Windows 2003 Server paedml Windows 2.7 für schulische Netzwerke. Anleitung: Integration Office Produktaktivierung

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1 Windows 2003 Server paedml Windows 2.7 für schulische Netzwerke Anleitung: Integration Office Produktaktivierung Stand:

2 Einführung Impressum Herausgeber Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) Support-Netz Rotenbergstr Stuttgart Autoren der Zentralen Expertengruppe Netze (ZEN), Son-Guppe Support-Netz, LMZ Kurt Becker Martin Ewest Markus Finkenbein Ulrich Hollritt Soo-Dong Kim Peter Klein Thomas Rauch Endredaktion Birgit Mikley Weitere Informationen Veröffentlicht: 05/2012 Landesmedienzentrum Baden-Württemberg 2 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

3 Einführung In 1. Einführung Allgemeines zur Produktaktivierung Technisch-organisatorische Voraussetzungen 5 2. Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server MAK-Proxy Installation VAMT-Tool (Version 2.0) Verwaltung MAK-Schlüssel und Grundlagen VAMT-Tool Überblick Aktivierungs-Status, Bildung von PC-Gruppen Erst-Aktivierung nach Erstinstallation Re-Aktivierung Client nach Selbstheilung KMS-Server Installation des Dienstes Aktivierung und Nutzung des Dienstes Abschließende Bemerkungen Überwachung von Client-Aktivierungen (VAMT 2.0) Einführung Wesentlich Teile dieses Dokumentes sind der Anleitung Integration Windows 7 Client - Produktaktivierung entnommen, weil sich die beiden Verfahren der Aktivierung absolut entsprechen. Durch diese Erweiterung können Sie die Produktaktivierung von Office 2010 in Ihrem paedml-netzwerk zentral verwalten und steuern. Mit Einführung von Windows7 und Office 2010 ist diese Aktivierung fester Bestandteil der Betriebssysteminstallation. Jeder, der diese Software einsetzt, muss sich mit der Produktaktivierung beschäftigen. Die Beratung und letztendlich auch die Durchführung sollte von qualifizierten Händlern ausgeführt werden. Die Aktivierungspflicht an sich hat nicht direkt mit der paedml Windows zu tun, ist jedoch für die Verwendung von Windows 7 als Clientbetriebssystem und Office 2010 notwendig. Dieses Dokument ist als zusätzliche Hilfestellung gedacht. Das Support-Netz haftet nicht für etwaige Folgen einer fehlerhaften Anwendung der in der unten angebotenen Anleitung beschriebenen Microsoft-Aktivierungswerkzeuge. Eventuell hieraus entstehender Kommunikationsbedarf mit der zuständigen Microsoft-Hotline ( Microsoft Product Activation Center ), welcher das Vertragsverhältnis zwischen dem jeweiligen Lizenznehmer (Schule bzw. Schulträger) und Microsoft betrifft, wird nicht von der Support-Netz-Hotline übernommen. paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

4 Einführung 1.1. Allgemeines zur Produktaktivierung Bei der Produktaktivierung im Zusammenhang mit Software aus dem Hause Microsoft handelt es sich um einen zusätzlichen 1 Produktschutz, dessen Anwendung seit der Einführung von Windows Vista auch für Volumenlizenz-Kunden verpflichtend ist. Das Betriebssystem Windows 7 als direkter Nachfolger von Windows Vista und Office 2010 als Nachfolger von Office 2007 sind von dieser Thematik gleichermaßen betroffen. Unter finden Sie nähere Informationen zu den Abläufen hinter einem Produktaktivierungs-Vorgang. Im Wesentlichen wird hierbei eine Kennung (Installation-ID) aus Product-Key und gewissen Hardware-Komponenten des Clients errechnet und an den Hersteller (Microsoft) übertragen, woraus dieser wiederum eine Aktivierungs-Kennung errechnet und an den Client zurücksendet. Passen dann diese beiden Kennungen mathematisch zu einander, so betrachtet der Client sich fortan als "aktiviert". Quelle: Wikipedia In anderen Worten kann diese Form der Produktaktivierung auch als Bindung einer Betriebssysteminstallation an die konkret verwendete Hardware beschrieben werden. Die Aktivierung eines frisch installierten Office 2010 kann grundsätzlich mittels eines der vier nachstehend genannten Verfahren durchgeführt werden: - Händisch per Benutzeroberfläche an jedem Client (per Internet oder Telefon, in der Regel Privatkunden) - Zentral im LAN über einen MAK-Proxy (Volumenlizenz-Kunden) - Zentral im LAN über einen KMS-Server (Volumenlizenz-Kunden) 1 Zusätzlich zur bereits bei früheren Office- und Windows-Versionen üblichen Eingabe eines gültigen Produkt-Schlüssels (Product Key) 4 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

5 Einführung Da im Hinblick auf das in der paedml Windows angebotene Installationsverfahren durch MSI-Pakete sowie im Hinblick auf eine zentrale Verwaltbarkeit der Client-Aktivierungen nur Volumenlizenz-Installationen in Frage kommen, wird im Folgenden lediglich auf die beiden letztgenannten Aktivierungsverfahren eingegangen. Um für Ihr Schulnetz die richtige Lizenzierung zu erhalten, beachten Sie bitte die Informationen auf der "Info-Seite zur Beschaffung von Office 2010 Lizenzen" auf den Seiten von Support-Netz und sprechen Sie mit Ihrem Schulnetzberater und Ihrem Händler. An dieser Stelle soll bereits auf den wesentlichen Unterschied zwischen MAK- und KMS-Aktivierung hingewiesen werden: Die Client-Aktivierung mit dem MAK-Verfahren ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt. Dies gilt unter der Prämisse, dass nach erfolgter Aktivierung weder eine Neuinstallation des Betriebssystems noch eine wesentliche Veränderung der Hardware vorgenommen wird. Bei einer Aktivierung mit dem KMS- Verfahren muss die Aktivierung des Clients spätestens nach 180 Tagen 2 erneuert werden. Bei korrekt konfiguriertem KMS-Server sowie korrekt konfigurierten KMS-Clients erfolgt dies in der Regel automatisch. Auf weitere Details hierzu wird im entsprechenden Abschnitt dieser Anleitung eingegangen Technisch-organisatorische Voraussetzungen Um eines der beiden vorliegenden Aktivierungskonzepte (KMS oder MAK) anwenden zu können, müssen Sie zunächst prüfen, welche der nachstehend genannten Voraussetzungen von Ihrer paedml-umgebung erfüllt werden können. Allgemein: Grundvoraussetzung für eine Aktivierung von Office 2010 innerhalb der paedml Windows ist das Vorhandensein einer paedml Windows 2.7 auf Basis von Microsoft Windows Server 2003, Microsoft Exchange 2003 sowie Microsoft ISA 2006 inklusive Firewallrichtlinien-Update vom KMS-Server (KMS = Key Management Service): Um Office 2010 zentral über einen KMS-Server aktivieren zu können, müssen sich mindestens 5 Clients 3 (physikalisch oder virtuell), die über eine regelmäßige Netzwerkverbindung zu dem Server verfügen, auf welchem der KMS-Dienst betrieben wird, in Ihrem Netzwerk befinden. Es wird aus diesen Gründen empfohlen, den KMS-Dienst bei Ein- sowie Mehrserverlösung auf dem primären Domänencontroller (S1) zu installieren. Weitere Details hierzu werden im entsprechenden Abschnitt dieser Anleitung erläutert. Der Hauptvorteil des KMS-Verfahrens lässt sich wie folgt darstellen: - Aktivierung der Clients erfolgt selbstständig ohne weitere Arbeiten am Netz. MAK-Proxy (MAK = Multiple Activation Key): Sollten Sie die zum Betrieb eines KMS-Servers erforderliche Mindestanzahl von Office 2010 in Ihrem Netzwerk nicht realisieren können, so können die Aktivierungen Ihrer Workstations auch zentral durch den Einsatz eines sogenannten MAK-Proxy gesteuert werden. Hierzu wird empfohlen, ein entsprechendes Tool von Microsoft auf Ihrem paedml-server zu installieren. Dieses Tool gibt es aktuell in den Versionen 1.2 und 2.0. Im Gegensatz zur Aktivierung von Windows 7, ist für die Aktivierung von Office 2010 nur der Einsatz der Version 2.0 möglich. Im weiteren Verlauf dieser Anleitung gehen wir auf die Arbeit mit der Version 2.0 ein, die ein - allerdings behebbares Problem - mit der Ländereinstellung hat. Wenn Sie mit dem MAK-Proxy Verfahren aktivieren möchten, ist es ist sinnvoll, dass die Rechnernamen in einem Raum mit der gleichen und eindeutigen Zeichenkette beginnen. Auf weitere Details hierzu wird im entsprechenden Abschnitt dieser Anleitung eingegangen. Die Hauptvorteile des MAK-Proxy Verfahrens lassen sich wie folgt darstellen: - Zentrales Auslösen des Aktivierungsvorgangs auf vielen Rechnern mit einem Befehl (Massenaktionen) - Visualisierung des Aktivierungs-Zustands mehrerer Rechner im Netzwerk "auf einen Blick" 2 " Volume activation quick start guide for Office " Volume activation quick start guide for Office 2010 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

6 Einführung - Re-Aktivierung eines per Selbstheilung wiederhergestellten PCs ohne Belastung des Aktivierungs-Zählers Die beiden vorgenannten Aktivierungsverfahren können selbstverständlich auch parallel im Mischbetrieb eingesetzt werden. Wichtige Hinweise zum KMS-Aktivierungsverfahren: Es ist grundsätzlich selbstredend, dass mit Lizenzschlüsseln - ganz gleich ob MAK oder KMS - auch im eigenen Interesse stets vertraulich umgegangen werden sollte. Beim Betrieb eines KMS-Servers ist darüber hinaus auch noch zu beachten, dass dieser zu Aktivierungszwecken nur für die eigenen Clients aus dem eigenen Netz erreichbar sein sollte und beispielsweise nicht für die ganze Welt per Internet. Der Hersteller weist in der zugehörigen Dokumentation explizit darauf hin, dass der Betreiber eines KMS-Servers hierfür in der Verantwortung 4 steht. Bei einer standardmäßig installierten und aktuellen paedml Windows (s.o.) sorgen die Einstellungen der ISA-Firewall dafür, dass der KMS-Dienst nur aus dem internen Netz erreichbar ist. Sollten Sie die Version einsetzen, müssen Sie den Server mit entsprechenden Updates KMSfähig machen. Die dazu notwendigen Erweiterungen finden Sie im Download-Bereich unter Updates und Patches zur paedml Windows. KMS oder MAK-Proxy - oder beides? Man kann diese Frage generell nicht eindeutig beantworten. Die Entscheidung hängt von Ihren Voraussetzungen ab. In Schulen ergeben sich verschiedene Umsetzungsszenarien für die Aktivierung, so zum Beispiel: A. Eine Schule mit weniger als 5 im Schulnetz (LAN) installierten Office Clients würde mit dem MAK- Proxy Verfahren aktivieren. B. Eine Schule mit mindestens 5 fest im Schulnetz (LAN) installierten Office 2010-Clients (mit Windows 7 Marker im Bios) und mehreren Notebooks (mit Windows 7 Marker im Bios) mit Office 2010, welche in regelmäßigen Abständen (weniger als 180 Tage) am Schulnetz angebunden sind, könnte derart verfahren, dass per KMS-Server aktiviert wird. C. Eine Schule mit mindestens 5 fest im Schulnetz (LAN) installierten Office 2010-Clients und mehreren Notebooks mit Office 2010, welche in regelmäßigen Abständen (weniger als 180 Tage) am Schulnetz angebunden sind, sowie Geräte, welche zwar über das Schulnetz installiert werden, dann jedoch eher selten (auch mehr als 180 Tage) am Schulnetz angebunden werden, könnte derart verfahren, dass die fest im Schulnetz angebundenen Clients per KMS-Server und die nur selten angebundenen Clients per MAK-Proxy aktiviert werden. 4 "Hosting Key Management Service Version 1.1 on Windows Server 2003 SP1 and later", Page 4, Microsoft Corporation 6 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

7 Einführung Entscheidungshilfe zur Aktivierung Ihrer Office Installation: Haben Sie mehr als 5 Clients mit Office 2010? nein ja A. Aktivierung mit MAK-Proxy Verfahren B. Aktivierung mit KMS- Server Verfahren möglich B. Aktivierung nur mit KMS-Server Verfahren möglich nein Haben Sie zusätzliche Geräte,... ja C. Aktivierung zusätzlich mit MAK-Proxy Verfahren C. Aktivierung zusätzlich mit MAK-Proxy Verfahren welche mehr als 180 Tage nicht am Schulnetz sind paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

8 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server 2. Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Kurzversion des Installationsverlaufs: I. MAK-Proxy mit VAMT VamtMMC.msi auf S1 starten und dem Assistenten folgen - MAK Key hinzufügen - Computergruppen anlegen - Rechner einpflegen II. KMS Server - KMSw2k3.exe ausführen und auf S1 starten - Update 1 laut Anleitung - Update 2 laut Anleitung - Neustart des Servers - KeyManagementServiceHost.exe installieren - KMS Key einbinden - Dienst starten Melden Sie sich an der Maschine S1 als Administrator an. Bitte öffnen Sie das zu dieser Anleitung gehörende Installationspaket 03_W7_Aktivierung.zip, welches aus dem Kundenbereich des Support-Netz- Portals unter heruntergeladen werden kann. Per Doppelklick auf das darin enthaltene Archiv 03_W7_Aktivierung.exe entpacken sich automatisch alle benötigten Dateien in das Verzeichnis D:\Install\ML_Updates\03_W7_Aktivierung. Bitte fahren Sie nun, je nachdem welches Aktivierungskonzept (MAK oder KMS) Sie in Ihrem Netzwerk umsetzen wollen, direkt mit Abschnitt 2.1 oder 2.2 dieser Anleitung fort. 8 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

9 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server 2.1. MAK-Proxy Installation VAMT-Tool (Version 2.0) Bitte navigieren Sie in das Verzeichnis D:\Install\ML_Updates\03_W7_Aktivierung\KMSund doppelklicken Sie dort auf die Setup-Datei VamtMMC.msi: Klicken Sie auf Next: paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

10 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server Klicken Sie auf Finish, um die Installation abzuschließen: Sie haben somit das VAMT-Tool von Microsoft für die zentrale Verwaltung von Betriebssystem- Aktivierungen erfolgreich installiert Verwaltung MAK-Schlüssel und Grundlagen VAMT-Tool Melden Sie sich an S1 als Administrator an und starten Sie das VAMT-Tool über die entsprechende Desktop- oder Startmenü-Verknüpfung: Wählen Sie im Menü den Eintrag Produkt-Keys aus: Geben Sie dann den 25-stelligen MAK-Key, welchen Sie beim Erwerb Ihrer Volumenlizenz vom Händler erhalten haben, in das entsprechende Feld ein und geben Sie für den MAK-Key noch eine sprechende Beschreibung in das betreffende Feld ein. Klicken Sie anschließend auf Validate. 10 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

11 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Der anschließende Validierungsvorgang Ihres Lizenz-Keys kann einige Sekunden dauern: Klicken Sie dann auf Refresh Produkt Key Data Online. Das Tool baut nun eine Verbindung zu Microsoft auf, um die für Ihre Volumen-Lizenz hinterlegte und zulässige Gesamtmenge an MAK-Aktivierungen abzufragen. Dies kann einige Sekunden dauern. Damit die bisher durchgeführten Arbeiten mit dem VAMT-Tool sowie die abgerufenen Informationen von Microsoft nicht verloren gehen, ist es zunächst wichtig, sich mit dem "Gedächtnis" dieses Werkzeugs vertraut zu machen. Dieses "Gedächtnis" muss in Form von XML-Dateien geführt werden, welchen Microsoft die Dateiendung ".cil" zugeordnet hat. Dies bedeutet, dass man nach Durchführung wichtiger Vorgänge wie Abruf des Aktivierungs-Zählers oder Aktivierungen von Clients den aktuellen Zustand wie nachstehend beschrieben abspeichern sollte. Ebenso sollte gewährleistet sein, dass der hierfür gewählte Speicherort einer regelmäßigen Datensicherung unterliegt. Zur Sicherung der bisherigen Arbeit wählen Sie also zunächst im Menü File den Eintrag Save List As aus. Im nun folgenden Dialog wählen Sie einen geeigneten Speicherort sowie einen für Sie logischen Dateinamen aus und bestätigen anschließend mit Save: paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

12 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server Das VAMT-Tool startet standardmäßig immer erst mit leerem Gedächtnis. Einen zuvor abgespeicherten Zustand laden Sie mit Open List Zusammenfassend weisen wir nochmals darauf hin, dass nach dem Start des VAMT-Tools der aktuelle Arbeitsstand aus einer Cil-Datei geladen und dass vor Beendung des VAMT-Tools der aktuelle Arbeitsstand in einer Cil-Datei abgespeichert werden muss. 12 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

13 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Überblick Aktivierungs-Status, Bildung von PC-Gruppen Die Hauptvorteile eines Einsatzes des VAMT-Tools lassen sich wie folgt darstellen: - Zentrales Auslösen des Aktivierungsvorgangs auf vielen Rechnern mit einem Befehl (Massenaktionen) - Visualisierung des Aktivierungs-Zustands mehrerer Rechner im Netzwerk "auf einen Blick" - Re-Aktivierung eines per Selbstheilung wiederhergestellten PCs ohne Belastung des Aktivierungs-Zählers Beim letztgenannten Vorteil geht es um die "Proxy-Funktion" des VAMT-Tools, in diesem Zusammenhang also um die Fähigkeit, eine bereits von Microsoft erhaltene Aktivierungsbestätigung für eine Arbeitsstation zwischenspeichern und wiederverwenden zu können. Eine wichtige Grundvoraussetzung bezüglich der Empfänglichkeit der Clients für die vorgenannten Massenaktionen ist, dass diese eingeschaltet und an das Netzwerk angeschlossen sind. Idealerweise weckt der Netzwerkberater zur Durchführung derartiger Arbeiten die Clients in einem ungenutzten EDV-Raum per Wake-On-LAN-Funktionalität auf. Es genügt, die Arbeitsstationen nach dem Aufwecken hierfür im Zustand der "Anmeldemaske" zu belassen. Um die genannten Vorteile nutzen zu können, werden nun im VAMT-Tool zunächst PC-Gruppen ausgewählt: indem bei der Filterfunktion ein bestimmter Wert, beispielsweise der Name des EDV-Raums, eingetragen wird. Aus diversen anderen Gründen 5 wird ohnehin die Anlage von sortenreinen 6 EDV-Räumen empfohlen. Im nachfolgend genannten Beispiel wurden 5 PCs per WDS 7 frisch aufgesetzt und Office 2010 über GPO zugewiesen, die nun dringend aktiviert werden müssen. Lassen Sie zunächst wie im Beispiel alle Computer in der Active Directory suchen. 5 Neben Aktivierungs-Management geht es hier z.b. auch um das Management von Gruppenrichtlinien und Software-Verteilung 6 Sortenrein im Sinne dieser Anleitung bedeutet, Windows-XP Rechner und Windows 7 Rechner räumlich zu trennen 7 Gemäß den Vorgaben der Erweiterung "01 Integration Windows 7 Client - Ausrollverfahren" konfiguriert paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

14 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server Markieren Sie die entsprechenden Computer in Ihrer Liste und wählen Sie Update Staus: Das VAMT-Tool durchsucht nun über die WMI-Schnittstelle Ihre Domäne nach Windows 7 und Office 2010 PCs und fragt in diesem Zuge bei den angeschalteten Rechnern auch gleich den Lizenzierungs- sowie den Aktivierungs-Status ab. Wenn der WDS nach den Vorgaben der ZEN-Windows konfiguriert ist, sollten hierbei auch keine Schwierigkeiten auftauchen, da die entsprechend notwendigen Einstellungen 8 (z.b. WMI- Dienst = an, Windows Firewall = aus) bereits im Client-Image voreingestellt sind. Wenn Sie Automatically close when done anwählen, schließen sich die beiden nachfolgend auftauchenden Fenster wieder von selbst: 8 VAMT 1.2 CHM Help File, Index "Add and Manage Computers", Paragraph "Additional considerations" 14 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

15 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Das Hauptfenster der Anwendung gestaltet sich nach erfolgreichem Auffinden der beiden PCs wie folgt, wenn Sie durch Klick auf den Spaltentitel nach Product Name sortieren: paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

16 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server In diesem Hauptfenster sind nun die folgenden Veränderungen hervorzuheben: Im rechten Fensterbereich werden jetzt Details zum Lizenzierungs- und Aktivierungs-Status der beiden zu findenden Office (und in unserem Beispiel auch Windows 7-) Clients angezeigt. Neben dem PC- Namen wird in der Spalte "Key Type" die Art des Clients angezeigt. Im Beispiel ist dies Generic Volume License Key (GVLK) oder KMS Client Setup Key2. Dies liegt daran, dass das Image auf dem WDS-Server, mit welchem die Clients soeben "betankt" wurden, auf Basis des Volumenlizenz-Datenträgers von Office 2010 erstellt worden ist (Standardeinstellung Hersteller). In der Spalte "License Status" kann man anhand des Eintrags "In OOB grace" erkennen, dass sich die Clients nach Installation zunächst in der Kulanzphase (Microsoft: "grace period") befinden, innerhalb welcher alle Funktionen für ein paar Tage auch im nichtaktivierten Zustand uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Der Spalte "Grace expiration date", die hier nicht angezeigt wird, ist zu entnehmen, bis wann die Clients spätestens aktiviert werden müssen. Die Auswahlmöglichkeiten in der Baumstruktur des linken Fensterbereichs sind grundsätzlich als Filterkriterien zur Abfrage des Aktivierungs-Status der Rechner im Netzwerk zu verstehen. Im Beispiel wurden 11 Clients aufgenommen (inklusive S1). 10 davon sind nicht lizensiert und im Aktivierungs-Zustand ("Out of Box (OOB) Grace") Erst-Aktivierung nach Erstinstallation Bei korrekter Anwendung der Proxy-Funktionalität des VAMT-Tools sollten eigentlich nur Erst-Aktivierungen von Clients, vorgenommen nach der Erst-Betankung mit Office 2010 (oder Windows7), von dem in Abschnitt beschriebenen Aktivierungszähler, welcher bei Microsoft für Ihren MAK-Key hinterlegt ist, abgezogen werden. Dem Beispiel vom letzten Abschnitt folgend, wollen wir nun eine Office 2010-Installation auf einem Rechner per VAMT-Tool aktivieren (nur eine, um Lizenzen zu sparen). Vor Absetzung des Aktivierungsbefehls für beide Clients gehen wir zu einem der beiden PCs, um eine Stichprobe vorzunehmen und um uns vor Ort ein Bild vom Aktivierungszustand der Maschine zu machen: 16 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

17 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Office befindet sich erwartungsgemäß noch im nicht-aktivierten Zustand: Öffnen Sie nun, wie in den vorigen Abschnitten beschrieben, den letzten Arbeitsstand im VAMT-Tool und wählen Sie im linken Bereich des Hauptfensters per Rechtsklick einen Computer (oder mehrere) aus. Führen Sie nun im zugehörigen Kontextmenü den Befehl Install Product Key aus: Aufgrund eines Programmfehlers bei VAMT 2.0, muss für die Anzeige der verbleibenden Lizenzen in der Systemsteuerung Region und Sprache Weitere Einstellungen als Dezimaltrennzeichen der Punkt eingestellt werden. Ändern Sie zusätzlich parallel dazu das Aufzählungszeichen auf Komma, da sonst die Änderung wegen der Dopplung nicht übernommen werden kann. Der nun in der Spalte Remaining Activations angezeigte Wert 9 (Aktivierungs-Zähler) sollte beim Erstabruf der Menge an Clients entsprechen, welche Sie beim Kauf der Volumen-Lizenz angegeben haben: 9 Vorausgesetzt, dass noch niemand vor Inbetriebnahme des VAMT-Tools händisch Client-Aktivierungen über Ihren MAK-Key vorgenommen hat. paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

18 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server Nach dieser Aktion ist dem KMS-Win7-PC001 ein MAK-Key zugeordnet, mit dem wir nun diese Installation aktivieren können. 18 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

19 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Dazu rufen wir im Hauptfenster den Client KMS-Win7-PC001 mit Rechtsklick auf und wählen Activate > Proxy-Activate und bestätigen anschließend die Nachfrage mit OK. Das Setzen des Häkchens bei der Option Apply Confirmation ID and Activate ist wichtig, da wir die angeforderten Aktivierungsbestätigungen direkt im selben Zuge auf die selektierten Clients anwenden möchten. Bestätigen Sie abschließend den Dialog mit OK: Wenn alles funktioniert, sollte anschließend folgende Meldung angezeigt werden: paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

20 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server Das Hauptfenster des VAMT-Tools stellt sich nach Durchführung der Aktivierungs-Aktion wie folgt dar: Die Überprüfung auf dem Client zeigt, dass Office 2010 nun aktiviert ist. 20 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

21 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Die Mengenangabe hinter dem Eintrag "All Computers" steht nach wie vor auf 11, da sich die Gesamtanzahl der PCs im Netz bisher nicht verändert hat. Die Mengenangabe hinter dem Eintrag "Out-of-Box (OOB) Grace" hat sich nun jedoch durch die soeben ausgeführte Aktivierungs-Aktion von 10 auf 9 verringert, was man im linken Fensterbereich an den angezeigten Daten im rechten Fensterbereich erkennen kann. In der Spalte Remaining Activations sollte sich der angezeigte Wert exakt 10 um 1 verringert haben (wegen eines Fehlers des Autors ist die Zahl hier um 2 verringert). Speichern Sie diesen Zustand nun ab und sichern Sie die.cil- Datei zusätzlich an einer anderen Stelle! Re-Aktivierung Client nach Selbstheilung In Fortführung des Beispiels der vorangegangenen Abschnitte beschließen wir nach einigen Wochen aufgrund eines Computerproblems, die beiden Windows 7 Client per WDS neu aufzusetzen und Office 2010 neu zuzuweisen. Uns ist bewusst, dass hierdurch auch die bereits erfolgte Aktivierung dieser beiden Rechner zurückgesetzt wird. Um mit den nach einer Reinstallation (Selbstheilung) der Clients erneut erforderlichen Aktivierungen nicht unseren Aktivierungszähler bei Microsoft unnötig zu belasten, werden wir hierzu die entsprechende Funktionalität des VAMT-Tools nutzen. Diese wird uns ermöglichen, die bei der Erst- Aktivierung der beiden Clients von Microsoft erhaltenen Aktivierungsbestätigungen wieder zu verwenden. Öffnen Sie das VAMT-Tool und setzen Sie im linken Fensterbereich per Rechtsklick auf den Filter-Eintrag All Computers den Befehl Update Status Current Credentials ab. Das Hauptfenster der Anwendung stellt sich nun wie folgt dar: 10 Vorausgesetzt, dass niemand zwischenzeitlich händisch Client-Aktivierungen über Ihren MAK-Key vorgenommen hat. paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

22 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server Im rechten Fensterbereich ist zu sehen, dass sich nun wieder alle Clients im nicht-aktivierten Zustand befinden. Markieren Sie die Clients, die aktiviert werden sollen und wählen Sie mit der rechten Maustaste die Option Install Product Key wie bereits oben beschrieben. Im nächsten Schritt wählen Sie zur Aktivierung Activate > Apply Confirmation ID und setzen im anschließenden Dialog das Häkchen wie abgebildet. 22 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

23 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Das nachfolgende Fenster informiert uns über den Fortschritt der MAK-Key-Einspielung auf die Clients. Zurück im Hauptfenster sehen wir, dass die Reaktivierung erfolgreich verlaufen ist (sogar ohne bestehende Internetverbindung). In der Spalte Remaining Activations sollte sich der angezeigte Wert nicht 11 verändert haben. Speichern Sie dann vor Verlassen des VAMT-Tools, wie in den vorigen Abschnitten gezeigt, noch den aktuellen Arbeitsstand ab. 11 Vorausgesetzt, dass niemand zwischenzeitlich händisch Client-Aktivierungen über Ihren MAK-Key vorgenommen hat. paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

24 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server 2.2. KMS-Server Installation des Dienstes Bitte navigieren Sie in das Verzeichnis D:\Install\ML_Updates\03_W7_Aktivierung\KMS\KMSW2K3_DE- DE_x86 und doppelklicken Sie dort auf die Setup-Datei KMSW2K3.exe: Den nachfolgenden Dialog bestätigen Sie mit Weiter: 24 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

25 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Stimmen Sie den Lizenzbestimmungen zu und bestätigen Sie mit Weiter: Der folgende Vorgang kann einige Sekunden in Anspruch nehmen: paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

26 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server Bestätigen Sie den Abschluss der Installation über Fertig stellen: Nach durchgeführtem Neustart ist der KMS-Dienst auf Ihrem Server nun technisch in der Lage, Windows 7 Clients zu aktivieren 12. Der Dienst muss hierzu lediglich noch, wie im folgenden Abschnitt beschrieben, aktiviert werden. Um die Aktivierung von Office 2010 Installationen durchführen zu können, muss nun zusätzlich der Microsoft Office 2010 KMS Host License Pack durch die Datei KeyManagementServiceHost.exe installiert werden, den Sie ebenfalls in unserem Paket finden. 12 Nebenbei wäre der Dienst nun auch in der Lage, Windows Server 2008 Maschinen zu aktivieren, was momentan in der paedml Windows jedoch noch nicht relevant ist. 26 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

27 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs-Server Bestätigen Sie den nachfolgenden Dialog mit Weiter: Bestätigen Sie mit Ja: paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

28 Installation und Bedienung auf dem Musterlösungs- Server Bitte tragen Sie den folgenden Product Key ein: Bestätigen Sie mit OK: Bestätigen Sie mit OK: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Aktivierung und Nutzung des Dienstes Melden Sie sich an S1 als Administrator an und öffnen Sie eine Kommandozeilen-Umgebung über Start Programme Zubehör Eingabeaufforderung und navigieren Sie darin in den Pfad C:\Windows\System32: Unter diesem Pfad befindet sich nun ein Skript namens slmgr.vbs, über welches der KMS-Dienst gesteuert und überwacht werden kann. Dieser Dienst muss noch aktiviert werden mit der Eingabe des folgenden Befehls: 28 paedml Windows / Version 2.7 / Integration Office Produktaktivierung /

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