Meine Reise nach Indonesien - einmal um die halbe Welt - von Agnes Ruff

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1 18. Januar bis 3.Februar 2016 In aller Herrgottsfrüh starten wir die Reise in Pollenfeld 26 Stunden später kommen wir in Jakarta an. Hier schlägt uns gleich, als wir aus dem Flugzeug steigen, die tropische Hitze entgegen. Aufgrund der Zeitverschiebung war es in Indonesien schon Nachmittag. Gleich an meinem ersten Tag durfte ich ganz wundervolle Menschen kennenlernen, vor allem Ibu Ratna und Pak Ardy, die uns gleich zu einem gemeinsamen Abendessen in einem indonesischen Restaurant einluden. Mit leichter Skepsis probierte ich lauter verschiedenes Essen. Das allermeiste hat auch sehr lecker geschmeckt.

2 Meine Reise nach Indonesien einmal um die halbe Welt - von Agnes Ruff Nach der ersten Nacht gings zum Frühstück, wo ich mich aber bis zum letztentag nicht mit der landestypischen traditionellen Morgenmahlzeit (Reis und Fisch) anfreunden konnte. In Jakarta lernte ich auch die verstopften Straßen kennen; davon sollte man sich aber nicht ärgern lassen, sondern lieber die Zeit genießen! In Mini Indonesia war ganz Indonesien nachgebaut. Viele Tempel, Sehenswürdigkeiten und über 500 Inseln hab ich mir dort angeschaut. Noch am selben Tag durfte ich ein indonesisches Kloster besuchen. Schwester Lucy war eine von wenigen Menschen, mit denen ich mich auf Englisch unterhalten konnte. Ständige Stau in Jakarta!

3 Meine Reise nach Indonesien einmal um die halbe Welt - von Agnes Ruff Nach zwei Tagen in der Hauptstadt setzten wir unsere Reise nach Maumere fort. Der Flughafen in Flores ist so klein, dass sich jeder vom Kofferhaufen seinen eigenen Koffer schnappen durfte. Bruder Rudi wartete schon auf uns und beim anschließenden Mittagessen erlebte ich den ersten heftigen Regenschauer. In der Regenzeit von Oktober bis April regnet es fast jeden Tag einmal oder auch öfter, was nicht selten zu Stromausfällen führt. Leider gibt es auch Jungs, die dieses stürmische Wetter ausnutzen, um allen passierenden Leuten ein paar Rupias abzuknöpfen. Sie fällen einen Baum und legen ihn quer über die Straße. Die Sperre wird erst bei Bezahlung geöffnet, so dass man seinen Weg fortsetzen kann. Mit Asny, am Landebahn von Maumere, Flores 2-stündige Fahrt von Maumere nach Eputobi mit Rudy, Asny und Rudys Tochter Chemy

4 In Eputobi wurde ich herzlich aufgenommen und mit leckerem indonesischem Essen empfangen. Nach erstem kurzem Schreck, weil ich hinter mir zwei Eidechsen entdeckte, gewöhnte ich mich schnell daran, gelassen zu reagieren, wenn ich solche und andere Tiere direkt hinter mir entdeckte. Auf Flores konnte ich selbst über die Insel düsen und Fahrpraxis auf der anderen Straßenseite sammeln. Leider machte ich dort auch Bekanntschaft mit viiiiiiel zu vielen Stechmücken

5 Bei einem Schulbesuch wollte mich der Direktor am liebsten gleich dabehalten. Die Schüler stellten nur sehr schüchtern Fragen- was aber vermutlich an der fehlenden Verständigung lag.

6 Meine Reise nach Indonesien einmal um die halbe Welt - von Agnes Ruff Die meist unberührte Natur der wunderschönen Insel konnte ich auf der Fahrt ins 350km entfernte Kelimutu bestaunen. In Moni, wo wir übernachteten, bestaunten wir einen Wasserfall, der mitten im Dschungel liegt. Zu den dreifarbigen Seen brachen wir um halb fünf Morgens auf, um auf dem Berg den Sonnenaufgang zu erleben. Das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt

7 Die goldene Hochzeit von Herr und Frau Manuk war ein tolles Fest. Eine große Halle wurde festlich geschmückt. Die heilige Messe wurde von sechs Priestern gefeiert. Außer den lateinischen Texten hab ich aber leider nichts verstanden Viele Gäste genossen diesen Tag bei Musik, Unterhaltung und gutem Essen. Es wurde getanzt, gelacht und gefeiert. Dort musste ich auch für endlose Fotos in die Kameras lächeln- ein Bild mit einer Bule (Weiße) ist offenbar unbezahlbar.

8 Erst im Laufe meines Flores- Aufenthaltes lernte ich ein paar Worte Indonesisch und konnte mich damit schon ganz gut durchschlagen. Bei einem Spaziergang durchs Dorf lernte ich weitere liebe Menschen und ihre tägliche Arbeit kennen. Unter anderem einen Mann, der 1902 (!!!) geboren wurde. Für die Kinder war ich DIE Attraktion. Aus allen Gassen strömten sie hervor, um einen Blick auf mich mit meiner hellen Haut und meinen blonden Haaren zu erhaschen. Außerdem kenne ich jetzt viele neue Früchte mit tollen Namen z.b. Rambutan, Salak, Kedongdong oder Jackfrucht.

9 Bei einem Besuch auf dem bunten, chaotischen und lebendigen Markt in Larantuka konnte ich die Vielfalt des frischen Gemüse und der Gewürze erleben. Das Essen war jeden Tag wie ein kleines Fest für mich. Bei der großen Familie war immer mächtig was los wie dahoam. Dass ich mich wie daheim fühlte, dazu hat vielleicht auch der Gockel beigetragen- der, wie ich finde, viel zu früh gekräht hat, wie beim Buischda früher. Der Tag beginnt für die Indonesier spätestens um halb fünf. Meine Aufstehzeit um halb sieben wurde schon belächelt

10 Glücklicherweise ging`s mir immer gut und die von meinen Eltern gut ausgestattete Reiseapotheke blieb unberührt. Die unglaublich gastfreundliche Familie hat mich sooo herzlich aufgenommen, dass ich mich nicht wohler hätte fühlen können. Nach ein paar Tagen in Bali, wo ich einmal quer über die Insel gefahren bin und nach ein paar weiteren Tagen in Jakarta trat ich meine Rückreise an. Die Dinge, die meinen Besuch so lohnenswert machen, sind die Bevölkerung, die Leute sind einfach wahnsinnig freundlich und das minimalistische Leben dort. Täglicher plötzlicher Stromausfall? Na und. Essen ohne Messer? Na und. Jeden Tag Reis essen? Na und. Genau das ist es, was ich mitnehmen will, weil man merkt, dass man mit relativ wenig verdammt zufrieden sein kann. Eine Kamera mit großer Speicherkarte voll mit vielen Fotos ist nicht alles, was mir nach meiner Rückkehr bleibt, sondern auch viele berührende Begegnungen, interessante Geschichten und eine Menge wertvolle Erinnerungen. DANKE für die unvergessliche Reise :-)

11 Meine Reise nach Indonesien einmal um die halbe Welt - Das letzte Abendmahl in Jakarta mit Ibu Ratna und Pak Ardy Bereit für die Rückreise! von Agnes Ruff

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