NAS: Ihre feste Adresse im Internet

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1 NAS-Server NAS: Die eigene Dropbox S. 54 NAS: Ihre feste Adresse im Internet NAS: Ihre feste Adresse im Internet S. 58 NAS & Robocopy S. 64 reserviert eine feste Internetadresse für Ihr Heimnetz. Mit Port-Freigaben lassen sich dann einzelne Geräte in Ihrem Heimnetz ansprechen, etwa das NAS oder der Festplattenrekorder. Heute kommt Ihr Lieblingsfilm und Sie haben vergessen, Ihren Festplattenrekorder zu programmieren. Kein Problem: Loggen Sie sich einfach mit Ihrem Browser in Ihr Heimnetz ein und starten Sie Ihre Timer-Programmierung (Bild A). Ein bestimmtes Gerät oder einen Dienst in Ihrem Heimnetz in diesem Artikel zum Beispiel die Fotogalerie Ihres NAS erreichen Sie in zwei Schritten: Zunächst verbindet Sie ein -Server mit Ihrem Router zu Hause. Im zweiten Schritt leitet Sie der Router anhand einer bestimmten Port- Nummer zum gewünschten Gerät oder Dienst, etwa zur Fotogalerie. Ein Beispiel: Eine feste Internet- adresse für Ihren Router holen Sie sich bei Dyndns.org. Sie nennen Ihren Router dort heimnetz. Ihre Internetadresse lautet dann heimnetz.dyndns.org. Inhalt NAS: Ihre feste Adresse im Internet -Account beantragen S. 59 -Client einrichten S. 59 -Eintrag testen S. 60 -Ausfälle vermeiden S. 60 Port-Weiterleitung Fernzugriff auf NAS, Festplattenrekorder und IP-Kamera S. 61 Feste IP-Adressen vergeben S. 61 Port-Adressen richtig umleiten S. 61 So geht s: und Port-Weiterleitung S. 59 Überblick: Kostenlose -Dienste S. 61 Problem: mit Mobilfunk und Kabelnetz S. 62 Fritzbox konfigurieren: Den -Client des Routers konfigurieren Sie unter Internet, Freigaben im Reiter Dynamic DNS (Bild B) Im Router definieren Sie die Port- Weiterleitungen. Sie legen etwa fest, dass der Router Anfragen von außen, die an den 80 gehen, weiterleiten die IP-Adresse Ihres NAS. Und wenn Sie Ihr NAS über den ansprechen, dann startet dort der Fotogaleriedienstriedienst soll an den Fotogale- des NAS. Unterwegs geben Sie dann im Browser Ihres Notebooks heimnetz. dyndns.org ein, um Verbindung zu Ihrem Router zu bekommen. Und Sie hängen an die Internetadresse noch den Port :8080 an, damit Sie der Router an die Fotogalerie weiterleitet. Der Router weiß, dass :80 bedeutet. Festplattenrekorder fernbedienen: Viele Geräte lassen sich mit ist und Port-Weiterleitung auch per Internet bedienen (Bild A) 58 5/2012

2 COMPUTER Hätten Sie auf Ihrem Notebook heim netz.dyndns.org:8088 eingegeben, dann wären Sie auf Ihrem Festplattenrekorder gelandet. heimnetz.dyndns. org:21 würde eine FTP-Verbindung zu Ihrem NAS aufbauen (siehe dazu den Kasten So geht s: und Port- Weiterleitung ). verknüpft Ihr Heimnetz mit einer festen Internetadresse. Die Konfiguration erfolgt meist im DSL-Router. -Status prüfen: Unter Internet, Online-Monitor zeigt die Fritzbox, ob die -Anmeldung erfolgreich war (Bild C) -Account beantragen Bevor Sie im Router einrichten, benötigen Sie erst einmal ein Benutzerkonto bei einem -Dienstleister. So geht s: und Port-Weiterleitung Viele -Dienste haben inzwischen ihre kostenlosen Angebote eingestellt. Eine Liste kostenloser - Der -Server übersetzt heimnetz.dyndns.org in die aktuelle IP-Adresse Ihres Routers. Der Router wiederum weiß, dass Anfragen an den 80 weitergeleitet werden sollen an das NAS ( ), und zwar dort an die Fotogalerie (). Notebook Port-Weiterleitung IP-Kamera heimnetz. dyndns.org:8080 Festplattenrekorder DNS-Server :8080 NAS (FTP) Port 21 Port 21 > :21 80 > :80 88 > :80 Port 8888 > :80 DSL-Router :80 NAS (Fotogalerie) Angebote finden Sie im Kasten Überblick: Kostenlose -Dienste auf Seite 61 sowie im Internet unter dnslookup.me/dynamic-dns. Inzwischen bieten auch einige Hersteller von Netzwerkgeräten ihren Kunden kostenlose -Dienste. So lässt sich bei D-Link unter ein kostenloser -Zugang beantragen. Und auch Synology stellt für seine NAS-Systeme mit dem Betriebssystem DSM ab Version 4.0 einen -Dienst bereit (kostenlos, com). (Siehe dazu NAS: Die eigene Dropbox auf Seite 54.) Wenn Sie sich bei einem der - Dienstleister registrieren, dann erhalten Sie einen Benutzernamen und ein Passwort. Zudem wird für Ihr Heimnetz ein Subdomain-Name wie heimnetz. dyndns.org reserviert. Dieser Domain- Name wird Ihnen bei einigen Anbietern automatisch zugewiesen, meist können Sie aber innerhalb einer Domain eine freie Subdomain auswählen. -Client einrichten Die Einrichtung einer festen Internetadresse erfolgt meist direkt im DSL- Router. Dort aktivieren Sie zunächst den -Client und tragen dann Ihre -Zugangsdaten sowie den Subdomain-Namen Ihres Heimnetzes ein. Mit diesen Daten übermittelt der Router dann seine öffentliche IP- Adresse, die sich mit jedem DSL-Verbindungsaufbau ändert, an den Server Ihres -Dienstleisters. 5/

3 IP-Adresse ermitteln: Dienste wie Meineip.de zeigen Ihnen die IP-Adresse Ihres Heimnetzes (Bild D) Nutzer der verbreiteteten Fritzbox Nachdem Sie den -Anbieter konfiguriert haben, tragen Sie den zum Beispiel geben dazu im Browser ein, um die Konfiguration des Routers zu öffnen. Identifi- Namen, also beispielsweise heimnetz. für Ihr Heimnetz reservierten Domainzieren Sie sich mit Ihrem Fritzbox-Kennwort und aktivieren Sie unter System, men und Ihr Kennwort ein. All diese An- dyndns.org, sowie Ihren Benutzerna- Ansicht die Expertenansicht. Dann gaben haben Sie während der Benutzerregistrierung von Ihrem - wechseln Sie mit Internet, Freigaben zum Reiter Dynamic DNS (Bild B). Dienstleister erhalten. Aktivieren Sie die Option Dynamic DNS benutzen und wählen Sie bei Dynamic DNS-Anbieter den von Ihnen verwendeten Dienst. Sollte Ihr -Dienst nicht in der Auswahl erscheinen, dann nutzen Sie den Eintrag Benutzerdefiniert und geben eine Update-URL an. Diese URL erhalten Sie von Ihrem -Anbieter: -Eintrag testen 1 username=<username>&password =<pass>&subdomain=<domain>& ip=<ipaddr> -Eintrag testen: Der Ping-Befehl muss die feste Adresse des Heimnetzes, hier heimnetz.dyndns.org, in dessen IP-Adresse auflösen, hier (Bild E) Dieses Beispiel des Anbieters Goip.de enthält einige Platzhalter. Die Fritzbox ersetzt diese Platzhalter automatisch durch die passenden Angaben. Dabei nutzen Sie statt Ihres Benutzernamens <username>, statt Ihres Kennworts <pass>, statt der festen Adresse Ihres Heimnetzes <domain> und statt Ihrer öffentlichen IP-Adresse <ipaddr>. Sobald Sie die -Freigabe komplett eingerichtet und auf Übernehmen geklickt haben, prüfen Sie unter Internet, Online-Monitor, ob sich die Fritzbox erfolgreich bei Ihrem -Anbieter anmelden konnte. Ist dies der Fall, dann erscheint hinter Dynamic DNS die Angabe Status: erfolgreich angemeldet (Bild C). Signalisiert der Router eine erfolgreiche Anmeldung, dann testen Sie die korrekte Funktion des -Eintrags. Dazu ermitteln Sie zunächst die öffentliche IP-Adresse Ihres Heimnetzes mit einem Dienst wie oder (Bild D). Danach testen Sie, ob die feste Adresse Ihres Heimnetzes auf seine öffentliche IP-Adresse umgeleitet wird. Dazu öffnen Sie mit [Windows R] und dem Befehl cmd die Eingabeaufforderung und starten einen Ping-Befehl mit Ihrem Subdomain-Namen als Parameter. Lautet Ihre Adresse etwa heimnetz.dyndns.org dann geben Sie ping heimnetz.dyndns.org ein. Hinter der Meldung Ping wird ausgeführt für heimnetz.dyndns.org sollte dann die öffentliche IP-Adresse Ihres Heimnetzes erscheinen (Bild E). Ist dies der Fall, dann testen Sie das Update Ihrer öffentlichen IP-Adresse. Dazu wiederholen Sie den beschriebenen Test nach einem Neustart des Routers. Wenn beide Tests fehlschlagen, dann kann dies auch an Ihrem Router liegen. Nicht alle Geräte sind in der Lage, Internetanfragen aus dem eigenen Heimnetz zu verarbeiten. Im Zweifelsfall sollten Sie den Ping-Test an einem anderen Internetzugang wiederholen. -Ausfälle vermeiden Ab und zu kann es passieren, dass die Server eines -Anbieters ausfallen oder das Update der IP-Adres- 60 5/2012

4 COMPUTER se nicht richtig funktioniert. Wer ein weiteres Netzwerkgerät mit - Client besitzt, etwa ein NAS-System, kann mit diesem Gerät einen zusätzlichen -Dienstleister nutzen, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen (Bild F). Dann ist Ihr Heimnetz unter zwei verschiedenen Adressen erreichbar, beispielsweise unter heimnetz.dyndns.org und heimnetz.selfhost.me. Port-Weiterleitung Der Fernzugriff auf Ihre Netzwerkgeräte gelingt nur mit einer Port-Weiterleitung auf das entsprechende Gerät. Fernzugriff auf NAS, Festplattenrekorder und IP-Kamera NAS-Systeme, Internetradios oder IP- Kameras können Sie meist per Browser bedienen, und auch Festplatten- rekorder lassen sich oft über eine Weboberfläche programmieren. Auf all diesen Netzwerkgeräten arbeitet ein Webserver, und mit einer festen Adresse für Ihr Heimnetz lässt sich dieser Webserver auch aus dem Internet heraus erreichen. Dazu müssen Sie in Ihrem DSL- Router eine Port-Weiterleitung oder Port-Freigabe für das jeweilige Netzwerkgerät einrichten. Überblick: Kostenlose -Dienste Die folgenden -Anbieter stellen kostenlos eine feste Internetadresse für Ihr Heimnetz bereit: Deutsche -Dienste (Bild G) Weitere -Dienste Feste IP-Adressen vergeben Selfhost.de: Der kostenlose -Dienst reserviert eine feste Internetadresse für Ihr Heimnetz (Bild G) Vergeben Sie feste IP-Adressen für alle Geräte, die Sie fernbedienen wollen. Innerhalb Ihres Heimnetzes sind die Geräte dadurch stets unter der gleichen Adresse erreichbar und Port-Weiterleitungen erreichen sicher ihr Ziel. Um eine feste IP-Adresse zuzuweisen, müssen Sie in der Konfiguration des Geräts die automatische Netzwerk- Herstellerspezifische -Dienste für Netzwerkgeräte von D-Link für NAS-Systeme von Synology konfiguration per DHCP deaktivieren und sämtliche Netzwerkeinstellungen manuell eingeben. Die dazu benötigten Angaben ermitteln Sie am PC. Öffnen Sie mit [Windows R] und dem Befehl cmd die Eingabeaufforderung und geben Sie dann den Befehl ipconfig -all ein. Suchen Sie nun nach den Konfigurationsdaten der von Ihnen verwendeten Netzwerkschnittstelle, also etwa nach dem Abschnitt Ethernet-Adapter LAN-Verbindung. Dort finden Sie alle benötigten Angaben: das Standardgateway, die Subnetzmaske und den DNS-Server. Als IP-Adresse für das Gerät verwenden Sie die Angabe hinter Standardgateway und verändern dabei die Zahl hinter dem letzten Punkt. Erlaubt sind hier Werte bis 255. Arbeitet Ihr Standardgateway, also Ihr Router, mit der internen IP-Adresse dann verwenden Sie für das Netzwerkgerät beispielsweise die Adresse , für das nächste Gerät und so weiter. -Ausfälle vermeiden: NAS-Geräte, hier ein Synology DS212j, haben oft einen eigenen - Client. Wenn Sie diesen zusätzlich nutzen, dann ist Ihr Heimnetz über zwei feste Adressen erreichbar (Bild F) Port-Adressen richtig umleiten Wenn Ihr Netzwerkgerät mit einer festen IP-Adresse arbeitet, dann richten Sie im Router eine Port-Weiterleitung 5/

5 Port-Freigabe im Router: Hier wird 88 weitergeleitet auf eines Festplattenrekorders. Der Festplattenrekorder hat innerhalb des Heimnetzes die IP-Adresse (Bild H) für den Fernzugriff ein. Die Weboberflächen der meisten Geräte arbeiten auf schiedliche Ports ansprechen. se aus dem Internet heraus über unter-. Teilweise werden aber auch andere Port-Adressen verwendet. Näheflächen des Festplattenrekorders und Laufen beispielsweise die Weboberres hierzu entnehmen Sie der Bedienungsanleitung Ihres Netzwerkgeräts. Sie für den Internetzugriff auf das NAS des NAS auf, dann verwenden Normalerweise richten Sie im Router beispielsweise 80 und für den eine Freigabe für den verwendeten Port Festplattenrekorder 88. ein und leiten Internetanfragen an den Für diese Ports richten Sie im Router jeweils eine Weiterleitung ein. Fritz- gleichen Port des entsprechenden Geräts weiter. Wenn Sie aber mehrere Geräte betreiben, deren Weboberflächen sprechenden Optionen in der Routerbox-Nutzer zum Beispiel finden die entauf laufen, dann müssen Sie die- Konfiguration unter Internet, Freigaben im Reiter Portfreigaben (Bild H). Als Ziel der Weiterleitung geben Sie dabei die interne IP-Adresse des Geräts und die Port-Adresse des Webservers an, in unserem Beispiel also. Der Router leitet dann beispielsweise Internetanfragen auf 88 weiter an den Festplattenrekorder auf. Der Fernzugriff über das Internet erfolgt schließlich per Browser. Dabei hängen Sie an die feste Adresse Ihres Heimnetzes einen Doppelpunkt sowie die im Router eingerichtete Port-Nummer an. Wenn Sie also in unserem Beispiel die Weboberfläche des Festplattenrekorders erreichen möchten, dann verwenden Sie die Adresse heimnetz.dyndns.org:8088. Stefan Kuhn Weitere Infos Übersicht kostenloser -Dienste Details zum Ablauf von -Anfragen Problem: mit Mobilfunk und Kabelnetz -Dienste sind für das DSL-Netz optimiert. Ist Ihr Heimnetz per Mobilfunk oder Kabelnetz mit dem Internet verbunden, dann funktioniert oft nicht. Im Kabelnetz lassen sich laut Aussagen der Netzbetreiber die meisten -Dienste nicht nutzen. Der Anbieter Kabel Deutschland stellt deshalb Kunden mit einem Business- Internetanschluss einen eigenen DNS-Dienst zur Verfügung (Bild I). Tipps zur Einrichtung dieses -Dienstes finden Sie im Kundencenter von Kabel Deutschland unter deutschland.de/portal/faq/article/id/640. Auch bei einem Internetzugang per GPRS, EDGE, UMTS oder LTE lässt sich nur selten nutzen. Hier erhalten die Endgeräte für ihre Internetsitzungen meist keine öffentliche IP-Adresse oder aber die Firewalls der Mobilfunknetze stehen einer -Nutzung im im Kabelnetz: Kunden von Kabel Deutschland müssen einen speziell für das Kabelnetz angepassten -Dienst nutzen (Bild I) Weg. Eine -ähnliche, aber kostenpflichtige Lösung für mobile Internetgeräte bietet public.ip+ die Firma Mdex mit Mdexfixed.IP+ und Mdex ( 62 5/2012

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