Operating System Kernels
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- Stefan Diefenbach
- vor 10 Jahren
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Transkript
1 Operating System Kernels von Patrick Bitterling 1
2 Themenübersicht -Eine Einleitung über Kernel -Begriffserklärung, Architekturen -Kernel Subsysteme -Prozess-Scheduling, Speichermanagement,... -Der Networking Stack -Alternativen zum Kernel -Das kernellose Betriebssystem KLOS 2
3 Begriffserklärung Kernel -Kernel auch Betriebssystemkern - Kern der meisten Betriebssystem -Regelt wichtige Bereiche wie z.b. Speicher- und Prozessverwaltung, Gerätetreiber, System- Aufrufe, Dateisystem -Dient als Schnittstelle zwischen Hard- und Software 3
4 Mikrokernel -Erste Kernel-Architektur -Kernel mit wenigen Funktionen -Erstellt Server um Software mehr Privilegien zu gewähren -Bei Serverabsturz bleibt das System stabil -Häufigere Kontextwechsel -Negativ für Geschwindigkeit 4
5 Monolithischer Kernel -Beinhaltet mehr Funktionen -Ist größer und liegt komplett im Speicher -Reduziert Kontextwechsel -Gut für Geschwindigkeit -Fehler haben größere Auswirkung (bis Systemabsturz) 5
6 Hybridkernel -Einiges im Kernelmodus, einiges im Benutzermodus -Kompromiss zwischen Mikrokernel und monolithischen Kernel -Möglichst wenige Kontextwechsel -Bei Serverabsturz kein Systemabsturz 6
7 Themenübersicht -Eine Einleitung über Kernel -Begriffserklärung, Architekturen -Kernel Subsysteme -Prozess-Scheduling, Speichermanagement,... -Der Networking Stack -Alternativen zum Kernel -Das kernellose Betriebssystem KLOS 7
8 Übersicht Kernel Subsysteme -Prozessmanagement/-scheduling -System Aufrufe -Interrupts -Kernelsynchronisation -Speichermanagement 8
9 Multitasking -Ein Prozess pro Prozessor(-kern) -Simulation von vielen parallel laufenden Prozessen -Heutzutage über preemptives Multitasking -Prozess kann jederzeit unterbrochen werden -Status des Prozesses wird gespeichert -Kann später an dieser Stelle fortgesetzt werden 9
10 Prozessmanagement / -scheduling Prozess-Nomenklatur Task Task Prozess beinhaltet Informationen Adressräume, PID,... Scheduling Linux FreeBSD W indows Vista Container (hat mind. 1 Thread) Ja Ja Ja CFS 4BSD (neu ULE) W TS Benutzt Timeslices Nein Ja Ja Eltern-Kind Beziehung Ja Ja Nein 10
11 Schedule mit Timeslice -Jeder Prozess bekommt eine Priorität - Höhere Priorität - Größeres Timeslice = mehr verfügbare Prozessorzeit - Darf Timeslice früher verbrauchen -Unterbrochener Prozess darf später Timeslice verbrauchen -Bei gleicher Priorität => Round Robin Verfahren -Neue Prioritätsberechnung 11
12 Completely Fair Scheduler (CFS) -Alle Prozesse gleich behandelt -Wartende Prozesse bekommen Gutschrift (wait_runtime) -Laufende Prozesse reduzieren ihr Gutschrift -Sind in einem Rot-Schwarz-Baum sortiert -Prozess mit höchster Gutschrift wird ausgeführt (ist ganz links im Baum) 12
13 Übersicht Kernel Subsysteme -Prozessmanagement/-scheduling -System Aufrufe -Interrupts -Kernelsynchronisation -Speichermanagement 13
14 Systemaufrufe -Ring-Schutzmechanismus -Ermöglichung von Sicherheitsstufen -Anwendungen sollen nicht direkt auf Hardware zugreifen können -Prozesse abschotten -Kommunikation zwischen den Ringen über Tore -Privilegierter Modus (Kernel-Modus) -Unprivilegierte Modi (Benutzer-Modi) 14
15 Systemaufrufe (2) -Anwendung braucht Privilegien aus Kernelmodus -Programmierschnittstelle (API) stellt Funktionen zur Verfügung -API schreibt Nummer ins EAX-Register -API sperrt EAX-Register und löst Software- Interrupt aus (Sprung in Kernelmodus) -EAX-Register wird ausgelesen -Entsprechende Aktion ausgeführt -Springe wieder zurück 15
16 Übersicht Kernel Subsysteme -Prozessmanagement/-scheduling -System Aufrufe -Interrupts -Kernelsynchronisation -Speichermanagement 16
17 Interrupts -Kurzfristige Unterbrechung eines Programms -Zeitkritische Arbeit ausführen -Hardwareinterrupt asynchron -Softwareinterrupt (Exception) synchron -Wiederaufnahme vom vorherigen Programm 17
18 Interrupts (2) ISR (Linux und Vista) - Interrupt in 2 Teile (Hälften) aufgeteilt - Die obere Hälfte nimmt Interrupt entgegen - Leitet Informationen zur unteren Hälfte - Obere Hälfte beendet Hardware Interrupt - Untere Hälfte führt die restliche Abarbeitung des Interrupt aus. 18
19 Interrupts (2) ISR (Linux und Vista) - Interrupt in 2 Teile (Hälften) aufgeteilt - Die obere Hälfte nimmt Interrupt entgegen - Leitet Informationen zur unteren Hälfte - Obere Hälfte beendet Hardware Interrupt - Untere Hälfte führt die restliche Abarbeitung des Interrupt aus. Interrupt Threads (FreeBSD) - Sind Threads mit hoher Priorität - Können von wichtigeren Threads unterbrochen (preemptiv) werden - Sperren von Ressourcen im Kernel einfacher als bei ISR 19
20 Übersicht Kernel Subsysteme -Prozessmanagement/-scheduling -System Aufrufe -Interrupts -Kernelsynchronisation -Speichermanagement 20
21 Kernelsynchronisation -Prozesse wollen dieselben Ressourcen beanspruchen -Kann zu schweren Fehlern führen (Race Condition) Zeitpunkt Transaktion 1 Gespeicherter W ert Transaktion 2 1 Lese Wert W W= Vermindere Wert W=1 Lese Wert W 3 Speichere W ert W =0 Erhöhe W ert W=2 Speichere Wert 21
22 Kernelsynchronisation (2) -Ressource muss geschützt werden -Erster Prozess sperrt Ressource (Spinlock oder Semaphor) Zeitpunkt Transaktion 1 Gespeicherter W ert Transaktion 2 1 Erlange Lock W= Lese Wert W W=1 Versuch Lock 3 Vermindere W ert W =1 Versuch Lock 4 Speichere W ert W =0 Versuch Lock 5 Gib Lock frei W =0 Erlange Lock W=0 Lese Wert W W=0 Erhöhe Wert W=1 Speichere Wert 22
23 Kernelsynchronisation (3) -Spinlocks lässt andere Prozesse aktiv Warten -Semaphor schickt andere Prozesse schlafen -Problem bei preemptiven Kernels -Lösung: atomare Operationen oder atomare Transaktionen -Vista: Synchronisationsobjekt anstatt Spinlocks -Objekte sagt wenn Ressource wieder verfügbar ist 23
24 Übersicht Kernel Subsysteme -Prozessmanagement/-scheduling -System Aufrufe -Interrupts -Kernelsynchronisation -Speichermanagement 24
25 Speichermanagement -Speichereinteilung in kleine Stückchen (Pages) -Können verschoben (swap) werden zwischen RAM und virtuellen Speicher (Festplatte) -Pages können von Prozessen geteilt werden -Speichereinteilung zwischen Benutzer- und Kernelmodus -Statisch (FreeBSD,Linux) oder dynamisch (Vista) -Speicher voll -> swap lange nicht benutzte Pages 25
26 Themenübersicht -Eine Einleitung über Kernel - Begriffserklärung, Architekturen -Kernel Subsysteme - Prozess-Scheduling, Speichermanagement,... -Der Networking Stack -Alternativen zum Kernel - Das kernellose Betriebssystem KLOS 26
27 Networking Stack -Softwareimplementierung einer Sammlung von Protokollen -Protokolle kommunizieren mit anderen Protokollen -> Schichtanordnung -Modell für diese Schichten (TCP/IP und OSI) -Unterste Ebene physikalische Übertragung -Höhere Ebene fügt neue Funktionen hinzu -Oberste Ebene bestimmt wie Programme diese Protokolle verwenden sollen 27
28 Themenübersicht -Eine Einleitung über Kernel - Begriffserklärung, Architekturen -Kernel Subsysteme - Prozess-Scheduling, Speichermanagement,... -Der Networking Stack -Alternativen zum Kernel <= - Das kernellose Betriebssystem KLOS 28
29 Alternative zu einen kernelbasierenden OS -Programmiere OS direkt für eine Hardwarekonfiguration -Früher auf einen Computer angepasst -Heute noch bei einigen Spielkonsolen und technischen Geräten wie z.b. Routern -Entwurf eines OS mit wenigen Kontextwechsel (verbrauchen Rechenzeit) -KLOS statt Kontextwechsel Segmentierung für ähnliche Sicherheit 29
30 Danke fürs Zuhören 30
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