Lehrberufe der Amstein + Walthert AG

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1 Lehrberufe der Amstein + Walthert AG Elektroplaner/in EFZ Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ Gebäudetechnikplaner/in Lüftung EFZ Gebäudetechnikplaner/in Sanitär EFZ Version 04 / 13. Juni 2014 Amstein + Walthert AG, Andreasstrasse 11, Postfach, CH-8050 Zürich Telefon , Fax ,

2 Inhaltsverzeichnis 1 Die Amstein + Walthert AG Allgemeines Eine Lehre bei Amstein + Walthert AG Allgemeines über die Planerberufe Was macht eigentlich ein Planer? Voraussetzungen für die Planerberufe Zukunftsperspektiven des Planers Elektroplaner Gebäudetechnikplaner Heizung Gebäudetechnikplaner Lüftung Gebäudetechnikplaner Sanitär Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 2/12

3 1 Die Amstein + Walthert AG 1.1 Allgemeines Die Amstein + Walthert Gruppe mit ihren rund 650 Mitarbeiter/innen zählt zu den Schweizer Marktführern im Bereich Consulting und Engineering. Standorte befinden sich in Zürich, Frauenfeld, St.Gallen, Chur, Buchs, Basel, Bern, Lausanne, Genf, Sion und Lyon. Abb. 1 Standorte Amstein + Walthert Unsere Ingenieure, Planer und Berater bearbeiten verschiedenste Bauprojekte wie Hotels, Bürogebäude, Wohnbauten, Industriebauten etc. Dabei handelt es sich sowohl um Neubauten als auch um Sanierungen. Die Amstein + Walthert AG setzt sich in Ihrer Arbeit für Energie-Effizienz, Eleganz im Design, Sorgfältigkeit in der Planung sowie für ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit ein. 1.2 Eine Lehre bei Amstein + Walthert AG Wir bilden Lernende in den folgenden Berufen aus: Elektroplaner/in EFZ Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ Gebäudetechnikplaner/in Lüftung EFZ Gebäudetechnikplaner/in Sanitär EFZ Motivierte Lernende profitieren bei uns von einem Bonus, welcher sich nach Leistung und Berufsschulnoten berechnet und zusätzlich zum Lernendenlohn ausbezahlt wird. Wir haben versucht, in diesem Dokument die einzelnen Lehrberufe möglichst genau zu beschreiben. Bitte beachten Sie, dass der Begriff Lernende bzw. Gebäudetechnikplaner oder Planer in diesem Dokument sowohl für junge Frauen als auch für junge Männer gilt. Der Einfachheit halber wird die männliche Form verwendet. Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 3/12

4 2 Allgemeines über die Planerberufe 2.1 Was macht eigentlich ein Planer? Die Amstein + Walthert AG bildet Elektroplaner und Gebäudetechnikplaner der Fachrichtungen Heizung, Lüftung und Sanitär aus. Nachfolgend sind die typischen allgemeinen Tätigkeiten der Planer beschrieben. Ein Planer plant die gebäudetechnischen Installationen (Apparate, Rohre, Kanäle, Kabel, Anlagen etc.) eines Gebäudes, sei dies bei einem Umbau eines bestehenden Gebäudes oder bei einem Neubau. Normalerweise arbeitet man in einem Team mit einem Projektleiter und weiteren Planern zusammen. Gemeinsam erarbeitet man die bestmögliche Lösung für den Bauherrn. Abb. 2 Besprechungen gehören zum Alltag des Planers Die Wünsche von Vorgaben des Bauherrn werden aufgenommen und ein Vorprojekt erstellt. Welche Installationen in welcher Grösse nötig sind, berechnet der Planer anhand der Ansprüche des Bauherrn sowie anhand von Vorschriften und Richtlinien von Behörden etc. Er stellt die benötigten Installationen in einem Dokument, der Submission, sowie dem Projektplan zusammen. Anhand der Submission werden später diverse Unternehmer angefragt, ein Angebot für die Lieferung und Montage der gebäudetechnischen Installationen und Anlagen einzureichen. Der Planer kontrolliert und vergleicht die eingereichten Angebote und gibt dem Bauherrn eine Empfehlung ab. Mittels einem Computerprogramm namens CAD (Computer Aided Design) zeichnet man die technischen Installationen in die Architekturpläne des Architekten ein. Dabei sind die Installationen der anderen Planer zu berücksichtigen, was in enger Zusammenarbeit mit diesen geschieht. Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 4/12

5 Abb. 3 Mit dem Plotter werden die Pläne ausgedruckt Mit den erstellten Plänen werden die Installationen schliesslich auf der Baustelle montiert. Ebenfalls eine Aufgabe des Planers ist, die Baustelle von Zeit zu Zeit zu besuchen und zu kontrollieren, ob die Installationen richtig montiert wurden und die Montagen gemäss Terminprogramm sowie vorschriftsgemäss erfolgen. Neben den planerischen und zeichnerischen Tätigkeiten kommuniziert der Planer per und Telefon mit Architekten, Bauherren und Monteuren und steht für Rückfragen zur Verfügung. Der Planer nimmt regelmässig an internen und externen Sitzungen teil und schreibt nach Bedarf Briefe, Berichte und Protokolle. 2.2 Voraussetzungen für die Planerberufe Wer Elektroplaner oder Gebäudetechnikplaner werden will, muss vor allem Freude an Zahlen, Berechnungen, Technik und am genauen Arbeiten haben. Ebenso wichtig ist ein ausgeprägtes 3D-Vorstellungsvermögen. Zudem ist Teamgeist ebenso entscheidend wie Geschick im Umgang mit Bauherren und Architekten, welche durch die Planer beraten werden. 2.3 Zukunftsperspektiven des Planers Nach bestandener Lehrabschlussprüfung kann eine Höhere Fachschule (Techniker HF) und mit der Berufsmaturität sogar ein Fachhochschulstudium absolviert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Höhere Fachprüfung abzuschliessen. Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 5/12

6 3 Elektroplaner Der Elektroplaner plant die elektrischen Installationen eines Gebäudes nach den Bedürfnissen des Auftraggebers. Vom Elektroplaner wird ein breites Fachwissen verlangt, was den Beruf äusserst interessant macht. Er befasst sich mit Mittelspannung, Starkstrom, Schwachstrom, Erdung, Telefontechnik, Sicherheitsanlagen und hat verschiedenste Normen betreffend Personen- und Sachenschutz sowie Arbeitssicherheit zu befolgen. Zusammen mit dem Auftraggeber werden zuerst detailliert die Bedürfnisse für Medienversorgung und Infrastruktur aufgenommen und schriftlich festgehalten. Anhand der Vorgaben erstellt der Elektroplaner Prinzipschemas. Damit werden Elektrische Anlagen und Installationen in vereinfachter übersichtlicher Form dargestellt. Prinzipschemas werden für verschiedenste Gewerke wie Mittelspannung, Starkstrom, Erdung, Leitsystem, Sicherheitsanlagen, Telefon- und R/TV-Antennenanlagen erstellt. Abb. 4 Prinzipschema Elektro Im Elektroschema werden die Elektrischen Anlagen und Schaltschränke schliesslich exakt abgebildet. Mit diesen Grundlagen werden im CAD die Installationspläne anhand der Architekturgrundrisse gezeichnet. Dabei müssen Verteilungen eingezeichnet und einzelne Installationen genau positioniert werden, wie z.b. Steckdosen, Bewegungsmelder und Leuchten. Der Elektriker, welcher später nach diesen Plänen auf der Baustelle montiert, weiss somit, wo genau er die Apparate, Rohre und andere Komponenten platzieren muss. Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 6/12

7 Abb. 5 Ein Elektroplaner bei der Arbeit Der Elektroplaner dimensioniert auch Rohre und Kabelkanäle, so dass die benötigten Kabel und Drähte darin Platz haben. Das Gleiche gilt für das Dimensionieren der Kabel und Drahtquerschnitte, damit die verlangte Stromstärke gefahrlos übertragen werden kann. Hier kommen die Vorschriften, die man in der Schule lernt, zur Anwendung. Weitere Herausforderungen können das Planen von Stromversorgungsanlagen für ganze Wohn- und Industriegebiete, Transformatorenstationen, öffentliche Beleuchtungsanlagen usw. sein. Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 7/12

8 4 Gebäudetechnikplaner Heizung Der Gebäudetechnikplaner Heizung plant die Heizungsanlagen und wärmetechnischen Installationen in einem Gebäude und sorgt so für behagliche Wärme. Der Gebäudetechnikplaner Heizung kennt alle Heizungssysteme, von der einfachen Raumheizung über Wärmepumpen und Alternativenergieanlagen bis zur Fernheizung und Prozessanlagen und kann aus einem vielfältigen Angebot, wie Umgebungswärme, Erdgas, Heizöl, Elektrizität, Kohle und Holz den zweckmässigsten Energieträger ermitteln. Er kennt die verschiedenen Baumaterialien und weiss deren Eigenschaften einzubeziehen. Bei der Planung werden die Einsatzmöglichkeiten von erneuerbaren Energien überprüft und auf diese Weise viel zum Umweltschutz beigetragen. Abb. 6 Berechnungen in der Heizungsplanung In der Planungsphase werden in Gesprächen mit Architekten und Bauherren deren Vorstellungen und Anforderungen der zu planenden Heizungsanlage aufgenommen. Anschliessend projektiert der Gebäudetechnikplaner Heizung eine den Wünschen entsprechende, sowie den baulich und wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasste Heizungsanlage. Daneben sind Kostenberechnungen und Kostenvergleiche anzustellen sowie die Offerten (Submission) auszuarbeiten. Die Gebäudetechnikplaner Heizung führen alle für die Ausführung nötigen Berechnungen, wie z.b. den Wärmebedarf, durch und zeichnen die Pläne für die Herstellung und Montage der Anlagen auf CAD. Weiter nötig ist die Erstellung eines Prinzipschemas, woraus die Funktionsweise der Heizungsanlagen ersichtlich ist. Abb. 7 Prinzipschema Heizung Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 8/12

9 5 Gebäudetechnikplaner Lüftung Luft ist das Medium, das uns am Leben hält. Wir atmen sie, riechen sie und spüren sie auf der Haut. Je besser die Luft und das Klima, desto besser ist unser Befinden und unsere Leistungsfähigkeit. Schlechte Luft sorgt für dicke Luft und rauchende Köpfe. Doch gute Luft ist längst keine Selbstverständlichkeit. Schon gar nicht im Gebäude. Gebäudetechnikplaner Lüftung stellen mit Ihrer Planung sicher, dass Wohnräume, Büros, Labors, Restaurants, Hotels und Spitäler mit einwandfreier Luft versorgt werden. Auch in Sachen Energieeffizienz leisten Gebäudetechnikplaner Lüftung einen grossen Beitrag. Abb. 8 Gebäudetechnikplanerin Lüftung bei der Arbeit am CAD Gebäudetechnikplaner Lüftung arbeiten nie alleine an einem Projekt. Vom Architekten erhalten sie Pläne, in welche sie ihre Lüftung zeichnen. Bei Situationen, welche zum Beispiel aus Platzgründen nicht funktionieren muss direkt mit dem Architekt eine Lösung gesucht werden. Im Projekt sind die Fachrichtungen Heizung, Sanitär und Elektro immer vertreten. Mit Hilfe ihrer Pläne und an Sitzungen mit ihnen ist es das Ziel, die Lüftung ohne Kreuzungen durch das Gebäude zu führen. Wenn alle Teile der Anlage ausgelegt und geplant sind und die Lüftung mit den restlichen Gewerken übereinstimmt, kann man mit der Ausführung beginnen. Dies bedeutet, dass ein Unternehmer gesucht wird, welcher die Anlage montiert. Die Pläne werden dem Unternehmer zugestellt und gelangen auf die Baustelle. Alle Abklärungen und Ideen, welche in die Planung eingeflossen sind werden nun umgesetzt. Als Gebäudetechnikplaner Lüftung ist es schön zu sehen, wie seine monate- sogar jahrelange Planung auf der Baustelle verwirklicht wird. Zu Beginn gibt es Beratungen mit der Bauherrschaft und dem Architekten. Dabei werden allgemeine Entscheidungen gefällt und Grundlagen definiert. Weitere Sitzungen folgen erst im Laufe der Planung zwischen den verschiedenen Gewerken und der Bauleitung. Gebäudetechnikplaner Lüftung kennen die verschiedenen Lüftungssysteme sowie deren Vor- und Nachteile. Neben den technischen Aspekten der Lüftungsanlagen müssen sie in sichtbaren Installationen auch visuell etwas hergeben. Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 9/12

10 Beim Projektieren werden die Dimensionen der Luftleitungen und den dazugehörenden Apparaten festgelegt. Mittels der ausgelegten Bauteile und mit Hilfe des Architekturplanes, kann man die Anlage nun im entsprechenden Zeichnungsprogramm darstellen. Abb. 9 Lüftungskanäle in 3D Als Gebäudetechnikplaner Lüftung ist es eine Herausforderung, das Lüftungsgerät in der Technikzentrale unterzubringen und die verhältnismässig grossen Kanäle durch das Gebäude zu führen. Es gibt auch Nutzungen mit speziellen Anforderungen an lufttechnische Anlagen, wie zum Beispiel: Grossküchen, Labors, Serverräume oder Garagen. Zum Lösen solcher Aufgaben ist ein gutes technisches Verständnis und Kreativität notwendig. Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 10/12

11 6 Gebäudetechnikplaner Sanitär Abb. 10 In den Katalogen der Hersteller sind die Apparate und Armaturen zu finden Der Gebäudetechnikplaner Sanitär plant die sanitären Installationen in einem Gebäude und sorgt damit für Hygiene und Komfort. Ebenfalls zum Gebiet der Gebäudetechnikplaner Sanitär gehören die Nasslöschanlagen (Sprinkleranlagen) und die Spezialgase, wie z.b. für die Medizinaltechnik und Gaslöschanlagen. Gebäudetechnikplaner Sanitär als Berater der Bauherrschaft und Architekten kennen die geltenden Normen und Vorschriften und berücksichtigen diese. Sie kennen alle Sanitärsysteme, von der einfachen Sanitärinstallation eines Einfamilienhauses oder Werkstatt bis zu komplexen Industrieanlagen, Spitälern, Rechenzentren und Banken. Das Wissen der verschiedenen Baumaterialien und deren Eigenschaften ist ebenfalls massgebend bei der Planung einer Sanitäranlage. Ebenso kennt der Gebäudetechnikplaner Sanitär die Angebote der Armaturen- und Apparatehersteller. In der Planungsphase werden in Gesprächen mit Architekten und Bauherren deren Vorstellungen und Anforderungen der zu planenden Sanitäranlage aufgenommen. Anschliessend werden die besprochenen Grundlagen in einem Vorprojekt den Wünschen entsprechend erarbeitet sowie den baulich und wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Gleichzeitig werden die Kostenberechnungen und Kostenvergleiche sowie umwelttechnisch sinnvolle Varianten wie Regenwassernutzung, Sonnenkollektorensysteme und Wärmerückgewinnung erarbeitet. Somit beschränkt sich die Arbeit nicht nur darauf, das Wasser ins Haus zu bringen, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen. Abb. 11 Sanitärschema Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 11/12

12 Anschliessend beschäftigt sich der Sanitärplaner mit der Detailbearbeitung. Es werden alle für die Ausführung nötigen Berechnungen erarbeitet und die Pläne für die Eingabe an die Behörden sowie für die Herstellung und Montage der Anlagen im CAD erstellt. Daten/zg/bereich/lernendenwesen/divers/reglemente_weisungen 12/12

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