Wahlen und Wahlverhalten
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- Horst Gehrig
- vor 7 Jahren
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1 Wahlen und Wahlverhalten Kriterien zur Unterscheidung von Wahlsystemen Differenzierung zwischen Entscheidungsregel und Repräsentationsprinzip mögliche Auswirkungen von Wahlsysteme Erklärungsfaktoren des Wahlverhaltens WS 00/08 C.. Unterscheidung von Wahlsystemen Repräsentationsprinzip politisches Ziel der aggregierten nationalen Wahlergebnisse Mehrheitsbildung vs. Spiegel der Stärkenverhältnisse Bezug nationale Ebene Entscheidungsregel Methode der Übertragung von Stimmen in Mandate Majorz vs. Proporz Bezug auf Wahlkreis allein wenig aussagekräftig, das technische Elemente starken Einfluss haben (v.a. Wahlkreisgröße) WS 00/08 C..
2 Einfluss der Wahlkreisgröße (I) WK Größe Partei Stimmen A.890 B.00 C.00 D 0 Summe rechnerisch 0,98 0,60 0,80 0,0 ganze Mandate Rest Mandate (.) (.) 0 Mandate rechnerisch,6 0,960 0,0 0, ganze Mandate Rest Mandate (.) (.) Mandate WS 00/08 C.. Einfluss der Wahlkreisgröße (II) Partei Stimmanteil A 8,9 % 0 9 B,0 % C,0 % D, % Bemerkungen /Mehrheit für A C (%) wie B (%) Mehrheit B / C (6%) gegen A (9%) Mehrheit für A D (%) wie C (%) D (%) wie C (%) WS 00/08 C..
3 Einfluss der Wahlkreisgröße (III) 00% 90% 80% 0% Mandatsanteil 60% 0% 0% 0% 0% 0% 0% WKGröße WS 00/08 C.. Wahlsysteme Mehrheitsbildung Repräsentationsprinzip Spiegel der Stärkenverhältnisse Entscheidungsregel Proporz Majorz VW in kleinen WK ( ). 0% der Sitze in MW im MannWK. 0% der Sitze per Verhältniswahl. keine Verrechnung relative Mehrheitswahl im MannWK VW in großen WK (> 0) Differenzierung nach Sperrklauseln Grabenwahl absolute MW im MannWK reine Verhältniswahl Differenzierung nach Stichwahlregelung:. erstichwahl. durch Stimmanteil im. WG qualifiziert. keine Hürde WS 00/08 C..6
4 Einfluss technischer Elemente Bei Proporz: Wahlkreisgröße Stimmgebung Stimmenzahl Stimmenvergabe Listengestaltung Stimmenverrechnung Sperrklausel Bei Majorz: Mehrheitserfordernis Stichwahlregelung Unabhängig von Entscheidungsregel: Wahlkreiszuschnitt Gerrymandering WS 00/08 C.. Auswirkungen der Entscheidungsregel Majorz Proporz Erfolgswert der Stimmen Zuordnung von Stimmabgabe und Wahlergebnis ungleich einfach gleich schwierig Hochburgenanfälligkeit relativ hoch relativ niedrig Unabhängigkeit der Abgeordneten bedingt höher bedingt niedriger intervenierende Variablen: Regierungssystem Einfluss der Partei(zentrale) bei der Kandidatenaufstellung WS 00/08 C..9
5 Auswirkungen des Repräsentationsprinzips Responsible Party Model Mehrheitsbildung Stärkeverhältnisse Repräsentationsgerechtigkeit Parteiensystem Regierungsbildung Regierungsstabilität Zurechenbarkeit politischer Verantwortung Offenheit für politische Veränderungen gering Zweiparteiensystem Einparteienregierung bedingt höher eher höher Chance, Regierung auszuwechseln hoch Mehrparteiensystem sregierung bedingt niedriger eher niedriger leichter Zugang für neue Parteien WS 00/08 C..0 Empirischer Test Land Wahlsystem effektive Parteienzahl effektive Parteienzahl letzte Wahl typisches Regierungsformat Regierungsstabilität Deutschland,9,8 (00),8 Frankreich abs. MW Stichwahl seit 8, nicht 86,, (00), VW % Sperrklausel Großbritannien relat. MW,,6 (00) Eine Partei 0,6 Italien VW bis 9, seit 06,9, (006), Spanien VW kleine WK,8,0 (00) Eine Partei, Niederlande reine VW,,8 (006) 0, Konfliktlinien / oo,0 + / ooo, + / o, ++ / oo,0 ++ / o, +++,0 WS 00/08 C..
6 Spanien: Mehrheitsbildende Verhältniswahl Partei PSOE PP IU CiU ERC PNV CC BNG CA EA NB Summe Stimmen (%),6,,,,,6 0,9 0,8 0, 0, 0, 00,0 Mandate Mandate (%) 6,9,,,9,,0 0,9 0,6 0, 0, 0, 00,0 0 Mandate Wahlkreise 9 kleine WK ( ) große WK (> 0) Sitze für IU nur in den größten WK (> ) typische Verteilungen in kleine WK: : in erwk (9 von 9) : in erwk (6 von 9) : in erwk (9 von 9) Sitze für Regionalparteien in WK davon WK > WS 00/08 C.. Faktoren des Wählerverhalten rationalistisches Modell Kandidatenorientierung Columbia School vorgelagerte Faktoren (z.b. Sozialstruktur) Parteiidentifikation Wahlentscheidung Cleavage Modell rationalistisches Modell Issue Orientierung Columbia School WS 00/08 C..
7 Ergebnissicherung Was ist bei der Verwendung der Begriffe Mehrheitswahl bzw. Verhältniswahl zu beachten? Wie stark beeinflussen Wahlsysteme den politischen Prozess? Welche Auswirkung hat die Wahlkreisgröße auf die Repräsentativität eines proportionalen Wahlsystems? WS 00/08 C.. Fragen für die nächste Sitzung Welche Funktionen haben Interessengruppen? Über welche Machtressourchen können Sie verfügen? Warum sind manche Interessengruppen mächtiger als andere? WS 00/08 C..
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