Westsachsen. »Motor der Wirtschaft«Erscheinung: März Ein Standort mit Tradition und Zukunft stellt sich vor

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1 Westsachsen»Motor der Wirtschaft«Erscheinung: März 2012 Ein Standort mit Tradition und Zukunft stellt sich vor ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG VON FREIE PRESSE UND BLICK

2 GOOD LACK! Dass Sie mit Ihrem Wagen unbeschadet durch den Straßenverkehr kommen, können wir nicht garantieren. Aber dass er top aussieht! Lackier Center GmbH Glauchau Weidensdorfer Str Glauchau Tel ( ) Fax ( ) Mail Web lackiercenter-glauchau.de WELTWEIT SYNONYM FÜR MOBILITÄT UND INNOVATION. BEHR GLOBALE KOMPETENZ FÜR THERMO MANAGE MENT IN DER AUTO MOBIL INDUSTRIE Heat up. Cool down. Behr Kirchberg GmbH Bahnhofstraße Kirchberg Tel Fax

3 Westsachsen: Deutschlands höchste Einwohnerdichte Der Landkreis Zwickau entstand zum 1. August 2008 durch den Zusammenschluss der Landkreise Chemnitzer Land, Zwickauer Land und der kreisfreien Stadt Zwickau. Er ist mit knapp 950 Quadratkilometern der flächenmäßig kleinste Kreis im Freistaat Sachsen und hat mit 360 Einwohnern je Quadratkilometer die größte Einwohnerdichte aller Landkreise der neuen Bundesländer. Die Statistiker zählen hier etwas mehr als Einwohner. In der Folge der sächsischen Verwaltungsreform im Sommer 2008 wurde Zwickau zur Kreisstadt des 33 Gemeinden umfassenden neuen Kreisgebietes. Größte Bildungseinrichtung des Landkreises ist die Westsächsische Hochschule Zwickau, an der aktuell rund 5000 Studierende immatrikuliert sind. Eine Studienakademie befindet sich in Glauchau. Seite 3 In eigener Sache... Wirtschaftskraft: Eine Region präsentiert sich Aus dem Inhalt Seite 4... Bestandsaufnahme ermittelt passende Flächen für Investitionen Seite 5...»Wir verzeichnen durchweg eine positive Resonanz «Interview mit Landrat Christoph Scheurer Seite 6... Volkswagen setzt auf Kontinuität und Fortschritt Seite 8... Erfolgskonzept: Kunde muss profitieren Seite 9... Ideen werden bezuschusst/20 Jahre Industrieentwicklung Seite Vom Glanz des Silbers: Innovativer Wirkstoff für die Pflege von Haut und Haar Seite Wachstumspreis: Kleine und mittlere Betriebe können sich bewerben Seite : Kartoffelhersteller investiert Herausforderungen bleiben Seite Modellregion erläutert Schüler die Arbeitswelt Seite Straßenbau: Solides Handwerk mit Zukunft Seite Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau: Kompetent und Beratung vor Ort Seite Elektro-Gernhardt: Spezialist für Komplettlösungen Seite Arbeitsagentur: Mehr als nur die Vermittlung von Bewerbern Seite Hannover Messe 2012: Region präsentiert sich als Wirtschaftsstandort Seite Sachsenring: Neue Events an alter Strecke Seite Brauerei unterstützt die Region Seite ABS Täubner GmbH: Modische Kleidung für Arbeit und Beruf Seite Globus: Unternehmen ist in der Region fest etabliert Seite DEUTSCHE BKK: Kunden wissen Produkte, Leistungen und Service zu schätzen Seite Ausbildung: Frühzeitige Orientierung ist wichtig Seite HEKA-Direkt: Aufstrebendes Unternehmen agiert überregional Seite Firma Koldi: Plattform liefert aktuellen Blick auf die Unternehmenszahlen Seite Solarwärme von Förderkürzungen nicht betroffen Der Landkreis Zwickau gilt als der Automobilstandort in Sachsen und Ostdeutschland. Die Region und vor allem die Kreisstadt Zwickau sind verbunden mit dem deutschen Maschinenbauingenieur und Gründer der Automobilbauunternehmen Horch und Audi, August Horch. In seiner Tradition sind an dem heutigen Wirtschaftsstandort maßgeblich Unternehmen im Maschinenbau, der Elektrotechnik sowie in der Logistik angesiedelt. Besonderes Augenmerk wird auf die Weiterentwicklung von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zur Sicherung des technologischen Standards gelegt. Die Region bietet hervorragende Bedingungen für Ansiedlungen und das Wachstum von Unternehmen: viele Menschen, eine effiziente Verkehrsanbindung sowie ein breites Netz an Bildungsangeboten. Die Sonderausgabe der Wirtschaftsbeilage soll den Standort reflektieren. Wir werden über die Branchenvielfalt berichten und die Stärken der Region zeigen. Dabei helfen uns Statistiken, Zahlen und Fakten aber auch Interviews. Wir wollen den Ausbildungs- und Stellenmarkt erörtern und die Bedeutung der Fachkräfte für die Unternehmen erläutern auch vor dem Hintergrund einer demografischen Entwicklung. Wir erzählen unternehmerische Erfolgsgeschichten, und stellen herausragende Produkte und innovative Entwicklungen vor. (ari) Impressum: Die Anzeigensonderveröffentlichung Westsachsen Motor der Wirtschaft ist eine Gemeinschaftsproduktion von Freie Presse und BLICK. Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG Chemnitz, Brückenstraße 15 Freie Presse Geschäftsführer: Ulrich Lingnau Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz Chemnitz, Brückenstraße 15 BLICK Geschäftsführer: Tobias Schniggenfittig Verantwortlich für den Gesamtinhalt Verlagsbezirksleiter Westsachsen: Uwe Klemm Freie Presse, Hauptstraße 13, Zwickau Telefon 0375 / Redaktion Regionalleiter Westsachsen: Mandy Fischer Redaktion: Ariane Grund Anzeigenverkauf Freie Presse Anzeigenverkaufsleiter Westsachsen: Valeri Stroh Anzeigenverkauf BLICK Geschäftsstellenleiter Zwickau: Christfried Schäfer Anzeigen nach der Sonderpreisliste zur Beilage, einschließlich der Allgemeinen und Zusätzlichen Geschäftsbedingungen der o. g. Verlage Druck Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG Chemnitz, Brückenstraße 15 Verbreitete Auflage: Exemplare

4 Branchenmix vor den Toren der Stadt Eines der größten Gewerbegebiete im Kreis liegt zwischen Crimmitschau und dem Ortsteil Gablenz. An der Staatsstraße 289 gelegen sind es von hier nur drei Kilometer zur Autobahnanschlussstelle Meerane. Das Gewerbegebiet weist eine Nettobaufläche von Quadratmetern aus, wovon noch Quadratmeter verfügbar sind. Hier haben sich unter anderem Firmen aus den Bereichen der Automobilzulieferindustrie, der Metallverarbeitung, der technischen Textilindustrie sowie Handwerker angesiedelt. Seite 4 Die Suche nach neuen Märkten Von Ariane Grund Die Wirtschaftskraft und das Wirtschaftswachstum im Bereich der Regionalkammer Zwickau sind deutlich durch das verarbeitende Gewerbe geprägt. Nach den gegenwärtigen Einschätzungen der Unternehmen wird die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Monate überwiegend als vorsichtig optimistisch bewertet, sagt Michael Stopp. Foto: Privat Michael Stopp von der Regionalkammer Zwickau. Allerdings, so gibt er zu bedenken, werden die in den letzten Monaten wieder stark angestiegenen Materialund Rohstoffpreise erneut den Kosten- und Wettbewerbsdruck erhöhen. Hiervon sind vor allem kleinere Unternehmen betroffen, da in der Regel ihre Auftragsplanungen und damit verbundene Materialeinkäufe überwiegend kurzfristig erfolgen. Für sie besteht kaum Spielraum, einen rasanten Preisanstieg abzufedern. Das Jahr 2011 war das umsatzstärkste Jahr für die Unternehmen des Freistaates Sachsen. Diesem Trend entsprach auch der Landkreis Zwickau, jedoch nicht in allen Bereichen: Gab es im Jahr 2010 in Sachsen 1219 Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten (im Landkreis Zwickau 111), stieg diese Zahl im Jahr 2011 sachsenweit auf In Zwickau waren hingegen keine Veränderungen zu verzeichnen. Mögliche Ursachen dafür könnten unter anderem in der Städtepolitik und deren Ansiedlungsdiplomatie oder aber einer mangelhaften Strategie innerhalb der Wirtschaftsförderung liegen, mutmaßt Stopp. Die Industrie im Landkreis Zwickau ist stark abhängig vom Export. Vom erwirtschafteten Gesamtumsatzes im Kreis immerhin Milliarden Euro (2011) wurden die Hälfte der Güter mit einem Finanzvolumen von Milliarden Euro exportiert. Vor allem hochwertige Produkte aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie Teile für die Automobilzulieferindustrie finden ihren Markt im Ausland. Der Anteil des Landkreises Zwickau an Sachsens Auslandsumsatz sank jedoch im zurückliegenden Jahr deutlich um 5,34 auf aktuell 20,33 Prozent. Hier wünscht sich die regionale Wirtschaft durch die Landesregierung eine stärkere Förderung bei Messeteilnahmen, für Exportinitiativen sowie Unternehmerreisen, die für die Erschließung neuer Märkte unabdingbar sind, so Michael Stopp. Die IHK Chemnitz selbst wird versuchen, die Kräfte der einzelnen Unternehmen zu bündeln und ihnen bei der Suche nach neuen Märkten behilflich zu sein, verspricht der Zwickauer. Ein Baustein dabei ist das neue Kompetenzcluster Märkte/Kooperationen, das im Januar seine Arbeit aufnahm. In den zurückliegenden Jahren entstanden im Kreisgebiet 26 Gewebegebiete mit einer Nettofläche von rund 6,5 Millionen Quadratmetern. Foto: Rainer Dohle Gewerbegebietskonzept entsteht bis Sommer Bestandsaufnahme ermittelt passende Flächen für Investitionen Der Landkreis Zwickau gilt als der Automobilstandort in Sachsen und Ostdeutschland und ist maßgeblicher Standort für Unternehmen im Maschinenbau, der Elektrotechnik sowie in der Logistik und entwickelt sich zum Kompetenzstandort für regenerative Energien. In 26 der im Landkreis gelegenen Industrie- beziehungsweise Gewerbegebieten sind noch Flächen belegbar. Diese umfassen 1,4 Millionen Quadratmeter in Summe. In dieser Gesamtzahl sind jedoch auch Flächen enthalten, die für Investoren häufig zu klein sind, teilt Birgit Vorratz von der Wirtschaftsförderung des Landkreises mit. In Zusammenarbeit mit der Regionalkammer Zwickau der IHK Chemnitz erstellt der Kreis zur Zeit ein Gewerbegebietskonzept. Bis zum Sommer werden dabei nicht nur die Gebiete und ihre Auslastung untersucht, es wird auch der Zuschnitt der noch verfügbaren Flächen geprüft, und es werden nicht zuletzt Unternehmen und potenzielle Investoren befragt. Wir möchten von ihnen unter anderem wissen, welche Vorteile ein Standort haben muss, um für eine Investition in Frage zu kommen, erklärt Birgit Vorratz. Sie weiß: Das Gewerbegebietskonzept ist in erster Linie eine Art Bestandsaufnahme und soll gleichzeitig Arbeitsgrundlage für die Kommunen des Kreisgebietes sein. Größter Standort des Kreises ist das Industrie- und Gewerbegebiet Meerane Südwest mit einer Nettofläche von etwa Quadratmetern. Am Wirtschaftsstandort siedelten sich seit seiner Erschließung im Jahr 1991 etwa 146 Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Gewerbe und Handel an Menschen haben hier einen Arbeitsplatz gefunden. Die Belegungsquote liegt bei nahezu 96 Prozent. Freie Gewerbeflächen von mindestens Quadratmetern gibt es unter anderem noch in Crimmitschau, Glauchau Nordwest, Limbach-Oberfrohna Süd und Werdau Süd. (ari)

5 Standortwahl: Unternehmen wünschen Verkehrsanbindung Die Wahl eines Standortes für ein Unternehmen ist von verschiedenen Einflüssen abhängig, darunter die relative Nähe eines Marktes für die jeweiligen Produkte oder Dienstleistungen. Viele Unternehmen wünschen sich dabei eine sehr gute verkehrstechnische Anbindung. Damit kann die Wirtschaftsregion des Kreises punkten. Auch aktuell laufen Planungen und Bauprojekte im Bereich des Straßenbaus, darunter zum Neubau von Staatsstraßen (S 282, S 286, S 289 und S 293) sowie zum Ausbau und Neubau der S 283. Seite 5 Interview mit Landrat Christoph Scheurer Von Ariane Grund»Wir verzeichnen durchweg eine positive Entwicklung«Eines der wichtigsten Wirtschaftsgebiete in Sachsen und in den neuen Bundesländern ist die Region um Zwickau. Insbesondere die Kommune selbst, viertgrößte Stadt im Freistaat, bietet ideale Rahmenbedingungen für Industrie und Gewerbe. Darüber hinaus blickt die Region auf eine über 100-jährige Tradition im Fahrzeugbau zurück und verfügt über ein Arbeitskräftepotenzial, das sich aus nahezu Einwohnern speist. Freie-Presse-Mitarbeiterin Ariane Grund sprach mit Christoph Scheurer (CDU), Landrat des Landkreises Zwickau. Freie Presse: Warum ist es wichtig, den Wirtschaftsstandort Zwickau in einer Sonderbeilage zu kommunizieren? Christoph Scheurer: Meiner Meinung nach ist eine Sonderveröffentlichung sehr wichtig, weil wir mit ihr gleich mehrere Ziele erreichen können. Ein Ziel sollte sein, das Image des Landkreises Zwickau als ein wirklich attraktiver Platz zum Leben und Arbeiten verstärkt in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Oftmals wissen viele Menschen nicht, welche Firmen es tatsächlich in ihrem Umfeld gibt, welche tollen Produkte diese Unternehmen fertigen und welche Leistungen sie erbringen. Das Wissen über Firmen in der Region, deren Tätigkeitsbereiche und Produkte sowie das in ihnen enthaltene Potenzial für die künftige positive Entwicklung soll mit Hilfe einer Sonderveröffentlichung sowohl nach innen als auch nach außen getragen werden. Zudem kann das Wissen der Unternehmen voneinander verbessert werden: Was macht mein direkter Nachbar im Gewerbegebiet? Wo können wir eventuell zusammenarbeiten? Wer fertigt in der Nähe für mich relevante Produkte? Diese und weitere Fragen kann eine Publikation dieser Art beantworten helfen. Weiterhin gilt es, die überregionale Bekanntheit des Standortes und der Firmen zu stärken. Freie Presse: Wie hat sich der Wirtschaftsstandort Zwickau in den zurückliegenden Jahren entwickelt? Christoph Scheurer: Wir verzeichnen eine durchweg positive Entwicklung. Krisenbedingte Schwankungen wurden wieder ausgeglichen. In den zurückliegenden zehn Jahren nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse zu. So stieg die Beschäftigtenquote am Wohnort von 51,4 Prozent im Jahr 2001 auf 54,5 Prozent im Jahr Der Anteil der Erwerbstätigen im verarbeitenden Gewerbe konnte ebenfalls leicht gesteigert werden (2001: 22,4 Prozent, 2009: 23,1 Prozent), und wir zählen mit rund 5300 Handwerksbetrieben eine Dichte, die weit über dem Durchschnitt unseres Freistaates Sachsen liegt. Freie Presse: Welche Branchen sind besonders gut entwickelt? Christoph Scheurer: Besonders stark ist der Landkreis Zwickau in den Kernbranchen des verarbeitenden Gewerbes aufgestellt. Dazu zählt schon aus der Tradition heraus der Automobilbau und dessen Zulieferindustrie. Aber auch Metall bearbeitende Unternehmen, Unternehmen der Elektrotechnik und Elektronik, Betriebe in der Informationstechnik sowie Hersteller technischer Textilien kann die Region aufweisen. Darüber hinaus tragen unsere Handwerks betriebe sowie zahlreiche Dienstleister zur Gestaltung eines lebendigen und stabilen Branchenmixes bei. Freie Presse: Wo geht die Kreisentwicklung hin? Wo sehen Sie die regionale Wirtschaft in den nächsten Jahren? Christoph Scheurer: Wir glauben an eine weiterhin positive Entwicklung speziell im Hinblick auf das verarbeitende Gewerbe und die Kernbranchen in der Region. Darüber hinaus wünschen wir uns eine weitere Stärkung von neuen Technologien, zum Beispiel in den Bereichen Umwelt, effiziente Energienutzung beziehungsweise die Anwendung alternativer Energien sowie in der Logistikbranche. Die zunehmend hohe Spezialisierung, eine kundenindividuelle Fertigung sowie eine Entwicklung von Nischenprodukten wird perspektivisch den Vorrang haben vor kostengünstigen Massenproduktionen, unter anderem deshalb, weil der zunehmende Wettbewerb um Fachkräfte ein höheres Lohnniveau als bisher nach sich ziehen wird. Innerhalb der Unternehmen wird eine verstärkte Serviceorientierung nicht nur in der Dienstleistungsbranche ein wichtiges Merkmal werden, um sich von Konkurrenten abzuheben und neue Marktpotenziale zu erschließen. Zudem muss die Infrastruktur des Landkreises langfristig leistungsfähig bleiben. In den vergangenen Jahren wurden enorme Kraftanstrengungen unternommen, um schnelle Anbindungen zwischen der A 4 und der A 72 im Landkreis zu schaffen. Systematisch wurde an der Entlastung der Ortslagen, der Entflechtung der Verkehrsarten und einer funktionsgerechten Ergänzung und Gliederung des Netzes gearbeitet. Weitere Anstrengungen sind nun notwendig, um eine schnelle Straßenverkehrsanbindung nach Leipzig zu schaffen sowie die Anbindung an den überregionalen Schienenfernverkehr zu verbessern. Landrat Christoph Scheurer. Foto: Archiv Landratsamt Freie Presse: Wo liegen Ressourcen? Christoph Scheurer: Ressourcen liegen aus Sicht der Wirtschaftsförderung in der Kooperation zwischen Unternehmen und Hochschulen speziell im Hinblick auf kleinere, praxisorientierte Forschungsvorhaben. Die Westsächsische Hochschule Zwickau eignet sich hervorragend für unternehmensnahe Forschungsund Entwicklungsprojekte, die Staatliche Studienakademie in Glauchau ist bewährter Partner für die unternehmensnahe Ausbildung, speziell in den mittelständischen Wirtschaftsunternehmen. Im Hinblick auf die Gewinnung von Fachkräften sollte es gemeinsame Initiativen von Unternehmen und Institutionen geben, speziell auch im Handwerksbereich. Zukünftig setzen wir uns für ein aktives gemeinschaftliches Darstellen der Region nach außen ein, beispielsweise durch ein Botschaftermarketing mit erfolgreichen Unternehmerpersönlichkeiten. Am Herzen liegt uns nicht zuletzt eine stärkere Vernetzung zwischen den Wirtschaftsförderern der Kommunen. Dadurch kann ein erfolgreicher Erfahrungsaustausch beispielsweise in Bezug auf die Innenstadtentwicklung in Gang kommen. Auch könnten gemeinschaftliche Anliegen von Projekten, darunter die koordinierte Ansiedlung neuer Investoren, in Kooperation bearbeitet werden. Freie Presse: Welche Unterstützung kann die Verwaltung der Wirtschaft geben? Christoph Scheurer: Wirtschaftsförderung ist eine freiwillige Aufgabe der Landkreisverwaltung, der wir uns gern stellen und die wir für sehr wichtig erachten. Wir versuchen, Projekte und Aufgaben zu realisieren, welche auch nachhaltig im Sinne der Unternehmen wirken, so beispielsweise im Bereich der Nachwuchsgewinnung der Fachkräfte von morgen. Hier engagieren wir uns verstärkt im Rahmen der Modellregion Berufs- und Studienorientierung im Landkreis Zwickau. Weiterhin gilt es, eine unternehmensfreundliche Verwaltung mit transparenten Verfahren zu schaffen. Eine direkte Subventionierung im Sinne der Ausreichung von Fördermitteln ist durch uns nicht möglich, jedoch sind es häufig die am Standort vorherrschenden Rahmenbedingungen, die positiv oder negativ zur Entwicklung der Unternehmen beitragen. Hier heißt es, anzusetzen, damit die Unternehmen bestmögliche Bedingungen vorfinden.

6 August Horch stellte Weichen für die Zukunft einer Region August Horch stellte 1904 in der Stadt Zwickau entscheidende Weichen für die Zukunft: Der Ingenieur zog von Reichenbach nach Zwickau um und gründete hier die A. HORCH & CIE. Motorwagenwerke AG Zwickau gründete er eine zweite Automobilfirma und nannte sie wegen namenrechtlicher Schwierigkeiten AUDI Automobilwerke GmbH. Mit der 1933 gegründeten Rennabteilung der AUTO UNION in den Zwickauer HORCH-Werken erlangte der Name Zwickau Weltruf. Aus den Werken Horch und Audi entstand das Automobilwerk Sachsenring. Seite 6 Investitionen in sächsische Standorte Von Andreas Wohland Volkswagen setzt auf Kontinuität und Fortschritt Als der Volkswagen-Konzern direkt nach der politischen Wende in der damaligen DDR damit begann, den Standort Mosel in seine langfristige Unternehmensplanung einzubeziehen, ahnten wohl nur weitsichtige Visionäre, welche weit reichenden Auswirkungen dieses wirtschaftliche Engagement auf die gesamte westsächsische Region einmal haben würde. Bereits im September 1990 erfolgte die Gründung von VW-Sachsen, zu dem neben der Fahrzeugfertigung Mosel auch das Motorenwerk Chemnitz gehört. Damit gab das Wolfsburger Automobilbauunternehmen eine klare Zielstellung für seine zukünftige Entwicklung im Osten Deutschlands vor. Westsachsen, insbesondere Zwickau mit so eindrucksvollen Namen wie Horch und Audi, einst Wiege der sächsischen Automobilbauindustrie bot sich allein schon aufgrund des dort vorhandenen Fachkräftepotenzials für die Umsetzung eines ehrgeizigen Vorhabens an. Faktisch auf der sprichwörtlich grünen Wiese wurde in Mosel eine vollkommen neue Fertigungsstätte mit aktuell rund 1,8 Millionen Quadratmetern Werksfläche errichtet, die von Anfang an höchsten Anforderungen des modernen Automobilbaus gerecht wurde. Volkswagen war damit das erste bundesdeutsche Großunternehmen, das in den neuen Bundesländern mit derart umfangreichen Investitionen Flagge zeigte. Mit unübersehbarem Erfolg. Heute ist Volkswagen Sachsen der wohl wichtigste Wirtschaftsfaktor in westsächsischem Raum und Arbeitgeber für 8100 Beschäftigte, davon allein 6850 am Standort Mosel. Hinzu kommt, dass sich zahlreiche Zulieferer in der Nähe der beiden Unternehmensstandorte angesiedelt und auf diese Weise weitere Arbeitsplätze in der Region geschaffen haben. Wirtschaftlich kann Volkswagen Sachsen auf eine beeindruckende Bilanz verweisen. So hat das Unternehmen seit der Produktionsaufnahme im Jahr 1990 insgesamt 3,9 Millionen Fahrzeuge, annähernd 11 Millionen Motoren sowie 5,2 Millionen Ausgleichswellengetriebe für Motoren produziert. Hinzu kommen ab 2001 noch rund Karosserien für den Phaeton und die Bentley Continental-Baureihe. Die Zahlen für das zurückliegende Jahr sprechen eine deutliche Sprache und sind Ausdruck der gestiegenen Wirtschaftskraft von VW Sachsen. Mit Golf und Passat lag die Produktion um rund Fahrzeuge über dem Niveau des Jahres Auch die Anzahl der gefertigten Phaeton- und Bentley-Karosserien nahm im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf etwa zu. Für das laufende Jahr erwartete das Unternehmen in diesem Segment ein weiteres Wachstum. Das Chemnitzer Motorenwerk konnte gleichfalls an das hohe Niveau von 2010 anknüpfen. Rund Motoren und Ausgleichswellengetriebe sowie Ventiltriebmodule für andere Motorenwerke des Konzerns verließen die Chemnitzer Produktionsstätte. Parallel dazu begann die Umstellung der Motorenpalette auf eine neue Modellreihe. Für den neuen 3-Zylindermotor des Volkswagen Up! ist Chemnitz Exklusivlieferant. Volkswagen setzt weiterhin auf Kontinuität und baut seine Standorte in Sachsen kontinuierlich aus. Im vergangenen Jahr wurden hier 300 Millionen Euro investiert mehr als doppelt so viel wie noch Die Fahrzeugfertigung Zwickau profitierte hiervon in besonderem Maße. Rund 240 Millionen Euro der Investitionssumme entfielen auf das Werk. Mit gutem Grund. Denn damit bereitete das Fahrzeugwerk seine Fertigungsanlagen auf die Produktion im Rahmen des so genannten Modularen Querbaukastens vor, mit der insbesondere die Flexibilität der Automobilfertigung erhöht werden soll. Grundgedanke ist es, die Anlagenstruktur für die Fertigung unterschiedlicher Radstände und Fahrzeugbreiten auszulegen. Ein Ende der geplanten Investition ist damit aber noch nicht erreicht. Nach derzeitigen Planungen sollen bis 2016 bis zu zwei Milliarden Euro in die sächsischen Standorte fließen. Schon im kommenden Jahr schlägt sich in Zwickau eine wesentliche Neuerung nieder. Ab 2013 lässt Volkswagen Sachsen im Zwickauer Fahrzeugwerk neben Golf und Passat auch den Golf Variant vom Band laufen. TRADITION.PRÄZISION.PERFEKTION. Es war und ist unser Ziel, die automobile Zukunft Sachsens aktiv mit zu gestalten. Dafür stehen wir mit dem Know-how unserer Belegschaft und mit unserer Begeisterung für moderne Automobile und Motoren. Der mehr als 100-jährigen Tradition des Automobilbaus in Sachsen verpflichtet, nehmen wir die Herausforderungen der Zukunft an. Gemeinsam. Jetzt! Volkswagen Sachsen GmbH

7 Automuseum in der Autostadt Knapp Besucher kamen 2011 in die Ausstellung Das August Horch Museum wurde 2004 eröffnet. Der Museumskomplex befindet sich dort, wo August Horch 1910 die Audi-Werke gründete. Später gehörte das Areal zum Sachsenringwerk. Das Museum umfasst derzeit zirka 3500 Quadratmeter Fläche. Die Stadt Zwickau und die Audi AG bilden zu je 50 Prozent die August Horch Museum Zwickau GmbH. Audi bezahlte den 6,65 Millionen Euro teuren Museumsausbau, die Stadt zahlt einen jährlichen Betriebszuschuss von Euro, die Hälfte der Summe trägt der Kulturraum Vogtland-Zwickau. Im Vorjahr wurden knapp Besucher gezählt. Das sind zwar rund 2000 weniger als 2009, aber immer noch viel mehr als die geschätzten bis Besucher. Am 20. April lädt das Museum zu einer 1. Langen Nacht der Technik ein. Seite 7 Historische Fahrzeuge rollen rund um Zwickau Die Würdigung der reichen Traditionen des Zwickauer und westsächsischen Fahrzeugbaues und die Bewahrung und Förderung der gewachsenen automobilen Identität einer ganzen Region verbinden sich im August Horch Museum. Doch nicht nur die Schmuckstücke im Museum begeistern gemeinsam mit dem Motorsportclub Zwickau bringt es jeweils am vorletzten Sonntag im Juli ein rollendes Museum auf die Straße. Zahlreiche begeisterte Zuschauer erleben dabei die Faszination historischer Kraftfahrzeuge und würdigen zugleich das Bemühen um die Erhaltung technischer Kleinode. Um dem Mann die Referenz zu erweisen, der die Grundlagen zu allem legte, heißt die Tour seit vergangenem Jahr August Horch Klassik. Am 22. Juli 2012 gehen die 125 Veteranen der Landstraße bis Baujahr 1982 zum zweiten Mal unter diesem Namen auf den 125 Kilometer langen Rundkurs um Zwickau. Bereits am Abend zuvor wird es zwischen 19 und 21 Uhr Benzingespräche im August Horch Museum geben, bevor am Sonntag, 9.01 Uhr, die Teilnehmer auf die Strecke gehen. Foto: Ralph Köhler/Archiv

8 Ausstellung der Handwerkskammer Chemnitz zeigt originelle Ideen und perfekte Handwerkskunst Glas, Metall, Holz, Papier, Textilien und Kunststoff die ganze Materialbreite bietet die Ausstellung UNIKATE Die Fünfte, die am 30. März im Wasserschloss Klaffenbach eröffnete. Gezeigt werden Studien- und Abschlussarbeiten von neun Handwerkern aus dem 8. Fortbildungskurs Gestalter im Handwerk der Handwerkskammer Chemnitz. Die Aussteller kommen aus den verschiedensten Gewerken, dementsprechend vielseitig und originell sind ihre Exponate. Seit 1993 bietet die Handwerkskammer den Lehrgang Gestalter im Handwerk an. Bisher haben ihn rund 110 Absolventen mit einem Zertifikat abgeschlossen. UNIKATE Die Fünfte wird bis zum 3. Juni gezeigt. Das Wasserschloss Klaffenbach ist Dienstag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Seite 8 16 Jahre Media Markt Zwickau Von Reinhard Peter Erfolgskonzept:»Kunde muss profitieren«media Markt ist unangefochtener Spitzenreiter im deutschen Elektrofachhandel. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet auch der Markt in Zwickau wurde er als 83. Haus des Unternehmens eröffnet. Am 21. März wurde der 16. Geburtstag gefeiert. Dirk Reiß, Geschäftsführer des Zwickauer Media Marktes erklärte: Man muss schon sehr auf Draht sein und seinen Kunden tagaus tagein handfeste Vorteile bieten, um sich über einen solchen Zeitraum in unserer Branche als Kundenmagnet behaupten zu können. Erklärend fügte er hinzu, welche Faktoren für den Erfolg von Media Markt entscheidend sind: Die Angebotsvielfalt, Fernseher, Kameras, Computer, Spielekonsolen, Entertainment, Haushaltsgeräte und vieles mehr die Kunden wissen, dass bei uns das gesamte Spektrum moderner Konsumelektronik vorrätig ist, rund hochwertige Markenartikel. Der Geschäftsführer weiter: Die Leute kommen zu uns, weil wir immer zu den ersten gehören, die neu angekündigte Produkte im Regal stehen haben. Dirk Reiß erinnerte: Es ist fantastisch, wenn man einmal darüber nachdenkt, welche technischen Entwicklungen es in den vergangenen 16 Jahren gegeben hat. Als wir anfingen, gab es weder Smartphones noch Tablet-PCs heute gehören sie zu den absoluten Verkaufsrennern und verändern unsere Freundliche und kompetente Mitarbeiter des Media Marktes beraten die Kunden umfassend. Foto: msz/reinhard Peter alltäglichen Gewohnheiten. Innovativ ist der Zwickauer Media Markt auch, wenn es um ihn selbst geht. So werden die Verkaufsräume regelmäßig durch kleinere und größere Umbauten modernisiert. Wir wollen unseren Kunden stets ein zeitgenössisches, angenehmes Einkaufserlebnis bieten, erklärt der Geschäftsführer. Dazu gehört inzwischen auch der Online-Einkauf. Dirk Reiß betonte weiter: Ein wichtiges Erfolgsargument ist auch der persönliche Kontakt und ein umfassender Service, damit Kunden wirklich zufrieden sein können. Eine wesentliche Erfolgs-Säule ist daher auch das engagierte Team. 50 gut geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sechs Auszubildende, kümmern sich darum, dass das Geschäft gut läuft. Ihre Stärken sind die kompetente persönliche Beratung und der maßgeschneiderte Power Service: Von der Lieferung bis zur Montage und Installation. Zusammenfassend erklärt Dirk Reiß den Erfolg von Media Markt: Unter dem Strich müssen die Kunden von unserem Angebot profitieren. Seit mehr als 25 Jahren sind wir da, wo Sie uns brauchen! Entwicklung individueller Mobilität der Zukunft Sie wollen Automobile mit entwickeln? Dann sind Sie bei uns richtig. Als mittelständiger Entwicklungspartner der Automobilindustrie mit ca. 620 Beschäftigten sind wir für namhafte Automobilhersteller in Projektmanagement, Konstruktion, Versuchsbau, Fertigung, Erprobung und Dokumentationen tätig. Dabei ist es unser Ziel, Projekte im Bereich Gesamtfahrzeug und Elektromobilität gemeinsam mit unseren Kunden für die individuelle Mobilität der Zukunft zu entwickeln. Für den Standort in Zwickau suchen wir unter anderem Versuchsingenieur Karosserie/Exterieur (m/w) Berechnungsingenieure (m/w) Fahrwerkentwickler (m/w) Strakkonstrukteure/CAD-Modelleur (m/w) Arbeitsvorbereiter Versuchsbau (m/w) Modellbauer (m/w) Wir bieten eine attraktive Vergütung und einen interessanten Arbeitsplatz mit Kompetenzen für Eigeninitiative, Kreativität und Verantwortung in einem motivierten Team und für einen anspruchsvollen Kundenkreis. Wir erwarten überdurchschnittliches Engagement, Flexibilität, Mobilität und Einsatzbereitschaft. 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9 Automobilbranche trifft sich traditionell im Herbst in Zwickau Seit 1997 führt die IHK den Branchentag der sächsischen Automobilindustrie durch. Der 16. Kongress findet am 26. und 27. September in Zwickau statt und steht unter dem Motto Automobilindustrie Wandel als Chance. Mit 300 Teilnehmern war der 15. Internationale Jahreskongress der Automobilindustrie im Herbst vergangenen Jahres einer der bedeutenden Treffpunkte in Ostdeutschland für Vertreter der Automobilbranche. Informationen zum Kongressprogramm und Sponsoring gibt es bei Michael Stopp unter Statistisches Landesamt veröffentlicht Branchenreport 20 Jahre Industrieentwicklung Mit dem Jahr 2010 blickte der Freistaat Sachsen auf zwei Jahrzehnte seiner industriellen Entwicklung zurück. In diesem in der Wirtschaft doch schon längeren Zeitraum zeigt sich ein Wandel in der Industrie und im Bergbau, der insbesondere durch strukturelle Umbrüche gekennzeichnet ist. Wie aus einer Übersicht des Statistischen Landesamtes des Freistaates hervorgeht ist zum Beispiel der bedeutendste Industriebereich in Sachsen inzwischen der Kraftfahrzeugbau mit 12 bis 13 Milliarden Euro Gesamtumsatz pro Jahr rangierte er mit damals umgerechnet weniger als einer halben Milliarde Euro hinter solchen Bereichen wie Textilund Bekleidungsgewerbe mit zusammen 900 Millionen Euro Umsatz. Das Landesamt hat erstmals einen Branchenreport Industrie veröffentlicht. Alle wichtigen Seit etwas mehr als einem Jahr unterstützt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst kleine und mittlere Unternehmen bei ihrer Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Mit der Innovationsprämie soll kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung in den Unternehmen voranzubringen. Sie soll den Unternehmen zu ersten Innovationssprüngen verhelfen und einen permanenten Innovationsprozess anstoßen. Potenziale für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer in den Unternehmen sollen identifiziert und ausgebaut sowie ihnen das gesamte Instrumentarium der Technologieförderung von Bund und Land näher gebracht werden. Mit der Förderung über das Programm InnoPrämie können die Unternehmen wissenschaftliche Einstiegsarbeiten und technische Unterstützung im Vorfeld der Merkmale und weitere Indikatoren wurden als Zeitreihen seit 1991 bis 2010 dargestellt. Zahlreiche Tabellen bieten auf einen Blick eine Übersicht über die Entwicklungen in den einzelnen Industriebereichen: Wie haben sich Beschäftigte, Entgelte oder die Umsätze in dem jeweiligen Bereich entwickelt? Aber auch die einzelnen Merkmale wurden für alle Industriebereiche in Tabellen zusammengestellt. Wie steht es zum Beispiel um Inlands- oder Auslandsumsätze im Betrachtungszeitraum in den einzelnen Bereichen? Merkmale aus weiteren Statistiken ergänzen das Tabellenprogramm. Ein umfangreicher Text mit Abbildungen beschreibt nicht nur die Entwicklung der Industrie in diesen zwanzig Jahren, sondern auch die Veränderungen in der Industriestatistik. (ari)»innoprämie«fördert den Einstieg in Forschung und Entwicklung Ideen werden bezuschusst Entwicklung von Produkten und Verfahren einkaufen oder entsprechende Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dazu zählen beispielsweise Machbarkeits- und Werkstoffstudien, Produkttests sowie Konstruktionsund Laborleistungen. Die InnoPrämie wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln finanziert. Sie ermöglicht einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent, insgesamt bis zu einem Betrag von Euro pro Jahr und Unternehmen. Der Förderung liegt ein sehr schlankes Antragsverfahren zugrunde. Bewilligungsbehörde ist die Sächsische Aufbaubank (SAB). Im Rahmen der Förderung hat die Sächsische Aufbaubank (SAB) in den zurückliegenden Monaten bereits insgesamt 35 Anträge mit einer Zuwendungssumme von rund Euro bewilligt. Weitere Informationen zum Förderprogramm gibt es unter: (ari) Seite 9 Ihr seid die Zukunft! Die Ausbildungsoffensive der Folgenden Beruf könnt Ihr bei uns erlernen: Wir bieten Ausbildungsplätze für junge und motivierte Menschen, die bereit sind mit uns gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Wir geben Euch langfristige Perspektiven und Karrierechancen in unserem Unternehmen. Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik Die Ausbildung erfolgt am Standort Langenbernsdorf bzw. die schulische Ausbildung in Zwickau. Nach erglolgreichem Abschluss besteht die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung zum Techniker oder Meister. Ein hoher Qualitätsanspruch, schnelles und termingerechtes Arbeiten, eine langjährige Erfahrung bei der Planung und Installation von Großprojekten sowie ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis verschaffen deutschlandweit Aufträge und zufriedene Kunden. Interesse? Los geht s! Bewerbungen an: Elektro Gernhardt GmbH Glasbergstraße Langenbernsdorf per Tel.: /6650 per Ebert GmbH & Co. KG Maschinenbau Verzahnungen Herstellung von Zahnriemenantrieben aller Art Drehen und Fräsen von Stirn-, Schrauben-, Ketten- und Schneckenrädern, Keilwellen, Schnecken und Gewinden, CNCDreh- und Frästeilen Robert-Seidel-Str. 2 & Mühlweg Kirchberg Tel.: / Fax: / Adresse: Baustoffe in Profiqualität vom Keller bis zum Dach. 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10 Initiative»Landkreistour 2012«lädt ein, die Heimat zu erkunden Die im vergangenen Jahr im Landkreis gestartete Landkreistour erfährt in diesem Jahr eine Neuauflage. Die Initiative soll anregen, die unmittelbare Heimat näher zu erkunden und den Landkreis Zwickau, seine Landschaft und Natur, Kultur, Kunst und Geschichte sowie die Sehenswürdigkeiten besser kennen zu lernen. Um daran teilzunehmen, holen sich Interssierte in der Landkreisverwaltung den Flyer Landkreistour 2012 samt Stempelkarte. Im Flyer sind die touristischen Highlights aufgeführt, wo es einen Stempel gibt. Seite 10 Vom Glanz des Silbers Von Ariane Grund Innovativer Wirkstoff für die Pflege von Haut und Haar FLORODOR Aktiv Haarwasser mit Mikrosilber pflegt das Haar, bewahrt es vor hartnäckigen Schuppen und regeneriert die Kopfhaut. Foto: ODVITAL-Cosmetics GmbH Silber kein anderes Element vermochte die Geschichte Sachsens so nachhaltig zu gestalten wie das weiß glänzende Edelmetall. Seit den ersten Silbererzfunden in der Nähe des heutigen Freiberg um 1168 bestimmte es über 800 Jahre lang maßgeblich die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Neben seinem vornehmlichen Gebrauch als Münzmetall trägt Silber aber auch seit vielen Jahrhunderten zur Erhaltung des gesundheitlichen Wohlbefindens bei. Bereits im alten Ägypten war die wundheilende Wirkung von Silberfolien bekannt. In jüngerer Zeit erlebt metallisches Silber in Form einer besonderen Zubereitung, dem kolloidalen Silber, eine Renaissance. Das so verarbeitete Silber ist hoch wirksam und dient besonders zur Behandlung von Brandwunden und entzündlichen Hautzuständen. Zahlreiche klinische Studien bestätigen dies. Die entzündungshemmenden, regenerierenden und regulierenden Eigenschaften des kolloidalen Silbers sowie seine antimikrobielle Wirkung auf ein sehr weites Spektrum von Mikroorganismen machen es darüber hinaus zu einer besonderen Zutat für kosmetische Pflegeprodukte. Die in Neukirchen an der Pleiße ansässige ODVITAL-Cosmetics GmbH verarbeitet hochreines metallisches Silber zu einer wirksamen Silberkolloid-Lösung, dem Mikrosilber. In der neuen FLORODOR -Haut- und Haarpflegeserie wird dieser innovative Wirkstoff mit weiteren wertvollen Inhaltsstoffen wie Allantoin, Panthenol, Jojoba- und Nachtkerzenöl kombiniert. Mit FLORODOR -Cremes können nahezu alle Hauttypen optimal gepflegt und geschützt werden und sind auch für die Pflege empfindlicher Babyhaut, Problemhaut, Akne und Neurodermitis geeignet, so Chemiker Dr. Joachim Köhler. Ein verbessertes Hautbild zeigt sich bereits nach wenigen Anwendungen. Die antibakterielle Eigenschaft des Mikrosilbers in FLORODOR - Deodorants wirkt der Bildung unangenehmer Körpergerüche entgegen und trägt gleichzeitig zur Pflege der empfindlichen Hautpartien bei. Neben einem strahlenden Hautbild vermag das Silber so vielleicht erneut einen Beitrag zum wirtschaftlichen Glanz der hiesigen Region zu leisten.

11 Regionalkonvent Chemnitz: Zusammenschluss hat die Zusammenarbeit in der Region im Blick Der Regionalkonvent Chemnitz wurde von der Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz und den Landräten des Erzgebirgskreises, des Landkreises Mittelsachsen, des Vogtlandkreises und des Landkreises Zwickau im Januar 2009 ins Leben gerufen. Ziele sind, die Förderung der Zusammenarbeit in der Chemnitzer Region und die gemeinsame Präsentation einer Region, die Wohn- und Arbeitsumfeld für fast 1,6 Millionen Menschen ist. Dazu sollen Stärken gebündelt, Potenziale genutzt und gemeinsame Ziele gegenüber Bund und Land formuliert werden. Aufgabenfeld ist zudem die Wirtschaftsförderung und die damit im Zusammenhang stehende Werbung für Fachund Arbeitskräfte, Aus- und Weiterbildung sowie die Stärkung der Infrastruktur. Diesjähriger Konventssprecher ist Volker Uhlig, Landrat des Landkreises Mittelsachsen. Seite 11 Preisträger des Wachstumspreises aus dem Landkreis Zwickau 2011: Mühlenbäckerei Clauß, Mülsen LH plastics, Werdau (OT Langenhessen) 2010: Schwarz-Medien-Center GmbH, Meerane 2009: imq- Ingenieurbetrieb für Materialprüfung, Qualitätssicherung und Schweißtechnik GmbH, Crimmitschau 2008: N+P Informationssysteme GmbH Sonderpreis Familienfreundliches Unternehmen: Reima AirConcept GmbH, Zwickau 2007: MBM Maschinen- und Metallbau GmbH & Co. KG, St. Egidien Sternberg GmbH, Hohenstein-Ernstthal 2006: Elektro-Gernhardt, Langenbernsdorf GÜ- Sport-Mode-Freizeit-Reise-Vertriebs- GmbH (Intersport GÜ-SPORT), Reinsdorf Regionalkonvent vergibt Wachstumspreis 2012 Kleine und mittlere Betriebe können sich bewerben Von Ariane Grund Der seit 2005 von der Wirtschaftsregion Chemnitz- Zwickau vergebene Wachstumspreis wird in diesem Jahr erneut durch den Regionalkonvent Chemnitz vergeben. Der Wachstumspreis steht für die positive Entwicklung von Unternehmen der Region Chemnitz, für innovative Produkte und Dienstleistungen, für Unternehmerpersönlichkeiten und erfolgreiche Teams. Die Preisverleihung soll die Aufmerksamkeit auf eine Region mit positivem Standortimage erhöhen, die Bekanntheit durch ein verstärktes Medieninteresse fördern und auf die erfolgreichen Branchen in der Region hinweisen. Mit dem Wachstumspreis sollen unternehmerische Spitzenleistungen anerkannt werden. Dabei geht es in erster Linie um das Wachstum im Unternehmen, aber auch um starke Führungspersönlichkeiten und die Firmenpräsentation innerhalb und außerhalb der Region. Der Preis bietet erfolgreichen Unternehmen der Region ein Podium, sich mit ihren Leistungen öffentlichkeitswirksam darzustellen. Damit leistet der Regionalkonvent einen Beitrag, das Ansehen kleiner und mittelständischer Unternehmen aus der Region Chemnitz zu stärken. Gleichzeitig wird das Anliegen verfolgt, die Kooperation der Landkreise und der Stadt Chemnitz im Rahmen des Regionalkonvents stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Teilnahmebedingungen schreiben unter anderem vor, dass es sich bei dem Bewerber um einen kleinen oder mittelständischen, inhabergeführten Betrieb mit weniger als 250 Beschäftigten sowie einem Jahresumsatz von unter 50 Milionen Euro handeln muss. Der Sitz des Unternehmens muss innerhalb der Region Chemnitz liegen. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni. Aus allen Meldungen werden drei Preisträger gekürt. Deren Auszeichnung erfolgt im Rahmen des Jahresempfangs der Initiative Südwestsachsen am 11. September Das Bewerbungsformular und weitere Informationen sind online abrufbar unter oder beim Landkreis Zwickau, Birgit Vorratz, Telefon

12 Sachsen: Mehr als die Hälfte der Flächen landwirtschaftlich genutzt Die amtliche Statistik in Kamenz wertet die in den Vermessungsverwaltungen geführte Nutzung der Flächen im Freistaat aus. Demnach sind mit Hektar über 55 Prozent der Flächen als Landwirtschaftsflächen ausgewiesen. Darauf wurden im vergangenen Jahr auf mehr als Hektar Kartoffeln angebaut und Tonnen geerntet. 20 Prozent der Kartoffelproduktion werden zur Stärkegewinnung angebaut, weitere zehn Prozent sind Pflanzkartoffeln. Jeder Sachse verzehrt im Schnitt pro Jahr 60 Kilogramm der leckeren Knolle. Seite 12 Friweika: 80 Kreationen aus der Knolle Von Ariane Grund 2012: Kartoffelhersteller investiert Herausforderungen bleiben Die Firma Friweika produziert aktuell um die 80 verschiedene Produkte aus Kartoffel. Foto: Rainer Dohle Eine aktuelle Herausforderung unserer Zeit ist die Generierung qualifizierten Personals, sagt Andreas Kramer, Vorstandsvorsitzender der Friweika. Das Unternehmen, in dem heute rund 330 Menschen beschäftigt sind, ist seit rund 40 Jahren ein namhafter Begriff in der Kartoffelwirtschaft. Im vergangenen Jahr wurden am Standort in Weidensdorf rund Tonnen Kartoffeln und Zwiebeln verarbeitet. Durch unsere jahrelangen, guten Erfahrung bei der Berufsausbildung sowie der Kooperationen mit Hochschulen konnten wir den Nachwuchs für das Unternehmen bislang aus den eigenen Reihen gewinnen. Das wird unter anderem mit dem Rückgang der Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz zunehmend schwerer, weiß der Chef. Dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft, wenn er unter anderem von umfangreichen Umbaumaßnahmen im Kern des Unternehmens spricht. Dazu zählen Investitionen, die in diesem Jahr in eine zentrale Dampfschälanlage sowie in die Annahme- und Aufbereitungstechnologie fließen. Darüber hinaus hat die Produktentwicklung einen hohen Stellenwert. Die Mitarbeiter sind immer wieder auf der Suche nach neuen, schmackhaften Kartoffelkreationen, um die Palette der derzeit 80 verschiedenen Produkte aus der Knolle zu erweitern. Etwa Tonnen der verarbeiteten Kartoffeln verließen im Jahr 2011 die Friweika in veredelter Form. Im neu gestalteten Werksverkauf dem vor zwei Jahren eröffneten Kartoffelhaus kann der Kunde vor Ort diese Produkte erwerben, die darüber hinaus nicht nur im gesamten Bundesgebiet Absatz finden sondern auch Liebhaber in Großbritannien, Irland, Schweden und Polen gefunden haben. Die Palette der Erzeugnisse reicht von der gewaschenen Knolle im Beutel, über gegarte Scheiben bis hin zu Salaten, Aufläufen sowie Reibekuchen- und Quarkkeulchenteig. Die Friweika beliefert nicht nur den Endverbraucher über den Großhandel oder Supermarktketten, sonden bietet auch der Gastronomie einen umfangreichen Lieferservice. Vor allem die Qualität sowie die ganzheitliche Verwertung der eingesetzten Rohstoffe ist der Friweika wichtig. Die Frische rund um die Kartoffel beginnt bei den Weidensdorfern bereits beim kontrollierten Anbau ihrer Rohstoffe für die daraus verarbeiteten Erzeugnisse. Am Ende des Produktionskreislaufes steht dann immerhin noch die Erzeugung von jährlich etwa 2,5 Millionen Kubikmeter Biogas. Dieser Heizwert aus Produktionsabfällen entspricht vergleichsweise dem Einsatz von 1,2 Millionen Litern Heizöl.

13 Branchen des sächsischen Ausbaugewerbes verzeichnen 2011 eine durchweg positive Bilanz 682 Millionen Euro betrug der Gesamtumsatz im 4. Quartal 2011 in den 479 auskunftspflichtigen Betrieben des Ausbaugewerbes. Das entsprach einem Anstieg von 21 Prozent zum Vorquartal. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte, kann die Branche für das gesamte Jahr 2011 eine Steigerung um durchschnittlich 7,4 Prozent im Vergleich zu 2010 verzeichnen. Bei Betrachtung der einzelnen Wirtschaftszweige fällt der Vergleich differenzierter aus. In der Bauinstallation erwirtschafteten die Wirtschaftszweige Elektroinstallation um sechs Prozent, Gas-, Wasser- und Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimaanlageninstallation um acht Prozent sowie die sonstige Bauinstallation um fast 20 Prozent höhere Umsätze. Ende Dezember 2011 waren etwa Personen im Ausbaugewerbe tätig, 1,5 Prozent weniger als Ende September. Seite 13 Standort mit Erfahrung: Automobilbau dominiert Die Wirtschaftsregion Zwickau ist eine der bedeutendsten Industriestandorte in Deutschland. Das verarbeitende Gewerbe mit dem Automobilbau und der Automobilzulieferindustrie sowie der Metallbearbeitung und dem Maschinenbau ist größter und gleichzeitig dominierender Wirtschaftszweig. Hier sind von insgesamt sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (26,2 Prozent) tätig. 112 Betriebe im verarbeitenden Gewerbe beschäftigen mehr als 50 Mitarbeiter und erwirtschafteten im Zeitraum von Januar bis Oktober 2011 einen Gesamtumsatz von nahezu sieben Millionen Euro. Vor allem das Spezialwissen in der Metallverarbeitung und im Maschinenbau lässt die Branche bezüglich der Zahl der Beschäftigten und des Umsatzes wachsen. Rückläufig ist hingegen die Tendenz der Gewerbeanmeldungen. Im Jahr 2010 waren unter den insgesamt 2559 Gewerbeanmeldungen des Landkreises lediglich 98 Betriebe aus dem verarbeitenden Gewerbe. Weitere 20,47 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in den Bereichen Handel, Verkehr und Gastgewerbe (insgesamt ). (ari) Foto: HLS

14 Im zurückliegenden Jahr erneut weniger Unternehmensinsolvenzen in Sachsen gemeldet Im Jahr 2011 wurden in Sachsen Unternehmensinsolvenzverfahren gemeldet. Wie das statitsische Landesamt Kamenz mitteilt, waren das 126 Verfahren beziehungsweise 7,4 Prozent weniger als Fast 76 Prozent der Unternehmensinsolvenzen wurden eröffnet, 381 mangels Masse abgewiesen. Gut 56 Prozent der insolventen Unternehmen (895) waren weniger als acht Jahre wirtschaftlich tätig, darunter 488 Unternehmen weniger als vier Jahre. Rund 21 Prozent der insolventen Unternehmen waren dem Baugewerbe zuzuordnen, knapp 16 Prozent dem Wirtschaftsbereich Handel und der Branche Instandhaltung und Reparatur von Kfz. Die meisten Unternehmensinsolvenzen wurden für den Direktionsbezirk Leipzig gemeldet, dahinter rangieren Chemnitz und Dresden. Seite 14 Arbeitskreis Schule Wirtschaft Modellregion erläutert Schülern die Arbeitswelt Seit vier Jahren Projekt»Lehrerakademie«Der regionale Arbeitskreis Schule Wirtschaft bildet die Basis der Zusammenarbeit von Ausbildungsstätten und Unternehmen. Im Jahr 2005 gegründet setzen sich seine Partner für eine praxisbezogene Berufs- und Studienorientierung der Jugendlichen unter Berücksichtigung des Bedarfs der Wirtschaft ein. Seit drei Jahren ist der Landkreis Zwickau Modellregion für Berufs- und Studienorientierung. In verschiedenen Projekten versucht eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Landrat Christoph Scheurer den inhaltlichen Informationsaustausch über Ziele, Inhalte und Methoden von schulischer Bildung. Hauptziel ist die langfristige Sicherung des Fachkräftebedarfs der Unternehmen im Kreis. Schwerpunkt des Projektes dabei ist die Heranführung der Jugendlichen an die Arbeitswelt. Dabei sind bereits Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen entstanden und ein regelmäßiger Praxistag für die Heranwachsenden wurde eingeführt. Zudem lernen Lehrer die Unternehmen der Region besser kennen. Zum 7. Mal findet in diesem Jahr in der ersten Woche der Sommerferien die Lehrerakademie Regionale Wirtschaft statt. Ziel der Initiative ist, die Praxisbildung für Lehrer zu vervollkommnen, Kontakte zu den Unternehmen zu knüpfen sowie Branchenkenntnisse zu vermitteln. Im vergangenen Jahr informierten sich 24 Lehrer über die regionale Wirtschaft im Landkreis Zwickau. Einblicke und Kontakte bekamen die Pädagogen dabei durch Unternehmensbesuche. Besichtigt wurden unter anderem die Volkswagen Sachsen GmbH, die Friweika eg, die Zwickauer Kammgarn GmbH, der Agrarhof Gospersgrün eg sowie das Krankenhaus Kirchberg. Aber auch die Inspektion der Solar- und Windanlagen in Kirchberg und Beiersdorf kam gut an. Darüber hinaus hat sich der Arbeitskreis Schule Wirtschaft zum Ziel gesetzt, vorhandene Angebote zu bündeln, die Informationsmöglichkeiten für Eltern und Lehrer zu verbessern und Marketing zu betreiben. Partner der Modellregion sind neben dem Landkreis unter anderem die Arbeitsagentur, Handwerks - kammer, Industrie- und Handelskammer, Wirtschaftsverbände, die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) und die Berufsakademie Glauchau. Informationen rund um Ausbildung, Arbeit und Studium erhalten Interessierte über das Internet-Portal (ari) Engagement schafft Mehrwert: für Schüler Einblick in die realistische Arbeitswelt Kennenlernen der regionalen Wirtschaftstruktur Unterstützung bei der Berufsorientierung Frühzeitige Kontaktaufnahme zu potentiellen Arbeitgebern für Lehrer Kennenlernen des betrieblichen Alltags Kenntnis der regionalen Wirtschaftstruktur Verständnis für die Dynamik und Komplexität von Wirtschaft und Gesellschaft für Unternehmen Kennenlernen potentieller Nachwuchskräfte Verbesserung der ökonomischen Bildung Besserqualifizierte Bewerber Ihr Versand-Fachgroßhandel für Elektroinstallations- und Montagetechnik Poststraße Hohenstein-Ernstthal / Aue Lichtenstein Stollberg Zeitz Chemnitz Wir beraten Sie gern umfassend, persönlich, unabhängig! 20 Jahre HEKA DIREKT Messbare Erfolge durch zufriedene Kunden! Gesagt. Getan. HEKA DIREKT Thomas Hentschel Breitscheidstraße Crimmitschau Fon (03762) Fax (03762) Shop

15 Zahl der Handwerksbetriebe in Sachsen nimmt zu Wie aus einer Handwerkstag-Statistik hervorgeht, erhöhte sich der Bestand der bei den Handwerkskammern eingetragenen Betriebe im Freistaat im vergangenen Jahr um 423 auf Ausschlaggebend dafür ist ein Plus bei den zulassungsfreien Handwerken, darunter Fotografen, Raumausstatter und Maßschneider. Gestärkt wurde aber auch die Gruppe der zulassungspflichtigen Handwerke, vorrangig Friseure, Kraftfahrzeugtechniker und Dachdecker. Rückläufig ist die Zahl bei Maurern/Betonbauern, Bäckern und Informationstechnikern. Seite 15 Handwerk hat goldenen Boden Von Reinhard Peter Straßenbau: Solides Handwerk mit Zukunft Kevin Enzi und Vorarbeiter Maik Jende beim Verlegen von Borden. Foto: Reinhard Peter Der Straßenbau hat Vergangenheit und auch viel Zukunft. So kann die Wolf Straßen- und Tiefbau GmbH in Reinsdorf auf eine über fünfzigjährige Tradition in diesem Metier zurückblicken. Das Straßenbau-Unternehmen wird heute in dritter Generation von Susann Wolf geführt. Die geringe Fluktuation in diesem klassischen Familienbetrieb spricht für ein gutes Arbeitsklima. Die 40 Mitarbeiter sind überwiegend schon seit mehreren Jahren dabei der Älteste ist seit 47 Jahren im Betrieb. Seit Jahren baut die engagierte Geschäftsführerin insbesondere auf eine ständige Spezialisierung und gute Entwicklung in den Bereichen Asphalt- und Pflasterbau. Das besondere Know-How der Mitarbeiter, gepaart mit modernster Straßenbautechnik, ermöglicht dem mittelständischen Betrieb stets eine hohe Qualität und eine hohe Flexibilität der Bauleistungen je nach Wünschen der Auftraggeber. Um diesen hohen Ansprüchen auch in Zukunft gerecht werden zu können, will das Unternehmen sich verstärken und sucht ständig Auszubildende zur Komplettierung des Mitarbeiterstammes. Susann Wolf erklärt: Noch immer gilt: Handwerk hat goldenen Boden. Zudem werden Straßen immer gebaut. Mit anderen Worten, wir bieten allen, die sich dafür eignen, einen sicheren Arbeitsplatz auf Dauer. Die 36-jährige Geschäftsführerin schwärmt buchstäblich: Der Beruf eines Straßenbauers ist nach wie vor sehr interessant und vielseitig. Ihre Offerte kann neben dem zukunftsträchtigen Berufsbild mit einer vielseitigen Arbeit an der frischen Luft, an ständig wechselnden Orten mit ganz individuellen Anforderungen der unterschiedlichsten Baustellen punkten. Zu den beruflichen Voraussetzungen gehört natürlich der Spaß an der körperlichen Arbeit und das Interesse an moderner Technik sowie der Freude, sich dem innovativen Umgang mit ständig neuen Herausforderungen zu stellen. Sicher eine echte Alternative für junge Leute, die ihre berufliche Perspektive nicht am Fließband oder vor dem Computer sehen. Weitere Informationen gibt es unter

16 Backstube wurde zu eng Bäckerei Förster investierte in neuen Standort im Gewerbegebiet Rund fünf Millionen Euro hat die Bäckerei Förster in ihren neuen Produktionsstandort im Gewerbegebiet Nordwest in Glauchau investiert. Im vergangenen Jahr verlagerte das 1932 gegründete Unternehmen seine Produktionsstätte ins Gewerbegebiet, weil die Waldenburger Backstube zu klein wurde und es am Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten gab. Das Handwerks-Unternehmen setzt verstärkt auf das Slow Backing (langsam Backen). Das bedeutet, für die Herstellung der Produkte nehmen sich die Bäcker viel Zeit, lassen zum Beispiel den Teig lange gehen. Außerdem hat das Unternehmen mit dem Umzug in die neue Halle das Segment der Pralinenherstellung verstärkt. Das Unternehmen beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter, betreibt 20 Filialen in Westsachsen und Thüringen. Seite 16 HLS plant Fertigungslinien für Automobilkarosserien Mit über 300 Ingenieuren und Technikern ist die HLS Engineering and Consulting Group im Bereich des allgemeinen Maschinenbaus und insbesondere innerhalb des Karosseriesektors für die Automobilindustrie und deren Zulieferer tätig. Neben dem Stammsitz in Augsburg, wo die HLS im Jahr 1966 gegründet wurde, gibt es auch eine Niederlassung des Ingebieurbüros in Meerane. Hier werden Fertigungslinien für die Produktion von Automobilrohkarosserien geplant, konstruiert und simuliert. Darüber hinaus erhalten die namhaften HLS-Kunden, die das Unternehmen weltweit betreut, Unterstützung von der Konzepterstellung über die Anlagenkonstruktion und Robotersimulation bis hin zur Inbetriebnahme und Vor-Ort- Betreuung. Zur Umsetzung vielfältiger, kundenspezifischer Anforderungen, unter anderem bei VW, AUDI und BMW kann das Unternehmen auf umfangreiches Softwarepotenzial zurück greifen. Zur Bewältigung der weiterhin wachsenden Aufgabenstellungen sucht die HLS Engineering and Consulting Group für die Niederlassung in Meerane qualifiziertes Fachpersonal mit einschlägiger Berufserfahrung und entsprechenden Kenntnissen. (ari) Foto: HLS frische Kartoffelprodukte aus Ihrer Region Werksverkauf Kartoffelhaus mit regionalen Spezialitäten von Direktvermarktern Friweika Gastroservice - Partner der Gastronomie Nachhaltige, gläserne Produktion (Betriebsbesichtigungen nach Anmeldung) Arbeitgeber und Ausbilder vor Ort Tel Weidensdorf / Sachsen Mach Dir doch Dein Glück auf! Bewusst einkaufen- Frische genießen Da ist die Welt noch in Ordnung. GLOBUS Handelshof GmbH & Co. KG, Äußere Schneeberger Str Zwickau Ronny Kuhfus, Metzgereileiter im Globus Zwickau Katrin Schönfelder, Mitarbeiterin der Globus Fischtheke Conny Rambel und Marion Ickelsheimer, Mitarbeiterinnen der Globus Käsetheke Öffnungszeiten: Mo.-Mi.: 8:00-20:00 Uhr Do.-Sa.: 8:00-22:00 Uhr

17 2012: Jahr der Genossenschaften Deutschlands Genossenschaften zählen 20 Millionen Mitglieder Die UNO hat das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt, um die weltweite Bedeutung dieser Organsiationsform für Wirtschaft und Gesellschaft zu betonen. In Deutschland sind die 7500 Genossenschaften mit ihren 20 Millionen Mitgliedern und mehr als Mitarbeitern ein wichtiger Bestandteil von Wirtschaft und Gesellschaft. Volksbanken und Raiffeisenbanken, ländliche Raiffeisen-Genossenschaften, Wohnungsgenossenschaften, gewerbliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften sowie Konsumgenossenschaften prägen viele Branchen. Mittelständische Unternehmen, beispielsweise Handwerksbetriebe und Einzelhandelskaufleute, aber auch Freiberufler, Landwirte, Bürger oder Kommunen profitieren von den Leistungen ihrer Genossenschaft. Weltweit sind 800 Millionen Menschen Genossenschaftsmitglied. Seite 17 Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau eg Von Ariane Grund Kompetenz und Beratung vor Ort Als regional verwurzelte Genossenschaftsbank liegt der Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau eg die Entwicklung der Region am Herzen. Das Kreditinstitut sieht sich als Bestandteil der regionalen Wirtschaftsförderung und ist Initiator und Koordinator verschiedener Netzwerke. Freie Presse sprach mit Steve Stefaniak, Leiter der Firmenkundenabteilung. Steve Stefaniak, Leiter der Firmenkundenabteilung. Foto: VR Welche Innovationen und Neuerungen gibt es im Jahr 2012? Die Förderung unserer Mitglieder und der Region, in der wir leben und arbeiten, ist unser oberstes Ziel. Um einen neuen Impuls zu setzen, führen wir im Herbst unsere goldene Mitgliederkarte ein. Mit dieser Karte verbinden sich attraktive Mehrwerte für die Inhaber durch besondere Angebote lokaler Kooperationspartner. Damit stärken wir die Firmen und Unternehmen der Region, in dem wir Kaufkraft in der Region halten und neue Kundenimpulse ermöglichen. Darüber hinaus gibt es mit einer Absicherungspolice die Möglichkeit des Rundumschutzes für Unternehmen und wir bieten unseren Kunden, die in dem Bereich der Unternehmensnachfolge bereits Erfahrungen gemacht haben eine Plattform an, um dieses Wissen weiterzugeben. Diese erfolgreichen Übergaben reichen wir beim Sächsischen Meilenstein 2012 ein. Wie stellen Sie sich den Kundenerwartungen? Firmenkunden erwarten von ihrer Bank keine isolierten Produkte, sondern individuell zugearbeitete Konzepte und maßgeschneiderte Lösungen. Speziell für diese Anforderungen und Bedürfnisse wurde der VR-Finanzplan Mittelstand entwickelt. Er bietet dem Unternehmer einen Gesamtüberblick sowie eine individuelle Betrachtungsmöglichkeit einzelner Teilbereiche, da er wie ein Baukasten aus verschiedenen Teilbereichen besteht. Er ist Ausdruck unserer 150-jährigen Kompetenz und Beratungsqualität vor Ort gemäß unserem Motto: In der Region für die Region: verständlich, persönlich, herzlich und leidenschaftlich. Wo liegen Potenziale, die es gilt, auszuschöpfen? Gerade im Bereich der ganzheitlichen Beratung und der darin enthaltenen Bausteine sehen wir noch großen Nachholbedarf. Das Beispiel der Unternehmensnachfolge zeigt uns in unserer täglichen Arbeit, dass Unternehmer zunehmend die Augen vor dem Thema verschließen. Der demographischer Wandel und der Fachkräftemangel sind große Probleme, auf die viele Unternehmer spät reagieren. Hier bieten wir mit unserem VR-Finanzplan lösungsorientierte Ansätze und unterstützen unsere Kunden. Dabei bauen wir auf unser Wissen um die Besonderheiten des regionalen Marktes und unsere Entscheidungskompetenz vor Ort. Wo steht die Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau? Im Jahr 2011 schlägt eine Bilanzsumme von 368 Millionen Euro zu Buche. Das ist ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber Das von uns betreute Kundenvolumen liegt bei knapp 575 Millionen Euro, davon entfallen etwa 163 Millionen Euro auf Kundenkredite. Neben dem Hauptgeschäftssitz in Glauchau haben wir sechs weitere Beratungs- und Betreuungscenter. Die Ausbildung junger Menschen liegt uns am Herzen: Unter den 100 Mitarbeitern sind elf Azubis und Studenten. Qualität auf allen Flächen Moderne Pulverbeschichtungsanlage mit chromfreier chemischer Vorbehandlung für Teile bis 8 m Robotergestützte Nasslackanlage für die Autoindustrie Großstrahlhaus (Sandstrahlen) für Teile bis zu 14 m Manuelle Nasslackierung aller Typen und Geometrien Fahrzeuglackierung von der Baumaschine bis zum Oldtimer Besuchen Sie uns an unserem Tag der offenen Tür: Samstag, Uhr Zwickauer Straße 225 Reichenbach/Vogtland Telefon (03765) Telefax (03765) Bauglaserei Ehrhardt e.k. Zechenstraße 2a Neumark Türen- und Fensterbau in Holz, Holz-Alu, Kunststoff Rollläden Wintergärten Verglasungsarbeiten Telefon: /22 51 Fax: /38 08 Internet: Tischlerei Oertel Innenausbau GmbH Werdauer Straße Neumark Telefon [ ] (11) Telefax [ ] Mobil [ ] Internet:

18 Hochschulinfotage beraten rund ums Studium WHZ bietet knapp 40 Studiengänge Zum traditionellen Hochschulinformationstag an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) gibt es neben Informationen zum Studienangebot auch interessante Führungen. Angehende Studenten werden über die Studienmöglichkeiten informiert. An ihren Standorten Zwickau, Reichenbach, Schneeberg und Markneukirchen bietet die WHZ knapp 40 Studiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Lebensqualität. Mit dem Diplomstudiengang Automobilproduktion und den Bachelor-Studiengängen Gesundheitsinformatik und Kraftfahrzeuginformatik starten im kommenden Wintersemester auch drei neue Studiengänge. Der nächste Hochschulinformationstag findet am Samstag, dem 9. Juni von 9 bis 13 Uhr statt. In Zwickau verteilt sich die WHZ auf den Campus Innenstadt und den Campus Scheffelstraße. Seite 18 Stabile Auftragslage bei der Firma Elektro-Gernhardt Von Ariane Grund Spezialist für Komplettlösungen Die umfangreiche Installation der gesamten Elektrik des Klinikneubaus in Hannover liegt derzeit in den Händen der Mitarbeiter der Firma Elektro-Gernhardt. Das Unternehmen aus Langenbernsdorf ist dabei unter anderem für die Montage der Brandmeldeanlagen und den Anschluss der Medizintechnik verantwortlich. Unser Potenzial sind neben unseren engagierten Mitarbeitern die Komplettlösungen, die wir unseren Kunden anbieten können. Diese reichen vom Bau und Anschluss der Trafostation bis hin zur Programmierung im OP-Bereich, sagt Geschäftsführer Hilmar Gernhardt. Technische Neuerungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik, der Mess- und Prüftechnik sowie im Bereich der Softwarelösungen für technische und ökonomische Abläufe werden ständig in den Arbeitsprozess aufgenommen und vervollkommnet. Die Auftragslage ist stabil. Doch auch volle Auftragsbücher können einem Geschäftsführer Kopfzerbrechen bereiten. Die eigene kontinuierliche Ausbildung junger Menschen zu Facharbeitern deckt unseren Bedarf derzeit nicht, sagt Hilmar Gernhardt. Es werden speziell im Landkreis Zwickau zu wenig Elektroniker ausgebildet, ingenieurtechnisches Personal ist in der Region ebenfalls Mangelware, so Gernhardt, der in seinem Die Elektroinstallateure Frank Pilniok (li.) und Sven Karge bei der Bestimmung der Kabelwege im Klinikneubau Hannover. Foto: Privat Unternehmen aktuell 14 junge Menschen im Rahmen einer Lehre unter Vertrag hat. Der Firmeninhaber vermutet: Der Beruf des Elektrikers ist für die Zukunft einer der Wichtigsten. Denn ohne Elektrotechnik funktionieren weder Internet, noch Telefon oder Fernsehen, weder Rechenzentren noch die medizinische Versorgung in den Krankenhäusern, und in Zukunft fährt dann auch kein Auto mehr. Vor diesem Hintergrund nimmt die Nachwuchsförderung und Qualifizierung der Beschäftigten bei ihm einen großen Stellenwert ein. Ein Teil der ehemaligen Lehrlinge arbeitet inzwischen an verantwortlichen Stellen im Unternehmen. Hilmar Gernhardt hat nach der Wende im Jahr 1990 mit drei Mitarbeitern den Start in die Selbstständigkeit gewagt. Zu jener Zeit stand die Installation bei privaten Investoren, beim Bau von Einkaufszentren, Altenpflegeheimen und Industriehallen sowie öffentlichen Einrichtungen, darunter Schulen und Sporthallen, im Mittelpunkt. Zur Zeit sind es in erster Linie die privaten und öffentliche Krankenhausbetreiber, bei denen die Firma Elektro-Gernhardt ein gefragter Partner ist. Bis heute waren die Langenbernsdorfer am Um-, Aus- und Neubau von mehr als 100 Kliniken bundesweit beteiligt. Im Laufe der zurückliegenden 20 Jahre ist der Betrieb kontinuierlich gewachsen: Mittlerweile zählt er mit 120 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern der Region. Auch ein firmeninterner Schaltanlagenbau gehört zum Unternehmen. Vertrauen Sie Ihre Gesundheit einer der führenden Krankenkassen Deutschlands an. Die Deutsche BKK bietet Ihnen herausragenden Service, Top-Leistungen und Top-Tarife. Deutsche BKK Zwickau OT Mosel Glauchauer Straße 25 WIR BRINGEN FARBE INS SPIEL WERBEAGENTUR UND VERLAGSDIENSTLEISTER Wie für mich gemacht: Leistungen nach Maß Facharzt-Terminhotline Exklusive Zahngesundheit Bezahlte Spitzenmedizin PAGEPRO MEDIA GMBH RO-MEDIA.DE TOP Krankenkasse Ausgabe 49/2011 Deutschlands größter Krankenkassen-Vergleich Gütesiegel: FOCUS MONEY 49/2011 BESTE Gesundheitsförderung mehrere Kassen mit Bestbewertung Ausgabe 49/2011 Deutschlands größter Krankenkassen-Vergleich

19 Fachkräftemangel ist regional begrenzt Engpässe in einzelnen Berufsgruppen und Regionen Aktuell zeigt sich kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland. Zu diesem Schluss kommt die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Bericht Ende vergangenen Jahres. Die Statistik zeigt jedoch Engpässe in einzelnen Berufsgruppen und Regionen auf. Betroffen davon sind in erster Linie technische Berufsfelder sowie die Branche der Gesundheits- und Pflegeberufe. Bei den technischen Berufen zeigen sich Fachkräfteprobleme vor allem auf Ebene der Ingenieure. Anzeichen für Engpässe gibt es hier in Sachsen in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, im Bereich Mechatronik, Energie und Elektro sowie in der Informatik und der Softwareentwicklung. Fachkräftemangel bei Humanmedizinern gibt es in fast allen Bundesländern. Gesundheits-, Kranken- sowie Altenpflegefachkräfte werden im gesamten Bundesgebiet gesucht. Dienstleistungsangebot der Arbeitsagentur Seite 19 Service für Arbeitgeber: Mehr als nur die Vermittlung von Bewerbern Oft werde ich gefragt, wie wir als Arbeitsagentur dem diskutierten Fachkräftebedarf begegnen und ihm entgegen wirken, erzählt Dr. Regine Schmalhorst. Die Antwort der Zwickauer Arbeitsagentur- Chefin darauf: Eine Agentur für Arbeit kann keine neuen Arbeitsplätze schaffen, aber wir können die Bedingungen für die passgenaue Besetzung so gut wie möglich gestalten. Die Zwickauerin weiß, dass Einstellungsverfahren oftmals langwierig sein können und dass es trotz der guten Arbeitsmarktentwicklung nicht leicht ist, offene Stellen optimal zu besetzen. Weil wir das wissen, haben wir unseren Service für Arbeitgeber kontinuierlich ausgebaut, resümiert Schmalhorst. Bei der Suche nach geeignetem Fachpersonal können wir die Unternehmen tatkräftig entlasten angefangen bei der Veröffentlichung von Stellenangeboten bis hin zum umfassenden Bewerbungsmanagement. Unser Arbeitgeber-Service reagiert auf Stellenangebote sofort mit einer Auftragsbestätigung, spätestens innerhalb von 48 Stunden. Jeder Arbeitgeber hat einen persönlichen Ansprechpartner. Dieser berät auf Wunsch auch vor Ort im Unternehmen. Auf Wunsch des Arbeitgebers suchen wir für ihn nicht nur den passenden Bewerber, sondern unterstützen ihn auch bei der Personalauswahl, bringt es die Agentur-Chefin auf den Punkt. Im Rahmen der passgenauen Vermittlung können wir bei der Bewerberauswahl auch Eignungstests, Trainings und Qualifizierungen durchführen. Unser Arbeitgeberservice sichtet die eingehenden Bewerbungsunterlagen nach den vom Unternehmen gestellten Anforderungen. Zur Abrundung dieses Abgleiches kann der Arbeitgeberservice auch die Fachdienste der Arbeitsagentur einschalten, erklärt Regine Schmalhorst. Wenn der Bewerber dem Anforderungsprofil entspricht, wird er zum Vorstellungsgespräch eingeladen, und der Betrieb entscheidet, ob er zum Firmenprofil passt. So nehmen wir dem Arbeitgeber viele Vorgespräche und einen Teil der Vorauswahl ab. Und wir bringen Arbeitsuchende und Arbeitslose schneller und direkter in Arbeit. Für Arbeitgeber gibt es bei der Arbeitsagentur Zwickau eine eigens für sie eingerichtete Hotline: Bei Fragen können sie sich an die Mitarbeiter unter Telefon wenden. (ari) INTERNATIONALE QUALITÄT. REGIONALE ZUKUNFT. NUTZEN SIE IHRE CHANCE. BEWERBEN SIE SICH JETZT FÜR FOLGENDE BILDUNGSZIELE: STUDIUM WIRTSCHAFTSINFORMATIK (BA) MASCHINEN- UND ANLAGENFÜHRER/ -IN, FACHR. TEXTILTECHNIK TEXTILLABORANT/ -IN INDUSTRIEKAUFFRAU/ -MANN Zwickauer Kammgarn GmbH Schneeberger Straße Wilkau-Haßlau Telefon +49(0) Fax +49(0) Weitere Infos Die Arbeitsagentur Zwickau unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach geeignetem Fachpersonal. Foto: Arbeitsagentur

20 Gute Bedingungen auf dem Weg zum Traumberuf Größte Bildungseinrichtung im Landkreis ist die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ). An der Fachhochschule, die aus der 1862 gegründeten Zwickauer Bergschule hervorging, sind derzeit etwa 5200 Studierende immatrikuliert. Jedes Jahr entscheiden sich rund 1000 junge Menschen aus fast 50 Ländern für ein Studium an der WHZ. Sie bietet 40 Studiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Lebensqualität. Darüber hinaus gibt es eine Studienakademie (BA-Glauchau) sowie sechs berufliche Schulzentren und 14 Gymnasien. Seite 20 Kreis unterstützt praxisnahe Ausbildung Die Unterstützung der praxisnahen Ausbildung der Jugend nimmt einen hohen Stellenwert im Landkreis ein. Neben den Studienmöglichkeiten an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der Staatlichen Studienakademie Glauchau gibt es sechs Berufsschulzentren an zehn Schulstandorten, 123 allgemein bildende Schulen darunter 66 Grund- und 29 Mittelschulen, 14 Gymnasien und 13 Förderschulen. Um dem demografischen Wandel gerecht zu werden, hat der Kreis seine Berufsschullandschaft neu strukturiert. Seit August vergangenen Jahres gibt es das Berufliche Schulzentrum für Technik und Hauswirtschaft in Glauchau, das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft und Sozialwesen in Lichtenstein, das Berufliche Schulzentrum für Ernährung und Hauswirtschaft in Wilkau-Haßlau, das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft, Gesundheit und Technik des Landkreises Zwickau sowie in Zwickau das Berufliche Schulzentrum August Horch für Technik und das Berufliche Schulzentrum für Bau- und Oberflächentechnik. Die Zahl der Ausbildungsmöglichkeiten in der Region ist sehr vielfältig und spiegelt die gesamte Bandbreite der dualen Ausbildung im Freistaat wieder. (ari) Foto: BSZ August Horch/Matthias Lippmann CON-LOG Logistik und Consulting GmbH Herschelstraße Zwickau Telefon +49 (0) Fax +49 (0) Mobil +49 (0) Menschen Prozesse Lösungen.

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