sie mithilfe des folgenden Befehls den vorhandenen osdevice -Eintrag des zuvor neu erstellten Windows-Startladeprogramm -Eintrags auf die Datei des neuen, virtuellen Datenträgers. Verwenden Sie dabei den Wert des zutreffenden Bezeichners (in diesem Beispiel der Wert {d898eefe-2ea9-11df-87dd-d48b }): bcdedit /set {d898eefe-2ea9-11df-87dd-d48b } osdevice vhd=[c:]\vhds\x86ultimatede.vhd 9

10 Hinweis: Beachten Sie bei der Eingabe, dass der Laufwerksbezug auch bei Anwendung dieses Befehls wiederum in eckige Klammern gefasst werden muss (Beispiel: [C:]). 7. Konfigurieren Sie den folgenden Werteverweis für den neuen Boot-Eintrag, so dass die Hardware beim Startvorgang von Windows 7 aus dem virtuellen Datenträger automatisch ermittelt werden soll: bcdedit /set {d898eefe-2ea9-11df-87dd-d48b } detecthal on 8. Erstellen Sie noch einen Eintrag für die Beschreibung (Description) des Windows 7- Betriebssystems des neuen, virtuellen Datenträgers in der Betriebssystemauswahl des Boot- Managers des Hostcomputers: bcdedit /set {d898eefe-2ea9-11df-87dd-d48b } description Windows 7-VHD-Boot 9. Geben Sie in der Eingabeaufforderung nochmals den folgenden Befehl ein, um die konfigurierten Einträge des Boot-Managers auf dem Hostcomputer unter Windows 7 anzeigen zu lassen: bcdedit Der Vorgang ist somit abgeschlossen. Sie können den Hostcomputer nun neu starten. Während des Neustarts wird der soeben konfigurierte Eintrag zur Auswahl des auf dem neuen, virtuellen Datenträger enthaltenen Betriebssystems angezeigt. Abb.: Startmenüeinträge im Windows-Start-Manager des zuvor konfigurierten Hostcomputersystems 10

11 Schritt 8 - Neustart des Hostcomputers und Abschlusskonfiguration von Windows 7 im neuen, virtuellen Datenträger Nach der Auswahl des Starts des auf dem virtuellen Datenträger installierten Windows 7-Betriebssystems wird die Hardware im ersten Verlauf neu erfasst und die notwendigen Treiber für die vorhandenen Geräte installiert. Dies kann mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Das Computersystem wird hierbei womöglich mehrfach neu gestartet. Es folgen anschließend noch weiter, notwendige Konfigurationsschritte: 1. Während der weiteren Einrichtung des Betriebssystems innerhalb des virtuellen Datenträgers wird der Dialog zur Sprach- und Regionsauswahl angezeigt. Wählen Sie die gewünschten Werte, und klicken Sie dann auf Weiter. 2. Als nächstes folgt die Abfrage eines Benutzernamens und des Computernamens. Geben Sie die gewünschten Werte ein und klicken Sie auf Weiter. 3. Geben Sie ein Kennwort für das zuvor benannte Benutzerkonto ein (empfohlen), wiederholen Sie dies, definieren Sie einen Kennworthinweis (erforderlich) und klicken Sie anschließend auf Weiter. 4. Im nächsten Dialog werden Sie zur Eingabe des Produkt-Keys aufgefordert. Die Eingabe des Produkt-Keys ist notwendig, wenn Sie das Betriebssystem nicht nur evaluieren, sondern dauerhaft einsetzen möchten. Sie können den Produkt-Key problemlos auch zu einem späteren Zeitpunkt in den Systemeinstellungen von Windows 7 eingeben. Darüber hinaus können Sie bestimmen, dass Windows automatisch aktiviert werden soll, wenn eine Internetverbindung besteht. Nehmen Sie die gewünschten Konfigurationsschritte ein, und klicken Sie dann auf Weiter. 5. Konfigurieren Sie im nächsten Dialog die gewünschten Sicherheitseinstellungen, und klicken Sie dann auf Weiter. 6. Überprüfen Sie die Zeit- und Datumseinstellungen, und klicken Sie anschließend auf Weiter. 7. Wählen Sie den aktuellen Standort des Computers aus, und klicken Sie dann auf Weiter. Nachdem das Betriebssystem Ihre Konfigurationsangaben gespeichert hat, wird der Windows- Desktop von Windows 7 angezeigt. Sie können mit dem Computersystem arbeiten, als wäre es ein physikalisch installiertes Computersystem. 11

12 Abb.: VHD-Datei des aus einer virtuellen Festplatte gestarteten Betriebssystems unter Windows 7 Ultimate VORSICHT! Beachten Sie, dass die dem Betriebssystem des Hostcomputers zugewiesene Partition im Windows-Explorer des vom virtuellen Datenträger ausgeführten Betriebssystem unter Windows 7 ebenso angezeigt wird (beispielsweise als Laufwerk D:). Bedenken Sie, dass sich jegliche Änderungen innerhalb dieser Partition auf die Ausführbarkeit des Hostbetriebssystems auswirken können. In dieser Partition finden Sie beispielweise auch die VHD-Datei, aus welcher das Betriebssystem des von der virtuellen Festplatte gestarteten Windows 7 ausgeführt wird. 12

13 Notizen 13

14 Copyright CertPro Limited. 14

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