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2 Managing Microsoft School Infrastructures Labs Version 1.1 im Jänner 2005 Microsoft Österreich GmbH Am Euro Platz Wien Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Microsoft Österreich GmbH unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für kommerzielle Nutzung dieses Skriptums. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 2

3 Vorwort Unsere Welt wird in zunehmendem Maße vernetzt. Auch an Österreichs Schulen sind Internetzugang und interne Vernetzung heute selbstverständlich, die IT-Infrastruktur wird weiter ausgebaut. Mit der zunehmenden Zahl von Computern, Benutzern und Netzwerkkomponenten stiegen die Anforderungen an das Kustodiat, damit alle dazu berechtigten Personen Daten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort erreichen können. Mit Abschluss des Microsoft College und High School Agreement (MS-ACH) im Juni 2003 ermöglichte das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur allen höher bildenden Schulen Österreichs unter anderem die Nutzung der wichtigsten Server-Produkte von Microsoft. Von Anfang an war sowohl dem Ministerium als auch Microsoft bewusst, dass es nicht ausreicht, den Schulen Lizenzen zu geben. Sie müssen auch in der Lage sein, ein Schulnetzwerk zu installieren, zu konfigurieren und zu administrieren. Deshalb stellte Microsoft Österreich drei High School Advisors für die Betreuung der höheren Schulen bereit, die sich den Sorgen und Nöten der Kustoden annahmen. Es zeigte sich schnell, dass die drei High School Advisors nicht alle Schulen direkt betreuen konnten, und so entwickelten sie gemeinsam mit Mag. Robert Beron, Mag. Franz Furtschegger und Otmar Haring einfache Step-by-Step-Anleitungen für den Microsoft Windows Server Seit September 2003 sind diese praktischen Anleitungen auf verfügbar. Mehr als Downloads im ersten halben Jahr und viel positives Feedback weit über die Grenzen Österreichs hinaus zeigen eindrucksvoll den enormen Bedarf an derartigen Schulungsmaterialien. Ein Aspekt, den die Step-by-Step-Anleitungen nicht abdecken, ist das Basiswissen über Netzwerk- und Servertechnologien. So entstand der Wunsch nach einer speziellen Kustodenschulung, die dieses Wissen vermitteln sollte. Die Idee zum Managing Microsoft School Infrastuctures -Zertifikat (MMSI) war geboren. Das eingespielte Team um die drei High School Advisors Mag. Georg Steingruber, Mag. Ulrike Müller und Thomas Kattinger entwickelte zusammen mit Mag. Robert Beron, Mag. Franz Furtschegger und Otmar Haring MMSI-Schulungsunterlagen, die Sie nun in Ihren Händen halten. Zusätzlich zu dem Skriptum entstand ein eigener Übungsteil, bestehend aus Labs und DVD. Die vorliegenden Unterlagen sind in erster Linie zum Selbststudium gedacht und wie die Step-by-Step-Anleitungen unter obigem Link frei verfügbar. Darüber hinaus veranstaltet die IT an Schulen GmbH MMSI-Schulungen und bietet Prüfungen zum Erwerb des MMSI-Zertifikats an. Damit gibt es erstmals ein Zertifikat, das auf die speziellen Anforderungen der Kustoden abgestimmt ist und Ihnen und Ihrer Umwelt bescheinigt, dass Sie die Fachkompetenz zur Administration der IT- Infrastruktur an Schulen auf der Basis von Windows Server 2003 besitzen. Ein Werk wie dieses entsteht mit Hilfe vieler Personen. Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben: MR Dr. Christian Dorninger und Dr. Ernst Karner für ihr engagiertes Feedback bei der Konzeption des MMSI-Zertifikats, den zuvor genannten Autoren der MMSI-Unterlagen, sowie Wolfgang Hofmann für die Zusammenstellung der DVD und Mag. Yuri Goldfuß für die Gesamtkoordination. Danken möchte ich auch den Schülern des BG Mössingerstrasse und der HLW Biedermannsdorf für ihr fleißiges Korrekturlesen und ihre wertvollen Verbesserungsvorschläge. Ich wünsche allen Lesern viel Erfolg beim Erwerb des MMSI Zertifikats und lehrreiche Stunden mit diesen Unterlagen. Dr. Ralph Zeller Education Manager, Microsoft Österreich GmbH Wien, November , Microsoft Österreich GmbH Seite 3

4 Inhaltsverzeichnis 1 Was Sie erwarten dürfen Überblick Definition Konventionen Gedanken zum Thema Sicherheit LAB Planung Übersicht Definition Szenario Anforderungen Lösen der geforderten Aufgaben Netzwerkarchitektur Hard- und Software Technische Standards Domänenarchitektur LAB Installation Übersicht Definition Szenario Anforderungen Aufgabenliste Lösen der geforderten Aufgaben Installation von Windows Server Erster Start Oberfläche Festplatten konfigurieren LAB - Netzwerkdienste LAB Übersicht Definition Szenario Anforderungen Aufgabenliste Installation von SRV Installation von SRV LAB Übersicht über LAB , Microsoft Österreich GmbH Seite 4

5 4.2.2 Routen zwischen Subnetzen Szenario Aufgabe 1: Analyse des Netzwerks Aufgabe 2: Installation der Standard-Gateways auf den beiden Servern Aufgabe 3: Konfiguration des RRAS-Diensts Aufgabe 4: Testen der RRAS-Konfiguration LAB Benutzerverwaltung in einer Domäne Übersicht und Definition LAB 1: Grundlegende Arbeiten im Active Directory Szenario für LAB Lösen der geforderten Aufgaben LAB 2: Planung des Active Directory LAB Szenario für LAB Anforderungen Aufgabenliste Lösen der geforderten Aufgaben LAB 3: Einsatz von Management Tools für die Anlage von Benutzern LAB Szenario für LAB Anforderungen Aufgabenliste Lösen der geforderten Aufgaben LAB - Gruppenrichtlinien zuweisen LAB Zugriffberechtigungen - Shares Übersicht Definition Szenario Anforderungen Aufgabenliste Lösen der geforderten Aufgaben Ordner freigeben Effektive Berechtigungen einer Gruppe anzeigen Änderung der geerbten Rechte eines Ordners LAB Einrichten von Clients Übersicht Definition: , Microsoft Österreich GmbH Seite 5

6 8.2 Szenario Anforderungen Aufgabenliste Lösen der geforderten Aufgaben Mastercomputer für das Klonen vorbereiten Weitere Tätigkeiten für den Echtbetrieb LAB Drucken Druckserver Übersicht Definition: Szenario Anforderungen Aufgabenliste Lösen der geforderten Aufgaben Installation eines lokalen Druckers und Freigabe im Netzwerk Veröffentlichen des Druckers im Active Directory Einschränken der Berechtigungen beim Drucker LAB - Datensicherung Übersicht Definition Szenario Anforderungen Aufgabenliste Lösen der geforderten Aufgaben Eine geplante Sicherung erstellen Wiederherstellen von Daten aus einer bestehenden Sicherung Erstellen eines automatischen Wiederherstellungssatzes LAB Software Update Service Übersicht Definition Szenario Lösen der geforderten Aufgaben SUS installieren SUS-Einstellungen über die Website anpassen Updates synchronisieren und approbieren Konfiguration des Automatischen Updateclients per Gruppenrichtlinie LAB Internet Information Services Übersicht Definition , Microsoft Österreich GmbH Seite 6

7 12.2 Szenario Anforderungen Aufgabenliste Lösen der geforderten Aufgaben Installation der Internet Information Services Installation der FTP-Funktionalität unter Windows Server Bereitstellen einer Website für den externen Zugriff Bereitstellen einer Intranetsite für den Zugriff aus dem lokalen Netz Bereitstellen eines FTP-Verzeichnisse für Downloads Zusätzliche Aktionen , Microsoft Österreich GmbH Seite 7

8 Was Sie erwarten dürfen 1 Was Sie erwarten dürfen Dieses Kapitel erläutert den allgemeinen Aufbau dieser Unterlagen sowie die verwendeten Konventionen. 1.1 Überblick Definition Die Schulungsunterlagen sind in mehrere Teile gegliedert, die es ermöglichen, den Windows Server 2003 von der Installation bis zur Detailkonfiguration der einzelnen Dienste und Anwendungen kennen zu lernen. Sie können dieses Werk aber auch als praktische Referenz nutzen, in dem Sie Anleitungen zur Lösung spezifischer Probleme finden. Innerhalb eines Kapitels erhalten Sie allgemeine Informationen und Erklärungen über die einzelnen Installations- und Verwaltungsvorgänge des Windows Server Dazu gehören auch allgemein gehaltene Kurzanleitungen, die Ihnen helfen sollen, sich rasch einen Überblick über die jeweiligen Funktionen zu verschaffen. Parallel zu jedem Kapitel finden Sie in den MMSI-Labs praktische Übungen, welche Ihnen die wichtigsten Arbeitsschritte und Vorgänge noch einmal in einer wesentlich spezifischeren Art erläutert. Dabei gehen diese Schulungsunterlagen von einem angenommenen Standardszenario aus. Die Definition dieses Szenarios finden Sie im nachfolgenden Kapitel 2 Planung. Die Kapitel behandeln folgende Inhalte und Themen: Kapitel 1 gibt einen kurzen Überblick über die Inhalte, die Sie in diesen Schulungsunterlagen erwarten. Wir werden uns in den darauf folgenden Kapiteln detailliert mit den einzelnen Punkten beschäftigen und diese genau erläutern. Kapitel 2 beschäftigt sich mit den Installationsvorbereitungen und der Planung einer Windows Server 2003-Installation. Wir werden uns Überlegungen bezüglich des Netzwerklayouts und des Domänencontroller-Konzepts machen und diese anhand von Fallbeispielen erörtern. Kapitel 3 behandelt die Installation bis zum ersten Start von Windows Server Unter anderem werden in diesem Kapitel die Hardwarevoraussetzungen behandelt und die verschiedenen Versionen des Betriebssystems vorgestellt. In Kapitel 4 werden wir die Konfiguration der einzelnen Netzwerkdienste vornehmen. Es gibt einen Überblick über das Active Directory, DHCP, WINS und DNS. In Kapitel 5 wird näher auf die Benutzerverwaltung in einer Domäne eingegangen. Sie lernen, wie Sie Benutzer und Gruppen anlegen und wie die Benutzerverwaltung im Active Directory aussieht In Kapitel 6 beschäftigt sich mit Gruppenrichtlinien in einer Domäne. Kapitel 7 beschäftigt sich neben der Freigabe von Ordnern auch mit der Vergabe von Berechtigungen auf diese. Kapitel 8 zeigt Ihnen die Installation von Clientrechnern. Sie erfahren, wie Sie Einstellungen von anderen Rechnern übertragen und die entsprechenden Netzwerkeinstellungen konfigurieren. Kapitel 9 nimmt die Druck-Server-Funktionalität von Windows Server 2003 unter die Lupe. Sie werden Drucker und Druckaufträge sowohl lokal als auch im Netzwerk verwalten können. Kapitel 10 widmet sich der Datensicherung. Sie werden Datensicherungen vornehmen und bestehende Sicherungen wieder herstellen. Außerdem lernen Sie die automatische Systemwiederherstellung und die Wiederherstellungskonsole kennen. Kapitel 11 beschäftigt sich mit Microsoft Software Update Services (SUS). Ziel von SUS ist es, den Zugang zu den neuesten Updates, Sicherheitsupdates und Service Packs zu erleichtern bzw. zu beschleunigen. Sie werden lernen, wie Sie in ihrem Schulnetz einen SUS-Server installieren und für den Einsatz im Schulalltag sinnvoll konfigurieren. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 8

9 Was Sie erwarten dürfen 1.2 Konventionen Um die Lesbarkeit und das Verständnis zu erleichtern, werden verschiedene Schriftformate verwendet, um die unterschiedlichen Arten von Informationen hervorzuheben. So werden die Menübefehle in Versalien geschrieben, wie z. B.: Wählen Sie aus dem Menü DATEI den Befehl EIGENSCHAFTEN. Schrittweise Anleitungen werden als nummerierte Aufzählungen dargestellt: So erstellen Sie ein XYZ: 1. Wählen Sie die Option ALLE ANZEIGEN aus. 2. So werden die NAMEN von Menübefehlen dargestellt. Hilfreich werden Sie vor allem die Tipps finden. Diese weisen auf Besonderheiten hin. Wichtige Informationen sind folgendermaßen hervorgehoben: Knifflige Details werden Sie häufig in einer solchen Hinweisbox lesen. 1.3 Gedanken zum Thema Sicherheit Obwohl diese Schulungsunterlagen mehr als 350 Seiten umfassen, erheben sie weder Anspruch auf Vollständigkeit noch darauf, eine allgemein gültige Universalanleitung für die perfekte Planung und Implementierung einer Windows Server 2003-Infrastruktur zu sein. Vor allem im Bereich der IT-Sicherheit mit all ihren Facetten, Stolpersteinen und Eigenheiten sollte man immer beachten, dass speziell in produktiven Systemen, also auch in einem Schulnetzwerk, individuelle und an die jeweilige Situation angepasste Vorkehrungen und Maßnahmen zu treffen sind. Sowohl in der Planungs-, Implementierungs-, Verwaltungs- als auch in der Wartungsphase ist es absolut notwendig, das System immer auf dem neusten Stand und möglichst sicher zu halten. Die Seiten der einzelnen Hard- und Softwarehersteller, allen voran Microsoft als Lieferant des Windows Server 2003, bieten dazu stets aktuelle Informationen. In Zeiten der Mailviren und RPC-Würmer macht die Sicherung und Verwaltung eines Netzwerks einen nicht unerheblichen Teil des Verwaltungsaufwands aus, der auf keinen Fall unterschätzt werden sollte. Ein Virus kann innerhalb einer Organisation schnell die wichtigsten Kommunikationsmittel und Wege lahm legen und einen nicht unbeträchtlichen wirtschaftlichen und immateriellen Schaden anrichten. Die Sicherheit kann und darf nicht außer Acht gelassen werden. Es sei hiermit nochmals ausdrücklich auf die Dringlichkeit dieses Themas hingewiesen, jedoch auch auf den Umstand, dass es nicht möglich ist, in Schulungsunterlagen wie den vorliegenden alle sicherheitsrelevanten Informationen und Anweisungen unterzubringen. Dies würde nicht nur die Lesbarkeit und Handhabung erheblich stören, sondern auch den gegebenen Rahmen sprengen. Mit den richtigen Informationen und dem entsprechenden Wissen lassen sich jedoch die meisten der heute vorhandenen Sicherheitsrisiken minimieren, wenn nicht sogar neutralisieren. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 9

10 LAB Planung 2 LAB Planung Dieses LAB demonstriert die praktische Anwendung der im Kapitel 2 im MMSI Skriptum vorgestellten Techniken und Methoden der Planung einer Installation und Implementierung von Windows 2003 Server. 2.1 Übersicht Definition Wenn Sie dieses LAB durchgearbeitet haben, sind Sie in der Lage, folgende Arbeitsschritte zu bewältigen: Einholen der zur Planung des Netzwerklayouts nötigen Informationen Analyse der technischen Umgebung 2.2 Szenario Ihre Schule benötigt eine funktionierende Instanz eines Windows Server 2003, um die erwartete Arbeitslast abfangen zu können. Sie sind verantwortlich für die Planung des Netzwerklayouts sowie für die Auslegung der gesamten Infrastruktur. 2.3 Anforderungen Sie sollen feststellen, welche Anforderungen das System erfüllen muss. Anschließend sollen Sie einen Plan erstellen, auf dessen Basis später die Serverdienste installiert und konfiguriert werden. Da die Planung einer Netzwerk-Infrastruktur ein sehr umfassendes Gebiet ist und den Rahmen diese Skriptums bei weitem sprengen würde, werden hier in der Folge nur grundlegende Fragen beantwortet, die im Laufe einer Netzwerkplanung auftreten sollten. 2.4 Lösen der geforderten Aufgaben Die Planung eines Netzwerks setzt voraus, dass Sie sich mit einer Reihe von Analysen beschäftigen. Dazu gehört unter anderem die Analyse der technischen Umgebung. Dabei müssen Sie jede Komponente der technischen Umgebung untersuchen: Netzwerkarchitektur Hardware Software technische Standards Domänenarchitektur Bei der Analyse der Netzwerkarchitektur betrachten Sie hauptsächlich die bestehende physische Umgebung bzw. die Mittel, die Sie zur Umsetzung eines neuen Netzwerks zur Verfügung haben: 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 10

11 LAB Planung Netzwerkarchitektur Anzahl der Standorte In Ihrem Fall haben Sie in der Regel pro Schule ein Netzwerk. Sie müssen sich überlegen, ob diese Netzwerke unabhängig bleiben oder in Zukunft miteinander verbunden werden müssen. Die logische Trennung des Netzes ergibt sich aufgrund unterschiedlicher Abteilungen in einer Schule. Die physikalische Trennung des Netzes in Teilnetze erhalten Sie durch die räumliche Trennung, in denen die diversen PCs aufgestellt sind. Anzahl der Benutzer pro Standort Wie viele Benutzer werden voraussichtlich das Netzwerk benutzen? Netzwerktypen Listen Sie die verwendeten Netzwerktypen auf. Wird ein homogenes Netzwerk verwendet oder müssen heterogene Netzwerke unterstützt werden? TCP/IP-Subnetze an jedem Standort Legen Sie die Subnetze fest. Beachten Sie hierbei die eventuelle Verbindung von mehreren Standorten. Geschwindigkeit der lokalen Netzwerkverbindungen Listen Sie die Geschwindigkeiten der lokalen Verbindungen auf. Domänencontroller und Server und die darauf auszuführenden Dienste Wie viele Server wollen Sie implementieren? Welche Dienste sollten darauf ausgeführt werden bzw. werden überhaupt benötigt? Standorte der Firewalls Wo wird Ihr Netzwerk nach außen hin abgesichert? Schwierigkeiten und Probleme Falls Sie derzeit bereits über ein Netzwerk verfügen, geben Sie Problemfälle und Schwierigkeiten an, die die Umstellung erforderlich gemacht haben Hard- und Software Der Grund für die Analyse der Hard- und Software liegt auch darin, dass eine Kompatibilität mit Windows Server 2003 gewährleistet wird. Zuerst sollten Sie eine Inventarliste der verwendeten Hard- und Software erstellen, damit Sie diese mit der Kompatibilitätsliste für Windows Server 2003 vergleichen können. Die verwendete Hardware Sammeln Sie Informationen über die verwendete Hardware und tragen Sie die Namen der Geräte sowie deren Hersteller und Modellnummer in eine Liste ein. Je nach Gerätetyp können Sie zusätzliche Informationen aufzeichnen, wie zum Beispiel Speicher- und Festplattenkapazität, Prozessorentypen etc. Die verwendete Software Diese Inventurliste sollte den Namen des Produkts, die Versionsnummer, den Herstellernamen und die verwendete Sprache beinhalten. Weiters sollten Sie klären, ob aktuelle Patches und Sicherheitsupdates verfügbar sind Technische Standards Die technischen Standards beschreiben Konventionen für die technische Umgebung. Dazu gehören unter anderem: Standardhardwarekonfiguration für Clientrechner, Server und diverse anderer Geräte: 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 11

12 LAB Planung - Welche Hardware wird wo eingesetzt? - Sind die einzelnen Rechner mit identischer Hardware ausgestattet? Welche Software soll auf den einzelnen Rechnern eingesetzt werden? Namenskonventionen für Benutzer, Gruppen, Geräte und Domänen: Wie werden die Namen vergeben? Welche Präfixe werden verwendet? Was passiert, wenn zwei oder mehr Benutzer denselben Namen tragen? Standards hinsichtlich der Netzwerkleistung: Welche Bandbreite soll wann zur Verfügung stehen? An welchen Tagen/zu welchen Uhrzeiten muss das Netzwerk zur Verfügung stehen? Sicherheitsstandards: Wie oft sollen Kennwörter gewechselt werden? Wann sollen Konten gesperrt werden? Welches Sicherungskonzept für Daten soll verwendet werden? Domänenarchitektur Überlegen Sie, wie viele Domänen Sie implementieren müssen und wie diese zusammenhängen sollen. Obwohl Windows Server 2003 eine nachträgliche Änderung der Domänennamen erlaubt, ist dies ein wesentlicher Teil Ihres zu erstellenden Konzepts. Nachträgliche Änderungen sind mühsam und zeitaufwendig. Die Dokumentation der obigen Punkte können Sie unter anderem als Ausgangspunkt für Diskussionen sowie zur Feststellung zukünftiger Anforderungen verwenden. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 12

13 LAB Installation 3 LAB Installation Dieses LAB demonstriert die praktische Anwendung der im Skriptum vorgestellten Techniken und Methoden zur Installation und von Windows Server Übersicht Definition Wenn Sie dieses LAB durchgearbeitet haben, können Sie folgende Arbeitsschritte bewältigen: Einholen der benötigten Daten über das System (Hardware, Software) Durchführen der Installation Abschließen der Installation 3.2 Szenario Ihre Schule benötigt eine funktionierende Instanz eines Windows Server 2003, um die erwartete Arbeitslast abfangen zu können. Sie sind verantwortlich für die Installation von Windows Server 2003 auf diesem Server, dessen Hardware- Ausstattung den Mindestanforderungen und der Planung aus Kapitel 2 Planung entspricht. In diesem Lab wird ein Übungsserver aufgesetzt, der auch mit den zur Verfügung gestellten Virtual PC Images übereinstimmt. Bei einem Server für den Echtbetrieb sollten geringfügige Änderungen vorgenommen werden, auf die allerdings hingewiesen wird. 3.3 Anforderungen Im vorliegenden Szenario ist eine funktionstüchtige Installation von Windows Server 2003 erforderlich. Zusätzlich soll im Anschluss an die Standardinstallation auch eine erste Domänenstruktur installiert und konfiguriert werden. Da für die endgültige Konfiguration und Verwaltung der Domäne erweitertes Wissen über Netzwerkdienste erforderlich ist, ist die Installation und Konfiguration des Domänencontrollers Gegenstand des nächsten LAB. 3.4 Aufgabenliste Um die Aufgaben erfüllen zu können benötigen Sie eventuell nachfolgende Informationen: Installationsmedien (CD-ROM, DVD) in der richtigen Version (32/64 bit) 25-stellige Produktschlüssel (siehe Medienverpackung oder Lizenzvertrag) Hardwaretreibermedien (CD-ROM, Disketten) eventuell spezielle HAL-Treiber Schema für die Vergabe von Computernamen (siehe Kapitel 2 Planung) Informationen über das bestehende Netzwerk (IP-Adressen der anderen Server, Domänencontroller, Gateway etc.) 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 13

14 LAB Installation 3.5 Lösen der geforderten Aufgaben Installation von Windows Server 2003 Nachfolgend finden Sie eine praktische Anleitung für die Neuinstallation von Windows Server 2003 Standard Edition. So installieren Sie Windows Server 2003 Standard Edition: 1. Starten Sie den Computer. 2. Stellen Sie sicher, dass der Computer vom CD-ROM-Laufwerk bootet. Stellen Sie, wenn notwendig, die Boot- Reihenfolge im BIOS-Menü um. 3. Starten Sie gegebenenfalls den Rechner neu. 4. Legen Sie das Setup-Medium in das entsprechende Laufwerk. 5. Die Setup-Routine startet die Installation. Abb. 1: Start des Setups 6. Optional: Um einen eigene Hardware Abstraction Layer (HAL) zu installieren, drücken Sie, wenn notwendig, die Taste. 7. Optional: Um einen speziellen Hardwaretreiber für den Festplatten-Controller zu installieren, drücken Sie, wenn notwendig, die Taste. 8. Bestätigen Sie die Lizenzbedingungen mit der Taste. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 14

15 LAB Installation Abb. 2: Lizenzvertrag 9. Als Zielpartition für Windows Server 2003 Enterprise Edition wählen Sie nun mit der Eingabetaste die erste Festplatte im System aus. 10. Erstellen Sie durch Druck auf die Taste E eine Partition mit einer Größe von 3 GB (Hinweis: Bei der Installation auf einem realen Server werden 10 GB empfohlen!). Abb. 3: Auswahl der Festplatte 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 15

16 LAB Installation Abb. 4: Festlegen der Partitionsgröße 11. Installieren Sie das Betriebssystem in dieser ausgewählten Partition. Abb. 5: Auswahl der Partition 12. Formatieren Sie diesen lokalen Datenträger mit der Option PARTITION MIT DEM NTFS-DATEISYSTEM FORMATIEREN. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 16

17 LAB Installation Abb. 6: Formatieren der Partition 13. Nach der Formatierung werden Setup-Dateien auf den Zielrechner kopiert. Abb. 7: Kopieren der Dateien 15. Das Setup startet automatisch und beginnt das Betriebssystem zu installieren. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 17

18 LAB Installation Abb. 8: Kopieren der Dateien 16. Im folgenden Dialog wählen Sie die Länder- und Spracheinstellungen aus. Abb. 9: Regions- und Sprachoptionen 19. Geben Sie in der nächsten Eingabemaske Ihren Namen und die Organisation ein. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 18

19 LAB Installation Abb. 10: Benutzerinformationen 20. Als nächstes geben Sie den 25-stelligen Produktschlüssel ein. Sie finden ihn auf dem gelben Aufkleber auf der Rückseite der Datenträgerhülle oder auf dem Datenträger selbst. 21. Wählen Sie hier PRO GERÄT ODER PRO BENUTZER als Lizenzierungsmodus aus. Abb. 11: Auswahl des Lizenzierungsmodus 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 19

20 LAB Installation Bei der Installation von Windows Server 2003 im Rahmen der MS-ACH-Vereinbarung ist der Modus Pro Gerät oder pro Benutzer zu wählen. 22. Vergeben Sie einen eindeutigen Computernamen und ein Administratorkennwort. Wiederholen Sie die Eingabe des Passworts in der entsprechenden Textbox. Beachten Sie hierbei die Richtlinien für sichere Kennwörter von Microsoft. (Hinweis: Für den Übungsserver verwenden Sie bitte den Computernamen SRV01 und das Kennwort Password1!) Abb. 12: Auswahl des Lizenzierungsmodus 23. Die Installation von Windows Server 2003 wird fortgesetzt. 24. Stellen Sie nun das Datum und die Uhrzeit ein. Im nächsten Dialog wählen Sie die Option BENUTZERDEFINIERTE EINSTELLUNGEN und drücken Sie. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 20

21 LAB Installation Abb. 13: Netzwerkeinstellungen 25. Wählen Sie nun die Option Internetprotokoll und klicken Sie auf den Button EIGENSCHAFTEN, um in die Einstellungsmaske zu gelangen. 26. Geben Sie IP-Adresse bzw. Subnetzmaske in die entsprechenden Felder ein. Abb. 14: TCP/IP-Einstellungen 27. Bestätigen Sie Ihre Angaben mit OK, und mit einem anschließenden Klick auf den Button WEITER gelangen Sie zum nächsten Dialogfeld. 29. Da ihr Server später ein Domänencontroller wird, lassen Sie ihn zu diesem Zeitpunkt in einer Arbeitsgruppe. Bestätigen Sie daher Ihre Option mit WEITER. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 21

22 LAB Installation Abb. 15: Arbeitsgruppe beitreten 30. Das Setup übernimmt die getroffenen Einstellungen und fährt mit der Installation fort. 31. Die Setup-Routine startet den Computer neu und es erscheint das Anmeldefenster Erster Start Oberfläche Um die Installation abzuschließen, müssen Sie sich anmelden. Dann sollten Sie sich mit der Oberfläche vertraut machen. So melden Sie sich das erste Mal am System an und schließen die Installation ab: 1. Im Anmeldefenster betätigen Sie die Tasten, und um die Anmeldemaske anzuzeigen. 2. Geben Sie das während des Setup vergebene Administrator-Passwort ein. 3. Sie werden angemeldet und kurz darauf erscheint das Fenster mit der Serververwaltung. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 22

23 LAB Installation Abb. 16: Serververwaltung: Das erste Fenster nach dem ersten Start 4. Die Installation ist hiermit abgeschlossen. Standardmäßig wird beim Starten beziehungsweise Anmelden als Administrator das Fenster Serververwaltung geöffnet. Sie können dieses Verhalten mit einem Klick in die Checkbox Diese Seite bei der Anmeldung nicht anzeigen am unteren rechten Rand ändern. Über das Menü START, VERWALTUNG und SERVERVERWALTUNG ist dieses Fenster weiterhin erreichbar! Die Ansicht Serververwaltung ist in allen Produkten der Windows Server 2003-Familie die zentrale Verwaltungseinheit und gibt dem Administrator einfache, aber wichtige Mittel zur Hand, um das System zu installieren und zu konfigurieren. 5. Desktop konfigurieren: Da auf dem Desktop nach dem ersten Start (bis auf den Papierkorb) keine Elemente angezeigt werden, sollten die wichtigsten nun eingeblendet werden. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 23

24 LAB Installation Abb. 17: Einblenden der Desktopsymbole Festplatten konfigurieren Nachdem die Installation abgeschlossen ist, sollten die Festplatten konfiguriert, d. h. in dynamische Datenträger umgewandelt werden. Erst dann ist es möglich, Ausfallsicherheit z. B. durch Festplattenspiegelung zu integrieren. Bemerkung: Damit Sie diese Übung vollständig (inkl. Punkt 7) absolvieren können, müssen sich mindestens zwei Festplatten in Ihrem Server befinden. 1. Starten Sie die Computerverwaltung und wechseln Sie in den Bereich DATENTRÄGERVERWALTUNG. 2. Wählen Sie im rechten Teil des Fensters einen Datenträger aus und klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf. 3. Im erscheinenden Kontextmenü wird der Menüpunkt IN DYNAMISCHEM DATENTRÄGER KONVERTIEREN ausgewählt. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 24

25 LAB Installation Abb. 18: Konvertierung in dynamische Datenträger 4. Im daraufhin erscheinenden Fenster wählen Sie bitte alle vorhandenen Festplatten aus und bestätigen mit OK. Abb. 19: Festplatten auswählen 5. Das nächste Fenster zeigt eine Zusammenfassung der zu konvertierenden Datenträger. Dieses Fenster wird mit KONVERTIEREN bestätigt. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 25

26 LAB Installation Abb. 20: Anzeige der zu konvertierenden Datenträger 6. Die beiden daraufhin folgenden Sicherheitsabfragen werden ebenfalls bestätigt. Anschließend wird das System neu gestartet. Abb. 21: Sicherheitsabfrage Abb. 22: Information über den Neustart 7. Sofern mindestens zwei Festplatten im Server eingebaut sind, kann nun die Spiegelung eingerichtet werden. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 26

27 LAB Installation Abb. 23: Computerverwaltung 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 27

28 LAB - Netzwerkdienste 4 LAB - Netzwerkdienste Dieses LAB demonstriert die praktische Anwendung der im Skriptum vorgestellten Techniken und Methoden zur Installation und Verwaltung der Netzwerkdienste unter Windows Server LAB Übersicht Definition Wenn Sie dieses LAB durchgearbeitet haben, können Sie folgende Arbeitsschritte bewältigen: Einrichten der Domänen Installieren und Konfigurieren des DHCP-Serverdiensts Konfiguration der DNS-Serverdienste Konfiguration anderer Netzwerkdienste Installation eines RAS-Servers Szenario Ihr Unternehmen benötigt eine funktionierende Instanz eines Windows Server 2003, um die erwartete Arbeitslast abfangen zu können. Sie sind verantwortlich für die Installation von Windows Server 2003 auf diesem Server, dessen Hardware- Ausstattung den Mindestanforderungen entspricht. Sie haben bereits die Standardinstallation von Windows Server 2003 vorgenommen Anforderungen Im gegenständlichen Szenario ist eine funktionstüchtige Installation von Windows Server 2003 vorhanden. Zusätzlich sollen nun eine Domänenstruktur und alle dazu notwendigen Netzwerkdienste installiert und konfiguriert werden Aufgabenliste Um die Aufgaben erfüllen zu können, benötigen Sie eventuell nachfolgende Informationen: Netzwerkinformationen wie zum Beispiel DNS-Serveradressen und Administrator-Passwörter Installation von SRV01 Im ersten Schritt werden wir den vorhandenen Rechner zu einem reinen Windows Server 2003-Domänencontroller heraufstufen. So installieren Sie das Active Directory auf SRV01 1. Geben Sie an der Eingabeaufforderung den Befehl dcpromo ein. 2. Hierauf wird der Assistent zum Installieren von Active Directory gestartet. 2005, Microsoft Österreich GmbH Seite 28

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