treffpunkt Freie Fahrt für die Wirtschaft Seite 4 Seite 18 Seite 30 Berlin und Brandenburg Das Magazin für Mitglieder Nummer 44 Dezember 2013

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1 treffpunkt Das Magazin für Mitglieder Nummer 44 Dezember 2013 Berlin und Brandenburg Freie Fahrt für die Wirtschaft Frau Erika Mustermann Musterstraße Beispielstadt Die neuen VR- PrivatGirokonten Vielfältig und mit Bonus für Mitglieder Gewinnsparen Rekordspende Euro für 116 Vereine der Region Berliner Volksbank-Cup Nachwuchs für Herthas Fußballakademie Seite 4 Seite 18 Seite 30

2 Für alle Leser dieser Anzeige: DIESER ANZEIGE 2 treffpunkt_43

3 Caroline Methner Liebe Leserin, lieber Leser, mitten in Brandenburg liegt Berlin. Man kann auch sagen: Das Land Brandenburg umarmt den Stadtstaat Berlin. Beide Landeshauptstädte haben Brandenburger Tore das in Potsdam ist 20 Jahre älter als das in Berlin. Es gibt so viele Zeichen der Zusammengehörigkeit, auch wenn die Länderfusion zurzeit nicht offiziell auf der Agenda steht. Man muss ja nur mal zuhören: Das Berlinern erstreckt sich längst ins brandenburgische Umland und noch weiter; Sprachwissenschaftler sprechen gar von berlin-brandenburgischen Dialekten. Da ist es nur natürlich, dass die Wirtschaft das auch erkannt hat und es nutzt: Viele Dienstleistungsfirmen, landwirtschaftliche Betriebe oder Unternehmen haben ganz ohne Abstimmung, aber mit dem Segen von Stadt und Land, auf ihre Weise fusioniert. Verwaltungen befinden sich in Berlin, Produktionsstätten im Land, die Landwirtschaft sowieso. Die Anziehungskraft Berlins wirkt auch im internationalen Geschäft, und sie zieht Brandenburg mit, sagen Experten. Da wächst zusammen, was zusammengehört, würde Willy Brandt vielleicht noch einmal sagen. Noch ein ganz anderes Thema: Die Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank sie gehört zu den größten Unternehmenssammlungen der Stadt, die natürlich auch Werke von Künstlern aus Berlin und Brandenburg enthält startet eine neue Veranstaltungs reihe: Kunst live!. Einzelheiten finden Sie auf Seite 29. Viel Freude beim Lesen, eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und viel Glück im Jahr 2014 wünscht Ihnen Inhalt Start-up-Idee: Schlüsselbox Komplett-Service: 40seconds Sommergefühl: Tropical Islands The Voice: Ivy Quainoo 04 Aktuell Die neuen Privatgirokonten der Berliner Volksbank mit Bonus für Mitglieder UnternehmerAkademie 06 Titelthema Berlin ist der Magnet Brandenburg hat den Platz Interview mit Stephan Schwarz, Präsident der Handwerks kammer Berlin 12 Geld und Leben Von Karten, Sternen und SEPA Gründerboom Wissenwertes für Neu-Unternehmer 16 Immobilien Makler dringend gesucht 18 Initiativen Euro für den guten Zweck Business Dinner mit Bahn-Chef Grube ZasterMaster-Schulstunde 20 Unternehmensporträts Full-Service-Dienstleister: 40seconds und Sarotti-Höfe 23 Medien und Rätsel 24 Veranstaltungen Freikarten zu gewinnen 29 Kunst Neue Veranstaltungsreihe Kunst live! startet 30 Junior Berliner Volksbank-Cup: Start im März Essen und Trinken Wilson s The Prime Rib Restaurant Impressum Adventskalender-Gewinnspiel Im Online-Adventskalender der Berliner Volksbank stecken 24 tolle Tagespreise. Einfach täglich eine Frage richtig beantworten schon landet Ihr Name im Lostopf. Viel Glück! treffpunkt_44 3

4 Aktuell Die neuen VR-PrivatGirokonten der Berliner Volksbank Maßgeschneidert mit einem Bonus für Mitglieder Kern der Girokonten-Angebote der Berliner Volksbank war schon immer: gute Leistung guter Preis. Weil dies in der schnelllebigen Zeit mit den veränderten Bedürfnissen unserer Kunden auch in Zukunft so bleiben soll, hat die Berliner Volksbank die Girokonten-Palette angepasst und sie noch vielfältiger und günstiger für ihre Mitglieder gestaltet. Ein wichtiger Aspekt bei der Gestaltung der neuen Girokonten war, dass unsere Mitglieder mitprofitieren: Neben Vorteilen bei unseren Verbundpartnern und der jährlichen Dividende haben sie bei jedem Kontomodell einen Bargeldvorteil von 2 Euro. Für jeden das passende Konto transparent und fair Das VR-PrivatGiro Aktiv ist ideal für Kunden, die ihre Bankgeschäfte hauptsächlich über das Online-Banking abwickeln und wenig Buchungen mit Service benötigen. Dieses Girokonto bietet das komplette Paket an Girokontoleistungen einschließlich einer VR-BankCard. Für Mitglieder mit einem monatlichen Geldeingang (Gehalt, Lohn oder Rente) von mehr als Euro ist das VR-PrivatGiro Aktiv kostenlos. Kunden, die gern zusätzlich zum Online- Banking den Service an unseren Standorten nutzen, sind mit dem VR-PrivatGiro Komfort gut beraten. Zu dem kompletten Paket an Girokontenleistungen gehören auch zwei VR- BankCards. Das VR-PrivatGiro Premium ist perfekt für alle, die Wert auf umfassende Leistungsvorteile und unbegrenzten Service legen. Ein Girokonto, das kaum einen Wunsch offen lässt: Alle Buchungen sind kostenfrei, dazu gehören bis zu zwei VR-BankCards, wahlweise auch im Zoo- oder Sport-BankCard- Layout. Bei diesem Girokonto ist eine VR- GoldCard einschließlich eines umfassenden Versicherungs pakets enthalten. Das Premium bietet bei den Dispozinsen außerdem einen Vorteil von drei Prozent und ist damit im Bankenvergleich sehr günstig. Das hat kürzlich die unabhängige Stiftung Finanztest bestätigt. Noch mehr gute Nachrichten gibt es für alle Kreditkarten-Besitzer unserer Girokonten: Wer häufig mit der Kreditkarte zahlt, kann damit und auch das ist neu sogar 4 treffpunkt_44

5 > Buchungen ohne Service Buchungen mit Service Kassen- Buchungen Entgelt Kostenlos in allen VR-PrivatGiro-Modellen 1,00 EUR pro Posten im VR-PrivatGiro Basis / Aktiv Kostenlos im VR-PrivatGiro Komfort / Premium Kostenlos in allen VR-PrivatGiro-Modellen Transaktionen/Umsätze Online: (Termin-)Überweisungen im Internet und über ServiceTerminal Gutschriften aus Überweisungseingängen Lastschriften zulasten des Kundenkontos Dauerauftragsausführung Überweisung über Geschäftsstelle inkl. Scanner (Termin-)Überweisung über KundenServiceCenter Überweisung per TelefonServiceComputer Einrichten, Ändern, Löschen von Daueraufträgen über die Geschäftsstelle und KundenServiceCenter Scheckeinreichungen zugunsten Kundenkonto Scheckbelastung vom Kundenkonto Einzahlungen und Auszahlungen am Schalter Einzahlungen am Automaten der Berliner Volksbank Auszahlungen am Automaten der Berliner Volksbank und im BankCard ServiceNetz 1. Halbjahr 2014 Ab Januar 2014 startet die Unternehmer Akademie in neuem Turnus. Wir nehmen Abschied von den altbekannten Semestern und werden von nun an halbjährlich ein neues Programm herausgeben. Auftakt des ersten Halbjahres bildet ein Klassiker der UnternehmerAkademie: Bilanz und betriebswirtschaftliche Auswertung lesen, verstehen, umsetzen. So lernen Sie Ihr Unternehmen neu kennen! Dozent: Martin Duske (StB/RA/vBP) Dr. Jörg Stalf (StB/WP) Termin: 22. Januar 2014, Uhr Preis: 99 Euro, 74 Euro für Mitglieder Das komplette Seminarprogramm für das erste Halbjahr finden Sie ab Dezember 2013 in allen Geschäftsstellen der Berliner Volksbank oder unter Geld verdienen, wie unsere Beispielrechnung zeigt (Abb. re.). Konten, die einem Vergleich standhalten Gute Leistungen kostenlos oder zu einem guten Preis: Mitglieder mit einem monatlichen Geldeingang (Lohn, Gehalt, Rente) von Euro erhalten ihr Girokonto entweder kostenfrei oder zahlen maximal 7 Euro pro Monat. Insgesamt sind die in den neuen Girokonten enthaltenen Leistungen transparent und günstig, sodass sie dem Wett bewerb mehr als standhalten. Welches der Girokonten am besten passt, kann mit dem interaktiven Konto berater selbst getestet werden. Die individuell richtige Variante sucht natürlich auch gern der Berater vor Ort bei einem persönlichen Gespräch und einem Kaffee mit Ihnen gemeinsam aus. Ein Beispiel 1xTanken im Monat x Einkaufen im Monat = im Jahr jährliche Ausgaben für Reisen, PC, Möbel etc im Jahr 18 2 Rückvergütung p.a.* berater treffpunkt_44 5

6 Titelthema Sein Service ist sauber, effektiv, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll: Tobias Weber, Chef von City Clean 6 treffpunkt_44

7 Hauptstadt und Speckgürtel stehen gut da Berlin ist der Magnet Brandenburg hat Platz Berlin boomt. Und die Hauptstadtregion boomt mit. Oft so, als gäbe es schon eine Fusion zwischen der Stadt und der Metropolen-Region. In vielen Bereichen. Tourismus: In jeder Minute kommen, statistisch gesehen, 20 Gäste in die Hauptstadt. Immobilien: Vor allem die Zuzügler bescheren Berlin und dem Speckgürtel so etwas wie eine neue Gründerzeit. Nach Berlin will einfach jeder. Kultur: Da war Berlin schon immer ganz vorn. Jetzt profitiert auch die Wirtschaft vom Standortvorteil. In diesem Jahr verzeichnet die Hauptstadt das größte Wachstum aller Bundesländer und einen überdurchschnittlich starken Beschäftigungsanstieg. Eine tolle Kombination lockt die Menschen in die Region: Die Hauptstadt ist der Magnet für die Kreativen, die IT-Branche, die Existenzgründer. Brandenburg bietet den Platz für Produktionsstätten und moderne Landwirtschaft. Die beste Entwicklung unter den Wirtschaftsbereichen zeigt der Dienstleistungssektor in Berlin und in Brandenburg. treffpunkt hat einige Unternehmer gefragt, nach Gründen für ihren Erfolg und nach den Perspektiven. Zumal Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer auch für die kommenden Monate ein robustes Wachstum erwartet. City Clean Ort der Sauberkeit Einer der erfolgreichen Dienstleister ist Tobias Weber, Chef der Firma City Clean. Sein Vater Hubert hat City Clean 1973 gegründet, und wenn Tobias Weber über ihn spricht, ist das zugleich ein kleiner Lobgesang auf Berlin: Mein Vater war schon als Student hier. Damals war Berlin für ihn, was es heute noch ist eine junge Stadt, eine Stadt für Neugierige. Wo sonst hätte Hubert Weber eine Firma gründen können mit einem Produkt, für das er ausgelacht wurde. Er hat es dennoch entwickelt, hat Schmutzmatten erfunden, an Firmen geliefert, sie gereinigt, sauber zurückgebracht. Das gab es bis dahin nicht. Es hat eine Leidenszeit gedauert, bis der Erfolg die wunderbar-verrückte Idee, so Tobias Weber, krönte. Der Sohn hat das Familienunternehmen ausgebaut. Heute ist die Firma in Berlin genau so zuhause wie in Brandenburg mit den Produktionsstätten in Bötzow, Cottbus und Wittstock/Dosse. Ich stehe zu Brandenburg, sagt Weber. Die Verbindung Stadt und Land funktioniert. Kann sein, dass Vater Weber ganz unbewusst eine Art Vorbild war für das, was heute hip ist und Start-up heißt. City Clean, erklärt der jetzige Chef, war vor 40 Jahren bei seiner Gründung so wie andere kleine Firmen heute, die in Berlin den Boden finden, auf dem etwas Verrücktes gedeihen kann. Die Einsatz wagen ohne Blick auf die Gefahr von Verlusten, dafür mit Leidenschaft. Dazu passt, dass die Beratungsfirma McKinsey gerade eine Studie mit Vorschlägen vorgelegt hat, wie bis 2020 in Berlin mehr als neue Arbeitsplätze durch Existenzgründungen entstehen können (siehe auch Seiten 14 15). Gerade hat das Berliner Start-up 6Wunderkinder mit seiner Wunderlist den renommierten Risikokapitalgeber Sequoia Capital bekannt durch seine Beteiligungen an Apple, Google und YouTube als Partner gewonnen. 19 Millionen Dollar bekommen 6Wunderkinder für ihre Internetplattform, bei der es sich um einen Planer für tägliche Aufgaben handelt. Ein Büro in Silicon Valley werden sie auch beziehen. Immer mehr in den Vordergrund rückt derzeit zudem das zweite starke Plus der Region: der Speckgürtel. Berlin ist eher kreativ-innovativ, sagt Weber. Aber wenn Firmen wachsen, brauchen sie Platz. Und da heißt die Chance Brandenburg. Auch in der Landwirtschaft: Sie braucht die Räume, die Brandenburg zu bieten hat. Das Wunderlist-Programm von 6Wunderkinder ist der moderne Weg, Leben und Arbeiten sinnvoll zu organisieren treffpunkt_44 7

8 Mit Grünkohl und Traktor auf dem Feld: Gemüsebauer Christian Ott mit seinem Sohn. Ganz rechts ein Teil des Hofes, der gerade renoviert wird Frisches Gemüse gewinnt immer Christian Ott aus Müncheberg weiß das und nutzt seine Erfolgs-Nische: Der ausgebildete Gärtner mit Fachrichtung Gemüsebau baut Feldgemüse und Küchenkräuter an in der vierten Generation, soweit ich zurückschauen kann, sagt der 23-Jährige. Es gab Höhen und Tiefen, schwere Situationen, aber all meine Vorfahren können sich auf die Schulter klopfen. Früher wurde in Spandau angebaut, direkt an der deutsch-deutschen Grenze. Seit der Wende kommen Otts Gartenkräuter und Gemüse aus Brandenburg. Die Betriebsschwerpunkte heißen etwa Schnittlauch, Petersilie, Grünkohl, Kürbis oder Feldsalat. Ab dem nächsten Jahr kommt noch mehr dazu, sagt Ott. Wie sehr er in Brandenburg verwurzelt ist, beweist er durch die Liebe zu dem alten Hof, auf dem er mit seiner Familie lebt. Mit Hilfe der Berliner Volksbank, sagt er, kann er ihn renovieren. Sein Geschäft mit dem Grünzeug boomt: Wir haben mehr Nachfrage als wir liefern können. Im Moment beliefert er den Berliner Großmarkt und einen Großhändler in Eberswalde, da macht auch er so etwas wie seine kleine eigene Länderfusion. Bis nachts um drei dauert sein Tag, und häufig geht s um sieben wieder los aber so ist die Ott-Welt in Ordnung. Wir sind eine große Familie. Fünf Personen, Eltern und Brüder, arbeiten aktiv mit. Wir haben eine festangestellte Kraft. Je nach Saison und Nachfrage kommen zwei bis zehn Personen dazu. Seine Gemüse und Kräuter, so viel kann er sagen, gehen in die Berliner Friseurin Regina Helias setzt auf schöne Haare und auf eine Wohlfühloase während des Friseurbesuchs Spitzengastronomie: Wir haben unsere regionalen Produkte konstant mit bester Qualität abgeliefert. Das macht die Runde. Bis Weihnachten gehen noch Grünkohl und Spinat raus, dann Petersilienwurzel und Möhren. Und im Februar/ März werden dann schon wieder die Felder bestellt. Fürs nächste Jahr hat er noch einen Plan: Mit unserem Grünkohl bis Weihnachten auf einem Weihnachtsmarkt zu stehen. Regina Helias macht jedes Haar schön Berliner Erfolge haben viele Gesichter, auch solche mit Glamour-Faktor: Regina Helias ist seit 28 Jahren Friseurin am Hohenzollerndamm: Es braucht Engagement, Leidenschaft, Kreativität und ständige Weiterbildung, sagt sie. Sie kommt aus einer Friseur-Familie, die Mutter war ihre erste Lehrmeisterin. Dann Weiterbildung in den 1980er Jahren in London. Da hat sie zum ersten Mal gesehen, was ihr Geschäft bis heute besonders macht: Extensions, das gab es bei uns noch nicht. Sie war eine der ersten, die sich in Berlin an die Haarverlängerung herangewagt hat und gehört längst zu den besten Friseuren in ganz Deutschland. Schönheitsoase-Haardesign nennt sie ihre hellen Räume mit den vielen Pflanzen und der dezenten Musik gern. Sie hat eine Zusatzausbildung in Kosmetik und als Farb- und Stilberaterin. Bekannte Namen gehören zu den Helias-Kunden. Franka Potente (Lola rennt) und Katja Riemann (Ein fliehendes Pferd) beispielsweise. Ideen holt sie sich außerdem an ganz besonderen Orten: in der Gemäldegalerie oder in der Nationalgalerie. Auf Reisen gehe ich ins Museum. Künstler gucken, die die schönsten Haare malten. Die Friseure gehören zum Dienstleistungsgewerbe, wo sich die Geschäfte nach Angaben der Handwerkskammer Berlin zum Herbst dieses Jahres hin gut entwickelt haben. Besonders positiv gestimmt sind auch die Immobilienunternehmer. Sie profitieren vom allgemeinen Boom und der gewachsenen Popularität der Hauptstadt. Und die Unternehmen aus dem Informations- und Kommunikationssektor mit zahlreichen Gründungen sind zu einer festen Größe im Dienstleistungsgewerbe Berlins aufgestiegen. Der Optimismus ist groß, die Erwartungen sind dementsprechend hoch. 8 treffpunkt_44

9 Ansprechpartner für die Branchen Es passiert so viel in Berlin und es gibt eine Stelle, an der viel davon zusammenläuft: Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, getragen von über 200 Partnern, insbesondere den Vertretern der privaten Wirtschaft. Geschäftsführerin Melanie Bähr freut sich über jeden unserer vielen Ansiedlungserfolge genau wie über jeden Arbeitsplatz, den wir für Berlin sichern können. In diesem Jahr richtet sich meine besondere Freude auf die eigene Organisation: Es ist uns gelungen, zwei Unternehmen, die TSB-Innovationsagentur und Berlin Partner zu einer neuen Company zu fusionieren. Die neuen Abteilungen haben schnell zusammengefunden, ergänzen sich in ihren unterschiedlichen Kompetenzen. Berlin Partner hat es nun leichter mit seiner Aufgabe, klassische Wirtschafts- und Technologieförderung zu leisten und Berliner Unternehmen mit der Wissenschaft und Politik zu vernetzen. Berlin Partner, sagt Melanie Bähr, will Ansprechpartner für alle Branchen sein. Wir verstehen uns als One-Stop-Agency für alle Unternehmen, die hier sind und herkommen. Wir sehen uns als Wegweiser durch das Berliner Behörden- und Genehmigungsmanagement, haben unsere eigene Kompetenz, brauchen aber auch die enge Zusammenarbeit mit Banken, Bezirken, einer ganzen Palette von Akteuren. Über die gute Wirtschaftsentwicklung ist Melanie Bähr glücklich, aber sie sagt auch: Wir betrachten sie als ständigen Ansporn, denn wir haben besonders im industriellen Bereich noch eine Menge Wachstumspotenzial. Längst reicht die Arbeit von Berlin Partner in den Clustern Energietechnik, Gesundheitswirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)/Medien/Kreativwirtschaft, Optik und Verkehr, Mobilität und Logistik über die Grenzen der Hauptstadt hinaus. Ansiedlungen im Speckgürtel führen zu Arbeitsplätzen für Brandenburger und für Berliner. Im Cluster-Management arbeiten wir eng mit der ZAB zusammen. Das ist die Zukunftsagentur Brandenburg. Mit ihr zusammen sind wir exzellent aufgestellt, um die gesamte Hauptstadtregion in den wirtschaftlichen Zukunftsfeldern optimal zu präsentieren. Gemeinsam betreiben Berlin Partner und ZAB beispielsweise das Airport-Region-Team, das für die Entwicklung und Vernetzung des Flughafenumfeldes zuständig ist. Dass wir trotz der Verzögerungen der BER-Eröffnung schon tolle Erfolge begleiten konnten, zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Berliner und Brandenburger Wirtschaftsförderung funktioniert. Die Unternehmen glauben einfach an diesen Flughafen: Drei Viertel unserer Projekterfolge liegen im Einzugsgebiet der Airport-Region. Ebenso ist die Zusammenarbeit bei dem Großprojekt Internationales Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg sehr eng. Unser Ziel ist es, bis 2020 ein international anerkanntes Vorbild für Elektromobilität zu sein. Berlin und Brandenburg: Die Wirtschaft arbeitet schon längst länderübergreifend und ganz pragmatisch. Einfach erfolgreich. Melanie Bähr, Geschäftsführerin von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie: Wir sind unglaublich reich an jungen Menschen, die etwas bewegen wollen Wirtschaftszahlen Berlin Brandenburg Deutschland Wachstum 2012 Erwerbstätigenquote 2012 Selbstständigenquote 2012 Arbeitslosenquote ,2 % 68,0 % (+ 2,6 %)** 14,0 % (+ 2,1 %) 11,2 % (- 0,5 %) 0,5 % * 73,8 % (+ 0,3 %) 12,7 % (+ 0,2 %) 9,1 % (- 0,2 %) 0,7 % 72,8 % (+ 1,0 %) 10,9 % (+ 0,1 %) 6,9 % (+ 0,4 %) Neugründungen je Einwohner * Wachstums-Regionen: Potsdam, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald ** Zahlen in Klammern: Vergleich zum Vorjahr Ausgezeichnete Stimmung beim Berliner Handwerk 2013 Produktionskapazitäten zu 85 % ausgelastet Mehr Mitarbeiter in fast jedem 4. Betrieb (23 %) Höhere Umsätze in fast jedem 3. Betrieb (30 %) Quellen: KMU-Report 2013, Handwerkskammer Berlin, Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, DIW Berlin Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.v., Statista GmbH, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg treffpunkt_44 9

10 Interview Stephan Schwarz führt gemeinsam mit seinem Bruder Heiko die GRG Services Group. Das Familienunternehmen beschäftigt über 3200 Mitarbeiter. Seit 2008 ist Schwarz Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Volksbank Interview mit Stephan Schwarz Nach der Wahl ist vor der Regierungsbildung. Über Wochen prägten Wünsche und Forderungen der möglichen Koalitionspartner die Nachrichten. treffpunkt sprach darüber mit Stephan Schwarz, Unternehmer und Präsident der Handwerkskammer Berlin. Wenn Sie Stichworte wie Mütterrente oder Beitragsfreiheit nach 45 Erwerbsjahren hören, was denken Sie dann? Dass die Koalitionsgespräche zu einem Zeitpunkt stattfinden, wo die Begehrlichkeiten groß sind. Wir haben noch nie so hohe Steuereinnahmen gehabt wie jetzt, und wir haben aufgrund der erfreulichen Beschäftigungssituation gefüllte Kassen bei den Sozialversicherungen. Da gibt es offensichtlich einen Reflex bei den Politikern, sich neue Wohltaten auszudenken, mit denen man die Bürger oder einzelne Interessengruppen beglücken kann. Sicher gibt es unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten gute Gründe, über die erwähnten Leistungen nachzudenken. Aber es kann nicht sein, dass die Beitragszahler, also die Arbeitnehmer und Arbeitgeber, dafür aufkommen. Wenn das ein gesellschaftspolitisches Anliegen ist, dann muss es auch von der gesamten Gesellschaft also aus Steuermitteln finanziert werden. Und das wird Milliarden kosten. Was sollte aus Ihrer Sicht Priorität haben? Die volle Rentenkasse sollte so wie es gesetzlich vorgeschrieben ist genutzt werden, um die Beiträge zur Rentenversicherung zu senken. Richtig wäre es zudem, wenn man einen Fehler, der 2006 im Zusammenhang mit der Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge gemacht wurde, korrigieren würde: Damals wollte man die magische Grenze von 40 Prozent Gesamtsozialversicherungsbeitrag nicht überschreiten und hat zu einem Taschenspielertrick gegriffen, indem die Beiträge vom Arbeitgeber nicht im Folgemonat, sondern zum Ende des laufenden Monats überwiesen werden mussten. In vielen Branchen wird aber der Lohn erst im Folgemonat bezahlt, wenn man weiß wie viel der einzelne Mitarbeiter gearbeitet hat. Jedes Unternehmen, das personalintensiv ist, hat in dem Jahr 13-mal Sozial - versicherung bezahlt. Da hat richtig Liquidität gefehlt. Die zweite Folge ist, dass wir völlig absurd wie viele Unternehmen zwei Monatsabrechnungen pro Mitarbeiter machen, 24 im Jahr. Am 27. oder 28. eines Monats schätzt unsere Buchhaltung die Zahlen und fasst noch mal alles an, wenn die tatsächliche Abrechnung gemacht wird. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, diesen Fehler rückgängig zu machen. 10 treffpunkt_44

11 Welche Auswirkungen hätte denn ein gesetzlicher Mindestlohn? Manchmal hat man den Eindruck, dass hier fast mit religiösem Eifer debattiert wird. Ich glaube, dass die Frage des Mindestlohns in der Bedeutung überschätzt wird. Was macht Sie so gelassen? Ich kenne das aus meiner eigenen Branche, der Gebäudereinigung. Wir haben seit sechs Jahren einen gesetzlich geschützten Mindestlohn übrigens von der Arbeitgeberseite getrieben, von den Gewerkschaften unterstützt und gute Erfahrungen gemacht. Es gibt in unserem Arbeitgeberverband faktisch keinen, der sagt, das sei ein großer Fehler gewesen. Da sind auch keine Jobs verloren gegangen, im Gegenteil. Allerdings muss ich sagen, dass mir eine punktgenaue Untergrenze von 8,50 Euro zu plakativ, zu sehr nach Showveranstaltung klingt. Mich würde es stören, wenn das von Politikern festgesetzt würde zumal in einer Koalitionsvereinbarung. Sinnvoll wäre ein Gremium aus Experten so wie beim Thüringer Modell oder in England die Low Pay Commission. Im Übrigen hat jede Branche die Möglichkeit, im Rahmen von Tarifverhandlungen zu individuellen Ergebnissen zu kommen. Ich finde es immer besser, wenn sich Tarifvertragsparteien, die nah an der Branche dran sind und die regionalspezifischen Besonderheiten kennen, einigen. Die Handwerkskonjunktur gestaltet sich positiv? Die ist auf sehr gutem Niveau. Vor allem im Bau- und Ausbaugewerbe sieht es durch die gute Binnenkonjunktur von der handwerkliche Leistungen stark abhängig sind positiv aus. Das erinnert an die Zeit zu Beginn der 1990er Jahre, als wir hier Boomtown waren und von der 6-Millionen-Metropole träumten. Auch Gewerke rund um Lebensmittel laufen sehr gut. Etwas verhaltener sieht es in der Kfz-Branche aus, und die Gesundheitshandwerke haben Probleme, weil die Reformen im Gesundheitswesen nachwirken. Beim Bau und Ausbau kommen zwei wesentliche Faktoren hinzu: Erstens die energetische Gebäudesanierung, die dazu führt, dass man aus Kostengründen modernisiert. Zweitens ist es eine Folge der Wirtschaftsund Finanzkrise, dass die Leute in bleibende Werte investieren. Wenn ich auf meinem Sparkonto wenig Zinsen bekomme, eigentlich gar keine, renoviere ich lieber die Wohnung oder baue eine neue Heizungsanlage. Das sind Investitionen, die unter Umständen eine bessere Rendite abwerfen. Ich hoffe, das geht durch die Zensur bei der Berliner Volksbank. Ist nicht nötig. Bei der Berliner Volksbank kann man auch Immobilieninvestitionen finanzieren. Das ist ein breit auf - gestelltes Institut. Stimmt. Wenn es den Betrieben wirtschaftlich so gut geht, brauchen sie sicher Fachkräfte. Das ist die strategisch größte Herausforderung für die Gesamtwirtschaft und insbesondere für das Handwerk, weil es zwischen den Wirtschaftszweigen eine enorme Konkurrenz um die besten Köpfe und Hände gibt. Junge Menschen, die heute eine Ausbildung beginnen, haben alle Möglichkeiten. Wir werben um die, die praktisch begabt sind, ebenso wie um die mit Abitur. Wie gehen Sie damit um, dass es zunehmend Berufe gibt, die ein anspruchsvolleres Vorwissen erfordern, und auf der anderen Seite Schulabgänger, die unzureichend vorbereitet auf die Berufsausbildung sind? Ich sage es mal so: Im Handwerk kriegt man eine Chance, auch eine zweite oder dritte. Wenn man in der Schule Schiffbruch erlitten hat, aus welchen Gründen auch immer, sogar wenn man ohne Abschluss dasteht und es auf dem Arbeitsmarkt zunächst aussichtslos scheint, dann muss das nicht so bleiben. Wer menschlich das Zeug dazu hat, die Kurve kriegt und sagt das pack ich jetzt, kann eine tolle Karriere im Handwerk machen. Mit dem Meisterbrief kann man studieren. Er ist auf europäischer Ebene gleichbedeutend mit dem Bachelor und hat ein sehr hohes Ansehen. Wandelt sich das Bild des Handwerks in der Öffentlichkeit? Ich denke schon. Wir haben ein großes Experiment gewagt, eine Image-Kampagne für unseren Wirtschaftsbereich. Mittlerweile werden wir von anderen Wirtschaftsverbänden darum beneidet, weil das Handwerk damit viel Aufmerksamkeit bekommt, gerade auch bei jungen Menschen, was vorher nicht der Fall war. Wir bespielen zum Beispiel alle sozialen Medien, und haben unabhängig von der Kampagne eine Lehrstellen-App entwickelt, was irre gut ankommt. Man kann heute keine Botschaft mehr auf herkömmlichem Weg überbringen. Wenn man eine Pressekonferenz macht und sagt, uns fehlen 300 Lehrlinge, dann lesen das im besten Fall noch die Eltern. Insgesamt sind die Unternehmen und auch die Organisationen im Handwerk so zufrieden mit dieser Initiative, dass sie bereit sind, die Kampagne für weitere fünf Jahre fortzusetzen. Welches ist Ihr Lieblingsmotiv? Ein Spruch, der für Berlin besonders zutreffend ist, nämlich Bei uns zählt nicht wo du herkommst, sondern wo du hinwillst. Das finde ich gut, weil es viel vom Selbstverständnis des Handwerks ausdrückt. Bei uns zählt nicht, wo man herkommt. Sondern wo man hinwill. 594x420_HWD_Integration_18_1.indd :24 treffpunkt_44 11

12 Geld und Leben Von Karten, Sternen und SEPA Warum SEPA einfacher ist als viele glauben. Warum die Sterne des Sports besonders funkeln. Wie man seinen Kunden das Bezahlen mit Karte erleichtert. Auf diesen beiden Seiten finden Sie die Antworten. Weihnachten lässt Karten glühen Wir akzeptieren leider keine Karten. Während wir uns schon in der Restaurantküche spülen sehen, kramen wir benommen alles an Bargeld zusammen, was wir bei uns tragen und hoffen, dass es reicht. Ähnlich unangenehm ist es mit dem vollen Einkaufswagen, der an der Kasse stehen bleiben muss, während wir mit hochrotem Kopf von dannen ziehen. Sehr ärgerlich, vor allem für den, dem der Umsatz entgeht. Und das gerade jetzt, wo das Weihnachtsgeschäft auf Touren kommt. Dabei könnte alles so einfach sein: Ob in Geschäften und Restaurants mit einem Kartenterminal oder unterwegs (z. B. auf Weihnachtsmärkten) über das Smartphone/Tablet heutzutage gibt es für wirklich jeden eine Möglichkeit, Kartenzahlungen zu akzeptieren. Sterne des Sports 2013 Gleich zwei Vereine schickt die Berliner Volksbank ins Rennen um den Großen Goldenen Stern des Sports, der am 13. Januar 2014 in der DZ Bank Berlin verliehen wird. In Brandenburg setzte sich auf Landesebene der SV Glienicke/Nordbahn (Foto oben) durch mit Drums Alive, einem bemerkenswerten Sportangebot für das reifere Alter, bei dem Körper und Geist gleichermaßen beansprucht werden und somit spielerisch auch die Gehirnleistung gefördert wird. In Berlin qualifizierte sich der Wander-Segler- Verein 1922 (Foto unten). Der familienorientierte Verein begeisterte die Jury mit seinem Projekt Wir bauen ein Boot, bei dem Kinder und Jugendliche mithilfe älterer Vereinsmitglieder einen Robinson- Kutter aus Holz selbst bauten. Der deutschlandweit größte Breitensportwettbewerb Sterne des Sports wird vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und dem Deutschen Olympischen Sportbund initiiert. Die Berliner Volksbank beteiligt sich zum achten Mal an der Ausrichtung. 12 treffpunkt_44

13 SEPA der Countdown läuft Je näher der Stichtag 1. Februar 2014 rückt, desto häufiger ist ein Wort zu lesen und zu hören: SEPA (Single Euro Payments Area). Wenn die Rede von SEPA ist, gibt es viele Fragezeichen in den Gesichtern. So mancher meint, er könnte sich die neue Kontonummer gar nicht mehr merken. Mit dieser Umstellung wird der Zahlungsverkehr europaweit angeglichen und vereinfacht. Zum Stichtag müssen alle Unternehmen ihren Zahlungsverkehr auf SEPA umgestellt haben, und sie sollten sich noch in diesem Jahr darauf vorbereiten. Privatkunden müssen keinerlei Veränderungen veranlassen, d. h. Daueraufträge, Lastund Gutschriften werden automatisch auf SEPA umgestellt. Der Aufbau der Kontonummer ändert sich und wird um die Ziffern und Buchstaben ergänzt. Diese 22-stellige IBAN können Sie sich einfach merken, wenn Sie sich den Aufbau genauer anschauen: D E Länderkennzeichen Prüfziffer Bankleitzahl Kontonummer Wichtig ist die zweistellige Prüfziffer hinter der Länderkennung. Ihre IBAN sehen Sie auch auf Ihren Kontoauszügen, der Rückseite Ihrer VR-BankCard oder beim InternetBanking unter Kontoinformationen. Weitere Informationen: treffpunkt-leser erinnern sich Großes Interesse erregte die Vorstellung des Buches Schloßstraße! Berlin in der letzten treffpunkt-ausgabe. Aufmerksame Leser erinnerten sich, dass der Autoschalter in Steglitz, der 1963 und nicht 1976 eröffnet wurde, zwar der erste seiner Art in Berlin war, aber nicht der einzige geblieben ist. Auch die Berliner Volksbank-Filialen Moabit und Lichtenrade besaßen früher solche Autoschalter nach amerikanischem Vorbild. Damals konnten die Kunden direkt aus dem Auto heraus ihre Bankgeschäfte erledigen. Anzeige Neu! Mit Mobiler lösung und grossem ticketshop! KULTURpur bietet jährlich für über Veranstaltungen Tickets. Wissen, wo was läuft! treffpunkt_44 13

14 Berlin ist hot spot für Start-ups neue Arbeitsplätze In Berlin und Brandenburg wagen immer mehr Menschen den Weg in die berufliche Selbstständigkeit. Die GründerCenter der Berliner Volksbank haben in 2013 Existenzgründungen mit einem Volumen von mehr als 22 Millionen Euro begleitet. Zu den neuen Unternehmern gehört auch ein Mann, der uns das Leben mit einer Schlüsselbox erleichtern will. Ich habe mich immer wieder über die Schlüssel an meinem Schlüsselbund geärgert. Entweder sie klappern, oder sie hinterlassen Kratzspuren. Dann habe ich mir gedacht: Das musst du ändern. Eine ganze Nacht lang habe ich getüftelt und getüftelt. Am Ende standen eine tolle Idee und heute ein Unternehmen mit immerhin schon neun festen Mitarbeitern. Elektrotechniker Sandy Krymchenko hat LEO.smartkey entwickelt, eine vollautomatische Schlüsselbox mit Platz für sechs Schlüssel. Per Knopfdruck kann LEO über ein digitales Display die Schlüssel einzeln und vollautomatisch ausfahren, verbindet somit alle Vorteile des altbewährten Schlüsselbunds mit den Möglichkeiten innovativer Technik. Um die Box auf den Markt zu bringen, hat Sandy Krymchenko die Firma KEYOS GmbH gegründet, begleitet vom GründerCenter Brandenburg der Berliner Volksbank in Potsdam. Außer für Krymchenko gab es in 2013 vom GründerCenter Brandenburg finanzielle Genehmigungen für 95 weitere Existenzgründungen mit einem Volumen von 10,2 Millionen Euro. In Berlin hat das GründerCenter der Berliner Volksbank in diesem Jahr 135 Finanzierungen mit einem Volumen von 12,4 Millionen Euro abgewickelt. Das ist gegenüber 2012 ein Anstieg von 20 Prozent. Die Hauptstadt ist ein Top-Standort für Gründer und hat beste Voraussetzungen, sich zur führenden Gründermetropole in Europa zu entwickeln. Bis 2020 können in Berlin über neue Arbeitsplätze durch Start-ups entstehen. Das sind Ergebnisse einer Studie von McKinsey & Company, einer weltweit führenden Unternehmensberatung. Die Studie heißt Berlin gründet fünf Initiativen für die Start-up-Metropole Europas. Demnach kommen auf eine Betriebsgründung in München 2,8 in Berlin investierten deutsche und ausländische Kapitalgeber in Berlin 133 Millionen Euro in junge Unternehmen. Zum Vergleich: In Hamburg flossen lediglich 14 Millionen Euro. Obwohl Berlin im Vergleich der Bundesländer noch immer eine hohe Arbeitslosenquote hat, gibt es hier also die größte Dynamik. Aber, unterstrich die Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) auf einer Podiumsdiskussion, Berlin darf sich auf seinen Lorbeeren nicht ausruhen. Wer heute aus New York nach Berlin kommt, geht morgen nach Istanbul oder in einen anderen Start-up-Hub. Das heißt: Knotenpunkt. Die CDU-Frau sprach sich für ein neues Netzwerk zwischen klassischem Mittelstand und der jungen IT-Branche aus. Die jungen Wilden der Informations- und Kommunikationsbranche haben inberlin eine rege Szene etabliert, die dieser den Namen Silicon Allee von der New York Times einbrachte. Unter den Ideen, wie die Wunderwelt des Internets künftig noch besser ausgeschöpft werden kann, gibt es kaum etwas, was es nicht gibt. Flexperto etwa heißt eine neue Plattform, auf dem man gegen Entgelt in einem Videochat Fachleute zu Rate ziehen kann. Da mutet das neue Projekt von Tilmann Schwarz geradezu konservativ an. Der Marketingspezialist aus Potsdam baut zurzeit das Online-Handelsunternehmen trilaco auf, das hochwertige Produkte aus den Bereichen Haushalt, Garten und Wohnen anbietet. Die GründerCenter der Berliner Volksbank bestätigen den Internet-Trend. Aber auch Gründungen im Gesundheitssektor, bei Handel und Dienstleistungen ganz allgemein und nicht zuletzt im klassischen Handwerk haben kräftig Aufwind. Im Frühjahr 2014 ist die Box auf dem Markt Mit seiner Firma KEYOS GmbH hat Sandy Krymchenko den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt, und er hofft, mit der Schlüsselbox den Schlüssel zum weltweiten Erfolg in der Hand zu haben. Krymchenko hat Grund zum Optimismus. Für LEO gibt es schon mehrere Vorbestellungen. Insgesamt peilen wir für 2014 mehrere Boxen an. Auf die Frage, wie Krymchenko auf den Namen gekommen sei, druckst er ein wenig rum, sagt dann Erfinder der LEO Schlüssel - doch: Leo heißt unsere Katze. box: Sandy Krymchenko 14 treffpunkt_44

15 Nach der Tüftel-Nacht ging er lehrbuchmäßig die Gründer- Schritte: Modell-Skizze, Businessplan, Kontakt mit dem Fraunhofer-Institut, das sich an der Entwicklung von LEO beteiligte. Sandy Krymchenko: Bei Leos Entwicklung reden wir nicht von Euro wir reden über Millionen. Aber, sagt er, wenn die Suche nach Investoren auch langwierig war die Zusammenarbeit mit der Berliner Volksbank klappte reibungslos. Auf den Markt kommen wird die Schlüsselbox im Frühjahr Experten des Netzwerks beantworten alle Fragen Gründer brauchen nicht nur gute Ideen sondern auch ein gutes Netzwerk. Genau das bieten die GründerCenter der Berliner Volksbank. Mit ihren Partnern in Berlin und Brandenburg, u.a. den Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern, stehen sie potenziellen Gründern für alle wichtigen Fragen zur Verfügung. Eine große Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Investitionsbank Berlin. In deren Portfolio sind mehrere Förderangebote für den Unternehmensstart, die mit Ausnahme des Mikrokredits bei der Hausbank beantragt werden: Berlin Kredit Innovativ unterstützt Unternehmen aus den Berliner Clustern mit Darlehen für alle unternehmerischen Belange. Berlin Start unterstützt mit Darlehen für Investitionskosten, Erstausstattung Warenlager, Übernahmepreis und Betriebsmittelbedarf. Coaching BONUS gewährt Existenzgründern und Unternehmen Zuschüsse zu betriebswirtschaftlichem Coaching durch ausgewählte und qualifizierte Coaches. Mikrokredit unterstützt Gründervorhaben mit geringem Kreditbedarf mit einem Kredit bis zu Euro. Grundsätzlich gilt: Finanzierungen werden schwieriger die Ursache heißt Basel III. Nach den Basel-III-Regeln, die schrittweise von 2013 bis 2019 eingeführt werden sollen, müssen Banken ihre Kreditgeschäfte mit mehr eigenem Kapital von besserer Qualität absichern. Vereinfacht gesagt, fordert der Gesetzgeber, dass Banken ihre Risiken aus dem Kreditgeschäft statt bisher mit mindestens 8 Prozent mit bis zu 13 Prozent Eigenkapital unterlegen. Die Vergabe von Krediten an Kreditnehmer mit höherer Ausfallwahrscheinlichkeit (schwaches Rating) wird schwieriger und für solche Kreditnehmer vor allem teurer. Carsten Jung, Mitglied des Vorstands der Berliner Volksbank, sagte zu dieser Überarbeitung der EU-Richtlinie: Jeder, der heute über eine Existenzgründung nachdenkt, sollte sich so sachkundig wie möglich machen besonders über Finanzie- Schicke Stühle, die in Kürze bei trilaco bestellt werden können rungen. Schließlich ist die Gründung eines Unternehmens ein großer Schritt, der viele Veränderungen und natürlich auch Risiken mit sich bringt. Crowdinvesting ist der neue Trend Eine interessante Entwicklung sind vor diesem Hintergrund digitale Plattformen, auf denen Finanzierungsvarianten wie Crowd investing und Crowdfunding angeboten werden. Crowdin vesting heißt der neue Trend, bei dem sich Anleger an hoff - nungsvollen Start-ups beteiligen. Die Crowd ist im Englischen die Masse, der Schwarm. Die Idee ist, dass viele (= Schwarm!) Internet-Nutzer in ein neues Unternehmen investieren und dadurch Anteile erwerben. Diese Investoren profitieren von Gewinnen, leiden aber auch bei etwaigen Verlusten des Unternehmens. Jeder ab 18 Jahren kann mitmachen bei der Jagd nach dem nächsten Starbucks, Facebook oder Zalando. Wer jedoch auf schnelle und sichere Renditen aus ist, so Christoph Schalast, Professor für Beteiligungsrecht an der Frankfurt School of Finance, im Handelsblatt, sollte von Crowdinvesting lieber die Finger lassen. Gerade Privatpersonen sollten bedenken, dass es sich bei derartigen Investments um hochriskantes Frühphasenkapital handelt. Auf Crowdfunding-Plattformen werden Geldgeber gesucht, die mit meist kleinen Beträgen zur Finanzierung eines Projektes beitragen. Sie erhalten im Gegenzug eine materielle oder immaterielle Gegenleistung. Weitere Informationen: Businessplan-Wettbewerb 2014 Der Businessplan-Wettbewerb 2014 wurde auf der degut- Messe gestartet. Die Berliner Volksbank richtet am 7. Januar 2014 den ersten Kontaktabend aus dieses Mal im Asphalt- Club am Gendarmenmarkt (www.asphalt-berlin.com/klub). Zu jeder Existenzgründung gehört ein Businessplan. Er ist das Herzstück einer Unternehmensplanung und ein Kontrollinstrument für den künftigen Unternehmer. Er beleuchtet das unternehmerische Gesamtkonzept mit allen wesentlichen Voraussetzungen. Mit seiner Hilfe überzeugen Gründer mögliche Partner und Geldgeber von ihren Ideen. Daneben hat sich in den letzten Jahren der Business Model Canvas als weiteres Instrument für Gründungen und Geschäftsmodelloptimierungen etabliert. Business Model Canvas ist eine Methode des strategischen Managements, um bestehende Geschäftsmodelle zu dokumentieren und weiterzuentwickeln oder um neue Geschäftsmodelle zu generieren. Er unterstützt Unternehmen dabei, ihre Aktivitäten besser zu koordinieren und mögliche Zusammenhänge deutlich zu machen. Probleme und Fallstricke werden frühzeitig erkannt und können umgangen werden. Mehr Infos: treffpunkt_44 15

16 Immobilien Makler dringend gesucht Verkaufsgespräch zwischen Interessent und Maklerin: Sie hat alle Unterlagen Die Zahl der in Berlin tätigen Immobilienmakler ist seit 2010 um fast 60 Prozent gestiegen. Das berichtete kürzlich ImmobilienScout24, die meist genutzte Online-Immobilienbörse. Gründe für den Boom könnten zum einen die immer größere Attraktivität der Hauptstadtregion und zum anderen die erwarteten Verdienstmöglichkeiten sein. Insofern wird die Frage nach einem Makler des Vertrauens immer wichtiger. Wie aktuell das Thema ist, zeigt auch die Makler-Initiative, die Berlins Justizsenator Thomas Heilmann gestartet hat und die für mehr Transparenz und niedrigere Preise sorgen soll. In den Koalitionsverhandlungen haben sich CDU/CSU und SPD darauf verständigt, dass künftig derjenige den Makler bezahlen soll, der ihn bestellt. Wer als Immobilienmakler tätig werden will, hat nur geringe rechtliche Voraussetzungen zu erfüllen. Es gibt einen Fragenkatalog, dessen Beantwortung dem Kunden die Sicherheit geben kann, einem vertrauenswürdigen Makler oder einer Maklerin gegenüberzustehen: Hat die Person eine fachspezifische Ausbildung? Seit wann ist sie in dem Beruf tätig? Ist sie Mitglied in einem Fachverband? Welche Referenzen liegen vor? Wie gut kennt sich die Person in der Region aus? Wie gut kennt sie die relevante Immobilienart? Welche Vermarktungsstrategie beim Verkauf empfiehlt der Makler? Auf welchem Weg findet er beim Verkauf einen solventen und seriösen Käufer? Wie ermittelt er beim Verkauf Wert und marktgerechten Preis für das Objekt? Mit wem / welchem (Bank-)Institut arbeitet er zusammen, und über welches Netzwerk mit ergänzenden Leistungen (Finanzierungen, Versicherungen) verfügt er? Beim Kauf: Wie gut ist er über Objekt und Verkäufer informiert? Wie viel Zeit veranschlagt er für die Erfüllung des Auftrags? Neben diesen Vertrauensfragen ist insbesondere für Immobilienverkäufer die Frage nach der konkreten Leistungsabfolge des Maklers relevant. Zentrale Bedeutung hat die Festlegung eines marktgerechten Preises. Ist er zu niedrig angesetzt, wird im Verkaufsfall Geld verschenkt. Eine überhöhte Preisforderung bewirkt ausbleibende Nachfrage mit der Folge, dass der Preis reduziert werden muss. Das wiederum signalisiert Bereitschaft für Preisnachlässe und ruft Schnäppchenjäger auf den Plan. Weiter sind die Erstellung eines professionellen Exposés und die werbliche Bekanntmachung des Angebots Aufgaben des Maklers. Es folgt die Auswahl echter Interessenten, die Organisation von (Einzel-)Besichtigungen, das Finden eines Käufers, der solvent ist, und schließlich die Begleitung der rechtlichen und notariellen Aktivitäten zur Eigentumsübertragung. Alle Berater und Makler der Berliner Volksbank Immobilien GmbH sind fachspezifisch ausgebildet, verfügen über fundierte Kenntnisse sowie langjährige Erfahrungen im Immobiliensektor und sind jeweils auf Teilregionen in Berlin/ Brandenburg spezialisiert. Tipp für interessierte Immobilienverkäufer: Die professionelle Wertermittlung des Verkaufsobjekts ist unverbindlich und erfolgt für Mitglieder unentgeltlich. Anzeige Geschenktipp! Die Jahreskarte für Zoo, Aquarium oder Tierpark JETZT N E U: die 3 in 1-KombiCard 16 treffpunkt_44

17 GEBORGENHEIT HAT TAUSEND FACETTEN. UND JETZT AUCH EIN ZEICHEN. Für die einen ist Geborgenheit die gemütliche Winterzeit mit der Familie. Für die anderen ist sie ein lustiger Hüttenabend mit Freunden. Für ganz viele bedeutet Geborgenheit, bei der Versicherung zu sein, bei der man sich gut aufgehoben fühlt. Entdecken Sie die tausend Facetten auf geborgenheit-ist.de treffpunkt_44 17

18 Initiativen Euro für den guten Zweck Die Rekordsumme von Euro konnte in diesem Jahr mit Hilfe des VR-Gewinnsparens gespendet werden. Aufgeteilt auf 116 Vereine in Berlin und Brandenburg, unterstützt die Berliner Volksbank mit diesem Geld unmittelbar soziale, gemeinnützige und karitative Initiativen in der Region. Die fünf Gewinnervereine vor einem der fünf VRmobile: Handball-Verein Grün Weiß Werder, Häusliche Kinder krankenpflege Berlin-Brandenburg, Mensch für Pferd und umgekehrt, Kiek in und Kontakte schaffen Leben Das VR-Gewinnsparen ist die Kombination aus Sparen, Gewinnen und Helfen. Jedes Gewinnsparlos kostet 5 Euro im Monat. Hiervon werden 4 Euro gespart und am Jahres - ende wieder auf das Konto überwiesen. Bei einem Los pro Monat sind das zum Jahresende 48 Euro (12 x 4 Euro). Der verbleibende 1 Euro wird für einen Loskauf genutzt, und damit nimmt man an den monatlichen Verlosungen von attraktiven Geld- und Sachprämien teil. Jeden Monat sind Gewinne zwischen 2,50 Euro bis Euro möglich, und jedes Jahr werden zusätzlich attraktive Sachprämien wie z. B. Autos verlost. Zum Jahresende winkt zudem ein Höchstgewinn von einmalig Euro. Die Gewinnsparer der Berliner Volksbank konnten sich in diesem Jahr über vier Vespas, einen Audi A3 und insgesamt Euro Geldgewinne freuen (Stand Oktober 2013). Das Besondere beim VR-Gewinnsparen ist, dass von jedem erworbenen Los 25 Cent für soziale, gemein nützige Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts freute sich über den Scheck für ihren Verein Kultur-voll, der sozial benachteiligte Kinder unterstützt und karitative Zwecke in Berlin und Brandenburg gespendet werden. 5 neue VRmobile flitzen durch Berlin und Brandenburg Ob es der Transport pflegebedürftiger Menschen oder einer Vereinsmannschaft zu Auswärtsspielen ist Mobilität ist heutzutage unverzichtbar. Diesen Bedarf unterstützten wir in diesem Jahr bereits zum siebten Mal in Folge und haben fünf VRmobile an gemeinnützige Vereine in Berlin und Brandenburg gespendet. Die nagelneuen VW up! im Wert von je Euro wurden im September in Wolfsburg übergeben konnte die Berliner Volksbank insgesamt 116 Ein - richtungen unterstützen und ermöglicht u.a., dass die RUGBYUNION Hohen Neuendorf e.v. neue Uniformen für die Cheerleader kaufen und der Förderverein der Gesamtschule Immanuel Kant eine Schülerfirma als Genossenschaft gründen konnten. Die Berliner Tafel e.v. erhielt ebenso eine Spende wie etwa der Verein KULTUR- VOLL, der im Naturtheater Hirschfelde Kunstworkshops für sozial benachteiligte Kinder veranstaltet. Die ideale Geschenk-Idee Mit dem Jahres-Geschenklos für 60 Euro verschenken Sie ein Jahr lang die Chance auf attraktive Gewinne. Das Los nimmt 12 Monate lang an der Verlosung aller Geld- und Sachprämien sowie an allen Sonderverlosungen innerhalb der Loslaufzeit teil. Eventuelle Gewinne werden dem Beschenkten monatlich überwiesen. Den garantierten Sparanteil von 48 Euro erhält er am Ende der Laufzeit. Gewinnsparlose können Sie in jeder Filiale und im Inter net -Banking erwerben. 18 treffpunkt_44

19 Initiativen Stephan Schmitter, Tanja Müller-Ziegler und Sarah Wiener ZasterMaster Zur Schule in die Bank Wie wird man eigentlich Chef? Mit der Berufswahl beschäftigen sich viele Schüler spätestens dann, wenn das obligatorische Schulpraktikum ansteht. In der Berliner Volksbank konnten sich Jugendliche aus Berliner und Branden burger Schulen, die 2012 beim Wettbewerb ZasterMaster gewonnen hatten, über die Medienbranche, die Gastronomie und das Bankgewerbe informieren. Spitzenköchin Sarah Wiener, die mit einer verrückten Idee, einem Kredit über Mark, viel Glück und einigen herben Rückschlägen auf die Erfolgsspur kam, hatte eine kernige Antwort auf die Chef-Frage parat: Biss haben, gierig sein, bereit sein, auch die niedrigsten Arbeiten gut zu machen, und nicht gleich das Wei- nen anfangen, wenn man mal fünf Stunden stehen muss. So gesehen hat Stephan Schmitter alles richtig gemacht. Als Praktikant beim Radio hat er tatsächlich Kaffee gekocht und Texte kopiert, lachte der heute 39-jährige Geschäftsführer des RTL Radio Center Berlin. Seine journalistische Karriere mündete in den Posten des Medienmanagers, der seit 2004 im härtesten Radiomarkt Deutschlands Erfolgszahlen schreiben kann. Dass die Medienbranche wie auch die Gastronomie kein Ponyhof sind, war unüberhörbar: Morgenshow- Moderatoren etwa stehen um halb drei Uhr früh auf, und wegen der sich im Internet und insbesondere in den interaktiven digitalen Medien immer schneller verbreitenden Nachrichten müssen Journalisten ständig am Ball bzw. am Smartphone sein. Tanja Müller- Ziegler, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Berliner Volksbank, sagte, dass es auch in der Berliner Volksbank interessante Jobs gibt, die was mit Medien zu tun haben. Facebook und Twitter sowie der Blog gehörten zum täglichen Geschäft der Unternehmenskommunikation. Die drei Wirtschaftsver treter ermunterten die rund 100 Jugend lichen, sich bei ihren Unternehmen zu bewerben, was ein Schüler der Jean-Clermont- Schule kurzerhand in die Tat umsetzte: Du siehst ja schon so patent aus, das machen wir!, bejahte Sarah Wiener seine Praktikumsanfrage übers Mikrofon. Mit ZasterMaster möchte die Berliner Volksbank junge Menschen anregen, sich mit wirtschaftsnahen Themen zu befassen. Die Preisverleihung für den diesjährigen Wettbewerb findet am 17. Dezember 2013 in der DZ Bank Berlin statt. Bahn-Chef Grube beim Business Dinner 2013 Geld verdienen, einer der Top 10-Arbeitgeber in Deutschland werden und das umweltfreundlichste Verkehrsmittel sein das sind die drei Ziele der Deutsche Bahn AG, und der Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Grube (Foto r.) trug sie beim Business Dinner von Berliner Volksbank und Berliner Wirtschaftsgespräche am 13. November 2013 mit Verve vor. 20 Jahre nach der Bahnreform sei festzuhalten, dass aus der früheren Behördenbahn ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen geworden sei. Die Bahn hat viel vor und wird nach den Wortes Grubes betriebsnotwendige Investitionen aus eigener Kraft stemmen. Eine der zentralen Herausforderungen bestehe aber in der Modernisierung der Infrastruktur, wofür der Bund zuständig ist km Schienen, davon aus dem 19. Jahrhundert, marode Brücken, Stellwerke aus Kaisers Zeiten, zählte der Bahn-Chef die Aufgaben auf, die zu bewältigen seien. Wie gut die Chancen stehen, dass die Politik, die im Rahmen der Koalitionsgespräche ein großes Infrastrukturpaket verhandelt, Geld für die Bahn in die Hand nimmt, fragte Andreas Mertke, Vorstandsmitglied der Berliner Volksbank und Moderator der Veranstaltung. Noch nie so gut wie jetzt, antwortete Grube trocken. treffpunkt_44 19

20 Unternehmensporträts 40seconds verwendet als hochwertiger Caterer immer frische Zutaten. Guter Service steht an erster Stelle Full-Service-Dienstleister: Von Catering bis Übernachtung Alles, was das Kunden-Herz begehrt Der Kunde ist König: Nach diesem Leitspruch handeln erfolgreiche Geschäftsleute seit eh und je. Die beiden Full-Service-Dienstleister Sarotti-Höfe und 40seconds wollen ihren Gästen ganz besondere Erlebnisse bieten. Dafür scheuen sie weder Kosten noch Mühe. 40seconds: Exklusiv in allen Bereichen Ob kleine oder große Veranstaltungen: Berlin ist ein beliebter Ort für exklusive Events. Die Hauptstadt ist sehr repräsentativ, hat eine gute Infrastruktur und bietet noch einen weiteren Vorteil, der oft entscheidend ist: Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten wie München oder Hamburg ist es in Berlin preiswerter vom Hotelzimmer bis hin zur Location, so Walter Tepe, freiberuflicher Eventmarketing-Berater. Zu den erfolgreichen Unternehmen in diesem Bereich gehört auch das 40seconds mit den vier Geschäftsbereichen Catering, Locations, Events und Club. Die Marke gehört zum Full-Service-Dienstleister Roof GmbH & Co. KG, dessen Geschäftsführer Jennifer Michaels und Thorsten Schermall sind. Die beiden Freunde verwirklichten bereits seit 1999 einige gemeinsame Projekte eröffneten sie das 40seconds im bekannten Haus Loeser & Wolf in der Potsdamer Straße 58 als Club und Eventlocation. Den Namen 40seconds wählte Thorsten Schermall, weil der Aufzug 40 Sekunden vom Erdgeschoss bis in den 8. Stock braucht. Im Laufe der Zeit kamen drei neue Locations zum exklusiven Portfolio des Unternehmens hinzu: das Labels2 am Osthafen, das Humboldt-Abspannwerk in Prenzlauer Berg und die mobile Zelt-Location DOMEDELUXE. 20 treffpunkt_44

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