Deutsche Vermögensberatung Konzerngeschäftsbericht 2012

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1 Deutsche Vermögensberatung Konzerngeschäftsbericht 2012

2 Konzernkennzahlen Geschäftsjahr 2012 Finanzdaten Konzern (in Euro) Umsatzerlöse 1.185,8 Mio ,1 Mio. +6,7 % Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 275,9 Mio. 264,7 Mio. +4,2 % Jahresüberschuss 184,9 Mio. 171,1 Mio. +8,1 % Liquide Mittel 834,4 Mio. 834,3 Mio. 0,0 % Eigenkapital 649,2 Mio. 604,3 Mio. +7,4 % Eigenkapitalquote 57,0 % 55,8 % Neugeschäft (in Euro) Lebensversicherung (Versicherungssumme, ohne BUZ) 13,2 Mrd. 14,1 Mrd. -6,3 % Bausparen 2,0 Mrd. 2,1 Mrd. -2,3 % Investment 1,9 Mrd. 1,7 Mrd. +8,5 % Baufinanzierung 2,3 Mrd. 2,2 Mrd. +7,7 % Versicherungen (Beitragsaufkommen) 1.220,4 Mio ,7 Mio. +2,0 % Bestände * (in Euro) Gesamtbestand (inkl. Baudarlehen) 175,4 Mrd. 171,2 Mrd. +2,4 % Lebensversicherung 131,9 Mrd. 128,0 Mrd. +3,0 % Bausparen 21,5 Mrd. 20,9 Mrd. +2,5 % Investment (inkl. FLV) 16,0 Mrd. 14,8 Mrd. +8,1 % Versicherungen (gebuchte Beiträge) 7,0 Mrd. 6,3 Mrd. +10,0 % Vertriebsorganisation Vermögensberater ,6 % Direktionen und Geschäftsstellen ,3 % Kunden (in Mio.) 6,0 5,9 +1,7 % * Vertragssumme Prozentuale Veränderungen zum Vorjahr einschließlich Rundungsdifferenzen

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7 Inhalt 4 Editorial 6 Unternehmensleitsätze 8 Hauptsitz der Deutschen Vermögensberatung 11 Organe 13 Unternehmensstruktur 14 In guten Händen Vertrauen, die Grundlage der Beratung 26 Das Jahr Michael Schumacher im Gespräch Wer seinen Beruf liebt, arbeitet mit ganzer Hingabe 46 Die Lebensversicherung ist viel besser als ihr Ruf 48 Direktionen und Geschäftsstellen 50 Konzernlagebericht Deutsche Vermögensberatung, Ausblick auf das Jahr Konzernabschluss Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 59 Konzernanhang 68 Bestätigungsvermerk 69 Bericht des Aufsichtsrats 70 Unsere Begegnungsstätten Arbeiten in inspirierender Atmosphäre 74 Vila Alentejo Ein ganz besonderer Ort 3

8 Nachhaltiger Erfolg, stetes Wachstum und beste Beratung Andreas Pohl, Prof. Dr. Reinfried Pohl, Reinfried Pohl 4

9 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde unseres Unternehmens! Das Jahr 2012 war für unser Unternehmen eines der erfolgreichsten der Unternehmensgeschichte. Und dies, obwohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld erneut ausgesprochen schwierig war. Es war geprägt durch die anhaltende europäische Staatsschuldenkrise und ein deshalb niedrig gehaltenes Zinsniveau, das eine über die allgemeine Preissteigerung hinausgehend rentierliche Geldanlage und Vorsorge immer schwieriger macht. Erschwerend kam hinzu, dass eine Vielzahl von Berichten in den Medien die Bürger erheblich verunsicherte. Dies geht so weit, dass von privater Vorsorge mit Lebens- und Rentenversicherungen sowie mit staatlich geförderten Produkten wie der Riester- und der Rürup-Rente gezielt abgeraten wird, mit Argumenten, denen teils jegliche fachliche Grundlage fehlt. Es ist uns dennoch gelungen, in diesem Umfeld unsere Kunden mit kompetentem Rat zu überzeugen. Entscheidend dafür ist und war, dass unsere Beratung immer von den Zielen und Wünschen des Kunden ausgeht und erst darauf aufbauend die geeigneten Produkte einbezogen werden. Und auch dabei setzen wir uns von anderen ab. Denn unsere Empfehlung bezieht alle Segmente der Finanzbranche mit ein, Voraussetzung dafür, immer eine passgenaue Lösung präsentieren zu können. Mit einer Ausnahme: Auf das Angebot hochriskanter Produkte, die unseren Kunden hohe Verluste bescheren könnten, haben wir schon immer verzichtet und werden dies auch in Zukunft so halten. Unsere Kunden wissen dies zu schätzen. Es grüßen herzlich, Ihre Prof. Dr. jur. Dr. h.c. mult. Reinfried Pohl Andreas Pohl Dipl.-Kfm. Reinfried Pohl 5

10 Wer wir sind Die Deutsche Vermögensberatung ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen. So wurde sie der größte und bedeutendste eigenständige Finanzvertrieb. Sie versteht sich als eine Betreuungsgesellschaft und Berufsgemeinschaft für den Vermögensberater. Ihm gewährt sie ihre professionelle Unterstützung in seiner Arbeit, damit er Menschen helfen kann, ein Vermögen aufzubauen und zu mehr Sicherheit im Alter zu kommen. Unsere Werte sind Gemeinsamkeit statt Gegeneinander, Selbstständigkeit statt Abhängigkeit, Eigenverantwortung statt Kontrolle 6

11 Was wir wollen Die Deutsche Vermögensberatung will bei ihren Kunden als vertrauensvoller Helfer in allen Vermögensfragen gelten. Deshalb achten wir auf beste Qualität, eine optimale Beratung und nicht zuletzt Menschlichkeit als Zeichen höchster Professionalität. Die Vermittlung von Produkten ist immer nur eine Folge davon. So verwirklichen wir unser Konzept der Allfinanz: alles aus einem Kopf, nicht alles aus einem Konzern, für alle eine gesicherte finanzielle Vorsorge 7

12 Im Zentrum der Finanzwelt: Der Hauptsitz der Deutschen Vermögensberatung in Frankfurt ist fester Bestandteil der Finanzmetropole

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15 Geschäftsleitung und Vorstand Prof. Dr. jur. Dr. h.c. mult. Reinfried Pohl Vorsitzender des Vorstands, zugleich Vorsitzender der Geschäftsleitung der Deutsche Vermögensberatung Holding Andreas Pohl Generalbevollmächtigter, zugleich Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Vermögensberatung Holding Dipl.-Kfm. Reinfried Pohl Generalbevollmächtigter, zugleich Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Vermögensberatung Holding Dr. Sabina Gerhart Generalbevollmächtigte der Deutsche Vermögensberatung Holding Dr. h.c. (HLU) Udo Corts Mitglied des Vorstands (Unternehmenskommunikation, Unternehmenskoordination, Recht) Hans-Theo Franken Mitglied des Vorstands (Produkte, Partnergesellschaften, Ausland, Zentrale Vertriebskoordination) Christian Glanz Mitglied des Vorstands (Betrieb, Technologie) Lars Knackstedt Mitglied des Vorstands (Finanzen, Beteiligungen) Dr. Helge Lach Mitglied des Vorstands (Ausbildung, Marketing) Kurt Schuschu Mitglied des Vorstands (Zentrale Vertriebsförderung) 11

16 Aufsichtsrat Beirat Friedrich Bohl Bundesminister a. D., Rechtsanwalt Vorsitzender Prof. h.c. Dr. jur. Dr. h.c. (RUS) Wolfgang Kaske Aufsichtsratsvorsitzender der Generali Deutschland Holding AG Stellvertretender Vorsitzender Dr. Sergio Balbinot Managing Director und Mitglied des Board of Directors (Verwaltungsrat) der Assicurazioni Generali S.p.A. Dr. Michael Kalka Vorsitzender der Vorstände der AachenMünchener Lebensversicherung AG und der AachenMünchener Versicherung AG a. D. Prof. Dr. jur. Winfried Pinger Rechtsanwalt Josef Schaaf Rechtsanwalt Dietrich Schroeder Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsche Bausparkasse Badenia Franz Schubert Landesdirektor der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG Dr. Theodor Waigel Bundesminister a. D., Rechtsanwalt Dr. Helmut Kohl Bundeskanzler a. D. der Bundesrepublik Deutschland, Vorsitzender des Beirats Axel-Günter Benkner Sprecher der Geschäftsführung DWS Investments a. D. Dr. Rolf E. Breuer Sprecher des Vorstands der Deutsche Bank AG a. D. Rainer Neske Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG Dr. h.c. Petra Roth Oberbürgermeisterin a. D. Dr. Wolfgang Schüssel Bundeskanzler a. D. der Republik Österreich Karl Starzacher Staatsminister a. D., Rechtsanwalt Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik Ministerialdirektor a. D. Prof. Dr. Bernhard Vogel Ministerpräsident a. D. Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung Michael H. Westkamp Vorsitzender der Vorstände der AachenMünchener Lebensversicherung AG und der AachenMünchener Versicherung AG Dr. Theo Zwanziger Präsident des Deutschen Fußball-Bunds a. D. 12

17 Unternehmensstruktur Deutsche Vermögensberatung Holding GmbH Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG Allfinanz Deutsche Vermögensberatung AG SVAG Schweizer Vermögensberatung AG Adliswil, Schweiz FVD Gesellschaft für Finanzplanung und Vermögensberatung Deutschland mbh Der Vermögensberater Verlags- und Servicegesellschaft mbh Turisvilas-Investimentos, S.A. Alporchinhos, Portugal Alisol-Investimentos Imobiliarios e Turisticos, S.A. Alporchinhos, Portugal Nationwide Investment Inc. Phoenix, Arizona, USA DVAG Finanzmanagement GmbH Congresszentrum Marburg GmbH & Co.KG Deutsche Vermögensberatung Bank AG Wien, Österreich Allgemeine Vermögensberatung Gesellschaft für Vermögensanlagen mbh 13

18 In guten Händen Die Gründerfamilie steht für ein über Jahrzehnte aufgebautes Vertrauen der Vermögensberater in eine erfolgreiche berufliche Zukunft bei der Nummer 1 der Finanzvertriebe Unsere branchenübergreifende Allfinanzberatung Ausgangspunkt für ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis zwischen Kunden und Vermögensberater 14

19 Vielfältig sind die Situationen und Anlässe, in denen Menschen darauf angewiesen sind, zu vertrauen. Dem Arzt, der ein Medikament verschreibt, der Firma, die eine berufliche Karriere verspricht oder dem Berater, der eine Geldanlage oder einen Vorsorgevertrag empfiehlt. Und so ist die Finanzbranche im Besonderen eine derjenigen, in der die Kunden darauf angewiesen sind, zu vertrauen. Zu komplex die Materie, zu vielfältig die Gesetze und Fördermöglichkeiten und zu intransparent die Angebote, als dass all dies ohne spezielle Ausbildung zu beherrschen wäre. Wer sich als Kunde von einem Vermögensberater beraten lässt, hat allen Anlass zu vertrauen. Erstklassig dessen Qualifikation, sichergestellt durch ein umfangreiches Ausbildungsangebot. Durch und durch kundenorientiert sein Beratungsansatz, in dem an erster Stelle immer die Ziele und Wünsche des Kunden stehen. Und grundsolide sein Produktangebot, ausschließlich von führenden Adressen der Finanzbranche. Doch nicht nur unsere Kunden sind in guten Händen. Jahr für Jahr entscheidet sich eine große Zahl von Menschen für eine berufliche Neuorientierung. Den bisherigen Beruf aufzugeben und einen neuen zu erlernen, ist eine Entscheidung mit großer Tragweite. Wer sie trifft und Vermögensberater wird, hat wie unsere Kunden Anlass zu vertrauen. Auf eine erstklassige Ausbildung, umfangreiche Unterstützung und Entlastung, Hilfestellung in allen Bereichen der Tätigkeit und auf Einkommens- und Karriereperspektiven, die greifbar sind. So ist die Deutsche Vermögensberatung erste Adresse für Menschen, die Rat in Anlage- und Vorsorgefragen benötigen genauso wie für Menschen, die eine neue berufliche Perspektive suchen. 15

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21 Wo Menschen so wie in unserer einzigartigen Berufsgemeinschaft zusammen arbeiten, sind gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit unabdingbar. Genauso wichtig aber ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken. Niemals wären wir zur unangefochtenen Nummer 1 geworden, wenn ich nicht immer und immer wieder darauf vertraut hätte, dass sich meine Vision der Allfinanzberatung am Ende durchsetzen wird. Wer ein Ziel vor Augen hat und von diesem überzeugt ist, darf sich von Rückschlägen, von Kritik oder von Anfeindungen Dritter nicht beirren lassen. Dr. Reinfried Pohl, Vorsitzender des Vorstands, zugleich Vorsitzender der Geschäftsleitung der Deutsche Vermögensberatung Holding 17

22 Andreas Pohl und Reinfried Pohl Mitglieder der Geschäftsleitung und Miteigentümer der Deutsche Vermögensberatung Holding Es ist unser Anliegen, unseren Vermögensberatern möglichst viel unternehmerischen Freiraum zu geben. Sie wissen dies zu schätzen. Freiraum für Kreativität, dafür, Chancen selbst zu erkennen und sie mit eigenen Ideen und Konzepten zu nutzen, für Eigeninitiative, Fleiß und Engagement Prinzipien, die wir gezielt fördern. Wer dies tut, muss im Gegenzug Vertrauen schenken. Durch Verzicht auf ständige Kontrolle, auf ein Übermaß an Regeln und auf weitgehende Vorgaben. Wir vertrauen unseren Vermögensberatern in diesem Sinne. Und sind erfolgreich damit. 18

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24 Der Vertrieb ist die Lebensader eines Versicherungsunternehmens. Wir haben Familie Pohl und der Deutschen Vermögensberatung im Jahr 2007 unsere über Jahrzehnte aufgebaute Außendienstorganisation anvertraut. Es war ein mutiger Schritt, dem tiefes Vertrauen in das Wort von Dr. Pohl und in die vertrieblichen Kompetenzen der Deutschen Vermögensberatung zugrunde lagen. Wir haben den Schritt bis heute keinen Tag bereut. Michael Westkamp, Vorstandsvorsitzender der AachenMünchener

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26 In unseren Filialen spüren wir tagtäglich, wie groß die Verunsicherung der Kunden ist und wie zugleich ihre Ansprüche an Banken gestiegen sind. Die Deutsche Vermögensberatung zeigt, wie man das Vertrauen der Kunden gewinnt und noch wichtiger auf Dauer bewahrt. Wir sind als Deutsche Bank sehr froh über die jetzt schon mehr als zehn Jahre andauernde Partnerschaft und profitieren in vielen Bereichen davon. Rainer Neske, Privat- und Geschäftskundenvorstand der Deutschen Bank

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29 Harald Seidlitz, Direktionsleiter, Vermögensberater aus Starnberg Es ist ein weit reichender Schritt, den bisherigen Beruf aufzugeben, um einen ganz neuen, den des Vermögensberaters, zu erlernen. Gemeinsam mit meiner Frau sage ich jungen Menschen, die vor dieser Entscheidung stehen: Schaut euch die Menschen an, die ihr hier kennen lernt. Wägt die Chancen ab, und informiert euch gut. Aber hört am Ende auf euer Bauchgefühl. Es geht bei uns um mehr als ums Geldverdienen.

30 Das Jahr 2012 Unsere Allfinanzkonzeption hat sich durchgesetzt Familie Pohl 26

31 Die Deutsche Vermögensberatung konnte im Jahr 2012 eines der besten Ergebnisse ihrer Unternehmensgeschichte erzielen. So stiegen mit einem Zuwachs in Höhe von 6,7 Prozent unsere Umsatzerlöse von 1.111,1 auf 1.185,8 Millionen Euro, das zweitbeste Resultat seit Bestehen des Unternehmens. Der Jahresüberschuss (nach Steuern) erreichte mit 184,9 Millionen Euro einen neuen Rekordwert, der um 8,1 Prozent über dem des Vorjahrs lag. Mit diesen Erfolgen haben wir unsere unangefochtene Marktführerschaft unter den eigenständigen Finanzvertrieben weiter ausgebaut und eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass unsere ausschließlich am Kunden orientierte, branchenübergreifende Allfinanzberatung auch und gerade in schwierigem Marktumfeld überaus rege nachgefragt wird. ERFOLGREICH IN EINEM SCHWIERIGEN MARKTUMFELD Im Jahr 2012 wurde die Finanzwirtschaft erneut stark von den politischen Bemühungen um die Erhaltung des Euro beeinflusst. Um den Ausfall einzelner Euroländer zu verhindern, hielt die Europäische Zentralbank den Leitzins weiter auf historischem Tiefstand, um so den Ländern die Rückzahlung ihrer Staatsschulden nebst Zinslast sowie eine zinsgünstige Neuverschuldung zu erleichtern. So hat der Leitzins seit dem Jahr 2009 die Marke von 1,5 Prozent nicht mehr überschritten und ist zum 5. Juli 2012 mit bis heute 0,75 Prozent unter die Ein-Prozent-Marke abgerutscht. So sehr die Staaten bei der Bewältigung ihrer Schulden von dieser Situation profitieren, so negativ trifft es diejenigen, die sparen oder langfristig vorsorgen: Beispielsweise gab es im Januar 2012 die Situation, dass die Bundesrepublik Deutschland eine Anleihe (3,9 Milliarden Euro) emittierte, die bei Rückzahlung zum Ablauf einen Abschlag auf das zur Verfügung gestellte Kapital vorsah. Und dennoch war die Anleihe mit rund sieben Milliarden Euro restlos überzeichnet. Ein klarer Hinweis darauf, dass ein Teil der institutionellen als auch privaten Anleger inzwischen die Sicherheit einer Anlage so hoch bewerten, dass sogar geringe Abschläge auf das Nominalkapital in Kauf genommen werden. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, unseren Kunden alternative Anlagemöglichkeiten zu erschließen mit dem Ziel, neben der realen Kapitalerhaltung auch eine über die Inflationsrate hinausgehende Rendite zu erwirtschaften. Als eine Alternative blieb und bleibt dabei die Investition in Sachwerte, deren Wertentwicklung zumindest nicht unmittelbar vom aktuellen Zinsniveau abhängig ist. So zeigten sich die Aktienmärkte im Jahr 2012 sehr freundlich. Der Deutsche Aktienindex DAX stieg seit Jahresbeginn 2012 von Punkten bis zum Jahresende auf Punkte, ein Zuwachs von 29 Prozent. Von dieser erfreulichen Entwicklung konnte mit gut zehn Millionen Menschen der Teil der Bevölkerung profitieren, der Geld direkt in Aktien oder Aktienfonds angelegt hatte. Etwa jeder zehnte dieser Anleger wird bei seinem Vermögensaufbau von einem Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung betreut. Darüber hinaus konnten aber auch weit über zwei Millionen unserer Kunden mit einer fondsgebundenen Lebensversicherung an der guten Aktienmarktentwicklung teilhaben. Ungebrochen ist mit Blick auf fehlende Anlagealternativen und auf die niedrigen Darlehenszinsen die Nachfrage nach Immobilien, sei es für die Eigennutzung oder als Kapitalanlage. Aufgrund der damit einhergehenden Preissteigerungen für Immobilien werden jedoch zunehmend die Zinsvorteile durch entsprechend stark gestiegene Kaufpreise kompensiert. Dennoch konnten auch wir von diesem Trend mit sehr erfreulichen Ergebnissen im Baufinanzierungs- und im Bauspargeschäft profitieren Entwicklung des Eigenkapitals (in Mio. Euro) ,0 166, ,3 171,2 Gesamtbestand in Mrd. Euro (Vertragssumme inkl. Baudarlehen) ,2 175,4 27

32 Janina Mann, Vermögensberaterin 5,5 5, , Besonders die Lebensversicherung ist unmittelbar von den anhaltend niedrigen Zinsen betroffen, da die Unternehmen aufgrund gesetzlicher Vorschriften gezwungen sind, rund 90 Prozent ihrer Kapitalanlagen in direkt vom Zinsniveau abhängige Rentenpapiere, vor allem Darlehen, Anleihen und Pfandbriefe, zu investieren. Der Garantiezins musste vor diesem Hintergrund brancheneinheitlich zum 1. Januar 2012 von 2,25 auf 1,75 Prozent abgesenkt werden. Die im Jahr 2012 zugeteilten Überschussbeteiligungen lagen auch aufgrund der sehr langfristig ausgerichteten Anlagepolitik der Lebensversicherer marktweit dennoch bei immer noch rund vier Prozent. Medien anzukämpfen und den Kunden die Vorteilhaftigkeit der privaten Lebens- und Rentenversicherung für die Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu verdeutlichen. Erfreulich und hilfreich war und ist dabei, dass die Aachen- Münchener als einer der ganz wenigen Lebensversicherer die Überschussbeteiligung für das Jahr 2012 auf dem bereits schon hohen Niveau von 4,2 Prozent beibehalten konnte und auch im Jahr 2013 mit 3,75 Prozent wieder zu den führenden deutschen Lebensversicherern gehört. Unter Berücksichtigung von Schlussgewinnanteilen liegt so bei unserem Partnerunternehmen auch in diesem Jahr die Überschussbeteiligung wieder bei über vier Prozent. 28 Kundenbestand (in Mio.) Ungeachtet dessen haben viele Medien lediglich die Absenkung des Garantiezinses in der Breite aufgegriffen und es hierbei meist versäumt, neben der immer noch ansehnlichen Überschussbeteiligung das Hauptargument für den Abschluss einer privaten Lebens- oder Rentenversicherung die Absicherung biometrischer Risiken in die Betrachtung mit einzubeziehen. Es war eines der zentralen Anliegen unserer Vermögensberater im Jahr 2012, gegen diese verkürzten Darstellungen in den UNSERE ERFOLGE UND AKTIVITÄTEN Unser Anliegen ist es, unsere Kunden dauerhaft in allen Fragen des Vermögensaufbaus, der Vermögensabsicherung sowie der Alters- und Gesundheitsvorsorge zu beraten und zu betreuen. Ausdruck der Erfolge dieser auf Dauer ausgerichteten Vermögensberatung ist die Entwicklung des Gesamtbestands der von uns betreuten Verträge. Diesen konnten wir im Geschäftsjahr 2012 in den Sparten Lebensversicherung, Bausparen, Investmentanlagen und unter Berücksichtigung der Beiträge in den sonstigen Versicherungen und der Baudarlehen um 2,4 Prozent auf nunmehr 175,4 Milliarden Euro Gesamtvolumen ausbauen. Dieser Steigerung des Gesamtbestands liegen Spitzen- und Rekordergebnisse in vielen Einzelsegmenten zugrunde.

33 Versicherungen Erstmals in unserer Unternehmensgeschichte konnten wir im Berichtsjahr im Segment Versicherungen die Schallgrenze von sieben Milliarden Euro gebuchten Beiträgen erreichen, ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr in Höhe von zehn Prozent. Nach vorläufigen Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft liegt mit diesen sieben Milliarden Euro Beitragsvolumen unser Marktanteil am gesamten deutschen Versicherungsmarkt bei bereits 3,8 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent). In der Rangordnung der größten Versicherungskonzerne in Deutschland wäre die Deutsche Vermögensberatung so als fiktive Versicherungsgesellschaft nunmehr auf Platz 8 in den Top-Ten der Branche. Besonders erfreulich schnitt dabei die Schaden-Unfallversicherung mit einem Neugeschäftswachstum von 88,9 Prozent ab. Dies entspricht für das Jahr 2012 einem Neugeschäft in Höhe von 105,6 Millionen Euro. Korrespondierend übertraf der Bestand in diesem Segment mit 1,24 Milliarden Euro (plus 9,4 Prozent) erneut und deutlich den Wert von einer Milliarde Euro gebuchten Beitragseinnahmen. Ursächlich für diesen ganz besonderen Erfolg war auch ein ganzes Bündel von Produktinnovationen und -verbesserungen, die wir gemeinsam mit unseren Partnergesellschaften entwickelt haben: In Zusammenarbeit mit der AachenMünchener Versicherung haben wir 2012 das P.U.R.-Konzept entwickelt, ein Bündelprodukt mit den Bausteinen Pflege- und Unfallschutz sowie einer Rücklage für Beitragsrückgewähr. Allein mit diesem Produkt konnten wir im Jahr 2012 Einmalbeiträge in Höhe von 38,2 Millionen Euro vermitteln. In der Autoversicherung konnten wir unter anderem auch durch Wechselkennzeichen mit Sondertarif und Flexibilisierung der Hauptfälligkeit ein Rekord-Neugeschäft in Höhe von 38,4 Millionen Euro erzielen, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent. Die in der VERMÖGENSSICHERUNGSPOLICE enthaltene Unfallversicherung wurde mit neuer, verbesserter Progression sowie vielen neuen Leistungen ausgestattet. Insgesamt beläuft sich der in der VERMÖGENSSICHERUNGSPOLICE zusammengefasste Bestand inzwischen auf Bündelverträge mit 2,03 Millionen Einzelverträgen und einem Bestandsbeitrag in Höhe von 242,1 Millionen Euro. Und mit der Advocard Rechtsschutz verfügen unsere Vermögensberater nunmehr über ein Exklusivprodukt, das dem Kunden höchste Rechtssicherheit für alle privaten Lebenslagen bietet. Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte auch die Lebensversicherung zur sehr guten Gesamtentwicklung im Versicherungsbereich beitragen. So erhöhten sich hier der laufende Jahresbeitrag im Neugeschäft um ein Prozent auf 365,3 Millionen Euro und der von uns im Inland betreute Bestand (Vertragssumme) um drei Prozent auf 128,5 Milliarden Euro. Positiv beeinflusst wurde dieses Ergebnis auch durch eine Vielzahl von Abschlüssen im Zuge der Umstellung auf Unisex-Tarife. Immer mehr Bedeutung erhält aufgrund fehlender bzw. immer weiter abschmelzender Absicherung in der Sozialversicherung die Beratung zur Versicherung bei Erwerbs- und Berufsunfähigkeit. Auch hier konnten wir zahlreichen Kunden noch die Vorteile der geschlechtsabhängig kalkulierten Beiträge sichern und so im Inland in der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ein Rekordneugeschäft mit 8,1 Milliarden Euro Versicherungssumme vermitteln, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 40,8 Prozent. Mit 13,2 Prozent Marktanteil im Riester- Geschäft (1,22 Millionen Verträge im Bestand) und 12,4 Prozent Marktanteil im Rürup-Geschäft ( Verträge im Bestand) sind wir auch weiterhin Marktführer in diesen staatlich geförderten Formen der privaten Altersvorsorge. Insgesamt liegt unser Marktanteil in der Lebensversicherung aktuell bei 5,3 Prozent Anzahl der Direktionen und Geschäftsstellen Bericht des Vorstands

34 Bericht des Vorstands 30 Deutsche Bank, Deutsche Vermögensberatung und Generali-Gruppe bürgen für die Qualität ihrer Dienstleistungen und Produkte Unisex-Tarife Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 1. März 2011 wurden die Versicherer mit Sitz innerhalb der Europäischen Union dazu verpflichtet, für alle neu abgeschlossenen Versicherungsverträge ab dem 21. Dezember 2012 Unisex-Tarife zu kalkulieren. Diese Umstellung führte je nach Versicherungssparte zu teilweise ganz erheblichen Verwerfungen zwischen den aktuellen und zukünftigen Beiträgen für Männer und Frauen. Es war im letzten Quartal 2012 eine unserer vorrangigsten Aufgaben, möglichst allen betroffenen Kunden die Chance einzuräumen, sich die durch die Umstellung gegebenenfalls entfallenden Prämien- und Leistungsvorteile durch entsprechende Vertragsabschlüsse noch vor dem Stichtag, dem 21. Dezember 2012, zu sichern. Unsere Vermögensberater haben diese Aufgabe mit sehr viel Engagement und mit großem Erfolg wahrgenommen. So lag im Inland im Zeitraum 1. Oktober bis 21. Dezember 2012 die Anzahl der eingereichten Anträge mit um 16 Prozent über dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahrs. Am 12. Dezember 2012 wurde mit eingereichten Anträgen ein neuer Tagesrekord erzielt. Dies zeigt auch, wie leistungsfähig sowohl die Antragsabteilungen in unserer Zentrale in Frankfurt als auch die in den entsprechenden Abteilungen unserer Partnergesellschaften im Versicherungsbereich sind, die dieses Geschäft reibungslos und fristgerecht bearbeitet haben. Bausparen und Baufinanzierung Das niedrige Zinsniveau und der Trend zur Geldanlage in Sachwerten sind für viele Anreiz, in Immobilien zu investieren, sei es zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage. Darüber hinaus sind Bausparverträge mit Blick auf die aktuelle Guthabenverzinsung durchaus eine interessante und sichere Geldanlage. Die Nachfrage nach Bausparprodukten sowie nach Baufinanzierungen ist vor diesem Hintergrund ungebrochen und hat sich im Berichtsjahr teilweise sogar noch verstärkt. So konnten wir unser Bestandsvolumen im Bereich Bausparen gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent von 20,9 Milliarden auf nunmehr 21,5 Milliarden Euro steigern. Noch stärker war der positive Effekt im Bereich Baufinanzierung. Hier konnten wir das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2012 ausbauen. Davon profitiert mit 50,7 Prozent des Neugeschäfts in erster Linie unser Premiumpartner Deutsche Bank. Investmentfonds Sehr erfreulich entwickelte sich im Jahr 2012 unser Investmentgeschäft, das wir direkt durch die Vermittlung von Investmentfonds und indirekt über die Vermittlung von fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen betreiben. Letzteres eröffnet unseren Kunden die Möglichkeit, mit einem Produkt gleichermaßen biometrische Risiken abzusichern und von den Chancen der Wertpapiermärkte zu profitieren. Unsere Erfolge belegen das Interesse unserer Kunden an einer solchen Form der Vorsorge: Mit 26,9 Prozent Marktanteil sind wir unangefochtener Marktführer in der fondsgebundenen Rentenversicherung. Das Neugeschäft mit Investmentfonds (einschließlich der Zuflüsse aus der Vermittlung von fondsgebundenen Lebensversicherungen) erhöhte sich vor diesem Hintergrund um 8,5 Prozent auf nunmehr 1,9 Milliarden Euro. Der Bestand legte, auch mit Blick auf die erfreuliche Entwicklung der Aktienmärkte, vergleichbar um 8,1 Prozent auf 16 Milliarden Euro zu. Bedeutung für unsere Partnergesellschaften Für unsere Partnergesellschaften sind wir durchgängig eine ganz wesentliche Bestimmungsgröße für deren wirtschaftlichen Erfolg. Dies gilt im Besonderen für unsere Partnergesellschaften der Generali Deutschland Gruppe, aber auch für die Deutsche Bank mit ihrem Toch-

35 Partnergesellschaften der Deutschen Vermögensberatung Banken und Bausparkassen Inland: Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG, Frankfurt am Main Deutsche Bausparkasse Badenia AG, Karlsruhe Commerzbank AG, Frankfurt am Main Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, München SEB Bank AG, Frankfurt am Main DSL Bank, Bonn Ein Geschäftsbereich der Deutsche Postbank AG Österreich: UniCredit Bank Austria AG, Wien BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG, Wien Generali Bank AG, Wien Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, Bregenz Dornbirner Sparkasse Bank AG, Dornbirn Salzburger Landes-Hypothekenbank AG, Salzburg Sparkasse Bregenz Bank AG, Bregenz Sparkasse Kufstein, Tiroler Sparkasse von 1877, Kufstein Sparkasse der Stadt Feldkirch, Feldkirch Sparkasse der Stadt Kitzbühel, Kitzbühel Sparkasse Schwaz AG, Schwaz Volksbank Vorarlberg e.gen., Rankweil Oberbank AG, Linz S Wohnfinanzierung Beratungs GmbH, Wien Tiroler Sparkasse Bankaktiengesellschaft Innsbruck, Innsbruck Schweiz: Bank Zweiplus AG Bank COOP AG Credit Suisse AG UBS AG Verwaltungs- und Privat-Bank AG Unsere Partnergesellschaften (Inland) Investmentgesellschaften Inland: DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main DWS Investment S.A. Luxembourg, Sennigerberg Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbh, Frankfurt am Main Generali Investments Deutschland Kapitalanlagegesellschaft mbh, Köln SEB Investment GmbH, Frankfurt am Main RREEF Investment GmbH, Frankfurt am Main Allianz Global Investors Luxembourg S.A. Österreich: Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbh, Frankfurt am Main Allianz Global Investors Luxembourg S.A. Bank Austria Real Invest GmbH, Wien DWS Investment GmbH-Gruppe, (Frankfurt am Main, Luxemburg, Wien) Pioneer Investments Austria GmbH, Wien Schweiz: DWS Investments Schweiz, Zürich DWS Schweiz GmbH, Zürich Versicherungsgesellschaften Inland: AachenMünchener Lebensversicherung AG, Aachen AachenMünchener Versicherung AG, Aachen Generali Deutschland Pensionskasse AG, Aachen AdvoCard Rechtschutzversicherung AG, Hamburg Central Krankenversicherung AG, Köln Österreich: Generali Versicherungs AG, Wien Schweiz: Assura SA CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG CSS Versicherungsgruppe Generali Schweiz Holding AG Groupe Mutuel, Association d'assureurs ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG PAX Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft Sanitas Grundversicherungen AG SWICA Gesundheitsorganisation Visana Krankenversicherung / Visana Versicherung AG

36 Bericht des Vorstands terunternehmen DWS Investments, für die wir längst in Deutschland der bedeutendste Vertriebsweg außerhalb des eigenen Filialnetzes sind. So liegt beispielsweise unser Bestandsanteil im Investmentgeschäft (Wertpapier-Publikumsfonds ohne offene Immobilien- Publikumsfonds) der DWS/ Deutsche Bank-Gruppe zum Stichtag 31.Dezember 2012 bei 5,6 Prozent. Unsere Anteile am Neugeschäft unserer Versicherungspartner im Generali Konzern haben sich nochmals um 10,8 Prozentpunkte auf jetzt 92,1 Prozent erhöht. Unser Anteil am Vertragsbestand liegt zwischenzeitlich bei 83,3 Prozent. Besonders erwähnenswert: Rund jeder zehnte Euro des Neugeschäfts der Generali Gruppe weltweit stammt aus unseren Beratungsund Vermittlungsaktivitäten. Schulungszentrum und Ort vielfältiger Veranstaltungen, unser Zentrum für Vermögensberatung in Marburg Es ist diese große Bedeutung, die uns zukommt und die wir uns über Jahrzehnte erarbeitet haben, genauso sind es aber auch Art und Inhalte der Zusammenarbeit mit unseren Partnern, die unsere gemeinsamen Erfolge erst möglich machen. So vertrauen unsere Partner darauf, dass wir aufgrund unserer tagtäglich vielen tausend Kundengespräche genau wissen, welche Produkte gefragt sind. Wir vertrauen im Gegenzug darauf, dass unsere Partner uns bei der Umsetzung solcher Produktwünsche effizient unterstützen und darüber hinaus kunden- und vertriebsorientierte Serviceprozesse gewährleisten. Wir sind sicher, dass gerade diese vertrauensvolle und überaus konstruktive Form der Zusammenarbeit für beide Seiten für uns wie für unsere Partnergesellschaften ein durchschlagender Wettbewerbsvorteil ist. Entwicklung des Kundenbestands und der Vertriebsorganisation Mit dem Wachstum in fast allen Segmenten unserer Beratungstätigkeit korrespondiert auch die Entwicklung unseres Kundenbestands und unserer Vertriebsorganisation. So konnten wir unseren Kundenbestand um 1,7 Prozent auf rund sechs Millionen Kunden 32

37 ausbauen. Unsere Vertriebsorganisation blieb mit haupt- und nebenberuflich tätigen Vermögensberatern nahezu stabil; mit Blick auf den Markt ein sehr guter Erfolg. Diesen unterstreicht auch der Ausbau unserer Direktionen und Geschäftsstellen von (Vorjahr) auf jetzt (+ 1,3 Prozent). Maßnahmen zur Förderung der Vertriebsorganisation Kern unseres Geschäftsmodells ist neben der branchenübergreifenden Allfinanzberatung das Wesen einer Betreuungsgesellschaft für selbstständig und unternehmerisch arbeitende Vermögensberater. Allein deshalb war und ist es immer unser Anliegen, neue Vermögensberater für unser Unternehmen zu gewinnen und die vorhandenen Vermögensberater in ihrer Tätigkeit bestmöglich zu unterstützen. Dies galt auch für das Jahr 2012, in dem wir erneut vielfältige entsprechende Maßnahmen zur Förderung der Vertriebsorganisation ergriffen haben. Besondere Bedeutung kommt dabei unserem im November 2011 eröffneten Zentrum für Vermögensberatung in Marburg zu. Schon im ersten Jahr nach Inbetriebnahme konnten wir dort über Gäste begrüßen, in erster Linie Vermögensberater, aber auch viele Kunden und Interessenten für den Beruf des Vermögensberaters. Fast alle unserer knapp 400 Direktionen in Deutschland haben es im zurückliegenden Jahr für meist mehrtätige Veranstaltungen genutzt. Gleich im Januar 2012 konnten wir dort erstmalig eine Direktionsleiterkonferenz durchführen. Das Karriereseminar, eine Informations- und Ausbildungsveranstaltung für neu zu uns gestoßene Vermögensberater und deren Lebenspartner, findet seit 2012 in Marburg statt, mit sehr positiver Resonanz. Zahlreiche Mitarbeiter unserer Partnergesellschaften haben wir bereits dorthin eingeladen und so das Verständnis für uns und unsere Arbeitsweise gefördert. Es finden dort Führungskonferenzen, Klausurtagungen und Ausbildungsveranstaltungen unterschiedlichster Art statt. Marburg entwickelt sich so mit dem Zentrum für Vermögensberatung, der unmittelbar angrenzenden Holding der Deutschen Vermögensberatung, dem Schulungshotel Rosenpark sowie unseren vielfältigen kulturellen und gastronomischen Angeboten zunehmend zu einer zentralen Anlaufstelle für unsere Vermögensberater, wenn es um Ausbildung, um Information und um beruflichen Erfahrungsaustausch geht. Besonders gefreut haben wir uns über die Prämierung unserer Kultur- und Eventscheune vor den Stadttoren Marburgs mit dem Location Award Sie dient unseren Vermögensberatern nach getaner Arbeit als willkommene Anlaufstelle für Austausch und Beisammensein in rustikaler und naturbelassener Atmosphäre. Über Vermögensberater besuchten bereits im ersten Jahr nach der Eröffnung das Zentrum für Vermögensberatung 33

38 Intensive Vorbereitung auf einen anspruchsvollen und interessanten Beruf: Unsere Studenten im FHDW-Studiengang 34 Stärkung der nebenberuflichen Vermögensberatung Einer unseren wesentlichen Erfolgsfaktoren in der Mitarbeitergewinnung sind gut beratene, zufriedene Kunden. Diesen zeigen wir bei Interesse die Chancen und Perspektiven einer Vermögensberatertätigkeit auf und bieten dabei die Möglichkeit, eine solche Tätigkeit zunächst nebenberuflich als Vertrauensmitarbeiter oder Vermögensberater-Assistent kennen zu lernen. Vor diesem Hintergrund haben wir im Jahr 2012 weitere Maßnahmen zur Förderung einer solchen nebenberuflichen Tätigkeit ergriffen, mit beachtlichen Erfolgen: Die Anzahl der aktiven Vertrauensmitarbeiter, in erster Linie Empfehlungsgeber, konnten wir so im Jahr 2012 im Inland um erhöhen, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 49,9 Prozent. Insgesamt Vertrauensmitarbeiter nahmen im Jahr 2012 die Tätigkeit eines Vermögensberater- Assistenten auf, deren Aufgabe unter anderem in der Kundengewinnung und Erfassung von Kundendaten mit Hilfe unserer Analyse besteht. Kooperation mit der Fachhochschule der Wirtschaft Ein besonderer Erfolg mit Blick auf unsere Ausbildungsbemühungen ist die im Jahr 2012 in die Wege geleitete Verlagerung unserer Kooperation mit der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) von Mettmann nach Marburg, die dort mit dem neuen Studienjahr zum 1. Oktober 2013 ihren Betrieb aufnehmen wird. Diese nunmehr seit fünf Jahren bestehende Kooperation hat sich hervorragend entwickelt. Zwischenzeitlich konnten die ersten beiden Jahrgänge dieses Ausbildungswegs ihre Prüfungen zum Bachelor of Arts mit Schwerpunkt Finanzvertrieb, zum/r Fachmann/Fachfrau für Versicherungen Finanzen sowie zum/zur zertifizierte(n) Vermögensberater(in) ablegen, mit durchweg guten bis sehr guten Ergebnissen. Es zeichnet sich ab, dass dieser neue Weg nicht nur eine in der Branche einmalige, sondern auch eine besonders erfolgversprechende Möglichkeit ist, junge Menschen nach dem Abitur bestmöglich auf die immer weiter steigenden Anforderungen an den Beruf des Vermögensberaters vorzubereiten und so für qualifizierten Managementnachwuchs zu sorgen. Unsere Entscheidung für eine Verlagerung dieser Ausbildung nach Marburg erfolgt vor dem Hintergrund, dieses Programm weiter auszubauen und es noch stärker auf die spezifischen Anforderungen des Berufs und unseres Unternehmens auszurichten. Darüber hinaus sind durch die unmittelbare Anbindung an das Zentrum für Vermögensberatung umfangreiche Synergien möglich. Förderung von Auszubildenden Neben dem bereits bewährten Studiengang in Zusammenarbeit mit der FHDW haben wir im Jahr 2012 damit begonnen, in unseren Direktionen systematisch junge Menschen auch im Rahmen einer IHK-Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen zu qualifizieren. Parallel dazu erfolgt die Ausbildung zum bzw. zur zertifizierten Vermögensberater(in).

39 Wir unterstützen bei diesem Programm unsere Direktionen sowohl bei der fachlichen Durchführung der Ausbildung als auch finanziell mit einem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung. Bereits im ersten Jahr konnten so in unseren Direktionen rund 200 Auszubildende eingestellt werden. Wir verfolgen diesen Weg in erster Linie mit Blick auf die Notwendigkeit einer stetigen Verjüngung unserer Vertriebsorganisation und auf die gestiegenen fachlichen Anforderungen an den Beruf des Vermögensberaters. Inbetriebnahme des Holdinggebäudes Nur wenige Monate nach dem Zentrum für Vermögensberatung konnte im März 2012 auch das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Gebäude der Deutsche Vermögensberatung Holding von der Gründerfamilie bezogen und in Betrieb genommen werden. Dies unterstreicht die Bedeutung des Standorts Marburg für die strategische Ausrichtung unserer Unternehmensgruppe und fördert durch die Anbindung an das Zentrum für Vermögensberatung zusätzlich die Präsenz der Geschäftsleitung des Unternehmens innerhalb der Berufsgemeinschaft. Partnerschaftstreffen mit den AachenMünchener Versicherungen Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für unser Geschäft ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnergesellschaften, allen voran mit den AachenMünchener Versicherungen. Dies gilt im Besonderen für die Zusammenarbeit vor Ort zwischen unseren Vermögensberatern und den Mitarbeitern der Kundenservicedirektionen der AachenMünchener, in denen das durch uns vermittelte Geschäft verwaltet wird. Um das Verständnis für die Arbeit eines Vermögensberaters noch weiter zu vertiefen, das Wesen der Deutschen Vermögensberatung als familiengeführten Finanzvertrieb stärker zu verinnerlichen und so zu einer stetig besseren Zusammenarbeit vor Ort beizutragen, erhielten auf Einladung der Deutschen Vermögensberatung und der Aachen- Münchener insgesamt rund 600 Mitarbeiter unseres Partners Gelegenheit zu einem Besuch in Marburg. Die Maßnahme war für beide Seiten derart erfolgreich, dass sie in den Folgejahren fortgeführt und auch unseren anderen Partnergesellschaften ermöglicht werden soll. ipad-strategie Die von uns im Jahr 2010 eingeschlagene Strategie der konsequenten Nutzung des ipads für die Kundenberatung und Mitarbeitergewinnung erweist sich als überaus erfolgreich. Auch im Jahr 2012 konnten wir unseren Vermögensberatern wieder eine ganze Reihe neuer Applikationen zur Verfügung stellen, die einen hochprofessionellen und modernen Auftritt ermöglichen. Darüber hinaus haben unsere Vermögensberater seit November 2012 die Möglichkeit, über das ipad direkt auf Kunden-, Vertrags- und Mitarbeiterdaten zuzugreifen. Damit wird deutlich, dass das ipad und die zugehörigen DVAG-Apps zunehmend feste Bestandteile unseres vertrieblichen Arbeitskreislaufs sind. Mit dieser Strategie verfügen wir am Markt über eine weitreichende Alleinstellung, die unseren Vermögensberatern ganz erhebliche Wettbewerbsvorteile verschafft. Dies belegt auch die Auszeichnung unserer ipad-strategie als beste Service-Innovation des Jahres 2012, vergeben durch die ServiceRating GmbH und eine Jury aus Wissenschaftlern und Ratinganalysten. Zum 31. Dezember 2012 nutzten bereits über Vermögensberater das ipad für die Kundenberatung, was einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit die Nutzung in der Breite und gerade auch bei neu zu uns stoßenden Vermögensberatern von Anfang an gewährleistet ist, werden seit April 2012 Vermögensberater, die nach dem Wechsel in eine hauptberufliche Tätigkeit erste Erfolge aufweisen, auf Kosten des Unternehmens mit einem ipad ausgestattet. Wir werden diese Strategie im Jahr 2013 weiter verfolgen mit dem Ziel, allen hauptberuflichen Vermögensberatern die Beratung mit Hilfe eines ipads zu ermöglichen. Schaltzentrale des Unternehmens und Arbeitsplatz der Gründerfamilie: Das im März 2012 fertiggestellte Holding-Gebäude 35

40 Ratings und Auszeichnungen Vielfältig waren neben der bereits erwähnten Prämierung unserer ipad- Strategie mit dem ersten Platz auch im Jahr 2012 wieder die Auszeichnungen, die unser Unternehmen erhielt. Zum wiederholten Male bestätigt wurden unsere exzellenten Service- und Karriere- Ratings, eindrucksvolle Belege für erstklassige Beratung und ausgezeichnete Karriere- und Einkommenschancen bei der Nummer 1 der Allfinanzvertriebe in Deutschland. Ausdruck erstklassiger Beratung und hervorragender Karrieremöglichkeiten: Unsere vielfältigen Ratings und Auszeichnungen Im Top-Rating von Hoppenstedt gehörte die Deutsche Vermögensberatung auch im Jahr 2012 wieder zu den 3,3 Prozent deutscher Unternehmen, die eine Bonitätsrate von 1 vorweisen ein Indiz für höchstmögliche Eigenkapitalausstattung und Sicherheit. Das Finanzmagazin Cash setzte uns im jährlich erscheinenden Ranking zu den Umsatzerlösen der Finanzvertriebe in Deutschland uneinholbar auf Platz 1. Das Handelsblatt und die Universität St. Gallen reihten uns erneut in die bundesweit 50 kundenorientiertesten Dienstleister ein. Die IHK Düsseldorf attestierte uns herausragende Leistungen in der Berufsausbildung und sprach uns hierfür besondere Anerkennung aus. Und wie attraktiv wir als Partner unserer Vermögensberater sind, dokumentiert neben dem Karriere-Rating von Assekurata die uns im März 2012 vom CRF Institut verliehene Auszeichnung Top-Arbeitgeber. Geschäftsentwicklung im Ausland Unsere Tochtergesellschaft in Österreich konnte in weiter sehr schwierigem Marktumfeld im Geschäftsjahr 2012 die Trendwende erreichen und die Umsatzerlöse leicht auf jetzt 21 Millionen Euro (Vorjahr: 20,6 Millionen Euro) steigern. Dies war möglich durch eine konsequente Fokussierung auf unser bewährtes Allfinanzkonzept. Besonders im letzten Quartal 2012 sicherten unsere engagierten Vermögensberater tausenden Kunden Leistungsvorteile im Hinblick auf die ab 21. Dezember 2012 gültigen Unisex-Tarife. Nach dem Erst-Rating im August 2011 bewertete die renom- 36

41 mierte Rating-Agentur Assekurata die Karrierechancen bei der Deutschen Vermögensberatung Bank AG im Juni 2012 erneut mit der Bestnote exzellent. Unsere Tochtergesellschaft Schweizer Vermögensberatung Aktiengesellschaft SVAG hat sich im Jahr 2012 positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um 76,9 Prozent auf 8,25 Millionen Euro erhöht werden. Seit Mitte 2012 setzen unsere Schweizer Partner in der Beratung ebenfalls das ipad ein. Künftig besteht für die Geschäftspartner der SVAG die Möglichkeit, sich zum Diplomierten Finanzberater IAF ausbilden zu lassen. Mit dieser Maßnahme fördern wir die fachliche Qualifikation unserer Vermögensberater. Die Ratingagentur Assekurata hat die Karrierechancen für Vermögensberater in der SVAG erneut mit der Bewertung sehr gut ausgezeichnet. Die SVAG verfügt damit als einziger Finanzvertrieb in der Schweiz über ein solches Karriere-Rating. Zudem erhält die Gesellschaft zum Jahreswechsel von ihrem Partner Generali ein erstes Exklusivprodukt: Mit dem No. 1 Vorsorge & Sicherheitsplan wird die strategische Partnerschaft zwischen der Generali und der SVAG für alle Mitbewerber noch sichtbarer. SOZIALES ENGAGEMENT Seinen Kunden als kompetenter Ansprechpartner zur Seite zu stehen das ist die zentrale Aufgabe jedes Vermögensberaters. Dabei beraten die Vermögensberater Menschen nicht nur bei Fragen der Finanzen oder Absicherungen. Vielmehr erfüllen Vermögensberater einen gesellschaftlichen Auftrag, indem sie Menschen helfen, sich gegen Altersarmut, Berufsunfähigkeit und andere Risiken abzusichern. Diese Verbindung aus wirtschaftlicher und sozialer Verantwortung findet sich auch in der Unternehmenspolitik der Deutschen Vermögensberatung wieder. So engagieren sich die Deutsche Vermögensberatung und die Gründerfamilie weit über ihren unternehmerischen Erfolg hinaus für die Gesellschaft. Seit vielen Jahren ist das Unternehmen mit mehreren Projekten und Initiativen insbesondere in Mittelhessen aktiv und unterstützt zahlreiche soziale, kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen vor allem in Marburg, dem Sitz der Deutschen Vermögensberatung Holding, und in Frankfurt, dem Sitz der Unternehmenszentrale. So fördert die DVAG unter anderem das Jüdische Museum, das English Theatre, das Schauspielhaus, das Städel Museum, die Frankfurter Museums-Gesellschaft sowie den künstlerischen Verein basis e.v. und ist Gründungsmitglied der House of Finance- Stiftung in Frankfurt. In Marburg unterstützt das Unternehmen Charity-Veranstaltungen wie das Turnier Doctors go Tennis und Vereine wie den Marburger Bachchor e.v. und den Marburger Kunstverein e.v. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kinder- und Jugendförderung. Getreu dem Unternehmensmotto Früher an Später denken, setzt sich die Deutsche Vermögensberatung für die Talent- und Nachwuchsförderung im Schwimmsport ein und unterstützt im Rahmen des DVAG-Juniorteams junge begabte Nachwuchsschwimmer auf ihrem sportlichen Weg. Darüber hinaus spendete Prof. Dr. Reinfried Pohl über die Dr. Reinfried Pohl-Stiftung und die Anneliese Pohl- Stiftung im Juli 2012 jeweils zwei Millionen Euro an das Anneliese Pohl Comprehensive Cancer Center der Philipps-Universität Marburg, um die Zusammenarbeit der onkologischen Fachrichtungen bei der Erforschung von Diagnostik, Krebserkrankungen und Therapien zu stärken. Zusätzlich wurden Euro für die Etablierung eines internationalen Krebsforschungspreises gestiftet. Dieses Engagement wurde mit der Begleitung vieler Projekte für Krebsforschung und der Hilfe für krebskranke Menschen unter anderem in der Anneliese Pohl-Psychosozialen Krebsberatungsstelle Marburg abgerundet. Seit dem vergangenen Jahr setzt sich die Anneliese Pohl-Stiftung zudem für Kinder und Jugendliche ein. Hilfe, wo sie gebraucht wird: Die Anneliese Pohl-Stiftung fördert die Forschung an neuen Krebstherapien Bericht des Vorstands 37

42 Hohe Auszeichnung für Prof. Dr. Reinfried Pohl 38

43 Er war ein großer Tag, der 21. Dezember 2012, für Dr. Reinfried Pohl mit seiner Familie, aber auch für die Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung. Denn kein geringerer als der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier zeichnete unseren Unternehmensgründer an diesem Tage in der Wiesbadener Staatskanzlei mit dem hessischen Verdienstorden aus. Mit dabei als Gratulant in der ersten Reihe: Der enge und langjährige Freund des Geehrten, Altkanzler Dr. Helmut Kohl. Als Mäzen und Förderer im besten Sinne bezeichnete der Ministerpräsident Dr. Reinfried Pohl in seiner Laudatio und unterstrich damit dessen vielfältigste Engagements in allen Gesellschaftsbereichen von der Wissenschaft über die Kultur, soziale Einrichtungen, die Medizin und den Sport bis hin zu zahlreichen Förderprojekten im für ihn längst zur Heimatstadt gewordenen Marburg. Die Auszeichnung des Landes Hessen reiht sich ein in eine Vielzahl weiterer Ehrungen, höchster Orden und Würden, die Dr. Reinfried Pohl zuteil wurden. So wird deutlich, dass es ihm genauso wie seiner viel zu früh verstorbenen Frau Anneliese Pohl stets auch darum ging, Wohlstand zu teilen mit denen, die ohne eigenes Verschulden auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Dies zeigt sich nicht nur in Spenden und Zuwendungen nach außen, sondern noch viel mehr nach innen in das von Dr. Reinfried Pohl und seiner Frau gegründete und aufgebaute Unter nehmen. Vorbildlich dort die Sozialleistungen, von denen die Vermögensbe rater auch als Selbstständige pro fitieren und die von der Alters- und Hinterbliebenenversorgung über eine Unterstützungskasse bis hin zu einem zweitägigen Ge - sund heitscheck für besonders erfolgreiche Vermögensberater reichen. 39

44 Ohne Vertrauen kein Erfolg Ein Gespräch mit Michael Schumacher Wer sich durch die Welt bewegt, muss sich auf Vieles wie selbstverständlich verlassen dürfen auf Technik, die funktioniert, auf Menschen, mit denen man zusammenlebt, und auf das Geschehen um einen herum, in das der Einzelne eingebunden ist. Würde man all dies ständig in Frage stellen, wäre ein Leben nahezu unmöglich, zu komplex und zu vernetzt ist die Welt. Wer anderes als Michael Schumacher wäre besser imstande, über Vertrauen zu sprechen. Ein Ausnahmesportler, der wie kaum ein anderer über Jahrzehnte im Grenzbereich gefahren ist, der Technik scheinbar ausgeliefert war und in seiner Karriere tagtäglich aufs Neue Menschen kennen gelernt hat, die es einzuordnen galt 40

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47 Mit über 300 Stundenkilometer auf der Strecke kennen Sie keine Angst? Angst ist etwas ganz Normales, sie gehört zum Leben dazu und kann auch schon einmal dabei hilfreich sein, sich nicht allzu großen Gefahren auszusetzen. Im Rennen oder auf der Rennstrecke aber ist sie fehl am Platz. Konzentration und Respekt vor der Technik, vor dem Gegner, vor der nächsten Kurve und vor den Widrigkeiten zum Beispiel des Wetters, das ist das, was dazu gehört und notwendig ist, wenn man schnell fahren will. Ist das nicht eine Verdrängung der Gefahr? Nein. Es ist ja nicht so, dass man über Nacht in der Formel 1 fährt. Wer dort angekommen ist, hat viele Klassen durchlaufen und sich mit der Technik weiterentwickelt. Wenn man selbst so wie ich ganz am Anfang und bis zum Schluss nahezu jede Schraube im Auto kennt, dann weiß man ganz genau, wie das Auto funktioniert, wie es reagiert und wie weit man gehen kann. Und dennoch führt auch technisches Versagen zu Unfällen. Das stimmt, immerhin sprechen wir hier von Prototypen. Die meisten Unfälle sind jedoch auf Fehler eines Fahrers zurückzuführen. Wenn Technik im Spiel war, war für mich immer entscheidend, ob im Nachhinein die Ursache genau ermittelt werden konnte. Dann war ein Unfall schnell abgehakt, weil wir wussten, wo wir ansetzen müssen, damit es nicht wieder passiert. Schwieriger war es, wenn wir nicht nachvollziehen konnten, warum etwas passiert war. Denn Zweifel machen unsicher. Was zu Beginn eine rein professionelle Werbepartnerschaft war, entwickelte sich schnell weiter zu einer engen Freundschaft zwischen Michael Schumacher und Dr. Reinfried Pohl mit seinen Söhnen Andreas und Reinfried Technik kann nur so gut sein, wie die Menschen, die sie gestalten. Absolut. Für mich war immer klar: Ich benötige für meinen Erfolg ein Team aus Mitarbeitern, die die besten sind, für die ein Formel-1-Auto das Größte ist, was es gibt. Mitarbeiter, die mit extremer Sorgfalt und Präzision arbeiten. Aber das eine bedingt das andere: Wer seinen Beruf über alles liebt, wird mit ganzer Hingabe arbeiten und immer sein Bestes geben. Das sind die Mitarbeiter, mit denen man arbeiten möchte, und ich hatte sie. 43

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49 Aber auch Mitarbeiter machen Fehler. Alle Menschen machen Fehler. Natürlich ist es so, dass dies in der Formel 1 eigentlich nicht passieren darf, denn ein unbemerkter Fehler kann schlimme Folgen haben. Deshalb wird ja auch immer im Team gearbeitet. Und trotzdem geschehen Fehler, manchmal welche, über die sich im Nachhinein trefflich schmunzeln lässt: Zum Beispiel, als bei einem meiner Boxenstopps nur drei Reifen bereit lagen, nach dem vierten wurde hektisch gesucht. Wichtig ist, einen Fehler nicht zweimal zu machen. Vertrauen in Technik, Vertrauen in Menschen der Unterschied? Technik lässt sich definieren und beherrschen. Bei Menschen ist das anders, da steht die Zusammenarbeit immer wieder aufs Neue auf dem Prüfstand. Das bedeutet nicht, dass das Vertrauen immer wieder neu aufgebaut werden muss. Wenn man anderen nicht vertrauen kann, bewegt man sich immer in einem unsicheren Bereich. Das ist nicht gut, das schwächt einen. Wem vertrauen Sie? Zunächst einmal den Menschen, die ich liebe und schätze: meiner Familie, meinen engsten Freunden und Ratgebern. Bei diesen Menschen darf ich immer davon ausgehen, dass sie mein Bestes wollen, deshalb fühle ich mich in deren Umgebung sehr wohl und kann ausschließlich der sein, der ich bin. Leider kommt es aber wegen meiner Bekanntheit auch vor, dass fremde Menschen versuchen, mir sehr nahe zu kommen. Hier ist es notwendig, gelegentlich auch misstrauisch zu sein und Abstand zu suchen, weil man die Motive nicht kennt, mit denen sich Menschen nähern. Kann man Ihr Vertrauen erwerben? Aber natürlich. Mit Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit über einen längeren Zeitraum. den Rat von Menschen gesucht, von denen ich sicher wusste, dass sie keine eigenen Interessen verfolgen, sondern ausschließlich meine Situation bewerten. Neben meiner Familie habe ich vor allem mit Menschen gesprochen, die über viel Lebenserfahrung verfügen und mich verstehen. Reinfried Pohl senior gehörte dazu, der mir wie ein väterlicher Freund immer mit Rat und Tat zu Seite steht. Er hat mir zum Comeback geraten, und dieser Rat war mit ausschlaggebend. Sie haben sehr viel verdient. Mit wem sprechen Sie über Geld? Es ist sehr wichtig, nicht den Überblick zu verlieren, wenn man viel Geld verdient. Auch in der Formel 1 ist, wie generell im Leistungssport, letztendlich der Zeitraum, in dem man Geld verdient, sehr begrenzt. Deswegen sollte man immer daran denken, dass ein Großteil des Lebens noch vor einem liegt. Durch meine Partnerschaft mit der Deutschen Vermögensberatung habe ich ausreichend Gelegenheit, mich zu informieren und mir bei Menschen Rat zu holen, denen ich auch in Geldfragen uneingeschränkt vertrauen kann. Mir gefällt das Motto der DVAG Früher an Später denken. Was bringt die Zukunft? Meine Familie und ich mussten auf sehr viel verzichten, während meiner aktiven Zeit. Es gibt also viel nachzuholen, z. B. an Gemeinsamkeit. Das genießen wir in vollen Zügen. Unabhängig davon gehöre ich zu den glücklichen Menschen, für die das Leben sehr viele Optionen offen hält. Auch wegen meiner Erfolge bin ich jetzt in der sehr komfortablen Situation, wählen zu können, und dabei in erster Linie daran zu denken, woran ich Freude habe. Ich war immer ein neugieriger Mensch, der neue Situationen als Herausforderung empfunden hat. So ist es auch jetzt wieder. Ich freue mich auf das, was die Zukunft bringt. Auf wessen Rat legen Sie wert? Das hängt sehr davon ab, worum es geht. Nehmen wir meine Entscheidung, nach drei Jahren Pause ein Formel-1- Comeback zu wagen. Das war eine sehr schwierige Entscheidung. Ich habe 45

50 Die Lebensversicherung ist viel besser als ihr Ruf Kaum ein Thema ist derzeit in den Wirtschaftsredaktionen der Medien bedeutender als die Frage nach einer sinnvollen und rentablen Geldanlage. Der Hauptgrund: Die Zinsen bewegen sich seit nunmehr drei Jahren auf extrem niedrigem Niveau mit der Folge, dass die Rendite zinsorientierter Anlagen nahezu ausnahmslos unterhalb der Inflationsrate liegt 46

51 Auch die Lebensversicherung ist davon betroffen, da sie die ihr anvertrauten Kundengelder im Wesentlichen in sicheren Zinspapieren anlegen muss. Der Garantiezins wurde vor diesem Hintergrund zum 1. Januar 2012 auf nunmehr 1,75 Prozent abgesenkt. Nicht wenige Kritiker der Lebensversicherung haben dies zum Anlass genommen, allein aus Renditegesichtspunkten in den Medien vom Abschluss privater Lebens- und Rentenversicherungen abzuraten, ohne dabei Alternativen aufzuzeigen, mit denen sich die Primärfunktionen dieses Vorsorgeprodukts auch nur annähernd so gut erfüllen lassen. Mitwirkung an sozialpolitischen Herausforderungen Kein anderes Produkt als die private Rentenversicherung ist besser geeignet, einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung einer der größten sozialpolitischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte zu leisten: der Vermeidung von Altersarmut in breiten Bevölkerungskreisen. Diese ist absehbar, denn bei weiter abnehmender Geburtenrate und dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben wird die Divergenz zwischen erwerbstätigen Beitragszahlern und nicht erwerbstätigen Leistungsempfängern weiter dramatisch zunehmen und die Sozialversicherung vor unlösbare Aufgaben stellen. Wer die private Rentenversicherung diskreditiert, fördert vor diesem Hintergrund gravierende soziale Fehlentwicklungen in unserem Land. Familienabsicherung Wer Familie hat, hat Verantwortung. Auch dafür, dass Geld verfügbar ist, um Kindern eine sorgenfreie Kindheit sowie eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Oftmals verzichtet deshalb einer der Lebenspartner auf eine berufliche Karriere und damit auch auf zukünftige eigene Rentenansprüche. Gerade junge Familien haben oft nur geringe Ersparnisse und sind aus diesem Grund darauf angewiesen, mit Familiegründung das Haushaltseinkommen, gegebenenfalls eingegangene Kreditverpflichtungen für den Immobilienerwerb sowie durch Kindererziehung entgehende Rentenansprüche durch Versicherung und Eigenvorsorge zu kompensieren. Kein anderes Produkt als die Lebensversicherung erfüllt alle diese Funktionen gleichermaßen. Sie vor diesem Hintergrund wie so oft geschehen auf ein Renditeversprechen zu reduzieren, ist eine Verkürzung, die die eigentliche Funktion der Lebensversicherung, nämlich die Hinterbliebenen- und Altersversorgung, völlig außer Acht lässt. Langfristig stabile und sichere Erträge Nur allzu gerne wird die Lebensversicherung eingereiht in Renditevergleiche mit klassischen Anlageprodukten wie Festgelder, Aktien, Edelmetalle oder Immobilien. Eines wird dabei meist nicht berücksichtigt: Wer eine private Rentenversicherung abschließt, hat nicht selten einen Anlagehorizont von weit mehr als 50 Jahren, in denen zunächst über Jahre die Beiträge an den Lebensversicherer gezahlt und danach mit Beginn der Rentenbezugszeit die vereinbarten Rentenleistungen lebenslang ausbezahlt werden. Nichts dürfte wohl bei einem derartigen Vertrag für den Kunden wichtiger sein, als sich auf die langfristige Leistungsfähigkeit seines Versicherers verlassen zu können, steht dieser doch für einen Teil des fest kalkulierten Alterseinkommens seines Kunden. Es ist nicht hilfreich, die Lebensund Rentenversicherung vor diesem Hintergrund einzureihen in Renditevergleiche mit oftmals kurzfristig und spekulativ motivierten Geldanlagen. Vielmehr sollte betont werden, dass die Lebensversicherung trotz anhaltender Niedrigzinsphase im Branchenschnitt im Jahr 2013 unter Berücksichtigung von Schlussgewinnanteilen immer noch eine Durchschnittsrendite von über vier Prozent erzielen wird ein Wert, den aktuell kein vergleichbar sicheres Anlageprodukt erreichen kann Entwicklung des Versicherungsbestands in der Lebensversicherung in den letzten 15 Jahren (Stückzahl Lebensversicherungsverträge gegen laufenden Beitrag im Zeitraum 1997 bis 2012)

52 Basel Biel Buchs Wolfhalden Baden Thun Adliswil Zentrale Schlieren Mülligen Fribourg Eyholz Solothurn Rheinfelden Luzern Worblaufen Ostermundingen Gals Düdingen Mauren / FL Lingen Erbach Bargteheide Lütjensee Rendsburg Osterrönf. Bredstedt Hilgermissen Kirchhain Pohlheim Weilmünster Steinau Birstein Schöningen Schöppenstedt Monheim Hückeswagen Radevormwald Heiligenhaus Bramsche Nümbrecht Wiehl Rheinbach Hückelhoven Hagen Arnsberg Menden Fröndenberg Wehrheim Mühlheim Hainburg Schotten Kleinostheim Stockstadt Walshausen Pirmasens Böblingen Sindelfingen Remseck Kirchentellinsf. Eutingen im Gäu Jettingen Grosselfingen Kuchen Dornstadt Ostfild. Pforzheim Ispringen Kämpfelbach Engelsbrand Achern Ludwigshafen Epfendorf Friedenweiler Ederheim Ulm Königsbronn Heidenheim Schillingsfürst Ohrenbach Ochsenfurt Niederwerrn Oerlenbach Ebenhausen Leinatal Rankweil Feldkirch M Lustenau S Hamburg Buchholz Rosengarten Hittfeld Braak Norderstedt Langenhorn Ahrensburg Lübeck Ahrensbök Bad Segeberg Eutin Techau Geschendorf Reinfeld Grevesmühlen G Kiel Neumünster Brunsbüttel Rastede Bruchhausen-Vilsen Kirchlinteln Cuxhaven Bremerhaven Bremen Stuhr Celle Wienhausen Dannenberg Ziethen Garbsen Hannover Laatzen Wedemark Isernh. 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Obrigheim Murrhardt Angelbachtal Eschelbronn Leimen Lobbach Bretten Eppingen Birkenfeld Knittlingen Illingen Karlsruhe Ettlingen Eggenstein Rastatt Durmersheim Bietigheim Baden-Baden Waldachtal Bruchsal Bad Schönborn Oestringen Berg Germersheim Landau Siebeldingen Weyher Impflingen Annweiler Herxheim Kandel Niederschlettenbach Fischerbach Haslach Villingen Schwenningen Dauchingen St.Georgen Furtwangen Donaueschingen Singen Mühlhausen Radolfzell Spaichingen Rottweil Dunningen Zimmern Trossingen Dietingen Freiburg Waldkirch Kirchzarten Herbolzheim Ringsheim Sexau Eimeldingen Efringen-Kirchen Lörrach Gutach Ihringen Lenzkirch Augsburg Krumbach Merin Zusmarshausen Thannhausen Wertingen Nördlingen Wemding Großaitingen Kempten Sonthofen Scheidegg Memmingen Ravensburg Wangen Bad Waldsee Buxheim Eichstegen Ebersbach-Musbach Hohentengen Erolzheim Illmensee Frickingen Salem Owingen Laichingen Altheim/Alb Günzburg Illertissen Lauingen Ehingen Zirndorf Oberasbach Fürth Ge Büchenbach Hallernd Weißeno Neustadt/Aisch Markt Erlbach Bad Windsheim Bechhofen Insingen Gunzenhausen Wassertrüdingen Ornbau E Solnhofe Bamberg Hirschaid Burgwindheim Frensdorf Rattels Eben Hallstadt Würzburg Uffenheim Wü.-Estenfeld Giebelstadt Werneck Königsberg Hofheim i.ufr. 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Gotha Langenhain Rieth Mönchsroth Dinkelsbühl Stödtlen Heiligenberg Friedrichshafen Dogern Dottingen Villingendorf Blumberg Bräunlingen Bonndorf Klettgau Hüfingen Königsfeld Ettenheim Neupotz Ubstadt-Weiher Pfullingen Gomaringen Süßen Ingelfingen Hachenburg Zwingenberg RW-Göllsdorf Sulzburg Böhmenkirch Wieseth Bad Mergentheim Altach Werdohl Kierspe Schulungszentrum (DVAG) Direktion / Geschäftsstelle (DVAG) Direktion / Geschäftsstelle (Allfinanz) Direktion / Geschäftsstelle (FVD) Reichelsh. Dinslaken Kappeln Rhauderfehn Aub Gaukönisghofen Buch Rain Kehl Kall Engen Mayen Kruft Trier Fürth Uslar Twist Zetel Varel Zeven Bokel Weyhe Brühl Soest Holzwickede Kamen Bünde Ahlen Hamm Ahaus Meersburg Sontra Calden Adenau Gering Bullay Wissen Lollar Gießen Auetal Aurich Jülich Kerpen Kempen Pforzen Kaufbeuren Pfersee Baunach Mömbris Uhingen Hilders Erbenhausen Thundorf Hörselberg-Hainich Korbach Hofheim a. Taunus Seeh. Lengede Olsberg Rösrath Zülpich Frechen Knapsack Willich Viersen Alsdorf Nieheim Herford Bottrop Waltrop Mülheim Neubrunn Oberhaid Ho Tuningen Ertingen Obersulm Wildberg Steinach Seelbach Weisweil Breisach Wanfried Oberfell Moselkern Boppard Sinspelt Piesport Leiwen Saarburg Osthofen Neustadt Zornhm. Gr.-Gerau Neuhfn. Burgdorf Herzlake Nordhorn Greven Emmerich am Rhein Scheeßel Lüneburg Bergheim Stolberg Warstein Stemwede Coesfeld Kevelaer Kirchheim Eußenheim Kitzingen Waldbrunn Ebelsbach Viereth-Trunstadt Wiesentheid Oberstreu Adelsdorf Straßberg Bretzfeld Weinst. Reilingen Rauenberg Gerlingen Stutensee Edermünde Wolfhagen Wadgassen Saarlouis Püttlingen Andernach Guldental Braunfels Allendorf Katzenelnbogen Geisig Pellingen Grünstadt Salzwed Bückeburg Edemissen Hasbergen Schortens Attendorn Sundern Buxtehude Großheide Reichshof Heinsberg Wesseling Schleiden Erftstadt Simmerath Meerbusch Stadtlohn Rheinberg Laudenbach Röllbach Mindelheim Landsberg Finning Emersacker Adelsried Pfedelbach Ludwigsburg Vöhringen Remshalden Winterbach Remchingen Altensteig Fahrenbach Simonswald Kuppenheim Gräfenroda Gillenfeld Dattenberg Ochtendung Völklingen Birkenfeld Baumholder Pfungst. Dillenburg Tiefenbach Morschheim Partenheim Bargteheide Schmalfeld Hauenstein Kollweiler Vienenburg Schenefeld Otterndorf Meckenheim Altenahr Niederzier Langerwehe Euskirchen Hellenthal Aldenhoven Eschweiler Würselen Baesweiler Salzkotten Oberhausen Leidersbach Königsbrunn Münnerstadt Mainaschaff Schweinfurt Schwebheim Kammerstein Bergatreute Sigmaringen Krauchenwies Bad Saulgau Fronreute Sachsenheim Muggensturm Großenlüder Bad Nauheim Taunusstein Brombachtal Weiskirchen Irsch Kaisersesch Scheuerfeld Ober-Mörlen Sieverstedt Moormerland Lüdenscheid Freudenberg Zell Zellingen Sennfeld Wittelshofen Feuchtwangen Burgbernheim Grafenhausen Ehrenkirchen Ochsenhausen Schwetzingen Rheinstetten Flörsbachtal Wetter Fischbachtal Bad Harzburg Herzogenrath Marktoberdorf Dietmannsried Wartmannsroth Langenaltheim Bad Säckingen Weil am Rhein Ichtershausen Oberbettingen Sulzb. Linsengericht Ober-Ramst. Kaltenkirchen Müden Geilenkirchen Westerkappeln Lotte Herzogenaurach Möhrendorf Willingshausen Homberg Idar-Oberstein Mengerskirchen Wörth Gronau Marktheidenfeld Waldbüttelbrunn Eberm Schwäbisch Hall Traben-Trarbach Morbach Übach-Palenberg Sulzbach Lahr Hettenleidelh. Henstedt-Ulzburg Bad Salzdetfurth Nienburg Karlstein Eltville Georgsmarienhütte Rotenburg Weingarten Friedberg Höchst Hannoversch Münden Gronau Metelen Leutkirch Lindern W Vaihingen Weilheim Clausthal-Zellerfeld Berka vor der Hainich Rielasingen- Worblingen Linkenheim Waldbrunn Leichlingen Rothenburg Papenburg Schl. Holte-Stukenbrock Ottenhöfen Bad Königshofen im Grabfeld Walzbachtal Oberderdingen Steinburg Suderburg K Müllheim Umkirch Stockach Pfullendorf Emmingen-Liptingen Weingarten Horgenzell Wilhelmsdorf Meckenbeuren Whyl Mössingen Bodelshausen Münchweiler Göllheim Brühl Beindersh. Laudenb. Weiterstadt Merch Ursberg Kirchheim Öttingen Wilhermsdorf Breitengüßbach Kirchzell Schefflenz Adelsheim Eisenberg Weilerbach Oldenburg Kirchlengern Vlotho Steinheim Mettmann Königswinter Görgeshausen Zierenberg Lengfeld Schleusingen Gehren Mühlhausen Bad Neuenahr Romrod Waldshut-Tiengen Diedorf Höchstädt Overath Marl Ruppach-Goldhausen Mengen Darmstadt Marienmünster Seevetal Wendlingen a. N. Bad Bramstedt Delingsdorf Syke Ilsede Bad Lippspringe Ratingen Elz Frickhofen Selters Waldems Wölfershm. Münzenb. Langenlonsheim Guldental Kreuz-Werth. Rotenburg a.d. F. Eschbach Ladenburg Nußloch Hechingen Dettenhausen Heiningen Langenargen Sottrum Cremlingen Altenbeken Horhausen Wegberg Burgau Waldbronn Beckingen Bingen am Rhein Memme Konstanz Offenburg Willstätt Güllesheim Harschbach Schönborn Kasbach- Ohlenberg Langenhagen Dornburg Lobbach Gärtringen Hildrizhsn. Deckenpfronn Gechingen Gelnhausen Hirzhain Niedernwöhren Elmshorn Wedel Laboe Schleswig Worpswede Wiesmoor Westerstede Upgant-Schott Berge Rees Reken Pattensen 48 Unsere Direktionen, Geschäftsstellen und Ausbildungszentren

53 Ottend.-Okrilla Zeithain Taubenheim Coswig Löbau Herzberg Röblingen am See Grüna Milower Land Neuenhagen Garmisch-Partenkirchen Kolbermoor Bernau Marktl Pleiskirchen Gaimersheim Unterföhring Brunnen Lauf Thyrnau Simbach Thurnau Wien Zeillern Unterweitersdorf Allhartsberg Pyhra St.Johann Puch bei Hallein Innsbruck Villach Pamhagen/Pannonia Graz Klagenfurt Bad Radkersburg Ranten Trofaiach Ostermiething ieming Tulfes Diersbach Oberalm Strasshof Regelsbrunn Grödig Fürstenbrunn Altheim Braunau Goldegg Saalfelden Großengersdorf Dresden Radebeul Großharthau Quersa Riesa Diera-Zehren Freital Kesselsdorf Klipphausen Kurort-Hartha Schmiedeberg Hermsdorf / Erzgebirge Hermsdorf Pirna Heidenau Bahratal Gohrisch Neustadt Königsbrück Peickwitz Bautzen Radibor Doberschau Schönbach Zittau Oderwitz Görlitz Weißwasser Hoyerswerda Leippe-Torno Cottbus Kolkwitz Burg Spremberg Massen Finsterwalde Leipzig Taucha Borsdorf Delitzsch Meuselwitz Grimma Oschatz Diesbar-Seußlitz Döbeln Meissen Bennewitz Eilenburg Falkenberg Bad Liebenwerda Halle Teutschenthal Merseburg Leuna Bad Dürrenberg Ermsleben angerhausen Laucha Bad Bibra Naumburg Weißenfels Zeitz Kretzschau Bitterfeld Brehna Wolfen Gräfenhainichen Dessau Rosslau Saalfeld Rudolstadt Wernburg Miesitz Gera Bobeck Neustadt Jena Greiz Mehltheuer Hohenleuben Steinberg Zwickau Aue Lößnitz Zwönitz Schlema Bernsbach Glauchau Waldenburg Crimmitschau Plauen Auerbach Mechelgrün Chemnitz Burgstädt Hartmannsdorf Frankenberg Hohenstein-Ernstthal Mittelbach Oberlungwitz St.Egidien Jahnsdorf Gornau Drebach Brand-Erbisdorf Freiberg Berlin Potsdam Fahrland Nauen Teltow Stahnsdorf Kleinmachnow Rathenow Brandenburg Premnitz Jüterbog Ludwigsfelde Frankfurt/Oder Strausberg Werneuchen Königs Wusterhsn. Zeuthen Wildau Rangsdorf Mittenwalde Beeskow Eberswalde Britz Oranienburg Hohen Neuendorf Schildow Gransee Zehdenick Neuruppin Pritzwalk Jarmen Malchow Mirow Pasewalk Torgelow Eggesin Templin Greifswald Rostock Bartenshagen Demmin Damm Ribnitz-Damgart. Grimmen Schwerin Wittenberge Perleberg Parchim Wismar ägelow sleben Calvoerde lberstadt Quedlinburg Magdeburg Schönebeck Barby Könnern Zerbst Burg Weferlingen Staßfurt Stendal Osterburg München Fürstenfeldbruck Starnberg Weilheim Penzberg Obing Prien Rimsting Flintsbach Freilassing Anger Eggenfelden Waldkraiburg Winhöring Simbach Burghausen Neuching Isen Ingolstadt Manching Wettstetten Allershausen Kranzberg g Odelzhausen Kissing Ried Peiting Nürnberg Roth orgensgmünd Schnaittach Neunkirchen Diepoltsdorf Simmelsdorf orf he lingen n Amberg Kümmersbruck Ebermannsdorf Vilseck Pegnitz Weiden Freystadt Mühlhausen Hepberg Kipfenberg Postbauer- Heng Neumarkt Pocking Ruhstorf Thiersbach Pfarrkirchen Hutthurm Neukirchen vorm Wald Neuburg Salzweg Platting Aldersbach Aidenbach Aicha vorm Wald Hof Schwarzenbach Oberkotzau Kulmbach Wiesenthau dorf sfeld Kronach Coburg n nau Neuhaus Gräfenthal Brünn Lichte Lehesten Erfurt rnstadt Weimar Hetschburg Bad Berka Magdala München Blankenhain Apolda sen Regensburg Tegernheim Sonneberg Großenhain Kyritz Wendorf Domsühl Schwedt Müllrose Mülsen Gohlis Kleinmehlen Guben Rachwitz Bad Düben Schönewalde Kabelsketal Landsberg Luth.Wittenberg Eisenberg Elsteraue Wetterzeube Michendorf Kloster Lehnin Nuthe-Urstromtal Nuthetal Hennigsdf. Waren Stadelhofen Pilsting Oberhöcking Aufhausen Winkelhaid Moosinning Hohenlinden Eichstätt Mainburg Münchberg Völs Bad Sülze Cham Zell Regen Glonn Haar Oppin Demen Roding Erding Rieden Artern Wellen Thurnau Pfreimd Pyrbaum Velburg Gorbitz Adlkofen Landshut Bayreuth zheim Hollfeld Winklarn Teublitz Erlangen Wandlitz Straguth Goldberg Deuerling Viechtach Leiblfing Straubing Scheßlitz Forchheim Burgthann Kitzscher Lunzenau el Quenstedt Regenstauf Riedenburg Nandlstadt Rohrenfels Schwandorf Eitensheim Großbeeren Goldkronach Lichtenfels Weißenbrunn Fredersdorf Schöneiche Stralendorf Neutraubling Fürstenstein Frauenau Lindberg Wiesenfelden Massenhausen Haselbachtal Volkenschwand Sankt Englmar Bad Feilnbach Tegernsee Berchtesgaden Kirchenlamitz Speichersdorf Schwarzenfeld Hebertshausen Graal-Müritz Ruhmannsfelden Burglengenfeld Neubrandenburg Oberbergkirchen Unterleinleiter annst. Markt Indersdorf Gosen-Neu-Zittau Neukirch Großkarolinenfeld Schechen Mühldorf Ebersberg Sulzbach-Rosenberg Garching eißenburg Altdorf Eisleben Herrsching Gauting Dietfurt Berg albe Wittstock Lambrechtshagen Kühlungsborn Wendorf Zirkow Schorfheide Ronneburg Berndorf Salzburg Farchant Mittenwald Peißenberg Pähl Seehausen Olching ing Miesbach-Parsberg Grasbrunn Büchlberg Königsee Stadtilm Groß Lüsewitz Blankenhagen Oberndorf Zwentendorf an der Donau Mönchhof Pöhl Zeulenroda-Triebes Stollberg Rehfelden Blankenfelde-Mahlow Diedersdorf Mamming Ergolding Moosburg an der Isar lsd. Wattens Schwaz St. Jodok Niedernsill Kitzbühel Reith Königsmoos Wormstedt Fürstenwalde/ Spree Lengefeld Zschopau Mühlau Pössneck Köthen Löcknitz Seeg. Mansfelder Land Bernburg Karlsburg Tessin Oberndorf St. Pantaleon 49

54 Deutsche Vermögensberatung Markt und Rahmenbedingungen Insbesondere in der ersten Hälfte des Jahres 2012 war unsere Geschäftstätigkeit spürbar durch negative äußere Einflüsse geprägt: Die Politik tat alles dafür, die in Schieflage geratenen Länder der Europäischen Union zu stabilisieren, konnte damit aber zunächst nur wenig zur Beruhigung der Märkte und der Bürger beitragen. Das damit verbundene, sehr niedrige Zinsniveau erschwerte Anlageentscheidungen und zwang auch die Lebensversicherer in Deutschland dazu, den Garantiezins und die Überschussbeteiligungen zu reduzieren. Und zudem war unsere Beratungskapazität teils erheblich gebunden durch eine Vielzahl von Serviceterminen, die aufgrund von Beitragssteigerungen in der Privaten Krankenversicherung und aufgrund der Fragen unserer Kunden zur weiteren Entwicklung der durch uns vermittelten Anteile an offenen Immobilienfonds notwendig geworden waren. Im Verlauf des zweiten Halbjahres zeichnete sich eine gewisse Beruhigung in der Politik ab, was die Rettungsmaßnahmen für ausgewählte Euroländer und die damit verbundene Stabilität der europäischen Währung anging. Darüber hinaus boten sich uns insbesondere im letzten Quartal des Jahres 2012 eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Beratung unserer Kunden im Zusammenhang mit der Umstellung der Tarife in der Versicherungswirtschaft auf geschlechtsunabhängige Kalkulationsgrundlagen. Geschäftsergebnisse im Überblick Insbesondere mit Blick auf die extrem große Zahl von Beratungsterminen im zweiten Halbjahr 2012 ist es uns gelungen, den im ersten Halbjahr zunächst zurückhaltenden Geschäftsverlauf bezogen auf das Gesamtjahr sehr erfreulich und erfolgreich zu gestalten. Selbst in der Lebensversicherung, die sich aufgrund der zum 1. Januar 2012 notwendig gewordenen Absenkung des Garantiezinses auf 1,75 Prozent einer permanenten Negativpresse ausgesetzt sah, konnten wir unsere Bestände ausbauen. Gleiches gilt für alle anderen 50

55 Segmente unserer Geschäftstätigkeit, das Bausparen, die Baufinanzierung, den Versicherungsbereich insgesamt und das Investmentgeschäft. Trotz umfangreicher Investitionen in unsere Vertriebsorganisation blieb auch der Ertrag nicht hinter der Entwicklung der Umsatzerlöse zurück. So konnten wir alle Ergebnisgrößen deutlich steigern und den höchsten Jahresüberschuss in unserer Unternehmensgeschichte erzielen. Auch das Eigenkapital erreicht so einen neuen Höchststand. Umsatzerlöse Mit 1.185,8 Millionen Euro Umsatzerlösen, einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent, erzielten wir im Jahr 2012 das bislang zweitbeste Ergebnis unserer Unternehmensgeschichte. Dies zeigt, dass wir auch in schwierigem Marktumfeld mit unserer Beratungskonzeption hervorragend positioniert und in der Lage sind, sich ergebende Chancen am Markt, wie die Umstellung auf Unisex-Tarife, schnell und sehr erfolgreich zu nutzen. Entsprechend konnten wir im Berichtsjahr unsere Position als Nummer 1 der eigenständigen Finanzvertriebe in Deutschland weiter ausbauen. Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben unsere Tochtergesellschaften Allfinanz Deutsche Vermögensberatung, FVD Deutsche Vermögensberatung sowie die Deutsche Vermögensberatung Österreich und die Schweizer Vermögensberatung erfreulich beigetragen. Neugeschäft Im Versicherungsgeschäft haben wir mit 1.220,4 Millionen Euro Neubeitrag, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent, die Milliarden-Grenze erneut deutlich überschritten und eine neue Rekordmarke erzielt. Die Lebensversicherung (laufender Jahresbeitrag) hat dazu mit einem Prozent Zuwachs beigetragen. In der Schaden-/Unfallversicherung konnten wir das Neugeschäft um 88,9 Prozent steigern, wobei darin Einmalbeiträge aus einem ganz neuen Bündelprodukt (P.U.R.) enthalten sind. Auf hohem Niveau liegen weiterhin unsere Anteile am Neugeschäft unserer Partnergesellschaften, Garant dafür, dass wir dort Gehör finden und zum Wohle unserer Kunden Einfluss auf Produkte und Serviceprozesse nehmen können. So beträgt im Geschäftsjahr 2012 unser Anteil am Neugeschäft der AachenMünchener Versicherung 98 Prozent, im Bereich der Lebensversicherung 97 Prozent. Bei der Central Krankenversicherung AG erreichten wir einen Anteil am Neugeschäft in Höhe von 68 Prozent, bei der AdvoCard Rechtsschutzversicherung AG in Höhe von 89 Prozent. An unseren Partner DWS Investment vermittelten wir im Konzern ein Fondsvolumen (Neuanlage) von 1,7 Mrd. Euro. Dies sind 90 Prozent an unserem gesamten Investment-Neugeschäft in Höhe von 1,9 Milliarden Euro. Gerade in Zeiten der Verunsicherung findet ein Produkt seit Jahren besonderes Interesse: Das Bausparen. Hiervon konnten wir erneut profitieren und auch im Jahr 2012 im Bausparneugeschäft unter Einbeziehung der Ergebnisse unserer inländischen Tochtergesellschaften wieder die Marke von 2 Milliarden Euro eingelöster Bausparsumme erreichen. Im Bereich der Baufinanzierungen verzeichneten wir mit 2,3 Milliarden Euro Finanzierungsvolumen ebenfalls ein sehr gutes Vermittlungsergebnis, das 7,7 Prozent über dem des Vorjahres lag. Konzernlagebericht 51

56 Bestandsentwicklung Unser besonderes Augenmerk gilt der Betreuung des Kunden- und Vertragsbestands. Denn Teil unseres Leistungsversprechens gegenüber unseren inzwischen 6 Millionen Kunden ist es, diesen dauerhaft und lebensbegleitend als kompetenter Ratgeber zur Seite zu stehen. Ausdruck des Erfolgs dieser Bemühungen ist in erster Linie die Steigerung des Gesamtbestands in der Unternehmensgruppe auf 175,4 Milliarden Euro, ein Plus in Höhe von 2,4 Prozent. Dieser Wert ergibt sich aus der Vertragssumme in den Sparten Lebensversicherung, Bausparen, Baudarlehen, Investmentanlagen und unter Berücksichtigung der Beiträge in den sonstigen Versicherungssparten. Das Prämienaufkommen des von uns im Konzern betreuten Versicherungsbestands (gebuchte Beiträge) erreichte im Jahr 2012 erstmals 7 Milliarden Euro, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent. Infolge der erfreulichen Neugeschäftsentwicklung der letzten Jahre konnten wir unseren Bausparbestand bei der Badenia Deutsche Bausparkasse AG im Jahr 2012 auf nunmehr 21,5 Milliarden Euro Bausparsumme (+ 2,5 Prozent) weiter ausbauen. Im Investmentbereich verwalteten unsere Partnergesellschaften zum 31. Dezember 2012 ein von uns vermitteltes Fondsvolumen in Höhe von 16 Milliarden Euro, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 8,1 Prozent. Das Depotvolumen bei unserem Premium-Partner Deutsche Bank konnte unsere Unternehmensgruppe im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro steigern. In der Baufinanzierung hat sich der an unsere inländischen Bankpartner vermittelte Bestand im Jahr 2012 um 114 Millionen Euro auf nunmehr 13,3 Milliarden Euro erhöht. Auch hier profitiert zunehmend unser Premium- Partner Deutsche Bank, für die wir inzwischen einen Darlehensbestand mit einem Volumen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro (valutierendes Restkapital) betreuen. Vertriebsorganisation Die Deutsche Vermögensberatung ist der Marktführer der eigenständigen Finanzvertriebe in Deutschland. So sind wir auch die erste Adresse für jeden, der sich für den Beruf des Vermögensberaters interessiert. Dies entspricht der Grundintention unseres Geschäftsmodells als Betreuungsgesellschaft für selbstständige Vermögensberater und unserem Ziel, unsere Vertriebsorganisation kontinuierlich auszubauen. Insgesamt konnten wir so zum 31. Dezember 2012 unsere Vertriebsorganisation in der Unternehmensgruppe mit insgesamt haupt- und nebenberuflich tätigen Vermögensberaterinnen und Vermögensberatern in Direktionen und Geschäftsstellen stabil halten, mit Blick auf den Markt ein sehr guter Erfolg. Wir sind zuversichtlich, dass mit den eingeleiteten Maßnahmen zur Förderung der Vertriebsorganisation gute Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum gelegt sind. 52 Vorsorgeaufwendungen für den Außendienst und Ausbildungsinvestitionen Die konzernweit im Geschäftsjahr 2012 für die Alters- und Hinterbliebenenvorsorge unserer Vermögensberater aufgewendeten 22,1 Millionen Euro (Vorjahr 18,1 Millionen Euro) sind Ausdruck der Stärke unserer beruflichen Familiengemeinschaft. Die Versiche-

57 rungssumme aller in diesem Zusammenhang abgedeckten Risiken beträgt 2 Milliarden Euro. Im Rahmen unseres vorbildlichen Ausbildungssystems im In- und Ausland haben wir im Jahr 2012 konzernweit den Aufwand für Aus- und Weiterbildung unserer Vermögensberater von 55,7 Millionen Euro im Jahr 2011 auf jetzt 70 Millionen deutlich erhöht. Das Eigenkapital Im Geschäftsjahr 2012 hat sich die hervorragende Eigenkapitalausstattung des Konzerns nochmals deutlich verbessert. Zum 31. Dezember 2012 beträgt das Eigenkapital 649,2 Millionen Euro und liegt damit um 7,4 Prozent über dem Vorjahr (604,3 Millionen Euro). Die weit über dem Marktdurchschnitt liegende bilanzielle Eigenkapitalquote erreicht nunmehr 57,0 Prozent (Vorjahr 55,8 Prozent). Die Eigenkapitalbasis der Unternehmensgruppe ist eine solide Grundlage für das weitere dauerhafte Wachstum unserer Vertriebsorganisation im Inland und im Ausland. Jahresüberschuss Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Ergebnisse der DVAG-Gruppe weiter positiv entwickelt. Der Konzernjahresüberschuss liegt mit 184,9 Millionen Euro um 8,1 Prozent über dem Vorjahr (171,1 Millionen Euro) und ist damit ein neuer Rekordwert in der Unternehmensgeschichte. Ertrags- und Finanzlage des Konzerns Die DVAG-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2012 ihre führende Marktposition wiederum eindrucksvoll bestätigt. Mit 1.185,8 Millionen Euro hat unsere Unternehmensgruppe die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr (1.111,1 Millionen Euro) um 6,7 Prozent gesteigert. Das im Wesentlichen durch die deutschen Tochtergesellschaften vermittelte Neugeschäft verteilt sich auf die Bereiche Lebens- und Rentenversicherungen, Krankenversicherungen, sonstige Versicherungen, Investmentfonds, Bausparen und Bankprodukte. Das gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent gestiegene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 275,9 Millionen Euro (Vorjahr 264,7 Millionen Euro) wird wesentlich durch die positive Entwicklung der Muttergesellschaft geprägt und zeigt die nach wie vor ungebrochene Ertragsstärke der Unternehmensgruppe. Konzernlagebericht Der Finanzmittelfonds des DVAG- Konzerns (im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten) beträgt zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 442,3 Millionen Euro (Vorjahr 395,9 Millionen Euro). Unter Einbeziehung der Wertpapiere des Umlaufvermögens, fast ausschließlich festverzinsliche Wertpapiere und Investmentfonds, erhöhten sich die liquiden Mittel des Konzerns nochmals leicht um 0,1 Millionen Euro auf nunmehr 834,4 Millionen Euro. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen. 53

58 Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr: Die Erwartungen für 2013 Die ersten Monate des Jahres 2013 stimmen uns zuversichtlich, und dies spiegelt sich auch in einem in den ersten Wochen des Jahres über dem Vorjahr liegenden Neugeschäft wider. Es ist zwar davon auszugehen, dass sich auch im Jahr 2013 die Niedrigzinsphase mit ihren negativen Auswirkungen für Geldanlage und private Vorsorge fortsetzen wird. Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Umstellung auf Unisex-Tarife und das damit im letzten Quartal des Jahres 2012 verbundene Neugeschäft ein Einmaleffekt waren. Dennoch gibt es Entwicklungen und Rahmenbedingungen, die Anlass für eine positive Bewertung des Geschäftsverlaufs im Jahr 2013 geben: Das niedrige Zinsniveau bietet wie auch schon im Jahr 2012 durchaus auch Chancen, die wir konsequent nutzen, zum Beispiel im Bereich der Beratung rund um den Immobilienerwerb (Bausparen und Baufinanzierung). Die Umstellung auf Unisex-Tarife hat auch Gewinner, die jetzt im neuen Jahr die Chancen der neuen Tarife nutzen wollen. Beispielhaft sei die private Rentenversicherung für Frauen genannt, die vor der Umstellung aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung höhere Beiträge als Männer zahlen mussten. 54 Beginnend mit dem Jahr 2013 haben die Bürger in Deutschland die Möglichkeit, staatlich gefördert für das Pflegerisiko vorzusorgen. In Anlehnung an die Riester-Rente werden den entsprechenden Verträgen staatliche Zulagen von bis zu 60 Euro im Jahr gutgeschrieben, was zu entsprechenden Leistungsverbesserungen führt. Das Produkt ist kleinvolumig und aufgrund der strengen gesetzlichen Anforderungen aus Sicht vieler privater Krankenversicherer unrentabel und wird deshalb von diesen nicht angeboten. Im Rahmen unserer Kundengespräche spielt jedoch das Thema Pflegeabsicherung eine immer größere Rolle. Es ist deshalb sehr erfreulich, dass unser Partner Central Krankenversicherung zu den ersten und bislang wenigen Versicherern am Markt gehört, die ein passendes Angebot entwickelt und uns dieses an die Hand gegeben haben.

59 Anlässlich eines Vermögensberatertags am 5. Februar 2013 mit annähernd Teilnehmern konnten wir unseren Vermögensberatern erneut Produktinnovationen zur Verfügung stellen, von denen unsere Kunden und damit auch wir profitieren werden. Besonders interessant ist eine ganz neue, gemeinsam mit unserem Partner AachenMünchener Versicherungen entwickelte Produktlinie für junge Kunden bis 27 Jahre, von der wir uns wichtige Impulse versprechen. Zudem hat die Badenia Deutsche Bausparkasse auf die ungebrochene Nachfrage nach Immobilien nochmals reagiert und die Konditionen für Bauspardarlehen weiter verbessert. Den Vermögensberatertag haben wir auch für die Bekanntgabe eines Wettbewerbs genutzt, bei dem rund Gewinner gemeinsam mit ihren Lebenspartnern die Möglichkeit erhalten, an einer Feier anlässlich der bevorstehenden Vollendung des vierten Jahrzehnts des Bestehens unseres Unternehmens auf Malta teilzunehmen verbunden mit einer einwöchigen Reise auf einem von vier AIDA-Schiffen. Wir versprechen uns hiervon für die Jahre 2013 und 2014 signifikante Impulse für die Neukunden- und Mitarbeitergewinnung. Die seit 1. Januar 2013 geltenden gesetzlichen Regeln für die Vermittlung von Anlageprodukten ( 34f Gewerbeordnung) stellen zwar auch an uns hohe Anforderungen, insbesondere mit Blick auf die Nachqualifizierung der betroffenen Vermögensberater. Dennoch sehen wir in den Regelungen für uns einen großen Vorteil, da sich in diesem Segment der Markt bereinigen wird. Wir sind hier bestens vorbereitet und bieten den betroffenen Vermögensberatern neben einem passenden Ausbildungsangebot weitreichende auch finanzielle Unterstützung beim Nachweis der erforderlichen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, dem jährlich vorzulegenden Wirtschaftsprüfertestat und bei der Erfüllung der deutlich ausgeweiteten Pflichten zur Dokumentation der Beratungsgespräche. Erkennbare Risiken Als primär in Deutschland agierende Unternehmensgruppe sind wir in erster Linie den allgemeinen Marktrisiken der Allfinanzbranche ausgesetzt. Die aktuelle Marktsituation gibt Anlass zu der Einschätzung, dass die weiter gute konjunkturelle Lage in Deutschland unsere Geschäftstätigkeit fördern wird. Auch der Blick auf Mitbewerber stimmt uns eher zuversichtlich. Unser Ziel ist deshalb, wie in den vorangegangenen Jahren besser als unsere Mitbewerber abzuschneiden und so unsere Position als Marktführer weiter auszubauen. Ungebrochen ist die Diskussion um die Vergütungssysteme in der Finanzwirtschaft. So wurde 2012 von der Europäischen Kommission ein neuer Richtlinienentwurf zur Versicherungsvermittlung IMD2 (Insurance Mediation Directive 2) veröffentlicht, der neben der Offenlegung sämtlicher Vertriebsvergütungen faktisch auch ein Provisionsverbot für unabhängig beratende Vermittler vorsieht. Es wird daher diskutiert, ob dies in Deutschland zu einem generellen Provisionsannahmeverbot für Versicherungsmakler führen würde. Die hinter einem solchen Verbot stehende Argumentation ist, dass unabhängige Vermittler, in Deutschland insbesondere Makler, sich am Markt als Sachwalter des Kunden positionieren und deswegen auch von diesen direkt nur durch ein Honorar vergütet werden sollen. Die Vermögensberater wären da gebundene Versicherungsvermittler hiervon nicht betroffen. Auch bei der Evaluierung der Finanzmarktrichtlinie durch den Europäischen Gesetzgeber (Markets in Financial Instruments Directive MiFID 2) wurde im Europäischen Parlament ein Antrag aus dessen Mitte diskutiert, der in der Vergütungspolitik ausschließlich eine Honorarberatung vorsah. Dieser Vorschlag wurde am Ende abgelehnt. Das weitere Schicksal der MiFID 2 in Brüssel bleibt abzuwarten. Der deutsche Gesetzgeber hat mit seinem Gesetzesentwurf zum Honoraranlageberatungsgesetz jedoch die Pluralität der Vergütungssysteme bestätigt. Die noch im Entwurfsstadium befindlichen o. g. Europäischen Richtlinien sind weiterhin zu beobachten, auch wenn sie den Vermögensberater von ihrem jetzigen Regelungsgehalt nicht betreffen. Zur Minderung des allgemeinen Unternehmerrisikos trägt bei, dass der wirtschaftliche Erfolg unseres Unternehmens nicht allein von der Deutschen Vermögensberatung abhängt, sondern zusätzlich von unseren Tochtergesellschaften Allfinanz Deutsche Vermögensberatung und FVD Gesellschaft für Finanzplanung und Vermögensberatung Deutschland mbh sowie von unseren Auslandstöchtern in Österreich und in der Schweiz mitgetragen wird. Diese Unternehmen entwickeln sich weiter erfreulich und tragen nennenswert zu den guten Ergebnissen des Konzerns bei. Dem mit unserem Geschäft verbundenen Unternehmerrisiko aus der Haftung für noch nicht verdiente und bereits ausgezahlte Provisionen begegnen wir systematisch mit entsprechenden Haftungsregelungen in den Verträgen mit unseren Vermögensberatern, mit Überwachung des eingereichten Geschäfts und mit einer umfänglichen, weit über dem Durchschnitt des Markts liegenden Eigenkapitalquote. Schon immer legen wir größten Wert auf eine fundierte Aus- und Weiterbildung unserer Vermögensberater. Dies macht sie naturgemäß interessant für andere Finanzvertriebe, die angesichts rückläufiger Entwicklung der eigenen Organisation zunehmend versuchen, unsere hochqualifizierten Berater abzuwerben. Wir begegnen diesem Risiko über attraktive Vergütungsformen und vielfältigste, auch soziale Sonderleistungen, mit denen wir unsere Partner an uns binden. Eine besondere Rolle spielt hierbei auch, dass wir uns mit unseren Vermögensberatern und deren Familien als Berufsgemeinschaft mit familiären Werten verstehen. 55

60 Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 Aktiva A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände in Euro in Euro entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten , ,24 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken , ,77 2. technische Anlagen und Maschinen , ,41 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung , ,77 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau , ,49 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen , ,00 2. Beteiligungen , ,47 3. Wertpapiere des Anlagevermögens , ,40 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. fertige Erzeugnisse und Waren , ,43 2. geleistete Anzahlungen 0,00 489,02 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: ,31 Euro (Vorjahr ,76 Euro) 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro) 3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro) 4. sonstige Vermögensgegenstände davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: ,20 Euro (Vorjahr ,30 Euro) , ,13 0, , , , , ,49 III. Wertpapiere sonstige Wertpapiere , ,02 IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks , ,77 C. Rechnungsabgrenzungsposten , , , ,73 56

61 Konzernabschluss Passiva A. Eigenkapital in Euro in Euro I. Gezeichnetes Kapital , ,00 II. Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital aus Vorjahren , ,89 III. Konzernjahresüberschuss , ,10 B. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpfl ichtungen , ,00 2. Steuerrückstellungen , ,71 3. sonstige Rückstellungen , ,53 C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0,00 Euro (Vorjahr 378,85 Euro) 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: ,30 Euro (Vorjahr ,28 Euro) 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 207,59 Euro (Vorjahr ,33 Euro) 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: ,84 Euro (Vorjahr ,81 Euro) 5. sonstige Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: ,11 Euro (Vorjahr ,03 Euro) davon aus Steuern: ,22 Euro (Vorjahr ,70 Euro) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: ,85 Euro (Vorjahr ,33 Euro) 0,00 378, , ,01 207, , , , , ,27 D. Rechnungsabgrenzungsposten , ,23 E. Haftungsverhältnisse , ,73 Verbindlichkeiten aus Bürgschaften davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro) , ,55 57

62 Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember in Euro in Euro 1. Umsatzerlöse , ,76 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.406, ,00 3. sonstige betriebliche Erträge , ,82 4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung davon für Altersversorgung: ,75 Euro (Vorjahr ,30 Euro) , , , ,61 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen , ,63 6. Aufwendungen für Beratung und Vermittlung , ,16 7. sonstige betriebliche Aufwendungen , ,12 8. Erträge aus Beteiligungen , ,60 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens , , sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 0,00 Euro (Vorjahr 3.000,00 Euro) , , Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens , , Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: ,24 Euro (Vorjahr ,09 Euro) , , Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit , , Steuern vom Einkommen und vom Ertrag , , sonstige Steuern , , Konzernjahresüberschuss , ,10 58

63 Aufstellung des Anteilsbesitzes Konzernanhang Name, Sitz Eigenkapital Anteil des Kapitals Ergebnis des letzten in Prozent Geschäftsjahres Konsolidierte Unternehmen Allgemeine Vermögensberatung Gesellschaft für Vermögensanlagen (TEuro) (TEuro) mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main Der Vermögensberater Verlags- und Servicegesellschaft mbh, (TEuro) (TEuro) Frankfurt am Main Deutsche Vermögensberatung Bank Aktiengesellschaft, (TEuro) (TEuro) Wien/Österreich SVAG Schweizer Vermögensberatung / Aktiengesellschaft, (TCHF) (TCHF) Adliswil/Schweiz Nationwide Investment Inc., Phoenix/USA (TUSD) (TUSD) Allfinanz Deutsche Vermögensberatung AG, (TEuro) (TEuro) Frankfurt am Main FVD Gesellschaft für Finanzplanung und Vermögensberatung Deutschland mbh, (TEuro) (TEuro) Frankfurt am Main TURISVILAS-INVESTIMENTOS S.A., /. 856 Alporchinhos/Portugal (TEuro) (TEuro) Alisol Investimentos Imobiliarios e Turisticos, S.A., Alporchinhos/Portugal (TEuro) (TEuro) Congresszentrum Marburg GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main (TEuro) (TEuro) Indirekt über die TURISVILAS-INVESTIMENTOS S.A. gehaltene Anteile: Alisol Investimentos Imobiliarios e Turisticos, S.A., Alporchinhos/Portugal (TEuro) (TEuro) Nichtkonsolidierte Unternehmen: DVAG Finanzmanagement GmbH, Frankfurt am Main (TEuro) (TEuro) Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis von mindestens 20 Prozent besteht: ATLAS Dienstleistungen für Vermögensberatung GmbH, (TEuro) (TEuro) Frankfurt am Main 59

64 60 Maßgebende Rechnungslegungsvorschriften Die Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen nach den handels- und aktienrechtlichen Vorschriften im Sinne des 290 Abs. 1 HGB auf. Die Deutsche Vermögensberatung Holding GmbH, Marburg/Lahn, hält die Aktienmehrheit an der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG und ist somit Konzernobergesellschaft. Konsolidierungskreis Neben der Deutsche Vermögens - beratung Aktiengesellschaft DVAG als Muttergesellschaft wurden sechs inländische und fünf ausländische Unter - nehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Durch Kapitaleinlage von 5,0 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011 hat sich die Deutsche Vermögensberatung Aktien gesellschaft DVAG als Kommanditistin an der Congresszentrum Marburg GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main be - teiligt. Die Beteiligung wurde erstmalig im Geschäftsjahr 2012 in den Konzernabschluss mit einbezogen. Ein Unterschiedsbetrag im Sinne des 301 Abs. 3 HGB entstand nicht. Die Beteiligung der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG an der DVAG Finanzmanagement GmbH wird gemäß 296 Abs. 2 Satz 1 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die DVAG Finanzmanagement GmbH, Frankfurt am Main ihre operative Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen hat. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss basiert auf konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Grund sätzen der Gliederung, die sich nach dem Schema der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG als Muttergesellschaft richten. Die Kapitalkonsolidierung wurde für Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode durch Aufrechnung des buchmäßigen Eigenkapitals der einbezogenen Gesellschaften vorgenommen. Die Erstkonsolidierung der Congresszentrum Marburg GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2012 erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge wurden entsprechend ihrer Entstehungsursachen aufgeteilt und unter den entsprechenden Bilanzpositionen ausgewiesen. Konzerninterne Transaktionen und Salden sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden im Rahmen der Konsolidierungen eliminiert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare bzw. geometrisch degressive Abschreibungen, bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zugänge bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden im Geschäftsjahr gemäß 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben und bei den ausländischen Tochtergesellschaften im Jahr des Zugangs als Abgang behandelt. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu den Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltigen Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Eine Beteiligung wird auf Grund des maßgeblichen Einflusses auf die Geschäfts- und Firmenpolitik at equity bewertet. Hierbei wird die Buchwert methode angewendet. Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen aus Körperschaftsteuerguthaben früherer Jahre sind zum

65 Barwert aktiviert. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen und für das bei den Forderungen an die Handelsvertreter vorhandene Ausfallrisiko wird eine pauschal ermittelte Einzelwertberichtigung vorgenommen. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Im Geschäftsjahr erforderliche Abschreibungen und Wertaufholungen wurden vorgenommen. Das Eigenkapital des Konzerns wird in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Herkunft in Gezeichnetes Kapital, Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital aus Vorjahren einschließlich des übrigen Konzernergebnisses und den Konzern jahres über schuss des laufenden Geschäftsjahres unterteilt. Die Vor jahres - zahlen wurden an das Gliederungs - schemata angepasst. Weitere Informationen zur Entwicklung des Eigen kapitals sind im Eigenkapital - spiegel dargestellt. Pensionsrückstellungen bei den inländischen Gesellschaften sind nach den Vorschriften des 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf der Basis eines Zinsfußes von 5,04 %, einer Gehaltssteigerung von 1 % sowie einer Rentensteigerung von 2 % nach versicherungsmathe - matischen Grundsätzen mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden die biometrischen Richttafeln (2005) nach dem Teilwertverfahren berücksichtigt. Bei einer aus ländischen Gesellschaft wurde die Pensionsrückstellung gemäß eines Fachgutachtens entsprechend den lokalen Vorschriften mit dem Teilwertverfahren ermittelt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit den Abzinsungssätzen der Deutschen Bundesbank abgezinst. Für gebildete Aufwandsrückstellungen wurde von dem Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht. Eine Gesellschaft macht in Höhe von TEUR Gebrauch von dem Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB, wonach aufzulösende Rückstellungen beibehalten werden dürfen, soweit der aufzulösende Betrag bis spätestens wieder zugeführt werden müsste. Die Gesellschaft berechnet latente Steuern auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden. Hierbei kommt ein im Vergleich zum Vorjahr unveränderter Ertragsteuersatz in Höhe von 32 % zur Anwendung. Passive latente Steuern nach 274 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie latente Steuern aufgrund von Konsolidierungen nach 306 HGB waren nicht zu bilden. Von der Möglichkeit, aktive latente Steuern gemäß 274 Abs. 1 Satz 2 HGB anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen der Währungsumrechnungen Fremdwährungsposten in den Einzel - abschlüssen der einbezogenen Gesellschaften wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet und zu dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Konzernanhang Erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die in ausländischer Währung auf - gestellten Jahresabschlüsse der Nation - wide Inc., Phoenix/USA und der SVAG Schweizer Vermögensberatung Aktiengesellschaft, Adliswil/Schweiz wurden für den Konzernabschluss einheitlich zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungs - differenzen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. 61

66 Konzernanhang Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen und der Finanzanlagen einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahrs ergibt sich aus dem nachfolgenden Konzernanlagespiegel. Weitere Angaben zum Anteilsbesitz sind der gesonderten Aufstellung zu entnehmen. Umlaufvermögen Das Umlaufvermögen enthält im Wesentlichen angelegte Festgelder, festverzinsliche Wertpapiere, Anteile an Investmentfonds und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, hauptsächlich gegenüber Vertragspartnern. Die Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG hält Anteile an zwei inländischen Investmentfonds (Spezial-Sondervermögen im Sinne des 2 Abs. 3 InvG). Ziel ist, durch Streuung der Einzelanlagen die sich auf den europäischen Renten- und Aktienmärkten bietenden Chancen zu nutzen. Es werden ausschließlich auf Euro lautende Titel aus dem europäischen Wirtschaftsraum erworben, Anlagen in Fremd - währungen sind nicht zulässig. Der durch die Kapitalanlagegesell schaften ermittelte Gesamtwert der Investmentfonds betrug 219,3 Millionen Euro (Vorjahr 208,7 Millionen Euro), der Buchwert beträgt wie im Vorjahr 190,4 Millionen Euro. Die Fondsausschüttungen betrugen im Geschäftsjahr 0,9 Millionen Euro (Vorjahr 1,0 Millionen Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u. a. Steuererstattungsansprüche, Darlehen und Zinsforderungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft, Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG, beträgt 150,0 Millionen Euro und ist eingeteilt in Stück Stammaktien auf den Namen lautend zu je 30,00 Euro und Stück auf den Namen lautende Vorzugsaktien ohne Stimmrecht im Nennbetrag von je 30,00 Euro. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen künftig mögliche Verpflichtungen aus Provisionsrückbe - lastungen sowie Provisions- und andere Leistungsverpflichtungen gegenüber den Handelsvertretern. Des Weiteren bestehen Rückstellungen für Schulungsaufenthalte und Wettbewerbe sowie für sonstige ungewisse Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Handelsvertretern aus Provisionseinbehalten für die Stornohaftungszeit. Sämtliche Verbindlichkeiten sind grundpfandrechtlich nicht besichert und haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen 1.185,8 Millionen Euro (Vorjahr 1.111,1 Millionen Euro). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 35,1 Millionen Euro enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auf - lösung von Rückstellungen, Erträge aus Vermietung und Verpachtung sowie Erträge aus Zuschüssen zur Grundversorgung für Vermögensberater. 62 Sonstige Angaben Gesamtbezüge der Organe Die Gesellschaft macht bezüglich der Angaben zu den Bezügen des Vorstandes von der Ausnahmeregelung des 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. An den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 368 TEuro vergütet.

67 Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf Seiten 9 und 10 angegeben. Mitarbeiterzahl Im Jahresdurchschnitt waren neben den Vorstandsmitgliedern 74 Angestellte beschäftigt. Wirtschaftsprüferhonorare Als Honorare an unsere Abschlussprüfer sind im Geschäftsjahr gemäß 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für Abschlussprüfungen 340 TEuro, für sonstige Bestätigungsund Bewertungsleistungen 163 TEuro, für Steuerberatungsleistungen 35 TEuro sowie für sonstige Leistungen 12 TEuro angefallen. Kapitalflussrechnung Die gemäß DRS 2 erstellte Konzern - kapitalflussrechnung ist auf der Seite 58 dargestellt. Offenlegung / Organverweis Mitteilungen gemäß 20 AktG sind unserer Gesellschaft zugegangen, nach denen die Mehrheit (60 % plus zehn Aktien) unseres Aktienkapitals der Deutsche Vermögensberatung Holding GmbH, Marburg/Lahn, und mehr als der vierte Teil unseres Aktienkapitals der Generali Deutschland Holding AG, Köln, gehört. Die Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG stellt einen Konzernabschluss (kleinster Kreis) im Sinne des 290 Abs. 1 HGB auf. Des Weiteren stellt die Deutsche Vermögensberatung Holding GmbH, Marburg/Lahn, einen Konzernabschluss auf, in den unsere Gesellschaft ein - bezogen ist. Beide Konzernabschlüsse werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht. Frankfurt am Main, den 12. März 2013 Der Vorstand Prof. Dr. jur Dr. h.c. mult. Reinfried Pohl Dr. h.c. (HLU) Udo Corts Hans-Theo Franken Christian Glanz Lars Knackstedt Dr. Helge Lach Kurt Schuschu 63

68 Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember in TEuro in TEuro Periodenergebnis (vor außerordentlichen Posten) Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens Abnahme / Zunahme der Rückstellungen Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 56 2 Zunahme (saldiert mit Abnahme) von Aktiva, die nicht der Investitionsund Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme (saldiert mit Abnahme) von Passiva, die nicht der Investitionsund Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagevermögens Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen Ein- und Auszahlungen assoziierter Unternehmen* Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit Auszahlungen an Unternehmenseigner Veränderung der Konzernfinanzierung Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am Anfang der Periode Finanzmittelfonds am Ende der Periode * Hierin sind Buchwertabgänge von TEUR 187 enthalten 64

69 Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft Entwicklung des Konzerneigenkapitals Konzernanhang Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis Konzerneigenkapital in Euro Stand , , , ,65 Konzernjahresüberschuss 0, ,10 0, ,10 Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0,00 0, , ,24 Ausschüttung 0, ,00 0, ,00 Stand , , , ,99 Konzernjahresüberschuss 0, ,99 0, ,99 Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0,00 0, , ,71 Ausschüttung 0, ,00 0, ,00 Stand , , , ,27 65

70 Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft Konzernanlagespiegel in Euro Anschaffungskosten Zugänge I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten , ,94 II. Sachanlagen , ,94 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken , ,00 2. technische Anlagen und Maschinen ,28 0,00 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung , ,61 - geringwertige Wirtschaftsgüter , ,47 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau , ,95 III. Finanzanlagen , ,03 1. Anteile an verbundenen Unternehmen , ,00 2. Beteiligungen , ,30 3. Wertpapiere des Anlagevermögens ,69 0,00 4. sonstige Ausleihungen ,05 0, , ,30 Gesamtsumme , ,27 66

71 Konzernanhang Abgänge Umbuchungen Abschreibungen kumuliert Restbuchwert Restbuchwert Abschreibung des Geschäftsjahres 0, , , , , ,28 0, , , , , , , , , , , ,71 0, , , , , , , , , , , , ,47 0, , , , ,47 0, ,38 0, , ,49 0, , , , , , , ,00 0,00 0, , ,00 0, ,00 0, , , ,47 0,00 0,00 0, , , ,40 0,00 0,00 0, ,05 0,00 0,00 0, ,00 0, , , ,87 0, ,64 0, , , , ,06 67

72 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers An die Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG, Frankfurt am Main Wir haben den von der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG, Frankfurt am Main, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Frankfurt am Main, den 15. März 2013 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hornschu Wirtschaftsprüfer Doublier Wirtschaftsprüfer 68

73 Bericht des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG Der Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die Geschäftsführung überwacht und sich regelmäßig über die Lage der Gesellschaft und über den Gang der Geschäfte unterrichtet. Wir haben mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands entgegengenommen und erörtert. Alle Maßnahmen, die die Zustimmung des Aufsichtsrats erfordern, wurden eingehend beraten. Gegenstand unserer Erörterung waren die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und die Investitionsvorhaben. Der Jahresabschluss der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG zum 31. Dezember 2012 sowie der Lagebericht sind durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussund Lagebericht sowie der Prüfungsbericht haben uns vorgelegen und sind von uns behandelt worden. Der Abschlussprüfer hat an der den Jahresabschluss feststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen. Den Jahresabschluss der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG, den Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir geprüft und erheben nach den abschließenden Ergebnissen unserer Prüfung keine Einwendungen. Auch dem Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stimmen wir zu. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:»nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind.«der Aufsichtsrat hat von dem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und von dem hierzu erstatteten Prüfungsbericht der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zustimmend Kenntnis genommen und erhebt gegen die im Lagebericht wiedergegebene zusammenfassende Erklärung des Vorstands am Schluss seines Berichts keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für seine unternehmerische Führung der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG und den jederzeit konstruktiven Dialog sowie den Vermögensberatern und allen Mitarbeitern für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit. Für das Unternehmen erwartet der Aufsichtsrat eine kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung. Frankfurt am Main, den 9. April 2013 Der Aufsichtsrat Friedrich Bohl Vorsitzender 69

74 Arbeiten in inspirierender Atmosphäre Vila Vita Village Erfahrungsaustausch und Erholung vom Alltag unsere Hotel- und Schulungsanlage an der Küste der Algarve bietet beides auf höchstem Niveau Es gibt Orte, die sind so schön, dass man immer wieder kommt. Wir haben sie geschaffen für unsere Vermögensberater, als Zentren des Erfahrungsaustauschs. Viele liegen in den reizvollsten Gegenden in Portugal, im Alentejo oder an der Algarve, aber auch im Burgenland in der Nähe des Neusiedlersees sowie im Norden inmitten der mecklenburgischen Seenplatte. Als Prof. Dr. Reinfried Pohl gemeinsam mit seiner Frau Anneliese nach und nach diese Stätten für sein Unternehmen erwarb oder aufbaute, war ihm vor allem wichtig, dass neben konzentrierter Arbeit auch das freundschaftliche Miteinander seinen Platz besitzt 70

75 Vila Alentejo Auf der Farm Herdade dos Grous, dem Gut der Kraniche, werden nicht nur ein hervorragender Wein geerntet und produziert, oder Gemüse, Obst und Fleisch gewonnen für die Hotels des Unternehmens. Hier finden auch regelmäßig Schulungen statt für Vermögensberater, die sich in größeren Gruppen austauschen wollen Vila Flores Kein geringerer als der amerikanische Milliardär Paul Getty war einmal Eigentümer der von Zitronen- und Orangenbäumen umgebenen Vila Flores heute Ziel kleinerer Gruppen von Vermögensberatern, die zu den erfolgreichsten gehören und deshalb ganz besondere Anerkennung verdienen Vila Verde Wer hier arbeiten und Urlaub machen möchte, ist gut beraten, nicht nur die Seele baumeln zu lassen, sondern auch die Beine. Diese Oase im Grünen hat alles, was dem Bewegungshungrigen gut tut. Und eigenes Personal sorgt für ein Niveau, das sonst nur in Spitzenhotels geboten wird Vila Anneliese Eine der neuesten Anlagen des Unternehmens an der Algarve. Hier genießen kleinere Gruppen von Vermögensberatern mit Lebenspartnern erholsame Sonnenstunden 71

76 Villa Sonoma In diesem Anwesen in den kalifornischen Wäldern machen nur sehr erfolgreiche Vermögensberater der höchsten Karrierestufe Urlaub oder sie entwickeln die nächste Führungsstrategie. Ausflüge zu den Traumzielen Kaliforniens eingeschlossen Vila da Capo Da Capo heißt: noch einmal von vorn beginnen, mit frischen Kräften neu anfangen. Das ist das Versprechen, das diese Villa unweit der Küste der Algarve allen Vermögensberatern gibt, die sich hier einquartieren Vila Vita Parc Oase am Atlantik: Tagsüber lockt die Farbenpracht des subtropischen Parks dieses Luxus-Resorts zu ausgedehnten Spaziergängen. Abends, wenn das Auge sich ausruht, wird der Gaumen auf das Sinnfälligste angeregt. Schöner kann die Algarve nicht sein Villa Kenwood Das großzügige Traumhaus im kalifornischen Sonoma Valley in Nachbarschaft zur Villa Sonoma bietet eine prachtvolle Umgebung für Vermögensberater. Ganz in der Nähe von San Francisco, in einem berühmten Weinanbaugebiet gelegen, ermöglicht das Anwesen ausgewählten Vermögensberatern, sich weit weg von zu Hause ganz zu Hause zu fühlen 72

77 Burghotel Dinklage In unmittelbarer Nähe zur Wasserburg Dinklage liegend, eignet sich das Hotel besonders für Klausuren. Im hauseigenen Wildpark, dessen Baumbestand mehrere Jahrhunderte alt ist, wird der Kopf wieder frei für neue Ideen Rosenpark Marburg Herzstück der Hotels des Unternehmens, konzipiert und gestaltet von Anneliese Pohl, deren Lieblingsblume die Rose war. Es liegt nur wenige Meter entfernt vom Zentrum für Vermögensberatung Anneliese Pohl Seedorf Knapp eine Stunde von Berlin entfernt liegt das Anneliese Pohl Seedorf mitten in einer der reizvollsten Landschaften von Mecklenburg- Vorpommern. Für unsere Vermögensberater gebaut, bietet es eine Atmosphäre, in der die Arbeitsaufenthalte sich wie Ferien anfühlen Pannonia Die Keimzelle der Hotelund Schulungsanlagen des Unternehmens, unweit des Neusiedlersees im österreichischen Burgenland. Wer hier hinkommt, fühlt sich wohl und zu Hause 73

78 Manchmal entstehen Dinge, die einmalig sind Was veranlasste Dr. Reinfried Pohl und seine Frau Anneliese dazu, im Jahr 1997 in einer der ärmsten Regionen Westeuropas, der portugiesischen Region Alentejo, eine abgewirtschaftete Farm, die Herdade dos Grous, das Landgut der Kraniche, zu kaufen? Ganz sicher nicht, um dort, so wie es heute geschieht, auch Wein an- und auszubauen, der schon nach wenigen Jahren zu den besten Portugals gehörte. 74

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80 Es war in erster Linie die Idee der Unternehmensgründer, sich in der von der Farm rund 130 Kilometer entfernt an der Küste gelegenen Hotel- und Schulungsanlage unabhängig zu machen von der staatlichen Wasserversorgung. Denn die Sommer in Portugal sind heiß und regenarm, schnell besteht da die Gefahr, dass die Wasserversorgung von Staatswegen eingeschränkt wird. Und so entstand die Idee, mit dem Kauf der Farm auch das Eigentum an dem auf dem Gelände liegenden See zu erwerben. Betrachtet man das Anwesen heute, scheint dieser Aspekt nur noch nebensächlich zu sein, obgleich der See mit seiner sattgrünen Uferbewachsung eine wahre Augenweide inmitten der kargen Landschaft des Alentejo ist. Denn es ist bezeichnend für das Unternehmerpaar, wie bereits an vielen anderen Orten auch aus dem Landgut der Kraniche und dessen Umfeld etwas Einmaliges entstehen zu lassen. So erstrahlen die Gebäude der einst herunter gekommenen Farm in schon von weitem strahlendem weiß und hellblau. Alle Gebäude sind aufwändig und landestypisch modernisiert. Einladend die vielen Möglichkeiten, den Blick bei einer kleinen Mahlzeit über die Landschaft schweifen zu lassen. Die Vermögensberater des Unternehmens schätzen die Farm gerade wegen ihrer Abgeschiedenheit. Dort lässt sich trefflich tagen und an Plänen für den weiteren beruflichen Erfolg arbeiten. Keine Ablenkungen, und dennoch ist für alles gesorgt. Seit vielen Jahren schon stellt Dr. Reinfried Pohl deshalb die Räumlichkeiten insbesondere den Führungskräften des Unternehmens zur Verfügung, die dort in Ruhe und bei bester Versorgung ihre Klausurtagungen abhalten, um mit neuen Ideen für den weiteren Ausbau des Unternehmens zurückzukehren. 76

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83 Aber noch ein anderer gibt der Farm seit dem Jahr 2003 eine ganz besondere Note: Es ist Luis Duarte, der über ein Studium der Landwirtschaft und der Önologie seine Leidenschaft für Wein entdeckte und inzwischen mehrfach Winzer des Jahres in Portugal und nominiert im Wettbewerb um den Titel des besten Winzers der Welt war. Dr. Reinfried Pohl und seine Frau hatten in seinen jungen Jahren von seinen Talenten gehört und alles unternommen, ihn für ihre Idee zu gewinnen: Den Versuch, auf dem kargen Boden und dem extremen Klima des Alentejo Wein anzubauen, der trotz widrigster Bedingungen hohen Ansprüchen genügen sollte. Wieder einmal war es eine Vision, die das Gründerpaar leitete: Etwas Einmaliges zu schaffen. Und sie schafften es, auch aufgrund ihres uneingeschränkten Vertrauens in Duarte, dem sie alle Freiheiten und Unterstützung gaben, damit dieser seine profunden Kenntnisse und sein Talent entfalten konnte. Duarte dankte es auf seine Weise, denn das Ergebnis ist mehr als beeindruckend: Rund 70 Hektar groß ist die Anbaufläche heute. Aber nicht die Größe der Fläche und die Menge sind ausschlaggebend: Von Jahr zu Jahr belegen die Weine Spitzenplätze bei nationalen und internationalen Wettbewerben, ganz gleich ob rot oder weiß. Denn was Luis Duarte und sein Partner Pedro Ribero in der kleinen Stube, dem Labor, zwischen Probiergläsern, der Waage und dem Refraktometer komponieren, sind wahrlich höchst elegante, gut strukturierte und balancierte Weine. Am schönsten jedoch: Wenn die Vermögensberater nach getaner Arbeit Feierabend haben, Luis Duarte auf der Terrasse in der Abendsonne mit Blick auf die mit Reben bewachsenen Hügel dabei lauschen, wie dieser in die hohe Kunst des Weinanbaus einführt und dabei gemeinsam mit ihm ein Glas des tiefroten Barricas genießen. Der edelste von allen: Die nur ganz wenigen vorbehaltene Sonderedition und nur in ausgewählten Jahrgängen gelesene Dona Ali, so benannt als Hommage an Anneliese Pohl. 79

84 Herausgeber Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG Münchener Straße Frankfurt am Main Telefon Telefax Internet: Handelsregister Frankfurt am Main HRB AG / ku (1.a) Deutsche Vermögensberatung AG

Deutsche Vermögensberatung Konzerngeschäftsbericht 2011

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