DER TALANX-KONZERN AUF EINEN BLICK

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1 Konzern-Geschäftsbericht 2013

2 DER TALANX-KONZERN AUF EINEN BLICK 6 KONZERNKENNZAHLEN EINHEIT Gebuchte Bruttoprämien nach Regionen Deutschland IN % Großbritannien IN % Mittel- und Osteuropa einschließlich Türkei (CEE) IN % Übriges Europa IN % USA IN % Übriges Nordamerika IN % Lateinamerika IN % Asien und Australien IN % Afrika IN % Verdiente Nettoprämien Versicherungstechnisches Ergebnis ) Kapitalanlageergebnis Kapitalanlagerendite 1) IN % 4,0 4,3 4,0 Operatives Ergebnis (EBIT) ) Jahresergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ) 892 davon Aktionäre der Talanx AG ) 515 Eigenkapitalrendite 2) IN % 10,6 10,0 10,0 Ergebnis je Aktie Unverwässertes Ergebnis je Aktie IN EUR 3,02 2,86 4) 2,48 Verwässertes Ergebnis je Aktie IN EUR 3,02 2,86 4) 2,48 Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung 3) IN % 96,9 96,4 101,0 Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden/Unfall-Erstversicherer IN % 99,3 97,1 96,6 Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Rückversicherung IN % 94,9 95,8 104,2 Haftendes Kapital ) Eigenkapital der Aktionäre der Talanx AG ) Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ) Hybridkapital Selbst verwaltete Kapitalanlagen Kapitalanlagen gesamt Bilanzsumme ) Buchwert je Aktie IN EUR 28,54 28,31 4) 25,99 Aktienkurs zum Jahresende IN EUR 24,65 21,48 Marktkapitalisierung der Talanx AG zum Jahresende Mitarbeiter KAPAZITÄTEN ) Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen zu durchschnittlichem selbst verwalteten Kapitalanlagenbestand 2) Jahresergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 3) Bereinigte kombinierte Schaden-/Kostenquote unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses vor Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle 4) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel,,Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt,,Änderungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler des Konzernanhangs

3 DIE SEGMENTE AUF EINEN BLICK OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)/KONZERNERGEBNIS EBIT KONZERNERGEBNIS 7 INDUSTRIEVERSICHERUNG SIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 57 Beitragswachstum setzt sich fort Ergebnis durch Großschäden insbesondere aus Naturkatastrophen belastet Kapitalanlageergebnis trotz anhaltender Niedrigzinsphase nur leicht unter dem Vorjahresniveau PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND SIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 59 Beitragseinnahmen aus dem Lebensgeschäft stiegen um 2 % Kombinierte Schaden-/Kostenquote durch außerordentlich hohe Großund Naturkatastrophen schäden belastet Steigerung des Kapitalanlageergebnisses trotz Niedrigzinsumfeld ) PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL SIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 61 Expansion im Ausland verbessert Ergebnis Polen größter Auslandsmarkt Stabiles Kapitalanlageergebnis trotz anhaltender Niedrigzinsphase und steigender Eurokurse SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG SIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 65 Währungsbereinigtes Prämienwachstum mit +3,5 % im Plan Großschadenbelastung leicht unter den Erwartungen Kombinierte Schaden-/Kostenquote von 94,9 (95,8) % PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG SIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 66 Herausfordernde Marktbedingungen in der Personen-Rückversicherung Währungsbereinigtes Ziel für Bruttoprämienwachstum mit 5,1 % erreicht Operatives Ergebnis bleibt unter den Erwartungen ) ) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel,,Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4 FINANZ-HIGHLIGHTS 2013 GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN 28,1 MRD. EUR +6 % WACHSTUM BRUTTOPRÄMIEN Wachstumsimpulse aus dem Ausland: Durch Akquisitionen und Fokussierung auf ausgewählte Zielregionen erhöhen wir kontinuierlich den Anteil des internationalen Geschäfts an unseren gesamten Prämien. 1 GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN 2 ANTEIL DER SEGMENTE AN DEN BRUTTOPRÄMIEN DIVIDENDENVORSCHLAG JE AKTIE 1,20 EUR IN MRD. EUR ,7 26,7 28, IN % 21 Personen- Rückversicherung 26 Schaden- Rückversicherung 13 Industrieversicherung 25 Privat- und Firmenversicherung Deutschland 15 Privat- und Firmenversicherung International OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 1,8 MRD. EUR Zu der leichten Steigerung unseres operativen Ergebnisses trugen vor allem die Geschäftsbereiche der Privat- und Firmenversicherung bei. Die Rückversicherung leistet absolut gesehen den größten Anteil am Ergebnis. 3 EIGENKAPITALRENDITE 1) IN % 15 10,0 10,0 10, OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) IN MRD. EUR 2,0 1,2 1,7 1,8 1,5 1,0 5 EBIT NACH SEGMENTEN 2) IN % 5 Konzernfunktionen 8 Personen-Rückversicherung 8 Industrieversicherung 9 Privat- und Firmenversicherung Deutschland KONZERNERGEBNIS +22 % 0, ) ) Schaden- Rückversicherung 10 Privat- und Firmenversicherung International 1) Jahresergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 2) Vor Interkonsolidierung 3) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernanhangs

5 TALANX CHANCEN IM QUADRAT Hinter dem Namen Talanx steht eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art: Unser zukunftsorientiertes Geschäfts modell und eine diszipliniert umgesetzte Strategie haben uns in den letzten Jahren stetig wachsen lassen, sodass wir heute zu den führenden europäischen Versicherungsgruppen zählen. Das Zusammenspiel aus Erst- und Rückversicherung und ein Portfolio starker Marken verleihen Talanx hohe Flexibilität und ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir nun mit klar formulierten Zielen fortschreiben. Talanx ist ein Konzern voller Chancen, ein Konzern voller Potenzial. HIER ENTFALTET SICH DIE ERFOLGSGESCHICHTE TALANX AUCH IN BEWEGTEN BILDERN: liegen in... INHALT ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT WEITERE INFORMATIONEN 2 Brief des Vorstandsvorsitzenden 4 Vorstand 7 Aufsichtsrat/Aufsichtsratsausschüsse 9 Bericht des Aufsichtsrats 12 Stabilität 14 Wachstum 20 Integration 26 Effizienz 32 Profitabilität 38 Highlights Die Talanx-Aktie 43 Detailindex KONZERNABSCHLUSS 141 Detailindex 142 Konzernabschluss 149 Konzernanhang 289 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 291 Wichtige Adressen 296 Glossar und Kennzahlendefinitionen 301 Grafik- und Tabellenverzeichnis 304 Stichwortverzeichnis Standorte Kontakt

6 ... WAS WIR DARUNTER VERSTEHEN, LESEN SIE AUF SEITE WO WIR ES SUCHEN, FINDEN SIE AUF SEITE WIE WIR SIE GEWÄHRLEISTEN, AUF SEITE WIE WIR SIE LEBEN, AUF SEITE WIE WIR SIE MESSEN, LESEN SIE AUF SEITE 32

7 Einer der großen bankenunabhängigen Asset-Manager in Deutschland. Von Fonds bis zum Asset-Management für private und institutionelle Anleger bietet Ampega die komplette Wertschöpfungskette der Vermögensverwaltung. Unter dieser Marke arbeiten in Deutschland die HDI Ver - sicherungen mit Produkten in der Schaden/ Unfallsowie in der Lebensversicherung. Auch Gesell schaften in der Privat- und Firmenversicherung außer halb Deutschlands firmieren unter HDI. So bietet HDI weltweit einen umfassenden Versicherungsschutz nach Maß. Die Hannover Rück-Gruppe als einer der größten Rückversicherer der Welt betreibt alle Sparten der Schadenund Personen-Rückversicherung. Sie ist auf allen Kontinenten vertreten und verfolgt dabei einen flexiblen, undogmatischen Geschäftsansatz. Die Tochtergesellschaft E+S Rück ist spezialisiert auf den deutschen Markt. Die TU-Europa-Gruppe ist führend im Bereich Bancassurance in Polen. Das Produktspektrum umfasst Kreditabsicherung und fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Anlageprodukte. UNSERE CHANCEN-TRÄGER HDI-Gerling steht für das Industrieversicherungsgeschäft in Deutschland und weltweit. HDI-Gerling bietet die komplette Produktpalette zur Absicherung unternehmerischer Risiken, u. a. mit den Sparten Sach-, Haftpflichtund Unfallversicherung sowie Kfz-Versicherung. Starke Marken bieten viele Chancen. Talanx versteht es, die Markenvielfalt weltweit auf verschiedenen Märkten und bei unterschiedlichen Kundengruppen für sich zu nutzen. Die WARTA-Gruppe bietet in Polen als zweitgrößte Versicherungsgruppe Sach-, Haftpflicht- und Personenversicherungen sowie Lebensversicherungen an. Durch die Kombination von Produkten und Dienstleistungen mehrerer Gesellschaften kann WARTA ihren Kunden ein besonders breites, maßgeschneidertes Leistungs angebot bieten. Die Marke Talanx steht zum einen für den gesamten Konzern an seiner Spitze steht die Talanx AG, die die Aufgaben einer Management- und Finanzholding im Konzern übernimmt und selbst kein Versicherungsgeschäft betreibt. Die Marke Talanx im Namen tragen auch die Talanx Deutschland AG und die Talanx International AG; sie bündeln die operativen Gesellschaften verschiedener Marken im In- bzw. Ausland; Talanx Reinsurance Broker übernimmt die konzerninterne Rückversicherung, und eine Reihe konzerninterner Dienstleistungsgesellschaften hat ebenfalls den Namensbestandteil Talanx. Im Vertriebsweg Bancassurance arbeiten die TARGO Versicherungen exklusiv für den Partner TARGOBANK und bieten deren Kunden einen Service für die leichte und bequeme Abwicklung sämtlicher Bank-, Finanz- und Versicherungsgeschäfte. Posta Biztosító ist im Vertriebsweg Bancassurance der wachstumsstarke Kooperationspartner der ungarischen Post. Das verständliche und transparente Leistungs - an gebot mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs- Verhältnis umfasst die Sparten Leben und Schaden/Unfall. Die PB Versicherungen arbeiten im Vertriebsweg Bancassurance exklusiv für den Partner Postbank: Eingebettet in deren Marktauftritt und zugeschnitten auf deren Kunden bieten sie attraktive Versicherungsprodukte zu günstigen Preisen, u. a. zur privaten Alters- und Risikovorsorge. Unter der Marke C i V firmiert die russische OOO Strakhovaya Kompaniya C i V Life, eine Bancassurance-Koope - ration mit der Citibank. C i V Life gehört zu den Versicherungsgesellschaften des russischen Lebensversicherungsmarktes, die sich am dynamischsten entwickeln. Die neue leben Versicherungen positionieren sich im Vertriebsweg Bancassurance als Vorsorgespezialist für Sparkassen. Sie bieten ihren Kunden und Vertriebspartnern innovative Versicherungsangebote zu attraktiven Konditionen.

8 2 Talanx-Konzern. Geschäftsbericht 2013 Das vergangene Jahr hat gezeigt: Der eingeschlagene Weg der Internationalisierung der Talanx- Gruppe ist der richtige. HERBERT K. HAAS Vorstandsvorsitzender das erste volle Jahr als börsennotiertes Unternehmen ist für uns alle sehr positiv verlaufen. Die Talanx hat sich hervorragend ent wickelt und auch unser Aktienkurs ist erfreulich gestiegen. Dieses Ergebnis haben wir trotz der Staatsschuldenkrise in Teilen Europas sowie der verheerenden Wetterereignisse in Mitteleuropa erzielt. Das Konzernergebnis stieg auf 762 Mio. EUR, die gebuchten Bruttoprä mien haben ebenfalls einen Rekordwert von 28,1 Mrd. EUR erreicht. Ein solches Resultat kommt nicht von allein, sondern wird von jeder und jedem einzelnen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hart erarbeitet; bei ihnen bedanke ich mich ganz herzlich für ihre Leistung und ihr Engagement. Das Jahr 2013 war geprägt von einer außerordentlichen Häufung von Naturkatastrophen in Mitteleuropa. Das Hochwasser in Deutschland, Österreich und Polen richtete wirtschaftliche Schäden von etwa 16 Mrd. EUR an. Dies führte zu einer Nettoschadenbelas tung bei Talanx von 176 Mio. EUR, davon 83 Mio. EUR in den Erstversicherungssegmenten. Eine ebenfalls hohe Schadenbelastung von rund 156 Mio. EUR verursachte der Hagelsturm Andreas, der im Juli über weite Teile Deutschlands zog. Zudem blieben weitere Groß schä den nicht aus. In der Summe belasteten diese das Ergeb nis in einer Höhe von 838 Mio. EUR. Natürlich fordert uns wie alle großen Kapitalanleger das Niedrig zinsumfeld ganz besonders. Die Staatsschuldenkrise in Europa ist noch nicht gänzlich überstanden. Jedoch sehen wir Fortschritte bei einigen Staaten in Südeuropa. Und obwohl wir im außereuropäischen Raum leicht steigende Staatsanleiherenditen sehen, bleibt es eine große Herausforderung, auskömmliche Anlagerenditen zu erzielen. Wir begegnen dem Kapitalmarktumfeld mit einer Beimischung von alternativen, langfristigen Investitionen wie zum Beispiel Infrastrukturprojekten, ohne jedoch unsere Risikodisponierung auszureizen. Trotzdem werden wir wie auch andere große Investoren in naher Zukunft mit sinkenden Kapitalanlagerenditen rechnen müssen. Dies stellt uns einmal mehr vor die Herausforderung, rückläufige Kapital anlagegewinne durch ein verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis auszugleichen. Für 2013 ist uns dies gut gelungen für das nächste Jahr haben unsere Geschäftsbereiche ihre Planung auch darauf ausgelegt. Das vergangene Jahr hat aber auch gezeigt: Der eingeschlagene Weg der Internationalisierung der Talanx-Gruppe ist der richtige. Im vergangenen Jahr hat uns die internationale Ausrichtung des Konzerns dabei geholfen, die Häufung der Wetterereignisse in Deutschland gut zu bewältigen. In Regionen außerhalb Mitteleuropas blieben Stürme und weitere Wetterkapriolen weitgehend aus, sodass wir auch mit dem Beitrag aus diesen Ländern unser Ergebnis weiter erhöhen konnten.

9 Talanx-Konzern. Geschäftsbericht Doch nicht nur bei der Diversifizierung der versicherungstechnischen Rechnung hat uns die Internationalisierung geholfen. Die Regionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa haben im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden erheblich zum Wachstum der Talanx beigetragen, auch der Geschäftsbereich Industrie - ver sicherung wuchs vermehrt im Ausland. Hinzu kam eine stabile Entwicklung in Deutschland. So sind wir deutlich gewachsen und haben unsere Ziele für 2013 erfüllt. Insgesamt werden die Wachstumsimpulse auch künftig aus dem Ausland kommen. Im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden spielen die wachsenden Volkswirtschaften der sogenannten Schwellenländer eine steigende Rolle. Im Geschäftsbereich Industrie versicherung liegt das Wachstum ebenfalls in Ländern außerhalb Deutschlands und Europas. Auch die Rückversicherung sieht dort gute Chancen. In Deutschland lag und liegt der Fokus auf Ertragswachstum. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland hat seine Ertragskraft verbessert und auch das Prämienvolumen leicht ausgebaut. Neben der weiteren Forcierung des Geschäfts mit Haftpflicht-, Unfall- und weiteren Schadenversicherungen liegen hier die langfristigen Wachstumschancen ob der demografischen Entwicklung zwangsläufig in der Altersvorsorge. Ob private oder betriebliche Altersvorsorge die Alterspyramide in Deutschland sowie die Verringerung der Leistungen der gesetzlichen Rente machen eine darüber hinausgehende private Absicherung mehr als notwendig. Insofern glauben wir an die Zukunft des Lebensversicherungsgeschäfts inklusive der finanziellen Absicherung von Berufsunfähigkeit und weiteren biometrischen Risiken. Unser Mehrheitsaktionär, der HDI V. a. G., hat im vergangenen Jahr durch eine Aktienplatzierung den Streubesitz der Talanx um 3,3 Prozentpunkte auf 14,5 % (inklusive der Ausgabe von Mit arbeiteraktien) erhöht und damit die Position der Aktie im deutschen Börsenindex MDAX gefestigt. Der HDI V. a. G. hält nun 79,0 % an der Talanx. Wir wollen unsere Aktionärinnen und Aktionäre an dieser guten Entwicklung teilhaben lassen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividende von 1,20 EUR pro Aktie zu zahlen. Dies entspricht einer Steigerung der Dividende von 15 Cent pro Aktie und einer Dividendenrendite, bezogen auf den Jahresschlusskurs, von 4,9 %. Auch in Zukunft wollen wir eine an den Erfolg des Unternehmens gekoppelte und attraktive Dividende zahlen. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Talanx AG ist nun im dritten Jahr an der Börse. Auch 2014 werden wir uns am Kapital - markt bewähren müssen. Dieser Herausforderung stellen wir uns gerne. Ich darf mich bei Ihnen ganz herzlich für das gezeigte Vertrauen in die Talanx bedanken. Meine Vorstandskollegen und ich sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden alles daran setzen, die Talanx-Gruppe nachhaltig erfolgreich weiterzuentwickeln und Ihr Vertrauen in uns zu rechtfertigen. Wir freuen uns darauf, viele von Ihnen bei unserer Hauptversammlung am 8. Mai 2014 persönlich begrüßen zu dürfen. Und wir hoffen, Sie bleiben uns auch weiter gewogen. Mit freundlichen Grüßen 2013 stand unter dem Vorzeichen der Konsolidierung. Die Talanx- Gruppe hat ihre Zukäufe in Mexiko und in Polen erfolgreich in den Konzern eingebunden. In Polen ist die Integration der beiden Gesellschaften WARTA und TU Europa außerordentlich schnell abgeschlossen gewesen. Die im Jahr 2012 eröffneten Niederlass ungen im Geschäftsbereich Industrie in Kanada, Singapur und Bahrain haben ihre Geschäftstätigkeit ausbauen können. Insofern haben wir unsere Integrationsziele vollumfänglich erreicht. Herbert K. Haas Wirtschaftlich haben wir uns im Geschäftsjahr auf Konzernebene in wesentlichen Kennzahlen verbessert. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2 % auf 1,8 Mrd. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten steigerte sich auch aufgrund einiger Sondereffekte deutlich auf 762 Mio. EUR, dies entspricht einem Plus von 22 %. Dabei ist zum einen der Ertrag aus dem Verkauf von Anteilen an Swiss Life zu berücksichtigen und zum anderen steuerliche Sondereffekte. Die Eigenkapitalrendite über traf 2013 mit 10,6 % unser Mindestziel von 9,8 %. DAS GESPROCHENE VORWORT finden Sie in unserem Online-Bericht:

10 4 Talanx-Konzern. Geschäftsbericht 2013 VORSTAND DR. HEINZ-PETER ROSS TORSTEN LEUE DR. CHRISTIAN HINSCH STV. VORSITZENDER

11 Talanx-Konzern. Geschäftsbericht HERBERT K. HAAS VORSITZENDER DR. IMMO QUERNER ULRICH WALLIN

12 6 Talanx-Konzern. Geschäftsbericht 2013 VORSTAND Herbert K. Haas Vorsitzender Burgwedel Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für: Datenschutz Group Communications Informationstechnologie (seit 1. Januar 2014) Investor Relations Konzernentwicklung Projektportfoliomanagement Recht Revision Vorstandsbüro/Compliance Dr. Christian Hinsch stv. Vorsitzender Burgwedel stv. Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Vorsitzender des Vorstands HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für: Geschäftsbereich Industrieversicherung Personal Facility-Management Einkauf Rückversicherungseinkauf Torsten Leue Hannover Vorsitzender des Vorstands Talanx International AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für: Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International Dr. Thomas Noth Hannover Vorsitzender des Vorstands Talanx Systeme AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für: Informationstechnologie (bis 31. Dezember 2013) Dr. Immo Querner Celle Mitglied des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für: Finanzen/Beteiligungen/Immobilien Kapitalanlagen Controlling Inkasso Risikomanagement Rechnungswesen/Steuern Treasury Dr. Heinz-Peter Roß Gräfelfing Vorsitzender des Vorstands Talanx Deutschland AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für: Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland Betriebsorganisation Ulrich Wallin Hannover Vorsitzender des Vorstands Hannover Rück SE, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für: Geschäftsbereich Rückversicherung 1 CHANCEN IM QUADRAT 42 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 2 Brief des Vorstandsvorsitzenden 4 Vorstand 7 Aufsichtsrat/Aufsichtsratsausschüsse 9 Bericht des Aufsichtsrats 12 Stabilität 14 Wachstum 20 Integration 26 Effizienz 32 Profitabilität 38 Highlights Die Talanx-Aktie

13 Talanx-Konzern. Geschäftsbericht AUFSICHTSRAT ZUSAMMENSETZUNG ZUM 31. DEZEMBER 2013 Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Berg ehem. Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG Ralf Rieger * stv. Vorsitzender Raesfeld Angestellter HDI Vertriebs AG Prof. Dr. Eckhard Rohkamm stv. Vorsitzender Hamburg ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Technologies AG Antonia Aschendorf Hamburg Rechtsanwältin Mitglied des Vorstands der APRAXA eg Karsten Faber * Hannover Zentralbereichsleiter Hannover Rück SE, E+S Rückversicherung AG Jutta Hammer * Bergisch Gladbach Angestellte HDI Kundenservice AG Gerald Herrmann * Norderstedt Gewerkschaftssekretär Dr. Hermann Jung Heidenheim Mitglied der Geschäftsführung der Voith GmbH (seit 6. Mai 2013) Dr. Thomas Lindner Albstadt Vorsitzender der Geschäftsführung der Groz-Beckert KG Dirk Lohmann Forch, Schweiz Präsident des Verwaltungsrats und Vorsitzender der Geschäftsführung der Secquaero Advisors AG (seit 6. Mai 2013) Jutta Mück * Oberhausen Angestellte HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Otto Müller * Hannover Angestellter Hannover Rück SE Dr. Hans-Dieter Petram Inning ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Post AG (bis 6. Mai 2013) Dr. Michael Rogowski Heidenheim Vorsitzender des Stiftungsrats der Hanns-Voith-Stiftung (bis 6. Mai 2013) Katja Sachtleben-Reimann * Hannover Angestellte Talanx Service AG Dr. Erhard Schipporeit Hannover ehem. Mitglied des Vorstands der E.ON AG Norbert Steiner Baunatal Vorsitzender des Vorstands der K+S AG (seit 6. Mai 2013) Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder * Berlin Professorin an der Leibniz Universität Hannover Werner Wenning Leverkusen Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG (bis 6. Mai 2013) * Arbeitnehmervertreter Angaben zu den Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien anderer in- und ausländischer Wirtschaftsunternehmen entnehmen Sie bitte dem Bericht der Talanx AG. 140 KONZERNABSCHLUSS 290 WEITERE INFORMATIONEN

14 8 Talanx-Konzern. Geschäftsbericht 2013 AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSE ZUSAMMENSETZUNG ZUM 31. DEZEMBER 2013 Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen. AUFGABEN DER AUSSCHÜSSE Die detaillierte Aufgabenbeschreibung der Ausschüsse finden Sie im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel Aufsichtsrat. Finanz- und Prüfungsausschuss Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender Dr. Thomas Lindner Ralf Rieger Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Dr. Erhard Schipporeit Finanz- und Prüfungsausschuss Vorbereitung der Finanzentschei dun gen des Gesamtaufsichtsrats Entscheidung anstelle des Gesamt aufsichtsrats über bestimmte Finanzangelegenheiten, wie Gründung von Gesellschaften, Erwerb von Be teili gungen und Kapitalerhöhung bei Tochter gesellschaften innerhalb eines jeweils definierten Werterah mens Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Norbert Steiner Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten Vorbereitung der Personalangelegenheiten des Gesamtaufsichtsrats Entscheidung anstelle des Gesamt aufsichtsrats über bestimmte Personalangelegenheiten, für die der Gesamt aufsichtsrat nicht zwingend ausschließlich zuständig ist Vermittlungsausschuss Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender Ralf Rieger Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Katja Sachtleben-Reimann Vermittlungsausschuss Vorschlag für die Bestellung eines Vorstandsmitglieds, wenn im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehr heit erreicht wird ( 31 Absatz 3 MitbestG) Nominierungsausschuss Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender Dr. Thomas Lindner Dirk Lohmann Nominierungsausschuss Empfehlung von geeigneten Kandidaten für die Wahlvor schläge des Aufsichtsrats an die Haupt versammlung 1 CHANCEN IM QUADRAT 42 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 2 Brief des Vorstandsvorsitzenden 4 Vorstand 7 Aufsichtsrat/Aufsichtsratsausschüsse 9 Bericht des Aufsichtsrats 12 Stabilität 14 Wachstum 20 Integration 26 Effizienz 32 Profitabilität 38 Highlights Die Talanx-Aktie

15 Talanx-Konzern. Geschäftsbericht BERICHT DES AUFSICHTSRATS Sehr geehrte Damen und Herren, im Geschäftsjahr 2013 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt wahrgenommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation und der strategischen Entwicklung der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesell schaften. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden. Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitz ungen, die am 20. März, am 14. Mai, am 13. August und am 13. No vember 2013 stattfanden, sowie zu einer konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 6. Mai 2013 zusammen. Wie schon im Jahr zuvor hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre gesetz lichen Befugnisse wahrgenommen und zu einer Sitzung zwei Ver treter entsandt. Der Finanzund Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat zu vier ordentlichen und einer konstituierenden, der Ausschuss für Vor standsangelegenheiten zu drei Sitzungen und der Nominierungs aus schuss zu einer Sitzung zusammen. Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermitt lungsausschusses waren im Jahr 2013 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse in formiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand auf Basis der Quartalsabschlüsse schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach 111 Absatz 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen eilbedürftige, zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand tauschten sich regelmäßig über wesentliche Entwicklungen und Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns aus. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Ge schäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unter liegen, über die jedoch nichtsdestoweniger entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist, über die Auswirkungen von Naturkatastrophen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten sowie weitere wesentliche Entwicklungen in der Gesellschaft, im Konzern sowie im europäischen Umfeld (Staatsschuldenkrise, Stand der Umsetzung von Solvency II). In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Optimierungsvorschläge eingebracht. Alle Sitzungen des Aufsichtsrats wurden in Anwesenheit sämt licher Mitglieder abgehalten mit Ausnahme der Sitzungen im Mai, an denen ein Mitglied lediglich durch schriftliche Stimmbotschaft an den Beschlussfassungen teilnehmen konnte. SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM PLENUM Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Konzernsegmente, die Situation in der deutschen Lebensver sicherung und speziell die künftige Positionierung der HDI Lebens versicherung AG, die Bündelung und Optimierung der IT in der konzern internen Talanx Systeme AG, die strategische Aufstellung des Konzerns in Lateinamerika, die künftige Struktur für die euro päischen Auslandseinheiten des Geschäftsbereichs Industrie sowie die Planungen für das Jahr 2014 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden uns Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung bildete erneut das Risikomanagement im Konzern. Die Risikoberichterstattung des Vorstands war Gegenstand jeder Sitzung des Aufsichtsrats. Wir behandelten ferner eine Reihe von Refinanzierungsmaßnahmen und Fragen des Ausbaus und der Reduzierung von Beteiligungsbesitz und gaben im Vorfeld der Ausgabe von Mitarbeiteraktien unsere Zustimmung zu einer Kapitalerhöhung unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals. Zudem wurde über die Struktur und Besetzung des Vorstands der Gesellschaft beraten. Mit Blick auf 87 Absatz 1 AktG befasste sich das Aufsichtsrats plenum mit der Neuregelung des Geschäftsbereichsbonus, der Festlegung der Geschäftsbereichsziele 2014 sowie mit der Festsetzung der Tantiemen der Mitglieder des Vorstands und zog dabei auch externe Stellungnahmen für die Beurteilung der Angemessenheit und Struktur der Vorstandsvergütung heran. Ferner wurde der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 13. November 2013 gemäß 3 Absatz 5 der Versicherungs-Vergütungsverordnung über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme im Konzern unterrichtet. Darüber hinaus fand eine Überprüfung der Festbezüge von fünf Vorstandsmitg liedern zum 1. Januar 2014 statt, bei der auch horizontale und vertikale Vergütungsaspekte und -konzepte als Vergleich 140 KONZERNABSCHLUSS 290 WEITERE INFORMATIONEN

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