Konzeptbezeichnung: Medienentwicklung am bwv.

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1 Konzeptbezeichnung: Medienentwicklung am bwv. Stand: 21. Juni 2015 Autor dieser Beschreibung: Herr Grabowsky Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Kolleginnen und Kollegen, Stadt Remscheid als Schulträger Konzeptbeschreibung: Vorbemerkungen Das Lernen mit Medien bereichert den Unterricht und sichert seine Qualität. Das gilt sowohl für analoge Medien (z. B. Tafel, Heft, Buch) als auch digitale Medien (z. B. PC, Beamer, Internet). Analoge Medien sind in unserer Schule bereits seit Jahrzehnten vorhanden, im Unterricht erprobt und im Kollegium abgestimmt. Mit Hilfe dieses Medienkonzepts werden daher nur digitale Medien in den Schulalltag integriert. Durch das Lernen mit und über Medien sollen die Schülerinnen und Schüler bestimmte Kompetenzen erwerben. Computer- und informationsbezogene Kompetenzen (computer and information literacy, CIL) sind als individuelle Fähigkeiten einer Person definiert, die es ihr erlauben, Computer und neue Technologien zum Recherchieren, Gestalten und Kommunizieren von Informationen zu nutzen und diese zu bewerten, um am Leben im häuslichen Umfeld, in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft erfolgreich teilzuhaben. 1 Dieses Medienkonzept schafft durch einen Austausch aller in der Schule Beteiligten optimale Möglichkeiten für einen Kompetenzerwerb in allen Bildungsgängen. Dem Schulträger kann dieses Konzept als Orientierung für den kommunalen Medienentwicklungsplan dienen Investitionen können somit langfristig und sinnvoll wirksam werden ICILS 2013, Computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in der 8. Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich, Waxmann 2014, S Seite 1 von 5

2 Es beschreibt dabei den bisherigen Zustand und die zukünftige Entwicklung in den von einander abhängigen Bereichen 3 : 1. Unterrichtsentwicklung 2. Ausstattung 3. Personalentwicklung Unterrichtsentwicklung Der Einsatz von Medien im Unterricht kann unterteilt werden in die Arbeitsfelder Lernen mit Medien und Lernen über Medien, wobei sich die Felder an einigen Stellen überschneiden. In 14 von 15 Bildungsgängen gibt es Fächer mit dem Schwerpunkt EDV. Die fachspezifischen Ziele liegen hier im Arbeitsfeld Lernen über Medien. Die folgende Matrix stellt die Schwerpunkte der Inhalte in den verschiedenen Bildungsgängen dar: Fach Aufbau PC Bildungsgang Datenschutz Word PP Excel Tastschreiben Datenbank Prgammierung Kommunikation AV DV BB DV BM DV EH DV FK DV FL DV IN DV ST DV BFS II INF HA INF HH INF WG WI Vielfach besitzen Schülerinnen und Schüler nur eingeschränkte Kenntnisse. Diese im Unterricht gemachten Beobachtungen werden gestützt durch die ICILS Studie. Ein zentrales Ergebnis dieser internationalen Untersuchung lautet: Es wird deutlich, dass die weit verbreitete Annahme, Kinder und Jugendliche würden durch 3 Struktur durch Planungshilfe für Schulen: Auf dem Weg zum Medienkonzept 2002 Seite 2 von 5

3 das Aufwachsen in einer von neuen Technologien geprägten Welt automatisch zu kompetenten Nutzerinnen und Nutzern, nicht zutrifft. 4 Als Konsequenz hieraus bietet unsere Schule ab dem Schuljahr 2015/16 den staatlichen EDV-Führerschein NRW an, mit dem die Zertifizierung und Vermittlung von breit gefächerten informationstechnischen Grundkenntnissen vorgesehen [ist], unabhängig von einer bestimmten Schulform oder einem bestimmten Bildungsgang 5. Gestartet wird in der Jahrgangsstufe 12 im Wirtschaftsgymnasium in Form einer AG. Außerdem werden einzelne Module des EDV- Führerscheins in einigen Bildungsgängen der Berufsschule eingesetzt bzw. die bestehenden Inhalte angepasst. Nach der Einführungsphase soll der EDV- Führerschein in weiteren Bildungsgängen eingeführt werden. Durch aktuelle Diskussionen in der Öffentlichkeit zeigt sich, dass das Thema Big Data fachübergreifend eine immer größer werdende Bedeutung bekommt. Der Umgang mit diesem Thema, die Vermittlung im Unterricht und insbesondere der Einsatz der digitalen Medien in unserer Schule muss zukünftig diskutiert werden. Der bisherige Themenbereich Datenschutz hat bislang zum Schwerpunkt den Schutz der auf dem PC gespeicherten Daten. Big Data wird dabei nur in einzelnen Klassen angesprochen. Das Lernen mit Medien ist an unserer Schule durch eine gute Ausstattung fester Bestandteil des Unterrichts. Digitale Medien werden im Rahmen der fünf Kompetenzbereiche "Bedienen/Anwenden", "Informieren/Recherchieren", "Kommunizieren/Kooperieren", "Produzieren/Präsentieren" und "Analysieren/Reflektieren" eingesetzt. So werden z. B. Präsentationtechniken in sprachlichen Fächern behandelt. Die einzelnen Bereiche sind in den jeweiligen didaktischen Jahresplänen verankert. Eine Befragung des Kollegiums im Jahr 2014 hat die Nutzung unserer Medienausstattung im Unterricht beleuchtet. So wird in über ein Viertel aller Unterrichtsstunden der Beamer zur Präsentation und Visualisierung eingesetzt. Um auf Informationen zuzugreifen und diese zu bewerten wird in 15% aller Stunden das Internet genutzt und der PC zum Verarbeiten und Organisieren dieser Informationen benötigt. Der Einsatz von Dokumentenkameras beträgt zwar nur etwas über 10%, zu dem Zeit- 4 5 ICILS 2013, Computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in der 8. Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich, Waxmann 2014, S Seite 3 von 5

4 punkt der Befragung des Kollegiums standen aber noch keine fest installierten Kameras zur Verfügung. Smartboards werden nur von 4 Kolleginnen und Kollegen intensiv genutzt. Als Grund hierfür wird häufig die nicht direkte Verfügbarkeit des Mediums angegeben. Hinzu kommt der fachspezifische Einsatz von Software wie z. B. GeoGebra in Mathematik in der Höheren Handelsschule und dem Wirtschaftgymnasium oder DATEV im Bildungsgang der Steuerfachangestellten. Die Lernplattform Moodle wird zwar von allen Kolleginnen und Kollegen zu organisatorischen Arbeiten genutzt, der pädagogische Einsatz findet aber nur bei wenigen Lehrkräften statt. Um diesen Einsatz zu stärken sind schulinterne Fortbildungen geplant (s. Personalentwicklung). Die Befragung des Kollegiums ergab, dass in Zukunft der Einsatz digitaler Medien verstärkt werden soll. Insbesondere die Nutzung von PC, Beamer und Dokumentenkamera wird hierbei erwähnt. Um diese Wünsche zu erfüllen wird die Ausstattung in Zukunft entsprechend angepasst. Ausstattung Das BWV ist derzeit mit über 400 PCs und Notebooks sehr gut ausgestattet. Es gibt 8 Informatikräume mit bis zu 25 Arbeitsstationen. In 23 Klassenräumen sind bisher Lehrer-PCs (oder Notebooks) mit Beamern und z. T. Dokumentenkameras installiert. In 5 Räumen stehen Notebookwagen mit bis zu 25 Note- und Netbooks zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es 14 Smartboards. In einem Notebookschrank im Lehrerzimmer stehen diverse Note- und Netbooks, Beamer und Dokumentenkameras zur Verfügung. Die PCs sind in einem VLAN eingebunden, das Internet läuft über eine DSL Leitung. Im gesamten Gebäude gibt es WLAN für die schuleigenen Notebooks. Alle Rechner haben die gleiche Software (WIN7, Office 2010, etc.), die eigenen Daten werden zentral auf einem Server gespeichert und können aus dem gesamten Schulnetz aufgerufen werden. Als pädagogische Oberfläche ist MNSPro von AixConcept installiert, die auch den Second-Level-Support für das gesamte System übernehmen. Eine genaue und aktuelle Auflistung aller Medien ist der Inventarliste im Schulbüro zu entnehmen. Seite 4 von 5

5 Aus der Befragung des Kollegiums 2014 hat sich ergeben, dass mit höchster Priorität alle Klassenräume mit Lehrer-PC, Beamer und Dokumentenkamera ausgestattet werden sollen. Daher werden zunächst jedes Jahr aus den für die EDV zur Verfügung stehenden Mitteln diese Systeme gekauft. Der Notebookschrank im Lehrerzimmer kann damit langfristig aufgelöst werden. In Hinblick auf ein neues Schulgebäude ist zu testen, wie ein Einsatz von LC- Displays anstatt Beamern zu bewerten ist. Dieses kann in unserem derzeitigen Gebäude nur getestet werden, wenn dafür ein Raum inklusive der Tafel umgebaut wird. Ein interaktives LC-Display ist auch ein Ersatz für Smartboards. Hier würde eine schnelle Verfügbarkeit des Mediums gewährleistet sein, womit die Idee des Smartboards wieder häufiger in den Unterricht integriert werden kann. Personalentwicklung Die gesamte Computeranlage wird im First-Level-Support von einem EDV-Team bestehend aus drei Lehrern betreut. Dieses Team führt regelmäßig Schulungen sowohl an den bestehenden Systemen, wie auch an neu installierten Medien durch. Bei den Schulungen steht der Einsatz im Unterricht im Vordergrund. Für neue Kolleginnen und Kollegen gibt es nicht nur Einführungsmappen sondern auch individuelle Einführungen in das System. Um Methoden für den Einsatz der digitalen Medien kennenzulernen bietet sich bei uns in der Schule der Markt der Möglichkeiten an, der seit dem Schuljahr 2015 aufgebaut wird. Hier stellen Lehrkräfte spezielle Stunden vor und laden andere Kolleginnen und Kollegen zur Teilnahme am Unterricht ein. Moodle wird von zwei Lehrkräften administriert. Um den pädagogischen Einsatz von Moodle zu stärken sollen in Zukunft regelmäßige Fortbildungen durchgeführt werden, deren Inhalt aus der eigenen Unterrichtsvorbereitung mit Einsatz der Lernplattform besteht. Fortbildungen zu spezieller Software oder speziellen digitalen Medien (wie z. B. der grafikfähige Taschenrechner) werden von den Lehrkräften individuell besucht und über die Fortbildungsplanung der Schule geregelt. Seite 5 von 5

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