Informationssystem Produktkosten- Controlling (CO-PC-IS)
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- Marielies Schmitz
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1 Informationssystem Produktkosten- Controlling (CO-PC-IS) HELP.COPCIS Release 4.6C
2 SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher Form auch immer, ohne die ausdrückliche schriftliche Genehmigung durch SAP AG nicht gestattet. In dieser Publikation enthaltene Informationen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die von SAP AG oder deren Vertriebsfirmen angebotenen Software-Produkte können Software- Komponenten auch anderer Software-Hersteller enthalten. Microsoft, WINDOWS, NT, EXCEL, Word, PowerPoint und SQL Server sind eingetragene Marken der Microsoft Corporation. IBM, DB2, OS/2, DB2/6000, Parallel Sysplex, MVS/ESA, RS/6000, AIX, S/390, AS/400, OS/390 und OS/400 sind eingetragene Marken der IBM Corporation. ORACLE ist eine eingetragene Marke der ORACLE Corporation. INFORMIX -OnLine for SAP und Informix Dynamic Server TM sind eingetragene Marken der Informix Software Incorporated. UNIX, X/Open, OSF/1 und Motif sind eingetragene Marken der Open Group. HTML, DHTML, XML, XHTML sind Marken oder eingetragene Marken des W3C, World Wide Web Consortium, Massachusetts Institute of Technology. JAVA ist eine eingetragene Marke der Sun Microsystems, Inc. JAVASCRIPT ist eine eingetragene Marke der Sun Microsystems, Inc., verwendet unter der Lizenz der von Netscape entwickelten und implementierten Technologie. SAP, SAP Logo, R/2, RIVA, R/3, ABAP, SAP ArchiveLink, SAP Business Workflow, WebFlow, SAP EarlyWatch, BAPI, SAPPHIRE, Management Cockpit, mysap.com Logo und mysap.com sind Marken oder eingetragene Marken der SAP AG in Deutschland und vielen anderen Ländern weltweit. Alle anderen Produkte sind Marken oder eingetragene Marken der jeweiligen Firmen. 2 April 2001
3 SAP AG Symbole Symbol Bedeutung Achtung Beispiel Empfehlung Hinweis Syntax Tip April
4 SAP AG Inhalt... 9 Informationssystem Produktkosten-Controlling...10 Aufbau des Informationssystems CO-PC Berichtskategorien Verdichtete Analyse Objektliste Detailberichte Objektvergleiche Weitere Berichte Infosystem Produktkostenplanung Verdichtete Analyse: Kalkulationslauf Ergebnisse Kalkulationslauf Preis vs. Kalkulation Abweichungen Kalkulationsläufe Objektliste zum Material Analyse / Vergleich von Materialkalkulationen Anzeige zu kalkulierender Materialien Objektliste zur Musterkalkulation Übersicht Musterkalkulationen Verwendungsnachweis von Musterkalkulationen Detailberichte zum Material Bewertete Strukturstückliste Kostenelemente Partnerschichtung Kostenarten Einzelnachweis Detailberichte zur Musterkalkulation Bewertete Strukturstückliste Einzelnachweis Mehrstufige Auflösung einer Musterkalkulation Detailberichte zur Kundenauftragskalkulation Bewertete Strukturstückliste Kostenelemente Kostenarten Einzelnachweis Objektvergleiche zum Material Materialkalkulation vs. Auftragsvorkalkulation...63 Kostenelemente - Vergleich Kostenarten - Vergleich Einzelnachweis-Vergleich Objektvergleiche zur Einzelkalkulation Kalkulationsberichte im Hintergrund drucken Infosystem Kostenträgerrechnung April 2001
5 SAP AG Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Kostenanalyse Infosystem Periodisches Produkt-Controlling Kennzahlen im Periodischen Produkt-Controlling Verdichtete Analyse Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Unterschiede der Verdichtungsverfahren Produktrecherche Produktgruppe in der Produktrecherche Produktgruppe CO anlegen Datenbeschaffung Produktrecherche Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen Abweichungsanalyse Soll / Ist / Produktionsabweichungen Soll / Ist - Vergleich Abweichungskategorien Ware in Arbeit Istkosten Verdichtungshierarchie Verdichtungshierarchien pflegen Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Kostenträgerhierarchie Kostenträgerhierarchie im Informationssystem Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie durchführen Objektliste Auftragsselektion Selektionsparameter der Auftragsselektion Anzeigefelder der Ergebnisliste Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung Übersicht Verdichtungshierarchien Übersicht Kostenträgerhierarchien Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen Detailberichte Detailberichte zu Produktkostensammlern Kostenträgerhierarchie: Detailberichte zum Erfassungsobjekt Objektvergleiche Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Weitere Berichte: Einzelposten Infosystem Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Verdichtete Analyse April
6 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Unterschiede der Verdichtungsverfahren Verdichtungshierarchie Verdichtungshierarchien pflegen Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Produktrecherche Produktgruppe in der Produktrecherche Produktgruppe CO anlegen Datenbeschaffung Produktrecherche Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen Abweichungsanalyse Soll / Ist / Produktionsabweichungen Soll / Ist - Vergleich Plan / Ist - Vergleich Abweichungskategorien Ware in Arbeit Plankosten Istkosten Objektliste Auftragsselektion Selektionsparameter der Auftragsselektion Anzeigefelder der Ergebnisliste Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung Übersicht Verdichtungshierarchien Detailberichte Detailberichte zu Aufträgen Auftragsnetz im Infosystem Objektvergleiche Materialkalkulation vs. Auftragsvorkalkulation Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Weitere Berichte: Einzelposten Infosystem Kundenauftrags-Controlling Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling Verdichtete Analyse Verdichtungshierarchie Verdichtungshierarchien pflegen Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Objektliste April 2001
7 SAP AG Kundenauftragsselektion Auftragsselektion Selektionsparameter der Auftragsselektion Anzeigefelder der Ergebnisliste Anzeige zu kalkulierender Kundenauftragspositionen Detailberichte Kundenauftrag mit zugeordneten Aufträgen Detailberichte zur Kundenauftragsposition Detailberichte zur Kundenauftragskalkulation Bewertete Strukturstückliste Kostenelemente Kostenarten Einzelnachweis Weitere Berichte: Einzelposten Infosystem Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Kennzahlen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Verdichtete Analyse Verdichtungshierarchie Verdichtungshierarchien pflegen Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Objektliste Auftragsselektion Selektionsparameter der Auftragsselektion Anzeigefelder der Ergebnisliste Übersicht Verdichtungshierarchien Detailberichte Detailberichte zu Aufträgen Objektvergleiche Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Weitere Berichte: Einzelposten Infosystem Istkalkulation/Material-Ledger Objektliste Preise und Bestandswerte Materialien nach Periodenstatus Materialien mit höchster Verrechnungspreisdifferenz Materialien mit höchstem Bestandswert Detailberichte Materialpreisanalyse Materialpreise und Bestandswerte über mehrere Perioden Vorgangshistorie zum Material Kostenelemente zum Preis April
8 SAP AG Weitere Berichte Material-Ledger-Beleg Preisänderungsbeleg Besondere Abwicklungen und deren Auswirkung im Infosystem Arbeiten mit Extrakten Kuppelproduktion im Informationssystem Mischkalkulation im Informationssystem Auftragsnetz im Infosystem Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen April 2001
9 SAP AG Informationssystem Produktkosten-Controlling (CO-PC- IS) April
10 SAP AG Informationssystem Produktkosten-Controlling Informationssystem Produktkosten-Controlling Einsatzmöglichkeiten Die Komponente CO-PC-IS (Informationssystem Produktkosten-Controlling) stellt ein leistungsfähiges Berichtsspektrum für die folgenden Bereiche zur Verfügung: Produktkostenplanung Kostenträgerrechnung mit den Unterkomponenten Periodisches Produkt-Controlling Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Kundenauftrags-Controlling Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen Istkalkulation/Material-Ledger Mit dem Informationssystem können Sie die in den jeweiligen Komponenten erzeugten Daten auswerten. Es unterstützt sowohl wiederkehrende standardmäßige Auswertungen als auch Berichte zu speziellen Fragestellungen. Integration Das Informationssystem ist Bestandteil der Produktkostenplanung, der Anwendungskomponenten der Kostenträgerrechnung und der Istkalkulation / Material-Ledger. Funktionsumfang Die Standardauslieferung des Informationssystems des Produktkosten-Controlling ist ein strukturierter Berichtsvorrat, aus dem Sie diejenigen Berichte auswählen können, die Sie für Ihr Berichtswesen benötigen. Die im R/3-System ausgelieferten Standardberichte werden in einer von SAP vordefinierten Struktur angeboten. Diese Struktur können Sie individuell verändern und um selbst erstellte Berichte ergänzen. Die Dokumentation zum Informationssystem Produktkosten-Controlling orientiert sich an der Strukturierung des SAP-Menüs. Dadurch soll ein leichtes Auffinden gewünschter Informationen in der Dokumentation gewährleistet werden, da die Navigation in der Dokumentation analog zur Navigation innerhalb des Menüs erfolgen kann. 10 April 2001
11 SAP AG Aufbau des Informationssystems CO-PC Aufbau des Informationssystems CO-PC Struktur Der Menüaufbau des Standardinformationssystems des Produktkosten-Controllings spiegelt die Komponentenhierarchie wieder. Jede Anwendungskomponente des Produktkosten-Controllings wird durch eine Stufe repräsentiert. Von dort aus können Sie in die einzelnen Berichte verzweigen. Inform ationssystem CO-PC Produktkostenplanung Kostenträgerrechnung Istkalkulation/ M aterial-ledger Periodisches Produkt-Controlling A uftragsbezogenes Produkt- Controlling Kundenauftrags- Controlling Controlling für im m aterielle G üter und Dienstleistungen Verdichtete Analyse O bjektliste D etailberichte O bjektvergleiche W eitere Berichte In den Informationssystemen der einzelnen Anwendungskomponenten werden alle Berichte innerhalb einer Komponente zentral gesammelt die Berichte gegliedert Die Informationssysteme der einzelnen Anwendungskomponenten enthalten die folgenden Berichtskategorien [Seite 13]. In zweiter Ebene sind die Berichtsinhalte unter den Berichtskategorien angesiedelt. Integration Sie können folgende Berichtstypen den Informationssystemen der einzelnen Anwendungskomponenten zuordnen: Report Writer/Painter-Berichte Recherche-Berichte ABAP Reports Transaktionen April
12 SAP AG Aufbau des Informationssystems CO-PC 12 April 2001
13 SAP AG Berichtskategorien Berichtskategorien Verwendung Die Berichtskategorien untergliedern die Informationssysteme der einzelnen Anwendungskomponenten auf der ersten Ebene nach typischen Fragestellungen. Funktionsumfang Es gibt folgende Berichtskategorien: Verdichtete Analyse [Seite 14] Objektliste [Seite 15] Detailberichte [Seite 16] Objektvergleiche [Seite 17]Weitere Berichte [Seite 18] April
14 SAP AG Verdichtete Analyse Verdichtete Analyse Definition In der Berichtskategorie Verdichtete Analyse finden Sie Berichte, die aggregierte Daten anzeigen. So können Sie beispielsweise Soll-/Istvergleiche auf Produktgruppenebene durchführen. Verwendung Verdichtete Analysen sind in Abhängigkeit vom Berichtswerkzeug über feste Strukturen oder frei definierbare Strukturen möglich. Struktur Innerhalb der Berichtskategorie Verdichtete Analyse sind die Berichte nach Berichtsinhalten, Berichtswerkzeugen und Objekten gegliedert. Siehe auch: Unterschiede der Verdichtungsverfahren [Seite 185] Verdichtungshierarchie [Seite 326] Produktrecherche [Seite 205] Kostenträgerhierarchie [Seite 137] 14 April 2001
15 SAP AG Objektliste Objektliste Definition In der Berichtskategorie Objektliste haben Sie die Möglichkeit, Listen von Kalkulationsobjekten unter Mitgabe bestimmter Selektionskriterien zu erzeugen (z.b. Aufträge einer bestimmten Auftragsart, Kalkulationen zum Material). Verwendung Wenn Sie z.b. ein bestimmtes Objekt suchen, aber nicht die genaue Bezeichnung kennen, können Sie mit Hilfe der Objektlisten die gesuchten Objekte nach bestimmten Kriterien selektieren und damit eine Liste aller in Frage kommender Objekte erzeugen. Von dieser Liste können Sie i.d.r. in einen Detailbericht verzweigen. Struktur Unter der Berichtskategorie Objektliste finden Sie die einzelnen Berichte zur Selektion der verschiedenen Kalkulationsobjekte. Objektlisten können erzeugt werden mit Hilfe der Auftragsselektion oder der Kundenauftragsselektion. Es gibt jedoch Objektlisten, die sich anderer Selektionsverfahren bedienen. So können Sie beispielsweise im Informationssystem der Produktkostenplanung eine Liste aller zu kalkulierenden Materialien anzeigen. Siehe auch: Auftragsselektion [Seite 344] Kundenauftragsselektion [Seite 286] April
16 SAP AG Detailberichte Detailberichte Definition In der Berichtskategorie Detailberichte finden Sie Berichte, die Ihnen Daten zu einzelnen Kalkulationsobjekten (wie z.b. Aufträgen, Kalkulationen, Kundenauftragspositionen) liefern. Verwendung Wenn Sie Detailinformationen zu einem bestimmtem Kalkulationsobjekt suchen, können Sie mit Hilfe der Detailberichte diese Informationen bekommen. Möchten Sie z.b. die Plan- und Istkosten für einen bestimmten Auftrag anzeigen, so finden Sie diesen Bericht unter der Kategorie Detailberichte. Struktur Innerhalb der Berichtskategorie Detailberichte sind die Berichte nach Kalkulationsobjekten gegliedert. Folgende Detailberichte bedienen sich der Kostenanalyse: zum Produktkostensammler zu Kostenträgerhierarchien zu Produktionsaufträgen zu Kundenauftragspositionen zum Kostenartenbericht zur Kundenauftragsposition Folgende Detailberichte bedienen sich nicht der Kostenanalyse: zu Produktionskampagnen 16 April 2001
17 SAP AG Objektvergleiche Objektvergleiche Definition In der Berichtskategorie Objektvergleiche finden Sie Berichte, mit deren Hilfe Sie Kalkulationsobjekte miteinander vergleichen können. Verwendung Zum Beispiel können Sie in der Produktkostenplanung eine Plankalkulation mit einer Sollkalkulation vergleichen. Innerhalb des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings können Sie z.b. die Daten zweier Produktionsaufträge miteinander vergleichen. Struktur Unter der Berichtskategorie Objektvergleiche finden Sie die einzelnen Objektvergleichsberichte. April
18 SAP AG Weitere Berichte Weitere Berichte Definition In der Berichtskategorie Weitere Berichte finden Sie Berichte, die keiner anderen Kategorie zugeordnet sind. Hier befinden sich unter anderem verschiedene Arten von Einzelpostenberichten. Es stehen Ihnen z.b. Berichte für die Selektion von Isteinzelposten, Obligoeinzelposten, Einzelposten der WIP/Ergebnisermittlung sowie für die Abweichungsermittlung zur Verfügung. 18 April 2001
19 SAP AG Infosystem Produktkostenplanung Infosystem Produktkostenplanung Definition Beschreibung der im Standard vorhandenen Berichte zur Produktkostenplanung [Extern] Verwendung Sie können die Berichte der Produktkostenplanung verwenden, um die Zusammensetzung und Herkunft der kalkulierten Herstell- und Selbstkosten nach den unterschiedlichsten Fragestellungen zu analysieren: Analyse der Ergebnisse: Einzelnachweis Kostenschichtung Partneranteile Vergleichsberichte Kostenarten... Materialeinzelkosten + Fertigungseinzelkosten + Materialgemeinkosten +Fertigungsgemeinkosten = Herstellkosten + V-V-Kosten = Selbstkosten * Welche Fertigungslinie ist die günstigste? * Wie hoch ist der Gemeinkostenanteil an den Gesamtkosten? * Wie sind die Kosten gestiegen und was war der Grund? * Wieviel billiger kann ich durch höhere Stückzahlen produzieren? * * * * Bereitstellung von Informationen: Preisuntergrenze für Verkauf Preise für den Materialstamm Deckungsbeitragsrechnung Make or Buy - Entscheidungen Sie können diese Berichte verwenden zur Aufbereitung und Analyse der Kalkulationsergebnisse von Materialkalkulationen (mit und ohne Mengengerüst) Musterkalkulationen Kundenauftragskalkulationen Sie können die Kalkulationsergebnisse von Materialkalkulationen als Preise, z.b. als Standardpreis, in den Materialstamm übernehmen. Bevor Sie die Kalkulationsergebnisse im Materialstamm fortschreiben, sollten Sie mit Hilfe der Berichte im Informationssystem die Kalkulationsergebnisse überprüfen. Unter der Kategorie Verdichtete Analyse finden Sie z.b. den Bericht Preis vs. Kalkulation, mit dem Sie die Ergebnisse eines Kalkulationslaufes mit einem Preis im Materialstamm vergleichen können. April
20 SAP AG Infosystem Produktkostenplanung Struktur Die verschiedenen Berichte sind Berichtskategorien zugeordnet, um Ihnen eine konsistente Navigation im Informationssystem des Produktkosten-Controllings zu ermöglichen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Aufbau des Informationssystems CO-PC [Seite 11] und Berichtskategorien [Seite 13]. Sie können die vorhandenen Berichte an Ihre Anforderungen anpassen, oder auch neue, eigene Berichte hinzufügen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Kundenspezifische Anpassung des Informationssystems [Extern]. Siehe auch: Bei einigen Abwicklungen innerhalb des Produktkosten-Controlling sind Besonderheiten im Berichtswesen zu beachten. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Weitere Berichte und besondere Abwicklungen [Extern]. Ziele der Produktkostenplanung [Extern] Ermittlung der Herstell- und Selbstkosten [Extern] Bereitstellung von Informationen für andere SAP-Anwendungen [Extern] Zeitpunkt und Zweck der Kalkulation [Extern] 20 April 2001
21 SAP AG Verdichtete Analyse: Kalkulationslauf Verdichtete Analyse: Kalkulationslauf Definition Berichte zur Analyse von Kalkulationsläufen [Extern] Ein Kalkulationslauf wird bei größerem Datenvolumen i.d.r. über Nacht im Hintergrund ausgeführt. Deshalb ist es wichtig, schnell einen Überblick über die Ergebnisse des Kalkulationslaufes zu bekommen. So ist z.b. von Interesse, welche Kalkulationen fehlerhaft waren oder welche Kalkulationsergebnisse stark vom Bewertungspreis (Standardpreis bzw. gleitender Durchschnittspreis) des jeweiligen Materials abweichen. Verwendung Im Standard stehen Ihnen drei Varianten dieses Berichtes zur Verfügung: Ergebnisse Kalkulationslauf: [Seite 24] Sie können das Ergebnis eines bzw. mehrerer Kalkulationsläufe anzeigen. Preis vs. Kalkulation: [Seite 25] Sie können die selektierten Kalkulationen mit einem auswählbaren Preis aus dem Materialstamm vergleichen. Sie können z.b. die voraussichtliche Umbewertung der Lagerbestände prüfen, die durch die Freigabe der selektierten Kalkulationen hervorgerufen würde. Abweichungen Kalkulationsläufe: [Seite 28] Sie können zwei Kalkulationsläufe miteinander vergleichen. Jede dieser Berichtsvarianten hat ein eigenes Selektionsbild, in welchem Sie Angaben mitgeben, nach welchen Kriterien Objekte bzw. Daten für den Bericht selektiert werden. Sie können über alle Selektionen jederzeit alle zur Verfügung stehenden Selektionsmöglichkeiten (Felder) anzeigen eigene Selektionsbilder entsprechend Ihren Anforderungen definieren. Weitere Informationen finden Sie unter Selektionsvarianten anlegen [Extern] Das Feld Materialstammpreis Elementesicht Layout können Sie nutzen, um einen Preis aus dem Materialstamm auszuwählen und diesen Preis mit dem Kalkulationswert der kalkulierten Materialien zu vergleichen. Sie können in der Berichtsanzeige bei Bedarf die Kennzahl Kalk-Preis auswählen, um die Abweichungen zwischen dem kalkulierten Preis und dem gewählten Materialstammpreis anzuzeigen. die gewünschte Elementesicht [Extern] einzugeben. Die angezeigten Elementegruppen [Extern] und deren Werte sind von der Elementesicht abhängig. ein selbst definiertes Layout einzugeben. Der Bericht wird mit dem Layout, das hier eingetragen ist, gestartet. Geben Sie kein Layout ein, so wird vom System dynamisch ein passendes Layout ermittelt. April
22 SAP AG Verdichtete Analyse: Kalkulationslauf Folgende Zusatzeinstellungen können Sie unabhängig von der Berichtsvariante bei der Berichtsausführung mitgeben: Über Zusätze Währung setzen Elementegruppe aktivieren Berichtskopf ausblenden Selektionsumfang Extrakte können Sie wählen, ob die Kalkulationsergebnisse in Kostenrechnungsoder Buchungskreiswährung angezeigt werden sollen. wählen, welche Elementegruppe [Extern] herangezogen werden soll (Elementegruppe 1 oder 2) die Kopfinformationen zum Bericht wahlweise aus- oder einblenden bestimmen, welche Materialkalkulationen angezeigt werden. Sie können z.b. nur Kalkulationen mit Mengengerüst oder nur additive Kalkulationen anzeigen. Layouts Um lange Laufzeiten bei jedem erneuten Berichtsaufruf zu vermeiden, können Sie die selektierten Berichtsdaten über Extrakt auch als Extrakt abspeichern. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Arbeiten mit Extrakten [Seite 385]. Zu jeder Berichtsvariante ist ein passendes Layout definiert, das im Standard automatisch verwendet wird. Sie können die im Standard angelieferten Berichtsvarianten an Ihre Anforderungen anpassen. Legen Sie sich dafür ein Layout mit den für Sie interessanten Informationen an. Wenn Sie den Bericht mit einem eigenen Layout starten wollen, geben Sie dieses im Selektionsbild unter Layout ein, oder definieren Sie dieses als Einstiegsvariante. In diesem Fall startet jede Berichtsvariante mit diese Layout. Weitere Informationen zu Layouts finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] und Verwaltung der Layouts [Extern]. Eine Beschreibung der Funktionen zur interaktiven Bearbeitung der Ergebnisliste des Berichtes finden Sie unter ABAP List Viewer [Extern]. Zur Verfügung stehende Informationen Für die Anzeige im Listbild des Berichtes stehen Ihnen folgende Felder bzw. Feldgruppen zur Verfügung: Kennzahlen: Kalk-Preis Diese Kennzahl stellt die absolute Abweichung zwischen dem Kalkulationswert und dem im Selektionsbild des Berichtes gewählten Materialstammpreis (siehe untenstehende Erläuterung) dar. %Kalk-Preis 22 April 2001
23 SAP AG Verdichtete Analyse: Kalkulationslauf Diese Kennzahl stellt die prozentuale Abweichung zwischen dem Kalkulationswert und dem im Selektionsbild des Berichtes gewählten Materialstammpreis bezogen auf den Materialstammpreis dar. Umbewertung Diese Kennzahl stellt die Differenz aus dem Wert laut Kalkulation (Kalkulationswert je Preiseinheit * Lagerbestand) und dem Wert des gesamten Bestandes je Material dar. Kalk.Vgl. Diese Kennzahl stellt die absolute Abweichung zwischen zwei Kalkulationsläufen dar. %Kalk.Vgl. Diese Kennzahl stellt die prozentuale Abweichung zwischen zwei Kalkulationsläufen bezogen auf den ersten Kalkulationslauf dar. Grunddaten: enthält Grunddaten zum Material Kalkulation-1 / Kalkulation-2: enthält Grunddaten zu den Kalkulationen Bewertung: enthält Größen der Bewertung wie z.b. Standardpreis, Gesamtbestand Elementegruppe-1 / Elementegruppe-2: enthält die definierten Elementegruppen zu den Kalkulationen Elementegr(fix)-1 / Elementegr(fix)-2: enthält die definierten Elementegruppen mit Fixkosten zu den Kalkulationen Siehe auch: Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie den Abschnitt Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. April
24 SAP AG Ergebnisse Kalkulationslauf Ergebnisse Kalkulationslauf Definition Berichtsvariante des Berichtes Analyse Kalkulationslauf [Seite 21], die Ihnen einen ersten Überblick über alle Materialien bietet, die während eines Kalkulationslaufes kalkuliert wurden. Verwendung Sie verwenden diesen Bericht, um eine Liste der kalkulierten Materialien mit Angaben zum Kalkulationsstatus und zum Kalkulationswert zu erhalten. Sie geben im Selektionsbild die notwendigen Selektionsparameter ein, z.b. Name und Datum des Kalkulationslaufes und die gewünschte Elementesicht [Extern]. Sie können die Anzeige der kalkulierten Materialien des Kalkulationslaufes weiter einschränken, indem Sie z.b. nach Kalkulationsstatus oder Werk selektieren. Damit können Sie z.b. eine Liste aller fehlerhaft kalkulierten Materialien eines Kalkulationslaufes oder eine Liste aller Materialien eines Werkes erzeugen. Struktur Im Standard zeigt dieser Bericht folgende Informationen: Material, Materialkurztext und Werk Kalkulationsstatus und Kalkulationswert Losgröße und Basismengeneinheit Wenn Sie z.b. nur die fehlerhaft kalkulierten Materialien anzeigen wollen, können Sie die Filterfunktion nutzen. Wenn Sie die angebotenen Informationen an Ihre Anforderungen anpassen wollen, können Sie sich ein eigenes Layout anlegen [Extern]. Integration Sie können aus dem Bericht heraus zu jedem Material die Kalkulation anzeigen und folgende Berichte aufrufen: Strukturstückliste Kostenelemente Kostenarten Partnerschichtung Siehe auch: Verdichtete Analyse: Kalkulationslauf [Seite 21] 24 April 2001
25 SAP AG Preis vs. Kalkulation Preis vs. Kalkulation Verwendung Bevor Sie die Kalkulationswerte eines Kalkulationslaufes als Standardpreis fortschreiben, können Sie mit Hilfe der Berichtsvariante Preis vs. Kalkulation des Berichtes Verdichtete Analyse: Kalkulationslauf [Seite 21] prüfen, wie groß die Abweichung zwischen dem Kalkulationswert und dem Standardpreis eines Materials ist und welche Auswirkungen eine Freigabe der Kalkulationen für S-Preis gesteuerte Materialien auf den Wert des Gesamtbestandes haben würde. Diese Berichtsvariante vergleicht den Wert der Kalkulation mit einem von Ihnen ausgewählten Materialstammpreis, z.b. mit dem Standardpreis. Zusätzlich zur Abweichung aus Materialstammpreis und kalkuliertem Preis wird je Material der Wert der voraussichtlichen Umbewertung der Lagerbestände ausgewiesen, der sich bei S-Preissteuerung durch die Freigabe der Kalkulation ergeben würde. Da bei V-Preis-gesteuerten Materialien durch die Freigabe einer Kalkulation keine Umbewertung der Lagerbestände erfolgt, sollten diese Materialien durch das Setzen eines entsprechenden Filters auf das Feld Preissteuerung aus der Berichtsanzeige herausgefiltert werden, wenn Sie nur am Ausweis der voraussichtlichen Umbewertung interessiert sind. Um kritische Abweichungen bei einzelnen Materialien hervorzuheben, können Sie Exceptions definieren. Damit werden Materialien, bei denen die ermittelten Abweichungen oder die voraussichtliche Umbewertung bestimmte Schwellwerte übersteigen, durch farbige Ampeln gekennzeichnet. Sie erzeugen eine Liste der kalkulierten Materialien eines Kalkulationslaufes, in der Sie dem Kalkulationswert den laufenden Standardpreis der Materialien gegenüberstellen. Es werden die Abweichungen zwischen beiden Preisen errechnet. Außerdem wird der Wert der voraussichtlichen Umbewertung des Lagerbestandes bei einer Freigabe der Kalkulationswerte errechnet. Durch die Definition von Exceptions haben Sie festgelegt, daß alle Materialien, bei denen der Kalkulationswert um mehr als 10 % vom Standardpreis abweicht, durch eine rote Ampel gekennzeichnet werden. Funktionsumfang Der Bericht bietet Ihnen eine Vielzahl von festgelegten Informationen. Dieses Angebot an Informationen können Sie an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie sich ein eigenes Layout anlegen [Extern]. Zum Feld Materialstammpreis Sie können im Selektionsbild des Berichtes einen beliebigen Preis aus dem Materialstamm (z.b. steuerrechtliche Preise oder Planpreise) eingeben. Der hier gewählte Preis steht Ihnen nach der Ausführung des Berichtes als einblendbares Feld für die Berichtsanzeige zur Verfügung und kann verwendet werden, um diesen Preis mit dem kalkulierten Preis des Materials zu vergleichen. Abweichungen zwischen dem beliebig wählbaren Preis und dem im Kalkulationslauf ermittelten Kalkulationswert können in der Berichtsanzeige mit Hilfe der Kennzahl Kalk-Preis ausgewiesen werden. April
26 SAP AG Preis vs. Kalkulation Aktivitäten Sie verwenden die Berichtsvariante Ergebnisse Kalkulationslauf, um sich einen Überblick über die fehlerfrei kalkulierten Materialien und deren Kalkulationswert zu verschaffen. Im Selektionsbild des Berichtes geben Sie im Feld Materialstammpreis den Wert 1 ( = Standardpreis) ein und führen den Bericht aus. In der Berichtsanzeige wählen Sie über die Funktion Aktuelle Anzeigevariante die Felder STANDARDPREIS und KALK- PREIS aus. Als Ergebnis erhalten Sie in der Berichtsanzeige einen Ausweis des Standardpreises für jedes kalkulierte Material. Die Differenz aus dem Standardpreis und dem Kalkulationswert wird Ihnen im Feld KALK-PREIS angezeigt. Geben Sie im Selektionsbild die erforderlichen Selektionskriterien ein. Sie haben die Möglichkeit, die Selektion der kalkulierten Materialien einzuschränken. So können Sie sich im Bericht beispielsweise nur die Materialien anzeigen lassen, bei denen der Kalkulationswert um mindestens 10 % vom Standardpreis abweicht. Das Feld Materialstammpreis steuert den Vergleichspreis des Kalkulationswertes. Im Standard ist dieses Feld ausgeblendet, und die Kalkulation wird mit dem Standardpreis verglichen, um die voraussichtliche Umbewertung der Lagerbestände bei Freigabe von durchgeführten Plankalkulationen zu simulieren. Sie können aber auch die kalkulierten Kosten mit z.b. dem steuerrechtlichen Preis 1 vergleichen, um einen Ausweis der Abweichungen zwischen diesen beiden Preisen zu erhalten. Blenden Sie das Feld dazu über alle Selektionen ein. Exceptions Definieren Sie sich bei Bedarf Exceptions. Exceptions werden verwendet, um besonders kritische Materialien in der Berichtsanzeige durch farbige Ampeln (rot/gelb/grün) hervorzuheben. Diese Ampeln werden in der Berichtsanzeige ausgewiesen, wenn für ein Material ein bestimmter Schwellwert überschritten wird (z.b. Abweichung zwischen Kalkulationswert und Standardpreis von mehr als 10 %). Sie legen fest, auf welche Basis die Angabe der Schwellwerte sich beziehen soll. Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag diese Basisgröße überschritten sein muß, damit das betreffende Material im Bericht durch eine Ampel gekennzeichnet wird. Folgende Basisgrößen für Exceptions stehen Ihnen im Feld Vergleichswert zur Verfügung: Abweichung Kalkulation - Materialstammpreis (Bezugsfeld der Exceptions sind die Kennzahlen Kalk-Preis und %Kalk-Preis) voraussichtliche Umbewertung (Bezugsfeld der Exceptions ist die Kennzahl Umbewertung) Mit den Exceptions haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, für die Abweichung Kalkulation - Materialstammpreis festzulegen, daß für alle Materialien mit Abweichungen zwischen Kalkulationswert und Materialstammpreis größer als 10 % eine rote Ampel gesetzt wird. für alle Materialien mit Abweichungen zwischen Kalkulationswert und Materialstammpreis von 10% bis 5% eine gelbe Ampel gesetzt wird. 26 April 2001
27 SAP AG Preis vs. Kalkulation für alle Materialien mit Abweichungen zwischen Kalkulationswert und Materialstammpreis unter 5% eine grüne Ampel gesetzt wird. Wenn Sie Exceptions für die voraussichtliche Umbewertung setzen, können Sie beispielsweise festlegen, daß für alle Materialien, deren voraussichtliche Umbewertung der Lagerbestände größer als 2000,- DEM ist, eine rote Ampel gesetzt wird. für alle Materialien, deren voraussichtliche Umbewertung der Lagerbestände zwischen 2000,- DEM und 1000;- DEM ist, eine gelbe Ampel gesetzt wird. für alle Materialien, deren voraussichtliche Umbewertung kleiner als 1000;- DEM ist, eine grüne Ampel gesetzt wird. Sie können festlegen, ob nur die Exceptions (rote und gelbe Ampeln) oder alle kalkulierten Materialien mit dazugehörigen Ampeln angezeigt werden sollen. Wenn Ihre Kalkulationsläufe sehr viele Materialien enthalten, empfiehlt es sich, nur die Exceptions anzeigen zu lassen. Ebenso können Sie festlegen, ob Sie positive und negative Abweichungen anzeigen wollen. Wollen Sie keine Exceptions betrachten, so setzen Sie entweder den Vergleichswert auf 00 <kein Vergleichswert> oder geben Sie keine Schwellwerte ein. Integration Sie können aus dem Bericht heraus zu jedem Material die Kalkulation anzeigen und folgende Berichte aufrufen: Strukturstückliste Kostenelemente Kostenarten Partnerschichtung April
28 SAP AG Abweichungen Kalkulationsläufe Abweichungen Kalkulationsläufe Verwendung Wenn Sie z.b. mehrere Kalkulationsläufe mit unterschiedlichen Kalkulationsvarianten ausgeführt haben, können Sie die Berichtsvariante Abweichungen Kalkulationsläufe des Berichtes Verdichtete Analyse: Kalkulationslauf [Seite 21] nutzen, um die Kalkulationswerte zweier Kalkulationsläufe miteinander zu vergleichen und die Abweichungen zwischen den Werten beider Kalkulationsläufe anzuzeigen. Materialien, bei denen extrem hohe Abweichungen zwischen Werten beider Kalkulationsläufe auftreten, können Sie durch farbige Ampeln besonders hervorheben lassen. Sie vergleichen zwei Kalkulationsläufe miteinander, welche dieselben Materialien selektiert haben, aber mit verschiedenen Kalkulationsvarianten ausgeführt wurden. Sie interessieren sich für die extremen Abweichungen zwischen den Werten beider Kalkulationsläufe. Durch die Definition von Exceptions über diese Abweichungen legen Sie fest, daß im Bericht nur die Materialien angezeigt werden, bei denen der Wert der Abweichungen zwischen den Kalkulationswerten mindestens 100 DM beträgt. Funktionsumfang Der Bericht bietet Ihnen eine Vielzahl von festgelegten Informationen. Dieses Angebot an Informationen können Sie an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Aktivitäten 1. Geben Sie im Selektionsbild die erforderlichen Selektionskriterien ein. 2. Definieren Sie bei Bedarf Exceptions. Exceptions werden verwendet, um besonders große Abweichungen zwischen beiden Kalkulationsläufen durch farbige Ampeln (rot/gelb/grün) hervorzuheben. Diese Ampeln werden in der Berichtsanzeige ausgewiesen, wenn ein Abweichungsbetrag einen bestimmten Schwellwert übersteigt (z.b. wenn die Abweichung zwischen den Werten beider Kalkulationsläufe für ein Material mehr als 100 DM beträgt). Sie legen fest, auf welche Basis sich die Angabe des Schwellwertes beziehen soll. Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag die Basisgröße überschritten sein muß, damit das betreffende Material im Bericht durch eine Ampel gekennzeichnet wird. Mit den Exceptions können Sie z.b. festlegen, daß a. für alle Materialien, deren Abweichung zwischen den Kalkulationswerten aus Kalkulationslauf 1 und Kalkulationslauf 2 größer als 10% sind, eine rote Ampel gesetzt wird. b. für alle Materialien, deren Abweichung zwischen den Kalkulationswerten aus Kalkulationslauf 1 und Kalkulationslauf 2 zwischen 10% und 5% sind, eine gelbe Ampel gesetzt wird. 28 April 2001
29 SAP AG Abweichungen Kalkulationsläufe Sie können festlegen, ob nur die Exceptions (rote und gelbe Ampeln) oder alle kalkulierten Materialien mit dazugehörigen Ampeln angezeigt werden sollen. Wenn Ihre Kalkulationsläufe sehr viele Materialien enthalten empfiehlt es sich, nur die Exceptions anzeigen zu lassen. Wollen Sie keine Exceptions betrachten, so setzen Sie entweder den Vergleichswert auf 00 <kein Vergleichswert> oder Sie tragen keine Schwellwerte ein. 3. Ebenso können Sie festlegen, ob Sie positive und negative Abweichungen anzeigen wollen. Integration Sie können aus dem Bericht heraus zu jedem Material beider Kalkulationsläufe folgende Berichte aufrufen: Kostenelemente Kostenarten Bewertete Stückliste Partnerschichtung Objektvergleiche Kostenarten Kostenelemente April
30 SAP AG Objektliste zum Material Objektliste zum Material Definition Diese Berichtskategorie [Seite 15] enthält Listen von im System vorhandenen Materialkalkulationen und den Bericht zur Anzeige von zu kalkulierenden Materialien. Die Objektliste zum Material bietet eine Übersicht, die Sie ausdrucken können und von der Sie zu jeder Kalkulation die Detailanzeige aufrufen können. Siehe auch: Kalkulation mit Mengengerüst [Extern] Kalkulation ohne Mengengerüst [Extern] 30 April 2001
31 SAP AG Analyse / Vergleich von Materialkalkulationen Analyse / Vergleich von Materialkalkulationen Definition Liste vorhandener Materialkalkulationen Verwendung Sie verwenden diesen Bericht, um nach verschiedenen Auswahlkriterien Materialkalkulationen zu selektieren und anzuzeigen. Sie können nach folgenden Suchkriterien zu selektieren: Werk, Material Kalkulationsvariante, Kalkulationsversion und Kalkulationsdatum Sie können außerdem die Anzeige von Einsatzmaterialien ausschließen. Sie setzen dazu das Kennzeichen keine Einsatzmaterialien. Struktur Der Bericht ist im Standard so aufgebaut, daß eine Kopfzeile zu jedem Material angezeigt wird und darunter jeweils eine Position für jede Kalkulation, die zu dem Material selektiert wurde. Der Bericht bietet Ihnen eine Vielzahl von festgelegten Informationen. Dieses Angebot an Informationen können Sie an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Integration Sie können von der Liste aus in Detailberichte zu einer Kalkulation wechseln, z.b. zur Kostenschichtung oder zum Einzelnachweis. Siehe auch: Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie den Abschnitt Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. Informationen über die verschiedenen Funktionen der interaktiven Aufbereitung der Ergebnisliste erhalten Sie in der Dokumentation ABAP List Viewer [Extern]. April
32 SAP AG Anzeige zu kalkulierender Materialien Anzeige zu kalkulierender Materialien Verwendung Um einen schnellen Überblick über die noch zu kalkulierenden Materialien zu erhalten, können Sie diesen Bericht aufrufen. Der Bericht dient hauptsächlich der Erzeugung eines Extraktes, der in einer Mini-Applikation im Workplace angezeigt werden kann. Funktionsumfang Der Bericht zeigt Materialien an: die kalkuliert werden dürfen (das Kennzeichen nicht kalkulieren ist in der Kalkulationssicht im Materialstamm nicht gesetzt) für die im System keine vorgemerkte oder freigegebene Plankalkulation vorliegt Aktivitäten Wenn Sie im Selektionsbild das Kennzeichen sortiert nach frühestem PAUF setzen, werden für alle zu kalkulierenden Materialien, für die bereits ein Planauftrag (PAUF) vorliegt, die Termine der Aufträge in der Spalte Eckstart sortiert angezeigt. Wenn Sie das Kennzeichen nicht setzen, verbessert dies die Performance beim Ausführen des Berichtes. Wenn Sie den Extrakt nicht sichern wollen, müssen Sie keinen Benutzer eingeben. Wenn Sie den Extrakt sichern und keinen Benutzer angeben, können sich alle Benutzer den Extrakt anzeigen. Unter maximale Trefferzahl geben Sie ein, wie viele Materialien maximal in der Liste angezeigt werden sollen. Wenn Sie die Trefferzahl beschränken, verbessert dies die Performance. Integration Der Extrakt, den Sie hier sichern, wird in der Mini-Applikation angezeigt. Sie können sich den Inhalt des Extraktes im R/3-System über den Report SAPRCKAPP02 ansehen. Hinweis für die Systemverwaltung: Um den Extrakt in der Mini-Applikation anzuzeigen, müssen Sie die unter Mini-Applikationen einrichten [Extern] beschriebenen Schritte durchführen. 32 April 2001
33 SAP AG Objektliste zur Musterkalkulation Objektliste zur Musterkalkulation Definition Berichte zur Erzeugung von Listen basierend auf den im System vorhandenen Musterkalkulationen Siehe auch: Muster- und Simulationskalkulation [Extern] Muster- und Simulationskalkulation: Ablauf [Extern] Ergebnisse der Muster- und Simulationskalkulation [Extern] April
34 SAP AG Übersicht Musterkalkulationen Übersicht Musterkalkulationen Definition Liste vorhandener Musterkalkulationen Verwendung Sie verwenden diesen Bericht, um Musterkalkulationen zu selektieren nach verschiedenen Kriterien und aufzulisten. Sie können nach folgenden Suchkriterien zu selektieren: Name der Musterkalkulation Sortierfeld Musterkalkulationsgruppe Erfasser Letzter Änderer nur Musterkalkulationen mit Löschvormerkung Struktur Sie erhalten eine Liste der gefundenen Musterkalkulationen. Pro Zeile dieser Liste werden Detailinformationen zu einer Musterkalkulation angezeigt. Sie können diese Liste Ihren Anforderungen entsprechend bearbeiten, z.b. nach Spalten auf- und absteigend sortieren ( und ) Filter setzen ( ) das aktuelle Layout ändern und als neues Layout sichern (Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]) Integration Sie können von dieser Liste aus z.b. in die Stammdaten und Kalkulationspositionen der Musterkalkulation verzweigen ( Musterkalkulation) in die bewertete Strukturstückliste zur Musterkalkulation springen ( Kalkulation) in den Verwendungsnachweis zur Musterkalkulation springen ( ) Siehe auch: Muster- und Simulationskalkulation [Extern] Musterkalkulation [Extern] Arbeiten mit der Muster- und Sim.-kalkulation [Extern] 34 April 2001
35 SAP AG Verwendungsnachweis von Musterkalkulationen Verwendungsnachweis von Musterkalkulationen Definition Bericht, der darstellt, wo eine Musterkalkulation im System verwendet wird Verwendung Sie können diesen Bericht verwenden, um herauszufinden, in welchen der folgenden Objekte eine Musterkalkulation wird: andere Musterkalkulationen Innenaufträge Fertigungsaufträge Projekte Kostenträger Struktur Sie erhalten eine hierarchische Liste der Objekte, in denen die Musterkalkulation verwendet wird. Diese ist nach Objektarten gruppiert. Integration Sie können in die Bearbeitung des Objektes verzweigen, welches die untersuchte Musterkalkulation verwendet. Bei Bedarf können Sie aus dem Verwendungsnachweis folgende Berichte zu den Objekten aufrufen, welche die untersuchte Musterkalkulation verwenden: Bericht zu Kalkulationspositionen Bericht zu Kostenarten und Herkunft Bericht zu Kostenarten und Positionen April
36 SAP AG Detailberichte zum Material Detailberichte zum Material Definition Berichte, die auf den Daten der im System vorhandenen Materialkalkulationen basieren Verwendung Auf dem Selektionsbild können Sie die Daten der Kalkulation, zu der Sie den Bericht aufrufen, direkt eingeben oder über Kalkulation suchen. Bevor Sie den Bericht aufrufen, können Sie im Selektionsbild bereits einige Berichtseinstellungen auswählen, die Sie aber z.t. auch noch im Bericht ändern können: Sie können wählen, welche Kostenbezugsgröße und welche Elementesicht (z.b. Selbstkosten) im Bericht angezeigt werden soll. Wenn Sie keine (andere) Kostenbezugsgröße angeben, werden die Kosten bezogen auf die Kalkulationslosgröße angezeigt. Sie können die Kosten in Buchungskreis- oder Kostenrechnungskreiswährung anzeigen (sofern die Daten vorhanden sind; weitere Informationen finden Sie unter Währungen in der Kalkulation [Extern]). Wählen Sie dazu Einstellungen Währung... Sie können über ein vordefiniertes Layout auswählen. Wenn Sie im Einzelnachweis mehrere Dispositionsstufen anzeigen lassen wollen, wählen Sie Einstellungen Auflösung Stückliste... Sie können auch festlegen, daß nur Materialpositionen angezeigt werden sollen. Sie können ein zusätzliches Feld Stufe anzeigen lassen, in dem die Dispositionsstufe der jeweiligen Berichtszeile angezeigt wird. Siehe auch: Kalkulation mit Mengengerüst [Extern] Kalkulation ohne Mengengerüst [Extern] Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390] Funktionen des ABAP Listviewer [Extern] Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] 36 April 2001
37 SAP AG Bewertete Strukturstückliste Bewertete Strukturstückliste Definition Hierarchische Übersicht der Werte zu allen Kalkulationspositionen einer Material-, Kundenauftrags- oder Musterkalkulation. Voraussetzungen Wenn Sie die bewertete Strukturstückliste in der Anzeige der Kalkulation und im Informationssystem anzeigen lassen wollen, müssen Sie beim Sichern der Kalkulation das Kennzeichen Einzelnachweis setzen. Verwendung Die Darstellung der Kosten für jede Komponente (Baugruppen und Einsatzmaterialien) in der bewerteten Strukturstückliste orientiert sich an Struktur und Inhalt der Stückliste des kalkulierten Materials. Sie können zusätzlich alle anderen Kalkulationspositionen (z.b. Eigenleistungen, Gemeinkosten) anzeigen lassen, indem Sie wählen. Zu den Kosten werden auch die jeweiligen Einsatzmengen angezeigt. Sie können überprüfen, welche Bewertungsstrategie bei der Kalkulation verwendet wurde, indem Sie das Feld Preisstrategie (Text) zusätzlich anzeigen lassen. Die bewertete Strukturstückliste für die Einzelkalkulation ist aufgrund der Kalkulationsstruktur sehr flach und bietet somit wenig Informationen zum strukturellen Aufbau der Kosten. Struktur Sie können in der SAP-Standardauslieferung zwischen voreingestellten Layouts wählen oder die angezeigten Informationen an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Die angezeigten Werte sind abhängig von der Elementesicht (z.b. Herstellkosten, Selbstkosten oder Bestandsbewertung) und der Kostenbezugsgröße. Wenn Sie diese ändern, werden die Kosten sofort auf die neue Kostenbezugsgröße umgerechnet bzw. in der gewählten Sicht angezeigt. Für eine Erklärung der Symbole, die sich jeweils neben dem Material bzw. einer anderen Position befinden, wählen Sie. Die Werte in der bewerteten Strukturstückliste werden aus den Werten im Einzelnachweis ermittelt. Nachträgliche Änderungen des Mengengerüstes oder der Werte werden nicht angezeigt. Dazu ist eine neue Kalkulation nötig. Siehe auch: Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie auch die Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. April
38 SAP AG Kostenelemente Kostenelemente Verwendung Dieser Bericht stellt die kalkulierten Kosten einer Material- oder Kundenauftragskalkulation über alle Fertigungsstufen hinweg gegliedert nach Kostenelementen dar. Sie können die Kostengliederung der Herstellkostenschichtung und die der Primärkostenschichtung analysieren. Die Ergebnisse einer Kalkulation werden in Form von Kostenelementen (einer sog. Kostenschichtung) fortgeschrieben. Die Kostenelemente gliedern die Kosten eines Materials über die gesamte Fertigungsstruktur z.b. in die Bereiche Materialkosten, Fertigungskosten, Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und sonstige Kosten auf. Die Kosten für Eigenleistungen fließen i.d.r. unter sekundären Kostenarten in die Kostenschichtung ein. Um die Primärkosten für Eigenleistungen darstellen zu können, kann eine alternative Gliederung der Kostenelemente in einer Primärkostenschichtung erfolgen. Mit der Kostenschichtung können Sie den Kostenursprung über mehrere Fertigungsstufen hinweg analysieren. Sie können die Wertschöpfung innerhalb einer mehrstufigen Fertigungsstruktur analysieren. Die Kosten der Hauptstufe bestehen aus den Eigenleistungen und den Gemeinkosten, die auf der betrachteten Stufe anfallen. Zu den Kosten der Vorstufe zählen die eingesetzten Materialien und Rohstoffe. Die Summe der Kosten für die Hauptstufe und Vorstufe entspricht den Gesamtkosten für die betrachtete Produktionsstufe. die Kosten nach originären Produktionsfaktoren darstellen (Primärkostenschichtung) die Kosten nach den Anforderungen anderer Bereiche (z.b. Materialbewertung, Ergebnisrechnung) gliedern. Durch die Elementesicht legen Sie fest, welche Kostenbestandteile im Bericht angezeigt werden. So können Sie z.b. die Herstellkosten, die Selbstkosten oder die bestandsbewertungsrelevante Kosten anzeigen. Sie legen dazu unterschiedliche Elementesichten im Customizing der Produktkostenplanung an. Pro Kostenelement entscheiden Sie, welcher Anteil der darin enthaltenen Kosten (fix, variabel, gesamt) in welcher Elementesicht angezeigt werden soll. Voraussetzungen Wenn Sie eine Materialkalkulation oder einen Kalkulationslauf sichern, schreibt das System eine Kostenschichtung für jedes kalkulierte Material der Stückliste automatisch fort. Hierfür müssen Sie vorher im Customizing ein Elementeschema definiert haben. Sie legen in einem Elementeschema fest: nach welchen Kostenelementen die kalkulierten Kosten gegliedert werden sollen welche Kostenarten zu welchem Kostenelement zusammengefaßt werden. Das Elementeschema wird über die Organisationseinheiten Buchungskreis, Werk und Kalkulationsvariante selektiert. Diese Zuordnung treffen Sie im Customizing der Produktkostenplanung unter Grundeinstellungen für die Materialkalkulation Elementeschema definieren. 38 April 2001
39 SAP AG Kostenelemente Wenn Sie den Ausweis der Kostenelemente nach einer Primärkostenschichtung vornehmen möchten, so müssen Sie in der Kostenstellenrechnung bzw. Prozeßkostenrechnung bei der Tarifermittlung eine Primärkostenschichtung erzeugen. Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, können Sie die Kalkulationswerte einer bestimmten Beschaffungsalternative nach Kostenelementen gegliedert anzeigen. Hierfür wählen Sie bei Berichtsaufruf über den Menüpunkt Einstellungen die gewünschte Beschaffungsalternative aus. Zur Anzeige der Kostenschichtung einer Mischkalkulation, die sich aus der Mischung verschiedener Kalkulationen zu Beschaffungsalternativen auf der Basis von Verhältniszahlen ergibt, geben Sie keine Beschaffungsalternative mit. Es wird Ihnen automatisch die Schichtung der Mischkalkulation angezeigt, soweit zur eingegebenen Kalkulationsversion eine Mischkalkulation erstellt wurde. Funktionsumfang Hauptschichtung und Nebenschichtung Sie können die Kosten als Herstellkostenschichtung und/oder Primärkostenschichtung darstellen. Sie können Herstell- und Primärkostenschichtung parallel kalkulieren. Bei der Anzeige können Sie zwischen beiden Schichtungen umschalten (über Einstellungen Schichtungsart). Sie können aber auch nur die Herstellkostenschichtung oder nur die Primärkostenschichtung erzeugen. Wenn Sie beide Kostenschichtungen parallel kalkulieren wollen, müssen Sie im Customizing des Produktkosten-Controlling festlegen, welche Kostenschichtung die Hauptschichtung ist. Parallel dazu können Sie eine weitere Kostenschichtung als Nebenschichtung erzeugen, um beide miteinander zu vergleichen. Die Fortschreibung des Standardpreises [Extern] im Materialstamm erfolgt mit der Hauptschichtung. Ein Einzelnachweis wird nur für die führende Kostenschichtung angelegt. Im Bericht können Sie zwischen Hauptschichtung und Nebenschichtung wechseln. Dadurch können Sie bei entsprechender Einstellung zwischen Herstellkostenschichtung und Primärkostenschichtung wechseln. Hauptstufe/Vorstufe/Gesamtstufe Mit Hilfe der Kalkulation können Sie die Wertschöpfung innerhalb einer mehrstufigen Fertigungsstruktur analysieren. Dazu können Sie die Kosten pro Material nach der sogenannten Vorstufe und Hauptstufe aufteilen. Sie erreichen die Anzeige der Kostenschichtung über Kosten Elementeanzeige. Diese Einstellung können Sie vornehmen über Einstellungen Layout. Sie können sich aus einer großen Zahl von Auswahlmöglichkeiten den Bericht selbst zusammenstellen. Wenn Sie die Kosten für die Hauptstufe anzeigen, sehen Sie die Fertigungskosten, Gemeinkosten und Fremdleistungskosten, die für diese Produktionsstufe erwartet werden April
40 SAP AG Kostenelemente Vorstufe anzeigen, sehen Sie die Kosten aller Einsatzmaterialien, die in dieser Produktionsstufe bearbeitet werden In beiden Fällen werden die Kosten nach Kostenelementen [Extern] aufgeteilt. Die Summe der Kosten für Haupt- und Vorstufe entspricht den Gesamtkosten für die betrachtete Produktionsstufe. Sie haben vom Bericht aus die Möglichkeit, zu folgenden anderen Berichten der gleichen Berichtsgruppe zu wechseln: Gesamtwerte Hauptstufe Vorstufe Bei der Aufteilung der Kosten nach Kostenelementen bleibt die ursprüngliche Identität der Kosten, z.b. Materialkosten oder fixe und variable Fertigungskosten, über alle Fertigungsstufen erhalten. Auf jeder Fertigungsstufe lassen sich die Wertschöpfung dieser Stufe und die Kosten der Vorstufe über die Kostenschichtung trennen. Wenn Sie eine Materialkalkulation oder einen Kalkulationslauf sichern, schreibt das System für jedes kalkulierte Material automatisch eine Kostenschichtung fort. Weitere Informationen zur Speicherung der Kalkulationsergebnisse finden Sie im Abschnitt Speicherung der Kalkulationsergebnisse [Extern]. Wenn Sie für Rohstoffe und Kaufteile eine Kostenschichtung erzeugen wollen, können Sie pro Material additive Kostenelemente für diese Kosten erfassen. Diese Kostenelemente können Sie dann in einem Elementeschema Fremdbezug gruppieren, die nur solche Kosten enthält. Weiter Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Additive Kosten [Extern]. 40 April 2001
41 SAP AG Partnerschichtung Partnerschichtung Definition Bericht, mit dem Sie die Wertschöpfungsanteile der am Fertigungsprozeß beteiligten Organisationseinheiten (Partner [Extern]) gegliedert nach Kostenelementegruppen in einer Hierarchiegrafik darstellen können Verwendung Wenn bei der Fertigung mehrere Partner (z.b. mehrere Profit-Center in mehreren Werken und Buchungskreisen) beteiligt sind, dann können Sie den Wertschöpfungsanteil jedes beteiligten Partners [Extern] analysieren. Sie können Berichte anzeigen, die die Gesamtkosten eines Produkts aufgelöst nach Kostenelementen [Extern] zeigen den Anteil der beteiligten Partner aufgelöst nach Kostenelementegruppen darstellen Im Customizing bestimmen Sie, welche Organisationseinheiten als Partner betrachtet werden. Sie können aus den Organisationseinheiten Buchungskreis, Werk, Profit Center und Geschäftsbereich wählen. Für jede eingesetzte Ressource kann das System die Organisationseinheit ableiten, der diese Ressource bereitgestellt hat. Die Kalkulation erzeugt eine separate Kostenschichtung für jeden beteiligten Partner. Sie können sich auch nur die Anteile der Direkten Partner [Extern] anzeigen lassen. Die Partnerschichtung kann in mehreren Dimensionen entsprechend Ihrer Definition des Partnerbegriffs aufbereitet werden. Die Kostenschichtung kann in beliebigen Hierarchiefolgen des Partners angezeigt werden. Struktur Die Partnerschichtung bietet Ihnen eine Hierarchiegrafik, in der die von Ihnen definierten Partner mit den dazugehörigen Kosten dargestellt werden. Die Kosten werden nach Kostenelementegruppen gegliedert und als Summe dargestellt. Sie können im Bericht über Einstellungen Partnersortierung die Partnersortierung (die Reihenfolge, in der die Partner in der Hierarchie dargestellt werden) ändern. Sie können im Bericht über Einstellungen Elementegruppen zwischen Kostenelementegruppen 1 und Kostenelementegruppen 2 umschalten. Ebenso können Sie im Bericht zwischen Hauptschichtung und Nebenschichtung wechseln. Wenn Sie keine andere Losgröße angeben, wird die Losgröße der Kalkulation angezeigt. Wenn Sie eine bestimmte Losgröße betrachten wollen, so geben Sie diese bei den Berichtsparametern unter Kostenbezugsgröße ein. Die Kosten werden dann auf diese Losgröße umgerechnet. Die angezeigten Werte sind von der gewählten Elementesicht abhängig. Integration Sie können von der Partnerschichtung aus über Einstellungen Partnersicht in Berichte zu den direkten Partnern springen. Die Berichte zu den direkten Partnern sind ebenfalls Hierarchiegrafiken, welche aber nur noch einstufig sind. Wenn Sie z.b. das Profit Center als April
42 SAP AG Partnerschichtung Direct Partner auswählen und anzeigen, dann sehen Sie neben dem Profit Center des kalkulierten Materials nur diejenigen Profit Center, welche unmittelbar ihre Leistung oder Lieferung an das Profit Center des kalkulierten Materials abgegeben haben. Voraussetzungen Um eine Partnerschichtung erzeugen und anzeigen zu können, müssen Sie im Customizing Kostenelementegruppen definieren eine Partnerversion definieren in der Kalkulationsart diese Partnerversion eintragen diese Kalkulationsart in der Kalkulationsvariante eintragen, mit der Sie die Kalkulation durchführen Siehe auch: Vorbereitung der Materialkalkulation [Extern] Kostenelemente [Seite 308]-Bericht 42 April 2001
43 SAP AG Kostenarten Kostenarten Verwendung Sie können mit diesem Bericht die ermittelten Kosten einer Kalkulation nach Kostenarten gegliedert betrachten. Die Kostenarten gliedern die Kosten im Betrieb nach der Art ihrer Entstehung, z.b. nach Materialkosten und Personalkosten. Der Kostenarten-Nachweis beantwortet somit die Frage, welche Kosten für welchen Zweck in welcher Höhe angefallen sind. Integration Wenn Sie im Materialstammsatz oder im Entlastungsschlüssel des Kalkulationsschemas eine Herkunftsgruppe eintragen, können Sie diese in einem zusätzlichen Feld anzeigen lassen und dadurch die Kosten pro Materialkostenart und die Gemeinkosten zusätzlich nach Herkunftsgruppen weiter untergliedern. Die Werte im Kostenarten-Nachweis werden aus den Werten im Einzelnachweis ermittelt. Nachträgliche Änderungen des Mengengerüstes bzw. der Kalkulationspositionen werden nicht angezeigt. Dazu ist eine erneute Kalkulation nötig. Wenn Sie eigene Programme oder Berichte verwenden, die Ihre Kostenartennachweise auswerten, müssen Sie den Funktionsbaustein CK11_ITEMIZATION_TO_COSX_CONV verwenden, der aus dem Einzelnachweis den Kostenartennachweis aufbaut. Voraussetzungen Wenn Sie den Kostenarten-Nachweis im Informationssystem anzeigen lassen wollen, müssen Sie beim Sichern der Kalkulation das Kennzeichen Einzelnachweis setzen. Aktivitäten Sie können in der SAP-Standardauslieferung zwischen voreingestellten Layouts wählen oder die angezeigten Informationen an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie sich eigene Layouts anlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. Siehe auch: Kostenanalyse [Seite 79] April
44 SAP AG Einzelnachweis Einzelnachweis Definition Bericht, der die kalkulierten Kosten gliedert und detaillierte Informationen über Kostenursprung und Zusammensetzung der Kosten enthält. Voraussetzungen Der Einzelnachweis wird bei der Kalkulation automatisch erzeugt. Wenn Sie die Informationen im Einzelnachweis in der Anzeige der Kalkulation und im Informationssystem anzeigen wollen, müssen Sie das Kennzeichen Einzelnachweis setzen, wenn Sie die Kalkulation sichern. Verwendung Bei der Vorkalkulation eines Produktionsauftrages oder einer Produktionskampagne wird dynamisch ein Einzelnachweis aufgebaut. Dieser Einzelnachweis wird nicht gesichert und läßt sich daher nicht im Informationssystem analysieren. Er steht Ihnen jedoch unmittelbar nach der Ausführung einer Kalkulation zu Analysezwecken zur Verfügung. Informationen zum Einzelnachweis von Produktionskampagnen erhalten Sie unter Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395]. Sie verwenden den Einzelnachweis, um die kalkulierten Kosten eines Materials, einer Musterkalkulation oder einer Kundenauftragsposition detailliert zu analysieren. Je nach Fragestellung stehen Ihnen in der SAP-Standardauslieferung verschiedene Layouts des Einzelnachweises zur Verfügung. Diese bieten Ihnen durch die Auswahl bestimmter Felder unterschiedliche Informationen, die teilweise zusätzlich gruppiert sind. So können Sie die Kosten z.b. gegliedert nach Kostenarten, nach Arbeitsvorgängen oder nach Kalkulationspositionen analysieren. Folgende Layouts sind genauer beschrieben: Einzelnachweis nach Kalkulationspositionen [Extern] Einzelnachweis nach Kostenelementen/Kostenarten [Extern] Einzelnachweis nach Arbeitsvorgängen [Extern] Einzelnachweis nach Kostenarten [Extern] Dieses Angebot an Informationen können Sie an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Mittels eigener Layouts können Sie eine Vielzahl weiterer Informationen im Einzelnachweis betrachten. So können Sie z.b. den Einkaufsinfosatz und die Einkaufsorganisation oder die Herkunftsgruppen in Ihre Berichtsanzeige aufnehmen oder den Text der Leistungsarten oder Positionstypen einblenden. Die Herkunftsgruppe gibt Detailinformationen zur Quelle der Materialkosten oder zur Herkunft der Gemeinkostenzuschläge. Bei Materialkosten wird die Herkunftsgruppe im Materialstammsatz eingetragen. Bei den Gemeinkosten wird die Herkunftsgruppe im Entlastungsschlüssel des Kalkulationsschemas eingetragen und bietet nähere Informationen über die Herkunft der Gemeinkostenzuschläge. Sie können die Kosten im Einzelnachweis auch nach Kostenarten gegliedert anzeigen. Die Materialkosten, Fremdleistungen und Nichtlagermaterialien werden primären Kostenarten 44 April 2001
45 SAP AG Einzelnachweis zugeordnet und in dieser Darstellung unter der vom System ermittelten Kostenart ausgewiesen. Die Kosten für Eigenleistungen werden unter der Verrechnungskostenart der Leistungsart ausgewiesen, die im Stammsatz der Leistungsart hinterlegt wurde. Gemeinkostenzuschläge und Prozeßkosten werden ebenfalls unter sekundären Kostenarten ausgewiesen. Da sämtliche Istkosten auch diesen Kostenarten zugeordnet werden, ermöglicht diese Zuordnung einen späteren Plan-/Istvergleich. Bei der Musterkalkulation steht Ihnen nur eine eingeschränkte Auswahl an Layouts zur Verfügung. Struktur Standardmäßig wird der Einzelnachweis mit Layout Positionstypen (gruppiert) angezeigt. Hier sind die Kalkulationspositionen nach Positionstypen gegliedert dargestellt. Die Positionstypen geben z.b. an, ob es sich um ein Material (M), eine Eigenleistung (E) oder Gemeinkostenzuschläge (G) handelt. Die Kalkulationsposition für ein Material (M) gibt das Werk, die relevante Materialnummer, den Text im Materialstammsatz, den Wert des Materials und die eingesetzte Menge an. Die Kalkulationsposition für eine Eigenleistung (E) gibt die Kostenstelle, den Arbeitsplatz, die Leistungsart, einen Text, den Wert der Leistung und die eingesetzte Menge an. Allgemeine Informationen über das Gruppieren in Layouts finden Sie unter Zwischensummen bilden und löschen [Extern]. Für den Fall von Kuppelproduktion bietet der Einzelnachweis zwei verschiedene Darstellungsformen an. So kann im Bericht zwischen der sogenannten Prozeßsicht und der Produktsicht gewechselt werden. Während sich die Produktsicht auf den Ausweis der Kosten des kalkulierten Kuppelproduktes beschränkt, liefert die Prozeßsicht Informationen über die Kosten der weiteren Kuppelprodukte und bietet einen Überblick über die Gesamtkosten des Produktionsprozesses. Die anderen beteiligten Kuppelprodukte werden dabei unter dem Positionstyp A mit negativer Menge und negativem Wert ausgewiesen. Dieser negative Wert entspricht dem Kostenanteil des Kuppelproduktes, der über das Aufteilungsschema errechnet wurde. Integration Der Einzelnachweis ist Voraussetzung dafür, daß im auftragsbezogenen und im periodischen Produkt-Controlling eine Abweichungsermittlung durchgeführt werden kann. Sie können vom Bericht aus die Stammdaten einer Kalkulationsposition anzeigen. Für Arbeitsvorgänge, die extern durchgeführt werden, werden die Kosten entweder im Arbeitsplan hinterlegt oder über einen Einkaufsinfosatz ermittelt. Für Arbeitsvorgänge, die intern durchgeführt werden, werden die Kosten mit Hilfe der Kostenstellenrechnung ermittelt. Für die Bewertung der Eigenleistungen setzt die Kalkulation mit Mengengerüst voraus, daß eine Tarifermittlung in der Kostenstellenrechnung durchgeführt wurde. Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis der Einsatzmengen oder prozentual auf Basis der Einzelkosten (Material oder Fertigung) oder der Herstellkosten ermittelt. Die Bedingungen für die Ermittlung dieser Zuschläge werden in einem Kalkulationsschema hinterlegt, das im Customizing definiert wird. April
46 SAP AG Einzelnachweis Prozeßkosten werden in der Prozeßkostenrechnung [Extern] ermittelt und i.d.r. mit Hilfe eines Templates dem Produkt zugeordnet. Das Template legt fest, welche Prozeßkosten in Anspruch genommen und auf welcher Basis diese Kosten an das Produkt weiter verrechnet werden. Siehe auch: Falls Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie die Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. Falls Sie mit Produktionskampagnen arbeiten, beachten Sie die Informationen im Abschnitt Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395]. 46 April 2001
47 SAP AG Detailberichte zur Musterkalkulation Detailberichte zur Musterkalkulation Definition Berichte, die auf den Daten der im System vorhandenen Musterkalkulationen mit den zugehörigen Stammdaten basieren Verwendung Auf dem Selektionsbild geben Sie die vorhandene Musterkalkulation ein, zu der Sie den Bericht aufrufen wollen. Den Bericht rufen Sie über auf. Sie können vor dem Aufrufen der Bewerteten Strukturstückliste und des Einzelnachweises über Zusätze Layout... ein vordefiniertes Layout auswählen. Sie können sich aber auch im Bericht für ein anderes Layout entscheiden oder das aktuelle Layout verändern. Siehe auch: Funktionen des ABAP Listviewer [Extern] Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] April
48 SAP AG Bewertete Strukturstückliste Bewertete Strukturstückliste Definition Hierarchische Übersicht der Werte zu allen Kalkulationspositionen einer Material-, Kundenauftrags- oder Musterkalkulation. Voraussetzungen Wenn Sie die bewertete Strukturstückliste in der Anzeige der Kalkulation und im Informationssystem anzeigen lassen wollen, müssen Sie beim Sichern der Kalkulation das Kennzeichen Einzelnachweis setzen. Verwendung Die Darstellung der Kosten für jede Komponente (Baugruppen und Einsatzmaterialien) in der bewerteten Strukturstückliste orientiert sich an Struktur und Inhalt der Stückliste des kalkulierten Materials. Sie können zusätzlich alle anderen Kalkulationspositionen (z.b. Eigenleistungen, Gemeinkosten) anzeigen lassen, indem Sie wählen. Zu den Kosten werden auch die jeweiligen Einsatzmengen angezeigt. Sie können überprüfen, welche Bewertungsstrategie bei der Kalkulation verwendet wurde, indem Sie das Feld Preisstrategie (Text) zusätzlich anzeigen lassen. Die bewertete Strukturstückliste für die Einzelkalkulation ist aufgrund der Kalkulationsstruktur sehr flach und bietet somit wenig Informationen zum strukturellen Aufbau der Kosten. Struktur Sie können in der SAP-Standardauslieferung zwischen voreingestellten Layouts wählen oder die angezeigten Informationen an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Die angezeigten Werte sind abhängig von der Elementesicht (z.b. Herstellkosten, Selbstkosten oder Bestandsbewertung) und der Kostenbezugsgröße. Wenn Sie diese ändern, werden die Kosten sofort auf die neue Kostenbezugsgröße umgerechnet bzw. in der gewählten Sicht angezeigt. Für eine Erklärung der Symbole, die sich jeweils neben dem Material bzw. einer anderen Position befinden, wählen Sie. Die Werte in der bewerteten Strukturstückliste werden aus den Werten im Einzelnachweis ermittelt. Nachträgliche Änderungen des Mengengerüstes oder der Werte werden nicht angezeigt. Dazu ist eine neue Kalkulation nötig. Siehe auch: Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie auch die Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. 48 April 2001
49 SAP AG Einzelnachweis Einzelnachweis Definition Bericht, der die kalkulierten Kosten gliedert und detaillierte Informationen über Kostenursprung und Zusammensetzung der Kosten enthält. Voraussetzungen Der Einzelnachweis wird bei der Kalkulation automatisch erzeugt. Wenn Sie die Informationen im Einzelnachweis in der Anzeige der Kalkulation und im Informationssystem anzeigen wollen, müssen Sie das Kennzeichen Einzelnachweis setzen, wenn Sie die Kalkulation sichern. Verwendung Bei der Vorkalkulation eines Produktionsauftrages oder einer Produktionskampagne wird dynamisch ein Einzelnachweis aufgebaut. Dieser Einzelnachweis wird nicht gesichert und läßt sich daher nicht im Informationssystem analysieren. Er steht Ihnen jedoch unmittelbar nach der Ausführung einer Kalkulation zu Analysezwecken zur Verfügung. Informationen zum Einzelnachweis von Produktionskampagnen erhalten Sie unter Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395]. Sie verwenden den Einzelnachweis, um die kalkulierten Kosten eines Materials, einer Musterkalkulation oder einer Kundenauftragsposition detailliert zu analysieren. Je nach Fragestellung stehen Ihnen in der SAP-Standardauslieferung verschiedene Layouts des Einzelnachweises zur Verfügung. Diese bieten Ihnen durch die Auswahl bestimmter Felder unterschiedliche Informationen, die teilweise zusätzlich gruppiert sind. So können Sie die Kosten z.b. gegliedert nach Kostenarten, nach Arbeitsvorgängen oder nach Kalkulationspositionen analysieren. Folgende Layouts sind genauer beschrieben: Einzelnachweis nach Kalkulationspositionen [Extern] Einzelnachweis nach Kostenelementen/Kostenarten [Extern] Einzelnachweis nach Arbeitsvorgängen [Extern] Einzelnachweis nach Kostenarten [Extern] Dieses Angebot an Informationen können Sie an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Mittels eigener Layouts können Sie eine Vielzahl weiterer Informationen im Einzelnachweis betrachten. So können Sie z.b. den Einkaufsinfosatz und die Einkaufsorganisation oder die Herkunftsgruppen in Ihre Berichtsanzeige aufnehmen oder den Text der Leistungsarten oder Positionstypen einblenden. Die Herkunftsgruppe gibt Detailinformationen zur Quelle der Materialkosten oder zur Herkunft der Gemeinkostenzuschläge. Bei Materialkosten wird die Herkunftsgruppe im Materialstammsatz eingetragen. Bei den Gemeinkosten wird die Herkunftsgruppe im Entlastungsschlüssel des Kalkulationsschemas eingetragen und bietet nähere Informationen über die Herkunft der Gemeinkostenzuschläge. Sie können die Kosten im Einzelnachweis auch nach Kostenarten gegliedert anzeigen. Die Materialkosten, Fremdleistungen und Nichtlagermaterialien werden primären Kostenarten April
50 SAP AG Einzelnachweis zugeordnet und in dieser Darstellung unter der vom System ermittelten Kostenart ausgewiesen. Die Kosten für Eigenleistungen werden unter der Verrechnungskostenart der Leistungsart ausgewiesen, die im Stammsatz der Leistungsart hinterlegt wurde. Gemeinkostenzuschläge und Prozeßkosten werden ebenfalls unter sekundären Kostenarten ausgewiesen. Da sämtliche Istkosten auch diesen Kostenarten zugeordnet werden, ermöglicht diese Zuordnung einen späteren Plan-/Istvergleich. Bei der Musterkalkulation steht Ihnen nur eine eingeschränkte Auswahl an Layouts zur Verfügung. Struktur Standardmäßig wird der Einzelnachweis mit Layout Positionstypen (gruppiert) angezeigt. Hier sind die Kalkulationspositionen nach Positionstypen gegliedert dargestellt. Die Positionstypen geben z.b. an, ob es sich um ein Material (M), eine Eigenleistung (E) oder Gemeinkostenzuschläge (G) handelt. Die Kalkulationsposition für ein Material (M) gibt das Werk, die relevante Materialnummer, den Text im Materialstammsatz, den Wert des Materials und die eingesetzte Menge an. Die Kalkulationsposition für eine Eigenleistung (E) gibt die Kostenstelle, den Arbeitsplatz, die Leistungsart, einen Text, den Wert der Leistung und die eingesetzte Menge an. Allgemeine Informationen über das Gruppieren in Layouts finden Sie unter Zwischensummen bilden und löschen [Extern]. Für den Fall von Kuppelproduktion bietet der Einzelnachweis zwei verschiedene Darstellungsformen an. So kann im Bericht zwischen der sogenannten Prozeßsicht und der Produktsicht gewechselt werden. Während sich die Produktsicht auf den Ausweis der Kosten des kalkulierten Kuppelproduktes beschränkt, liefert die Prozeßsicht Informationen über die Kosten der weiteren Kuppelprodukte und bietet einen Überblick über die Gesamtkosten des Produktionsprozesses. Die anderen beteiligten Kuppelprodukte werden dabei unter dem Positionstyp A mit negativer Menge und negativem Wert ausgewiesen. Dieser negative Wert entspricht dem Kostenanteil des Kuppelproduktes, der über das Aufteilungsschema errechnet wurde. Integration Der Einzelnachweis ist Voraussetzung dafür, daß im auftragsbezogenen und im periodischen Produkt-Controlling eine Abweichungsermittlung durchgeführt werden kann. Sie können vom Bericht aus die Stammdaten einer Kalkulationsposition anzeigen. Für Arbeitsvorgänge, die extern durchgeführt werden, werden die Kosten entweder im Arbeitsplan hinterlegt oder über einen Einkaufsinfosatz ermittelt. Für Arbeitsvorgänge, die intern durchgeführt werden, werden die Kosten mit Hilfe der Kostenstellenrechnung ermittelt. Für die Bewertung der Eigenleistungen setzt die Kalkulation mit Mengengerüst voraus, daß eine Tarifermittlung in der Kostenstellenrechnung durchgeführt wurde. Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis der Einsatzmengen oder prozentual auf Basis der Einzelkosten (Material oder Fertigung) oder der Herstellkosten ermittelt. Die Bedingungen für die Ermittlung dieser Zuschläge werden in einem Kalkulationsschema hinterlegt, das im Customizing definiert wird. 50 April 2001
51 SAP AG Einzelnachweis Prozeßkosten werden in der Prozeßkostenrechnung [Extern] ermittelt und i.d.r. mit Hilfe eines Templates dem Produkt zugeordnet. Das Template legt fest, welche Prozeßkosten in Anspruch genommen und auf welcher Basis diese Kosten an das Produkt weiter verrechnet werden. Siehe auch: Falls Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie die Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. Falls Sie mit Produktionskampagnen arbeiten, beachten Sie die Informationen im Abschnitt Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395]. April
52 SAP AG Mehrstufige Auflösung einer Musterkalkulation Mehrstufige Auflösung einer Musterkalkulation Definition Bericht, der alle Positionen einer Musterkalkulation auflöst und unter Angabe der Stufe ausweist. Verwendung Sie verwenden diesen Bericht, um für eine Musterkalkulation den Material- und Leistungseinsatz auszuweisen. Wurden in der Musterkalkulation andere Musterkalkulationen verwendet, so werden diese im Bericht bis zur letzten Stufe aufgelöst. Im Selektionsbild geben Sie die Musterkalkulation ein, die Sie mehrstufig auflösen wollen. Mit führen Sie den Bericht aus. Struktur Sie erhalten eine Liste aller Kalkulationspositionen mit Angabe der entsprechenden Stufe. Sie können die angebotenen Informationen an Ihre Anforderungen anpassen. Weitere Informationen erhalten Sie unter: Funktionen des ABAP Listviewer [Extern] Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] 52 April 2001
53 SAP AG Detailberichte zur Kundenauftragskalkulation Detailberichte zur Kundenauftragskalkulation Definition Die im folgenden beschriebenen Berichte basieren auf den Daten einer Kundenauftragskalkulation. Kundenauftragskalkulationen können im Rahmen der Kundenauftragsfertigung erstellt werden. Verwendung Bevor Sie den Bericht aufrufen, können Sie im Selektionsbild bereits einige Berichtseinstellungen auswählen, die Sie aber z.t. auch noch im Bericht ändern können: Sie können wählen, welche Kostenbezugsgröße und welche Elementesicht (z.b. Selbstkosten) im Bericht angezeigt werden soll. Wenn Sie keine (andere) Kostenbezugsgröße angeben, werden die Kosten bezogen auf die Kalkulationslosgröße angezeigt. Sie können die Kosten in Buchungskreis- oder Kostenrechnungskreiswährung anzeigen (sofern die Daten vorhanden sind; weitere Informationen finden Sie unter Währungen in der Kalkulation [Extern]). Wählen Sie dazu Einstellungen Währung... Sie können über Einstellungen Layout... ein vordefiniertes Layout auswählen. Wenn Sie im Einzelnachweis mehrere Dispositionsstufen anzeigen lassen wollen, wählen Sie Einstellungen Auflösung Stückliste... Sie können auch festlegen, daß nur Materialpositionen angezeigt werden sollen. Sie können ein zusätzliches Feld Stufe anzeigen lassen, in dem die Dispositionsstufe der jeweiligen Berichtszeile angezeigt wird. Siehe auch: Kundenauftragskalkulation [Extern] Kostenträgerrechnung: Kundenauftragsfertigung [Extern] April
54 SAP AG Bewertete Strukturstückliste Bewertete Strukturstückliste Definition Hierarchische Übersicht der Werte zu allen Kalkulationspositionen einer Material-, Kundenauftrags- oder Musterkalkulation. Voraussetzungen Wenn Sie die bewertete Strukturstückliste in der Anzeige der Kalkulation und im Informationssystem anzeigen lassen wollen, müssen Sie beim Sichern der Kalkulation das Kennzeichen Einzelnachweis setzen. Verwendung Die Darstellung der Kosten für jede Komponente (Baugruppen und Einsatzmaterialien) in der bewerteten Strukturstückliste orientiert sich an Struktur und Inhalt der Stückliste des kalkulierten Materials. Sie können zusätzlich alle anderen Kalkulationspositionen (z.b. Eigenleistungen, Gemeinkosten) anzeigen lassen, indem Sie wählen. Zu den Kosten werden auch die jeweiligen Einsatzmengen angezeigt. Sie können überprüfen, welche Bewertungsstrategie bei der Kalkulation verwendet wurde, indem Sie das Feld Preisstrategie (Text) zusätzlich anzeigen lassen. Die bewertete Strukturstückliste für die Einzelkalkulation ist aufgrund der Kalkulationsstruktur sehr flach und bietet somit wenig Informationen zum strukturellen Aufbau der Kosten. Struktur Sie können in der SAP-Standardauslieferung zwischen voreingestellten Layouts wählen oder die angezeigten Informationen an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Die angezeigten Werte sind abhängig von der Elementesicht (z.b. Herstellkosten, Selbstkosten oder Bestandsbewertung) und der Kostenbezugsgröße. Wenn Sie diese ändern, werden die Kosten sofort auf die neue Kostenbezugsgröße umgerechnet bzw. in der gewählten Sicht angezeigt. Für eine Erklärung der Symbole, die sich jeweils neben dem Material bzw. einer anderen Position befinden, wählen Sie. Die Werte in der bewerteten Strukturstückliste werden aus den Werten im Einzelnachweis ermittelt. Nachträgliche Änderungen des Mengengerüstes oder der Werte werden nicht angezeigt. Dazu ist eine neue Kalkulation nötig. Siehe auch: Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie auch die Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. 54 April 2001
55 SAP AG Kostenelemente Kostenelemente Verwendung Dieser Bericht stellt die kalkulierten Kosten einer Material- oder Kundenauftragskalkulation über alle Fertigungsstufen hinweg gegliedert nach Kostenelementen dar. Sie können die Kostengliederung der Herstellkostenschichtung und die der Primärkostenschichtung analysieren. Die Ergebnisse einer Kalkulation werden in Form von Kostenelementen (einer sog. Kostenschichtung) fortgeschrieben. Die Kostenelemente gliedern die Kosten eines Materials über die gesamte Fertigungsstruktur z.b. in die Bereiche Materialkosten, Fertigungskosten, Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und sonstige Kosten auf. Die Kosten für Eigenleistungen fließen i.d.r. unter sekundären Kostenarten in die Kostenschichtung ein. Um die Primärkosten für Eigenleistungen darstellen zu können, kann eine alternative Gliederung der Kostenelemente in einer Primärkostenschichtung erfolgen. Mit der Kostenschichtung können Sie den Kostenursprung über mehrere Fertigungsstufen hinweg analysieren. Sie können die Wertschöpfung innerhalb einer mehrstufigen Fertigungsstruktur analysieren. Die Kosten der Hauptstufe bestehen aus den Eigenleistungen und den Gemeinkosten, die auf der betrachteten Stufe anfallen. Zu den Kosten der Vorstufe zählen die eingesetzten Materialien und Rohstoffe. Die Summe der Kosten für die Hauptstufe und Vorstufe entspricht den Gesamtkosten für die betrachtete Produktionsstufe. die Kosten nach originären Produktionsfaktoren darstellen (Primärkostenschichtung) die Kosten nach den Anforderungen anderer Bereiche (z.b. Materialbewertung, Ergebnisrechnung) gliedern. Durch die Elementesicht legen Sie fest, welche Kostenbestandteile im Bericht angezeigt werden. So können Sie z.b. die Herstellkosten, die Selbstkosten oder die bestandsbewertungsrelevante Kosten anzeigen. Sie legen dazu unterschiedliche Elementesichten im Customizing der Produktkostenplanung an. Pro Kostenelement entscheiden Sie, welcher Anteil der darin enthaltenen Kosten (fix, variabel, gesamt) in welcher Elementesicht angezeigt werden soll. Voraussetzungen Wenn Sie eine Materialkalkulation oder einen Kalkulationslauf sichern, schreibt das System eine Kostenschichtung für jedes kalkulierte Material der Stückliste automatisch fort. Hierfür müssen Sie vorher im Customizing ein Elementeschema definiert haben. Sie legen in einem Elementeschema fest: nach welchen Kostenelementen die kalkulierten Kosten gegliedert werden sollen welche Kostenarten zu welchem Kostenelement zusammengefaßt werden. Das Elementeschema wird über die Organisationseinheiten Buchungskreis, Werk und Kalkulationsvariante selektiert. Diese Zuordnung treffen Sie im Customizing der Produktkostenplanung unter Grundeinstellungen für die Materialkalkulation Elementeschema definieren. April
56 SAP AG Kostenelemente Wenn Sie den Ausweis der Kostenelemente nach einer Primärkostenschichtung vornehmen möchten, so müssen Sie in der Kostenstellenrechnung bzw. Prozeßkostenrechnung bei der Tarifermittlung eine Primärkostenschichtung erzeugen. Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, können Sie die Kalkulationswerte einer bestimmten Beschaffungsalternative nach Kostenelementen gegliedert anzeigen. Hierfür wählen Sie bei Berichtsaufruf über den Menüpunkt Einstellungen die gewünschte Beschaffungsalternative aus. Zur Anzeige der Kostenschichtung einer Mischkalkulation, die sich aus der Mischung verschiedener Kalkulationen zu Beschaffungsalternativen auf der Basis von Verhältniszahlen ergibt, geben Sie keine Beschaffungsalternative mit. Es wird Ihnen automatisch die Schichtung der Mischkalkulation angezeigt, soweit zur eingegebenen Kalkulationsversion eine Mischkalkulation erstellt wurde. Funktionsumfang Hauptschichtung und Nebenschichtung Sie können die Kosten als Herstellkostenschichtung und/oder Primärkostenschichtung darstellen. Sie können Herstell- und Primärkostenschichtung parallel kalkulieren. Bei der Anzeige können Sie zwischen beiden Schichtungen umschalten (über Einstellungen Schichtungsart). Sie können aber auch nur die Herstellkostenschichtung oder nur die Primärkostenschichtung erzeugen. Wenn Sie beide Kostenschichtungen parallel kalkulieren wollen, müssen Sie im Customizing des Produktkosten-Controlling festlegen, welche Kostenschichtung die Hauptschichtung ist. Parallel dazu können Sie eine weitere Kostenschichtung als Nebenschichtung erzeugen, um beide miteinander zu vergleichen. Die Fortschreibung des Standardpreises [Extern] im Materialstamm erfolgt mit der Hauptschichtung. Ein Einzelnachweis wird nur für die führende Kostenschichtung angelegt. Im Bericht können Sie zwischen Hauptschichtung und Nebenschichtung wechseln. Dadurch können Sie bei entsprechender Einstellung zwischen Herstellkostenschichtung und Primärkostenschichtung wechseln. Hauptstufe/Vorstufe/Gesamtstufe Mit Hilfe der Kalkulation können Sie die Wertschöpfung innerhalb einer mehrstufigen Fertigungsstruktur analysieren. Dazu können Sie die Kosten pro Material nach der sogenannten Vorstufe und Hauptstufe aufteilen. Sie erreichen die Anzeige der Kostenschichtung über Kosten Elementeanzeige. Diese Einstellung können Sie vornehmen über Einstellungen Layout. Sie können sich aus einer großen Zahl von Auswahlmöglichkeiten den Bericht selbst zusammenstellen. Wenn Sie die Kosten für die Hauptstufe anzeigen, sehen Sie die Fertigungskosten, Gemeinkosten und Fremdleistungskosten, die für diese Produktionsstufe erwartet werden 56 April 2001
57 SAP AG Kostenelemente Vorstufe anzeigen, sehen Sie die Kosten aller Einsatzmaterialien, die in dieser Produktionsstufe bearbeitet werden In beiden Fällen werden die Kosten nach Kostenelementen [Extern] aufgeteilt. Die Summe der Kosten für Haupt- und Vorstufe entspricht den Gesamtkosten für die betrachtete Produktionsstufe. Sie haben vom Bericht aus die Möglichkeit, zu folgenden anderen Berichten der gleichen Berichtsgruppe zu wechseln: Gesamtwerte Hauptstufe Vorstufe Bei der Aufteilung der Kosten nach Kostenelementen bleibt die ursprüngliche Identität der Kosten, z.b. Materialkosten oder fixe und variable Fertigungskosten, über alle Fertigungsstufen erhalten. Auf jeder Fertigungsstufe lassen sich die Wertschöpfung dieser Stufe und die Kosten der Vorstufe über die Kostenschichtung trennen. Wenn Sie eine Materialkalkulation oder einen Kalkulationslauf sichern, schreibt das System für jedes kalkulierte Material automatisch eine Kostenschichtung fort. Weitere Informationen zur Speicherung der Kalkulationsergebnisse finden Sie im Abschnitt Speicherung der Kalkulationsergebnisse [Extern]. Wenn Sie für Rohstoffe und Kaufteile eine Kostenschichtung erzeugen wollen, können Sie pro Material additive Kostenelemente für diese Kosten erfassen. Diese Kostenelemente können Sie dann in einem Elementeschema Fremdbezug gruppieren, die nur solche Kosten enthält. Weiter Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Additive Kosten [Extern]. April
58 SAP AG Kostenarten Kostenarten Verwendung Sie können mit diesem Bericht die ermittelten Kosten einer Kalkulation nach Kostenarten gegliedert betrachten. Die Kostenarten gliedern die Kosten im Betrieb nach der Art ihrer Entstehung, z.b. nach Materialkosten und Personalkosten. Der Kostenarten-Nachweis beantwortet somit die Frage, welche Kosten für welchen Zweck in welcher Höhe angefallen sind. Integration Wenn Sie im Materialstammsatz oder im Entlastungsschlüssel des Kalkulationsschemas eine Herkunftsgruppe eintragen, können Sie diese in einem zusätzlichen Feld anzeigen lassen und dadurch die Kosten pro Materialkostenart und die Gemeinkosten zusätzlich nach Herkunftsgruppen weiter untergliedern. Die Werte im Kostenarten-Nachweis werden aus den Werten im Einzelnachweis ermittelt. Nachträgliche Änderungen des Mengengerüstes bzw. der Kalkulationspositionen werden nicht angezeigt. Dazu ist eine erneute Kalkulation nötig. Wenn Sie eigene Programme oder Berichte verwenden, die Ihre Kostenartennachweise auswerten, müssen Sie den Funktionsbaustein CK11_ITEMIZATION_TO_COSX_CONV verwenden, der aus dem Einzelnachweis den Kostenartennachweis aufbaut. Voraussetzungen Wenn Sie den Kostenarten-Nachweis im Informationssystem anzeigen lassen wollen, müssen Sie beim Sichern der Kalkulation das Kennzeichen Einzelnachweis setzen. Aktivitäten Sie können in der SAP-Standardauslieferung zwischen voreingestellten Layouts wählen oder die angezeigten Informationen an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie sich eigene Layouts anlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. Siehe auch: Kostenanalyse [Seite 79] 58 April 2001
59 SAP AG Einzelnachweis Einzelnachweis Definition Bericht, der die kalkulierten Kosten gliedert und detaillierte Informationen über Kostenursprung und Zusammensetzung der Kosten enthält. Voraussetzungen Der Einzelnachweis wird bei der Kalkulation automatisch erzeugt. Wenn Sie die Informationen im Einzelnachweis in der Anzeige der Kalkulation und im Informationssystem anzeigen wollen, müssen Sie das Kennzeichen Einzelnachweis setzen, wenn Sie die Kalkulation sichern. Verwendung Bei der Vorkalkulation eines Produktionsauftrages oder einer Produktionskampagne wird dynamisch ein Einzelnachweis aufgebaut. Dieser Einzelnachweis wird nicht gesichert und läßt sich daher nicht im Informationssystem analysieren. Er steht Ihnen jedoch unmittelbar nach der Ausführung einer Kalkulation zu Analysezwecken zur Verfügung. Informationen zum Einzelnachweis von Produktionskampagnen erhalten Sie unter Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395]. Sie verwenden den Einzelnachweis, um die kalkulierten Kosten eines Materials, einer Musterkalkulation oder einer Kundenauftragsposition detailliert zu analysieren. Je nach Fragestellung stehen Ihnen in der SAP-Standardauslieferung verschiedene Layouts des Einzelnachweises zur Verfügung. Diese bieten Ihnen durch die Auswahl bestimmter Felder unterschiedliche Informationen, die teilweise zusätzlich gruppiert sind. So können Sie die Kosten z.b. gegliedert nach Kostenarten, nach Arbeitsvorgängen oder nach Kalkulationspositionen analysieren. Folgende Layouts sind genauer beschrieben: Einzelnachweis nach Kalkulationspositionen [Extern] Einzelnachweis nach Kostenelementen/Kostenarten [Extern] Einzelnachweis nach Arbeitsvorgängen [Extern] Einzelnachweis nach Kostenarten [Extern] Dieses Angebot an Informationen können Sie an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Mittels eigener Layouts können Sie eine Vielzahl weiterer Informationen im Einzelnachweis betrachten. So können Sie z.b. den Einkaufsinfosatz und die Einkaufsorganisation oder die Herkunftsgruppen in Ihre Berichtsanzeige aufnehmen oder den Text der Leistungsarten oder Positionstypen einblenden. Die Herkunftsgruppe gibt Detailinformationen zur Quelle der Materialkosten oder zur Herkunft der Gemeinkostenzuschläge. Bei Materialkosten wird die Herkunftsgruppe im Materialstammsatz eingetragen. Bei den Gemeinkosten wird die Herkunftsgruppe im Entlastungsschlüssel des Kalkulationsschemas eingetragen und bietet nähere Informationen über die Herkunft der Gemeinkostenzuschläge. Sie können die Kosten im Einzelnachweis auch nach Kostenarten gegliedert anzeigen. Die Materialkosten, Fremdleistungen und Nichtlagermaterialien werden primären Kostenarten April
60 SAP AG Einzelnachweis zugeordnet und in dieser Darstellung unter der vom System ermittelten Kostenart ausgewiesen. Die Kosten für Eigenleistungen werden unter der Verrechnungskostenart der Leistungsart ausgewiesen, die im Stammsatz der Leistungsart hinterlegt wurde. Gemeinkostenzuschläge und Prozeßkosten werden ebenfalls unter sekundären Kostenarten ausgewiesen. Da sämtliche Istkosten auch diesen Kostenarten zugeordnet werden, ermöglicht diese Zuordnung einen späteren Plan-/Istvergleich. Bei der Musterkalkulation steht Ihnen nur eine eingeschränkte Auswahl an Layouts zur Verfügung. Struktur Standardmäßig wird der Einzelnachweis mit Layout Positionstypen (gruppiert) angezeigt. Hier sind die Kalkulationspositionen nach Positionstypen gegliedert dargestellt. Die Positionstypen geben z.b. an, ob es sich um ein Material (M), eine Eigenleistung (E) oder Gemeinkostenzuschläge (G) handelt. Die Kalkulationsposition für ein Material (M) gibt das Werk, die relevante Materialnummer, den Text im Materialstammsatz, den Wert des Materials und die eingesetzte Menge an. Die Kalkulationsposition für eine Eigenleistung (E) gibt die Kostenstelle, den Arbeitsplatz, die Leistungsart, einen Text, den Wert der Leistung und die eingesetzte Menge an. Allgemeine Informationen über das Gruppieren in Layouts finden Sie unter Zwischensummen bilden und löschen [Extern]. Für den Fall von Kuppelproduktion bietet der Einzelnachweis zwei verschiedene Darstellungsformen an. So kann im Bericht zwischen der sogenannten Prozeßsicht und der Produktsicht gewechselt werden. Während sich die Produktsicht auf den Ausweis der Kosten des kalkulierten Kuppelproduktes beschränkt, liefert die Prozeßsicht Informationen über die Kosten der weiteren Kuppelprodukte und bietet einen Überblick über die Gesamtkosten des Produktionsprozesses. Die anderen beteiligten Kuppelprodukte werden dabei unter dem Positionstyp A mit negativer Menge und negativem Wert ausgewiesen. Dieser negative Wert entspricht dem Kostenanteil des Kuppelproduktes, der über das Aufteilungsschema errechnet wurde. Integration Der Einzelnachweis ist Voraussetzung dafür, daß im auftragsbezogenen und im periodischen Produkt-Controlling eine Abweichungsermittlung durchgeführt werden kann. Sie können vom Bericht aus die Stammdaten einer Kalkulationsposition anzeigen. Für Arbeitsvorgänge, die extern durchgeführt werden, werden die Kosten entweder im Arbeitsplan hinterlegt oder über einen Einkaufsinfosatz ermittelt. Für Arbeitsvorgänge, die intern durchgeführt werden, werden die Kosten mit Hilfe der Kostenstellenrechnung ermittelt. Für die Bewertung der Eigenleistungen setzt die Kalkulation mit Mengengerüst voraus, daß eine Tarifermittlung in der Kostenstellenrechnung durchgeführt wurde. Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis der Einsatzmengen oder prozentual auf Basis der Einzelkosten (Material oder Fertigung) oder der Herstellkosten ermittelt. Die Bedingungen für die Ermittlung dieser Zuschläge werden in einem Kalkulationsschema hinterlegt, das im Customizing definiert wird. 60 April 2001
61 SAP AG Einzelnachweis Prozeßkosten werden in der Prozeßkostenrechnung [Extern] ermittelt und i.d.r. mit Hilfe eines Templates dem Produkt zugeordnet. Das Template legt fest, welche Prozeßkosten in Anspruch genommen und auf welcher Basis diese Kosten an das Produkt weiter verrechnet werden. Siehe auch: Falls Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie die Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. Falls Sie mit Produktionskampagnen arbeiten, beachten Sie die Informationen im Abschnitt Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395]. April
62 SAP AG Objektvergleiche zum Material Objektvergleiche zum Material Definition Berichte, mit deren Hilfe Sie die Planwerte einer Materialkalkulation mit den Werten einer anderen Materialkalkulation oder mit den Planwerten einer Auftragsvorkalkulation vergleichen können Siehe auch: Materialkalkulation mit Mengengerüst [Extern] Materialkalkulation ohne Mengengerüst [Extern] Vorkalkulation zum Produktionsauftrag [Extern] 62 April 2001
63 SAP AG Materialkalkulation vs. Auftragsvorkalkulation Materialkalkulation vs. Auftragsvorkalkulation Definition Bericht, der eine Materialkalkulation mit der Vorkalkulation eines Produktionsauftrages [Extern] vergleicht Verwendung Diesen Bericht können Sie verwenden, um eine Materialkalkulation mit den Plankosten von Produktionsaufträgen zu diesem Material zu vergleichen. Sie finden diesen Bericht in folgenden Anwendungskomponenten des Produktkosten- Controllings: Produktkostenplanung Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Struktur Die bestandsrelevante Sicht einer Kalkulation und einer Auftragsvorkalkulation werden kostenartengerecht verglichen. Der Kostenartennachweis der Materialkalkulation wird nach folgender Strategie abgeleitet: a. Es wird der Kostenartennachweis der Kalkulation gelesen, wenn vorhanden. Im SAP-Standard ist das Speichern eines Kostenartennachweises nicht mehr einstellbar; der Kostenartennachweis wird immer dynamisch auf Basis des Einzelnachweises erzeugt. b. Aus dem Einzelnachweis der Kalkulation wird dynamisch ein Kostenartennachweis aufgebaut. Dieser dynamisch aufgebaute Kostenartennachweis wird jedoch zu keinem Zeitpunkt im System gespeichert. Die Kostenbezugsgröße wird wie folgt ermittelt: Wenn Sie eine Losgröße eingeben, werden sowohl die Werte der Materialkalkulation als auch der Auftragsvorkalkulation auf diese Losgröße normiert. Wenn Sie keine Losgröße eingeben, wird auf die Kalkulationslosgröße der Materialkalkulation normiert. Da keine Normierung bezüglich unterschiedlicher Mengeneinheiten vorgenommen werden kann, ist dieser Vergleich nur für eine Materialkalkulation mit den zu diesem Material gehörenden Aufträgen geeignet. Siehe auch: Materialkalkulation mit Mengengerüst [Extern] Materialkalkulation ohne Mengengerüst [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] April
64 SAP AG Kostenelemente - Vergleich Kostenelemente - Vergleich Definition Bericht, der zwei Materialkalkulationen auf Basis der Kostenelemente miteinander vergleicht. Verwendung Zwei Materialkalkulationen werden auf Basis der Kostenschichtung miteinander verglichen, indem die einzelnen Kostenelemente der Kalkulationen einander gegenüber gestellt werden. Folgende zwei Normierungen werden vorgenommen: Normierung der zweiten Kalkulation auf Basismengeneinheit der ersten Kalkulation, unter der Voraussetzung, daß die Umrechnungsfaktoren im Materialstamm des Produktes der zweiten Kalkulation gepflegt sind. Normierung der Losgröße bezogen auf die Basismengeneinheit des ersten Materials. Geben Sie keine Losgröße vor, wird auf die Kalkulationslosgröße der ersten Kalkulation normiert. Alle Kostenelemente werden bei der Normierung proportionalisiert. Sie können sich innerhalb des Berichtes verschieden Kennzahlen anzeigen lassen. Hierfür verzweigen Sie aus der Berichtsanzeige über den Menüpfad Springen Anderer Bericht in die gewünschte Sicht. Die gewünschte Elementesicht (z.b. Herstellkosten, Selbstkosten oder Bestandsbewertung) wird im Selektionsbild bei den Berichtsparametern eingegeben, und kann im Bericht selber geändert werden. Sie können im Bericht zwischen Hauptschichtung und Nebenschichtung wechseln, falls Sie mit mehreren Kostenschichtungen arbeiten. Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung Integration Sie haben die Möglichkeit, aus dem Bericht in andere Berichte zu verzweigen, z.b. zum Kostenarten-Vergleich zur Bewertete Strukturstückliste zu einem Kalkulationsobjekt zur Partnerschichtung 64 April 2001
65 SAP AG Kostenarten - Vergleich Kostenarten - Vergleich Definition Bericht, der zwei Materialkalkulationen auf Basis der Kostenarten miteinander vergleicht. Verwendung Sie können zwei Materialkalkulationen auf Basis der Kostenarten miteinander vergleichen, indem Sie die einzelnen Kostenarten einander gegenüber gestellt werden. Dazu wird aus dem Einzelnachweis der Kalkulation dynamisch ein Kostenartennachweis aufgebaut, welcher aber nicht auf gesichert wird. Folgende Normierungen werden vorgenommen: Normierung der zweiten Kalkulation auf Basismengeneinheit der ersten Kalkulation, unter der Voraussetzung, daß die Umrechnungsfaktoren im Materialstamm des Produktes der zweiten Kalkulation gepflegt sind. Normierung der Losgröße bezogen auf die Basismengeneinheit des ersten Materials. Geben Sie keine Losgröße an, wird auf die Kalkulationslosgröße der ersten Kalkulation normiert. Alle Kostenarten werden bei der Normierung proportionalisiert. Struktur Sie können sich innerhalb des Berichtes verschiedene Kennzahlen anzeigen lassen. Hierfür verzweigen Sie aus der Berichtsanzeige über den Menüpfad Springen Anderer Bericht in die gewünschte Sicht. Die gewünschte Elementesicht (z.b. Herstellkosten, Selbstkosten oder Bestandsbewertung) wird im Selektionsbild bei den Berichtsparametern eingegeben. Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung Integration Sie haben die Möglichkeit, vom Bericht aus zu anderen Berichten zu verzweigen, z.b. zum Kostenelemente Vergleich zum Einzelnachweis zur Bewerteten Strukturstückliste eines Kalkulationsobjekts April
66 SAP AG Einzelnachweis-Vergleich Einzelnachweis-Vergleich Definition Bericht, der zwei Materialkalkulationen auf Basis des Einzelnachweises miteinander vergleicht Verwendung Sie können diesen Bericht verwenden, um zwei Einzelnachweise miteinander zu vergleichen. Der Vergleich erfolgt anhand der Merkmale Positionsnummer, Positionstyp, Kostenart, Ressource, Material, Kostenstelle, Werk/Arbeitsplatz, Kostenstelle/Leistungsart, Vorgangsnummer, Stücklistenposition, Baugruppenkennzeichen und Kostenelement. Sie können diesen Bericht aufrufen über: Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Produktkostenplanung Materialkalkulation Kalkulation mit Mengengerüst bzw. Kalkulation ohne Mengengerüst Vergleichen bzw. Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Produktkostenplanung Infosystem Objektvergleiche zum Material Einzelnachweis-Vergleich. Wenn Sie diesen Bericht über die Anwendung (Kalkulation mit Mengengerüst oder Kalkulation ohne Mengengerüst) aufrufen, geben Sie die erforderlichen Daten für die zu vergleichenden Kalkuationen ein und wählen Ausführen. Sie können auf dem gleichen Bildschirmbild andere Auswahlkriterien eingeben. Der Bericht wird automatisch aktualisiert. SAP liefert verschiedene Standard-Layouts aus, z.b. Anzeige nach Positionstyp, nach Kostenelement/Kostenart, nach Arbeitsvorgängen und nach Kalkulationspositionen. Sie können die angezeigten Informationen jedoch an Ihre individuellen Anforderungen anpassen. Sie können z.b. Filter setzen, Zwischensummen bilden, sortieren, zusätzliche Informationen einblenden und diese Einstellungen auch als neues Layout sichern. Wenn Sie den Bericht über das Infosystem aufrufen, können Sie das gewünschte Layout bereits vor dem Aufruf des Berichtes angeben, dies aber im Bericht selbst jederzeit ändern. Je nachdem, ob Sie den Bericht über die Anwendung oder das Infosystem aufrufen, können Sie im Selektionsbild bzw. im Bericht selbst verschiedene Einstellungen vornehmen. Sie können z.b. im Selektionsbild beider Berichte im Feld Kostenbezugsgröße bzw. über Bezugsgröße die Losgröße eingeben, auf deren Basis die Kosten angezeigt werden sollen über Einstellungen Währung bzw. Währung wechseln zwischen der Buchungskreis- /Objekt- und Kostenrechnungskreiswährung wählen über Einstellungen Besch.Alternative für den Fall einer Mischkalkulation einstellen, daß die Kalkulation einer bestimmten Beschaffungsalternative angezeigt werden soll 66 April 2001
67 SAP AG Integration Einzelnachweis-Vergleich Sie können über Springen in das Detailbild zur Kalkulation und in den Materialstamm verzweigen. April
68 SAP AG Objektvergleiche zur Einzelkalkulation Objektvergleiche zur Einzelkalkulation Definition Berichte, die den Vergleich zweier Einzelkalkulationen ermöglichen. Verwendung Sie können mit dem Bericht Musterkalkulation vs. andere Einzelkalkulation: zwei Musterkalkulationen miteinander vergleichen einer Musterkalkulation das Ergebnis einer der folgenden Einzelkalkulationen gegenüberstellen: Einzelkalkulation zum Vertriebsbeleg Einzelkalkulation zum Kostenträger-allgemein Materialkalkulation ohne Mengengerüst Einzelkalkulation zum Fertigungsauftrag, Innenauftrag oder PSP-Element Sie können mit dem Bericht Einzelkalkulationsvergleich beliebige Einzelkalkulationen miteinander vergleichen. Sie können die in diesen Berichten angebotenen Informationen an Ihre Anforderungen anpassen, indem Sie das aktuelle Layout ändern oder eigene Layouts anlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] und Funktionen des ABAP Listviewer [Extern]. Struktur Im Berichtskopf erhalten Sie Informationen über die Kalkulationsobjekte, die Kalkulationsgröße und den Gesamtwert. Der Bericht selbst listet die Daten beider Kalkulationen mit Bezug auf den Positionstyp auf. Sie können auch nur die Abweichungen zwischen beiden Kalkulationen anzeigen. Siehe auch: Weitere Informationen über die Funktionen der Einzelkalkulation und über die Objekte, für die Sie eine Einzelkalkulation anlegen können, finden Sie unter Einzelkalkulation [Extern]. Muster- und Simulationskalkulation [Extern] Materialkalkulation ohne Mengengerüst [Extern] 68 April 2001
69 SAP AG Kalkulationsberichte im Hintergrund drucken Kalkulationsberichte im Hintergrund drucken Verwendung Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie für viele Materialien gleichzeitig den gewünschten Kalkulationsbericht drucken wollen und die Listen sehr umfangreich sind. Sie können alle Kalkulationsberichte im Hintergrund drucken, z.b. Kostenelemente-Bericht oder Einzelnachweis. Vorgehensweise 1. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Produktkostenplanung Infosystem Weitere Berichte Kalkulationsbericht im Hintergrund drucken. 2. Geben Sie den Kostenrechnungskreis ein. 3. Geben Sie die Daten zu den gewünschten Kalkulationsberichten ein. Über das Kennzeichen Stücklistenauflösung legen Sie fest, wie Sie die gewünschten Kalkulationen für den Druck im Hintergrund selektieren wollen (Stücklistenauflösung oder Kalkulationsselektion). Wenn Sie das Kennzeichen Stücklistenauflösung gesetzt haben, geben Sie im Gruppenrahmen Stücklistenauflösung die Daten zur Selektion der Materialkalkulationen ein. In diesem Fall werden diese Materialkalkulationen und die Kalkulationen der Komponenten in der zugehörigen Stückliste selektiert und gedruckt. Sie können dabei festlegen, bis zu welcher Dispositionsstufe die Stückliste der Materialien aufgelöst werden soll ob Materialien, die in der aufzulösenden Stückliste mehrfach vorkommen, auch mehrfach gedruckt werden sollen ob nur Materialien selektiert werden sollen, die über die Materialkalkulation mit Mengengerüst kalkuliert wurden Wenn Sie das Kennzeichen Stücklistenauflösung nicht gesetzt haben, geben Sie im Gruppenrahmen Kalkulationsselektion die Daten zur Materialselektion ein. Sie können selektieren nach: Werk und Materialnummer Kalkulationsvariante und Kalkulationsversion Kalkulationsdatum Es werden genau diese Kalkulationen selektiert und gedruckt. Die Materialstücklisten werden nicht aufgelöst, d.h. die Kalkulationen zu den Komponenten in den zugehörigen Stücklisten werden nicht selektiert, wenn Sie nicht im Rahmen der Materialien ausgewählt wurden. 4. Geben Sie im Gruppenrahmen Berichtsparameter ein, welcher Bericht gedruckt werden soll, z.b. Kostenelemente [Seite 308] April
70 SAP AG Kalkulationsberichte im Hintergrund drucken welche Elementesicht [Extern] herangezogen werden soll, z.b. Herstell- oder Selbstkosten ob auch Rohstoffe selektiert werden sollen ob die Kalkulationsergebnisse in Buchungskreis- oder Kostenrechnungskreiswährung ausgegeben werden sollen 5. Wählen Sie. 6. Geben Sie im Dialogfenster Hintergrundverarbeitung folgende Daten ein: Jobname Startdatum und Startuhrzeit des Hintergrundjobs oder Sofortstart 7. Wählen Sie. Der Job wird zum angegebenen Termin gestartet. Wenn Sie Sofortstart gewählt haben, wird der Job direkt gestartet. 8. Wählen Sie System Dienste Jobs Jobübersicht, um eine Übersicht über alle vorhandenen Hintergrundjobs und deren Status anzuzeigen. Siehe auch: BC Computing Center Management System [Extern] Hintergrundverarbeitung [Extern] Hintergrundverarbeitung: Konzepte und Funktionen [Extern] 70 April 2001
71 SAP AG Infosystem Kostenträgerrechnung Infosystem Kostenträgerrechnung Verwendung Sie finden nachstehend eine Beschreibung der Inhalte der SAP-Standardberichte und der Kostenanalyse, die im SAP-Standard im Informationssystem der folgenden Anwendungskomponenten zu finden sind: Periodisches Produkt-Controlling Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Kundenauftrags-Controlling Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen. Die Berichte sind entsprechend der einzelnen Anwendungskomponenten und der Berichtskategorien gruppiert. Des weiteren erhalten Sie allgemeine Informationen über die verdichtete Analyse: Es wird erläutert, wie die Verdichtung von Daten funktioniert Es werden die verschiedenen Verfahren der Verdichtung vorgestellt. Die Verfahren der Verdichtung werden miteinander verglichen. Siehe auch: Berichtskategorien [Seite 13] Verdichtete Analyse in der Kostenträgerrechnung [Seite 324] Allgemeine Informationen zur Kostenträgerrechnung finden Sie in den folgenden Abschnitten der Dokumentation der Kostenträgerrechnung: Kostenträgerrechnung [Extern] Periodisches Produkt-Controlling [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern] Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistunge [Extern]n Da es bei einigen Abwicklungen innerhalb der Kostenträgerrechnung Besonderheiten in dem jeweiligen Berichtswesens gibt, beachten Sie den Punkt Besondere Abwicklungen und deren Auswirkungen in der Kostenträgerrechnung. Hier finden Sie besondere Informationen zu diesen Themen. April
72 SAP AG Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Kostenträgerrechnung stehen Ihnen unter anderem die nachfolgend aufgelisteten Kennzahlen zur Verfügung. Beachten Sie, daß die Verfügbarkeit der Kennzahlen abhängig ist von der Anwendungskomponente und den in der Anwendungskomponente verwendeten Objekten. Sie können Plankosten bspw. zu Fertigungsaufträgen (im Auftragsbezogenen Produkt- Controlling) und zu Kundenaufträgen(im Kundenauftrags-Controlling), aber nicht zu Produktkostensammlern (im Periodischen Produkt-Controlling) analysieren. Die Anzeige von Kennzahlen kann erfolgen mit Hilfe der Kostenanalyse [Seite 79]: für den Kostenartennachweis zur Materialkalkulation [Seite 311] und Kundenauftragskalkulation für die Detailberichte in der Kostenträgerrechnung [Seite 354] für alle Verdichtungshierarchien [Seite 326] (auch für Auftragshierarchien mit Klassifizierung) für Berichte zu Kostenträgerhierarchien [Seite 139] mit Hilfe der Produktrecherche [Seite 205] mit Hilfe spezieller Berichte [Seite 363] in den Berichtskategorien Objektlisten [Seite 343], Objektvergleiche [Seite 358] und Weitere Berichte [Seite 363] Informationen zu den je Anwendungskomponente verfügbaren Kennzahlen finden Sie in den Abschnitten: Kennzahlen im Periodischen Produkt-CO [Seite 83] Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-CO [Seite 174] Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling [Seite 262] Kennzahlen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen [Seite 83] Die Lektüre dieser Abschnitte empfiehlt sich insbesondere, wenn Sie mit Berichten der Kostenanalyse arbeiten, da in diesem Fall die einzelnen Berichte nicht explizit beschrieben sind. Funktionen der Kostenanalyse Berichte der Kostenanalyse [Seite 79] bedienen sich der Funktionalität des ABAP List Viewer, bieten jedoch im Rahmen der Kostenanalyse noch zusätzliche Funktionen an. Zu den Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, können Sie sich in der Kostenanalyse eigene Layouts definieren, d.h. Sie könnnen in der Kostenanalyse Kennzahlen und Merkmale in eigenen Layouts gruppieren. In der Spaltenauswahl zu den Layouts finden Sie unterschiedliche Feldgruppen (Spaltenvorräte), die die Kennzahlen in logische Gruppen einteilen. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] 72 April 2001
73 SAP AG Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] Detaillierte Informationen zu den wichtigsten Kennzahlen finden Sie im nachstehenden Text: Plankosten Plankosten können im Informationssystem der Kostenträgerrechnung zu folgenden Objekten angezeigt werden, sofern die Plankosten zuvor auf dem Objekt fortgeschrieben wurden: Fertigungsaufträge, Prozeßaufträge, wenn die Kosten auf dem Produktionsauftrag selbst und nicht auf einem Produktkostensammler fortgeschrieben wurden. CO-Fertigungsaufträge Kundenauftragspositionen Plankosten werden auf der Kundenauftragsposition nur fortgeschrieben, wenn diese kosten- und erlösführend ist. Eine Kundenauftragskalkulation können Sie jedoch auch erstellen, wenn die Kundenauftragsposition nicht kosten- und erlösführend ist. Die Kundenauftragskalkulation kann auch analysiert werden, wenn keine Plankosten fortgeschrieben werden. Im Kundenauftragscontrolling wird unterschieden zwischen den Plankosten, die direkt auf der Kundenauftragskalkulation geplant wurden und den Plankosten auf den zugeordneten Objekten. Bei einem Plankostenbericht zu einem Kundenauftrag steht Ihnen eine weitere Sicht zur Verfügung, die ihnen die Plankosten für die Kundenauftragspositionen und für die zugeordenten Objekte (Produktionsaufträge) anzeigt. Innenaufträge Kostenträger-allgemein Zu Produktkostensammlern werden keine Plankosten fortgeschrieben. Die Ergebnisse der Vorkalkulationen von Produktkostensammlern analysieren Sie im Informationssystem der Produktkostenplanung wie sonstige Materialkalkulationen mit Mengengerüst. Informationen zur Vorkalkulation im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling finden Sie in den Abschnitten: Vorkalkulation zum Produktionsauftrag [Extern] Informationen zur Planwertermittlung im Kundenauftrags-Controlling finden Sie im Abschnitt: Planwertermittlung im Kundenauftrags-Controlling [Extern] April
74 SAP AG Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Informationen zur Kundenauftragskalkulation finden Sie im Abschnitt: Kundenauftragskalkulation [Extern] Informationen zur Kostenplanung für Kostenträger-allgemein im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen finden Sie im Abschnitt: Kostenplanung für Kostenträger-allgemein [Extern] Informationen zur Kostenplanung für Innenaufträge im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen finden Sie im Dokument CO-Innenaufträge Istkosten Bitte beachten Sie, daß in Berichten zur Kundenauftragsposition in der Spalte Ist sowohl die echten Istkosten als auch die statistischen Istkosten ausgewiesen werden. Die echten Istkosten können von den statistischen Istkosten über die Kostenart unterschieden werden. Das Layout Mittelbindung im Bestand ermöglicht den getrennten Ausweis von echten und statistischen Istkosten. Ware in Arbeit Ware in Arbeit kann ermittelt werden für Produktkostensammler: Zu Produktkostensammlern wird die Ware in Arbeit immer zu Sollkosten ermittelt. Fertigungsaufträge, Prozeßaufträge: In der Regel werden Produktionsaufträge kumuliert abgerechnet (Abrechnungsart GES (gesamt)). In diesem Falle wird Ware in Arbeit zu Istkosten ermittelt. Werden Produktionsaufträge periodisch abgerechnet (Abrechnungsart PER), so wird Ware in Arbeit zu Sollkosten ermittelt. Hinweis zur verdichteten Analyse mit Produktrecherche Die Ware in Arbeit wird sowohl bei Objekten mit Abrechnungsart periodisch als auch bei Objekten mit Abrechnungsart gesamt aus den Abgrenzungskostenarten abgeleitet. Werden die Abgrenzungskostenarten im Elementeschema der Produktrecherche nicht zugeordnet, so erscheint die Ware in Arbeit im Element Sonstige (falls definiert) oder als nicht zugeordnet. Abgrenzungsdaten (also auch Ware in Arbeit) können nach Bildung und Verbrauch getrennt ausgewiesen werden, wenn das Kennzeichen Bildung/Verbrauch trennen im Customizing in der Abgrenzungsversion gesetzt ist. Ist es nicht gesetzt, so weist das System den Saldo aus. Überprüfen Sie diese Customizing-Einstellung im Einführungsleitfaden in den jeweiligen Anwendungskomponenten des Produktkosten- Controllings unter Periodenabschluß Ergebnisermittlung Abgrenzungsversionen für Ergebnisermittlung definieren. Sie erhalten das Bild: Sicht Abgrenzungsversionen ändern: Übersicht und durch Auswahl einer Zeile das Bild: Abgrenzungsversionen anzeigen: Detail. Es findet keine Trennung in Bildung und Verbrauch statt. Zusätzlich zur Ware in Arbeit werden Istbelastungen, Istentlastungen und Saldo angezeigt. Stellen Sie sicher, daß Sie die Ermittlung der Ware in Arbeit im Periodenabschluß in der jeweiligen Abgrenzungsversion durchgeführt haben. 74 April 2001
75 SAP AG Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Hinweis zu Rückstellung für fehlende Kosten Rückstellungen für fehlende Kosten existieren nur für Ware in Arbeit zu Ist. Abgrenzungsdaten (also Rückstellungen für fehlende Kosten) können nach Bildung und Verbrauch getrennt ausgewiesen werden, wenn das Kennzeichen Bildung/Verbrauch trennen im Customizing in der Abgrenzungsversion gesetzt ist. Ist es nicht gesetzt, so weist das System den Saldo aus. Überprüfen Sie diese Customizing-Einstellung im Einführungsleitfaden in den jeweiligen Anwendungskomponenten des Produktkosten-Controllings unter Periodenabschluß Ergebnisermittlung Abgrenzungsversionen für Ergebnisermittlung definieren. Sie erhalten das Bild: Sicht Abgrenzungsversionen ändern: Übersicht und durch Auswahl einer Zeile das Bild: Abgrenzungsversionen anzeigen: Detail. Rückstellungen für fehlende Kosten werden nur dann gebildet, wenn der Wert der Entlastung des Auftrags durch Ablieferung an das Lager den Wert der Belastungen übersteigt. In einer Periode sind auf einem Objekt entweder Ware in Arbeit oder Rückstellungen für fehlende Kosten vorhanden. Dies gilt natürlich nicht bei der Betrachtung von Verdichtungsobjekten. Bei der Betrachtung von Verdichtungsobjekten können in einer Periode sowohl Ware in Arbeit (zu Istkosten) als auch Rückstellungen für fehlende Kosten vorhanden sein. Sie müssen die Ergebnisermittlung im Periodenabschluß in der jeweiligen Abgrenzungsversion durchgeführt haben. Die Kennzahlen können sowohl in Detailberichten zu einzelnen Objekten als auch verdichtet angezeigt und analysiert werden. Hinweis zur verdichteten Analyse mit Produktrecherche In der verdichteten Analyse mit Produktrecherche existiert keine Trennung in Bildung und Verbrauch und kein Ausweis von Rückstellungen. Sie müssen die Ware in Arbeit- Ermittlung im Periodenabschluß in der jeweiligen Abgrenzungsversion durchgeführt haben. Siehe auch: Ware in Arbeit ermitteln [Extern] Ware in Arbeit im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling [Extern] Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern] Ware in Arbeit inklusive Ware in Transport oder Ware auf Baustelle können auch mit der Ergebnisermittlung zur Kundenauftragsposition oder zum Innenauftrag ermittelt werden. Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung (also auch Ware in Arbeit) können nach Bildung und Verbrauch getrennt ausgewiesen werden, wenn das Kennzeichen Bildung/Verbrauch trennen im Customizing in der Abgrenzungsversion gesetzt ist. Ist es nicht gesetzt, so weist das System den Saldo aus. Sie müssen die Ergebnisermittlung im Periodenabschluß in der jeweiligen Abgrenzungsversion durchgeführt haben. Die Kennzahlen können sowohl in Detailberichten zu einzelnen Objekten als auch verdichtet angezeigt und analysiert werden. April
76 SAP AG Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Im Rahmen der Ergebnisermittlung zur Kundenauftragsposition oder zu Innenaufträgen kann eine Vielzahl von Abgrenzungsdaten ermittelt werden. Ausführliche Informationen über die Abgrenzungsdaten finden Sie im Abschnitt: Ergebnisermittlung [Extern] Ergebnisermittlungsmethoden [Extern] Abweichungen Sie können folgende Abweichungen anzeigen: Plan/Ist-Abweichungen Plan/Ist-Abweichungen können zu allen Objekten angezeigt werden, zu denen Planwerte und Istwerte fortgeschrieben werden. Die Abweichungen zwischen Plankosten und Istwerten resultieren aus der Gegenüberstellung beider Werte. Plan-/Ist-Abweichungen können zu Kundenauftragspositionen und zu Fertigungs- und Prozeßaufträgen angezeigt werden. Sie können nicht angezeigt werden zu Produktkostensammlern, da auf diesen keine Plankosten fortgeschrieben werden. Statt dessen können Sie für Vergleiche zwischen Istkosten Produktkostensammler und Vorkalkulation Produktkostensammler den Bericht Material vs. Auftrag in der Berichtskategorie Objektvergleiche verwenden. Soll/Ist-Abweichungen Soll/Ist-Abweichungen können zu Produktkostensammlern und Produktionsaufträgen ermittelt werden. Die Abweichungen zwischen Sollkosten und Istkosten resultieren aus der Normierung von Planwerten auf eine Bezugsbasis. Diese Normierung kann im Zuge der Abweichungsermittlung erfolgen. Die Abweichungsermittlung führen Sie im Periodenabschluß des Periodischen und Auftragsbezogenen Produkt-Controlling durch. Im Rahmen der Abweichungsermittlung wird die zu erklärende Abweichung auf einzelne Abweichungskategorien [Seite 224] verteilt. Diese Abweichungskategorien können im Informationssystem angezeigt werden. Wurde noch keine Abweichungsermittlung durchgeführt, so können die Sollkosten auch dynamisch im Informationssystem ermittelt werden. Die Sollkosten werden in Abhängigkeit von einer Sollversion ermittelt. Die Sollentlastung im Bericht ergibt sich aus der Istmenge multipliziert mit dem Standardpreis (bei Standardpreis-Steuerung). Eine Sollentlastung wird nur dann angezeigt, wenn das Vergleichsobjekt zur Ermittlung der Sollkosten eine auftragsneutrale Kalkulation ist. Demnach wird in einem Bericht zur Sollversion 1 (in der SAP-Standardauslieferung werden hier die auf Basis der Auftragsplankosten ermittelten Sollkosten mit den - gegebenenfalls bereinigten - Istkosten verglichen) kein Sollentlastungssatz angezeigt. Ebenso wird kein 76 April 2001
77 SAP AG Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Sollentlastungssatz erzeugt, wenn die Sollkosten durch den Bericht selbst ermittelt werden und nicht im Rahmen des Periodenabschlusses vorher errechnet worden sind. Hinweise zu kostenartengerechten Detailberichten Szenario: noch keine Abweichungsermittlung erfolgt es wird dynamisch eine Sollkostenermittlung angestoßen es werden keine Abweichungen ermittelt (es sind keine abrechenbaren Abweichungskategorien vorhanden) es werden keine Daten fortgeschrieben Diese Option soll für genau ein Objekt einen ad-hoc Soll/Ist-Vergleich ermöglichen. Szenario: Abweichungsermittlung ist erfolgt Sollkosten laut Abweichungsermittlung Abweichungen laut Abweichungsermittlung Weitere Informationen zur Abweichungsermittlung finden Sie unter: Abweichungsermittlung [Extern] Arten der Abweichungsermittlung [Extern] Abweichungskategorien [Extern] Ausschußabweichung [Extern] Exkurs: Ausschuß im Produktkosten-Controlling [Extern] Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern] Ermittlung der Sollkosten [Extern] Ermittlung der Kontrollkosten [Extern] Abweichungen bei bewertetem Kundenauftragsbestand [Extern] Abweichungsermittlung: Ablauf [Extern] Beispiel Abweichungsermittlung [Extern] Periodische Abweichungsermittlung: Wertefluß [Extern] Abweichungen ermitteln [Extern] Flexible Fehlersteuerung in der Kostenträgerrechnung [Extern] Daten der Ergebnisermittlung Im Rahmen der Ergebnisermittlung zur Kundenauftragsposition oder zu Innenaufträgen kann eine Vielzahl von Abgrenzungsdaten ermittelt werden. Abgrenzungsdaten (also auch Ware in Arbeit) können nach Bildung und Verbrauch getrennt ausgewiesen werden, wenn das Kennzeichen Bildung/Verbrauch trennen im Customizing in der Abgrenzungsversion gesetzt ist. Ist es nicht gesetzt, so weist das System den Saldo aus. April
78 SAP AG Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung Sie müssen die Ergebnisermittlung im Periodenabschluß in der jeweiligen Abgrenzungsversion durchgeführt haben. Die Kennzahlen können sowohl in Detailberichten zu einzelnen Objekten als auch verdichtet angezeigt und analysiert werden. Siehe auch: Informationen zu den Berichten der Produktrecherche finden Sie in den Abschnitten: Produktrecherche [Seite 205] Aufruf Recherche-Bericht mit Merkmal Auftrag [Extern] Produktgruppe in der Produktrecherche [Seite 210] Produktgruppe CO anlegen [Seite 212] Datenbeschaffung Produktrecherche [Seite 214] Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen [Seite 215] Funktionen der Produktrecherche [Extern] Abweichungsanalyse [Seite 216] Informationen zu Objektlisten finden sie im Abschnitt: Objektliste [Seite 343] Auftragsselektion [Seite 344] Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347] Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Arbeiten mit Extrakten [Seite 385] Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Übersicht Verdichtungshierarchien [Seite 352] Übersicht Kostenträgerhierarchien [Seite 156] Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen [Seite 158] Informationen zum Objektvergleich: Objektvergleiche [Seite 358] Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich [Seite 359] Verdichtungshierarchie vs. Verdichtungshierarchie Plan/Ist - Vergleich [Seite 361] Weitere Berichte: Einzelposten-Berichte [Seite 363] Detaillierte Informationen zu sonstigen Berichten finden Sie an den entsprechenden Stellen der Dokumentation, die sich an der Struktur des Menüs orientiert. 78 April 2001
79 SAP AG Kostenanalyse Kostenanalyse Verwendung Die Kostenanalyse ist ein interaktives Medium zur Analyse von ihm Rahmen der Kostenträgerrechnung und Produktkalkulation angefallenen Daten wie Kosten und Mengen. Dabei ist es dem Anwender möglich, ausgehend von Grundlisten interaktiv mittels Techniken wie Feldauswahl, Summieren, Sortieren, Filtern etc. eigene Sichten, sogenannte Layouts, zu definieren und diese im System abzulegen, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder Zugriff darauf zu haben bzw. sie anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen. Die Darstellung kann außerdem variiert werden durch Funktionen wie Zeitraum-, Versions- und Währungsumschaltung. Weiterhin sind Absprünge auf Einzelpostenanzeigen und Stammdatentransaktionen möglich. Die der Analyse zur Verfügung stehenden Daten (Merkmale und Kennzahlen) sind betriebswirtschaftlich gegliedert in einzelne Feldgruppen. Zusätzlich ist es dem Anwender möglich, weitere Gruppierungsmerkmale im Einstellungsmenü hinzuzufügen. Schnittstellen zu Microsoft EXCEL, WORD, Crystal Reports etc. vervollständigen die Funktionalität der Kostenanalyse. Die Kostenanalyse steht für alle Objekte der Kostenträgerrechnung zur Verfügung. Sie wird weiterhin verwendet zur Kostenartenanalyse in der Produktkostenplanung. Anwendungsszenario SAP liefert zu jedem Berichtsobjekt eine Anzahl von Standardlayouts (z.b. Kostenartenanalyse, Kostenentwicklung) aus, die der Anwender durch eigene Layouts ergänzen kann. So wäre z.b. eine Abweichungsanalyse für Materialeinsatz in einem Werk im Rahmen der allgemeinen Objektverdichtung durch die Kombination geeigneter Spalteninhalte (Ist, Soll, Abweichung...) aus dem Kennzahlenvorrat mit Merkmalen wie Material und Materialtext mittels geeigneter Zwischensummenbildung und Gruppierung interaktiv realisierbar. Eine weitere Gruppierung mittels Materialstammattributen kann durch entsprechendes Customizing erreicht werden. Im Rahmen der Layoutverwaltung ist es möglich, das neu erstellte Layout als Voreinstellung benutzerspezifisch oder benutzerübergreifend zu hinterlegen. Funktionsumfang Die Kostenanalyse bedient sich der Funktionalität des ABAP List Viewer. Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts und dem ABAP List Viewer finden Sie unter: Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. Zusätzlich zu den generischen Funktionen des ABAP List Viewer stellt die Kostenanalyse folgende Funktionen zur Verfügung: Einzelpostenabsprung Sie können auf die Ist-Einzelposten-Analyse einer ausgewählten Detailzeile verzweigen. Währungstyp setzen Wählen Sie Währungstyp, um zwischen den Währungstypen Kostenrechnungskreiswährung und Buchungskreis/Objektwährung zu wählen. April
80 SAP AG Kostenanalyse Zeitraum Sie können den Berichtszeitraum wie folgt setzen: kumuliert oder eingeschränkt auf ein Periodenintervall Bewertungssicht Sie können zwischen verschiedenen Bewertungssichten wählen: legale Bewertung Konzernbewertung Profit-Center-Bewertung Wertebezug Sie haben die Auswahl zwischen: absolut pro Einheit Die Kostenanalyse steht zur Verfügung für: für die Analyse von Verdichtungshierarchien [Seite 326] (Aufträge, Projekte und Kostenträger) die Detailberichte in der Kostenträgerrechnung [Seite 354] den Kostenartennachweis zur Materialkalkulation [Seite 311] und zur Kundenauftragskalkulation Allgemeine Informationen über die Kennzahlen, die in den verschiedenen Anwendungskomponenten zur Verfügung stehen, finden Sie unter Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung [Seite 72] Kennzahlen im Periodischen Produkt-CO [Seite 83] Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-CO [Seite 174] Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling [Seite 262] Kennzahlen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen [Seite 83] Die Lektüre dieser Abschnitte empfiehlt sich, da die Berichte, die die Kostenanalyse nutzen, nicht explizit beschrieben sind. 80 April 2001
81 SAP AG Infosystem Periodisches Produkt-Controlling Infosystem Periodisches Produkt-Controlling Verwendung Im Informationssystem des Periodischen Produkt-Controllings analysieren Sie die auf auf Produktkostensammlern und gegebenenfalls auf Kostenträgerhierarchien fortgeschriebenen Daten. Funktionsumfang Analysen zu Produktkostensammlern Sie können sich im Informationssystem folgende Daten zu Produktkostensammlern anzeigen lassen: die Werte der Vorkalkulation (siehe auch: Vorkalkulation zum Produktkostensammler [Extern]) Wenn Sie eine Vorkalkulation zum Produktkostensammler durchführen, so wird diese Kalkulation mit Bezug auf eine Beschaffungsalternative [Extern] gespeichert. Die kalkulierten Kosten der Beschaffungsalternative können Sie mit Hilfe der Berichte der Produktkostenplanung analysieren. Berichte zur Vorkalkulation zum Produktkostensammler zeigen Sie demnach nicht im Informationssystem des Periodischen Produkt-Controllings, sondern im Informationssystem der Produktkostenplanung an. In den Berichten der Produktkostenplanung wird zu einer Kalkulation zum Produktkostensammler eine Beschaffungsalternative mit angezeigt (beispielsweise in den Berichten Liste vorhandener Kalkulationen, Kostenelemente, Einzelnachweis). Bei der Vorkalkulation eines Produktkostensammlers werden keine Plankosten auf dem Produktkostensammler fortgeschrieben. die Istkosten (siehe auch: Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern]) die Sollkosten (siehe auch: Ermittlung der Sollkosten [Extern]) die Ware in Arbeit (siehe auch: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern]) die Abweichungen (siehe auch: Abweichungsermittlung [Extern]) Eine Analyse der Auftragsplankosten der dem Produktkostensammler zugeordneten Produktionsaufträge ist nicht möglich, da die Plankosten zu diesen Produktionsaufträgen zwar ermittelt werden können, aber nicht auf den Produktionsaufträgen fortgeschrieben werden. Aufruf eines Detailberichtes Zum Aufruf eines Detailberichtes geben Sie - statt einer Auftragsnummer - neben Material und Werk die Merkmalsausprägungen des Fertigungsprozesses [Extern] ein (zum Beispiel: Material P-105, Werk 1000, Fertigungsversion 0001). Das System findet über diese Eingabe den April
82 SAP AG Infosystem Periodisches Produkt-Controlling relevanten Produktkostensammler. In der Berichtsanzeige wird Ihnen die Bezeichnung des Fertigungsprozesses angezeigt. Analysen zu Kostenträgerhierarchien Um die auf Kostenträgerhierarchien [Seite 137] bezogenen Daten zu analysieren, verwenden Sie die entsprechenden Berichte zum Erfassungsobjekt bzw. zum Verdichtungsobjekt der Kostenträgerhierarchie (siehe auch: Kostenträgerhierarchie im Informationssystem [Seite 139]). Siehe auch: Informationssystem Produktkosten-Controlling [Seite 10] 82 April 2001
83 SAP AG Kennzahlen im Periodischen Produkt-Controlling Kennzahlen im Periodischen Produkt-Controlling Verwendung Im Periodischen Produkt-Controlling werden folgende Kostenträger verwendet: Produktkostensammler [Extern] Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Es stehen Ihnen im Periodischen Produkt-Controlling eine Vielzahl von Kennzahlen zur Verfügung. Die Anzeige von Kennzahlen kann erfolgen: mit Hilfe der Kostenanalyse [Seite 79]: für die Detailberichte zu Produktkostensammlern [Seite 162] und zu Kostenträgerhierarchien [Seite 163] für alle Verdichtungshierarchien [Seite 326] mit Hilfe der Produktrecherche [Seite 205] in den Berichtskategorien Objektlisten [Seite 343], Objektvergleiche [Seite 358] Welche Kennzahlen analysiert werden können, ist vom betrachteten Objekt abhängig. Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen der Kostenträgerrechnung finden Sie im Abschnitt: Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung [Seite 72] Funktionen der Kostenanalyse Welche Kennzahlen Sie im Periodischen Produkt-Controlling analysieren, bestimmen Sie in der Kostenanalyse. Berichte der Kostenanalyse [Seite 79] bedienen sich der Funktionalität des ABAP List Viewer, bieten jedoch im Rahmen der Kostenanalyse noch zusätzliche Funktionen an. Zu den Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, können Sie sich in der Kostenanalyse eigene Layouts definieren, d.h. Sie könnnen in der Kostenanalyse Kennzahlen und Merkmale in eigenen Layouts gruppieren. In der Spaltenauswahl zu den Layouts finden Sie unterschiedliche Feldgruppen (Spaltenvorräte), die die Kennzahlen in logische Gruppen einteilen. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] April
84 SAP AG Kennzahlen im Periodischen Produkt-Controlling Zum Produktkostensammler können analysiert werden: Kennzahlen, die sich aus Istbuchungen ergeben (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Istherstellmenge) Ware in Arbeit zu Sollkosten (siehe auch: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern]) Daten, die sich aus der Abweichungsermittlung ergeben. Dies sind beispielsweise Sollkosten Kontrollkosten die einzelnen Abweichungskategorien Abweichungen absolut und prozentual Sie können zum Produktkostensammler keine Plankosten analysieren, da zum Produktkostensammler im Rahmen der Vorkalkulation keine Plankosten fortgeschrieben werden. Die Ergebnisse der Vorkalkulation zum Produktkostensammler können Sie im Informationssystem der Produktkostenplanung in den Berichten zur Materialkalkulation mit Mengengerüst analysieren. Siehe auch: Produktkostensammler anlegen, ändern und anzeigen [Extern]Produktkostensammler bearbeiten [Extern] Produktkostensammler und CO-Fertigungsaufträge: Liste anzeigen [Extern] Abweichungsermittlung [Extern] Beispiel: Wertefluß Ware in Arbeit zu Sollkosten [Extern] Ausschußabweichung [Extern] Sollversionen in der Abweichungsermitlung [Extern] Ermittlung der Sollkosten [Extern] Ermittlung der Kontrollkosten [Extern] Abweichungen bei bewerteten Kundenauftragsbestand [Extern] Periodische Abweichungsermittlung: Wertefluß [Extern] Zur Kostenträgerhierarchie können analysiert werden: Kennzahlen, die sich aus Istbuchungen ergeben (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Istherstellmenge) Plankosten, sofern es sich um Darstellung von Plankosten handelt, die auf den einer Kostenträgerhierarchie zugeordneten Poduktionsaufträgen fortgeschrieben wurden (bspw. Verdichtung der Plankosten, die zu den einer Kostenträgerhierarchie zugeordnenten Produktionsaufträgen im Rahmen einer Vorkalkulation ermittelt wurden. Plankosten können nicht angezeigt werden zu Produktkostensammlern, die einer Kostenträgerhierarchie zugeordnet sind. Plan/Ist-Vergleiche 84 April 2001
85 SAP AG Kennzahlen im Periodischen Produkt-Controlling Ware in Arbeit zu Sollkosten, sofern auf den der Kostenträgerhierarchie zugeordneten Aufträgen Ware in Arbeit ermittelt wurde. Zur Kostenträgerhierarchie kann keine Ware in Arbeit ausgewiesen werden. Daten, die sich aus der Abweichungsermittlung ergeben. Dies sind beispielsweise Sollkosten Kontrollkosten die einzelnen Abweichungskategorien Abweichungen absolut und prozentual Siehe auch: Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung [Seite 72] Istkostenverteilung in der Kostenträgerhierarchie [Extern] Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern] Abweichungsermittlung [Extern] Beispiel: Wertefluß Ware in Arbeit zu Sollkosten [Extern] Ausschußabweichung [Extern] Sollversionen in der Abweichungsermitlung [Extern] Ermittlung der Sollkosten [Extern] Ermittlung der Kontrollkosten [Extern] Abweichungen bei bewerteten Kundenauftragsbestand [Extern] Periodische Abweichungsermittlung: Wertefluß [Extern] Hinweis zur verdichteten Analyse mit Verdichtungshierarchie Wird zu einem Auftrag (Produktkostensammler oder Produktionsauftrag) die Abweichungsermittlung durchgeführt, so schreibt das System auf dem Auftrag den Status ABWE (Abweichungen ermittelt) fort. Um eine Vergleichbarkeit sicherzustellen, verdichten Sie nur solche Objekte, für die auch eine Abweichungsermittlung durchgeführt wurde. Nutzen Sie hierzu das Selektionsschema bei der notwendigen Datenbeschaffung. Selektieren Sie die Aufträge, für die der Status ABWE aktiv ist. Werden Objekte mit Abrechnungsart Periodisch oder Gesamt gemeinsam verdichtet und periodisch betrachtet, so ist dies bei der Interpretation des Berichtes zu beachten. Hintergrundinformationen zur Verdichteten Analyse [Seite 185] Informationen zu den Berichten der Produktrecherche finden Sie in den Abschnitten: Produktrecherche [Seite 205] Aufruf Recherche-Bericht mit Merkmal Auftrag [Extern] Produktgruppe in der Produktrecherche [Seite 210] Produktgruppe CO anlegen [Seite 212] April
86 SAP AG Kennzahlen im Periodischen Produkt-Controlling Datenbeschaffung Produktrecherche [Seite 214] Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen [Seite 215] Funktionen der Produktrecherche [Extern] Abweichungsanalyse [Seite 216] Informationen zu Objektlisten finden sie im Abschnitt: Objektliste [Seite 343] Auftragsselektion [Seite 344] Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347] Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Arbeiten mit Extrakten [Seite 385] Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Übersicht Verdichtungshierarchien [Seite 352] Übersicht Kostenträgerhierarchien [Seite 156] Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen [Seite 158] Informationen zum Objektvergleich: Objektvergleiche [Seite 358] Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich [Seite 359] Verdichtungshierarchie vs. Verdichtungshierarchie Plan/Ist - Vergleich [Seite 361] Verdichtete Daten zur Kostenträgerhierarchie können Sie in den Berichtskategorien Objektlisten und Detailberichte anzeigen. 86 April 2001
87 SAP AG Verdichtete Analyse Verdichtete Analyse in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Verdichtete Analyse finden sie Berichte, die aggregierte Daten anzeigen. So können Sie z.b. Soll-Ist-Vergleiche auf Produktgruppenebene durchführen. Folgende Verdichtungsverfahren können in der Kostenträgerrechnung in Abhängigkeit von der Anwendungskomponente und den Objekten verwendet werden: Im Periodischen Produkt-Controlling: die Verdichtungshierarchie Bei Verwendung der Verdichtungshierarchie können Sie die Strukturen, über die die Daten abgespeichert werden, selbst bestimmen. die Produktrecherche Bei Verwendung der Produktrecherche sind die Strukturen, über die die Daten aggregiert werden, vorbestimmt. die Auftragshierarchie mit Klassifikation Im Rahmen der Verdichteten Analyse im periodischen Produkt-Controlling werden die auf Produktkostensammlern fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Möchten Sie verdichtete Daten zur Kostenträgerhierarchie anzeigen, so verzweigen Sie in die Berichtskategorie Detailberichte. im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling: die Verdichtungshierarchie die Produktrecherche die Auftragshierarchie mit Klassifizierung Bei der Auftragshierarchie mit Klassifizierung können die verdichteten Strukturen ebenfalls frei bestimmt werden. Es ist jedoch notwendig, die Klassifizierung zu verwenden. Dies hat im Vergleich zur Verdichtungshierarchie negative Auswirkungen auf die Performance. Verwenden Sie daher die Klassifikation nur, wenn Sie mit freien Merkmalen arbeiten müssen. Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Auftragsbezogenen Produktkosten-Controlling werden die auf Fertigungsaufträgen und Produktkostensammlern fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Hinweis: Verwenden Sie möglichst die Verdichtungshierarchie statt der Auftragshierarchie mit Klassifizierung. Im Kundenauftrags-Controlling die Verdichtungshierarchie Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Kundenauftrags-Controlling werden die auf Verkaufsbelegpositionen (in der Regel Kundenauftragspositionen) fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen (z.b. Auftraggeber) verdichtet. April
88 SAP AG Verwendung im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen die Verdichtungshierarchie Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen werden die auf erlösführenden Innenaufträgen fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Eine Verdichtung für Kostenträgerallgemein ist nicht vorhanden. Sie finden hier Informationen dazu, wie die verschiedenen Arten der Verdichtung von Daten funktionieren: Siehe auch: Zur richtigen Interpretation der Daten in verdichteten Berichten beachten Sie unbedingt den Abschnitt: Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. Informationen zu den verschiedenen Verfahren der Verdichtung erhalten Sie in den Punkten Produktrecherche [Seite 205] Verdichtungshierarchie [Seite 326] Kostenträgerhierarchie [Extern]. Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Informationen darüber, wie diese Verdichtungsverfahren voneinander unterschieden werden können, finden Sie im Abschnitt: Unterschiede der Verdichtungsverfahren [Seite 185] 88 April 2001
89 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Verwendung Ziel dieses Abschnittes und der zugehörigen Beispiele ist, die betriebswirtschaftliche Methodik der Verdichtung in der Kostenträgerrechnung zu erklären. Weiterhin werden die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Interpretation der Daten benannt. Dazu werden folgende Aspekte betrachtet: 1. Wie werden die Daten auf originären Objekten (z.b. Fertigungsaufträgen) verdichtet? 2. Halbfabrikatekosten in der verdichteten Analyse 3. Objekte mit Gesamtabrechnung 4. Verdichtungszeitraum Verdichtung von Daten auf originären Objekten Allen Verfahren der verdichteten Analyse (Produktrecherche, Verdichtungshierarchie, Kostenträgerhierarchie) in der Kostenträgerrechnung ist gemeinsam, daß sie auf den Daten der originären Objekte ( z.b. Fertigungsaufträge und Produktkostensammler) aufsetzen. Auf diesen originären Objekten werden die Daten folgendermaßen fortgeschrieben: periodengerecht kostenartengerecht. Eine weitere Gliederung erfolgt in: Plankosten (Belastung / Entlastung) Istkosten (Belastung / Entlastung) Sollkosten (Belastung / Entlastung) Ware in Arbeit (Abgrenzungsdaten) Abweichungskategorien. Die notwendigerweise durchzuführenden Datenbeschaffungsläufe überführen die Daten für den Verdichtungszeitraum periodengerecht in die Verdichtungsstrukturen: als Kennzahlen in der Produktrecherche kostenartengerecht für die Verdichtungshierarchie bzw. Kostenträgerhierarchie Beispiel Das im folgenden beschriebene Beispiel ist aufgegliedert in einen Stammdatenteil und ein Szenario. Die Stammdaten umfassen: Stückliste Arbeitsplan mit bewerteten Vorgängen Standardpreise. April
90 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse In dem Szenario ist ein Produktionsprozeß über zwei Perioden beschrieben: Ein Fertigungsauftrag für 1 Halbfabrikat (HALB) wird komplett in Periode 1 gefertigt. Ein Fertigungsauftrag für 1 Fertigerzeugnis (FERT) wird in Periode 1 eröffnet und entnimmt in dieser Periode die benötigten Materialien (1 Rohstoff und ein Halbfabrikat). In Periode 2 werden zusätzliche Leistung auf den Fertigungsauftrag verrechnet. An das Lager geliefert wird dieser Auftrag in Periode 2. Beide Aufträge haben eine Abrechnungsvorschrift mit der Abrechnungsart GES (Gesamt). An jedem Periodenende wird der Periodenabschluß im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling durchgeführt. Stammdaten: Stückliste FERT # 1ROH # 1HALB HALB # 1ROH ROH Arbeitsplan Vorgang Vorgang Vorgang Vorgang Standardpreise Gemeinkostenzuschlag auf Eigenleistungen: 50.00% Es wird ein Gemeinkostenzuschlag auf die Eigenleistungen berechnet. Der Zuschlagssatz beträgt im Plan 50%, im Ist jedoch 75%, wodurch Abweichungen zustande kommen. 90 April 2001
91 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Fertigungsauftrag HALB 1 Stück Fertigungsauftrag FERT 1 Stück Periode 1 Vorgang 1 Vorgang 2 1 ROH Periode 1 Periode 2 Vorgang 1 Vorgang 2 1 ROH, 1 HALB Periode 1 Periode 2 Fertigungsauftrag HALB 1 Stück Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Belastungen Rohstoffe Leistungen Zuschläge Summe Belastg. Entlastungen Wareneingang St St Fertigungsauftrag FERT 1 Stück Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Belastungen Rohstoffe Leistungen Zuschläge Halbfabrikate Summe Belast. Entlastungen Wareneingang St St St April
92 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Kostenarten Verdichtung Plan Ist Periode 1 Periode 2 Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Belastungen Rohstoffe Leistungen Zuschläge Halbfabrikate Entlastungen Kennzahlen - Fertigungsauftrag HALB Plan Ist Soll WIP Belastungen Entlastungen Abw.Kat. 50 Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Kennzahlen - Fertigungsauftrag FERT Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Belastungen Entlastungen Kennzahlen Verdichtung Belastungen Entlastungen Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat Halbfabrikatekosten in der verdichteten Analyse Die eingehenden Halbfabrikatekosten bilden in der Regel bei Verdichtungsmerkmalen, die hierarchisch höher als Material liegen, eine Besonderheit. Während Rohstoffeinsatz, Leistungsverbrauch, Zuschläge, Ware in Arbeit und Abweichungskategorien ohne Probleme in einer kostenartengerechten Verdichtung auf den einzelnen Verdichtungsstufen aggregiert betrachtet werden können, sind verdichtete Kennzahlen zu Plan-, Ist- und Sollkosten gesondert zu interpretieren. Betrachten Sie beispielsweise die Verdichtung auf Kennzahlenebene für die Periode 1. Auf Materialebene bewirken die Istkosten-Belastungen von DM 450,- für das Halbfabrikat und DM 675,- für das Fertigerzeugnis keine Probleme bei der Interpretation der Daten. Betrachten Sie nun die Istkosten-Belastungen beider Aufträge verdichtet als Kennzahl (DM 450,- + DM 675,- = DM 1125,-). Eine Interpretation dieses Wertes als gesamte Istkosten der Periode ist nicht statthaft, da in dieser Kennzahl sowohl die Fertigungskosten des Halbfabrikates als auch die Lagerentnahme eines Halbfabrikates für die Erstellung des Fertigerzeugnises enthalten sind. Auch eine Saldierung der Istkosten-Belastungen von DM 1125,- mit den verdichteten Istkosten- Entlastungen von DM 400,- liefert in der Regel nicht die Istkosten der Periode. Ein analoges Problem ergibt sich für die Betrachtung der Kennzahlen für Plankosten und Sollkosten. Empfehlung Analysieren Sie die Kosten für Halbfabrikate und die übrigen Kosten getrennt voneinander. Dies ist in der Verdichtungshierarchie und in der Kostenträgerhierarchie durch die kostenartengerechte Verdichtung und eine entsprechend eingestellte Materialkontenfindung 92 April 2001
93 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse (separate Kostenart für die Fortschreibung des Verbrauchs von Halbfabrikaten) jederzeit möglich. Für die Produktrecherche können Sie ein entsprechendes Elementeschema definieren, welches die Kostenart für den Verbrauch von Halbfabrikaten einem separaten Kostenelement zuordnet. Dieses Elementeschema hinterlegen Sie im Customizing des Informationssystems im Arbeitsschritt Berichtsparameter Produktkosten-Controlling pflegen. Bei der Interpretation der Halbfabrikatekosten müssen Sie nun entscheiden, welcher prozentuale Anteil in den Kosten dieser Periode bereits enthalten ist oder welche Halbfabrikate bereits in Vorperioden gefertigt wurden. Dies kann nicht vom System unterstützt werden. Objekte mit Gesamtabrechnung Viele Anwender nutzen die verdichtete Analyse für periodische Betrachtungen. Die einzelnen Objekte sind hingegen meist kumuliert zu betrachten. Dies wird bei Produktionsaufträgen durch die Abrechnungsart "Gesamt" festgelegt. Im folgenden wird die Problematik der periodischen Analyse von Objekten mit Gesamtabrechnung erläutert. Bei dem im Beispiel aufgeführten Fertigungsauftrag für das Fertigerzeugnis ist ein Fall veranschaulicht, in dem sich ein Fertigungsauftrag mit Abrechnungsart "Gesamt" über zwei Perioden erstreckt. Die gesamten Sollkosten werden erst in der Periode errechnet und auf der Datenbank fortgeschrieben, in der der Auftrag endgeliefert oder technisch abgeschlossen wird. Die Ermittlung und Fortschreibung der Sollkosten erfolgt im SAP-System im Rahmen der Abweichungsermittlung [Extern]. Betrachten Sie nun die Kennzahlen für die Sollkosten und für die Istkostenbelastung des Fertigungsauftrages für das Fertigerzeugnis. Während den Istkosten der Periode 1 keine Sollkosten gegenüberstehen, stehen den Istkosten der Periode 2 die über beide Perioden kumulierten Sollkosten in Höhe von DM 950,- gegenüber. Eine separate Betrachtung einer einzelnen Periode führt hier zu falschen Aussagen. Auf hoch verdichteten Ebenen oder Betrachtungen über längere Zeiträume saldiert sich dieser periodische Effekt jedoch in der Regel auf Null. Verdichtungszeitraum Bei einem Datenbeschaffungslauf müssen Sie einen Verdichtungszeitraum in der Form 'von Periode'/'bis Periode' angeben. Durch Angabe dieses Zeitraums bestimmen Sie folgendes: für Perioden innerhalb des Verdichtungszeitraumes des Datenbeschaffungslaufes werden die Werte auf den Verdichtungsobjekten zurückgesetzt und aus den Daten der originären Objekte neu aufgebaut. für Perioden außerhalb des angegebenen Zeitraums des Datenbeschaffungslaufes bleiben die Werte aus gegebenenfalls vorher durchgeführten Datenbeschaffungsläufen erhalten. Somit gehen Daten, die in einem früheren Datenbeschaffungslauf ermittelt wurden, durch einen neuen Verdichtungslauf nicht automatisch verloren. April
94 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Empfehlung Auf die Selektion der Objekte, deren Daten verdichtet werden, hat die Eingrenzung des Gültigkeitszeitraumes beim Datenbeschaffungslauf KEINE Auswirkung! Die Spezifizierung der zu selektierenden Objekte erfolgt z.b. durch die Definition einer Verdichtungshierarchie. Berücksichtigen Sie bei der Eingabe des Verdichtungszeitraums mindestens die offenen Perioden in der Finanzbuchhaltung (FI) als Verdichtungszeitraum, da sich innerhalb der offenen Perioden die Daten auf den originären Objekten noch verändern können. In der Regel wählen Sie daher die Abschlußperiode und deren Vorperiode. Besonderheit bei statusabhängiger Selektion Benutzen Sie eine Verdichtungshierarchie in Verbindung mit einem Statusselektionsschema, so müssen Sie dies bei der Festlegung des Verdichtungszeitraumes beachten. Sie nutzen beispielsweise eine Verdichtungshierarchie mit einem Statusselektionsschema, bei dem nur Objekte mit einer durchgeführten Abweichungsermittlung einbezogen werden. Gleichzeitig wählen Sie als Verdichtungszeitraum von Periode 2 bis Periode 2. Dies hätte zur Konsequenz, daß der Fertigungsauftrag für das Fertigerzeugnis aus obigem Zahlenbeispiel in dieser Verdichtung erstmalig einbezogen würde, jedoch nur die Daten aus Periode 2 verdichtet würden. Im Verdichtungsbericht würden - wie unter Objekte mit Gesamtabrechnung erläutert, den kumulierten Sollkosten nur partielle Istkosten gegenüberstehen. Um brauchbare Aussagen zu erhalten, ist hierbei also ein Verdichtungszeitraum zu wählen, der sich an der maximalen Laufzeit der originären Objekte orientiert. Stellen Sie daher sicher, daß der Verdichtungszeitraum so eingestellt ist, daß die maximale Laufzeit der Objekte, die neu in die Verdichtung aufgenommen werden, auch abgedeckt ist. 94 April 2001
95 SAP AG Unterschiede der Verdichtungsverfahren Unterschiede der Verdichtungsverfahren Im Informationssystem der Kostenträgerrechnung werden Ihnen verschiedene Verfahren angeboten, um die Kosten, die für ein Material oder einen Auftrag ermittelt wurden, auf einer verdichteten Ebene zu analysieren. Die Verdichtung der Daten erfolgt gemäß folgender Verfahren: Produktrecherche Verdichtungshierarchie Kostenträgerhierarchie Im folgenden wird Ihnen anhand kurzer Beispiele verdeutlicht, welche Berichtsmöglichkeiten Ihnen die einzelnen Verdichtungsverfahren bieten. Dadurch wird verdeutlicht, wie sich die einzelnen Verdichtungsverfahren voneinander unterscheiden. Produktrecherche Die Produktrecherche ist ein Werkzeug zur interaktiven Auswertung und Präsentation von Daten in der Kostenträgerrechnung. Dabei werden Daten nach fest vorgegebenen Strukturen verdichtet. Diesen verdichteten Datenbestand können Sie je nach Art der Fragestellung nach verschiedenen Kriterien aufreißen, um in darunterliegende Ebenen zu navigieren. Sie haben einen Bericht, der Daten über die Merkmale Werk und Material verdichtet. Sie fertigen zwei Materialien M1 und M2 jeweils in zwei Werken A und B. Die Produktrecherche bietet Ihnen dynamische Analysen aus verschiedenen Blickwinkeln: Welche Materialien haben welche Produktionskosten im Werk A verursacht? Werk A Material M DM Material M DM Wie hoch waren die Produktionskosten für Material M1 in den Werken? Material M1 Werk A 1000 DM Werk B 6000 DM Verdichtungshierarchie In der Verdichtungshierarchie werden ebenfalls Daten nach einer vorher definierten Struktur nach oben verdichtet, wobei Sie den Aufbau der Struktur selber festlegen können. Diesen verdichteten Datenbestand können Sie im Gegensatz zur Produktrecherche nur anlog der April
96 SAP AG Unterschiede der Verdichtungsverfahren festgelegten Struktur von oben nach unten aufreißen. Die Verdichtung erfolgt kostenartengerecht. Sie fertigen zwei Materialien M1 und M2 jeweils in zwei Werken A und B. Sie definieren eine Auftragshierarchie (=Struktur) in der Reihenfolge 1. Werk 2. Material. Sie haben später im Bericht folgende Analysemöglichkeiten: Werk A Material M1 100 DM Material M2 200 DM Werk B Material M1 300 DM Material M2 120 DM Ein dynamisches Vertauschen der Reihenfolge der Merkmale Werk und Material ist hier im Gegensatz zur Produktrecherche nicht möglich. Kostenträgerhierarchie Kostenträgerhierarchien sind Objekte des Periodischen Produkt-Controllings, die aus hierarchisch angeordneten Kostenträgerknoten bestehen. Sie stellen im Gegensatz zu Verdichtungshierarchien keine primären Berichtsstrukturen dar. Sie können Kostenträgerhierarchien direkt mit Istkosten bebuchen. Im Gegensatz dazu ist die Verdichtungshierarchie kein Objekt, das bebucht werden kann, sondern ein Konstrukt, das der strukturierten Verdichtung von Daten dient. Die auf einer Kostenträgerhierarchie und auf den der Kostenträgerhierarchie zugeordneten Objekten (zum Beispiel Produktkostensammler) fortgeschriebenen Kosten können verdichtet werden. Für die verdichtete Analyse bildet die Kostenträgerhierarchie eine fest definierte Struktur, die mit gleichen Mitteln verdichtet wird wie eine Verdichtungshierarchie. Die auf den einzelnen Kostenträgerknoten verdichteten Werte können Sie im Informationssystem des Periodischen Produkt-Controllings analysieren. Siehe auch: Ausführliche Informationen zu den einzelnen Verfahren finden Sie in den Abschnitten: Produktrecherche [Seite 205] Verdichtungshierarchie [Seite 326] Kostenträgerhierarchie [Seite 137] 96 April 2001
97 SAP AG Kostenträgerhierarchie im Informationssystem [Seite 139] Unterschiede der Verdichtungsverfahren April
98 SAP AG Produktrecherche Produktrecherche Verwendung Die Produktrecherche ist ein Werkzeug zur interaktiven Auswertung und Präsentation von Daten im Periodischen Produkt-Controlling und im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling. Typische Merkmale, über die eine Verdichtung der Daten erfolgt, sind z.b. Material, Werk und Produktgruppen. Dies bietet die Möglichkeit, Daten auf einer hohen Ebene anzuzeigen (z.b. alle Plan- und Istkosten für eine bestimmte Auftragsart), um anschließend in eine tiefere Ebene dieses Datenbestandes zu verzweigen (z.b. Plan- und Istkosten für die einzelnen Aufträge). Die Recherche-Berichte enthalten komfortable Funktionen der Navigation im Datenbestand (z.b. nächste Stufe aufreißen, nächstes Objekt innerhalb einer Stufe anzeigen). Daneben bieten sie vielfältige Funktionen zur interaktiven Bearbeitung des Berichtes wie z.b. Ausblenden einer Spalte, Sortierungen innerhalb einer Spalte, Top-N-Selektionen usw.. Da die Produktrecherche auf derselben Technik wie die Recherche innerhalb der Ergebnisrechnung (CO-PA) basiert, finden Sie ausführliche Informationen zu den einzelnen Navigationsmöglichkeiten innerhalb des Berichtes in der Dokumentation Allgemeines Recherchebuch [Extern] im Bereich der anwendungsübergreifenden Themen. Sie haben einen Bericht, der Daten über die Merkmale Werk und Material verdichtet. Sie fertigen zwei Materialien M1 und M2 jeweils in zwei Werken A und B. Die Produktrecherche bietet Ihnen dynamische Analysen aus verschiedenen Blickwinkeln: Welche Materialien haben welche Produktionskosten im Werk A verursacht? Werk A Material M DM Material M DM Integration Wie hoch waren die Produktionskosten für Material M1 in den Werken? Material M1 Werk A 1000 DM Werk B 6000 DM Sie können von der Merkmalsebene Material aus auf einen Produktrecherchebericht mit dem zusätzlichen Merkmal Auftrag springen. Dies ermöglicht Ihnen die Betrachtung aller zu einem Material gehörenden Aufträge. Von hier aus können Sie zu einem einzelnen Auftrag einen Kostenartennachweis aufrufen. Voraussetzungen Folgende Punkte sind hinsichtlich der Verwendung der Produktrecherche zu beachten: 98 April 2001
99 SAP AG Produktrechercheberichte importieren Produktrecherche Importieren Sie die Produktrechercheberichte der SAP-Standardauslieferung im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse / Auftragsselektion Produktrecherche Berichte importieren / transportieren Berichte importieren. Formular importieren Importieren Sie außerdem das Formular 7GLOBALVARIS (globale Variablen) im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse / Auftragsselektion Produktrecherche Berichte importieren / transportieren Formulare importieren [Extern]. Produktgruppenart einstellen In den Rechercheberichten der Standardauslieferung wird das Merkmal Produktgruppe verwendet. Der Wert dieses Merkmals kann auf verschiedene Arten abgeleitet werden. Sie spezifizieren diese Art durch die Auswahl einer Produktgruppenart. Möchten Sie bei Ihren Auswertungen das Merkmal Produktgruppe nutzen, so wählen Sie die Produktgruppenart, mit der Sie arbeiten wollen, im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Steuerungsparameter [Extern]. Weitere Informationen finden Sie unter Produktgruppe in der Produktrecherche [Seite 210]. Elementeschema für die Produktrecherche Hinterlegen Sie ein Elementeschema, welches für den Ausweis von nach Kostenelementen gegliederten Kostenarten im Informationssystem bestimmt ist. Dieses Elementeschema sollten Sie vorher im Customizing der Produktkostenplanung speziell für das Informationssystem anlegen. Sie hinterlegen dieses Elementeschema im Customizing des Produktkosten- Controllings unter Informationssystem Steuerungsparameter [Extern]. Warum benötigt man hier ein spezielles Elementeschema? Die Ware in Arbeit wird sowohl bei Objekten mit Abrechnungsart "Periodisch" als auch bei Objekten mit Abrechnungsart "Gesamt" aus den Abgrenzungskostenarten abgeleitet. Werden die Abgrenzungskostenarten im Elementeschema der Produktrecherche nicht zugeordnet, so erscheint die Ware in Arbeit im Element Sonstige (falls definiert) oder als nicht zugeordnet. Auftragsarten für die Verdichtung der Produktrecherche überprüfen Überprüfen Sie die Auftragsarten, die bei der Datenbeschaffung verdichtet werden sollen, und ändern Sie diese gegebenenfalls im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Steuerungsparameter. April
100 SAP AG Produktrecherche Eigene Berichte anlegen Sollten die Berichte der SAP-Standardauslieferung Ihre Anforderungen nicht abdecken, so können Sie eigene Rechercheberichte definieren. Sie definieren eigene Berichte im Customzing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Eigene Berichte. Hier erhalten Sie auch Informationen zum Vorgehen. s Datenbeschaffungslauf Führen Sie einen Datenbeschaffungslauf durch, um aktuelle Daten für Ihre Berichte zu selektieren. Wenn Sie die Produktgruppenart, das Elementeschema, die zu verdichtenden Auftragsarten oder sonstige Einstellungen nachträglich ändern, so ist es notwendig, danach einen Datenbeschaffungslauf über den gesamten Zeitraum durchzuführen, um den Datenbestand zu aktualisieren. Ausführliche Informationen zu den Customizing-Aktivitäten erhalten Sie im Einführungsleitfaden des Informationssystems des Produktkosten-Controllings. Funktionsumfang Die SAP-Standardauslieferung enthält bereits eine Vielzahl von Recherche-Berichten, mit dem Ziel, Ihre Anforderungen abzudecken. Jeder Standardbericht in der Produktrecherche wird einmal als periodischer Bericht und einmal als kumulierter Bericht ausgeliefert. Periodische Berichte In dieser Darstellungsform werden die Berichtskennzahlen periodisch angeboten. Diese Berichte bieten sich zur schnellen Navigation zwischen einzelnen Perioden an und adressieren an ein monatliches Berichtswesen. Weiterhin bieten diese Berichte auf jeder Merkmalskombination eine Zeitreihe von maximal 16 vergangenen Perioden an, um sich einen Überblick über einzelne Werte im zeitlichen Ablauf zu verschaffen. Zur Berichtsausführung geben Sie ein Werk mit, wenn Sie die Datenselektion auf ein Werk beschränken möchten. Sie müssen diejenige Periode/Geschäftsjahr eingeben, welche im Bericht zu Beginn zu sehen sein soll. Man kann durch die Pfeile Nächste Spalte und Vorige Spalte von einer in die nächste Periode springen. Es stehen die im Selektionsbild angegebene Periode und 15 Vorperioden zur Verfügung. Zu jedem Bericht lassen sich zwei Sichten auswählen die Detailliste und die Aufrißliste. 100 April 2001
101 SAP AG Produktrecherche In der Detailliste zu einem periodischen Bericht werden in den Spalten die gleichen Kennzahlen wie in der Aufrißliste angezeigt. In den Zeilen der Detailliste stehen alle 16 verfügbaren Perioden zu dem selektierten Objekt. In den Zeilen der Aufrißliste dagegen sehen Sie die einzelnen Ausprägungen des gewählten Merkmals. Aufrißliste Januar 2000 Material (Merkmal) Plankosten Istkosten ROH1 ROH2 ROH Detailliste Merkmal: ROH1 Periode Plankosten Istkosten Januar Dezember November Kumulierte Berichte Die kumulierten Berichte ermöglichen die Darstellung von über einen bestimmten Zeitraum aufsummierten Werten. Diesen Zeitraum bestimmen Sie bei Berichtsaufruf. Ein solcher Bericht kann z.b. dazu dienen, Ihnen Kennzahlen zu liefern für: eine Quartalsanalyse eine Analyse der vergangenen 5 Monate eine Analyse des bisherigen Geschäftsjahresverlaufes. April
102 SAP AG Produktrecherche Tragen Sie folgende Daten ein: Von Periode/Gjahr Bis Periode/Gjahr Detailliste und Aufrißliste liefern Ihnen beim kumulierten Bericht ein ähnliches Ergebnis wie beim periodischen Bericht. Statt eines Ausweises nach Perioden erfolgt hier jedoch ein Ausweis der Werte nach den Kategorien Belastung, Entlastung, Entlastung Abrechnung und Entlastung Lieferung. Die im Standard ausgelieferten Produktrechercheberichte verdichten den Datenbestand über folgende Merkmale: kumulierte Berichte periodische Berichte Werk Werk Produktgruppe Produktgruppe Material Material Periode / Jahr Element Element Siehe auch: Aufruf Recherche-Bericht mit Merkmal `Auftrag` [Extern]. Unterschiede der Verdichtungsverfahren [Seite 185] 102 April 2001
103 SAP AG Produktgruppe in der Produktrecherche Produktgruppe in der Produktrecherche Verwendung Die Rechercheberichte der Standardauslieferung verwenden unter anderem das Merkmal Produktgruppe. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, Daten auf Produktgruppenebene zu analysieren. Funktionsumfang Sie entscheiden selbst, mit welchem Inhalt das Merkmal Produktgruppe gefüllt wird, indem Sie im Customizing eine Produktgruppenart festlegen. Die folgenden Produktgruppenarten können Sie zuordnen: 0 = ohne Produktgruppe Wenn Sie keine Produktgruppe auswählen, erfolgt im Produktrecherchebericht keine Zuordnung beim Merkmal Produktgruppe. 1 = Produkthierarchie des Materialstammsatzes Es handelt sich hierbei um eine Zeichenfolge zur Gruppierung von Materialien durch die Kombination verschiedener Merkmale. Die Produkthierarchie wird im Materialstammsatz in der Sicht Grunddaten gepflegt und für Auswertungen sowie zur Preisfindung innerhalb der Materialwirtschaft genutzt. 2 = Warengruppe des Materialstammsatzes Merkmal, mit dem Sie Materialien oder Dienstleistungen mit gleichen Eigenschaften zusammenfassen können. Die Warengruppe wird ebenfalls im Materialstammsatz gepflegt, es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Hierarchie, sondern um eine Gruppierung. 3 = Produktgruppe CO Sie können Materialien zu einer Produktgruppe CO zusammenfassen, um im Informationssystem des Produktkosten-Controllings Daten auf dieser Ebene zu analysieren. Die Produktgruppe CO ist ein Stammdatum des Informationssystems Produktkosten-Controlling. Sie richten eine Produktgruppe CO im Menü des Periodischen Produkt-Controllings oder des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings ein. Den Hierarchieknoten ordnen Sie Materialien zu. Jedes Material kann nur genau einer Produktgruppe CO zugeordnet werden. Wenn Sie ein neues Material anlegen, so muß dieses manuell einer Produktgruppe CO zugeordnet werden, ansonsten gilt es als nicht zugeordnet. Ordnen Sie ein Material keiner Produktgruppe CO zu, so erscheinen die entsprechenden Werte im Produktrecherchebericht beim Merkmal Produktgruppe in der Zeile nicht zugeordnet. Wählen Sie eine der oben aufgeführten Produktgruppenarten, so können Sie später innerhalb eines Rechercheberichtes einen Aufriß nach dem Merkmal Produktgruppe vornehmen. Verwenden Sie z.b. die Produktgruppenart Warengruppe, so wird zu jedem Material der Wert für das Feld Warengruppe aus dem Materialstammsatz April
104 SAP AG Produktgruppe in der Produktrecherche Aktivitäten gelesen. Die Daten werden im Bericht nach Warengruppen aufsummiert. Sie können sich im Bericht die Daten pro Warengruppe anzeigen lassen und von dort aus analysieren, wie die Werte sich auf die einzelnen Materialien einer Warengruppe verteilen. Sie ordnen die Produktgruppenart im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Steuerungsparameter im Feld Produktgruppenart zu. 104 April 2001
105 SAP AG Produktgruppe CO anlegen Produktgruppe CO anlegen Einzelerfassung Um eine einzelne Produktgruppe CO anzulegen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling bzw. Auftragsbezogenes Produkt-Controlling. Infosystem Werkzeuge Verdichtete Analyse Produktgruppe Anlegen. Sie gelangen auf das Bild Produktgruppe anlegen: Einstieg. 2. Geben Sie den Namen der neuen Produktgruppe ein. Dieser Name ist sprachenunabhängig. 3. Geben Sie ggf. eine Vorlage an, wenn Sie eine bestehende Produktgruppe kopieren möchten. 4. Wählen Sie Grundbild. Sie gelangen auf das Bild Produktgruppe anlegen: Grundbild. 5. Geben Sie einen Kurztext für die Produktgruppe ein. Dieser Kurztext ist sprachenabhängig. 6. Geben Sie den Namen einer übergeordneten Produktgruppe ein, falls die anzulegende Produktgruppe eine Unterstufe innerhalb einer Produktgruppenhierarchie sein soll. 7. Geben Sie den Kostenrechnungskreis ein, für den diese Produktgruppe gültig sein soll. Um der Produktgruppe Einzelobjekte (Materialien) zuzuordnen fahren Sie wie folgt fort: 8. Wählen Sie Springen Einzelobjekte Zuordnung ändern. Sie gelangen auf das Bild Einzelobjekte zuordnen: Übersicht. 9. Wählen Sie Bearbeiten Neue Einträge. 10. Geben Sie für jedes Material, welches Sie der Produktgruppe zuordnen wollen, folgende Daten ein: Werk Material 11. Gehen Sie zurück. 12. Sichern Sie die Produktgruppe. Sammelerfassung Um mehrere Produktgruppen CO über Listerfassung anzulegen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling bzw. Auftragsbezogenes April
106 SAP AG Produktgruppe CO anlegen Produkt-Controlling. Infosystem Werkzeuge Verdichtete Analyse Produktgruppe Sammelerfassung. Sie gelangen auf das Bild Produktgruppen anlegen: Listbild. 2. Geben Sie für jede Produktgruppe, die Sie anlegen wollen folgende Daten ein: Produktgruppenname übergeordnete Produktgruppe, falls die Produktgruppe nicht die oberste Stufe der Hierarchie darstellt. Kostenrechnungskreis Kurztext der Produktgruppe 3. Sichern Sie die Produktgruppen. Materialzuordnung Um den Produktgruppen CO Materialien zuzuordnen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling bzw. Auftragsbezogenes Produkt-Controlling. Infosystem Werkzeuge Verdichtete Analyse Produktgruppe Materialzuordnung. Sie gelangen auf das Bild Zuordnung Materialien - Produktgruppe-CO. 2. Geben Sie die Produktgruppe ein, welcher Materialien zugeordnet werden sollen. 3. Wählen Sie, ob Sie eine Standardselektion oder eine Selektion über Funktionsexit durchführen wollen. 4. Schränken Sie die Materialien nach Werk, Materialnummer und Materialart ein. 5. Wählen Sie Ausführen. Sie gelangen auf eine Liste, in der alle Materialien, die Ihrer Selektion entsprechen, aufgeführt sind. 6. Löschen Sie ggf. die Markierungen derjenigen Materialien, welche Sie nicht der Produktgruppe zuordnen wollen. 7. Sichern Sie die Daten. Wenn Fehler bei der Zuordnung eines Materials zu der Produktgruppe auftreten, so erhalten Sie eine Liste, auf der diese Materialien markiert sind. Bitte beachten Sie, daß jedes Material nur einer Produktgruppe zugeordnet werden kann. 106 April 2001
107 SAP AG Datenbeschaffung Produktrecherche Datenbeschaffung Produktrecherche Verwendung Um Daten für Ihre Recherche-Berichte zu selektieren, müssen Sie zunächst einen Datenbeschaffungslauf durchführen. Dabei wird der selektierte Datenbestand gespeichert. Auf diesen gesicherten Datenbestand greifen Sie zum Zeitpunkt der Berichtsausführung zu. Funktionsumfang Sie können die Datenbeschaffung entweder für ein Werk oder für alle Werke eines Kostenrechnungskreises durchführen. Ebenso können Sie den Verdichtungszeitraum auswählen. Die Werte in dem Verdichtungszeitraum werden neu verdichtet, alte gesicherte Datenbestände (falls vorhanden) werden dabei überschrieben. Verdichtete Werte, die außerhalb des Verdichtungszeitraums liegen, bleiben erhalten. Wir empfehlen den Verdichtungszeitraum so zu wählen, daß alle in der Finanzbuchhaltung (FI) offenen Perioden verdichtet werden. Wenn Sie das Kennzeichen Werte außerhalb des Zeitraums löschen setzten, so werden alle Daten außerhalb des Selektionszeitraumes gelöscht! Hinweise zur Performance Um Laufzeiten zu verkürzen können Sie den Datenbeschaffungslauf auf mehreren Servern parallel laufen lassen. Wenden Sie sich bezüglich einer Server-Gruppe an Ihren Systemadministrator. Siehe auch: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
108 SAP AG Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen Verwendung Sie führen die Datenbeschaffung Produktrecherche immer dann aus, wenn Sie aggregierte Daten in Recherche-Berichten analysieren möchten. Vorgehensweise Um eine Datenbeschaffung für die Produktrecherche durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung. Wählen Sie dann die relevante Anwendungskomponenten, zum Beispiel Periodisches Produkt-Controlling und anschließend Infosystem Werkzeuge Datenbeschaffung Produktrecherche Sie gelangen auf das Bild Datenbeschaffung Produktrecherche. 2. Geben Sie folgende Daten ein: Werk Sie können ein spezielles Werk selektieren, von welchem die Daten verdichtet werden sollen. Wenn Sie das Feld leer lassen, werden alle Werke des Kostenrechnungskreises verdichtet. einen Verdichtungszeitraum Wir empfehlen, über alle in der Finanzbuchhaltung offenen Perioden zu verdichten. 3. Setzen Sie ggf. das Kennzeichen Werte außerhalb des Zeitraums löschen. 4. Wenn Sie die Datenbeschaffung zur Verkürzung der Laufzeit parallelisieren wollen, dann tragen Sie eine Server-Gruppe ein und ändern Sie ggf. die maximale Taskanzahl und die Datensätze pro Task. 5. Setzen Sie ggf. das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung. 6. Wählen Sie Ausführen. Sie gelangen in eine Übersicht über die erfolgte Datenbeschaffung. 108 April 2001
109 SAP AG Abweichungsanalyse Abweichungsanalyse Verwendung Sie können mit Hilfe der Produktrecherche Abweichungen zwischen Plankosten und Istkosten oder zwischen Sollkosten und Istkosten anzeigen (siehe auch: Begriffswelt im Produktkosten- Controlling [Extern]) Die Abweichungen zwischen Plankosten und Istwerten resultieren aus der Gegenüberstellung beider Werte. Die Abweichungen zwischen Sollkosten und Istkosten resultieren aus der Normierung von Planwerten auf eine Bezugsbasis - in der Regel auf die Istwerte. Diese Normierung kann im Zuge der Abweichungsermittlung erfolgen. Die Abweichungsermittlung führen Sie im Periodenabschluß des Periodischen oder des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings durch. Im Rahmen der Abweichungsermittlung wird die zu erklärende Abweichung auf einzelne Abweichungskategorien [Seite 224] verteilt. Diese Abweichungskategorien können im Informationssystem angezeigt werden. Wurde noch keine Abweichungsermittlung durchgeführt, so können die Sollkosten auch dynamisch im Informationssystem ermittelt werden. Die Sollkosten werden in Abhängigkeit von einer Sollversion ermittelt. Voraussetzungen Bevor Sie die Berichte Soll/Ist/Produktionsabweichungen und Abweichungskategorien nutzen, müssen Sie im Periodenabschluß des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings oder des Periodischen Produkt-Controllings die Abweichungsermittlung durchführen. Siehe auch: Periodisches Produkt-Controlling [Extern] Periodenabschluß im Periodischen Produkt-Controlling: Szenario [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] Periodenabschluß im Auftragsbez. Produkt-Controlling: Szenario [Extern] Abweichungsermittlung [Extern] Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern] Arten der Abweichungsermittlung [Extern] April
110 SAP AG Soll / Ist / Produktionsabweichungen Soll / Ist / Produktionsabweichungen Verwendung Bericht, mit dem Sie die Ergebnisse der Abweichungsermittlung [Extern] in folgenden Anwendungskomponenten des Produktkosten-Controllings mit Hilfe der Produktrecherche analysieren können: Periodisches Produkt-Controlling Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden Dieser Bericht wird dazu verwendet, die Ergebnisse der Abweichungsermittlung anzuzeigen. Die Ergebnisse sind davon abhängig, welche Sollversion bei Berichtsaufruf spezifiziert worden ist (siehe auch: Arten der Abweichungsermittlung [Extern], Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern]). Bei Bedarf können Sie von diesem Bericht einen Detailbericht zu den Abweichungskategorien aufrufen, um die Produktionsabweichungen genauer zu untersuchen. Es müssen zwei Szenarien bei der Interpretation der angezeigten Größen unterschieden werden: Szenario 1: Standardkosten, alternative Materialkalkulation, Auftragsvorkalkulation versus (gegebenenfalls bereinigte) Istkosten siehe auch: Begriffswelt im Produktkosten-Controlling [Extern] Bewerteter Kundenauftragsbestand: Bewertung [Extern] Szenario 2: Plankalkulation zum Material versus Auftragsplankosten Plankalkulation zum Material versus Auftragsplankosten entspricht im SAP-Standard der Sollversion 2 (Dispositionsabweichung). siehe auch: Ermittlung der Sollkosten [Extern] Ermittlung der zu kontrollierenden Kosten [Extern] Struktur Angezeigte Größen: Szenario1: Standardkosten, alternative Materialkalkulation, Auftragsvorkalkulation versus (bereinigte) Istkosten Es wird kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Sollkosten = Werte der Standardkosten/alternativen Materialkalkulation/Auftragsvorkalkulation normiert auf die Istmenge Istkosten Abweichungen = ermittelte Abweichungen exklusive Ausschußabweichungen [Extern] 110 April 2001
111 SAP AG Soll / Ist / Produktionsabweichungen Ausschußabweichungen Ware in Arbeit (WIP) Kontrollkosten = Istkosten - WIP Ausschußabweichung Szenario 2: Plankalkulation versus Auftragsvorkalkulation (Dispositionsabweichung) Es wird kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Sollkosten = Werte der Plankalkulation normiert auf Auftragsplanmenge (Planlosgröße des Produktionsauftrags) Istkosten Abweichungen = ermittelte Abweichungen zwischen Auftragsvorkalkulation und den auf der Basis der Plankalkulation ermittelten Sollkosten Ausschußabweichung (hat keine Relevanz für Dispositionsabweichungen) Ware in Arbeit (WIP) (hat keine Relevanz für Dispositionsabweichungen) Kontrollkosten = Auftragsplankosten Kopfinformationen: Objektinformationen Berichtszeitraum Integration Voraussetzungen Stellen Sie sicher, daß eine Abweichungsermittlung für die jeweilige Sollversion im relevanten Berichtszeitraum durchgeführt wurde. Berichte der verdichteten Analyse setzen zusätzlich einen Datenbeschaffungslauf voraus. Hinweise Bei der Interpretation dieses Berichtes ist darauf zu achten, ob Objekte mit einer Abrechnungsvorschrift mit Abrechnungsart PER (periodisch) oder GES (gesamt) betrachtet werden, oder ob Sie bei der verdichteten Analyse einen Bericht aufrufen, in dem Objekte mit beiden Abrechnungsarten verdichtet worden sind. Abrechnungsart "Periodisch" Nur bei einem Bericht zu einem Objekt mit Abrechnungsart "Periodisch" gelten folgende Interpretationen für jede betrachtete Periode: Abweichungen = Sollkosten - Kontrollkosten April
112 SAP AG Soll / Ist / Produktionsabweichungen Kontrollkosten = Istkosten - WIP - Ausschußabweichungen (nur für SAP Standard-Sollversionen 0, 1 und 3) In einem kostenartengerechten Bericht wird die Ware in Arbeit in ihren Ursprungskostenarten angezeigt. Zur Ermittlung der Ursprungskostenart wird die Kalkulation herangezogen, mit der die Ware in Arbeit zu Sollkosten bewertet wird. Welche Kalkulation dies ist, legen Sie in der Bewertungsvariante für Ware in Arbeit und Ausschuß fest (siehe auch: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern]). Abrechnungsart "Gesamt" Bei Objekten mit Abrechnungsart "Gesamt" müssen Sie folgende Punkte beachten: Ware in Arbeit liegt nicht in Ursprungskostenarten vor, da zur Bewertung der Ware in Arbeit keine Sollkosten auf Basis einer anderen Kalkulation ermittelt werden, sondern die Ware in Arbeit dem Saldo des nicht endgelieferten Auftrages entspricht (siehe auch: Ware in Arbeit im Auftragsbez. Produkt-Controlling [Extern]). Ware in Arbeit wird auf den Abgrenzungskostenarten fortgeschrieben. Um die Ware in Arbeit zu analysieren nutzen Sie den Bericht Ware in Arbeit. Erst in der Periode, in der zum Produktionsauftrag der Status GLFT (endgeliefert) oder TABG (technisch abgeschlossen) fortgeschrieben wird, werden Sollkosten und Abweichungen ermittelt und in dieser Periode kumuliert fortgeschrieben. Hinweise zur verdichteten Analyse mit Produktrecherche Die Ware in Arbeit wird sowohl bei Objekten mit Abrechnungsart "periodisch" als auch bei Objekten mit Abrechnungsart "gesamt" aus den Abgrenzungskostenarten abgeleitet. Werden die Abgrenzungskostenarten im Elementeschema der Produktrecherche nicht zugeordnet, so erscheint die Ware in Arbeit im Element Sonstige (falls definiert) oder als nicht zugeordnet. Hinweise zu kostenartengerechten Detailberichten Szenario: noch keine Abweichungsermittlung erfolgt es wird dynamisch eine Sollkostenermittlung angestoßen es werden keine Abweichungen ermittelt es werden keine Daten fortgeschrieben Diese Option soll für genau ein Objekt einen ad-hoc Soll/Ist-Vergleich ermöglichen. Szenario: Abweichungsermittlung ist erfolgt Sollkosten laut Abweichungsermittlung Abweichungen laut Abweichungsermittlung. 112 April 2001
113 SAP AG Soll / Ist - Vergleich Soll / Ist - Vergleich Verwendung Verwendung für Produktrecherchen: Bericht, mit dem Sie Soll- und Istgrößen in folgenden Anwendungskomponenten des Produktkosten-Controllings mit Hilfe der Produktrecherche analysieren können im: Periodischen Produkt-Controlling Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Dieser Bericht wird dazu verwendet, die Soll- und Istgrößen zu vergleichen, die mit der Abweichungsermittlung [Extern] ermittelt wurden. Die Ergebnisse der Abweichungsermittlung beruhen auf den für den Berichtsaufruf mitgegebenen Sollversionen. Je nach Sollversion werden unterschiedliche Abweichungen betrachtet (siehe auch: Arten der Abweichungsermittlung [Extern], Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern]). Funktionsumfang Angezeigte Größen: Es werden folgende Größen kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Sollkosten Istkosten Sollkosten pro Einheit Istkosten pro Einheit Abweichungen absolut = Istkosten Sollkosten Abweichungen prozentual = Abweichungen absolut / Sollkosten Die Abweichungen können auch pro Einheit angezeigt werden. Die oben angezeigten Größen beziehen sich auf Kosten pro Output-Mengeneinheit. Sollmenge Istmenge Abweichungen absolut = Sollmenge Istmenge Abweichungen prozentual = Abweichungen absolut / Istmenge Kopfinformationen: Objektinformationen April
114 SAP AG Soll / Ist - Vergleich Berichtszeitraum Integration Voraussetzungen Stellen Sie sicher, daß eine Abweichungsermittlung für die jeweilige Sollversion im relevanten Berichtszeitraum durchgeführt wurde. Berichte der verdichteten Analyse setzen zusätzlich einen Datenbeschaffungslauf voraus. Hinweise Empfehlung Um nähere Informationen zu den Produktionsabweichungen zu erhalten, nutzen Sie Soll / Ist / Produktionsabweichungen [Seite 217] - Berichte bzw. Berichte zu den Abweichungskategorien [Seite 224]. Für die Produktrecherche Möchten Sie Sollkosten in verdichteten Berichten analysieren, so beachten Sie zum Zweck der richtigen Interpretation der Daten bitte unbedingt die Informationen unter Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. 114 April 2001
115 SAP AG Abweichungskategorien Abweichungskategorien Verwendung Bericht, mit dem Sie mit Hilfe der Produktrecherche die einzelnen Abweichungskategorien für die folgenden Anwendungskomponenten analysieren können: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Mit diesem Bericht können Sie die Ergebnisse der Abweichungsermittlung analysieren. Die Ergebnisse der Abweichungsermittlung unterscheiden sich in Abhängigkeit von der für den Berichtsaufruf gewählten Sollversion. Grundsätzlich können miteinander verglichen werden: Sollkosten, die auf Basis der Standardkosten ermittelt wurden, versus (gegebenenfalls um Ware in Arbeit und Ausschußabweichungen bereinigte) Istkosten Sollkosten, die auf Basis der Vorkalkulation eines Auftrages (Produktkostensammler oder Produktionsauftrag) ermittelt wurden, versus (gegebenenfalls um Ware in Arbeit und Ausschußabweichungen bereinigte) Istkosten Sollkosten, die auf Basis einer alternativen Materialkalkulation (zum Beispiel Sollkalkulation, aktuelle Kalkulation) ermittelt wurden, versus (gegebenenfalls um Ware in Arbeit und Ausschußabweichungen bereinigte) Istkosten Sollkosten, die auf Basis der Standardkosten ermittelt wurden, versus Plankosten von Produktionsaufträgen Struktur Angezeigte Größen: Es werden folgende Abweichungskategorien kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Ausschußabweichung Einsatzpreisabweichung Einsatzmengenabweichung Strukturabweichung Einsatzrestabweichung Mischpreisabweichung Verrechnungspreisabweichung Losgrößenabweichung Restabweichung April
116 SAP AG Abweichungskategorien Kopfinformationen: Objektinformationen Berichtszeitraum Voraussetzungen Stellen Sie sicher, daß eine Abweichungsermittlung für die jeweilige Sollversion im relevanten Berichtszeitraum durchgeführt wurde. Berichte der verdichteten Analyse setzen zusätzlich einen Datenbeschaffungslauf voraus. Empfehlung Dieser Bericht ist als eine nähere Analyse zu einem Soll / Ist / Produktionsabweichungs - Bericht gedacht. Für Produktrecherchen wird Ihnen in der Regel von dort ein Absprung auf den Abweichungskategorien - Bericht angeboten. Siehe auch: Lesen Sie in der Dokumentation zur Kostenträgerrechnung: Grundlegende Informationen zur Abweichungsermittlung finden im Abschnitt: Abweichungsermittlung [Extern] Ausführliche Informationen zu den einzelnen Abweichungskategorien finden Sie im Abschnitt: Abweichungskategorien [Extern] Ausschußabweichung [Extern] Informationen zu den Sollversionen und den daraus resultierenden Vergleichswerten finden Sie in den Abschnitten: Arten der Abweichungsermittlung [Extern] Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern] Ermittlung der Sollkosten [Extern] Ermittlung der Kontrollkosten [Extern] 116 April 2001
117 SAP AG Ware in Arbeit Ware in Arbeit Verwendung Bericht, mit dem Sie Ware in Arbeit (WIP) in folgenden Bereichen des Produktkosten- Controllings mit Hilfe der Produktrecherche analysieren können: Auftragsbezogenes Produkt Controlling Periodisches Produkt Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Struktur Angezeigte Größen: Bildung Verbrauch Saldo Kopfinformationen: Objektinformationen Berichtszeitraum Hinweise (für Produktionskampagnen): Hinweis zur Verdichteten Analyse mit Produktrecherche In der Verdichteten Analyse mit Produktrecherche können Sie keine Trennung in Bildung und Verbrauch vornehmen und keine Rückstellungen ausweisen. Zusätzlich werden zur Ware in Arbeit bei der Produktrecherche Istbelastungen, Istentlastungen und Saldo angezeigt. Voraussetzungen Sie müssen die Ermittlung von Ware in Arbeit (bzw. für Produktrecherchen die Ergebnisermittlung) für das zu analysierende Objekt im Periodenabschluß für die jeweilige Abgrenzungsversion durchgeführt haben. Siehe auch: Ausführliche Informationen über die Ermittlung von Ware in Arbeit erhalten Sie unter den Punkten Ware in Arbeit im Auftragsbez. Produkt-Controlling [Extern] Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling April
118 SAP AG Ware in Arbeit [Extern]Ergebnisermittlung [Extern] 118 April 2001
119 SAP AG Istkosten Istkosten Verwendung Bericht, der Istkosten in folgenden Bereichen des Produktkosten-Controllings darstellt: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Dieser Bericht zeigt die fortgeschriebenen Istkosten und -größen an und dient einer Analyse der Kostensituation im Ist. Angezeigte Größen Es werden folgende Größen kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Istkosten gesamt Istkosten fix Istkosten variabel Isteinsatzmenge Istherstellmenge Es wird i.d.r. zwischen Belastungen und Entlastungen unterschieden. Somit ist es möglich, den Saldo eines Objektes zu analysieren. Kopfinformationen Objektinformationen Berichtszeitraum Integration Die Istwerte beruhen auf den in der mitlaufenden Kalkulation fortgeschriebenen Daten. Siehe auch: Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] April
120 SAP AG Verdichtungshierarchie Verdichtungshierarchie Verwendung Verdichtungshierarchien sind ein Analyseinstrument, mit dem Sie über selbstdefinierte hierarchische Strukturen Werte nach oben verdichten können. Damit sind Analysen von Werten und Mengen auf höheren Ebenen wie beispielsweise auf Werksebene möglich. Sie verwenden eine Verdichtungshierarchie in der Kostenträgerrechnung, um Kosten und Mengen, die im Zusammenhang mit dem Produktionsprozeß angefallen sind, für einen bestimmten Betrachtungszeitraum verdichtet, auf einer höheren Ebene zu analysieren. Sie legen beispielsweise fest, daß Ihre Auftragsdaten nach folgender Struktur verdichtet werden sollen: Werk Auftragsart Damit haben Sie die Möglichkeit, sich alle Daten zu einem bestimmten Werk anzeigen zu lassen und für dieses Werk die Werte für die einzelnen Auftragsarten zu betrachten. Mit Hilfe von Verdichtungshierarchien können Sie die Werte folgender Objekte verdichten: Instandhaltungs- und Serviceaufträge Innenaufträge Projekte Kundenaufträge und deren Positionen Produktionsaufträge, QM-Aufträge und Produktkostensammler Je nach Bedarf können Sie nur die Objekte einer Objektart (z.b. nur Fertigungsaufträge) oder mehrerer Objektarten gemeinsam verdichten. Bei der Verdichtung von Objekten bestimmter Objektarten (z.b. Projekte) werden auch abhängige Objekte einer anderen Objektart (z.b. dem Projekt zugeordnete Innenaufträge) mitverdichtet. Bei der Verdichtung von Kundenaufträgen können wahlweise dem Kundenauftrag zugeordnete Produktionsaufträge mitverdichtet werden oder nicht. Durch die Definition von Exception-Regeln können Sie festlegen, daß bestimmte Knoten der Hierarchie, die vorher festgelegte Bedingungen erfüllen, durch farbige Ampeln gekennzeichnet werden sollen. Dadurch ist es möglich, Bereiche hervorzuheben, die im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung näher analysiert werden müssen. Zu diesem Zweck können Sie aus einer Hierarchieübersicht in Kostenartenberichte zu jenen Hierarchieknoten verzweigen, die näher zu analysieren sind. Voraussetzungen Die Verdichtung von Objekten setzt die Definition einer Verdichtungshierarchie voraus. In der Definition einer Verdichtungshierarchie bestimmen Sie, über welche Felder die Datenverdichtung 120 April 2001
121 SAP AG Verdichtungshierarchie erfolgen soll und welche Objekte verdichtet werden. Dabei werden Werte in der Objektwährung nur verdichtet, wenn die Verdichtungshierarchie einen Knoten Werk oder Buchungskreis enthält. Sie definieren eine Verdichtungshierarchie im Customizing des Informationssystems unter Controlling Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Verdichtungshierarchie pflegen. Falls die im Arbeitsschritt Verdichtungshierarchie pflegen zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder nicht ausreichen, um Hierarchiestufen zur Verdichtung von Aufträgen oder Projekten gemäß Ihren Anforderungen zu definieren, können Sie mit der Klassifizierung [Seite 239] arbeiten. Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihre Anforderungen an weitere Felder durch Klassifizierungsmerkmale abzudecken. Aufgrund des hierbei zusätzlich entstehenden Datenvolumens und Performance-Einbußen in der Stammdatenpflege sollten Sie genau prüfen, ob sie tatsächlich zusätzliche Felder benötigen. Zum Anlegen weiterer Felder bearbeiten Sie nicht den Schritt 'Verdichtungshierarchie pflegen', sondern definieren sich eine sogenannte Auftragshierarchie im Customizing des Informationssystems unter Controlling Produktkosten- Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung Auftragshierarchien anlegen. Möchten Sie die Verdichtung vom Auftragsstatus abhängig machen, so müssen Sie vorher im Customizing ein Statusselektionsschema anlegen und dies in der Definition der Verdichtungshierarchie mit angeben. Sie finden diesen Arbeitsschritt im Customizing des Informationssystems unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Statusselektionsschemata definieren [Extern]. Funktionsumfang Die einzelnen Stufen einer Verdichtungshierarchie bestehen aus Stammdatenfeldern bzw. Teilen von Stammdatenfeldern. Für jeden Wert eines Feldes (z.b. Werk 1000, Werk 1100, Werk 1200) werden periodengerechte und kostenartengerechte Summen gebildet und auf einem sogenannten Verdichtungsobjekt fortgeschrieben. Die Werte auf den einzelnen Verdichtungsobjekten lassen sich im Informationssystem analysieren. Hierfür stehen Ihnen in den Informationssystemen der SAP-Standardauslieferung in der Berichtskategorie 'Verdichtete Analyse' verschiedene Berichte zur Verfügung. So können Sie z.b. einen Plan-Ist-Vergleich für ein zu analysierendes Verdichtungsobjekt (z.b. Verkaufsbüro 1000) aufrufen. Alternativ können Sie sich einen Hierarchiebericht für eine bestimmte Verdichtungshierarchie anzeigen lassen. Hier erhalten Sie eine hierarchische Übersicht über die Verdichtungsobjekte, die bei der Verdichtung erzeugt wurden. Haben Sie bei der Ausführung eines Datenbeschaffungslaufs eine Exception-Regel gesetzt, so werden Ihnen in dieser Übersicht zusätzlich entsprechende Ampeln angezeigt. Mit Hilfe einer Verdichtungshierarchie werden z.b. folgende Daten verdichtet: Planwerte (z.b. Plankosten gesamt, Plankosten fix, Plankosten variabel, Planherstellmenge) Istkosten (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Istherstellmenge) Sollkosten (z.b. Sollkosten gesamt, Sollkosten fix, Sollkosten variabel, Sollherstellmenge) April
122 SAP AG Verdichtungshierarchie Abweichungen (Plan/Ist-Abweichungen prozentual, Plan/Ist-Abweichungen absolut, Soll/Ist-Abweichungen prozentual, Abweichungskategorien) Einsatzmengen (Solleinsatzmengen, Isteinsatzmengen) Ware in Arbeit Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Je weniger Daten Sie verdichten, desto besser ist die Laufzeit des Datenbanklaufs. Die Stammdatenfelder, über die Sie Daten verdichten können, sind fest vorgegeben und von der Art der Objekte, die verdichtet werden sollen, abhängig. Demzufolge stehen Ihnen bei der Verdichtung von Kundenaufträgen andere Stammdatenfelder für die Definition einer Verdichtungshierarchie zur Verfügung als bei der Verdichtung von Innenaufträgen. Decken diese Felder Ihre Anforderungen nicht ab, so können Sie für die Verdichtung von Aufträgen oder Projekten auch zusätzliche eigendefinierte Felder verwenden. Hierfür müssen Sie jedoch mit der Klassifizierung arbeiten. Sie können den Umfang der zu verdichtenden Daten einschränken, indem Sie die Verdichtung von Auftragswerten vom Status der Aufträge abhängig machen. So können Sie z.b. nur die Daten solcher Aufträge verdichten, für die bereits Abweichungen ermittelt wurden. Die über eine Verdichtungshierarchie verdichteten Daten resultieren aus einem Datenbeschaffungslauf. Dieser muß ausgeführt werden, bevor Sie Berichte zur Verdichtung verwenden können. Sie erhalten in einem Bericht zu Verdichtungsobjekten den Datenbestand angezeigt, der zum Zeitpunkt des letzten Datenbeschaffungslaufs aktuell war. Dementsprechend müssen Sie einen neuen Datenbeschaffungslauf durchführen, wenn Sie aktuelle Werte in Ihren Berichten angezeigt bekommen möchten. Integration Sie können aus der Hierarchieanzeige Kostenartenberichte für einzelne Verdichtungsobjekte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster angezeigt. Wenn Sie einen Bericht auswählen, wird dieser Bericht zum ausgewählten Verdichtungsobjekt aufgerufen. Somit können Sie sich z.b. die verdichteten Istwerte, Planwerte und Abweichungen für ein bestimmtes Werk anzeigen lassen. Ebenso besteht die Möglichkeit, aus dem Selektionsbild eines Berichtes zur Analyse eines Verdichtungsobjektes die Hierarchieübersicht aufzurufen. Hinweise zum Aufruf der Berichte zur Verdichtungshierarchie Die Berichte zur Analyse eines Verdichtungsobjektes befinden sich in den Informationssystemen der einzelnen Applikationen der SAP-Standardauslieferung in der Berichtskategorie 'Verdichtete Analyse'. Zum Aufruf eines Berichtes zu einem Verdichtungsobjekt geben Sie im Selektionsbild des Berichtes den technischen Namen der Verdichtungshierarchie mit an. Zusätzlich ist die Angabe der Hierarchieart erforderlich. Die Hierarchieart lautet in der Regel CO. Haben Sie die Verdichtung jedoch für eine Auftragshierarchie mit Klassifizierung durchgeführt, so müssen Sie die Hierarchieart OR wählen. Im Feld Teilhierarchie spezifizieren Sie das zu analysierende Verdichtungsobjekt. Lassen Sie sich die Eingabemöglichkeiten (F4) zu diesem Feld anzeigen und wählen Sie hier das gewünschte Verdichtungsobjekt aus! 122 April 2001
123 SAP AG Verdichtungshierarchie Siehe auch: Ausführliche Informationen über die Beschaffung und Fortschreibung der Daten in der Verdichtung erhalten Sie unter Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie [Seite 337]. Kuppelproduktion im Infosystem [Extern] Die mit der Verdichtungshierarchie aggregierten Daten analysieren Sie mit der Kostenanalyse. Lesen Sie hierzu Kostenanalyse. [Seite 79] April
124 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen Verdichtungshierarchien pflegen In diesem Arbeitsschritt im Customizing des Informationssystems Produktkosten-Controlling legen Sie den Aufbau Ihrer Verdichtungshierarchien fest. In der Definition einer Verdichtungshierarchie hinterlegen Sie, nach welchen Kriterien Kosten und Mengen von Objekten verdichtet werden sollen. Sie können mittels einer Verdichtungshierarchie die Werte folgender Objekte verdichten: Innenaufträge (Auftragstypen 01 und 02) Instandhaltungs-/Serviceaufträge (Auftragstyp 30) Produktionsaufträge, QM-Aufträge und Produktkostensammler hierunter fallen folgende Auftragstypen: CO-Fertigungsaufträge (Auftragstyp 04), Produktkostensammler (Auftragstyp 05), QM-Aufträge (Auftragstyp 06), PPS-Fertigungsaufträge (Auftragstyp 10), Prozeßaufträge (Auftragstyp 40). Projekte Bei der Verdichtung von Projekten verdichtet das System abhängige Objekte wie z.b. zugeordnete Aufträge oder PSP-Elemente automatisch mit. Kundenaufträge ohne abhängige Aufträge Kundenaufträge mit abhängigen Aufträgen Bei der Verdichtung von Kundenaufträgen können Sie durch die Auswahl der entsprechenden Objektart entscheiden, ob das System die Daten von dem Kundenauftrag zugeordneten Produktionsaufträgen mit verdichten soll. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie die Werte einzelner Objekte entsprechend dem definierten Hierarchieaufbau stufenweise nach oben verdichten. Als Kriterien für die Verdichtung verwenden Sie Stammdatenfelder der Kontierungsobjekte. Jede Stufe der Verdichtungshierarchie entspricht einem Stammdatenfeld. Über die Stammdatenfelder selektiert das System die Kontierungsobjekte für die Verdichtung und summiert die Kosten und Mengen für jede Ausprägung eines Stammdatenfeldes (z.b. Werk 1000, Werk 2000). Hinweis: Wenn Sie die kundeneigenen Felder für die Innenauftragsverdichtung verwenden, übernehmen Sie die Groß-/Kleinschreibung dieser Felder. Die ermittelten Summen sichert das System auf sogenannten Verdichtungsobjekten, die den Knoten der beim Verdichtungslauf aufgebauten Hierarchie entsprechen. Die einzelnen Verdichtungsobjekte können Sie im Informationssystem analysieren. Mit Verdichtungshierarchien können Sie u.a. folgende Daten verdichten: Plankosten Istkosten Sollkosten Abweichungen Ware in Arbeit 124 April 2001
125 SAP AG Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Einsatzmengen Herstellmengen Ausschuß Beispiel Verdichtungshierarchien pflegen Sie verwenden eine Verdichtungshierarchie, um pro Periode die Kosten zu verdichten, die für die Aufträge zur Fertigung eines bestimmten Materials in einem bestimmten Werk angefallen sind. Hinweise Die erste Stufe der Hierarchie ist stets der Kostenrechnungskreis. Wenn Sie beim Anlegen von Verdichtungshierarchien ein Statusselektionsschema angeben, werden nur die Objekte für die Verdichtung selektiert, deren Status zum Verdichtungszeitpunkt den Selektionskriterien im Statusselektionsschema entsprechen. Wenn Sie eine Verdichtung über die Objektart Kundenaufträge durchführen möchten, so bezieht sich ein in der Hierarchiedefinition hinterlegtes Statusselektionsschema auf die dem Kundenauftrag zugeordneten Fertigungsaufträge. Sobald das System einen Verdichtungslauf für eine Hierarchie durchgeführt hat, können Sie diese Verdichtungshierarchie nicht mehr ändern. Wenn Sie diese Verdichtungshierarchie ändern möchten, müssen Sie zunächst durch einen Löschlauf alle verdichteten Daten löschen. Zur Vorselektion von Innenaufträgen können Sie Selektionsvarianten angeben. Hinweise zur Kuppelproduktion Zur statusabhängigen Selektion von Aufträgen in der Kuppelproduktion können Sie für den Auftragskopf und die Auftragsposition separate Statusselektionsschemata hinterlegen, da die Status von Auftragskopf und -position in der Kuppelproduktion voneinander abweichen können. Bei Einsatz von Kuppelproduktion verdichtet das System nur die Werte der Auftragspositionen. Werte, die sich auf dem Auftragskopf befinden, berücksichtigt es bei der Verdichtung nicht. Führen Sie daher die Funktion "Verteilung Kuppelprodukte" vor dem Start eines Verdichtungslaufes aus. Voraussetzung Wenn Sie Statusselektionsschemata verwenden möchten, müssen Sie vorher den Arbeitsschritt " Statusselektionsschemata definieren [Extern] " bearbeitet haben. Wenn Sie Selektionsvarianten verwenden möchten, müssen Sie vorher den Arbeitsschritt " Selektionsvarianten definieren [Extern] " bearbeitet haben. Aktivitäten Um eine Verdichtungshierarchie zu definieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie "Neue Einträge". 2. Vergeben Sie einen Hierarchienamen sowie einen sprechenden Langtext. Um Einsatzmengen zu verdichten, markieren Sie "Einsatzmengen verdichten". April
126 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen 3. Wenn Sie den Datenumfang mittels Formroutinen einschränken möchten, geben Sie den Namen des Userexit-Pools an, der diese Formroutinen beinhaltet (siehe auch Punkt 6). 4. Sichern Sie Ihre Eingaben und wählen Sie "Zurück". Sie gelangen wieder in die Übersicht aller Verdichtungshierarchien. 5. Um festzulegen, welche Arten von Kontierungsobjekten beim jeweiligen Verdichtungslauf berücksichtigt werden sollen, wählen Sie "Datenumfang (Objektarten)". Markieren Sie die zu verdichtenden Objektarten. Wenn Sie nur Projekte verdichten, verdichtet das System auch die Daten zugeordneter Objekte wie beispielsweise abhängiger Aufträge. Wenn Sie Kundenaufträge verdichten möchten, können Sie durch die Auswahl der entsprechenden Objektart entscheiden, ob das System die dem Kundenauftrag zugeordneten Produktionsaufträge bei der Verdichtung mit berücksichtigen soll. Wenn Sie mehrere Objektarten markieren (z.b. Kundenaufträge und Fertigungsaufträge), müssen Sie eine Priorität angeben. Dies ist erforderlich, da beispielsweise der Kundenauftrag für ein Stammdatenfeld einen bestimmten Wert haben kann, der darunterhängende Fertigungsauftrag für dasselbe Feld jedoch einen anderen Wert haben kann. Würde das System über dieses Stammdatenfeld verdichten, würde der Fertigungsauftrag sowohl bei der Verdichtung über den Wert des Stammdatenfeldes im Kundenauftrag als auch über den Wert des Stammdatenfeldes im Fertigungsauftrag berücksichtigt. Um dies zu vermeiden, hinterlegen Sie in der Hierarchiedefinition für die Objektart "Kundenauftrag" die Priorität 1 und für die Objektart "Fertigungsauftrag" die Priorität Um festzulegen, welche Kosten und Mengen verdichtet werden sollen, wählen Sie "Datenumfang (Summensatztabellen)". Um einzelne Summensatztabellen aus der Verdichtung auszuschließen, markieren Sie "nicht verdichten". Um die Performance zu verbessern, können Sie die Sätze der Summensatzdatei ohne Herkunft verdichten. Markieren Sie hierzu das Kennzeichen "ohne Herkunft". Das Setzen dieses Kennzeichens empfiehlt sich, wenn man an reinen Kostenartenberichten interessiert ist. Es ist dann allerdings nicht mehr möglich, die Werte auf Kostenartenebene weiter nach Herkünften aufzureißen. Wenn Sie den Datenumfang mit Hilfe eines Userexits begrenzen möchten, tragen Sie den Namen der Userexit-Formroutine ein. Hierfür müssen Sie beim Anlegen der Verdichtungshierarchie den Namen des Userexit-Pools eingetragen haben. 7. Um den Stufen Ihrer Verdichtungshierarchie Stammdatenfelder zuzuordnen, wählen Sie "Hierarchiestufen". Sie können bis zu 9 Hierarchiestufen definieren. In der Spalte "Hierarchiefeld" hinterlegen Sie pro Hierarchiestufe das gewünschte Stammdatenfeld. Wenn Sie eine Hierarchiestufe über einen Teil eines Stammdatenfeldes anlegen wollen, pflegen Sie "Offset" und "Länge". 8. Wenn Sie Kontierungsobjekte, bei denen ein Merkmal nicht gefüllt ist, unter dem Knoten "Sonstige" zusammenfassen möchten, markieren Sie "initial". 126 April 2001
127 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen Weitere Hinweise Weitere Informationen zum Aufbau und Zweck von Verdichtungshierarchien im Produktkosten- Controlling finden Sie in der R/3-Bibliothek unter Verdichtungshierarchie [Seite 326]. April
128 SAP AG Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Verwendung Für zusätzliche Funktionen im Bereich der Verdichtung stehen Ihnen im SAP-System verschiedene Funktionsbaustein-Exits zur Verfügung. Diese werden im folgenden kurz erwähnt. Die genannten Exits sind dokumentiert. Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Erweiterungstransaktion (Transaktion CMOD). Lassen Sie sich hierzu alle SAP-Erweiterungen der Entwicklungsklasse KKR anzeigen. Die Dokumentation zu einem Exit erhalten Sie, indem Sie die Drucktaste 'SAP-Doku' betätigen. Exit zur Selektion der Datenbeschaffung Der Funktionsbaustein-Exit EXIT_SAPLKKRB_001 der Erweiterung SAPLKKRB bietet die Möglichkeit, nach der Selektion für einen Datenbeschaffungslauf noch Objekte umzuordnen, zu löschen oder hinzuzufügen, bevor die eigentliche Datenbeschaffung beginnt. Exit zur Texterzeugung für Verdichtungsobjekte Der Funktionsbaustein EXIT_SAPLKKRU_001 der Erweiterung KKRU0001 ermöglicht die selbstprogrammierte Vergabe von Texten für Verdichtungsobjekte. Diese Texte werden während eines Datenbeschaffungslaufs erzeugt. 128 April 2001
129 SAP AG Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Verwendung Für jedes Verdichtungsobjekt, das bei einer Verdichtung erzeugt wird, können Texte entweder vom System ermittelt oder vom Anwender manuell eingegeben werden. Im Standard werden die Texte der Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf automatisch auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung erzeugt. Sie verdichten über das Werk 1000 (Werk 1000 = Walldorf). Das erzeugte Verdichtungsobjekte erhält die Bezeichnung 'Walldorf'. Die Texte für Verdichtungsobjekte können bei Bedarf manuell erfaßt werden. Bei der Ausführung des Datenbeschaffungslaufs ist dann zu entscheiden, ob diese manuellen Texte durch die Bezeichnung der Feldausprägung überschrieben werden sollen oder ob der manuelle Text erhalten bleiben soll. Kann für ein Verdichtungsobjekt kein Text ermittelt werden, so wird der Wert dieses Feldes automatisch als Text übernommen. Vorgehensweise Zum Pflegen manueller Texte für Verdichtungsobjekte gehen Sie wie folgt vor: 1. Verzweigen Sie in das jeweilige Anwendungsmenü der Kostenträgerrechnung. 2. Wählen Sie Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. 3. Geben Sie im Feld Hierarchie die Verdichtungshierarchie an. 4. Wählen Sie Bearbeiten Hierarchie. 5. Positionieren Sie den Cursor auf das betreffende Verdichtungsobjekt und wählen Sie Bearbeiten Text pflegen. 6. Erfassen Sie den gewünschten Text und sichern Sie Ihre Eingaben. Um festzulegen, welcher Text für Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf fortgeschrieben wird, gehen Sie wie folgt vor: a. Verzweigen Sie in das jeweilige Anwendungsmenü der Kostenträgerrechnung. b. Wählen Sie Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. c. Geben Sie im Feld Hierarchie die Verdichtungshierarchie an. d. Wählen Sie Zusätze Standardtexte. e. Wählen Sie nun die Art aus, wie die Texte der Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf behandelt werden sollen: April
130 SAP AG Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Keine Texte erzeugen Beim Datenbeschaffungslauf werden die Bezeichnungen der Feldausprägungen nicht ermittelt. Waren vorher bereits Texte vorhanden (entweder aus einem früheren Datenbeschaffungslauf oder durch manuelle Pflege), so werden nur diese Texte angezeigt. Texte erzeugen (nicht überschreiben) Das System ermittelt Texte für die Verdichtungsobjekte auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung. Sind für bestimmte Knoten bereits Texte vorhanden (entweder aus einem früheren Datenbeschaffungslauf oder durch manuelle Pflege), so werden diese Texte nicht geändert. Diese Einstellung ist standardmäßig vorbelegt und ist aus Performancegründen der Einstellung 'Texte erzeugen (überschreiben)' vorzuziehen. Texte erzeugen (überschreiben) Das System ermittelt Texte für die Verdichtungsobjekte auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung. Schon vorhandene Texte (auch die manuell gepflegten Texte) werden in diesem Prozeß überschrieben. f. Führen Sie den Datenbeschaffungslauf für Ihre Verdichtungshierarchie aus. Das System ermittelt nun die Texte für die Verdichtungsobjekte gemäß der von Ihnen gewählten Option. 130 April 2001
131 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Verwendung Die über eine Verdichtungshierarchie verdichteten Daten resultieren aus einem Datenbeschaffungslauf. Dieser wird in der Regel nach Beendigung der Periodenabschlußarbeiten in der Kostenträgerrechnung pro Verdichtungshierarchie ausgeführt. Bei der Ausführung des Datenbeschaffungslaufs geschieht folgendes: Für die gemäß der Definition der Verdichtungshierarchie selektierten Objekte werden die Werte und Mengen der Perioden gelesen, die im Datenbeschaffungslauf spezifiziert wurden. Diese Daten werden entsprechend dem Hierarchieaufbau nach oben verdichtet und auf Verdichtungsobjekten periodengerecht und kostenartengerecht fortgeschrieben. Ein Verdichtungsobjekt wird für jede Feldausprägung aller Felder einer Verdichtungshierarchie gebildet. Besteht die Verdichtungshierarchie aus den Feldern Werk und Auftragsart, so werden z.b. folgende Verdichtungsobjekte gebildet: Werk A Werk B Werk A, Auftragsart 1 Werk B, Auftragsart 1 Wurde bereits ein Datenbeschaffungslauf durchgeführt, so erfolgt die Fortschreibung der in einem neuen Datenbeschaffungslauf selektierten Daten folgendermaßen: für Perioden innerhalb des Verdichtungszeitraumes des neuen Datenbeschaffungslaufs werden die Werte auf dem Verdichtungsobjekt zurückgesetzt und neu ermittelt. für Perioden außerhalb des angegebenen Zeitraums des neuen Datenbeschaffungslaufs bleiben die Werte auf dem Verdichtungsobjekt erhalten. Somit gehen Daten, die in einem früheren Verdichtungslauf ermittelt wurden, durch einen neuen Datenbeschaffungslauf nicht automatisch verloren. Sie können die Selektion von Objekten für die Verdichtung vom Status des Objektes abhängig machen. Hierfür hinterlegen Sie in der Definition der Verdichtungshierarchie ein Statusselektionsschema. Im Statusselektionsschema hinterlegen Sie, welchen Status die zu selektierenden Objekte haben sollen (z.b. freigegeben, rückgemeldet). Arbeiten Sie mit der Statusselektion, so sollten Sie dies bei der Wahl des Verdichtungszeitraumes berücksichtigen. Wenn Sie z.b. mit der Statusselektion nur abgerechnete Aufträge verdichten wollen und den Verdichtungszeitraum auf die letzten zwei Perioden begrenzen, obwohl ein Auftrag über vier Perioden läuft, so werden z.b. Istkosten der ersten beiden Perioden des Auftrages nicht mitverdichtet und fehlen somit in der Verdichtungshierarchie. Da die gesamten Sollkosten erst in der Periode errechnet und auf der Datenbank fortgeschrieben werden, in der der Auftrag endgeliefert bzw. technisch abgeschlossen wurde, stehen den kumulierten Sollkosten in der Verdichtungshierarchie nur partielle Istkosten gegenüber. April
132 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Arbeiten Sie mit der Statusselektion, dann wählen Sie deshalb den Verdichtungszeitraum so groß, daß die gesamte Laufzeit eines Auftrages innerhalb des Verdichtungszeitraumes liegt. Bei einer Verdichtungshierarchie ohne Statusselektion reicht es, den Verdichtungszeitraum so zu wählen, daß alle in der Finanzbuchhaltung offenen Perioden erfaßt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. Voraussetzungen Arbeiten Sie mit der Kuppelproduktion, so müssen Sie vor Ausführung eines Datenbeschaffungslaufs die Funktion Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit [Extern] ausführen, da die Verdichtung im Falle von Kuppelproduktion nur die Werte der Auftragspositionen, nicht aber die des Auftragskopfes, nach oben verdichtet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Kuppelproduktion im Informationssystem [Seite 387]. Funktionsumfang Sie können einen Datenbeschaffungslauf für die gesamte Verdichtungshierarchie durchführen Führen Sie einen Datenbeschaffungslauf für die ganze Hierarchie durch, so können Sie anschließend zu jedem Verdichtungsobjekt einen Bericht anzeigen. für eine Teilhierarchie durchführen Wollen Sie z.b. nur die Summe der Kosten für alle Aufträge zu einem bestimmten Material ermitteln, so können Sie einen Datenbeschaffungslauf für die entsprechende Teilhierarchie durchführen. Sie können anschließend zu allen Verdichtungsobjekten dieser Teilhierarchie Berichte anzeigen. Sie können auch einen Löschlauf durchführen. Dieser löscht die Daten aller Verdichtungsobjekte der angegebenen Hierarchie. Bei Durchführung eines Löschlaufes ist die Eingabe eines Zeitraumes ohne Bedeutung. Ein Löschlauf ist z.b. dann erforderlich, wenn Sie nachträglich Änderungen an der Definition der Verdichtungshierarchie vornehmen möchten. Daneben besteht die Möglichkeit, einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, bei dem ein Aufbau der Verdichtungshierarchie erfolgt, jedoch keine Daten selektiert werden. Wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine Verdichtung für diesen Zeitraum durchgeführt, so würde durch einen solchen Datenbeschaffungslauf eine Aktualisierung der Verdichtungsobjekte vorgenommen, ohne daß bestehende Daten überschrieben würden. Hinweise zur Performance Um Laufzeiten zu verkürzen können Sie den Verdichtungslauf von Verdichtungshierarchien auf mehreren Servern parallel laufen zu lassen. Über die Festlegung einer Anzahl von Verdichtungsknoten können Sie die Performance bei Parallelverarbeitung zusätzlich positiv beeinflussen. Außerdem können Sie bei der Definition der Verdichtungshierarchie festlegen, daß einzelne Summensatzdateien nicht verdichtet werden sollen oder die Sätze von Summensatzdateien ohne Herkunft verdichtet werden sollen. Ist man an reinen Kostenartenberichten ohne weiteren Detaillierungsgrad interessiert, so empfiehlt es sich, dieses Kennzeichen zu setzen. 132 April 2001
133 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Aus Performancegründen sollte außerdem darauf verzichtet werden, das Feld Auftragsnummer als Hierarchiestufe in der Definition der Verdichtungshierarchie auszuwählen. Arbeiten Sie mit der Auftragshierarchie mit Klassifizierung, so sollten Sie in regelmäßigen Abständen die Funktion Merkmalsstatistik ausführen. Hierdurch kann sich die Reihenfolge der zu selektierenden Merkmale ändern, wodurch eine schnellere Selektion der Klassifizierungsmerkmale ermöglicht werden kann. Sie finden diese Funktion im Anwendungsmenü der jeweiligen Anwendungskomponente der Kostenträgerrechnung über Informationssystem Datenbeschaffung Auftragshierarchie (Klassifizierung) Umfeld Merkmalsstatistik erzeugen. Vor dem Ausführen des Datenbeschaffungslaufs setzen Sie das Kennzeichen Klassifizierung im Customizing der Kostenträgerrechnung im Periodisches Produkt-Controlling bzw. im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling unter Auftragsarten überprüfen in der Sicht Auftragsart ändern und klassifizieren die Aufträge mit dem Report RKO CLASS nach. Danach deaktivieren Sie das Kennzeichen. Siehe auch: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
134 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Voraussetzungen Sie haben eine Verdichtungshierarchie angelegt. Wenn Sie mit Hilfe der Parallelisierung die Laufzeit des Datenbeschaffungslaufs verkürzen wollen, dann lassen Sie sich von Ihrem Systemadministrator eine Server-Gruppe einrichten, und lassen Sie sich die maximale Taskanzahl angeben. Server-Gruppe festlegen (nur für Systemadministratoren) Um festzulegen, auf welchen Servern der Verdichtungslauf ablaufen soll, wählen Sie Werkzeuge Administration Verwaltung Netzwerk RFC-Destination RFC RFC-Gruppen. Es wird empfohlen, die Datenbeschaffung jeweils nach dem Periodenabschluß durchzuführen. So können aktuelle Daten wie Sollkosten, WIP und Abweichungen verdichtet werden. Wenn Sie die Istkosten kontrollieren möchten, kann es sinnvoll sein, während einer Periode (ohne vorheriges Ausführen von Periodenabschlußaktivitäten) eine Datenbeschaffung durchzuführen. Vorgehensweise Um einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor: 1. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling / Auftragsbezogenes Produkt- Controlling / Kundenauftrags-Controlling / Immaterielle Güter und Dienstleistungen Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. Sie gelangen auf das Bild CO-Verdichtung. 2. Geben Sie folgende Daten ein: Hierarchie Sie erhalten eine Liste der im Kostenrechnungskreis vorhandenen Verdichtungshierarchien mit F4. Sie erhalten eine Liste der bereits verdichteten Hierarchien, indem Sie Zusätze Verdichtete Hierarchien wählen. Teilhierarchie Wollen Sie nur einen Teil der Hierarchie verdichten, wählen Sie das Pfeil-Symbol Teilhierarchie setzen. Alle Felder werden aufgelistet, für die eine Verdichtung durchgeführt wird (z.b. Werk, Material). Geben Sie die Feldausprägungen ein, für die eine Verdichtung durchgeführt werden soll. Geben Sie beispielsweise das Werk 0001 und das Material PROD-1 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge verdichtet, die für das Material PROD-1 im Werk 0001 angelegt wurden. 134 April 2001
135 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Geben Sie nur das Werk 0001 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge im Werk 0001 verdichtet. - Von Periode/Geschäftsjahr und Bis Periode/Geschäftsjahr Für die gemäß der Definition der Verdichtungshierarchie selektierten Objekte werden die Werte dieser Perioden selektiert. Hat ein Objekt, welches der definierten Hierarchie entspricht, in den angegebenen Perioden keine Werte, so wird es bei der Datenbeschaffung zwar prinzipiell berücksichtigt, jedoch ohne Werte. 3. Setzen Sie ein Kennzeichen: Verdichtungslauf Im Verdichtungslauf werden bereits vorhandene Werte für Perioden innerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes zurückgesetzt und neu ermittelt. Werte auf dem Verdichtungsobjekt für Perioden außerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes bleiben erhalten. Löschlauf Im Löschlauf werden alle durch vorhergehende Datenbeschaffungen aufgebauten Verdichtungsobjekte gelöscht. Die Hierarchiedefinition ist danach wieder änderbar. Hierarchie ohne Daten Setzen Sie dieses Kennzeichen, wenn Sie lediglich einen Aufbau der Verdichtungsobjekte wünschen, ohne daß Daten selektiert werden sollen. 4. Wählen Sie ggf. Zusätze Exception Regel setzen. Hierdurch erreichen Sie, daß für Knoten der Hierarchie farbige Ampeln gesetzt werden, wenn bestimmte Schwellwerte überschritten werden. Die Regeln zum Setzen der Exceptions definieren Sie vorher im Customizing. Hier hinterlegen Sie, auf welche Basisgröße sich die Schwellwerte beziehen sollen und bei welcher Überschreitung des Basiswertes eine Ampel gesetzt werden soll. 5. Im Standard ist das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gesetzt. Wollen Sie den Verdichtungslauf Online durchführen, so müssen Sie dieses Kennzeichen löschen. 6. Möchten Sie den Datenbeschaffungslauf parallelisieren, dann wählen Sie nun Parallelisierung Es erscheint ein Dialogfenster Parallelverarbeitung. Setzen Sie gegebenenfalls das Kennzeichen Parallelverarbeitung im Online und geben Sie folgende Werte ein: Max. Taskanzahl (Anzahl der Systemmodi auf jeweiligen Servern) Anzahl Verdichtungsknoten (Task) Server-Gruppe Wählen Sie Übernehmen. Abhängig von der Taskanzahl werden entsprechende Ressourcen des Systems beansprucht. Begrenzen Sie deshalb die Taskanzahl oder führen Sie die Parallelisierte Verdichtung nur aus, wenn Ihr System zum Zeitpunkt der Verdichtung über genügend Ressourcen verfügt. April
136 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen 7. Wählen Sie Ausführen. Haben Sie das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gelöscht, so blendet das System ein Dialogfenster ein, in dem Sie die Durchführung der Auftragsverdichtung bestätigen müssen. Ergebnis Sie gelangen nach Ausführung der Verdichtung auf ein Übersichtsbild, das die bearbeiteten Knoten der Hierarchie anzeigt. Sie können folgende Funktionen aufrufen: Meldungsprotokoll Das Meldungsprotokoll listet eventuell aufgetretene Fehler und Informationsmeldungen zur Verdichtung auf. Tabellenstatistik Die Tabellenstatistik gibt an, wieviele Summensätze bei der Verdichtung geschrieben wurden. Siehe auch: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 136 April 2001
137 SAP AG Kostenträgerhierarchie Kostenträgerhierarchie Definition Die Kostenträgerhierarchie umfaßt eine Menge von Kostenträgerknoten, die einander hierarchisch zugeordnet sind. Verwendung Eine Kostenträgerhierarchie kann genutzt werden für die Analyse von Sollkosten, Istkosten und Abweichungen, wenn Kosten nicht direkt auf der Ebene von Aufträgen oder Materialien zugeordnet werden. Struktur Eine Kostenträgerhierarchie besteht aus Kostenträgerknoten, denen zugeordnet werden können: Material / Werk Material / Werk / Fertigungsprozeß [Extern] Integration Ab Release 4.5A können Sie die Kostenträgerhierarchie [Seite 137] zu Material / Werk oder zu Material / Werk und Fertigungsprozeß definieren. Wenn Sie in einem früheren Release die Kostenträgerhierarchie im Einsatz hatten, dann konnte diese definiert werden zu Material / Werk zu Material / Werk / Fertigungsversion zu Material / Werk / Serienauftrag Haben Sie bereits eine Kostenträgerhierarchie zu Material / Werk / Fertigungsversion oder zu Material / Werk / Serienauftrag definiert, so wird diese ab Release 4.5A in eine Kostenträgerhierarchie zur Kombination Material / Werk / Fertigungsprozeß [Extern] umgesetzt. Über diese Zuordnung werden die Produktkostensammler, Produktionsaufträge und CO-Aufträge selektiert, die zu diesem Kostenträgerknoten gehören. Auf der Ebene der Kostenträgerhierarchie können Preisdifferenzen an den Bestand in der Finanzbuchhaltung (FI) und in die Ergebnisrechnung (CO-PA) abgerechnet werden. Alternativ dazu können die Kosten auch auf die zugeordneten Aufträge verteilt werden und von dort aus abgerechnet werden. Siehe auch: Beachten Sie folgende Abschnitte der Dokumentation Kostenträgerrechnung: Kostenträgerknoten [Extern] Grundlagen zur Kostenträgerhierarchie [Extern] Beispiele für Kostenträgerhierarchien [Extern] April
138 SAP AG Kostenträgerhierarchie Abrechnungsvorschriften für Kostenträgerhierarchie [Extern] Anlegen einer Kostenträgerhierarchie: Szenario [Extern] Kostenträgerhierarchie anlegen [Extern] Umsetzung Kostenträgerhierarchie [Extern] Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Beachten Sie folgende Abschnitte der Dokumentation Informationssystem Produktkosten- Controlling: Kostenträgerhierarchie im Informationssystem [Seite 139] Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie durchführen [Seite 140] Übersicht Kostenträgerhierarchien [Extern] Kostenträgerhierarchie anzeigen/suchen [Seite 158] 138 April 2001
139 SAP AG Kostenträgerhierarchie im Informationssystem Kostenträgerhierarchie im Informationssystem Sie können im Informationssystem des Periodischen Produkt-Controllings die Kostenträgerhierarchie und die auf die einzelnen Kostenträgerknoten gebuchten Werte anzeigen. Werden die Daten zur Kostenträgerhierarchie angezeigt, die auf die Kostenträgerhierachie gebucht wurden, so spricht man von der Kostenträgerhierarchie als Erfassungsobjekt. Zudem können Sie natürlich die Werte anzeigen, die auf die Aufträge (Produktkostensammler oder Produktionsaufträge) gebucht wurden, die der Kostenträgerhierarchie zugeordnet sind. Sie können zur Kostenträgerhierarchie Werte stufenweise verdichten und die verdichteten Werte im Informationssystem anzeigen. Sollen die verdichteten Daten analysiert werden, so spricht man von der Kostenträgerhierarchie als Verdichtungsobjekt. Jeder Kostenträgerknoten kann zum Verdichtungsobjekt werden. Voraussetzung ist, daß ein Datenbeschaffungslauf zur Verdichtung durchgeführt wurde (siehe auch: Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie durchführen [Seite 140]). Berichte zur Kostenträgerhierarchie finden Sie in den Berichtskategorien Detailberichte und Objektliste. Unter Verdichtete Analyse sind die Berichte nicht hinterlegt. Siehe auch: Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Unterschiede der Verdichtungsverfahren [Seite 185] Hierarchieanzeige und verdichtete Analyse [Seite 156] Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie durchführen [Seite 140] Detailberichte zum Erfassungsobjekt [Seite 163] Übersicht Kostenträgerhierarchien [Extern] Im Abschnitt Kostenträgerhierarchie anzeigen/suchen [Seite 158] wird unter anderem geschildert, wie Sie eine Kostenträgerhierarchie grafisch anzeigen können Kosten zur Kostenträgerhierarchie einblenden können zwischen Erfassungsobjekt und Verdichtungsobjekt umschalten können April
140 SAP AG Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie durchführen Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie durchführen Verwendung Wenn Sie eine Datenbeschaffung zu einer Kostenträgerhierarchie durchführen, werden die Werte der der Kostenträgerhierarchie zugeordneten Aufträge stufenweise nach oben hin verdichtet. Zu jedem Kostenträgerknoten wird ein Verdichtungsobjekt gebildet, auf welchem die Werte periodengerecht und kostenartengerecht aufsummiert werden. Folgende Daten, die auf einen Kostenträgerknoten oder auf einen einem Kostenträgerknoten zugeordneten Auftrag gebucht wurden, können verdichtet werden: Planwerte Istwerte Sollwerte Ware in Arbeit Abweichungen Plan/Ist-Mengen Es ist nur möglich, die gesamte Kostenträgerhierarchie zu verdichten. Die Verdichtung einer Teilhierarchie - wie bei der Verdichtungshierarchie - ist nicht möglich. Voraussetzungen Es wird empfohlen, die Datenbeschaffung jeweils nach dem Periodenabschluß durchzuführen. So können aktuelle Daten wie Sollkosten, WIP und Abweichungen verdichtet werden. Wenn Sie die Istkosten kontrollieren möchten, kann es natürlich auch sinnvoll sein, während einer Periode (ohne vorheriges Ausführen von Periodenabschlußaktivitäten) eine Datenbeschaffung durchzuführen. Vorgehensweise Um die für die Kostenträgerhierarchie angefallenen Kosten zu verdichten, gehen Sie wie folgt vor: 1. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling Infosystem Werkzeuge Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie. Sie gelangen auf das Bild Kostenträgerverdichtung. 2. Tragen Sie folgende Daten ein: - Kostenträger (dieser muß als Hierarchieanfang gekennzeichnet sein) - Von Periode/Geschäftsjahr und Bis Periode/Geschäftsjahr Im Verdichtungslauf werden Werte für Perioden innerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes zurückgesetzt und neu ermittelt. Werte auf dem 140 April 2001
141 SAP AG Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie durchführen Verdichtungsobjekt für Perioden außerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes bleiben erhalten. Somit werden Werte, die über einen früheren Verdichtungslauf ermittelt wurden, bei der Reorganisation der relevanten Aufträge nicht gelöscht. 3. Im Standard ist das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gesetzt. Wollen Sie den Verdichtungslauf Online durchführen, so müssen Sie dieses Kennzeichen löschen. 4. Wählen Sie Ausführen. Haben Sie das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gelöscht, so blendet das System ein Dialogfenster ein, in dem Sie die Durchführung der Verdichtung bestätigen müssen. Nach der Verdichtung gelangen Sie auf ein Übersichtsbild, das die bearbeiteten Knoten der Hierarchie anzeigt. Sie sehen die verschiedenen Stufen der Hierarchie und die jeweiligen Bezeichnungen, z.b. Bezeichnung der Kostenträger-Identnummer, Materialnummer. Sie können folgende Funktionen aufrufen: Meldungsprotokoll Das Protokoll listet eventuell aufgetretene Fehler und Informationsmeldungen zu der Verdichtung auf. Tabellenstatistik Die Tabellenstatistik gibt an, wieviele Summensätze bei der Verdichtung geschrieben wurden. Siehe auch: Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Kostenträgerhierarchie im Informationssystem [Seite 139] April
142 SAP AG Objektliste Objektliste in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Objektliste in der Kostenträgerrechnung haben Sie in den verschiedenen Controlling-Szenarien die Möglichkeit, auf der Basis von Selektionsdaten Listen für die folgenden Objekte zu erstellen: Periodisches Produkt-Controlling Aufträge (Produktionsaufträge und Produktkostensammler) Verdichtungshierarchien und Auftragshierarchien Kostenträgerhierarchien Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Aufträge (Produktionsaufträge und Produktkostensammler) Verdichtungshierarchien und Auftragshierarchien Kostenträgerhierarchien Kundenauftrags-Controlling Verdichtungshierarchien Kundenauftragspositionen Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen Erlösführende Innenaufträge Verdichtungshierarchien 142 April 2001
143 SAP AG Auftragsselektion Auftragsselektion Definition Mittels der Auftragsselektion erzeugen Sie eine Liste von Aufträgen mit zugehörigen Daten und Kennzahlen. Verwendung Mit der Auftragsselektion haben Sie die Möglichkeit, Aufträge nach verschiedenen Kriterien zu selektieren. Als Ergebnis erhalten Sie eine Liste von Aufträgen, in der Ihnen zu jedem Auftrag bestimmte Stammdaten und Kennzahlen angezeigt werden. Durch das Setzen von Exceptions können Sie zusätzlich festlegen, daß alle Aufträge, die bestimmte Bedingungen erfüllen, in der Ergebnisliste durch farbige Ampeln hervorgehoben werden. Dadurch ist es möglich, Aufträge herauszufiltern, die im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung näher analysiert werden sollen. Die Ergebnisliste kann vom Anwender flexibel gestaltet werden und bietet eine Vielzahl von Navigations- und Aufbereitungsmöglichkeiten. Um die Daten zu einem Auftrag näher zu analysieren, haben Sie die Möglichkeit, aus der Ergebnisliste in Detailberichte zu einem einzelnen Auftrag oder in Berichte zum Vergleich zweier Aufträge zu verzweigen. Außerdem kann von der Ergebnisliste in die Stammdatenanzeige von Merkmalen verzweigt werden. So können Sie sich z.b. für einen zu analysierenden Auftrag den Stammsatz des gefertigten Materials anzeigen lassen. Die Auftragsselektion ist keine verdichtete Analyse und basiert nicht auf der Klassifizierung. Sie dient in erster Linie ad-hoc Fragestellungen, die sich im Bereich der Kostenträgerrechnung ergeben. Integration Von der Auftragsliste der Auftragsselektion können Sie für jeden Auftrag kostenartengerechte Detailberichte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster angezeigt. Wählen Sie einen Bericht aus, dann ruft das System diesen Bericht zum ausgewählten Auftrag auf. Zur detaillierten Analyse eines Auftrages stehen Ihnen Berichte zu Plandaten, Istdaten, verschiedene Berichte zu Abweichungen sowie ein Bericht zur Ware in Arbeit zur Verfügung. Darüber hinaus stehen Ihnen Berichte zum Vergleich zweier Aufträge zur Verfügung. Möchten Sie das Dialogfenster um eigene Berichte erweitern, um einen Absprung aus der Ergebnisliste auf weitere Berichte zu ermöglichen, so müssen Sie diese Berichte zuvor im Customizing in Ihren Berichtsvorrat aufnehmen. Die Darstellung der Daten erfolgt mit dem ABAP List Viewer [Extern]. Voraussetzungen Möchten Sie in der Liste der selektierten Aufträge bestimmte Stammdaten mit anzeigen, so müssen Sie vorher im Einführungsleitfaden des Informationssystem unter Produktkosten- Controlling Informationssystem Steuerungsparameter den Abschnitt Anzeigefelder Auftragsselektion [Extern] bearbeitet haben. Hier wählen Sie die Felder des Auftragsstammes April
144 SAP AG Auftragsselektion sowie des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge aus, die Sie in der Ergebnisliste der Auftragsselektion anzeigen möchten. Aus Performancegründen sollten Sie sich bei der Auswahl der Felder auf die tatsächlich benötigten Felder beschränken. Möchten Sie als Selektionskriterium den Auftragsstatus verwenden, so müssen Sie vorher im Customizing ein Statusselektionsschema angelegt haben. Sie finden diesen Arbeitsschritt im Einführungsleitfaden des Informationssystems unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung Selektionsbilder für die Auftragsliste definieren [Extern]. Um benutzerübergreifende Layouts sichern zu können, muß im Einführungsleitfaden des Informationssystems im Abschnitt Produktkosten-Controlling Informationssystem Steuerungsparameter [Extern] das Kennzeichen benutzerübergreifende Sicherung gesetzt sein. Funktionsumfang Die Liste der selektierten Aufträge besteht aus Stammdaten und Kennzahlen. Der Aufbau der Liste wird durch ein Layout bestimmt, das im Selektionsbild mitgegeben wird. Durch das Anlegen eigener Layouts können Sie selbst festlegen, welche Stammdaten und Kennzahlen in der Ergebnisliste angezeigt werden sollen. Die zur Auswahl angebotenen Kennzahlen sind hierbei fest vorgegeben. Welche Stammdaten für die Anzeige in der Ergebnisliste verwendbar sind, legen Sie durch eine entsprechende Auswahl im Customizing fest. Verzweigen Sie aus der Ergebnisliste heraus in das Detailbild eines Auftrages, so werden Ihnen - unabhängig von dem gewählten Layout - alle verfügbaren Stammdaten und Kennzahlen angezeigt, soweit Werte vorhanden sind. Sie können die Ergebnisliste interaktiv bearbeiten. Hierfür stehen Ihnen die Funktionen des ABAP List Viewer zur Verfügung. So können Sie z.b. einen Filter setzen, um die Anzeige auf jene Aufträge zu beschränken, deren Plan/Istabweichung zwischen zwei bestimmten Beträgen liegen. Daneben können Sie innerhalb der Ergebnisliste eine ABC-Analyse durchführen, Summierungen über einzelne Kennzahlen durchführen u.a.. Zur Selektion der zu analysierenden Aufträge steht Ihnen eine Vielzahl unterschiedlicher Selektionskriterien zur Verfügung. So können als Selektionskriterien die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge genutzt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Auftragsstatus zur Selektion heranzuziehen, sowie den Umfang der Selektion auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen. Nutzen Sie die Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen. Welche Selektionskriterien für den Berichtsaufruf genutzt wurden, können Sie sich in der Ergebnisliste anzeigen lassen. Der Aufbau des Selektionsbild wird durch eine Selektionsvariante bestimmt. Durch das Anlegen eigener Selektionsvarianten können Sie den Selektionsbildschirm flexibel an Ihre Anforderungen anpassen. Die Auftragsselektion wird in drei Standard-Selektionsvarianten ausgeliefert: Standard-Selektionsvariante (kann im Auftragsbezogenen und Periodischen Produkt- Controlling sowie im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen angezeigt werden) Selektionsvariante für Kundenauftragsfertigung Selektionsvariante für Kuppelproduktion 144 April 2001
145 SAP AG Besonderheiten bei Kuppelproduktion Auftragsselektion Abhängig von der Art des Einstiegs werden die Kennzahlen für die selektierten Aufträge auf der Ebene des Auftragskopfes oder zusätzlich auf der Ebene der zugehörigen Auftragspositionen ausgewiesen. Der Ausweis von Werten auf der Ebene der Auftragsposition erfolgt beim Einsatz von Kuppelproduktion. Weitere Informationen finden Sie unter Besonderheiten bei Kuppelproduktion. Hinweise zur Performance Um langen Laufzeiten bei Berichtsaufruf zu vermeiden, können Sie mit Extrakten arbeiten. Bei einem Extrakt handelt es sich um einen gespeicherten Datenbestand, der die zum Zeitpunkt der Extrakterzeugung selektierten Berichtsdaten umfaßt. Ein Extrakt wird unter Berücksichtigung auf die vor der Berichtsausführung eingegebenen Selektionsparameter erzeugt. Insbesondere ist ein Extrakt davon abhängig, ob die Auftragsselektion für Aufträge ohne Position oder für Aufträge mit Position erfolgte. In Abhängigkeit von dieser Einstellung im Selektionsbild des Berichtes werden Ihnen beim späteren Lesen der Extrakte nur die entsprechend erzeugten Extrakte zur Auswahl angeboten. Siehe auch: Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Ausführliche Informationen über die verschiedenen Navigationsmöglichkeiten und Aufbereitungsmöglichkeiten der Ergebnisliste erhalten Sie in der Dokumentation ABAP List Viewer [Extern]. Detailliertere Angaben über die verschieden Möglichkeiten der Selektion finden Sie unter Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347]. Ausführliche Informationen zur Kuppelproduktion finden Sie im Abschnitt: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Informationen über das Arbeiten mit Extrakten erhalten Sie unter Arbeiten mit Extrakten [Seite 385]. Zusätzliche Informationen zu Performance-Verbesserungen finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
146 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Selektionsparameter der Auftragsselektion Verwendung Um den Umfang der Auftragsselektion zu begrenzen, steht Ihnen im Selektionsbild eine Vielzahl von unterschiedlichen Kriterien zur Verfügung: Sie können den zu analysierenden Berichtszeitraum eingrenzen. Die Eingrenzung des Berichtszeitraumes hat keine Auswirkung auf die Selektion der Aufträge, sondern spezifiziert die Perioden, aus denen Kennzahlen gelesen werden. Die Selektion der Aufträge erfolgt gemäß den im Selektionsbild spezifizierten Eingaben und ggf. den Bedingungen des Statusselektionsschemas. Es stehen Ihnen die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge als Selektionskriterien zur Verfügung. Im Rahmen der Kundenauftragsfertigung stehen Ihnen eine Selektion nach Kundenauftrag und Kundenauftragsposition zur Verfügung. Durch die Angabe eines Statusselektionsschemas besteht die Möglichkeit, den Selektionsumfang auf Aufträge mit bestimmten Status zu beschränken. So können Sie z.b. eingrenzen, daß nur Aufträge, für die bereits Abweichungen ermittelt wurden, selektiert werden sollen. Arbeiten Sie mit der Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien verwenden. Voraussetzungen Möchten Sie in der Auftragsselektion Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen, so sollten Sie das Selektionsbild der Klassifizierung vorher um diese Merkmale erweitert haben oder ein Zusatzselektionsbild definiert haben, das diese Merkmale enthält. Informationen zum Vorgehen erhalten Sie im Customizing des Informationssystem unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion Selektionsbilder für die Auftragsliste definieren. Die hier angelegten Selektionsbilder bzw. Zusatzselektionsbilder werden nur für die Selektion von Aufträgen nach Merkmalen der Klassifizierung benötigt und müssen die Klassifizierungsmerkmale enthalten, nach denen Sie Ihre Selektion vornehmen möchten. Dies werden i.d.r. die freien Merkmale der Auftragsklassifizierung sein. Um die Auftragsselektion von bestimmten Status abhängig machen zu können, müssen Sie im Customizing des Informationssystems entsprechende Statusselektionsschemata definiert haben. Diese Definition erfolgt im Arbeitsschritt Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion Statusselektionsschemata definieren. Funktionsumfang Als Selektionskriterien stehen Ihnen die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge zur Verfügung. Im 146 April 2001
147 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Standard wird Ihnen auf dem Selektionsbild der Berichte nur eine Auswahl der insgesamt verfügbaren Felder angeboten. Sie können die Selektionsbilder jedoch an Ihre Anforderungen anpassen und auf andere Felder der oben genannten Tabellen zugreifen, indem Sie sich eigene Selektionsvarianten anlegen. Durch die Definition einer Selektionsvariante bestimmen Sie den Aufbau des Selektionsbildes. Sie können Ihre selbst angelegten Selektionsvarianten in Ihren persönlichen Arbeitsbereich (Favoriten) aufnehmen. Arbeiten Sie mit der Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Merkmale der Klassifizierung als Selektionskriterien verwenden. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn Sie freie Merkmale verwenden, da die zur Verfügung stehenden Objektmerkmale größtenteils den oben genannten zur Selektion verfügbaren Stammdatenfeldern entsprechen. Bei Einsatz der Klassifizierung bestehen mehrere Möglichkeiten, die Auftragsselektion durchzuführen: Sie nutzen die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien. Dazu verzweigen Sie aus dem Selektionsbild der Auftragsselektion in die Sicht Klassifizierung und starten die Selektion nach Eingabe der gewünschten Merkmalswerte. Nach erfolgter Selektion der den Merkmalswerten entsprechenden Aufträge gelangen Sie zurück zum Selektionsbild der Auftragsselektion. In diesem Selektionsbild werden Ihnen nun die Aufträge angezeigt, die über die Klassifizierung selektiert wurden (im Feld 'Auftrag'). Bei Bedarf können Sie den Umfang der über die Klassifizierung erfolgten Selektion durch die Angabe weiterer Selektionskriterien eingrenzen. Sie nutzen nur die für die Auftragsselektion zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder als Selektionskriterien. Werden bei der Selektion Aufträge gelesen, für die die Klassifizierung aktiv ist, so können Sie die Klassifizierungsmerkmale dieser Aufträge mit ausgeben Dazu geben Sie im Selektionsbild der Auftragsselektion die gewünschten Selektionskriterien ein. Zusätzlich müssen Sie das Kennzeichen Incl. Klassifizierungsmerkmale setzen. Bei der Ausführung des Berichtes werden die Klassifizierungsmerkmale der klassifizierten Aufträge von der Datenbank gelesen und mit ausgegeben. Diese Merkmale können Sie durch die Definition einer entsprechenden Anzeigevariante in der Ergebnisliste anzeigen. Sie können die Selektion auf Aufträge mit einem bestimmten Status begrenzen, indem Sie im Selektionsbild ein entsprechendes Statusselektionsschema eingeben. In einem Statusselektionsschema legen Sie Bedingungen fest, nach welchen Anwender- oder Systemstatus Aufträge selektiert werden sollen. Sie möchten nur alle teilgelieferten Aufträge zu einem Material selektieren. Nutzen Sie ein Statusselektionsschema, daß nur den Status teilgeliefert zuläßt. Über die oben genannten Selektionsmöglichkeiten hinaus haben Sie die Möglichkeit, im Selektionsbild des Berichtes Exceptions zu definieren. Exceptions werden verwendet, um Aufträge, für die bestimmte Werte einen angegebenen Schwellwert übersteigen, durch farbige Ampeln zu kennzeichnen. Sie legen durch die Angabe einer Vorschrift fest, auf welche Basis die Angabe der Schwellwerte sich beziehen soll (z.b. auf die absoluten Istkosten). Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag die Basisgröße überschritten sein muß, damit der betreffende Auftrag im Bericht durch eine Ampel gekennzeichnet wird. April
148 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Besonderheiten bei Kuppelproduktion Um die statusabhängige Selektion von Aufträgen in der Kuppelproduktion zu ermöglichen, haben Sie die Möglichkeit, für den Auftragskopf und die Auftragsposition separate Statusselektionsschemata zu hinterlegen, da die Status von Auftragskopf und -position in der Kuppelproduktion voneinander abweichen können. Im Selektionsbild des Berichtes entscheiden Sie, ob die Kennzahlen für die selektierten Aufträge auf der Ebene des Auftragskopfes oder zusätzlich auf der Ebene der zugehörigen Autragspositionen ausgewiesen werden sollen. Der Ausweis von Werten auf der Ebene der Auftragsposition ist bei Einsatz von Kuppelproduktion erforderlich. In Abhängigkeit der gewählten Einstellung hinterlegen Sie zusätzlich, welche Anzeigevariante für den Aufbau der Ergebnisliste verwendet werden soll. Hinweise zur Performance Um lange Laufzeiten bei Berichtsausführung zu vermeiden, sollten Sie den Umfang der Selektion so genau wie möglich eingrenzen und ggf. mit Extrakten arbeiten. Beachten Sie bitte, daß die Laufzeit auch von der Auswahl der Anzeigefelder für die Ergebnisliste abhängig ist, die Sie zuvor im Customizing getroffen haben. Siehe auch: Auftragsselektion [Seite 344] Informationen über das Anlegen von Selektionsvarianten erhalten Sie unter Anlegen Selektionsvarianten [Extern]. Wenn Sie über den Einsatz der Klassifizierung nachdenken, so lesen Sie vorher unbedingt den Abschnitt Klassifizierung [Seite 239] und beachten Sie insbesondere die dortigen Ausführungen zur Performance. Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] 148 April 2001
149 SAP AG Anzeigefelder der Ergebnisliste Anzeigefelder der Ergebnisliste Struktur In der Ergebnisliste der Auftragsselektion können eine Vielzahl von Stammdaten und Kennzahlen analysiert werden. Welche Felder in der Ergebnisliste zur Anzeige kommen, wird durch das Layout bestimmt, das im Selektionsbild des Berichtes mitgegeben wird. Im Standard liefert SAP bereits einige Layouts, die jedoch nur eine Auswahl der insgesamt zur Verfügung stehenden Felder verwenden. Sie können auch eigene Layouts gemäß Ihren Anforderungen anlegen. Diese können als Einstiegsvarianten gekennzeichnet werden, damit werden sie bei Berichtsaufruf als Vorschlagswert gesetzt. Je nach Bedarf können Sie Ihre Layouts benutzerspezifisch oder benutzerübergreifend sichern. Legen Sie ein Layout benutzerübergreifend an, so steht es allen Benutzern zur Verfügung. Das Sichern benutzerübergreifender Layouts ist jedoch nur möglich, wenn das Kennzeichen benutzerübergreifende Sicherung im Arbeitsschritt Steuerungsparameter im Customizing des Informationssystems gesetzt wurde. Kennzahlen Die Kennzahlen, die Ihnen für den Aufbau der Ergebnisliste zur Verfügung stehen, sind nach Feldgruppen vorgegeben. Es stehen Ihnen folgende Feldgruppen zur Verfügung: Auftragskopf (z.b. gesamte Auftragsmenge) Plandaten (z.b. Plankosten fix / variabel, Planmenge) Istdaten (z.b. Istkosten fix / variabel, Istmenge) Solldaten und Abweichungen (incl. den Kategorien der Abweichungsermittlung) Daten der Ermittlung von Ware in Arbeit bzw. der Ergebnisermittlung (z.b. Rückstellungen für fehlende Kosten) Vergleichskennzahlen (z.b. Plan/Istabweichung) Einheiten (z.b. Herstellmengeneinheit). Diese Kennzahlen können Sie sich sowohl in Kostenrechnungskreiswährung als auch in Buchungskreis/Objektwährung anzeigen lassen. Stammdaten Welche Stammdaten Sie in der Ergebnisliste einblenden möchten, legen Sie durch eine Auswahl im Customizing des Informationssystems fest. Es stehen Ihnen für diese Auswahl folgende Felder zur Verfügung: Felder des Auftragsstammes Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge Wählen Sie jedoch im Customizing nur die Felder aus, die Sie später als Anzeigefelder in Ihrer Ergebnisliste verwenden möchten, da alle ausgewählten Felder bei Berichtsausführung von der Datenbank gelesen werden müssen. April
150 SAP AG Anzeigefelder der Ergebnisliste Haben Sie auf dem Selektionsbild des Berichtes das Kennzeichen Incl. Klassifizierungsmerkmale gesetzt, so werden bei Berichtsausführung die Klassifizierungsmerkmale für jene Aufträge angereichert, für die die Klassifizierung aktiv ist. Somit stehen Ihnen auch die freien Merkmale der Klassifizierung als Anzeigefelder für die Ergebnisliste zur Verfügung. Layouts, in denen freie Merkmale als Anzeigefelder verwendet werden, dürfen nicht transportiert bzw. importiert werden. Möchten Sie entsprechende Layouts verwenden, so müssen diese im Produktivsystem neu anlegt werden. Siehe auch: Informationen zur Vorgehensweise beim Anlegen von Layout finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. 150 April 2001
151 SAP AG Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung Verwendung Sie können das Klassifizierungssystem in der Kostenträgerrechnung nutzen: in der Auftragsselektion Zusätzlich zu den zur Verfügung stehenden Stammdatenfeldern können Sie die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen. Dies ist jedoch nur bei Verwendung freier Merkmale sinnvoll, da die zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder größtenteils mit den Objektmerkmalen übereinstimmen. Daneben besteht die Möglichkeit, zur Selektion nur die zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder zu nutzen und Klassifizierungsmerkmale für klassifizierte Aufträge bei der Ausgabe mit anzureichern. Damit stehen diese Merkmale später in der Ergebnisliste als Anzeigefelder zur Verfügung. bei der Verdichtung von Aufträgen Reichen Ihnen die zur Definition einer Verdichtungshierarchie zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder nicht aus, um Aufträge oder Projekte gemäß Ihren Anforderungen zu verdichten, so können Sie die Klassifizierung für die Verdichtung von Aufträgen oder Projekten einsetzen. Damit haben Sie die Möglichkeit, Klassifizierungsmerkmale für den Aufbau einer Hierarchie zu nutzen. Prüfen Sie genau, ob die angebotenen Stammdatenfelder Ihren Anforderungen genügen. Verwenden Sie die Klassifizierung nur dann, wenn Sie unbedingt Klassifizierungsmerkmale für die Selektion oder für die Verdichtung benötigen oder wenn Sie freie Merkmale verwenden müssen. Die Klassifizierung wirkt sich negativ auf die Performance Ihres Systems aus (siehe unten). Die Klassifizierung kann in der Kostenträgerrechnung für Produktionsaufträge, Produktkostensammler und Innenaufträge eingesetzt werden. Um mit der Klassifizierung zu arbeiten, setzen Sie im Customizing ein Kennzeichen in der jeweiligen Auftragsart, womit die Klassifizierung für diese Auftragsart aktiviert wird. Dies hat zur Folge, daß jeder Auftrag, der zu dieser Auftragsart neu angelegt wird, automatisch klassifiziert wird. Dabei werden sogenannte Objektmerkmale mit den Werten aus dem Auftrag (z.b. Name des Erfassers, Kostenrechnungskreis) gefüllt und fortgeschrieben. Andere Merkmale (= freie Merkmale) dagegen müssen beim Anlegen des Auftragsstammsatzes manuell mit Werten gefüllt werden. Diese Merkmale können später verwendet werden, um Aufträge über ein Merkmal zu selektieren (zeige mir alle Aufträge zum Kostenrechnungskreis 0001 an) bzw. um Daten über diese Merkmale zu verdichten (zeige mir alle Auftragskosten an, die im Werk 0001 angefallen sind). Für jeden Merkmalswert wird dabei eine Summe gebildet und auf einem sogenannten Verdichtungsobjekt fortgeschrieben. Es stehen Ihnen zwei Arten von Merkmalen für die Klassifizierung zur Verfügung: Objektmerkmale April
152 SAP AG Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung Diese werden von der SAP standardmäßig ausgeliefert. Sie wählen aus einer Liste von Merkmalen diejenigen aus, die Sie verwenden möchten und generieren sie in jedem Mandanten, in dem Sie diese Merkmale nutzen möchten. Bei den Objektmerkmalen handelt es sich um Felder des Auftragsstammsatzes, die automatisch klassifiziert werden. Freie Merkmale Sollten Ihre Anforderungen über Objektmerkmale nicht abgedeckt werden können, so können Sie sich weitere Merkmale anlegen. Diese werden nicht automatisch klassifiziert, Sie müssen beim Anlegen eines neuen Auftrages manuell einen Wert für das Merkmal mitgeben. Voraussetzungen Im Customizing des Informationssystems [Extern] und der Kostenträgerrechnung [Extern] des Produktkosten-Controllings sind folgende Arbeitsschritte durchzuführen: Auftragsarten für Fertigungsaufträge (PP und CO) überprüfen Sie müssen für die betreffenden Auftragsarten im Customizing die Klassifizierung aktivieren. Aktivieren Sie die Klassifizierung für diejenigen Auftragsarten, die Sie für Auftragshierarchien mit Klassifizierung oder die Auftragsselektion unter Verwendung von Klassifizierungsmerkmalen nutzen wollen. Die Klassifizierung können Sie auch nachträglich aktivieren. In diesem Fall müssen Sie einen Nachbewertungslauf durchführen, um bestehende Aufträge nachzuklassifizieren. Auswählen und Generieren von Objektmerkmalen Definition freier Merkmale Diese Merkmale könnten beispielsweise die Kundenauftragsnummer in einem SAP - fremden Vertriebssystem oder eine produktspezifische Eigenschaft (z.b. Farbe) enthalten. Der Einsatz der Klassifizierung in der Kostenträgerrechnung macht im allgemeinen nur dann Sinn, wenn Sie in der Klassifizierung freie Merkmale verwenden. Freie Merkmale müssen angelegt und der Klasse SAP_KKR_CLASS, Klassenart 013, zugeordnet werden. Zu den freien Merkmalen können Sie Beziehungswissen hinterlegen. Funktionsumfang Die Anzeige der Auftragshierarchie erfolgt in den jeweiligen Anwendungskomponenten unter Infosystem Berichte zu Verdichtete Analyse mit definierter Verdichtungshierarchie mit der Hierarchieart Auftragsverdichtung. Hinweise zur Performance Ist in der Auftragsart die Klassifizierung aktiviert, so führt dies zu einer verlängerten Verarbeitungszeit beim Anlegen und beim Ändern von Aufträgen. Bei jedem Speichern des Auftrages werden die Klassifizierungsdaten erneut fortgeschrieben. Dies beeinträchtigt insbesondere die logistische Abwicklung, da das Speichern der Aufträge mehr Zeit in Anspruch nimmt als gewünscht. Möchten Sie diese negativen Auswirkungen, die insbesondere in der Fertigungssteuerung auftreten, vermeiden, so schalten Sie während der Periode die Klassifizierung in der Auftragsart aus. Erst vor Ausführen des Datenbeschaffungslaufs zur Auftragshierarchie schalten Sie die Klassifizierung wieder an. Anschließend starten Sie den Report RKOCLASS. Dieser Report dient dazu, Aufträge nachzuklassifizieren. Führen Sie 152 April 2001
153 SAP AG Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung anschließend den Datenbeschaffungslauf aus. Für die nächste Periode schalten Sie die Klassifizierung in der Auftragsart wieder aus. Sie können die Klassifizierung auf diese Weise beispielsweise auch wöchentlich durchführen. Siehe auch: Ausführlichere Informationen über die Verwendung der Klassifizierung und die erforderlichen Aktivitäten erhalten Sie im Einführungsleitfaden des Informationssystems des Produktkosten- Controllings unter Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung. Siehe auch: Auftragsselektion [Seite 344] Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie [Seite 337] Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen [Seite 340] Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
154 SAP AG Übersicht Verdichtungshierarchien Übersicht Verdichtungshierarchien Verwendung Dieser Bericht stellt eine Liste der definierten Verdichtungshierarchien in folgenden Bereichen dar: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Controlling immaterieller Güter und Dienstleistungen Von dieser Liste der Verdichtungshierarchien gelangen Sie in die Hierarchiegrafiken zu Verdichtungen. Dieser Bericht zählt zur Berichtskategorie Objektliste. Die Objektliste zu Verdichtungshierarchien gibt Ihnen alle vorhandenen Verdichtungshierarchien des gesetzten Kostenrechnungskreises an. Wählen Sie eine Hierarchie aus und verzweigen Sie in die Hierarchiegrafik. Die Hierarchiegrafik bietet Ihnen voreingestellte Sichten mit dazugehörigen Größen an. Sie können die im Standard voreingestellten angezeigten Größen ändern und an Ihre Bedürfnisse anpassen. Legen Sie sich ein Layout mit den für Sie interessanten Größen an. Informationen zum Vorgehen erhalten Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. Funktionsumfang Liste der Verdichtungshierarchien Folgende Werte werden Ihnen in der Liste der Verdichtungshierarchien angezeigt: Hierarchiename Hierarchiebezeichnung Status verdichtet teilweise verdichtet noch nicht verdichtet Hierarchiegrafik Die Hierarchiegrafik bietet im Standard folgende Sichten und dazugehörige Größen: Plan/Ist-Kosten: Plankosten Istkosten Währung Plan/Ist-Mengen: Planmenge Istmenge 154 April 2001
155 SAP AG Mengeneinheit Soll/Ist-Kosten: Sollkosten Istkosten Währung Plankosten fix/var: Plankosten Plankosten fix Plankosten variabel Währung Übersicht Verdichtungshierarchien Istkosten fix/var: Istkosten Istkosten fix Istkosten variabel Währung Sie können für die Definition Ihres individuellen Layouts auf folgende Feldgruppen mit den dazugehörigen Größen zurückgreifen: Kosten Erlöse / Gewinne Mengen Abgrenzungen Abweichungen Sonstige Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreiswährung (nur in Teilhierarchien, die eindeutig einem Buchungskreis zugeordnet sind) Ebenso können Sie im Bericht den Berichtszeitraum auswählen. Integration Sie haben von der Hierarchiegrafik aus die Möglichkeit, in kostenartengerechte Berichte zu verzweigen. Die Darstellung der Daten erfolgt mit dem ABAP List Viewer [Extern]. April
156 SAP AG Übersicht Kostenträgerhierarchien Übersicht Kostenträgerhierarchien Verwendung: Bericht, der folgendes anzeigt: Kostenträgerhierarchie (hierarchische Anzeige) Sie können in der Hierarchieanzeige zwischen dem Erfassungsobjekt und dem Verdichtungsobjekt umschalten (siehe auch: Kostenträgerhierarchie im Informationssystem [Seite 139]). Verdichtete Daten Sie können zur Kostenträgerhierarchie Werte stufenweise verdichten und die verdichteten Werte im Informationssystem anzeigen. Sollen die verdichteten Daten analysiert werden, so spricht man von der Kostenträgerhierarchie als Verdichtungsobjekt. Jeder Kostenträgerknoten kann zum Verdichtungsobjekt werden. Voraussetzung ist, daß ein Datenbeschaffungslauf zur Verdichtung durchgeführt wurde (siehe auch: Datenbeschaffung Kostenträgerhierarchie durchführen [Seite 140]). Der Bericht ist auch zur Suche von Kostenträgerhierarchien geeignet. So können Sie beispielsweise eine Liste oberster Kostenträgerknoten anzeigen oder die Kostenträgerhierarchie zu einem bestimmten Material suchen. Funktionsumfang Der Bericht zeigt Ihnen an: die Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie Kennzahlen zur Kostenträgerhierarchie Die Daten werden mit Hilfe der Kostenanalyse dargestellt. Die Kostenanalyse basiert auf der Funktionalität des ABAP List Viewer, bietet jedoch zusätzliche Funktionen an. Die Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, blenden Sie mit Hilfe der Layout-Technologie im Bericht ein. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] Sie haben die Möglichkeit, im Bericht Exceptions zu setzen. 156 April 2001
157 SAP AG Übersicht Kostenträgerhierarchien Exceptions werden verwendet, um Objekte für die bestimmte Schwellwerte überschritten sind, durch farbige Ampeln hervorzuheben. Sie legen durch Angabe einer Vorschrift fest, auf welche Basis die Angabe der Schwellwerte sich beziehen soll (z.b. Istkosten absolut). Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag die Basisgröße überschritten sein muß, damit das betreffende Objekt im Bericht durch eine Ampel gekennzeichnet wird. Siehe auch: Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen [Seite 158] Kostenträgerhierarchie im Infosystem [Seite 139] April
158 SAP AG Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling Infosystem Berichte Periodisches Produkt-Controlling Objektliste Übersicht Kostenträgerhierarchie Sie gelangen auf das Bild Kostenträgerhierarchie anzeigen: Selektion. Sie können nun: eine bestimmte Kostenträgerhierarchie hierarchisch anzeigen, indem Sie den Schlüssel eines Kostenträgerknotens eingeben (geben Sie in großen Kostenträgerhierarchien möglichst nicht den obersten Kostenträgerknoten an) eine Liste aller Kostenträgerknoten anzeigen (nicht nur den obersten Kostenträgerknoten) die Kostenträgerhierarchie zu einem bestimmten Material (oder Material/Fertigungsprozeß) anzeigen. Sie gelangen direkt in eine hierarchische Anzeige. In den Listanzeigen sind die jeweils obersten Knoten der Kostenträgerhierarchien als solche gekennzeichnet. Um aus der Listanzeige in die hierarchische Anzeige zur relevanten Kostenträgerhierarchie zu verzweigen, wählen Sie mit Doppelklick einen Kostenträgerknoten. Um direkt in die hierarchische Anzeige zu verzweigen, geben Sie den relevanten Kotenträger oder das Material, bzw.material und Fertigungsprozeß ein und wählen Sie Ausführen. Um zunächst in die Listanzeige zu verzweigen, wählen Sie aus Liste Kostenträger oberster Stufe wählen oder aus Liste aller Kostenträger auswählen Verzweigen Sie anschließend mit Doppelklick in die Hierarchieanzeige zur relevanten Hierarchie. Sowohl die Listanzeige als auch die Hierarchieanzeige erfolgt mit dem ABAP List Viewer. Wird Ihnen die Kostenträgerheirarchie als Hierarchie angezeigt, so befinden Sie sich im Bild Kostenträgerhierarchie anzeigen. Werte zur Kostenträgerhierarchie anzeigen Ausgehend vom Bild Kostenträgerhierarchie anzeigen können Sie verschiedene Kennzahlen einblenden, indem Sie das Layout [Extern] verändern. Sonstige Einstellungen Ausgehend vom Bild Kostenträgerhierarchie anzeigen können Sie weitere Einstellungen vornehmen: Um zwischen dem Erfassungsobjekt und dem Verdichtungsobjekt zu wechseln, wählen Sie Einstellungen Berichtsobjektart Verdichtungsobjekt bzw. Erfassungsobjekt. Zum Erfassungsobjekt zeigt das System die Daten an, die direkt auf einen Kostenträgerknoten gebucht wurden. Beachten Sie, daß Be- und Entlastungen aus der Verteilung in der Hierarchieanzeige nicht ausgewiesen werden. Dies bedeutet, daß auch nach der Verteilung auf dem Kostenträgerhierarchieknoten noch Werte angezeigt werden. Zum Verdichtungsobjekt zeigt das System die Daten an, die durch einen Datenbeschaffungslauf verdichtet wurden. 158 April 2001
159 SAP AG Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen Um zwischen Buchungskreiswährung und Kostenrechnungskreiswährung zu wechseln, wählen Sie Einstellungen Objektwährung bzw. Kostenrechnungskreiswährung. Um die Soll-/Istwerte auf Basis einer anderen Sollversion anzeigen zu lassen, wählen Sie Einstellungen Sollversion wählen. Um zu bestimmten zu Kostenträgerknoten ausgewiesenen Werten rote, gelbe oder grüne Ampeln zur Einordnung der Werte zu hinterlegen, definieren Sie Ausnahmen über Einstellungen Exceptionregel. Um den Berichtszeitraum zu verändern, wählen Sie Einstellungen Zeitraum wählen. Kostenträgerhierarchie als Liste anzeigen Um alle Knoten der Kostenträgerhierarchie anzeigen zu können, wählen Sie Bearbeiten Komplett Expandieren. Kostenartenbericht je Kostenträgerknoten anzeigen Ausgehend vom Bild Kostenträgerhierarchie anzeigen können Sie die summierten Kosten für den Kostenträgerknoten anzeigen, indem Sie folgendermaßen vorgehen: 1. Wählen Sie mit Doppelklick einen Kostenträger. Sie gelangen in den Kostenartenbericht und können dort ein eintsprechendes Layout auswählen, in dem die Kosten summiert für den Kostenträgerknoten dargestellt werden. Die Darstellung der Daten erfolgt mit der Kostenanalyse [Seite 79]. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenträgerhierarchie finden Sie im Abschnitt: Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Informationen zum Erfassungsobjekt und zum Verdichtungsobjekt finden Sie im Abschnitt: Kostenträgerhierarchie im Informationssystem [Seite 139] Informationen zur Sollversion bei Istkostenverteilung finden Sie im Abschnitt: Sollversionen in der Istkostenverteilung [Extern] April
160 SAP AG Detailberichte Detailberichte in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Detailberichte finden Sie Berichte, die Ihnen spezielle Daten zu einem einzelnen Objekt liefern. Je nach Anwendungskomponente innerhalb der Kostenträgerrechnung unterscheiden sich die Objekte (d.h. die Kostenträger), die im Berichtswesen näher zu analysieren sind. So können beispielsweise bei Einsatz des Kundenauftrags-Controllings Analysen auf der Ebene einer kosten- und erlösführenden Kundenauftragsposition von Interesse sein. Im Periodischen Produkt-Controlling dagegen dient der Produktkostensammler als Kostenträger. Dem entsprechend wird im Kundenauftrags-Controlling die kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition, im Periodisches Produkt-Controlling der Produktkostensammler als Berichtsobjekt verwendet Im Informationssystem für das Periodische Produkt-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Produktkostensammler [Extern] Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Im Informationssystem für das Auftragsbezogene Produkt-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Fertigungsauftrag [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Prozeßauftrag [Extern] Im Informationssystem für das Kundenauftrags-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: kosten- und erlösführende Verkaufsbelegposition In der Regel handelt es sich dabei um eine kosten- und erlösführende Kundenauftragspositon [Extern]. zur Kundenauftragskalkulation [Extern] zum Kundenauftrag mit zugeordneten Aufträgen Im Informationssystem für das Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Kostenträger-allgemein [Extern] erlösführender Innenauftrag Siehe auch: Kostenträger im System R/3 [Extern] Periodisches Produkt-Controlling [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling: Szenario [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern] 160 April 2001
161 SAP AG Detailberichte Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen [Extern] April
162 SAP AG Detailberichte zu Produktkostensammlern Detailberichte zu Produktkostensammlern Verwendung Berichte, die der detaillierten Analyse einzelner Produktkostensammler dienen. Funktionsumfang Die Daten werden mit Hilfe der Kostenanalyse dargestellt. Die Kostenanalyse basiert auf der Funktionalität des ABAP List Viewer, bietet jedoch zusätzliche Funktionen an. Die Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, blenden Sie mit Hilfe der Layout-Technologie im Bericht ein. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen, die Sie zum Produktkostensammler analysieren können, finden Sie unter: Kennzahlen im Periodischen Produkt-Controlling [Seite 83] Beachten Sie die nachfolgenden Abschnitte der Dokumentation zum Informationssystem Produktkosten-Controlling: Informationssystem Periodisches Produkt-Controlling [Seite 81] und der Dokumentation der Kostenträgerrechnung: Periodisches Produkt-Controlling [Extern] Produktkostensammler [Extern] 162 April 2001
163 SAP AG Kostenträgerhierarchie: Detailberichte zum Erfassungsobjekt Kostenträgerhierarchie: Detailberichte zum Erfassungsobjekt Verwendung Der Bericht zum Erfassungsobjekt zeigt die Werte, die direkt auf die Kostenträgerknoten gebucht wurden. Werte auf dem Erfassungsobjekt können sofort angezeigt werden. Es ist keine Verdichtung notwendig. Funktionsumfang Die Daten werden mit Hilfe der Kostenanalyse dargestellt. Die Kostenanalyse basiert auf der Funktionalität des ABAP List Viewer, bietet jedoch zusätzliche Funktionen an. Die Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, blenden Sie mit Hilfe der Layout-Technologie im Bericht ein. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen, die Sie zum Erfassungsobjekt analysieren können, finden Sie unter: Kennzahlen im Periodischen Produkt-Controlling [Seite 83]Beachten Sie auch folgende Abschnitte: Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Kostenträgerhierarchie im Infosystem [Seite 139] April
164 SAP AG Objektvergleiche Objektvergleiche in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Objektvergleiche in der Kostenträgerrechnung finden Sie Berichte, welche Vergleiche zwischen zwei Objekten, z.b. zwei Aufträgen, erlauben: Periodisches Produkt-Controlling: Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich Auftragsbezogenes Produkt-Controlling: Materialkalkulation versus Auftragsvorkalkulation Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen: Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich 164 April 2001
165 SAP AG Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Verwendung Bericht, der zwei Produktionsaufträge (Produktkostensammler oder Produktionsaufträge) miteinander vergleicht. Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Der Bericht zählt zur Berichtskategorie der Objektvergleiche. Zwei Aufträge werden kostenartengerecht miteinander verglichen. Im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling können Plan- und Istkosten miteinander verglichen werden. Im Periodischen Produktkosten-Controlling können zu Produktkostensammlern nur die Istkosten zweier Produktkostensammler miteinander verglichen werden, da auf Produktkostensammlern keine Plankosten fortgeschrieben werden. Dieser Bericht zeigt keine Plankosten an für Produktionsaufträge, die einem Produktkostensammler zugeordnet sind. Zu diesen Produktionsaufträgen kann zwar eine Vorkalkulation durchgeführt werden, die Plankosten werden jedoch nicht auf dem Produktionsauftrag fortgeschrieben. Angezeigte Größen: Planwerte Objekt 1 (nur für Produktionsaufträge) Istwerte Objekt 1 Planwerte Objekt 2 (nur für Produktionsaufträge) Istwerte Objekt 2 Outputmenge Plan Objekt 1 (nur für Produktionsaufträge) Outputmenge Ist Objekt 1 Outputmenge Plan Objekt 2 (nur für Produktionsaufträge) Outputmenge Ist Objekt 2 Kopfinformationen: Als Kopfinformationen zeigt Ihnen der Bericht je Vergleichsobjekt: Objektinformationen Währung Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung April
166 SAP AG Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Integration Wählen Sie im allgemeinen ein kumulierte Betrachtung. Beachten Sie bitte, daß keine Normierung von Werten auf die Plan- oder Istmenge vorgenommen wird. Siehe auch: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] Fertigungsauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Prozeßauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Vorkalkulation zum Produktionsauftrag [Extern] Vorkalkulation zum Fertigungsauftrag im CO [Extern] Vorkalkulation Produktkostensammler [Extern] Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] 166 April 2001
167 SAP AG Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Verwendung Bericht, der zwei Verdichtungshierarchien oder Teilhierarchien von Verdichtungshierarchien miteinander vergleicht. Er wird verwendet im: Periodischen Produkt-Controlling Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Der Bericht zählt zur Berichtskategorie der Objektvergleiche. Zwei Verdichtungshierarchien oder Teile dieser Hierarchien werden auf Basis einer kostenartengerechten Darstellung im Plan und im Ist verglichen. Angezeigte Größen Planwerte Objekt 1 Istwerte Objekt 1 Planwerte Objekt 2 Istwerte Objekt 2 Kopfinformationen: Als Kopfinformationen zeigt Ihnen der Bericht je Vergleichsobjekt: Objektinformationen Währung Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung Integration Es ist der Berichtsabsprung auf die Hierarchiegrafik beider Hierarchien möglich: Bei der Verdichtung der Mengen werden keine Mengeneinheiten umgerechnet. Beachten Sie bitte auch, wann die Verdichtungshierarchien letztmalig verdichtet wurden und führen Sie ggf. einen Datenbeschaffungslauf durch. April
168 SAP AG Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Siehe auch: Informationen zu Innenaufträgen finden Sie im Dokument CO-Innenaufträge. 168 April 2001
169 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Weitere Berichte: Einzelposten Verwendung Einzelposten - Berichte dienen der Feinanalyse einzelner Objekte und ihrer Daten. Einzelposten beruhen auf den Zeilen des Beleges, der bei einer Buchung im R/3-System erzeugt wird. Die Berichte sind in folgenden Bereichen verfügbar: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Kundenauftrags-Controlling Controlling immaterieller Güter und Dienstleistungen Die Einzelposten-Berichte dienen dazu, eine Feinanalyse der gebuchten Werte vorzunehmen. Von einzelnen Zeilen im Einzelpostenbericht können Sie auf die Originalbelege (z.b. FI-Beleg oder MM-Beleg) verzweigen. (Umfeld Ursprungsbeleg / Rechnungswesenbeleg) Weiterhin stehen Ihnen hier viele technische Detailinformationen zur Verfügung. In der Kostenträgerrechnung spielen die Einzelposten - Berichte eine untergeordnete Rolle, da das Buchungsaufkommen durch Produktionsrückmeldungen in der Regel sehr hoch und eine Betrachtung der Einzelposten nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist. Sie können die anzuzeigenden Einzelposten über Kostenart bzw. Kostenartengruppe und über einen Zeitraum eingrenzen. Für folgende Kontierungsobjekte stehen Einzelposten-Berichte zur Verfügung: Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge): Einzelposten Ist Einzelposten WIP-Ermittlung Einzelposten Abweichung Einzelposten Obligo Produktkostensammler Einzelposten Ist Einzelposten WIP-Ermittlung (wenn die entsprechenden Einstellungen in der Abgrenzungsversion vorgenommen wurde, siehe auch Voraussetzungen) Einzelposten Abweichung Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein) Einzelposten Ist (für Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und für Kostenträgerallgemein) Einzelposten Abweichung (nur für Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie) April
170 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Verkaufsbelegposition: in der Regel Kundenauftragsposition: Einzelposten Ist Einzelposten Ergebnisermittlung Einzelposten Obligo Die Einzelposten-Berichte werden mit einer vordefinierten Layouts ausgeliefert. Sie können sich jedoch eigene Layouts anlegen, um andere Felder des CO-Einzelpostens im Einzelpostenbericht zu sehen. (z.b. den Werttyp). Generell können Sie im Einzelpostenbericht alle Felder des CO- Beleges anzeigen. Der Übersichtlichkeit halber wurden diese Felder in folgende Gruppen zusammengefaßt: Kontierung Zeitmerkmale Referenzen Wertkennzahlen Technische Felder Organisationseinheiten Partnerkontierung Objekt weitere Objekte Mengenkennzahlen Investitionsmanagement nicht zugeordnet Voraussetzungen Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge): Einzelposten WIP-Ermittlung Die Einzelposten für die WIP-Ermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings unter Periodenabschluß Ware in Arbeit Abgrenzungsversionen definieren. Verzweigen Sie in die Erweiterte Steuerung. Einzelposten Abweichung Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsschlüssel definieren. 170 April 2001
171 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Obligoeinzelposten auf Aufträgen werden nur fortgeschrieben, wenn Sie sowohl für den Kostenrechnungskreis als auch für die jeweilige Auftragsart die Obligoverwaltung aktiviert haben. Produktkostensammler Einzelposten Abweichung Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsermittlung für Produktkostensammler Abweichungsschlüssel definieren. Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein) Einzelposten Abweichung (nur für Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie) Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsermittlung für Kostenträgerhierarchien Abweichungsschlüssel definieren. Verkaufsbelegposition: in der Regel Kundenauftragsposition Einzelposten Ergebnisermittlung Die Einzelposten für die Ergebnisermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Kundenauftrags-Controllings unter Periodenabschluß Ergebnisermittlung Abgrenzungsversionen definieren. Verzweigen Sie in die Erweiterte Steuerung. Integration Nur Ist - Einzelposten werden im Standard immer fortgeschrieben. Einzelposten der WIP- Ermittlung und der Ergebnisermittlung, der Abweichungsermittlung und für Obligo müssen explizit im Customizing der Applikation erlaubt werden. Zur Fortschreibung von Obligowerten auf kosten- und erlösführenden Kundenauftragspositionen ist das Setzen des Kennzeichens mit Obligoverwaltung in den geschäftsjahresabhängigen Steuerungsparametern des Kostenrechnungskreises erforderlich. Einzelposten für die Abgrenzungsdaten der WIP-Ermittlung und der Ergebnisermittlung werden nur gespeichert, wenn Sie im Customizing der Abgrenzungsversion ein entsprechendes Kennzeichen gesetzt haben. Einzelposten für Abweichungen werden fortgeschrieben, wenn Sie für den jeweiligen Abweichungsschlüssel die Fortschreibung von Einzelposten einschalten. April
172 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Prüfen Sie im Customizing folgende Einstellungen: Abgrenzungsversion für die Einzelposten der WIP- und Ergebnisermittlung Abweichungsschlüssel für die Einzelposten zur Abweichungsermittlung Auftragsart Obligoverwaltung für Einzelposten Obligo Steuerungsparameter des Kostenrechnungskreises Hinweise zur Performance Insbesondere bezüglich der WIP-Ermittlung, der Ergebnisermittlung und der Abweichungsermittlung kann im Produktivsystem in der Regel auf das Fortschreiben von Einzelposten verzichtet werden. Stellen Sie deshalb sicher, daß das relevante Kennzeichen im Customizing nicht gesetzt ist. Wenn Sie auf das Fortschreiben von Einzelposten verzichten, dann verbessern Sie dabei die Laufzeit während der WIP-Ermittlung, der Ergebnsiermittlung oder der Abweichungsermittlung erheblich. In diesen Fällen können Sie natürlich auch keine entsprechenden Einzelpostenberichte anzeigen. Siehe auch: Eine sehr detaillierte Beschreibung zu Einzelpostenberichten finden Sie in der Dokumentation Gemeinkosten-Controlling. Informationen zum Obligo finden Sie in den Abschnitten: Obligo [Extern] Informationen zu Istkosten finden Sie in den Abschnitten: Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] Grundlegende Informationen zur WIP-Ermittlung und zur Ergebnisermittlung finden Sie in den Abschnitten: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern] Ware in Arbeit im Auftragsbez. Produkt-Controlling [Extern] Ergebnisermittlung [Extern] Grundlegende Informationen zur Abweichungsermittlung finden Sie im Abschnitt: Abweichungsermittlung [Extern] Allgemeine Informationen zur Performance-Verbesserung finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 172 April 2001
173 SAP AG Infosystem Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Infosystem Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Verwendung Im Informationssystem des Auftragsbezogenen Produkt-Controlling analysieren Sie die auf Produktionsaufträgen fortgeschriebenen Daten. Funktionsumfang Analysen zu Produktionsaufträgen Sie können sich im Informationssystem des Auftragsbezogenen Produkt-Controlling folgende Daten zu Produktionsaufträgen anzeigen lassen: die Istkosten (siehe auch: Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern]) die Sollkosten (siehe auch: Ermittlung der Sollkosten [Extern]) die Ware in Arbeit (siehe auch: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern]) die Abweichungen (siehe auch: Abweichungsermittlung [Extern]) Siehe auch: Informationssystem Produktkosten-Controlling [Seite 10] April
174 SAP AG Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Verwendung Im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling werden folgende Kostenträger verwendet: Fertigungsaufträge im PP [Extern] Fertigungsauftrag im CO (Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst) [Extern] Prozeßauftrag im PP-PI [Extern] Es stehen Ihnen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling eine Vielzahl von Kennzahlen zur Verfügung. Die Anzeige von Kennzahlen kann erfolgen: mit Hilfe der Kostenanalyse [Seite 79]: für die Detailberichte in der Kostenträgerrechnung [Seite 354] für alle Verdichtungshierarchien [Seite 326] (auch für Auftragshierarchien mit Klassifizierung) mit Hilfe der Produktrecherche [Seite 205] in den Berichtskategorien Objektlisten [Seite 343], Objektvergleiche [Seite 358] Welche Kennzahlen analysiert werden können, ist vom betrachteten Objekt abhängig. Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen der Kostenträgerrechnung finden Sie im Abschnitt: Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung [Seite 72] Funktionen der Kostenanalyse Berichte der Kostenanalyse [Seite 79] bedienen sich der Funktionalität des ABAP List Viewer, bieten jedoch im Rahmen der Kostenanalyse noch zusätzliche Funktionen an. Zu den Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, können Sie sich in der Kostenanalyse eigene Layouts definieren, d.h. Sie könnnen in der Kostenanalyse Kennzahlen und Merkmale in eigenen Layouts gruppieren. In der Spaltenauswahl zu den Layouts finden Sie unterschiedliche Feldgruppen (Spaltenvorräte), die die Kennzahlen in logische Gruppen einteilen. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] 174 April 2001
175 SAP AG Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling können analysiert werden: Planwerte wie beispielsweise Plankosten gesamt, Plankosten fix, Plankosten variabel, Planherstellmenge Kennzahlen, die sich aus Istbuchungen ergeben (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Istherstellmenge) Abweichungen zwischen Plan- und Istwerten Ware in Arbeit zu Istkosten, wenn für die Produktionsaufträge die Abrechnungsart GES (gesamt) hinterlegt ist (siehe auch: Ware in Arbeit im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling [Extern]) Ware in Arbeit zu Sollkosten, wenn für die Produktionsaufträge die Abrechnungsart PER hinterlegt ist (siehe auch: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern]) Für Fertigungsaufträge ohne Mengengerüst ermitteln Sie Ware in Arbeit immer zu Istkosten. Daten, die sich aus der Abweichungsermittlung ergeben. Dies sind beispielsweise Sollkosten Kontrollkosten die einzelnen Abweichungskategorien Abweichungen absolut und prozentual Hinweis zur verdichteten Analyse mit Verdichtungshierarchie Wird zu einem Auftrag (Produktkostensammler oder Produktionsauftrag) die Abweichungsermittlung durchgeführt, so schreibt das System auf dem Auftrag den Status ABWE (Abweichungen ermittelt) fort. Um eine Vergleichbarkeit sicherzustellen, verdichten Sie nur solche Objekte, für die auch eine Abweichungsermittlung durchgeführt wurde. Nutzen Sie hierzu das Selektionsschema bei der notwendigen Datenbeschaffung. Selektieren Sie die Aufträge, für die der Status ABWE aktiv ist. Werden Objekte mit Abrechnungsart Periodisch oder Gesamt gemeinsam verdichtet und periodisch betrachtet, so ist dies bei der Interpretation des Berichtes zu beachten. Hintergrundinformationen zur Verdichteten Analyse [Seite 185] Informationen zu den Berichten der Produktrecherche finden Sie in den Abschnitten: Produktrecherche [Seite 205] Aufruf Recherche-Bericht mit Merkmal Auftrag [Extern] Produktgruppe in der Produktrecherche [Seite 210] Produktgruppe CO anlegen [Seite 212] Datenbeschaffung Produktrecherche [Seite 214] Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen [Seite 215] Funktionen der Produktrecherche [Extern] April
176 SAP AG Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Abweichungsanalyse [Seite 216] Informationen zu Objektlisten finden sie im Abschnitt: Objektliste [Seite 343] Auftragsselektion [Seite 344] Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347] Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Arbeiten mit Extrakten [Seite 385] Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Übersicht Verdichtungshierarchien [Seite 352] Übersicht Kostenträgerhierarchien [Seite 156] Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen [Seite 158] Informationen zum Objektvergleich: Objektvergleiche [Seite 358] Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich [Seite 359] Verdichtungshierarchie vs. Verdichtungshierarchie Plan/Ist - Vergleich [Seite 361] 176 April 2001
177 SAP AG Verdichtete Analyse Verdichtete Analyse in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Verdichtete Analyse finden sie Berichte, die aggregierte Daten anzeigen. So können Sie z.b. Soll-Ist-Vergleiche auf Produktgruppenebene durchführen. Folgende Verdichtungsverfahren können in der Kostenträgerrechnung in Abhängigkeit von der Anwendungskomponente und den Objekten verwendet werden: Im Periodischen Produkt-Controlling: die Verdichtungshierarchie Bei Verwendung der Verdichtungshierarchie können Sie die Strukturen, über die die Daten abgespeichert werden, selbst bestimmen. die Produktrecherche Bei Verwendung der Produktrecherche sind die Strukturen, über die die Daten aggregiert werden, vorbestimmt. die Auftragshierarchie mit Klassifikation Im Rahmen der Verdichteten Analyse im periodischen Produkt-Controlling werden die auf Produktkostensammlern fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Möchten Sie verdichtete Daten zur Kostenträgerhierarchie anzeigen, so verzweigen Sie in die Berichtskategorie Detailberichte. im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling: die Verdichtungshierarchie die Produktrecherche die Auftragshierarchie mit Klassifizierung Bei der Auftragshierarchie mit Klassifizierung können die verdichteten Strukturen ebenfalls frei bestimmt werden. Es ist jedoch notwendig, die Klassifizierung zu verwenden. Dies hat im Vergleich zur Verdichtungshierarchie negative Auswirkungen auf die Performance. Verwenden Sie daher die Klassifikation nur, wenn Sie mit freien Merkmalen arbeiten müssen. Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Auftragsbezogenen Produktkosten-Controlling werden die auf Fertigungsaufträgen und Produktkostensammlern fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Hinweis: Verwenden Sie möglichst die Verdichtungshierarchie statt der Auftragshierarchie mit Klassifizierung. Im Kundenauftrags-Controlling die Verdichtungshierarchie Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Kundenauftrags-Controlling werden die auf Verkaufsbelegpositionen (in der Regel Kundenauftragspositionen) fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen (z.b. Auftraggeber) verdichtet. April
178 SAP AG Verwendung im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen die Verdichtungshierarchie Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen werden die auf erlösführenden Innenaufträgen fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Eine Verdichtung für Kostenträgerallgemein ist nicht vorhanden. Sie finden hier Informationen dazu, wie die verschiedenen Arten der Verdichtung von Daten funktionieren: Siehe auch: Zur richtigen Interpretation der Daten in verdichteten Berichten beachten Sie unbedingt den Abschnitt: Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. Informationen zu den verschiedenen Verfahren der Verdichtung erhalten Sie in den Punkten Produktrecherche [Seite 205] Verdichtungshierarchie [Seite 326] Kostenträgerhierarchie [Extern]. Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Informationen darüber, wie diese Verdichtungsverfahren voneinander unterschieden werden können, finden Sie im Abschnitt: Unterschiede der Verdichtungsverfahren [Seite 185] 178 April 2001
179 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Verwendung Ziel dieses Abschnittes und der zugehörigen Beispiele ist, die betriebswirtschaftliche Methodik der Verdichtung in der Kostenträgerrechnung zu erklären. Weiterhin werden die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Interpretation der Daten benannt. Dazu werden folgende Aspekte betrachtet: 5. Wie werden die Daten auf originären Objekten (z.b. Fertigungsaufträgen) verdichtet? 6. Halbfabrikatekosten in der verdichteten Analyse 7. Objekte mit Gesamtabrechnung 8. Verdichtungszeitraum Verdichtung von Daten auf originären Objekten Allen Verfahren der verdichteten Analyse (Produktrecherche, Verdichtungshierarchie, Kostenträgerhierarchie) in der Kostenträgerrechnung ist gemeinsam, daß sie auf den Daten der originären Objekte ( z.b. Fertigungsaufträge und Produktkostensammler) aufsetzen. Auf diesen originären Objekten werden die Daten folgendermaßen fortgeschrieben: periodengerecht kostenartengerecht. Eine weitere Gliederung erfolgt in: Plankosten (Belastung / Entlastung) Istkosten (Belastung / Entlastung) Sollkosten (Belastung / Entlastung) Ware in Arbeit (Abgrenzungsdaten) Abweichungskategorien. Die notwendigerweise durchzuführenden Datenbeschaffungsläufe überführen die Daten für den Verdichtungszeitraum periodengerecht in die Verdichtungsstrukturen: als Kennzahlen in der Produktrecherche kostenartengerecht für die Verdichtungshierarchie bzw. Kostenträgerhierarchie Beispiel Das im folgenden beschriebene Beispiel ist aufgegliedert in einen Stammdatenteil und ein Szenario. Die Stammdaten umfassen: Stückliste Arbeitsplan mit bewerteten Vorgängen Standardpreise. April
180 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse In dem Szenario ist ein Produktionsprozeß über zwei Perioden beschrieben: Ein Fertigungsauftrag für 1 Halbfabrikat (HALB) wird komplett in Periode 1 gefertigt. Ein Fertigungsauftrag für 1 Fertigerzeugnis (FERT) wird in Periode 1 eröffnet und entnimmt in dieser Periode die benötigten Materialien (1 Rohstoff und ein Halbfabrikat). In Periode 2 werden zusätzliche Leistung auf den Fertigungsauftrag verrechnet. An das Lager geliefert wird dieser Auftrag in Periode 2. Beide Aufträge haben eine Abrechnungsvorschrift mit der Abrechnungsart GES (Gesamt). An jedem Periodenende wird der Periodenabschluß im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling durchgeführt. Stammdaten: Stückliste FERT # 1ROH # 1HALB HALB # 1ROH ROH Arbeitsplan Vorgang Vorgang Vorgang Vorgang Standardpreise Gemeinkostenzuschlag auf Eigenleistungen: 50.00% Es wird ein Gemeinkostenzuschlag auf die Eigenleistungen berechnet. Der Zuschlagssatz beträgt im Plan 50%, im Ist jedoch 75%, wodurch Abweichungen zustande kommen. 180 April 2001
181 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Fertigungsauftrag HALB 1 Stück Fertigungsauftrag FERT 1 Stück Periode 1 Vorgang 1 Vorgang 2 1 ROH Periode 1 Periode 2 Vorgang 1 Vorgang 2 1 ROH, 1 HALB Periode 1 Periode 2 Fertigungsauftrag HALB 1 Stück Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Belastungen Rohstoffe Leistungen Zuschläge Summe Belastg. Entlastungen Wareneingang St St Fertigungsauftrag FERT 1 Stück Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Belastungen Rohstoffe Leistungen Zuschläge Halbfabrikate Summe Belast. Entlastungen Wareneingang St St St April
182 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Kostenarten Verdichtung Plan Ist Periode 1 Periode 2 Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Belastungen Rohstoffe Leistungen Zuschläge Halbfabrikate Entlastungen Kennzahlen - Fertigungsauftrag HALB Plan Ist Soll WIP Belastungen Entlastungen Abw.Kat. 50 Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Kennzahlen - Fertigungsauftrag FERT Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Belastungen Entlastungen Kennzahlen Verdichtung Belastungen Entlastungen Plan Ist Soll WIP Abw.Kat. Plan Ist Soll WIP Abw.Kat Halbfabrikatekosten in der verdichteten Analyse Die eingehenden Halbfabrikatekosten bilden in der Regel bei Verdichtungsmerkmalen, die hierarchisch höher als Material liegen, eine Besonderheit. Während Rohstoffeinsatz, Leistungsverbrauch, Zuschläge, Ware in Arbeit und Abweichungskategorien ohne Probleme in einer kostenartengerechten Verdichtung auf den einzelnen Verdichtungsstufen aggregiert betrachtet werden können, sind verdichtete Kennzahlen zu Plan-, Ist- und Sollkosten gesondert zu interpretieren. Betrachten Sie beispielsweise die Verdichtung auf Kennzahlenebene für die Periode 1. Auf Materialebene bewirken die Istkosten-Belastungen von DM 450,- für das Halbfabrikat und DM 675,- für das Fertigerzeugnis keine Probleme bei der Interpretation der Daten. Betrachten Sie nun die Istkosten-Belastungen beider Aufträge verdichtet als Kennzahl (DM 450,- + DM 675,- = DM 1125,-). Eine Interpretation dieses Wertes als gesamte Istkosten der Periode ist nicht statthaft, da in dieser Kennzahl sowohl die Fertigungskosten des Halbfabrikates als auch die Lagerentnahme eines Halbfabrikates für die Erstellung des Fertigerzeugnises enthalten sind. Auch eine Saldierung der Istkosten-Belastungen von DM 1125,- mit den verdichteten Istkosten- Entlastungen von DM 400,- liefert in der Regel nicht die Istkosten der Periode. Ein analoges Problem ergibt sich für die Betrachtung der Kennzahlen für Plankosten und Sollkosten. Empfehlung Analysieren Sie die Kosten für Halbfabrikate und die übrigen Kosten getrennt voneinander. Dies ist in der Verdichtungshierarchie und in der Kostenträgerhierarchie durch die kostenartengerechte Verdichtung und eine entsprechend eingestellte Materialkontenfindung 182 April 2001
183 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse (separate Kostenart für die Fortschreibung des Verbrauchs von Halbfabrikaten) jederzeit möglich. Für die Produktrecherche können Sie ein entsprechendes Elementeschema definieren, welches die Kostenart für den Verbrauch von Halbfabrikaten einem separaten Kostenelement zuordnet. Dieses Elementeschema hinterlegen Sie im Customizing des Informationssystems im Arbeitsschritt Berichtsparameter Produktkosten-Controlling pflegen. Bei der Interpretation der Halbfabrikatekosten müssen Sie nun entscheiden, welcher prozentuale Anteil in den Kosten dieser Periode bereits enthalten ist oder welche Halbfabrikate bereits in Vorperioden gefertigt wurden. Dies kann nicht vom System unterstützt werden. Objekte mit Gesamtabrechnung Viele Anwender nutzen die verdichtete Analyse für periodische Betrachtungen. Die einzelnen Objekte sind hingegen meist kumuliert zu betrachten. Dies wird bei Produktionsaufträgen durch die Abrechnungsart "Gesamt" festgelegt. Im folgenden wird die Problematik der periodischen Analyse von Objekten mit Gesamtabrechnung erläutert. Bei dem im Beispiel aufgeführten Fertigungsauftrag für das Fertigerzeugnis ist ein Fall veranschaulicht, in dem sich ein Fertigungsauftrag mit Abrechnungsart "Gesamt" über zwei Perioden erstreckt. Die gesamten Sollkosten werden erst in der Periode errechnet und auf der Datenbank fortgeschrieben, in der der Auftrag endgeliefert oder technisch abgeschlossen wird. Die Ermittlung und Fortschreibung der Sollkosten erfolgt im SAP-System im Rahmen der Abweichungsermittlung [Extern]. Betrachten Sie nun die Kennzahlen für die Sollkosten und für die Istkostenbelastung des Fertigungsauftrages für das Fertigerzeugnis. Während den Istkosten der Periode 1 keine Sollkosten gegenüberstehen, stehen den Istkosten der Periode 2 die über beide Perioden kumulierten Sollkosten in Höhe von DM 950,- gegenüber. Eine separate Betrachtung einer einzelnen Periode führt hier zu falschen Aussagen. Auf hoch verdichteten Ebenen oder Betrachtungen über längere Zeiträume saldiert sich dieser periodische Effekt jedoch in der Regel auf Null. Verdichtungszeitraum Bei einem Datenbeschaffungslauf müssen Sie einen Verdichtungszeitraum in der Form 'von Periode'/'bis Periode' angeben. Durch Angabe dieses Zeitraums bestimmen Sie folgendes: für Perioden innerhalb des Verdichtungszeitraumes des Datenbeschaffungslaufes werden die Werte auf den Verdichtungsobjekten zurückgesetzt und aus den Daten der originären Objekte neu aufgebaut. für Perioden außerhalb des angegebenen Zeitraums des Datenbeschaffungslaufes bleiben die Werte aus gegebenenfalls vorher durchgeführten Datenbeschaffungsläufen erhalten. Somit gehen Daten, die in einem früheren Datenbeschaffungslauf ermittelt wurden, durch einen neuen Verdichtungslauf nicht automatisch verloren. April
184 SAP AG Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse Empfehlung Auf die Selektion der Objekte, deren Daten verdichtet werden, hat die Eingrenzung des Gültigkeitszeitraumes beim Datenbeschaffungslauf KEINE Auswirkung! Die Spezifizierung der zu selektierenden Objekte erfolgt z.b. durch die Definition einer Verdichtungshierarchie. Berücksichtigen Sie bei der Eingabe des Verdichtungszeitraums mindestens die offenen Perioden in der Finanzbuchhaltung (FI) als Verdichtungszeitraum, da sich innerhalb der offenen Perioden die Daten auf den originären Objekten noch verändern können. In der Regel wählen Sie daher die Abschlußperiode und deren Vorperiode. Besonderheit bei statusabhängiger Selektion Benutzen Sie eine Verdichtungshierarchie in Verbindung mit einem Statusselektionsschema, so müssen Sie dies bei der Festlegung des Verdichtungszeitraumes beachten. Sie nutzen beispielsweise eine Verdichtungshierarchie mit einem Statusselektionsschema, bei dem nur Objekte mit einer durchgeführten Abweichungsermittlung einbezogen werden. Gleichzeitig wählen Sie als Verdichtungszeitraum von Periode 2 bis Periode 2. Dies hätte zur Konsequenz, daß der Fertigungsauftrag für das Fertigerzeugnis aus obigem Zahlenbeispiel in dieser Verdichtung erstmalig einbezogen würde, jedoch nur die Daten aus Periode 2 verdichtet würden. Im Verdichtungsbericht würden - wie unter Objekte mit Gesamtabrechnung erläutert, den kumulierten Sollkosten nur partielle Istkosten gegenüberstehen. Um brauchbare Aussagen zu erhalten, ist hierbei also ein Verdichtungszeitraum zu wählen, der sich an der maximalen Laufzeit der originären Objekte orientiert. Stellen Sie daher sicher, daß der Verdichtungszeitraum so eingestellt ist, daß die maximale Laufzeit der Objekte, die neu in die Verdichtung aufgenommen werden, auch abgedeckt ist. 184 April 2001
185 SAP AG Unterschiede der Verdichtungsverfahren Unterschiede der Verdichtungsverfahren Im Informationssystem der Kostenträgerrechnung werden Ihnen verschiedene Verfahren angeboten, um die Kosten, die für ein Material oder einen Auftrag ermittelt wurden, auf einer verdichteten Ebene zu analysieren. Die Verdichtung der Daten erfolgt gemäß folgender Verfahren: Produktrecherche Verdichtungshierarchie Kostenträgerhierarchie Im folgenden wird Ihnen anhand kurzer Beispiele verdeutlicht, welche Berichtsmöglichkeiten Ihnen die einzelnen Verdichtungsverfahren bieten. Dadurch wird verdeutlicht, wie sich die einzelnen Verdichtungsverfahren voneinander unterscheiden. Produktrecherche Die Produktrecherche ist ein Werkzeug zur interaktiven Auswertung und Präsentation von Daten in der Kostenträgerrechnung. Dabei werden Daten nach fest vorgegebenen Strukturen verdichtet. Diesen verdichteten Datenbestand können Sie je nach Art der Fragestellung nach verschiedenen Kriterien aufreißen, um in darunterliegende Ebenen zu navigieren. Sie haben einen Bericht, der Daten über die Merkmale Werk und Material verdichtet. Sie fertigen zwei Materialien M1 und M2 jeweils in zwei Werken A und B. Die Produktrecherche bietet Ihnen dynamische Analysen aus verschiedenen Blickwinkeln: Welche Materialien haben welche Produktionskosten im Werk A verursacht? Werk A Material M DM Material M DM Wie hoch waren die Produktionskosten für Material M1 in den Werken? Material M1 Werk A 1000 DM Werk B 6000 DM Verdichtungshierarchie In der Verdichtungshierarchie werden ebenfalls Daten nach einer vorher definierten Struktur nach oben verdichtet, wobei Sie den Aufbau der Struktur selber festlegen können. Diesen verdichteten Datenbestand können Sie im Gegensatz zur Produktrecherche nur anlog der April
186 SAP AG Unterschiede der Verdichtungsverfahren festgelegten Struktur von oben nach unten aufreißen. Die Verdichtung erfolgt kostenartengerecht. Sie fertigen zwei Materialien M1 und M2 jeweils in zwei Werken A und B. Sie definieren eine Auftragshierarchie (=Struktur) in der Reihenfolge 3. Werk 4. Material. Sie haben später im Bericht folgende Analysemöglichkeiten: Werk A Material M1 100 DM Material M2 200 DM Werk B Material M1 300 DM Material M2 120 DM Ein dynamisches Vertauschen der Reihenfolge der Merkmale Werk und Material ist hier im Gegensatz zur Produktrecherche nicht möglich. Kostenträgerhierarchie Kostenträgerhierarchien sind Objekte des Periodischen Produkt-Controllings, die aus hierarchisch angeordneten Kostenträgerknoten bestehen. Sie stellen im Gegensatz zu Verdichtungshierarchien keine primären Berichtsstrukturen dar. Sie können Kostenträgerhierarchien direkt mit Istkosten bebuchen. Im Gegensatz dazu ist die Verdichtungshierarchie kein Objekt, das bebucht werden kann, sondern ein Konstrukt, das der strukturierten Verdichtung von Daten dient. Die auf einer Kostenträgerhierarchie und auf den der Kostenträgerhierarchie zugeordneten Objekten (zum Beispiel Produktkostensammler) fortgeschriebenen Kosten können verdichtet werden. Für die verdichtete Analyse bildet die Kostenträgerhierarchie eine fest definierte Struktur, die mit gleichen Mitteln verdichtet wird wie eine Verdichtungshierarchie. Die auf den einzelnen Kostenträgerknoten verdichteten Werte können Sie im Informationssystem des Periodischen Produkt-Controllings analysieren. Siehe auch: Ausführliche Informationen zu den einzelnen Verfahren finden Sie in den Abschnitten: Produktrecherche [Seite 205] Verdichtungshierarchie [Seite 326] Kostenträgerhierarchie [Seite 137] 186 April 2001
187 SAP AG Kostenträgerhierarchie im Informationssystem [Seite 139] Unterschiede der Verdichtungsverfahren April
188 SAP AG Verdichtungshierarchie Verdichtungshierarchie Verwendung Verdichtungshierarchien sind ein Analyseinstrument, mit dem Sie über selbstdefinierte hierarchische Strukturen Werte nach oben verdichten können. Damit sind Analysen von Werten und Mengen auf höheren Ebenen wie beispielsweise auf Werksebene möglich. Sie verwenden eine Verdichtungshierarchie in der Kostenträgerrechnung, um Kosten und Mengen, die im Zusammenhang mit dem Produktionsprozeß angefallen sind, für einen bestimmten Betrachtungszeitraum verdichtet, auf einer höheren Ebene zu analysieren. Sie legen beispielsweise fest, daß Ihre Auftragsdaten nach folgender Struktur verdichtet werden sollen: Werk Auftragsart Damit haben Sie die Möglichkeit, sich alle Daten zu einem bestimmten Werk anzeigen zu lassen und für dieses Werk die Werte für die einzelnen Auftragsarten zu betrachten. Mit Hilfe von Verdichtungshierarchien können Sie die Werte folgender Objekte verdichten: Instandhaltungs- und Serviceaufträge Innenaufträge Projekte Kundenaufträge und deren Positionen Produktionsaufträge, QM-Aufträge und Produktkostensammler Je nach Bedarf können Sie nur die Objekte einer Objektart (z.b. nur Fertigungsaufträge) oder mehrerer Objektarten gemeinsam verdichten. Bei der Verdichtung von Objekten bestimmter Objektarten (z.b. Projekte) werden auch abhängige Objekte einer anderen Objektart (z.b. dem Projekt zugeordnete Innenaufträge) mitverdichtet. Bei der Verdichtung von Kundenaufträgen können wahlweise dem Kundenauftrag zugeordnete Produktionsaufträge mitverdichtet werden oder nicht. Durch die Definition von Exception-Regeln können Sie festlegen, daß bestimmte Knoten der Hierarchie, die vorher festgelegte Bedingungen erfüllen, durch farbige Ampeln gekennzeichnet werden sollen. Dadurch ist es möglich, Bereiche hervorzuheben, die im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung näher analysiert werden müssen. Zu diesem Zweck können Sie aus einer Hierarchieübersicht in Kostenartenberichte zu jenen Hierarchieknoten verzweigen, die näher zu analysieren sind. Voraussetzungen Die Verdichtung von Objekten setzt die Definition einer Verdichtungshierarchie voraus. In der Definition einer Verdichtungshierarchie bestimmen Sie, über welche Felder die Datenverdichtung 188 April 2001
189 SAP AG Verdichtungshierarchie erfolgen soll und welche Objekte verdichtet werden. Dabei werden Werte in der Objektwährung nur verdichtet, wenn die Verdichtungshierarchie einen Knoten Werk oder Buchungskreis enthält. Sie definieren eine Verdichtungshierarchie im Customizing des Informationssystems unter Controlling Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Verdichtungshierarchie pflegen. Falls die im Arbeitsschritt Verdichtungshierarchie pflegen zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder nicht ausreichen, um Hierarchiestufen zur Verdichtung von Aufträgen oder Projekten gemäß Ihren Anforderungen zu definieren, können Sie mit der Klassifizierung [Seite 239] arbeiten. Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihre Anforderungen an weitere Felder durch Klassifizierungsmerkmale abzudecken. Aufgrund des hierbei zusätzlich entstehenden Datenvolumens und Performance-Einbußen in der Stammdatenpflege sollten Sie genau prüfen, ob sie tatsächlich zusätzliche Felder benötigen. Zum Anlegen weiterer Felder bearbeiten Sie nicht den Schritt 'Verdichtungshierarchie pflegen', sondern definieren sich eine sogenannte Auftragshierarchie im Customizing des Informationssystems unter Controlling Produktkosten- Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung Auftragshierarchien anlegen. Möchten Sie die Verdichtung vom Auftragsstatus abhängig machen, so müssen Sie vorher im Customizing ein Statusselektionsschema anlegen und dies in der Definition der Verdichtungshierarchie mit angeben. Sie finden diesen Arbeitsschritt im Customizing des Informationssystems unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Statusselektionsschemata definieren [Extern]. Funktionsumfang Die einzelnen Stufen einer Verdichtungshierarchie bestehen aus Stammdatenfeldern bzw. Teilen von Stammdatenfeldern. Für jeden Wert eines Feldes (z.b. Werk 1000, Werk 1100, Werk 1200) werden periodengerechte und kostenartengerechte Summen gebildet und auf einem sogenannten Verdichtungsobjekt fortgeschrieben. Die Werte auf den einzelnen Verdichtungsobjekten lassen sich im Informationssystem analysieren. Hierfür stehen Ihnen in den Informationssystemen der SAP-Standardauslieferung in der Berichtskategorie 'Verdichtete Analyse' verschiedene Berichte zur Verfügung. So können Sie z.b. einen Plan-Ist-Vergleich für ein zu analysierendes Verdichtungsobjekt (z.b. Verkaufsbüro 1000) aufrufen. Alternativ können Sie sich einen Hierarchiebericht für eine bestimmte Verdichtungshierarchie anzeigen lassen. Hier erhalten Sie eine hierarchische Übersicht über die Verdichtungsobjekte, die bei der Verdichtung erzeugt wurden. Haben Sie bei der Ausführung eines Datenbeschaffungslaufs eine Exception-Regel gesetzt, so werden Ihnen in dieser Übersicht zusätzlich entsprechende Ampeln angezeigt. Mit Hilfe einer Verdichtungshierarchie werden z.b. folgende Daten verdichtet: Planwerte (z.b. Plankosten gesamt, Plankosten fix, Plankosten variabel, Planherstellmenge) Istkosten (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Istherstellmenge) Sollkosten (z.b. Sollkosten gesamt, Sollkosten fix, Sollkosten variabel, Sollherstellmenge) April
190 SAP AG Verdichtungshierarchie Abweichungen (Plan/Ist-Abweichungen prozentual, Plan/Ist-Abweichungen absolut, Soll/Ist-Abweichungen prozentual, Abweichungskategorien) Einsatzmengen (Solleinsatzmengen, Isteinsatzmengen) Ware in Arbeit Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Je weniger Daten Sie verdichten, desto besser ist die Laufzeit des Datenbanklaufs. Die Stammdatenfelder, über die Sie Daten verdichten können, sind fest vorgegeben und von der Art der Objekte, die verdichtet werden sollen, abhängig. Demzufolge stehen Ihnen bei der Verdichtung von Kundenaufträgen andere Stammdatenfelder für die Definition einer Verdichtungshierarchie zur Verfügung als bei der Verdichtung von Innenaufträgen. Decken diese Felder Ihre Anforderungen nicht ab, so können Sie für die Verdichtung von Aufträgen oder Projekten auch zusätzliche eigendefinierte Felder verwenden. Hierfür müssen Sie jedoch mit der Klassifizierung arbeiten. Sie können den Umfang der zu verdichtenden Daten einschränken, indem Sie die Verdichtung von Auftragswerten vom Status der Aufträge abhängig machen. So können Sie z.b. nur die Daten solcher Aufträge verdichten, für die bereits Abweichungen ermittelt wurden. Die über eine Verdichtungshierarchie verdichteten Daten resultieren aus einem Datenbeschaffungslauf. Dieser muß ausgeführt werden, bevor Sie Berichte zur Verdichtung verwenden können. Sie erhalten in einem Bericht zu Verdichtungsobjekten den Datenbestand angezeigt, der zum Zeitpunkt des letzten Datenbeschaffungslaufs aktuell war. Dementsprechend müssen Sie einen neuen Datenbeschaffungslauf durchführen, wenn Sie aktuelle Werte in Ihren Berichten angezeigt bekommen möchten. Integration Sie können aus der Hierarchieanzeige Kostenartenberichte für einzelne Verdichtungsobjekte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster angezeigt. Wenn Sie einen Bericht auswählen, wird dieser Bericht zum ausgewählten Verdichtungsobjekt aufgerufen. Somit können Sie sich z.b. die verdichteten Istwerte, Planwerte und Abweichungen für ein bestimmtes Werk anzeigen lassen. Ebenso besteht die Möglichkeit, aus dem Selektionsbild eines Berichtes zur Analyse eines Verdichtungsobjektes die Hierarchieübersicht aufzurufen. Hinweise zum Aufruf der Berichte zur Verdichtungshierarchie Die Berichte zur Analyse eines Verdichtungsobjektes befinden sich in den Informationssystemen der einzelnen Applikationen der SAP-Standardauslieferung in der Berichtskategorie 'Verdichtete Analyse'. Zum Aufruf eines Berichtes zu einem Verdichtungsobjekt geben Sie im Selektionsbild des Berichtes den technischen Namen der Verdichtungshierarchie mit an. Zusätzlich ist die Angabe der Hierarchieart erforderlich. Die Hierarchieart lautet in der Regel CO. Haben Sie die Verdichtung jedoch für eine Auftragshierarchie mit Klassifizierung durchgeführt, so müssen Sie die Hierarchieart OR wählen. Im Feld Teilhierarchie spezifizieren Sie das zu analysierende Verdichtungsobjekt. Lassen Sie sich die Eingabemöglichkeiten (F4) zu diesem Feld anzeigen und wählen Sie hier das gewünschte Verdichtungsobjekt aus! 190 April 2001
191 SAP AG Verdichtungshierarchie Siehe auch: Ausführliche Informationen über die Beschaffung und Fortschreibung der Daten in der Verdichtung erhalten Sie unter Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie [Seite 337]. Kuppelproduktion im Infosystem [Extern] Die mit der Verdichtungshierarchie aggregierten Daten analysieren Sie mit der Kostenanalyse. Lesen Sie hierzu Kostenanalyse. [Seite 79] April
192 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen Verdichtungshierarchien pflegen In diesem Arbeitsschritt im Customizing des Informationssystems Produktkosten-Controlling legen Sie den Aufbau Ihrer Verdichtungshierarchien fest. In der Definition einer Verdichtungshierarchie hinterlegen Sie, nach welchen Kriterien Kosten und Mengen von Objekten verdichtet werden sollen. Sie können mittels einer Verdichtungshierarchie die Werte folgender Objekte verdichten: Innenaufträge (Auftragstypen 01 und 02) Instandhaltungs-/Serviceaufträge (Auftragstyp 30) Produktionsaufträge, QM-Aufträge und Produktkostensammler hierunter fallen folgende Auftragstypen: CO-Fertigungsaufträge (Auftragstyp 04), Produktkostensammler (Auftragstyp 05), QM-Aufträge (Auftragstyp 06), PPS-Fertigungsaufträge (Auftragstyp 10), Prozeßaufträge (Auftragstyp 40). Projekte Bei der Verdichtung von Projekten verdichtet das System abhängige Objekte wie z.b. zugeordnete Aufträge oder PSP-Elemente automatisch mit. Kundenaufträge ohne abhängige Aufträge Kundenaufträge mit abhängigen Aufträgen Bei der Verdichtung von Kundenaufträgen können Sie durch die Auswahl der entsprechenden Objektart entscheiden, ob das System die Daten von dem Kundenauftrag zugeordneten Produktionsaufträgen mit verdichten soll. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie die Werte einzelner Objekte entsprechend dem definierten Hierarchieaufbau stufenweise nach oben verdichten. Als Kriterien für die Verdichtung verwenden Sie Stammdatenfelder der Kontierungsobjekte. Jede Stufe der Verdichtungshierarchie entspricht einem Stammdatenfeld. Über die Stammdatenfelder selektiert das System die Kontierungsobjekte für die Verdichtung und summiert die Kosten und Mengen für jede Ausprägung eines Stammdatenfeldes (z.b. Werk 1000, Werk 2000). Hinweis: Wenn Sie die kundeneigenen Felder für die Innenauftragsverdichtung verwenden, übernehmen Sie die Groß-/Kleinschreibung dieser Felder. Die ermittelten Summen sichert das System auf sogenannten Verdichtungsobjekten, die den Knoten der beim Verdichtungslauf aufgebauten Hierarchie entsprechen. Die einzelnen Verdichtungsobjekte können Sie im Informationssystem analysieren. Mit Verdichtungshierarchien können Sie u.a. folgende Daten verdichten: Plankosten Istkosten Sollkosten Abweichungen Ware in Arbeit 192 April 2001
193 SAP AG Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Einsatzmengen Herstellmengen Ausschuß Beispiel Verdichtungshierarchien pflegen Sie verwenden eine Verdichtungshierarchie, um pro Periode die Kosten zu verdichten, die für die Aufträge zur Fertigung eines bestimmten Materials in einem bestimmten Werk angefallen sind. Hinweise Die erste Stufe der Hierarchie ist stets der Kostenrechnungskreis. Wenn Sie beim Anlegen von Verdichtungshierarchien ein Statusselektionsschema angeben, werden nur die Objekte für die Verdichtung selektiert, deren Status zum Verdichtungszeitpunkt den Selektionskriterien im Statusselektionsschema entsprechen. Wenn Sie eine Verdichtung über die Objektart Kundenaufträge durchführen möchten, so bezieht sich ein in der Hierarchiedefinition hinterlegtes Statusselektionsschema auf die dem Kundenauftrag zugeordneten Fertigungsaufträge. Sobald das System einen Verdichtungslauf für eine Hierarchie durchgeführt hat, können Sie diese Verdichtungshierarchie nicht mehr ändern. Wenn Sie diese Verdichtungshierarchie ändern möchten, müssen Sie zunächst durch einen Löschlauf alle verdichteten Daten löschen. Zur Vorselektion von Innenaufträgen können Sie Selektionsvarianten angeben. Hinweise zur Kuppelproduktion Zur statusabhängigen Selektion von Aufträgen in der Kuppelproduktion können Sie für den Auftragskopf und die Auftragsposition separate Statusselektionsschemata hinterlegen, da die Status von Auftragskopf und -position in der Kuppelproduktion voneinander abweichen können. Bei Einsatz von Kuppelproduktion verdichtet das System nur die Werte der Auftragspositionen. Werte, die sich auf dem Auftragskopf befinden, berücksichtigt es bei der Verdichtung nicht. Führen Sie daher die Funktion "Verteilung Kuppelprodukte" vor dem Start eines Verdichtungslaufes aus. Voraussetzung Wenn Sie Statusselektionsschemata verwenden möchten, müssen Sie vorher den Arbeitsschritt " Statusselektionsschemata definieren [Extern] " bearbeitet haben. Wenn Sie Selektionsvarianten verwenden möchten, müssen Sie vorher den Arbeitsschritt " Selektionsvarianten definieren [Extern] " bearbeitet haben. Aktivitäten Um eine Verdichtungshierarchie zu definieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie "Neue Einträge". 2. Vergeben Sie einen Hierarchienamen sowie einen sprechenden Langtext. Um Einsatzmengen zu verdichten, markieren Sie "Einsatzmengen verdichten". April
194 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen 3. Wenn Sie den Datenumfang mittels Formroutinen einschränken möchten, geben Sie den Namen des Userexit-Pools an, der diese Formroutinen beinhaltet (siehe auch Punkt 6). 4. Sichern Sie Ihre Eingaben und wählen Sie "Zurück". Sie gelangen wieder in die Übersicht aller Verdichtungshierarchien. 5. Um festzulegen, welche Arten von Kontierungsobjekten beim jeweiligen Verdichtungslauf berücksichtigt werden sollen, wählen Sie "Datenumfang (Objektarten)". Markieren Sie die zu verdichtenden Objektarten. Wenn Sie nur Projekte verdichten, verdichtet das System auch die Daten zugeordneter Objekte wie beispielsweise abhängiger Aufträge. Wenn Sie Kundenaufträge verdichten möchten, können Sie durch die Auswahl der entsprechenden Objektart entscheiden, ob das System die dem Kundenauftrag zugeordneten Produktionsaufträge bei der Verdichtung mit berücksichtigen soll. Wenn Sie mehrere Objektarten markieren (z.b. Kundenaufträge und Fertigungsaufträge), müssen Sie eine Priorität angeben. Dies ist erforderlich, da beispielsweise der Kundenauftrag für ein Stammdatenfeld einen bestimmten Wert haben kann, der darunterhängende Fertigungsauftrag für dasselbe Feld jedoch einen anderen Wert haben kann. Würde das System über dieses Stammdatenfeld verdichten, würde der Fertigungsauftrag sowohl bei der Verdichtung über den Wert des Stammdatenfeldes im Kundenauftrag als auch über den Wert des Stammdatenfeldes im Fertigungsauftrag berücksichtigt. Um dies zu vermeiden, hinterlegen Sie in der Hierarchiedefinition für die Objektart "Kundenauftrag" die Priorität 1 und für die Objektart "Fertigungsauftrag" die Priorität Um festzulegen, welche Kosten und Mengen verdichtet werden sollen, wählen Sie "Datenumfang (Summensatztabellen)". Um einzelne Summensatztabellen aus der Verdichtung auszuschließen, markieren Sie "nicht verdichten". Um die Performance zu verbessern, können Sie die Sätze der Summensatzdatei ohne Herkunft verdichten. Markieren Sie hierzu das Kennzeichen "ohne Herkunft". Das Setzen dieses Kennzeichens empfiehlt sich, wenn man an reinen Kostenartenberichten interessiert ist. Es ist dann allerdings nicht mehr möglich, die Werte auf Kostenartenebene weiter nach Herkünften aufzureißen. Wenn Sie den Datenumfang mit Hilfe eines Userexits begrenzen möchten, tragen Sie den Namen der Userexit-Formroutine ein. Hierfür müssen Sie beim Anlegen der Verdichtungshierarchie den Namen des Userexit-Pools eingetragen haben. 7. Um den Stufen Ihrer Verdichtungshierarchie Stammdatenfelder zuzuordnen, wählen Sie "Hierarchiestufen". Sie können bis zu 9 Hierarchiestufen definieren. In der Spalte "Hierarchiefeld" hinterlegen Sie pro Hierarchiestufe das gewünschte Stammdatenfeld. Wenn Sie eine Hierarchiestufe über einen Teil eines Stammdatenfeldes anlegen wollen, pflegen Sie "Offset" und "Länge". 8. Wenn Sie Kontierungsobjekte, bei denen ein Merkmal nicht gefüllt ist, unter dem Knoten "Sonstige" zusammenfassen möchten, markieren Sie "initial". 194 April 2001
195 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen Weitere Hinweise Weitere Informationen zum Aufbau und Zweck von Verdichtungshierarchien im Produktkosten- Controlling finden Sie in der R/3-Bibliothek unter Verdichtungshierarchie [Seite 326]. April
196 SAP AG Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Verwendung Für zusätzliche Funktionen im Bereich der Verdichtung stehen Ihnen im SAP-System verschiedene Funktionsbaustein-Exits zur Verfügung. Diese werden im folgenden kurz erwähnt. Die genannten Exits sind dokumentiert. Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Erweiterungstransaktion (Transaktion CMOD). Lassen Sie sich hierzu alle SAP-Erweiterungen der Entwicklungsklasse KKR anzeigen. Die Dokumentation zu einem Exit erhalten Sie, indem Sie die Drucktaste 'SAP-Doku' betätigen. Exit zur Selektion der Datenbeschaffung Der Funktionsbaustein-Exit EXIT_SAPLKKRB_001 der Erweiterung SAPLKKRB bietet die Möglichkeit, nach der Selektion für einen Datenbeschaffungslauf noch Objekte umzuordnen, zu löschen oder hinzuzufügen, bevor die eigentliche Datenbeschaffung beginnt. Exit zur Texterzeugung für Verdichtungsobjekte Der Funktionsbaustein EXIT_SAPLKKRU_001 der Erweiterung KKRU0001 ermöglicht die selbstprogrammierte Vergabe von Texten für Verdichtungsobjekte. Diese Texte werden während eines Datenbeschaffungslaufs erzeugt. 196 April 2001
197 SAP AG Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Verwendung Für jedes Verdichtungsobjekt, das bei einer Verdichtung erzeugt wird, können Texte entweder vom System ermittelt oder vom Anwender manuell eingegeben werden. Im Standard werden die Texte der Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf automatisch auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung erzeugt. Sie verdichten über das Werk 1000 (Werk 1000 = Walldorf). Das erzeugte Verdichtungsobjekte erhält die Bezeichnung 'Walldorf'. Die Texte für Verdichtungsobjekte können bei Bedarf manuell erfaßt werden. Bei der Ausführung des Datenbeschaffungslaufs ist dann zu entscheiden, ob diese manuellen Texte durch die Bezeichnung der Feldausprägung überschrieben werden sollen oder ob der manuelle Text erhalten bleiben soll. Kann für ein Verdichtungsobjekt kein Text ermittelt werden, so wird der Wert dieses Feldes automatisch als Text übernommen. Vorgehensweise Zum Pflegen manueller Texte für Verdichtungsobjekte gehen Sie wie folgt vor: 7. Verzweigen Sie in das jeweilige Anwendungsmenü der Kostenträgerrechnung. 8. Wählen Sie Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. 9. Geben Sie im Feld Hierarchie die Verdichtungshierarchie an. 10. Wählen Sie Bearbeiten Hierarchie. 11. Positionieren Sie den Cursor auf das betreffende Verdichtungsobjekt und wählen Sie Bearbeiten Text pflegen. 12. Erfassen Sie den gewünschten Text und sichern Sie Ihre Eingaben. Um festzulegen, welcher Text für Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf fortgeschrieben wird, gehen Sie wie folgt vor: g. Verzweigen Sie in das jeweilige Anwendungsmenü der Kostenträgerrechnung. h. Wählen Sie Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. i. Geben Sie im Feld Hierarchie die Verdichtungshierarchie an. j. Wählen Sie Zusätze Standardtexte. k. Wählen Sie nun die Art aus, wie die Texte der Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf behandelt werden sollen: April
198 SAP AG Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Keine Texte erzeugen Beim Datenbeschaffungslauf werden die Bezeichnungen der Feldausprägungen nicht ermittelt. Waren vorher bereits Texte vorhanden (entweder aus einem früheren Datenbeschaffungslauf oder durch manuelle Pflege), so werden nur diese Texte angezeigt. Texte erzeugen (nicht überschreiben) Das System ermittelt Texte für die Verdichtungsobjekte auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung. Sind für bestimmte Knoten bereits Texte vorhanden (entweder aus einem früheren Datenbeschaffungslauf oder durch manuelle Pflege), so werden diese Texte nicht geändert. Diese Einstellung ist standardmäßig vorbelegt und ist aus Performancegründen der Einstellung 'Texte erzeugen (überschreiben)' vorzuziehen. Texte erzeugen (überschreiben) Das System ermittelt Texte für die Verdichtungsobjekte auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung. Schon vorhandene Texte (auch die manuell gepflegten Texte) werden in diesem Prozeß überschrieben. l. Führen Sie den Datenbeschaffungslauf für Ihre Verdichtungshierarchie aus. Das System ermittelt nun die Texte für die Verdichtungsobjekte gemäß der von Ihnen gewählten Option. 198 April 2001
199 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Verwendung Die über eine Verdichtungshierarchie verdichteten Daten resultieren aus einem Datenbeschaffungslauf. Dieser wird in der Regel nach Beendigung der Periodenabschlußarbeiten in der Kostenträgerrechnung pro Verdichtungshierarchie ausgeführt. Bei der Ausführung des Datenbeschaffungslaufs geschieht folgendes: Für die gemäß der Definition der Verdichtungshierarchie selektierten Objekte werden die Werte und Mengen der Perioden gelesen, die im Datenbeschaffungslauf spezifiziert wurden. Diese Daten werden entsprechend dem Hierarchieaufbau nach oben verdichtet und auf Verdichtungsobjekten periodengerecht und kostenartengerecht fortgeschrieben. Ein Verdichtungsobjekt wird für jede Feldausprägung aller Felder einer Verdichtungshierarchie gebildet. Besteht die Verdichtungshierarchie aus den Feldern Werk und Auftragsart, so werden z.b. folgende Verdichtungsobjekte gebildet: Werk A Werk B Werk A, Auftragsart 1 Werk B, Auftragsart 1 Wurde bereits ein Datenbeschaffungslauf durchgeführt, so erfolgt die Fortschreibung der in einem neuen Datenbeschaffungslauf selektierten Daten folgendermaßen: für Perioden innerhalb des Verdichtungszeitraumes des neuen Datenbeschaffungslaufs werden die Werte auf dem Verdichtungsobjekt zurückgesetzt und neu ermittelt. für Perioden außerhalb des angegebenen Zeitraums des neuen Datenbeschaffungslaufs bleiben die Werte auf dem Verdichtungsobjekt erhalten. Somit gehen Daten, die in einem früheren Verdichtungslauf ermittelt wurden, durch einen neuen Datenbeschaffungslauf nicht automatisch verloren. Sie können die Selektion von Objekten für die Verdichtung vom Status des Objektes abhängig machen. Hierfür hinterlegen Sie in der Definition der Verdichtungshierarchie ein Statusselektionsschema. Im Statusselektionsschema hinterlegen Sie, welchen Status die zu selektierenden Objekte haben sollen (z.b. freigegeben, rückgemeldet). Arbeiten Sie mit der Statusselektion, so sollten Sie dies bei der Wahl des Verdichtungszeitraumes berücksichtigen. Wenn Sie z.b. mit der Statusselektion nur abgerechnete Aufträge verdichten wollen und den Verdichtungszeitraum auf die letzten zwei Perioden begrenzen, obwohl ein Auftrag über vier Perioden läuft, so werden z.b. Istkosten der ersten beiden Perioden des Auftrages nicht mitverdichtet und fehlen somit in der Verdichtungshierarchie. Da die gesamten Sollkosten erst in der Periode errechnet und auf der Datenbank fortgeschrieben werden, in der der Auftrag endgeliefert bzw. technisch abgeschlossen wurde, stehen den kumulierten Sollkosten in der Verdichtungshierarchie nur partielle Istkosten gegenüber. April
200 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Arbeiten Sie mit der Statusselektion, dann wählen Sie deshalb den Verdichtungszeitraum so groß, daß die gesamte Laufzeit eines Auftrages innerhalb des Verdichtungszeitraumes liegt. Bei einer Verdichtungshierarchie ohne Statusselektion reicht es, den Verdichtungszeitraum so zu wählen, daß alle in der Finanzbuchhaltung offenen Perioden erfaßt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. Voraussetzungen Arbeiten Sie mit der Kuppelproduktion, so müssen Sie vor Ausführung eines Datenbeschaffungslaufs die Funktion Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit [Extern] ausführen, da die Verdichtung im Falle von Kuppelproduktion nur die Werte der Auftragspositionen, nicht aber die des Auftragskopfes, nach oben verdichtet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Kuppelproduktion im Informationssystem [Seite 387]. Funktionsumfang Sie können einen Datenbeschaffungslauf für die gesamte Verdichtungshierarchie durchführen Führen Sie einen Datenbeschaffungslauf für die ganze Hierarchie durch, so können Sie anschließend zu jedem Verdichtungsobjekt einen Bericht anzeigen. für eine Teilhierarchie durchführen Wollen Sie z.b. nur die Summe der Kosten für alle Aufträge zu einem bestimmten Material ermitteln, so können Sie einen Datenbeschaffungslauf für die entsprechende Teilhierarchie durchführen. Sie können anschließend zu allen Verdichtungsobjekten dieser Teilhierarchie Berichte anzeigen. Sie können auch einen Löschlauf durchführen. Dieser löscht die Daten aller Verdichtungsobjekte der angegebenen Hierarchie. Bei Durchführung eines Löschlaufes ist die Eingabe eines Zeitraumes ohne Bedeutung. Ein Löschlauf ist z.b. dann erforderlich, wenn Sie nachträglich Änderungen an der Definition der Verdichtungshierarchie vornehmen möchten. Daneben besteht die Möglichkeit, einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, bei dem ein Aufbau der Verdichtungshierarchie erfolgt, jedoch keine Daten selektiert werden. Wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine Verdichtung für diesen Zeitraum durchgeführt, so würde durch einen solchen Datenbeschaffungslauf eine Aktualisierung der Verdichtungsobjekte vorgenommen, ohne daß bestehende Daten überschrieben würden. Hinweise zur Performance Um Laufzeiten zu verkürzen können Sie den Verdichtungslauf von Verdichtungshierarchien auf mehreren Servern parallel laufen zu lassen. Über die Festlegung einer Anzahl von Verdichtungsknoten können Sie die Performance bei Parallelverarbeitung zusätzlich positiv beeinflussen. Außerdem können Sie bei der Definition der Verdichtungshierarchie festlegen, daß einzelne Summensatzdateien nicht verdichtet werden sollen oder die Sätze von Summensatzdateien ohne Herkunft verdichtet werden sollen. Ist man an reinen Kostenartenberichten ohne weiteren Detaillierungsgrad interessiert, so empfiehlt es sich, dieses Kennzeichen zu setzen. 200 April 2001
201 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Aus Performancegründen sollte außerdem darauf verzichtet werden, das Feld Auftragsnummer als Hierarchiestufe in der Definition der Verdichtungshierarchie auszuwählen. Arbeiten Sie mit der Auftragshierarchie mit Klassifizierung, so sollten Sie in regelmäßigen Abständen die Funktion Merkmalsstatistik ausführen. Hierdurch kann sich die Reihenfolge der zu selektierenden Merkmale ändern, wodurch eine schnellere Selektion der Klassifizierungsmerkmale ermöglicht werden kann. Sie finden diese Funktion im Anwendungsmenü der jeweiligen Anwendungskomponente der Kostenträgerrechnung über Informationssystem Datenbeschaffung Auftragshierarchie (Klassifizierung) Umfeld Merkmalsstatistik erzeugen. Vor dem Ausführen des Datenbeschaffungslaufs setzen Sie das Kennzeichen Klassifizierung im Customizing der Kostenträgerrechnung im Periodisches Produkt-Controlling bzw. im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling unter Auftragsarten überprüfen in der Sicht Auftragsart ändern und klassifizieren die Aufträge mit dem Report RKO CLASS nach. Danach deaktivieren Sie das Kennzeichen. Siehe auch: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
202 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Voraussetzungen Sie haben eine Verdichtungshierarchie angelegt. Wenn Sie mit Hilfe der Parallelisierung die Laufzeit des Datenbeschaffungslaufs verkürzen wollen, dann lassen Sie sich von Ihrem Systemadministrator eine Server-Gruppe einrichten, und lassen Sie sich die maximale Taskanzahl angeben. Server-Gruppe festlegen (nur für Systemadministratoren) Um festzulegen, auf welchen Servern der Verdichtungslauf ablaufen soll, wählen Sie Werkzeuge Administration Verwaltung Netzwerk RFC-Destination RFC RFC-Gruppen. Es wird empfohlen, die Datenbeschaffung jeweils nach dem Periodenabschluß durchzuführen. So können aktuelle Daten wie Sollkosten, WIP und Abweichungen verdichtet werden. Wenn Sie die Istkosten kontrollieren möchten, kann es sinnvoll sein, während einer Periode (ohne vorheriges Ausführen von Periodenabschlußaktivitäten) eine Datenbeschaffung durchzuführen. Vorgehensweise Um einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor: 3. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling / Auftragsbezogenes Produkt- Controlling / Kundenauftrags-Controlling / Immaterielle Güter und Dienstleistungen Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. Sie gelangen auf das Bild CO-Verdichtung. 4. Geben Sie folgende Daten ein: Hierarchie Sie erhalten eine Liste der im Kostenrechnungskreis vorhandenen Verdichtungshierarchien mit F4. Sie erhalten eine Liste der bereits verdichteten Hierarchien, indem Sie Zusätze Verdichtete Hierarchien wählen. Teilhierarchie Wollen Sie nur einen Teil der Hierarchie verdichten, wählen Sie das Pfeil-Symbol Teilhierarchie setzen. Alle Felder werden aufgelistet, für die eine Verdichtung durchgeführt wird (z.b. Werk, Material). Geben Sie die Feldausprägungen ein, für die eine Verdichtung durchgeführt werden soll. Geben Sie beispielsweise das Werk 0001 und das Material PROD-1 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge verdichtet, die für das Material PROD-1 im Werk 0001 angelegt wurden. 202 April 2001
203 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Geben Sie nur das Werk 0001 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge im Werk 0001 verdichtet. - Von Periode/Geschäftsjahr und Bis Periode/Geschäftsjahr Für die gemäß der Definition der Verdichtungshierarchie selektierten Objekte werden die Werte dieser Perioden selektiert. Hat ein Objekt, welches der definierten Hierarchie entspricht, in den angegebenen Perioden keine Werte, so wird es bei der Datenbeschaffung zwar prinzipiell berücksichtigt, jedoch ohne Werte. 4. Setzen Sie ein Kennzeichen: Verdichtungslauf Im Verdichtungslauf werden bereits vorhandene Werte für Perioden innerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes zurückgesetzt und neu ermittelt. Werte auf dem Verdichtungsobjekt für Perioden außerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes bleiben erhalten. Löschlauf Im Löschlauf werden alle durch vorhergehende Datenbeschaffungen aufgebauten Verdichtungsobjekte gelöscht. Die Hierarchiedefinition ist danach wieder änderbar. Hierarchie ohne Daten Setzen Sie dieses Kennzeichen, wenn Sie lediglich einen Aufbau der Verdichtungsobjekte wünschen, ohne daß Daten selektiert werden sollen. 8. Wählen Sie ggf. Zusätze Exception Regel setzen. Hierdurch erreichen Sie, daß für Knoten der Hierarchie farbige Ampeln gesetzt werden, wenn bestimmte Schwellwerte überschritten werden. Die Regeln zum Setzen der Exceptions definieren Sie vorher im Customizing. Hier hinterlegen Sie, auf welche Basisgröße sich die Schwellwerte beziehen sollen und bei welcher Überschreitung des Basiswertes eine Ampel gesetzt werden soll. 9. Im Standard ist das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gesetzt. Wollen Sie den Verdichtungslauf Online durchführen, so müssen Sie dieses Kennzeichen löschen. 10. Möchten Sie den Datenbeschaffungslauf parallelisieren, dann wählen Sie nun Parallelisierung Es erscheint ein Dialogfenster Parallelverarbeitung. Setzen Sie gegebenenfalls das Kennzeichen Parallelverarbeitung im Online und geben Sie folgende Werte ein: Max. Taskanzahl (Anzahl der Systemmodi auf jeweiligen Servern) Anzahl Verdichtungsknoten (Task) Server-Gruppe Wählen Sie Übernehmen. Abhängig von der Taskanzahl werden entsprechende Ressourcen des Systems beansprucht. Begrenzen Sie deshalb die Taskanzahl oder führen Sie die Parallelisierte Verdichtung nur aus, wenn Ihr System zum Zeitpunkt der Verdichtung über genügend Ressourcen verfügt. April
204 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen 11. Wählen Sie Ausführen. Haben Sie das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gelöscht, so blendet das System ein Dialogfenster ein, in dem Sie die Durchführung der Auftragsverdichtung bestätigen müssen. Ergebnis Sie gelangen nach Ausführung der Verdichtung auf ein Übersichtsbild, das die bearbeiteten Knoten der Hierarchie anzeigt. Sie können folgende Funktionen aufrufen: Meldungsprotokoll Das Meldungsprotokoll listet eventuell aufgetretene Fehler und Informationsmeldungen zur Verdichtung auf. Tabellenstatistik Die Tabellenstatistik gibt an, wieviele Summensätze bei der Verdichtung geschrieben wurden. Siehe auch: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 204 April 2001
205 SAP AG Produktrecherche Produktrecherche Verwendung Die Produktrecherche ist ein Werkzeug zur interaktiven Auswertung und Präsentation von Daten im Periodischen Produkt-Controlling und im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling. Typische Merkmale, über die eine Verdichtung der Daten erfolgt, sind z.b. Material, Werk und Produktgruppen. Dies bietet die Möglichkeit, Daten auf einer hohen Ebene anzuzeigen (z.b. alle Plan- und Istkosten für eine bestimmte Auftragsart), um anschließend in eine tiefere Ebene dieses Datenbestandes zu verzweigen (z.b. Plan- und Istkosten für die einzelnen Aufträge). Die Recherche-Berichte enthalten komfortable Funktionen der Navigation im Datenbestand (z.b. nächste Stufe aufreißen, nächstes Objekt innerhalb einer Stufe anzeigen). Daneben bieten sie vielfältige Funktionen zur interaktiven Bearbeitung des Berichtes wie z.b. Ausblenden einer Spalte, Sortierungen innerhalb einer Spalte, Top-N-Selektionen usw.. Da die Produktrecherche auf derselben Technik wie die Recherche innerhalb der Ergebnisrechnung (CO-PA) basiert, finden Sie ausführliche Informationen zu den einzelnen Navigationsmöglichkeiten innerhalb des Berichtes in der Dokumentation Allgemeines Recherchebuch [Extern] im Bereich der anwendungsübergreifenden Themen. Sie haben einen Bericht, der Daten über die Merkmale Werk und Material verdichtet. Sie fertigen zwei Materialien M1 und M2 jeweils in zwei Werken A und B. Die Produktrecherche bietet Ihnen dynamische Analysen aus verschiedenen Blickwinkeln: Welche Materialien haben welche Produktionskosten im Werk A verursacht? Werk A Material M DM Material M DM Integration Wie hoch waren die Produktionskosten für Material M1 in den Werken? Material M1 Werk A 1000 DM Werk B 6000 DM Sie können von der Merkmalsebene Material aus auf einen Produktrecherchebericht mit dem zusätzlichen Merkmal Auftrag springen. Dies ermöglicht Ihnen die Betrachtung aller zu einem Material gehörenden Aufträge. Von hier aus können Sie zu einem einzelnen Auftrag einen Kostenartennachweis aufrufen. Voraussetzungen Folgende Punkte sind hinsichtlich der Verwendung der Produktrecherche zu beachten: April
206 SAP AG Produktrecherche Produktrechercheberichte importieren Importieren Sie die Produktrechercheberichte der SAP-Standardauslieferung im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse / Auftragsselektion Produktrecherche Berichte importieren / transportieren Berichte importieren. Formular importieren Importieren Sie außerdem das Formular 7GLOBALVARIS (globale Variablen) im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse / Auftragsselektion Produktrecherche Berichte importieren / transportieren Formulare importieren [Extern]. Produktgruppenart einstellen In den Rechercheberichten der Standardauslieferung wird das Merkmal Produktgruppe verwendet. Der Wert dieses Merkmals kann auf verschiedene Arten abgeleitet werden. Sie spezifizieren diese Art durch die Auswahl einer Produktgruppenart. Möchten Sie bei Ihren Auswertungen das Merkmal Produktgruppe nutzen, so wählen Sie die Produktgruppenart, mit der Sie arbeiten wollen, im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Steuerungsparameter [Extern]. Weitere Informationen finden Sie unter Produktgruppe in der Produktrecherche [Seite 210]. Elementeschema für die Produktrecherche Hinterlegen Sie ein Elementeschema, welches für den Ausweis von nach Kostenelementen gegliederten Kostenarten im Informationssystem bestimmt ist. Dieses Elementeschema sollten Sie vorher im Customizing der Produktkostenplanung speziell für das Informationssystem anlegen. Sie hinterlegen dieses Elementeschema im Customizing des Produktkosten- Controllings unter Informationssystem Steuerungsparameter [Extern]. Warum benötigt man hier ein spezielles Elementeschema? Die Ware in Arbeit wird sowohl bei Objekten mit Abrechnungsart "Periodisch" als auch bei Objekten mit Abrechnungsart "Gesamt" aus den Abgrenzungskostenarten abgeleitet. Werden die Abgrenzungskostenarten im Elementeschema der Produktrecherche nicht zugeordnet, so erscheint die Ware in Arbeit im Element Sonstige (falls definiert) oder als nicht zugeordnet. Auftragsarten für die Verdichtung der Produktrecherche überprüfen Überprüfen Sie die Auftragsarten, die bei der Datenbeschaffung verdichtet werden sollen, und ändern Sie diese gegebenenfalls im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Steuerungsparameter. 206 April 2001
207 SAP AG Eigene Berichte anlegen Produktrecherche Sollten die Berichte der SAP-Standardauslieferung Ihre Anforderungen nicht abdecken, so können Sie eigene Rechercheberichte definieren. Sie definieren eigene Berichte im Customzing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Eigene Berichte. Hier erhalten Sie auch Informationen zum Vorgehen. s Datenbeschaffungslauf Führen Sie einen Datenbeschaffungslauf durch, um aktuelle Daten für Ihre Berichte zu selektieren. Wenn Sie die Produktgruppenart, das Elementeschema, die zu verdichtenden Auftragsarten oder sonstige Einstellungen nachträglich ändern, so ist es notwendig, danach einen Datenbeschaffungslauf über den gesamten Zeitraum durchzuführen, um den Datenbestand zu aktualisieren. Ausführliche Informationen zu den Customizing-Aktivitäten erhalten Sie im Einführungsleitfaden des Informationssystems des Produktkosten-Controllings. Funktionsumfang Die SAP-Standardauslieferung enthält bereits eine Vielzahl von Recherche-Berichten, mit dem Ziel, Ihre Anforderungen abzudecken. Jeder Standardbericht in der Produktrecherche wird einmal als periodischer Bericht und einmal als kumulierter Bericht ausgeliefert. Periodische Berichte In dieser Darstellungsform werden die Berichtskennzahlen periodisch angeboten. Diese Berichte bieten sich zur schnellen Navigation zwischen einzelnen Perioden an und adressieren an ein monatliches Berichtswesen. Weiterhin bieten diese Berichte auf jeder Merkmalskombination eine Zeitreihe von maximal 16 vergangenen Perioden an, um sich einen Überblick über einzelne Werte im zeitlichen Ablauf zu verschaffen. Zur Berichtsausführung geben Sie ein Werk mit, wenn Sie die Datenselektion auf ein Werk beschränken möchten. Sie müssen diejenige Periode/Geschäftsjahr eingeben, welche im Bericht zu Beginn zu sehen sein soll. Man kann durch die Pfeile Nächste Spalte und Vorige Spalte von einer in die nächste Periode springen. Es stehen die im Selektionsbild angegebene Periode und 15 Vorperioden zur Verfügung. Zu jedem Bericht lassen sich zwei Sichten auswählen die Detailliste und die Aufrißliste. April
208 SAP AG Produktrecherche In der Detailliste zu einem periodischen Bericht werden in den Spalten die gleichen Kennzahlen wie in der Aufrißliste angezeigt. In den Zeilen der Detailliste stehen alle 16 verfügbaren Perioden zu dem selektierten Objekt. In den Zeilen der Aufrißliste dagegen sehen Sie die einzelnen Ausprägungen des gewählten Merkmals. Aufrißliste Januar 2000 Material (Merkmal) Plankosten Istkosten ROH1 ROH2 ROH Detailliste Merkmal: ROH1 Periode Plankosten Istkosten Januar Dezember November Kumulierte Berichte Die kumulierten Berichte ermöglichen die Darstellung von über einen bestimmten Zeitraum aufsummierten Werten. Diesen Zeitraum bestimmen Sie bei Berichtsaufruf. Ein solcher Bericht kann z.b. dazu dienen, Ihnen Kennzahlen zu liefern für: eine Quartalsanalyse eine Analyse der vergangenen 5 Monate eine Analyse des bisherigen Geschäftsjahresverlaufes. 208 April 2001
209 SAP AG Produktrecherche Tragen Sie folgende Daten ein: Von Periode/Gjahr Bis Periode/Gjahr Detailliste und Aufrißliste liefern Ihnen beim kumulierten Bericht ein ähnliches Ergebnis wie beim periodischen Bericht. Statt eines Ausweises nach Perioden erfolgt hier jedoch ein Ausweis der Werte nach den Kategorien Belastung, Entlastung, Entlastung Abrechnung und Entlastung Lieferung. Die im Standard ausgelieferten Produktrechercheberichte verdichten den Datenbestand über folgende Merkmale: kumulierte Berichte periodische Berichte Werk Werk Produktgruppe Produktgruppe Material Material Periode / Jahr Element Element Siehe auch: Aufruf Recherche-Bericht mit Merkmal `Auftrag` [Extern]. Unterschiede der Verdichtungsverfahren [Seite 185] April
210 SAP AG Produktgruppe in der Produktrecherche Produktgruppe in der Produktrecherche Verwendung Die Rechercheberichte der Standardauslieferung verwenden unter anderem das Merkmal Produktgruppe. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, Daten auf Produktgruppenebene zu analysieren. Funktionsumfang Sie entscheiden selbst, mit welchem Inhalt das Merkmal Produktgruppe gefüllt wird, indem Sie im Customizing eine Produktgruppenart festlegen. Die folgenden Produktgruppenarten können Sie zuordnen: 0 = ohne Produktgruppe Wenn Sie keine Produktgruppe auswählen, erfolgt im Produktrecherchebericht keine Zuordnung beim Merkmal Produktgruppe. 1 = Produkthierarchie des Materialstammsatzes Es handelt sich hierbei um eine Zeichenfolge zur Gruppierung von Materialien durch die Kombination verschiedener Merkmale. Die Produkthierarchie wird im Materialstammsatz in der Sicht Grunddaten gepflegt und für Auswertungen sowie zur Preisfindung innerhalb der Materialwirtschaft genutzt. 2 = Warengruppe des Materialstammsatzes Merkmal, mit dem Sie Materialien oder Dienstleistungen mit gleichen Eigenschaften zusammenfassen können. Die Warengruppe wird ebenfalls im Materialstammsatz gepflegt, es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Hierarchie, sondern um eine Gruppierung. 3 = Produktgruppe CO Sie können Materialien zu einer Produktgruppe CO zusammenfassen, um im Informationssystem des Produktkosten-Controllings Daten auf dieser Ebene zu analysieren. Die Produktgruppe CO ist ein Stammdatum des Informationssystems Produktkosten-Controlling. Sie richten eine Produktgruppe CO im Menü des Periodischen Produkt-Controllings oder des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings ein. Den Hierarchieknoten ordnen Sie Materialien zu. Jedes Material kann nur genau einer Produktgruppe CO zugeordnet werden. Wenn Sie ein neues Material anlegen, so muß dieses manuell einer Produktgruppe CO zugeordnet werden, ansonsten gilt es als nicht zugeordnet. Ordnen Sie ein Material keiner Produktgruppe CO zu, so erscheinen die entsprechenden Werte im Produktrecherchebericht beim Merkmal Produktgruppe in der Zeile nicht zugeordnet. Wählen Sie eine der oben aufgeführten Produktgruppenarten, so können Sie später innerhalb eines Rechercheberichtes einen Aufriß nach dem Merkmal Produktgruppe vornehmen. Verwenden Sie z.b. die Produktgruppenart Warengruppe, so wird zu jedem Material der Wert für das Feld Warengruppe aus dem Materialstammsatz 210 April 2001
211 SAP AG Aktivitäten Produktgruppe in der Produktrecherche gelesen. Die Daten werden im Bericht nach Warengruppen aufsummiert. Sie können sich im Bericht die Daten pro Warengruppe anzeigen lassen und von dort aus analysieren, wie die Werte sich auf die einzelnen Materialien einer Warengruppe verteilen. Sie ordnen die Produktgruppenart im Customizing des Produktkosten-Controllings unter Informationssystem Steuerungsparameter im Feld Produktgruppenart zu. April
212 SAP AG Produktgruppe CO anlegen Produktgruppe CO anlegen Einzelerfassung Um eine einzelne Produktgruppe CO anzulegen, gehen Sie wie folgt vor: 11. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling bzw. Auftragsbezogenes Produkt-Controlling. Infosystem Werkzeuge Verdichtete Analyse Produktgruppe Anlegen. Sie gelangen auf das Bild Produktgruppe anlegen: Einstieg. 12. Geben Sie den Namen der neuen Produktgruppe ein. Dieser Name ist sprachenunabhängig. 13. Geben Sie ggf. eine Vorlage an, wenn Sie eine bestehende Produktgruppe kopieren möchten. 14. Wählen Sie Grundbild. Sie gelangen auf das Bild Produktgruppe anlegen: Grundbild. 15. Geben Sie einen Kurztext für die Produktgruppe ein. Dieser Kurztext ist sprachenabhängig. 16. Geben Sie den Namen einer übergeordneten Produktgruppe ein, falls die anzulegende Produktgruppe eine Unterstufe innerhalb einer Produktgruppenhierarchie sein soll. 17. Geben Sie den Kostenrechnungskreis ein, für den diese Produktgruppe gültig sein soll. Um der Produktgruppe Einzelobjekte (Materialien) zuzuordnen fahren Sie wie folgt fort: 18. Wählen Sie Springen Einzelobjekte Zuordnung ändern. Sie gelangen auf das Bild Einzelobjekte zuordnen: Übersicht. 19. Wählen Sie Bearbeiten Neue Einträge. 20. Geben Sie für jedes Material, welches Sie der Produktgruppe zuordnen wollen, folgende Daten ein: Werk Material 13. Gehen Sie zurück. 14. Sichern Sie die Produktgruppe. Sammelerfassung Um mehrere Produktgruppen CO über Listerfassung anzulegen, gehen Sie wie folgt vor: 3. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling bzw. Auftragsbezogenes 212 April 2001
213 SAP AG Produktgruppe CO anlegen Produkt-Controlling. Infosystem Werkzeuge Verdichtete Analyse Produktgruppe Sammelerfassung. Sie gelangen auf das Bild Produktgruppen anlegen: Listbild. 4. Geben Sie für jede Produktgruppe, die Sie anlegen wollen folgende Daten ein: Produktgruppenname übergeordnete Produktgruppe, falls die Produktgruppe nicht die oberste Stufe der Hierarchie darstellt. Kostenrechnungskreis Kurztext der Produktgruppe 4. Sichern Sie die Produktgruppen. Materialzuordnung Um den Produktgruppen CO Materialien zuzuordnen, gehen Sie wie folgt vor: 8. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling bzw. Auftragsbezogenes Produkt-Controlling. Infosystem Werkzeuge Verdichtete Analyse Produktgruppe Materialzuordnung. Sie gelangen auf das Bild Zuordnung Materialien - Produktgruppe-CO. 9. Geben Sie die Produktgruppe ein, welcher Materialien zugeordnet werden sollen. 10. Wählen Sie, ob Sie eine Standardselektion oder eine Selektion über Funktionsexit durchführen wollen. 11. Schränken Sie die Materialien nach Werk, Materialnummer und Materialart ein. 12. Wählen Sie Ausführen. Sie gelangen auf eine Liste, in der alle Materialien, die Ihrer Selektion entsprechen, aufgeführt sind. 13. Löschen Sie ggf. die Markierungen derjenigen Materialien, welche Sie nicht der Produktgruppe zuordnen wollen. 14. Sichern Sie die Daten. Wenn Fehler bei der Zuordnung eines Materials zu der Produktgruppe auftreten, so erhalten Sie eine Liste, auf der diese Materialien markiert sind. Bitte beachten Sie, daß jedes Material nur einer Produktgruppe zugeordnet werden kann. April
214 SAP AG Datenbeschaffung Produktrecherche Datenbeschaffung Produktrecherche Verwendung Um Daten für Ihre Recherche-Berichte zu selektieren, müssen Sie zunächst einen Datenbeschaffungslauf durchführen. Dabei wird der selektierte Datenbestand gespeichert. Auf diesen gesicherten Datenbestand greifen Sie zum Zeitpunkt der Berichtsausführung zu. Funktionsumfang Sie können die Datenbeschaffung entweder für ein Werk oder für alle Werke eines Kostenrechnungskreises durchführen. Ebenso können Sie den Verdichtungszeitraum auswählen. Die Werte in dem Verdichtungszeitraum werden neu verdichtet, alte gesicherte Datenbestände (falls vorhanden) werden dabei überschrieben. Verdichtete Werte, die außerhalb des Verdichtungszeitraums liegen, bleiben erhalten. Wir empfehlen den Verdichtungszeitraum so zu wählen, daß alle in der Finanzbuchhaltung (FI) offenen Perioden verdichtet werden. Wenn Sie das Kennzeichen Werte außerhalb des Zeitraums löschen setzten, so werden alle Daten außerhalb des Selektionszeitraumes gelöscht! Hinweise zur Performance Um Laufzeiten zu verkürzen können Sie den Datenbeschaffungslauf auf mehreren Servern parallel laufen lassen. Wenden Sie sich bezüglich einer Server-Gruppe an Ihren Systemadministrator. Siehe auch: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 214 April 2001
215 SAP AG Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen Datenbeschaffung Produktrecherche durchführen Verwendung Sie führen die Datenbeschaffung Produktrecherche immer dann aus, wenn Sie aggregierte Daten in Recherche-Berichten analysieren möchten. Vorgehensweise Um eine Datenbeschaffung für die Produktrecherche durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor: 3. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung. Wählen Sie dann die relevante Anwendungskomponenten, zum Beispiel Periodisches Produkt-Controlling und anschließend Infosystem Werkzeuge Datenbeschaffung Produktrecherche Sie gelangen auf das Bild Datenbeschaffung Produktrecherche. 4. Geben Sie folgende Daten ein: Werk Sie können ein spezielles Werk selektieren, von welchem die Daten verdichtet werden sollen. Wenn Sie das Feld leer lassen, werden alle Werke des Kostenrechnungskreises verdichtet. einen Verdichtungszeitraum Wir empfehlen, über alle in der Finanzbuchhaltung offenen Perioden zu verdichten. 7. Setzen Sie ggf. das Kennzeichen Werte außerhalb des Zeitraums löschen. 8. Wenn Sie die Datenbeschaffung zur Verkürzung der Laufzeit parallelisieren wollen, dann tragen Sie eine Server-Gruppe ein und ändern Sie ggf. die maximale Taskanzahl und die Datensätze pro Task. 9. Setzen Sie ggf. das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung. 10. Wählen Sie Ausführen. Sie gelangen in eine Übersicht über die erfolgte Datenbeschaffung. April
216 SAP AG Abweichungsanalyse Abweichungsanalyse Verwendung Sie können mit Hilfe der Produktrecherche Abweichungen zwischen Plankosten und Istkosten oder zwischen Sollkosten und Istkosten anzeigen (siehe auch: Begriffswelt im Produktkosten- Controlling [Extern]) Die Abweichungen zwischen Plankosten und Istwerten resultieren aus der Gegenüberstellung beider Werte. Die Abweichungen zwischen Sollkosten und Istkosten resultieren aus der Normierung von Planwerten auf eine Bezugsbasis - in der Regel auf die Istwerte. Diese Normierung kann im Zuge der Abweichungsermittlung erfolgen. Die Abweichungsermittlung führen Sie im Periodenabschluß des Periodischen oder des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings durch. Im Rahmen der Abweichungsermittlung wird die zu erklärende Abweichung auf einzelne Abweichungskategorien [Seite 224] verteilt. Diese Abweichungskategorien können im Informationssystem angezeigt werden. Wurde noch keine Abweichungsermittlung durchgeführt, so können die Sollkosten auch dynamisch im Informationssystem ermittelt werden. Die Sollkosten werden in Abhängigkeit von einer Sollversion ermittelt. Voraussetzungen Bevor Sie die Berichte Soll/Ist/Produktionsabweichungen und Abweichungskategorien nutzen, müssen Sie im Periodenabschluß des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings oder des Periodischen Produkt-Controllings die Abweichungsermittlung durchführen. Siehe auch: Periodisches Produkt-Controlling [Extern] Periodenabschluß im Periodischen Produkt-Controlling: Szenario [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] Periodenabschluß im Auftragsbez. Produkt-Controlling: Szenario [Extern] Abweichungsermittlung [Extern] Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern] Arten der Abweichungsermittlung [Extern] 216 April 2001
217 SAP AG Soll / Ist / Produktionsabweichungen Soll / Ist / Produktionsabweichungen Verwendung Bericht, mit dem Sie die Ergebnisse der Abweichungsermittlung [Extern] in folgenden Anwendungskomponenten des Produktkosten-Controllings mit Hilfe der Produktrecherche analysieren können: Periodisches Produkt-Controlling Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden Dieser Bericht wird dazu verwendet, die Ergebnisse der Abweichungsermittlung anzuzeigen. Die Ergebnisse sind davon abhängig, welche Sollversion bei Berichtsaufruf spezifiziert worden ist (siehe auch: Arten der Abweichungsermittlung [Extern], Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern]). Bei Bedarf können Sie von diesem Bericht einen Detailbericht zu den Abweichungskategorien aufrufen, um die Produktionsabweichungen genauer zu untersuchen. Es müssen zwei Szenarien bei der Interpretation der angezeigten Größen unterschieden werden: Szenario 1: Standardkosten, alternative Materialkalkulation, Auftragsvorkalkulation versus (gegebenenfalls bereinigte) Istkosten siehe auch: Begriffswelt im Produktkosten-Controlling [Extern] Bewerteter Kundenauftragsbestand: Bewertung [Extern] Szenario 2: Plankalkulation zum Material versus Auftragsplankosten Plankalkulation zum Material versus Auftragsplankosten entspricht im SAP-Standard der Sollversion 2 (Dispositionsabweichung). siehe auch: Ermittlung der Sollkosten [Extern] Ermittlung der zu kontrollierenden Kosten [Extern] Struktur Angezeigte Größen: Szenario1: Standardkosten, alternative Materialkalkulation, Auftragsvorkalkulation versus (bereinigte) Istkosten Es wird kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Sollkosten = Werte der Standardkosten/alternativen Materialkalkulation/Auftragsvorkalkulation normiert auf die Istmenge Istkosten Abweichungen = ermittelte Abweichungen exklusive Ausschußabweichungen [Extern] April
218 SAP AG Soll / Ist / Produktionsabweichungen Ausschußabweichungen Ware in Arbeit (WIP) Kontrollkosten = Istkosten - WIP Ausschußabweichung Szenario 2: Plankalkulation versus Auftragsvorkalkulation (Dispositionsabweichung) Es wird kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Sollkosten = Werte der Plankalkulation normiert auf Auftragsplanmenge (Planlosgröße des Produktionsauftrags) Istkosten Abweichungen = ermittelte Abweichungen zwischen Auftragsvorkalkulation und den auf der Basis der Plankalkulation ermittelten Sollkosten Ausschußabweichung (hat keine Relevanz für Dispositionsabweichungen) Ware in Arbeit (WIP) (hat keine Relevanz für Dispositionsabweichungen) Kontrollkosten = Auftragsplankosten Kopfinformationen: Objektinformationen Berichtszeitraum Integration Voraussetzungen Stellen Sie sicher, daß eine Abweichungsermittlung für die jeweilige Sollversion im relevanten Berichtszeitraum durchgeführt wurde. Berichte der verdichteten Analyse setzen zusätzlich einen Datenbeschaffungslauf voraus. Hinweise Bei der Interpretation dieses Berichtes ist darauf zu achten, ob Objekte mit einer Abrechnungsvorschrift mit Abrechnungsart PER (periodisch) oder GES (gesamt) betrachtet werden, oder ob Sie bei der verdichteten Analyse einen Bericht aufrufen, in dem Objekte mit beiden Abrechnungsarten verdichtet worden sind. Abrechnungsart "Periodisch" Nur bei einem Bericht zu einem Objekt mit Abrechnungsart "Periodisch" gelten folgende Interpretationen für jede betrachtete Periode: Abweichungen = Sollkosten - Kontrollkosten 218 April 2001
219 SAP AG Soll / Ist / Produktionsabweichungen Kontrollkosten = Istkosten - WIP - Ausschußabweichungen (nur für SAP Standard-Sollversionen 0, 1 und 3) In einem kostenartengerechten Bericht wird die Ware in Arbeit in ihren Ursprungskostenarten angezeigt. Zur Ermittlung der Ursprungskostenart wird die Kalkulation herangezogen, mit der die Ware in Arbeit zu Sollkosten bewertet wird. Welche Kalkulation dies ist, legen Sie in der Bewertungsvariante für Ware in Arbeit und Ausschuß fest (siehe auch: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern]). Abrechnungsart "Gesamt" Bei Objekten mit Abrechnungsart "Gesamt" müssen Sie folgende Punkte beachten: Ware in Arbeit liegt nicht in Ursprungskostenarten vor, da zur Bewertung der Ware in Arbeit keine Sollkosten auf Basis einer anderen Kalkulation ermittelt werden, sondern die Ware in Arbeit dem Saldo des nicht endgelieferten Auftrages entspricht (siehe auch: Ware in Arbeit im Auftragsbez. Produkt-Controlling [Extern]). Ware in Arbeit wird auf den Abgrenzungskostenarten fortgeschrieben. Um die Ware in Arbeit zu analysieren nutzen Sie den Bericht Ware in Arbeit. Erst in der Periode, in der zum Produktionsauftrag der Status GLFT (endgeliefert) oder TABG (technisch abgeschlossen) fortgeschrieben wird, werden Sollkosten und Abweichungen ermittelt und in dieser Periode kumuliert fortgeschrieben. Hinweise zur verdichteten Analyse mit Produktrecherche Die Ware in Arbeit wird sowohl bei Objekten mit Abrechnungsart "periodisch" als auch bei Objekten mit Abrechnungsart "gesamt" aus den Abgrenzungskostenarten abgeleitet. Werden die Abgrenzungskostenarten im Elementeschema der Produktrecherche nicht zugeordnet, so erscheint die Ware in Arbeit im Element Sonstige (falls definiert) oder als nicht zugeordnet. Hinweise zu kostenartengerechten Detailberichten Szenario: noch keine Abweichungsermittlung erfolgt es wird dynamisch eine Sollkostenermittlung angestoßen es werden keine Abweichungen ermittelt es werden keine Daten fortgeschrieben Diese Option soll für genau ein Objekt einen ad-hoc Soll/Ist-Vergleich ermöglichen. Szenario: Abweichungsermittlung ist erfolgt Sollkosten laut Abweichungsermittlung Abweichungen laut Abweichungsermittlung. April
220 SAP AG Soll / Ist - Vergleich Soll / Ist - Vergleich Verwendung Verwendung für Produktrecherchen: Bericht, mit dem Sie Soll- und Istgrößen in folgenden Anwendungskomponenten des Produktkosten-Controllings mit Hilfe der Produktrecherche analysieren können im: Periodischen Produkt-Controlling Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Dieser Bericht wird dazu verwendet, die Soll- und Istgrößen zu vergleichen, die mit der Abweichungsermittlung [Extern] ermittelt wurden. Die Ergebnisse der Abweichungsermittlung beruhen auf den für den Berichtsaufruf mitgegebenen Sollversionen. Je nach Sollversion werden unterschiedliche Abweichungen betrachtet (siehe auch: Arten der Abweichungsermittlung [Extern], Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern]). Funktionsumfang Angezeigte Größen: Es werden folgende Größen kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Sollkosten Istkosten Sollkosten pro Einheit Istkosten pro Einheit Abweichungen absolut = Istkosten Sollkosten Abweichungen prozentual = Abweichungen absolut / Sollkosten Die Abweichungen können auch pro Einheit angezeigt werden. Die oben angezeigten Größen beziehen sich auf Kosten pro Output-Mengeneinheit. Sollmenge Istmenge Abweichungen absolut = Sollmenge Istmenge Abweichungen prozentual = Abweichungen absolut / Istmenge Kopfinformationen: Objektinformationen 220 April 2001
221 SAP AG Soll / Ist - Vergleich Berichtszeitraum Integration Voraussetzungen Stellen Sie sicher, daß eine Abweichungsermittlung für die jeweilige Sollversion im relevanten Berichtszeitraum durchgeführt wurde. Berichte der verdichteten Analyse setzen zusätzlich einen Datenbeschaffungslauf voraus. Hinweise Empfehlung Um nähere Informationen zu den Produktionsabweichungen zu erhalten, nutzen Sie Soll / Ist / Produktionsabweichungen [Seite 217] - Berichte bzw. Berichte zu den Abweichungskategorien [Seite 224]. Für die Produktrecherche Möchten Sie Sollkosten in verdichteten Berichten analysieren, so beachten Sie zum Zweck der richtigen Interpretation der Daten bitte unbedingt die Informationen unter Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. April
222 SAP AG Plan / Ist - Vergleich Plan / Ist - Vergleich Verwendung Bericht, der Plan- und Istgrößen in folgenden Bereichen des Produktkosten-Controllings darstellt: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling mit Produktrecherche Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen als Detailbericht zum Kostenträgerallgemein Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden Dieser Bericht vergleicht Plan- und Istgrößen und weist absolute und prozentuale Abweichungen aus. Die hier ausgewiesenen Abweichungen zeigen die Differenz an, die sich aus der Gegenüberstellung von Plangröße und Istgröße ergibt sind nicht gleich den Abweichungen, die sich durch die Abweichungsermittlung ergeben Funktionsumfang Angezeigte Größen: Es werden folgende Größen kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Plankosten Istkosten Abweichungen absolut = Istkosten - Plankosten Abweichungen prozentual = Abweichungen absolut / Plankosten Bitte beachten Sie, daß in Berichten zur Kundenauftragsposition in der Spalte Ist sowohl die echten Istkosten als auch die statistischen Istkosten ausgewiesen werden. Die echten Istkosten können von den statistischen Istkosten über die Kostenart unterschieden werden. Der Bericht Mittelbindung im Bestand ermöglicht den getrennten Ausweis von echten und statistischen Istkosten. zusätzlich bei Kostenartenberichten Plankosten pro Einheit = Plankosten / Planmenge Istkosten pro Einheit = Istkosten / Istmenge Abweichungen absolut = Istkosten pro Einheit Plankosten pro Einheit Abweichungen prozentual = Abweichungen absolut / Plankosten pro Einheit Planmenge Istmenge Abweichungen absolut = Planmenge Istmenge 222 April 2001
223 SAP AG Plan / Ist - Vergleich Abweichungen prozentual = Abweichungen absolut / Istmenge Kopfinformationen: Objektinformationen Berichtszeitraum Integration Voraussetzungen Die Plangrößen beruhen auf einer Vorkalkulation zum Objekt, die Istgrößen werden durch die mitlaufende Kalkulation fortgeschrieben. Siehe auch: Vorkalkulation zum Produktionsauftrag [Extern] Vorkalkulation zum Fertigungsauftrag im CO [Extern] Im Periodischen Produkt-Controlling ist kein Plan/Ist-Vergleich möglich, da zu Produktkostensammlern keine Plankosten fortgeschrieben werden. Das Ergebnis einer Vorkalkulation zum Produktkostensammler zeigen Sie als Materialkalkulation in der Produktkostenplanung an. Siehe auch: Vorkalkulation Produktkostensammler [Extern] Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] Kostenträger-allgemein [Extern]Produktrecherche [Seite 205] April
224 SAP AG Abweichungskategorien Abweichungskategorien Verwendung Bericht, mit dem Sie mit Hilfe der Produktrecherche die einzelnen Abweichungskategorien für die folgenden Anwendungskomponenten analysieren können: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Mit diesem Bericht können Sie die Ergebnisse der Abweichungsermittlung analysieren. Die Ergebnisse der Abweichungsermittlung unterscheiden sich in Abhängigkeit von der für den Berichtsaufruf gewählten Sollversion. Grundsätzlich können miteinander verglichen werden: Sollkosten, die auf Basis der Standardkosten ermittelt wurden, versus (gegebenenfalls um Ware in Arbeit und Ausschußabweichungen bereinigte) Istkosten Sollkosten, die auf Basis der Vorkalkulation eines Auftrages (Produktkostensammler oder Produktionsauftrag) ermittelt wurden, versus (gegebenenfalls um Ware in Arbeit und Ausschußabweichungen bereinigte) Istkosten Sollkosten, die auf Basis einer alternativen Materialkalkulation (zum Beispiel Sollkalkulation, aktuelle Kalkulation) ermittelt wurden, versus (gegebenenfalls um Ware in Arbeit und Ausschußabweichungen bereinigte) Istkosten Sollkosten, die auf Basis der Standardkosten ermittelt wurden, versus Plankosten von Produktionsaufträgen Struktur Angezeigte Größen: Es werden folgende Abweichungskategorien kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Ausschußabweichung Einsatzpreisabweichung Einsatzmengenabweichung Strukturabweichung Einsatzrestabweichung Mischpreisabweichung Verrechnungspreisabweichung Losgrößenabweichung Restabweichung 224 April 2001
225 SAP AG Kopfinformationen: Objektinformationen Berichtszeitraum Voraussetzungen Abweichungskategorien Stellen Sie sicher, daß eine Abweichungsermittlung für die jeweilige Sollversion im relevanten Berichtszeitraum durchgeführt wurde. Berichte der verdichteten Analyse setzen zusätzlich einen Datenbeschaffungslauf voraus. Empfehlung Dieser Bericht ist als eine nähere Analyse zu einem Soll / Ist / Produktionsabweichungs - Bericht gedacht. Für Produktrecherchen wird Ihnen in der Regel von dort ein Absprung auf den Abweichungskategorien - Bericht angeboten. Siehe auch: Lesen Sie in der Dokumentation zur Kostenträgerrechnung: Grundlegende Informationen zur Abweichungsermittlung finden im Abschnitt: Abweichungsermittlung [Extern] Ausführliche Informationen zu den einzelnen Abweichungskategorien finden Sie im Abschnitt: Abweichungskategorien [Extern] Ausschußabweichung [Extern] Informationen zu den Sollversionen und den daraus resultierenden Vergleichswerten finden Sie in den Abschnitten: Arten der Abweichungsermittlung [Extern] Sollversionen in der Abweichungsermittlung [Extern] Ermittlung der Sollkosten [Extern] Ermittlung der Kontrollkosten [Extern] April
226 SAP AG Ware in Arbeit Ware in Arbeit Verwendung Bericht, mit dem Sie Ware in Arbeit (WIP) in folgenden Bereichen des Produktkosten- Controllings mit Hilfe der Produktrecherche analysieren können: Auftragsbezogenes Produkt Controlling Periodisches Produkt Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Struktur Angezeigte Größen: Bildung Verbrauch Saldo Kopfinformationen: Objektinformationen Berichtszeitraum Hinweise (für Produktionskampagnen): Hinweis zur Verdichteten Analyse mit Produktrecherche In der Verdichteten Analyse mit Produktrecherche können Sie keine Trennung in Bildung und Verbrauch vornehmen und keine Rückstellungen ausweisen. Zusätzlich werden zur Ware in Arbeit bei der Produktrecherche Istbelastungen, Istentlastungen und Saldo angezeigt. Voraussetzungen Sie müssen die Ermittlung von Ware in Arbeit (bzw. für Produktrecherchen die Ergebnisermittlung) für das zu analysierende Objekt im Periodenabschluß für die jeweilige Abgrenzungsversion durchgeführt haben. Siehe auch: Ausführliche Informationen über die Ermittlung von Ware in Arbeit erhalten Sie unter den Punkten Ware in Arbeit im Auftragsbez. Produkt-Controlling [Extern] Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling 226 April 2001
227 SAP AG Ware in Arbeit [Extern]Ergebnisermittlung [Extern] April
228 SAP AG Plankosten Plankosten Verwendung Bericht, mit dem Sie Plankosten mit Hilfe der Produktrecherche im Auftragsbezogenen Produkt- Controlling analysieren können. Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Dieser Bericht zeigt die auf einem Objekt fortgeschriebenen Plankosten und Planmengen an und kann zu einer Analyse der Plangrößen verwendet werden. Die Plankosten auf einem Kalkulationsobjekt resultieren im Auftragsbezogenen Produkt- Controlling aus der Vorkalkulation des Produktionsauftrages Angezeigte Größen Es werden folgende Größen kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Plankosten gesamt Plankosten fix Plankosten variabel Planeinsatzmenge Planherstellmenge Kopfinformationen Objektinformationen Berichtszeitraum Voraussetzungen Sie müssen eine Vorkalkulation zum Produktionsauftrag durchgeführen. Hinweise Zum Periodischen Produkt-Controlling Zu den Produktkostensammlern des Periodischen Produkt-Controllings werden im Rahmen der Vorkalkulation des Produktkostensammlern keine Plankosten fortgeschrieben (siehe auch: Informationssystem Periodisches Produkt-Controlling [Seite 81]). Siehe auch: Informationen zur Vorkalkulation im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling finden Sie in den Abschnitten: Vorkalkulation zum Produktionsauftrag [Extern] Vorkalkulation zum Fertigungsauftrag im CO [Extern] Informationen zur Darstellung der mit der Vorkalkulation zu Produktkostensammlern ermittelten Werte finden sie im Abschnitt: Vorkalkulation zum Produktkostensammler [Extern] 228 April 2001
229 SAP AG Istkosten Istkosten Verwendung Bericht, der Istkosten in folgenden Bereichen des Produktkosten-Controllings darstellt: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Dieser Bericht zeigt die fortgeschriebenen Istkosten und -größen an und dient einer Analyse der Kostensituation im Ist. Angezeigte Größen Es werden folgende Größen kennzahlenbasiert und/oder kostenartengerecht angezeigt: Istkosten gesamt Istkosten fix Istkosten variabel Isteinsatzmenge Istherstellmenge Es wird i.d.r. zwischen Belastungen und Entlastungen unterschieden. Somit ist es möglich, den Saldo eines Objektes zu analysieren. Kopfinformationen Objektinformationen Berichtszeitraum Integration Die Istwerte beruhen auf den in der mitlaufenden Kalkulation fortgeschriebenen Daten. Siehe auch: Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] April
230 SAP AG Objektliste Objektliste in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Objektliste in der Kostenträgerrechnung haben Sie in den verschiedenen Controlling-Szenarien die Möglichkeit, auf der Basis von Selektionsdaten Listen für die folgenden Objekte zu erstellen: Periodisches Produkt-Controlling Aufträge (Produktionsaufträge und Produktkostensammler) Verdichtungshierarchien und Auftragshierarchien Kostenträgerhierarchien Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Aufträge (Produktionsaufträge und Produktkostensammler) Verdichtungshierarchien und Auftragshierarchien Kostenträgerhierarchien Kundenauftrags-Controlling Verdichtungshierarchien Kundenauftragspositionen Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen Erlösführende Innenaufträge Verdichtungshierarchien 230 April 2001
231 SAP AG Auftragsselektion Auftragsselektion Definition Mittels der Auftragsselektion erzeugen Sie eine Liste von Aufträgen mit zugehörigen Daten und Kennzahlen. Verwendung Mit der Auftragsselektion haben Sie die Möglichkeit, Aufträge nach verschiedenen Kriterien zu selektieren. Als Ergebnis erhalten Sie eine Liste von Aufträgen, in der Ihnen zu jedem Auftrag bestimmte Stammdaten und Kennzahlen angezeigt werden. Durch das Setzen von Exceptions können Sie zusätzlich festlegen, daß alle Aufträge, die bestimmte Bedingungen erfüllen, in der Ergebnisliste durch farbige Ampeln hervorgehoben werden. Dadurch ist es möglich, Aufträge herauszufiltern, die im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung näher analysiert werden sollen. Die Ergebnisliste kann vom Anwender flexibel gestaltet werden und bietet eine Vielzahl von Navigations- und Aufbereitungsmöglichkeiten. Um die Daten zu einem Auftrag näher zu analysieren, haben Sie die Möglichkeit, aus der Ergebnisliste in Detailberichte zu einem einzelnen Auftrag oder in Berichte zum Vergleich zweier Aufträge zu verzweigen. Außerdem kann von der Ergebnisliste in die Stammdatenanzeige von Merkmalen verzweigt werden. So können Sie sich z.b. für einen zu analysierenden Auftrag den Stammsatz des gefertigten Materials anzeigen lassen. Die Auftragsselektion ist keine verdichtete Analyse und basiert nicht auf der Klassifizierung. Sie dient in erster Linie ad-hoc Fragestellungen, die sich im Bereich der Kostenträgerrechnung ergeben. Integration Von der Auftragsliste der Auftragsselektion können Sie für jeden Auftrag kostenartengerechte Detailberichte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster angezeigt. Wählen Sie einen Bericht aus, dann ruft das System diesen Bericht zum ausgewählten Auftrag auf. Zur detaillierten Analyse eines Auftrages stehen Ihnen Berichte zu Plandaten, Istdaten, verschiedene Berichte zu Abweichungen sowie ein Bericht zur Ware in Arbeit zur Verfügung. Darüber hinaus stehen Ihnen Berichte zum Vergleich zweier Aufträge zur Verfügung. Möchten Sie das Dialogfenster um eigene Berichte erweitern, um einen Absprung aus der Ergebnisliste auf weitere Berichte zu ermöglichen, so müssen Sie diese Berichte zuvor im Customizing in Ihren Berichtsvorrat aufnehmen. Die Darstellung der Daten erfolgt mit dem ABAP List Viewer [Extern]. Voraussetzungen Möchten Sie in der Liste der selektierten Aufträge bestimmte Stammdaten mit anzeigen, so müssen Sie vorher im Einführungsleitfaden des Informationssystem unter Produktkosten- Controlling Informationssystem Steuerungsparameter den Abschnitt Anzeigefelder Auftragsselektion [Extern] bearbeitet haben. Hier wählen Sie die Felder des Auftragsstammes April
232 SAP AG Auftragsselektion sowie des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge aus, die Sie in der Ergebnisliste der Auftragsselektion anzeigen möchten. Aus Performancegründen sollten Sie sich bei der Auswahl der Felder auf die tatsächlich benötigten Felder beschränken. Möchten Sie als Selektionskriterium den Auftragsstatus verwenden, so müssen Sie vorher im Customizing ein Statusselektionsschema angelegt haben. Sie finden diesen Arbeitsschritt im Einführungsleitfaden des Informationssystems unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung Selektionsbilder für die Auftragsliste definieren [Extern]. Um benutzerübergreifende Layouts sichern zu können, muß im Einführungsleitfaden des Informationssystems im Abschnitt Produktkosten-Controlling Informationssystem Steuerungsparameter [Extern] das Kennzeichen benutzerübergreifende Sicherung gesetzt sein. Funktionsumfang Die Liste der selektierten Aufträge besteht aus Stammdaten und Kennzahlen. Der Aufbau der Liste wird durch ein Layout bestimmt, das im Selektionsbild mitgegeben wird. Durch das Anlegen eigener Layouts können Sie selbst festlegen, welche Stammdaten und Kennzahlen in der Ergebnisliste angezeigt werden sollen. Die zur Auswahl angebotenen Kennzahlen sind hierbei fest vorgegeben. Welche Stammdaten für die Anzeige in der Ergebnisliste verwendbar sind, legen Sie durch eine entsprechende Auswahl im Customizing fest. Verzweigen Sie aus der Ergebnisliste heraus in das Detailbild eines Auftrages, so werden Ihnen - unabhängig von dem gewählten Layout - alle verfügbaren Stammdaten und Kennzahlen angezeigt, soweit Werte vorhanden sind. Sie können die Ergebnisliste interaktiv bearbeiten. Hierfür stehen Ihnen die Funktionen des ABAP List Viewer zur Verfügung. So können Sie z.b. einen Filter setzen, um die Anzeige auf jene Aufträge zu beschränken, deren Plan/Istabweichung zwischen zwei bestimmten Beträgen liegen. Daneben können Sie innerhalb der Ergebnisliste eine ABC-Analyse durchführen, Summierungen über einzelne Kennzahlen durchführen u.a.. Zur Selektion der zu analysierenden Aufträge steht Ihnen eine Vielzahl unterschiedlicher Selektionskriterien zur Verfügung. So können als Selektionskriterien die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge genutzt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Auftragsstatus zur Selektion heranzuziehen, sowie den Umfang der Selektion auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen. Nutzen Sie die Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen. Welche Selektionskriterien für den Berichtsaufruf genutzt wurden, können Sie sich in der Ergebnisliste anzeigen lassen. Der Aufbau des Selektionsbild wird durch eine Selektionsvariante bestimmt. Durch das Anlegen eigener Selektionsvarianten können Sie den Selektionsbildschirm flexibel an Ihre Anforderungen anpassen. Die Auftragsselektion wird in drei Standard-Selektionsvarianten ausgeliefert: Standard-Selektionsvariante (kann im Auftragsbezogenen und Periodischen Produkt- Controlling sowie im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen angezeigt werden) Selektionsvariante für Kundenauftragsfertigung Selektionsvariante für Kuppelproduktion 232 April 2001
233 SAP AG Besonderheiten bei Kuppelproduktion Auftragsselektion Abhängig von der Art des Einstiegs werden die Kennzahlen für die selektierten Aufträge auf der Ebene des Auftragskopfes oder zusätzlich auf der Ebene der zugehörigen Auftragspositionen ausgewiesen. Der Ausweis von Werten auf der Ebene der Auftragsposition erfolgt beim Einsatz von Kuppelproduktion. Weitere Informationen finden Sie unter Besonderheiten bei Kuppelproduktion. Hinweise zur Performance Um langen Laufzeiten bei Berichtsaufruf zu vermeiden, können Sie mit Extrakten arbeiten. Bei einem Extrakt handelt es sich um einen gespeicherten Datenbestand, der die zum Zeitpunkt der Extrakterzeugung selektierten Berichtsdaten umfaßt. Ein Extrakt wird unter Berücksichtigung auf die vor der Berichtsausführung eingegebenen Selektionsparameter erzeugt. Insbesondere ist ein Extrakt davon abhängig, ob die Auftragsselektion für Aufträge ohne Position oder für Aufträge mit Position erfolgte. In Abhängigkeit von dieser Einstellung im Selektionsbild des Berichtes werden Ihnen beim späteren Lesen der Extrakte nur die entsprechend erzeugten Extrakte zur Auswahl angeboten. Siehe auch: Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Ausführliche Informationen über die verschiedenen Navigationsmöglichkeiten und Aufbereitungsmöglichkeiten der Ergebnisliste erhalten Sie in der Dokumentation ABAP List Viewer [Extern]. Detailliertere Angaben über die verschieden Möglichkeiten der Selektion finden Sie unter Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347]. Ausführliche Informationen zur Kuppelproduktion finden Sie im Abschnitt: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Informationen über das Arbeiten mit Extrakten erhalten Sie unter Arbeiten mit Extrakten [Seite 385]. Zusätzliche Informationen zu Performance-Verbesserungen finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
234 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Selektionsparameter der Auftragsselektion Verwendung Um den Umfang der Auftragsselektion zu begrenzen, steht Ihnen im Selektionsbild eine Vielzahl von unterschiedlichen Kriterien zur Verfügung: Sie können den zu analysierenden Berichtszeitraum eingrenzen. Die Eingrenzung des Berichtszeitraumes hat keine Auswirkung auf die Selektion der Aufträge, sondern spezifiziert die Perioden, aus denen Kennzahlen gelesen werden. Die Selektion der Aufträge erfolgt gemäß den im Selektionsbild spezifizierten Eingaben und ggf. den Bedingungen des Statusselektionsschemas. Es stehen Ihnen die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge als Selektionskriterien zur Verfügung. Im Rahmen der Kundenauftragsfertigung stehen Ihnen eine Selektion nach Kundenauftrag und Kundenauftragsposition zur Verfügung. Durch die Angabe eines Statusselektionsschemas besteht die Möglichkeit, den Selektionsumfang auf Aufträge mit bestimmten Status zu beschränken. So können Sie z.b. eingrenzen, daß nur Aufträge, für die bereits Abweichungen ermittelt wurden, selektiert werden sollen. Arbeiten Sie mit der Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien verwenden. Voraussetzungen Möchten Sie in der Auftragsselektion Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen, so sollten Sie das Selektionsbild der Klassifizierung vorher um diese Merkmale erweitert haben oder ein Zusatzselektionsbild definiert haben, das diese Merkmale enthält. Informationen zum Vorgehen erhalten Sie im Customizing des Informationssystem unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion Selektionsbilder für die Auftragsliste definieren. Die hier angelegten Selektionsbilder bzw. Zusatzselektionsbilder werden nur für die Selektion von Aufträgen nach Merkmalen der Klassifizierung benötigt und müssen die Klassifizierungsmerkmale enthalten, nach denen Sie Ihre Selektion vornehmen möchten. Dies werden i.d.r. die freien Merkmale der Auftragsklassifizierung sein. Um die Auftragsselektion von bestimmten Status abhängig machen zu können, müssen Sie im Customizing des Informationssystems entsprechende Statusselektionsschemata definiert haben. Diese Definition erfolgt im Arbeitsschritt Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion Statusselektionsschemata definieren. Funktionsumfang Als Selektionskriterien stehen Ihnen die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge zur Verfügung. Im 234 April 2001
235 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Standard wird Ihnen auf dem Selektionsbild der Berichte nur eine Auswahl der insgesamt verfügbaren Felder angeboten. Sie können die Selektionsbilder jedoch an Ihre Anforderungen anpassen und auf andere Felder der oben genannten Tabellen zugreifen, indem Sie sich eigene Selektionsvarianten anlegen. Durch die Definition einer Selektionsvariante bestimmen Sie den Aufbau des Selektionsbildes. Sie können Ihre selbst angelegten Selektionsvarianten in Ihren persönlichen Arbeitsbereich (Favoriten) aufnehmen. Arbeiten Sie mit der Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Merkmale der Klassifizierung als Selektionskriterien verwenden. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn Sie freie Merkmale verwenden, da die zur Verfügung stehenden Objektmerkmale größtenteils den oben genannten zur Selektion verfügbaren Stammdatenfeldern entsprechen. Bei Einsatz der Klassifizierung bestehen mehrere Möglichkeiten, die Auftragsselektion durchzuführen: Sie nutzen die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien. Dazu verzweigen Sie aus dem Selektionsbild der Auftragsselektion in die Sicht Klassifizierung und starten die Selektion nach Eingabe der gewünschten Merkmalswerte. Nach erfolgter Selektion der den Merkmalswerten entsprechenden Aufträge gelangen Sie zurück zum Selektionsbild der Auftragsselektion. In diesem Selektionsbild werden Ihnen nun die Aufträge angezeigt, die über die Klassifizierung selektiert wurden (im Feld 'Auftrag'). Bei Bedarf können Sie den Umfang der über die Klassifizierung erfolgten Selektion durch die Angabe weiterer Selektionskriterien eingrenzen. Sie nutzen nur die für die Auftragsselektion zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder als Selektionskriterien. Werden bei der Selektion Aufträge gelesen, für die die Klassifizierung aktiv ist, so können Sie die Klassifizierungsmerkmale dieser Aufträge mit ausgeben Dazu geben Sie im Selektionsbild der Auftragsselektion die gewünschten Selektionskriterien ein. Zusätzlich müssen Sie das Kennzeichen Incl. Klassifizierungsmerkmale setzen. Bei der Ausführung des Berichtes werden die Klassifizierungsmerkmale der klassifizierten Aufträge von der Datenbank gelesen und mit ausgegeben. Diese Merkmale können Sie durch die Definition einer entsprechenden Anzeigevariante in der Ergebnisliste anzeigen. Sie können die Selektion auf Aufträge mit einem bestimmten Status begrenzen, indem Sie im Selektionsbild ein entsprechendes Statusselektionsschema eingeben. In einem Statusselektionsschema legen Sie Bedingungen fest, nach welchen Anwender- oder Systemstatus Aufträge selektiert werden sollen. Sie möchten nur alle teilgelieferten Aufträge zu einem Material selektieren. Nutzen Sie ein Statusselektionsschema, daß nur den Status teilgeliefert zuläßt. Über die oben genannten Selektionsmöglichkeiten hinaus haben Sie die Möglichkeit, im Selektionsbild des Berichtes Exceptions zu definieren. Exceptions werden verwendet, um Aufträge, für die bestimmte Werte einen angegebenen Schwellwert übersteigen, durch farbige Ampeln zu kennzeichnen. Sie legen durch die Angabe einer Vorschrift fest, auf welche Basis die Angabe der Schwellwerte sich beziehen soll (z.b. auf die absoluten Istkosten). Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag die Basisgröße überschritten sein muß, damit der betreffende Auftrag im Bericht durch eine Ampel gekennzeichnet wird. April
236 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Besonderheiten bei Kuppelproduktion Um die statusabhängige Selektion von Aufträgen in der Kuppelproduktion zu ermöglichen, haben Sie die Möglichkeit, für den Auftragskopf und die Auftragsposition separate Statusselektionsschemata zu hinterlegen, da die Status von Auftragskopf und -position in der Kuppelproduktion voneinander abweichen können. Im Selektionsbild des Berichtes entscheiden Sie, ob die Kennzahlen für die selektierten Aufträge auf der Ebene des Auftragskopfes oder zusätzlich auf der Ebene der zugehörigen Autragspositionen ausgewiesen werden sollen. Der Ausweis von Werten auf der Ebene der Auftragsposition ist bei Einsatz von Kuppelproduktion erforderlich. In Abhängigkeit der gewählten Einstellung hinterlegen Sie zusätzlich, welche Anzeigevariante für den Aufbau der Ergebnisliste verwendet werden soll. Hinweise zur Performance Um lange Laufzeiten bei Berichtsausführung zu vermeiden, sollten Sie den Umfang der Selektion so genau wie möglich eingrenzen und ggf. mit Extrakten arbeiten. Beachten Sie bitte, daß die Laufzeit auch von der Auswahl der Anzeigefelder für die Ergebnisliste abhängig ist, die Sie zuvor im Customizing getroffen haben. Siehe auch: Auftragsselektion [Seite 344] Informationen über das Anlegen von Selektionsvarianten erhalten Sie unter Anlegen Selektionsvarianten [Extern]. Wenn Sie über den Einsatz der Klassifizierung nachdenken, so lesen Sie vorher unbedingt den Abschnitt Klassifizierung [Seite 239] und beachten Sie insbesondere die dortigen Ausführungen zur Performance. Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] 236 April 2001
237 SAP AG Anzeigefelder der Ergebnisliste Anzeigefelder der Ergebnisliste Struktur In der Ergebnisliste der Auftragsselektion können eine Vielzahl von Stammdaten und Kennzahlen analysiert werden. Welche Felder in der Ergebnisliste zur Anzeige kommen, wird durch das Layout bestimmt, das im Selektionsbild des Berichtes mitgegeben wird. Im Standard liefert SAP bereits einige Layouts, die jedoch nur eine Auswahl der insgesamt zur Verfügung stehenden Felder verwenden. Sie können auch eigene Layouts gemäß Ihren Anforderungen anlegen. Diese können als Einstiegsvarianten gekennzeichnet werden, damit werden sie bei Berichtsaufruf als Vorschlagswert gesetzt. Je nach Bedarf können Sie Ihre Layouts benutzerspezifisch oder benutzerübergreifend sichern. Legen Sie ein Layout benutzerübergreifend an, so steht es allen Benutzern zur Verfügung. Das Sichern benutzerübergreifender Layouts ist jedoch nur möglich, wenn das Kennzeichen benutzerübergreifende Sicherung im Arbeitsschritt Steuerungsparameter im Customizing des Informationssystems gesetzt wurde. Kennzahlen Die Kennzahlen, die Ihnen für den Aufbau der Ergebnisliste zur Verfügung stehen, sind nach Feldgruppen vorgegeben. Es stehen Ihnen folgende Feldgruppen zur Verfügung: Auftragskopf (z.b. gesamte Auftragsmenge) Plandaten (z.b. Plankosten fix / variabel, Planmenge) Istdaten (z.b. Istkosten fix / variabel, Istmenge) Solldaten und Abweichungen (incl. den Kategorien der Abweichungsermittlung) Daten der Ermittlung von Ware in Arbeit bzw. der Ergebnisermittlung (z.b. Rückstellungen für fehlende Kosten) Vergleichskennzahlen (z.b. Plan/Istabweichung) Einheiten (z.b. Herstellmengeneinheit). Diese Kennzahlen können Sie sich sowohl in Kostenrechnungskreiswährung als auch in Buchungskreis/Objektwährung anzeigen lassen. Stammdaten Welche Stammdaten Sie in der Ergebnisliste einblenden möchten, legen Sie durch eine Auswahl im Customizing des Informationssystems fest. Es stehen Ihnen für diese Auswahl folgende Felder zur Verfügung: Felder des Auftragsstammes Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge Wählen Sie jedoch im Customizing nur die Felder aus, die Sie später als Anzeigefelder in Ihrer Ergebnisliste verwenden möchten, da alle ausgewählten Felder bei Berichtsausführung von der Datenbank gelesen werden müssen. April
238 SAP AG Anzeigefelder der Ergebnisliste Haben Sie auf dem Selektionsbild des Berichtes das Kennzeichen Incl. Klassifizierungsmerkmale gesetzt, so werden bei Berichtsausführung die Klassifizierungsmerkmale für jene Aufträge angereichert, für die die Klassifizierung aktiv ist. Somit stehen Ihnen auch die freien Merkmale der Klassifizierung als Anzeigefelder für die Ergebnisliste zur Verfügung. Layouts, in denen freie Merkmale als Anzeigefelder verwendet werden, dürfen nicht transportiert bzw. importiert werden. Möchten Sie entsprechende Layouts verwenden, so müssen diese im Produktivsystem neu anlegt werden. Siehe auch: Informationen zur Vorgehensweise beim Anlegen von Layout finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. 238 April 2001
239 SAP AG Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung Verwendung Sie können das Klassifizierungssystem in der Kostenträgerrechnung nutzen: in der Auftragsselektion Zusätzlich zu den zur Verfügung stehenden Stammdatenfeldern können Sie die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen. Dies ist jedoch nur bei Verwendung freier Merkmale sinnvoll, da die zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder größtenteils mit den Objektmerkmalen übereinstimmen. Daneben besteht die Möglichkeit, zur Selektion nur die zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder zu nutzen und Klassifizierungsmerkmale für klassifizierte Aufträge bei der Ausgabe mit anzureichern. Damit stehen diese Merkmale später in der Ergebnisliste als Anzeigefelder zur Verfügung. bei der Verdichtung von Aufträgen Reichen Ihnen die zur Definition einer Verdichtungshierarchie zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder nicht aus, um Aufträge oder Projekte gemäß Ihren Anforderungen zu verdichten, so können Sie die Klassifizierung für die Verdichtung von Aufträgen oder Projekten einsetzen. Damit haben Sie die Möglichkeit, Klassifizierungsmerkmale für den Aufbau einer Hierarchie zu nutzen. Prüfen Sie genau, ob die angebotenen Stammdatenfelder Ihren Anforderungen genügen. Verwenden Sie die Klassifizierung nur dann, wenn Sie unbedingt Klassifizierungsmerkmale für die Selektion oder für die Verdichtung benötigen oder wenn Sie freie Merkmale verwenden müssen. Die Klassifizierung wirkt sich negativ auf die Performance Ihres Systems aus (siehe unten). Die Klassifizierung kann in der Kostenträgerrechnung für Produktionsaufträge, Produktkostensammler und Innenaufträge eingesetzt werden. Um mit der Klassifizierung zu arbeiten, setzen Sie im Customizing ein Kennzeichen in der jeweiligen Auftragsart, womit die Klassifizierung für diese Auftragsart aktiviert wird. Dies hat zur Folge, daß jeder Auftrag, der zu dieser Auftragsart neu angelegt wird, automatisch klassifiziert wird. Dabei werden sogenannte Objektmerkmale mit den Werten aus dem Auftrag (z.b. Name des Erfassers, Kostenrechnungskreis) gefüllt und fortgeschrieben. Andere Merkmale (= freie Merkmale) dagegen müssen beim Anlegen des Auftragsstammsatzes manuell mit Werten gefüllt werden. Diese Merkmale können später verwendet werden, um Aufträge über ein Merkmal zu selektieren (zeige mir alle Aufträge zum Kostenrechnungskreis 0001 an) bzw. um Daten über diese Merkmale zu verdichten (zeige mir alle Auftragskosten an, die im Werk 0001 angefallen sind). Für jeden Merkmalswert wird dabei eine Summe gebildet und auf einem sogenannten Verdichtungsobjekt fortgeschrieben. Es stehen Ihnen zwei Arten von Merkmalen für die Klassifizierung zur Verfügung: Objektmerkmale April
240 SAP AG Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung Diese werden von der SAP standardmäßig ausgeliefert. Sie wählen aus einer Liste von Merkmalen diejenigen aus, die Sie verwenden möchten und generieren sie in jedem Mandanten, in dem Sie diese Merkmale nutzen möchten. Bei den Objektmerkmalen handelt es sich um Felder des Auftragsstammsatzes, die automatisch klassifiziert werden. Freie Merkmale Sollten Ihre Anforderungen über Objektmerkmale nicht abgedeckt werden können, so können Sie sich weitere Merkmale anlegen. Diese werden nicht automatisch klassifiziert, Sie müssen beim Anlegen eines neuen Auftrages manuell einen Wert für das Merkmal mitgeben. Voraussetzungen Im Customizing des Informationssystems [Extern] und der Kostenträgerrechnung [Extern] des Produktkosten-Controllings sind folgende Arbeitsschritte durchzuführen: Auftragsarten für Fertigungsaufträge (PP und CO) überprüfen Sie müssen für die betreffenden Auftragsarten im Customizing die Klassifizierung aktivieren. Aktivieren Sie die Klassifizierung für diejenigen Auftragsarten, die Sie für Auftragshierarchien mit Klassifizierung oder die Auftragsselektion unter Verwendung von Klassifizierungsmerkmalen nutzen wollen. Die Klassifizierung können Sie auch nachträglich aktivieren. In diesem Fall müssen Sie einen Nachbewertungslauf durchführen, um bestehende Aufträge nachzuklassifizieren. Auswählen und Generieren von Objektmerkmalen Definition freier Merkmale Diese Merkmale könnten beispielsweise die Kundenauftragsnummer in einem SAP - fremden Vertriebssystem oder eine produktspezifische Eigenschaft (z.b. Farbe) enthalten. Der Einsatz der Klassifizierung in der Kostenträgerrechnung macht im allgemeinen nur dann Sinn, wenn Sie in der Klassifizierung freie Merkmale verwenden. Freie Merkmale müssen angelegt und der Klasse SAP_KKR_CLASS, Klassenart 013, zugeordnet werden. Zu den freien Merkmalen können Sie Beziehungswissen hinterlegen. Funktionsumfang Die Anzeige der Auftragshierarchie erfolgt in den jeweiligen Anwendungskomponenten unter Infosystem Berichte zu Verdichtete Analyse mit definierter Verdichtungshierarchie mit der Hierarchieart Auftragsverdichtung. Hinweise zur Performance Ist in der Auftragsart die Klassifizierung aktiviert, so führt dies zu einer verlängerten Verarbeitungszeit beim Anlegen und beim Ändern von Aufträgen. Bei jedem Speichern des Auftrages werden die Klassifizierungsdaten erneut fortgeschrieben. Dies beeinträchtigt insbesondere die logistische Abwicklung, da das Speichern der Aufträge mehr Zeit in Anspruch nimmt als gewünscht. Möchten Sie diese negativen Auswirkungen, die insbesondere in der Fertigungssteuerung auftreten, vermeiden, so schalten Sie während der Periode die Klassifizierung in der Auftragsart aus. Erst vor Ausführen des Datenbeschaffungslaufs zur Auftragshierarchie schalten Sie die Klassifizierung wieder an. Anschließend starten Sie den Report RKOCLASS. Dieser Report dient dazu, Aufträge nachzuklassifizieren. Führen Sie 240 April 2001
241 SAP AG Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung anschließend den Datenbeschaffungslauf aus. Für die nächste Periode schalten Sie die Klassifizierung in der Auftragsart wieder aus. Sie können die Klassifizierung auf diese Weise beispielsweise auch wöchentlich durchführen. Siehe auch: Ausführlichere Informationen über die Verwendung der Klassifizierung und die erforderlichen Aktivitäten erhalten Sie im Einführungsleitfaden des Informationssystems des Produktkosten- Controllings unter Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung. Siehe auch: Auftragsselektion [Seite 344] Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie [Seite 337] Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen [Seite 340] Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
242 SAP AG Übersicht Verdichtungshierarchien Übersicht Verdichtungshierarchien Verwendung Dieser Bericht stellt eine Liste der definierten Verdichtungshierarchien in folgenden Bereichen dar: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Controlling immaterieller Güter und Dienstleistungen Von dieser Liste der Verdichtungshierarchien gelangen Sie in die Hierarchiegrafiken zu Verdichtungen. Dieser Bericht zählt zur Berichtskategorie Objektliste. Die Objektliste zu Verdichtungshierarchien gibt Ihnen alle vorhandenen Verdichtungshierarchien des gesetzten Kostenrechnungskreises an. Wählen Sie eine Hierarchie aus und verzweigen Sie in die Hierarchiegrafik. Die Hierarchiegrafik bietet Ihnen voreingestellte Sichten mit dazugehörigen Größen an. Sie können die im Standard voreingestellten angezeigten Größen ändern und an Ihre Bedürfnisse anpassen. Legen Sie sich ein Layout mit den für Sie interessanten Größen an. Informationen zum Vorgehen erhalten Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. Funktionsumfang Liste der Verdichtungshierarchien Folgende Werte werden Ihnen in der Liste der Verdichtungshierarchien angezeigt: Hierarchiename Hierarchiebezeichnung Status verdichtet teilweise verdichtet noch nicht verdichtet Hierarchiegrafik Die Hierarchiegrafik bietet im Standard folgende Sichten und dazugehörige Größen: Plan/Ist-Kosten: Plankosten Istkosten Währung Plan/Ist-Mengen: Planmenge Istmenge 242 April 2001
243 SAP AG Mengeneinheit Soll/Ist-Kosten: Sollkosten Istkosten Währung Plankosten fix/var: Plankosten Plankosten fix Plankosten variabel Währung Übersicht Verdichtungshierarchien Istkosten fix/var: Istkosten Istkosten fix Istkosten variabel Währung Sie können für die Definition Ihres individuellen Layouts auf folgende Feldgruppen mit den dazugehörigen Größen zurückgreifen: Kosten Erlöse / Gewinne Mengen Abgrenzungen Abweichungen Sonstige Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreiswährung (nur in Teilhierarchien, die eindeutig einem Buchungskreis zugeordnet sind) Ebenso können Sie im Bericht den Berichtszeitraum auswählen. Integration Sie haben von der Hierarchiegrafik aus die Möglichkeit, in kostenartengerechte Berichte zu verzweigen. Die Darstellung der Daten erfolgt mit dem ABAP List Viewer [Extern]. April
244 SAP AG Detailberichte Detailberichte in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Detailberichte finden Sie Berichte, die Ihnen spezielle Daten zu einem einzelnen Objekt liefern. Je nach Anwendungskomponente innerhalb der Kostenträgerrechnung unterscheiden sich die Objekte (d.h. die Kostenträger), die im Berichtswesen näher zu analysieren sind. So können beispielsweise bei Einsatz des Kundenauftrags-Controllings Analysen auf der Ebene einer kosten- und erlösführenden Kundenauftragsposition von Interesse sein. Im Periodischen Produkt-Controlling dagegen dient der Produktkostensammler als Kostenträger. Dem entsprechend wird im Kundenauftrags-Controlling die kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition, im Periodisches Produkt-Controlling der Produktkostensammler als Berichtsobjekt verwendet Im Informationssystem für das Periodische Produkt-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Produktkostensammler [Extern] Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Im Informationssystem für das Auftragsbezogene Produkt-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Fertigungsauftrag [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Prozeßauftrag [Extern] Im Informationssystem für das Kundenauftrags-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: kosten- und erlösführende Verkaufsbelegposition In der Regel handelt es sich dabei um eine kosten- und erlösführende Kundenauftragspositon [Extern]. zur Kundenauftragskalkulation [Extern] zum Kundenauftrag mit zugeordneten Aufträgen Im Informationssystem für das Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Kostenträger-allgemein [Extern] erlösführender Innenauftrag Siehe auch: Kostenträger im System R/3 [Extern] Periodisches Produkt-Controlling [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling: Szenario [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern] 244 April 2001
245 SAP AG Detailberichte Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen [Extern] April
246 SAP AG Detailberichte zu Aufträgen Detailberichte zu Aufträgen Verwendung Diese Berichte dienen der detaillierten Analyse einzelner Aufträge. Sie können mit den Detailberichten zu Aufträgen folgende Objekte analysieren: im Controlling des Auftragsbezogenen Produkt-Controlling: Fertigungsaufträge der Produktionsplanung CO-Fertigungsaufträge Prozeßaufträge der Produktionsplanung Prozeßindustrie im Controlling des Controllings für immaterielle Güter und Dienstleistungen: Innenaufträge Zur Analyse einzelner Produktkostensammler lesen Sie den Abschnitt: Detailberichte zu Produktkostensammlern [Seite 162] Funktionsumfang Die Daten werden mit Hilfe der Kostenanalyse dargestellt. Die Kostenanalyse basiert auf der Funktionalität des ABAP List Viewer, bietet jedoch zusätzliche Funktionen an. Die Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, blenden Sie mit Hilfe der Layout-Technologie im Bericht ein. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen, die Sie zu Aufträgen analysieren können, finden Sie unter: Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling [Seite 174] Siehe auch: Für einige spezielle Abwicklungen in der Kostenträgerrechnung sind im Informationssystem Besonderheiten zu beachten. Bitte lesen Sie daher - je nach genutzter Funktionalität - die folgenden Abschnitte der Dokumentation des Informationssystems Produktkosten-Controlling. Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Seite 387] (bezüglich des Informationssystems) 246 April 2001
247 SAP AG Besonderheiten bei Auftragsnetzen [Seite 392] (bezüglich des Informationssystems) Verwendung Von diesen Abschnitten ausgehend können Sie auf weiterführende Informationen zum jeweiligen Thema verzweigen. Informationen zu den einzelnen Auftragsarten und deren Rolle in der Kostenträgerrechnung finden Sie in den folgenden Abschnitten der Dokumentation der Kostenträgerrechnung: Produktkostensammler [Extern] Fertigungsauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Prozeßauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Detailinformationen zu erlösführenden Innenaufträgen finden Sie in der Dokumentation CO- Innenaufträge. Informationen zu den oben aufgeführten Anwendungskomponenten finden Sie in den Abschnitten: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistunge [Extern]n April
248 SAP AG Auftragsnetz im Infosystem Auftragsnetz im Infosystem Verwendung Verwenden Sie in der Logistik Auftragsnetze, so können Sie die Fertigungskosten - neben einer auftragsbezogenen Betrachtung - über das gesamte Auftragsnetz hinweg oder alternativ für eine einzelne Fertigungsstufe im Informationssystem des Produktkosten-Controllings analysieren. Um die angezeigten Berichtsdaten richtig zu interpretieren, beachten Sie die folgenden Ausführungen. Funktionsumfang Detailberichte Sie können die Detailberichte des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings nutzen, um eine Kostenanalyse vorzunehmen für ein gesamtes Auftragsnetz einen einzelnen Produktionsauftrag, der einem Auftragsnetz zugeordnet ist einen Ausschnitt eines Auftragsnetzes, d.h. es kann eine Kostenbetrachtung für einen bestimmten Fertigungsabschnitt erfolgen. Um Detailinformationen zu einem einzelnen Auftrag zu erhalten, nutzen Sie die Detailberichte, die sich im Informationssystem des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings befinden. Hier stehen Ihnen Berichte zum Ausweis von Plankosten, Sollkosten, Istkosten, Ware in Arbeit und Abweichungen zur Verfügung. Sind Sie an einem Ausweis der Kosten des gesamten Produktionsprozesses zur Herstellung eines Fertigerzeugnisses interessiert, so können Sie die oben genannten Detailberichte auch verwenden, um über ein komplettes Auftragsnetz zu berichten. Hierfür gehen Sie wie folgt vor: Wählen Sie auf dem Selektionsbild eines Detailberichtes nach Eingabe der Auftragsnummer des führenden Auftrages (oberster Auftrag des Netzes) den Menüpfad Einstellungen Auftragsnetz Ein / aus. Auf dem Selektionsbild des Berichtes erscheint danach der Text inclusive untergeordneter Aufträge. Führen Sie nun den Bericht für den gewünschten Berichtszeitraum aus. Im Bericht werden Ihnen daraufhin die Belastungen und Entlastungen aller dem Auftragsnetz zugeordneten Produktionsaufträge angezeigt. Sie haben ein Auftragsnetz angelegt, in dem sich zwei Fertigungsaufträge befinden. Sie haben in der Auftragsart hinterlegt, daß Warenbewegungen zwischen den einzelnen Fertigungsstufen erfolgen sollen. Ein Fertigungsauftrag wurde angelegt für das herzustellende Fertigerzeugnisses (FERT). Der andere Fertigungsauftrag wurde angelegt für ein in das Fertigerzeugnis eingehendes Halbfabrikat (HALB). Beide Materialien werden zum Standardpreis bewertet. Zeigen Sie sich die Plankosten für das gesamte Auftragsnetz mit Hilfe des Detailberichtes 'Plankosten' an, so weist der Bericht folgendes aus: 248 April 2001
249 SAP AG Auftragsnetz im Infosystem Belastungsseite Planbelastung durch die Plankosten zur Herstellung des Halbfabrikates - Planentlastung durch Lieferung des Halbfabrikates an das Lager, bewertet mit dem Standardpreis des Halbfabrikates + Planbelastung durch Entnahme des Halbfabrikates zur Herstellung des Fertigfabrikates + Planbelastung durch sonstige Kosten, die bei der Fertigung des Fertigfabrikates entstehen = Summe der Belastungen Entlastungsseite Planentlastung durch Lieferung des Fertigfabrikates an das Lager, bewertet mit dem Standardpreis des Fertigfabrikates = Summe der Entlastungen Auf der Belastungsseite des Berichtes werden demnach die Kosten aller Fertigungsstufen ausgewiesen. Die Summe dieser Belastungen entspricht den Kosten des gesamten Produktionsprozesses. Möchten Sie nicht die Kosten des gesamten Auftragsnetzes, sondern lediglich eines bestimmten Fertigungsabschnittes betrachten, so wählen Sie ebenfalls auf dem Selektionsbild des jeweiligen Detailberichtes den Menüpfad Einstellungen Auftragsnetz Ein / aus. Geben Sie im Selektionsbild des Berichtes zuvor die Auftragsnummer eines Produktionsauftrages ein, der sich innerhalb des Auftragsnetzes befindet. Im Bericht werden Ihnen neben den Kosten dieses Auftrages auch die Werte der Aufträge angezeigt, die diesem Auftrag im Auftragsnetz untergeordnet sind. Hierarchiegraphik Sie können die Hierarchiegraphik verwenden, um einen Überblick über alle dem Auftragsnetz zugeordneten Aufträge zu erhalten die Kosten auf den einzelnen Fertigungsstufen zu betrachten. Sie rufen die Hierarchiegraphik aus dem Selektionsbild eines Detailberichtes des auftragsbezogenen Produkt-Controllings auf, indem Sie nach Eingabe der Auftragsnummer den Menüpfad Einstellungen Auftragsnetz Ein / aus wählen. Daraufhin wird auf dem Selektionsbild des Berichtes die Drucktaste Übersicht sichtbar. Betätigen Sie diese Drucktaste, um die Hierarchiegraphik aufzurufen. Dieser Bericht bietet Ihnen eine hierarchische Übersicht über alle dem Auftragsnetz zugeordneten Aufträge, wobei die einzelnen Hierarchiestufen den Produktionsstufen der Fertigung entsprechen. In der Hierarchiegraphik können Kennzahlen wie Plankosten, Istkosten oder Ware in Arbeit eingeblendet werden. Dadurch ist eine Analyse der Herstellkosten möglich, April
250 SAP AG Auftragsnetz im Infosystem die auf den einzelnen Fertigungsstufen angefallen sind. Alternativ können Sie die Kosten der einzelnen Produktionsstufen nach oben verdichtet betrachten. Somit erfolgt auf der obersten Ebene des Auftragsnetzes ein Ausweis der Gesamtkosten des Produktionsprozesses. Wählen Sie in der Hierarchieanzeige den Menüpfad Einstellungen Aggregation Werte Objektbezogen, um einen Ausweis der Kosten pro Fertigungsstufe zu erhalten. Wählen Sie in der Hierarchieanzeige den Menüpfad Einstellungen Aggregation Werte Aggregieren, um die Kosten der einzelnen Fertigungsstufen nach oben zu verdichten. Dabei wird jeweils die Differenz aus Belastung und Entlastung nach oben verdichtet. Bitte beachten Sie, daß Sie den Feldkatalog der Layouts verwenden können, um Kennzahlen wie beispielsweise Ware in Arbeit oder Rückstellungen für fehlende Kosten in der Hierarchiegraphik mit anzuzeigen. Um einen einzelnen Auftrag eines Auftragsnetzes näher zu analysieren, können Sie aus der Hierarchieanzeige in einen Detailbericht zu einem einzelnen Auftrag verzweigen. Daneben besteht die Möglichkeit, aus der Hierarchieanzeige heraus in einen Detailbericht zum gesamten Auftragsnetz zu verzweigen. Somit können Sie sich die Gesamtkosten des Auftragsnetzes nach Kostenarten gegliedert anzeigen lassen sowie die Entlastungsseite des Auftragsnetzes betrachten, die sich aus der Lieferung des führenden Auftrages an das Lager ergibt. Siehe auch: Auftragsnetz [Extern] Auftragsnetz mit automatischer Warenbewegung [Extern] Auftragsnetz mit autom. Warenbewegung: Szenario [Extern] Auftragsnetz ohne automatische Warenbewegung [Extern] Auftragsnetz ohne autom. Warenbewegung: Szenario [Extern] SAP empfiehlt grundsätzlich die Verwendung von Auftragsnetzen mit automatischer Warenbewegung. 250 April 2001
251 SAP AG Objektvergleiche Objektvergleiche in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Objektvergleiche in der Kostenträgerrechnung finden Sie Berichte, welche Vergleiche zwischen zwei Objekten, z.b. zwei Aufträgen, erlauben: Periodisches Produkt-Controlling: Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich Auftragsbezogenes Produkt-Controlling: Materialkalkulation versus Auftragsvorkalkulation Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen: Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich April
252 SAP AG Materialkalkulation vs. Auftragsvorkalkulation Materialkalkulation vs. Auftragsvorkalkulation Definition Bericht, der eine Materialkalkulation mit der Vorkalkulation eines Produktionsauftrages [Extern] vergleicht Verwendung Diesen Bericht können Sie verwenden, um eine Materialkalkulation mit den Plankosten von Produktionsaufträgen zu diesem Material zu vergleichen. Sie finden diesen Bericht in folgenden Anwendungskomponenten des Produktkosten- Controllings: Produktkostenplanung Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Struktur Die bestandsrelevante Sicht einer Kalkulation und einer Auftragsvorkalkulation werden kostenartengerecht verglichen. Der Kostenartennachweis der Materialkalkulation wird nach folgender Strategie abgeleitet: b. Es wird der Kostenartennachweis der Kalkulation gelesen, wenn vorhanden. Im SAP-Standard ist das Speichern eines Kostenartennachweises nicht mehr einstellbar; der Kostenartennachweis wird immer dynamisch auf Basis des Einzelnachweises erzeugt. c. Aus dem Einzelnachweis der Kalkulation wird dynamisch ein Kostenartennachweis aufgebaut. Dieser dynamisch aufgebaute Kostenartennachweis wird jedoch zu keinem Zeitpunkt im System gespeichert. Die Kostenbezugsgröße wird wie folgt ermittelt: Wenn Sie eine Losgröße eingeben, werden sowohl die Werte der Materialkalkulation als auch der Auftragsvorkalkulation auf diese Losgröße normiert. Wenn Sie keine Losgröße eingeben, wird auf die Kalkulationslosgröße der Materialkalkulation normiert. Da keine Normierung bezüglich unterschiedlicher Mengeneinheiten vorgenommen werden kann, ist dieser Vergleich nur für eine Materialkalkulation mit den zu diesem Material gehörenden Aufträgen geeignet. Siehe auch: Materialkalkulation mit Mengengerüst [Extern] Materialkalkulation ohne Mengengerüst [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] 252 April 2001
253 SAP AG Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Verwendung Bericht, der zwei Produktionsaufträge (Produktkostensammler oder Produktionsaufträge) miteinander vergleicht. Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Der Bericht zählt zur Berichtskategorie der Objektvergleiche. Zwei Aufträge werden kostenartengerecht miteinander verglichen. Im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling können Plan- und Istkosten miteinander verglichen werden. Im Periodischen Produktkosten-Controlling können zu Produktkostensammlern nur die Istkosten zweier Produktkostensammler miteinander verglichen werden, da auf Produktkostensammlern keine Plankosten fortgeschrieben werden. Dieser Bericht zeigt keine Plankosten an für Produktionsaufträge, die einem Produktkostensammler zugeordnet sind. Zu diesen Produktionsaufträgen kann zwar eine Vorkalkulation durchgeführt werden, die Plankosten werden jedoch nicht auf dem Produktionsauftrag fortgeschrieben. Angezeigte Größen: Planwerte Objekt 1 (nur für Produktionsaufträge) Istwerte Objekt 1 Planwerte Objekt 2 (nur für Produktionsaufträge) Istwerte Objekt 2 Outputmenge Plan Objekt 1 (nur für Produktionsaufträge) Outputmenge Ist Objekt 1 Outputmenge Plan Objekt 2 (nur für Produktionsaufträge) Outputmenge Ist Objekt 2 Kopfinformationen: Als Kopfinformationen zeigt Ihnen der Bericht je Vergleichsobjekt: Objektinformationen Währung Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung April
254 SAP AG Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Integration Wählen Sie im allgemeinen ein kumulierte Betrachtung. Beachten Sie bitte, daß keine Normierung von Werten auf die Plan- oder Istmenge vorgenommen wird. Siehe auch: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] Fertigungsauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Prozeßauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Vorkalkulation zum Produktionsauftrag [Extern] Vorkalkulation zum Fertigungsauftrag im CO [Extern] Vorkalkulation Produktkostensammler [Extern] Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] 254 April 2001
255 SAP AG Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Verwendung Bericht, der zwei Verdichtungshierarchien oder Teilhierarchien von Verdichtungshierarchien miteinander vergleicht. Er wird verwendet im: Periodischen Produkt-Controlling Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Der Bericht zählt zur Berichtskategorie der Objektvergleiche. Zwei Verdichtungshierarchien oder Teile dieser Hierarchien werden auf Basis einer kostenartengerechten Darstellung im Plan und im Ist verglichen. Angezeigte Größen Planwerte Objekt 1 Istwerte Objekt 1 Planwerte Objekt 2 Istwerte Objekt 2 Kopfinformationen: Als Kopfinformationen zeigt Ihnen der Bericht je Vergleichsobjekt: Objektinformationen Währung Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung Integration Es ist der Berichtsabsprung auf die Hierarchiegrafik beider Hierarchien möglich: Bei der Verdichtung der Mengen werden keine Mengeneinheiten umgerechnet. Beachten Sie bitte auch, wann die Verdichtungshierarchien letztmalig verdichtet wurden und führen Sie ggf. einen Datenbeschaffungslauf durch. April
256 SAP AG Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Siehe auch: Informationen zu Innenaufträgen finden Sie im Dokument CO-Innenaufträge. 256 April 2001
257 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Weitere Berichte: Einzelposten Verwendung Einzelposten - Berichte dienen der Feinanalyse einzelner Objekte und ihrer Daten. Einzelposten beruhen auf den Zeilen des Beleges, der bei einer Buchung im R/3-System erzeugt wird. Die Berichte sind in folgenden Bereichen verfügbar: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Kundenauftrags-Controlling Controlling immaterieller Güter und Dienstleistungen Die Einzelposten-Berichte dienen dazu, eine Feinanalyse der gebuchten Werte vorzunehmen. Von einzelnen Zeilen im Einzelpostenbericht können Sie auf die Originalbelege (z.b. FI-Beleg oder MM-Beleg) verzweigen. (Umfeld Ursprungsbeleg / Rechnungswesenbeleg) Weiterhin stehen Ihnen hier viele technische Detailinformationen zur Verfügung. In der Kostenträgerrechnung spielen die Einzelposten - Berichte eine untergeordnete Rolle, da das Buchungsaufkommen durch Produktionsrückmeldungen in der Regel sehr hoch und eine Betrachtung der Einzelposten nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist. Sie können die anzuzeigenden Einzelposten über Kostenart bzw. Kostenartengruppe und über einen Zeitraum eingrenzen. Für folgende Kontierungsobjekte stehen Einzelposten-Berichte zur Verfügung: Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge): Einzelposten Ist Einzelposten WIP-Ermittlung Einzelposten Abweichung Einzelposten Obligo Produktkostensammler Einzelposten Ist Einzelposten WIP-Ermittlung (wenn die entsprechenden Einstellungen in der Abgrenzungsversion vorgenommen wurde, siehe auch Voraussetzungen) Einzelposten Abweichung Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein) Einzelposten Ist (für Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und für Kostenträgerallgemein) Einzelposten Abweichung (nur für Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie) April
258 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Verkaufsbelegposition: in der Regel Kundenauftragsposition: Einzelposten Ist Einzelposten Ergebnisermittlung Einzelposten Obligo Die Einzelposten-Berichte werden mit einer vordefinierten Layouts ausgeliefert. Sie können sich jedoch eigene Layouts anlegen, um andere Felder des CO-Einzelpostens im Einzelpostenbericht zu sehen. (z.b. den Werttyp). Generell können Sie im Einzelpostenbericht alle Felder des CO- Beleges anzeigen. Der Übersichtlichkeit halber wurden diese Felder in folgende Gruppen zusammengefaßt: Kontierung Zeitmerkmale Referenzen Wertkennzahlen Technische Felder Organisationseinheiten Partnerkontierung Objekt weitere Objekte Mengenkennzahlen Investitionsmanagement nicht zugeordnet Voraussetzungen Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge): Einzelposten WIP-Ermittlung Die Einzelposten für die WIP-Ermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings unter Periodenabschluß Ware in Arbeit Abgrenzungsversionen definieren. Verzweigen Sie in die Erweiterte Steuerung. Einzelposten Abweichung Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsschlüssel definieren. 258 April 2001
259 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Obligoeinzelposten auf Aufträgen werden nur fortgeschrieben, wenn Sie sowohl für den Kostenrechnungskreis als auch für die jeweilige Auftragsart die Obligoverwaltung aktiviert haben. Produktkostensammler Einzelposten Abweichung Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsermittlung für Produktkostensammler Abweichungsschlüssel definieren. Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein) Einzelposten Abweichung (nur für Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie) Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsermittlung für Kostenträgerhierarchien Abweichungsschlüssel definieren. Verkaufsbelegposition: in der Regel Kundenauftragsposition Einzelposten Ergebnisermittlung Die Einzelposten für die Ergebnisermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Kundenauftrags-Controllings unter Periodenabschluß Ergebnisermittlung Abgrenzungsversionen definieren. Verzweigen Sie in die Erweiterte Steuerung. Integration Nur Ist - Einzelposten werden im Standard immer fortgeschrieben. Einzelposten der WIP- Ermittlung und der Ergebnisermittlung, der Abweichungsermittlung und für Obligo müssen explizit im Customizing der Applikation erlaubt werden. Zur Fortschreibung von Obligowerten auf kosten- und erlösführenden Kundenauftragspositionen ist das Setzen des Kennzeichens mit Obligoverwaltung in den geschäftsjahresabhängigen Steuerungsparametern des Kostenrechnungskreises erforderlich. Einzelposten für die Abgrenzungsdaten der WIP-Ermittlung und der Ergebnisermittlung werden nur gespeichert, wenn Sie im Customizing der Abgrenzungsversion ein entsprechendes Kennzeichen gesetzt haben. Einzelposten für Abweichungen werden fortgeschrieben, wenn Sie für den jeweiligen Abweichungsschlüssel die Fortschreibung von Einzelposten einschalten. April
260 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Prüfen Sie im Customizing folgende Einstellungen: Abgrenzungsversion für die Einzelposten der WIP- und Ergebnisermittlung Abweichungsschlüssel für die Einzelposten zur Abweichungsermittlung Auftragsart Obligoverwaltung für Einzelposten Obligo Steuerungsparameter des Kostenrechnungskreises Hinweise zur Performance Insbesondere bezüglich der WIP-Ermittlung, der Ergebnisermittlung und der Abweichungsermittlung kann im Produktivsystem in der Regel auf das Fortschreiben von Einzelposten verzichtet werden. Stellen Sie deshalb sicher, daß das relevante Kennzeichen im Customizing nicht gesetzt ist. Wenn Sie auf das Fortschreiben von Einzelposten verzichten, dann verbessern Sie dabei die Laufzeit während der WIP-Ermittlung, der Ergebnsiermittlung oder der Abweichungsermittlung erheblich. In diesen Fällen können Sie natürlich auch keine entsprechenden Einzelpostenberichte anzeigen. Siehe auch: Eine sehr detaillierte Beschreibung zu Einzelpostenberichten finden Sie in der Dokumentation Gemeinkosten-Controlling. Informationen zum Obligo finden Sie in den Abschnitten: Obligo [Extern] Informationen zu Istkosten finden Sie in den Abschnitten: Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] Grundlegende Informationen zur WIP-Ermittlung und zur Ergebnisermittlung finden Sie in den Abschnitten: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern] Ware in Arbeit im Auftragsbez. Produkt-Controlling [Extern] Ergebnisermittlung [Extern] Grundlegende Informationen zur Abweichungsermittlung finden Sie im Abschnitt: Abweichungsermittlung [Extern] Allgemeine Informationen zur Performance-Verbesserung finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 260 April 2001
261 SAP AG Infosystem Kundenauftrags-Controlling Infosystem Kundenauftrags-Controlling Verwendung Mit dem Infosystem Kundenauftrags-Controlling können Sie die im Kundenauftrags-Controlling erzeugten Daten auswerten. Es unterstützt sowohl wiederkehrende standardmäßige Auswertungen als auch Berichte zu speziellen Fragestellungen. Siehe auch: Informationssystem Produktkosten-Controlling [Seite 10] April
262 SAP AG Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling Verwendung Im Kundenauftrags-Controlling werden Verkaufsbelegpositionen (in der Regel Kundenauftragspositionen [Extern]) als Kostenträger verwendet. Es stehen Ihnen im Kundenauftrags-Controlling eine Vielzahl von Kennzahlen zur Verfügung. Die Anzeige von Kennzahlen kann erfolgen: mit Hilfe der Kostenanalyse [Seite 79]: für die Detailberichte zu Kundenauftragsposition für alle Verdichtungshierarchien [Seite 326] in den Berichtskategorien Objektlisten [Seite 343] Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen der Kostenträgerrechnung finden Sie im Abschnitt: Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung [Seite 72] Funktionen der Kostenanalyse Welche Kennzahlen Sie im Kundenauftrags-Controlling analysieren, bestimmen Sie in der Kostenanalyse. Berichte der Kostenanalyse [Seite 79] bedienen sich der Funktionalität des ABAP List Viewer, bieten jedoch im Rahmen der Kostenanalyse noch zusätzliche Funktionen an. Zu den Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, können Sie sich in der Kostenanalyse eigene Layouts definieren, d.h. Sie könnnen in der Kostenanalyse Kennzahlen und Merkmale in eigenen Layouts gruppieren. In der Spaltenauswahl zu den Layouts finden Sie unterschiedliche Feldgruppen (Spaltenvorräte), die die Kennzahlen in logische Gruppen einteilen. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling Im Kundenauftrags-Controlling können analysiert werden: Planwerte wie beispielsweise Plankosten gesamt, Plankosten fix, Plankosten variabel,, Planerlöse Kennzahlen, die sich aus Istbuchungen ergeben (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Isterlöse) 262 April 2001
263 SAP AG Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling statistische Istkosten Beachten Sie, daß in Berichten zur Kundenauftragsposition in der Spalte Ist sowohl die echten als auch die statistischen Istkosten ausgewiesen werden. Die echten Istkosten als auch die statistischen Istkosten können von den statistischen Istkosten über die Kostenart unterschieden werden. Das Layout Mittelbindung im Bestand ermöglicht den Ausweis von echten und statistischen Istkosten in unterschiedlichen Spalten. Abweichungen zwischen Plan- und Istwerten Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Obligo Mittelbindung im Bestand Beachten Sie bei Objekten im Kundenauftrags-Controlling die ausführlichen Informationen zur Kundenauftragskalkulation und den Themen bewerteter versus unbewerteten Kundenauftragsbestand in der Dokumentation zum Kundenauftrags-Controlling. Im Kundenauftrags-Controlling wird unterschieden zwischen den Plankosten, die direkt auf der Kundenauftragskalkulation geplant wurden und den Plankosten auf den zugeordneten Objekten. Bei einem Plankostenbericht zu einem Kundenauftrag steht Ihnen eine weitere Sicht zur Verfügung, die ihnen die Plankosten für die Kundenauftragspositionen und für die zugeordenten Objekte (Produktionsaufträge) anzeigt. Siehe auch: Ergebnisermittlung [Extern] Ergebnisermittlungsmethoden [Extern] Informationen zur Planwertermittlung im Kundenauftrags-Controlling finden Sie im Abschnitt: Planwertermittlung im Kundenauftrags-Controlling [Extern] Informationen zur Kundenauftragskalkulation finden Sie im Abschnitt: Kundenauftragskalkulation [Extern] Hinweis zur Analyse zum Auftragsergebnis zum Kundenauftrag /erlösführenden Innenauftrag Wenn Sie Abgrenzungsdaten für kosten- und erlösführende Verkaufsbelegpositionen (im Kundenauftrags-Controlling) oder erlösführende Innenaufträge (beispielsweise im Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen) analysieren möchten, stellen Sie sicher, daß im relevanten Berichtszeitraum für die zu analysierende Abgrenzungsversion eine Ergebnisermittlung für die kosten- und erlösführende Verkaufsbelegposition beziehungsweise für den erlösführenden Innenauftrag durchgeführt wurde. Sie können die Abgrenzungsdaten analysieren, die im Rahmen einer Ergebnisermittlung zu einer Verkaufsbelegposition (in der Regel einer Kundenauftragsposition) oder zu einem erlösführenden Innenauftrag ermittelt wurden. Sie können auch Abgrenzungsdaten analysieren, die über mehrere Verkaufsbelegpositionen oder über mehrere Innenaufträge hinweg verdichtet wurden. April
264 SAP AG Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling Die angezeigten Abgrenzungsdaten sind abhängig von der Abgrenzungsversion, die bei der Ergebnisermittlung verwendet wurde. Die Ergebnisermittlung schreibt die Abgrenzungsdaten unter Abgrenzungskostenarten fort, die im Customizing der Ergebnisermittlung angelegt und zugeordnet werden. Diese Abgrenzungskostenarten werden für die Berichte verwendet. Bei der Einzelverarbeitung der Ergebnisermittlung stehen Ihnen detailliertere Informationen als Liste zur Verfügung, z.b. wird erklärt, wie die Werte der einzelnen Kategorien ermittelt werden. Siehe auch: Kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern] Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistunge [Extern]n Ergebnisermittlung [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern]. Hinweis zur Rückstellung für fehlende Kosten Rückstellungen für fehlende Kosten können im Rahmen der Ergebnisermittlung mit verschiedenen Ergebnisermittlungsmodellen ermittelt werden. Abgrenzungsdaten (also Rückstellungen für fehlende Kosten) können nach Bildung und Verbrauch getrennt ausgewiesen werden, wenn das Kennzeichen Bildung/Verbrauch trennen im Customizing in der Abgrenzungsversion gesetzt ist. Ist es nicht gesetzt, so weist das System den Saldo aus. Überprüfen Sie diese Customizing-Einstellung im Einführungsleitfaden in denjeweiligen Anwendungskomponenten des Produktkosten-Controllings unter Periodenabschluß Ergebnisermittlung Abgrenzungsversionen für Ergebnisermittlung definieren. Sie erhalten das Bild: Sicht Abgrenzungsversionen ändern: Übersicht und durch Auswahl einer Zeile das Bild: Abgrenzungsversionen anzeigen: Detail. Rückstellungen für fehlende Kosten werden nur dann gebildet, wenn der Wert der Entlastung des Auftrags den Wert der Belastungen übersteigt. In einer Periode sind auf einem Objekt entweder Ware in Arbeit oder Rückstellungen für fehlende Kosten vorhanden. Dies gilt natürlich nicht bei der Betrachtung von Verdichtungsobjekten. Bei der Betrachtung von Verdichtungsobjekten können in einer Periode sowohl Ware in Arbeit (zu Istkosten) als auch Rückstellungen für fehlende Kosten vorhanden sein. Sie müssen die Ergebnisermittlung im Periodenabschluß in der jeweiligen Abgrenzungsversion durchgeführt haben. Die Kennzahlen können sowohl in Detailberichten zu einzelnen Objekten als auch verdichtet angezeigt und analysiert werden. Informationen zu Objektlisten finden sie im Abschnitt: Objektliste [Seite 343] Auftragsselektion [Seite 344] Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347] 264 April 2001
265 SAP AG Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Arbeiten mit Extrakten [Seite 385] Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Übersicht Verdichtungshierarchien [Seite 352] Übersicht Kostenträgerhierarchien [Seite 156] Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen [Seite 158] April
266 SAP AG Verdichtete Analyse Verdichtete Analyse in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Verdichtete Analyse finden sie Berichte, die aggregierte Daten anzeigen. So können Sie z.b. Soll-Ist-Vergleiche auf Produktgruppenebene durchführen. Folgende Verdichtungsverfahren können in der Kostenträgerrechnung in Abhängigkeit von der Anwendungskomponente und den Objekten verwendet werden: Im Periodischen Produkt-Controlling: die Verdichtungshierarchie Bei Verwendung der Verdichtungshierarchie können Sie die Strukturen, über die die Daten abgespeichert werden, selbst bestimmen. die Produktrecherche Bei Verwendung der Produktrecherche sind die Strukturen, über die die Daten aggregiert werden, vorbestimmt. die Auftragshierarchie mit Klassifikation Im Rahmen der Verdichteten Analyse im periodischen Produkt-Controlling werden die auf Produktkostensammlern fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Möchten Sie verdichtete Daten zur Kostenträgerhierarchie anzeigen, so verzweigen Sie in die Berichtskategorie Detailberichte. im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling: die Verdichtungshierarchie die Produktrecherche die Auftragshierarchie mit Klassifizierung Bei der Auftragshierarchie mit Klassifizierung können die verdichteten Strukturen ebenfalls frei bestimmt werden. Es ist jedoch notwendig, die Klassifizierung zu verwenden. Dies hat im Vergleich zur Verdichtungshierarchie negative Auswirkungen auf die Performance. Verwenden Sie daher die Klassifikation nur, wenn Sie mit freien Merkmalen arbeiten müssen. Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Auftragsbezogenen Produktkosten-Controlling werden die auf Fertigungsaufträgen und Produktkostensammlern fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Hinweis: Verwenden Sie möglichst die Verdichtungshierarchie statt der Auftragshierarchie mit Klassifizierung. Im Kundenauftrags-Controlling die Verdichtungshierarchie Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Kundenauftrags-Controlling werden die auf Verkaufsbelegpositionen (in der Regel Kundenauftragspositionen) fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen (z.b. Auftraggeber) verdichtet. 266 April 2001
267 SAP AG im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Verwendung die Verdichtungshierarchie Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen werden die auf erlösführenden Innenaufträgen fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Eine Verdichtung für Kostenträgerallgemein ist nicht vorhanden. Sie finden hier Informationen dazu, wie die verschiedenen Arten der Verdichtung von Daten funktionieren: Siehe auch: Zur richtigen Interpretation der Daten in verdichteten Berichten beachten Sie unbedingt den Abschnitt: Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. Informationen zu den verschiedenen Verfahren der Verdichtung erhalten Sie in den Punkten Produktrecherche [Seite 205] Verdichtungshierarchie [Seite 326] Kostenträgerhierarchie [Extern]. Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Informationen darüber, wie diese Verdichtungsverfahren voneinander unterschieden werden können, finden Sie im Abschnitt: Unterschiede der Verdichtungsverfahren [Seite 185] April
268 SAP AG Verdichtungshierarchie Verdichtungshierarchie Verwendung Verdichtungshierarchien sind ein Analyseinstrument, mit dem Sie über selbstdefinierte hierarchische Strukturen Werte nach oben verdichten können. Damit sind Analysen von Werten und Mengen auf höheren Ebenen wie beispielsweise auf Werksebene möglich. Sie verwenden eine Verdichtungshierarchie in der Kostenträgerrechnung, um Kosten und Mengen, die im Zusammenhang mit dem Produktionsprozeß angefallen sind, für einen bestimmten Betrachtungszeitraum verdichtet, auf einer höheren Ebene zu analysieren. Sie legen beispielsweise fest, daß Ihre Auftragsdaten nach folgender Struktur verdichtet werden sollen: Werk Auftragsart Damit haben Sie die Möglichkeit, sich alle Daten zu einem bestimmten Werk anzeigen zu lassen und für dieses Werk die Werte für die einzelnen Auftragsarten zu betrachten. Mit Hilfe von Verdichtungshierarchien können Sie die Werte folgender Objekte verdichten: Instandhaltungs- und Serviceaufträge Innenaufträge Projekte Kundenaufträge und deren Positionen Produktionsaufträge, QM-Aufträge und Produktkostensammler Je nach Bedarf können Sie nur die Objekte einer Objektart (z.b. nur Fertigungsaufträge) oder mehrerer Objektarten gemeinsam verdichten. Bei der Verdichtung von Objekten bestimmter Objektarten (z.b. Projekte) werden auch abhängige Objekte einer anderen Objektart (z.b. dem Projekt zugeordnete Innenaufträge) mitverdichtet. Bei der Verdichtung von Kundenaufträgen können wahlweise dem Kundenauftrag zugeordnete Produktionsaufträge mitverdichtet werden oder nicht. Durch die Definition von Exception-Regeln können Sie festlegen, daß bestimmte Knoten der Hierarchie, die vorher festgelegte Bedingungen erfüllen, durch farbige Ampeln gekennzeichnet werden sollen. Dadurch ist es möglich, Bereiche hervorzuheben, die im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung näher analysiert werden müssen. Zu diesem Zweck können Sie aus einer Hierarchieübersicht in Kostenartenberichte zu jenen Hierarchieknoten verzweigen, die näher zu analysieren sind. Voraussetzungen Die Verdichtung von Objekten setzt die Definition einer Verdichtungshierarchie voraus. In der Definition einer Verdichtungshierarchie bestimmen Sie, über welche Felder die Datenverdichtung 268 April 2001
269 SAP AG Verdichtungshierarchie erfolgen soll und welche Objekte verdichtet werden. Dabei werden Werte in der Objektwährung nur verdichtet, wenn die Verdichtungshierarchie einen Knoten Werk oder Buchungskreis enthält. Sie definieren eine Verdichtungshierarchie im Customizing des Informationssystems unter Controlling Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Verdichtungshierarchie pflegen. Falls die im Arbeitsschritt Verdichtungshierarchie pflegen zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder nicht ausreichen, um Hierarchiestufen zur Verdichtung von Aufträgen oder Projekten gemäß Ihren Anforderungen zu definieren, können Sie mit der Klassifizierung [Seite 239] arbeiten. Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihre Anforderungen an weitere Felder durch Klassifizierungsmerkmale abzudecken. Aufgrund des hierbei zusätzlich entstehenden Datenvolumens und Performance-Einbußen in der Stammdatenpflege sollten Sie genau prüfen, ob sie tatsächlich zusätzliche Felder benötigen. Zum Anlegen weiterer Felder bearbeiten Sie nicht den Schritt 'Verdichtungshierarchie pflegen', sondern definieren sich eine sogenannte Auftragshierarchie im Customizing des Informationssystems unter Controlling Produktkosten- Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung Auftragshierarchien anlegen. Möchten Sie die Verdichtung vom Auftragsstatus abhängig machen, so müssen Sie vorher im Customizing ein Statusselektionsschema anlegen und dies in der Definition der Verdichtungshierarchie mit angeben. Sie finden diesen Arbeitsschritt im Customizing des Informationssystems unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Statusselektionsschemata definieren [Extern]. Funktionsumfang Die einzelnen Stufen einer Verdichtungshierarchie bestehen aus Stammdatenfeldern bzw. Teilen von Stammdatenfeldern. Für jeden Wert eines Feldes (z.b. Werk 1000, Werk 1100, Werk 1200) werden periodengerechte und kostenartengerechte Summen gebildet und auf einem sogenannten Verdichtungsobjekt fortgeschrieben. Die Werte auf den einzelnen Verdichtungsobjekten lassen sich im Informationssystem analysieren. Hierfür stehen Ihnen in den Informationssystemen der SAP-Standardauslieferung in der Berichtskategorie 'Verdichtete Analyse' verschiedene Berichte zur Verfügung. So können Sie z.b. einen Plan-Ist-Vergleich für ein zu analysierendes Verdichtungsobjekt (z.b. Verkaufsbüro 1000) aufrufen. Alternativ können Sie sich einen Hierarchiebericht für eine bestimmte Verdichtungshierarchie anzeigen lassen. Hier erhalten Sie eine hierarchische Übersicht über die Verdichtungsobjekte, die bei der Verdichtung erzeugt wurden. Haben Sie bei der Ausführung eines Datenbeschaffungslaufs eine Exception-Regel gesetzt, so werden Ihnen in dieser Übersicht zusätzlich entsprechende Ampeln angezeigt. Mit Hilfe einer Verdichtungshierarchie werden z.b. folgende Daten verdichtet: Planwerte (z.b. Plankosten gesamt, Plankosten fix, Plankosten variabel, Planherstellmenge) Istkosten (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Istherstellmenge) Sollkosten (z.b. Sollkosten gesamt, Sollkosten fix, Sollkosten variabel, Sollherstellmenge) April
270 SAP AG Verdichtungshierarchie Abweichungen (Plan/Ist-Abweichungen prozentual, Plan/Ist-Abweichungen absolut, Soll/Ist-Abweichungen prozentual, Abweichungskategorien) Einsatzmengen (Solleinsatzmengen, Isteinsatzmengen) Ware in Arbeit Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Je weniger Daten Sie verdichten, desto besser ist die Laufzeit des Datenbanklaufs. Die Stammdatenfelder, über die Sie Daten verdichten können, sind fest vorgegeben und von der Art der Objekte, die verdichtet werden sollen, abhängig. Demzufolge stehen Ihnen bei der Verdichtung von Kundenaufträgen andere Stammdatenfelder für die Definition einer Verdichtungshierarchie zur Verfügung als bei der Verdichtung von Innenaufträgen. Decken diese Felder Ihre Anforderungen nicht ab, so können Sie für die Verdichtung von Aufträgen oder Projekten auch zusätzliche eigendefinierte Felder verwenden. Hierfür müssen Sie jedoch mit der Klassifizierung arbeiten. Sie können den Umfang der zu verdichtenden Daten einschränken, indem Sie die Verdichtung von Auftragswerten vom Status der Aufträge abhängig machen. So können Sie z.b. nur die Daten solcher Aufträge verdichten, für die bereits Abweichungen ermittelt wurden. Die über eine Verdichtungshierarchie verdichteten Daten resultieren aus einem Datenbeschaffungslauf. Dieser muß ausgeführt werden, bevor Sie Berichte zur Verdichtung verwenden können. Sie erhalten in einem Bericht zu Verdichtungsobjekten den Datenbestand angezeigt, der zum Zeitpunkt des letzten Datenbeschaffungslaufs aktuell war. Dementsprechend müssen Sie einen neuen Datenbeschaffungslauf durchführen, wenn Sie aktuelle Werte in Ihren Berichten angezeigt bekommen möchten. Integration Sie können aus der Hierarchieanzeige Kostenartenberichte für einzelne Verdichtungsobjekte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster angezeigt. Wenn Sie einen Bericht auswählen, wird dieser Bericht zum ausgewählten Verdichtungsobjekt aufgerufen. Somit können Sie sich z.b. die verdichteten Istwerte, Planwerte und Abweichungen für ein bestimmtes Werk anzeigen lassen. Ebenso besteht die Möglichkeit, aus dem Selektionsbild eines Berichtes zur Analyse eines Verdichtungsobjektes die Hierarchieübersicht aufzurufen. Hinweise zum Aufruf der Berichte zur Verdichtungshierarchie Die Berichte zur Analyse eines Verdichtungsobjektes befinden sich in den Informationssystemen der einzelnen Applikationen der SAP-Standardauslieferung in der Berichtskategorie 'Verdichtete Analyse'. Zum Aufruf eines Berichtes zu einem Verdichtungsobjekt geben Sie im Selektionsbild des Berichtes den technischen Namen der Verdichtungshierarchie mit an. Zusätzlich ist die Angabe der Hierarchieart erforderlich. Die Hierarchieart lautet in der Regel CO. Haben Sie die Verdichtung jedoch für eine Auftragshierarchie mit Klassifizierung durchgeführt, so müssen Sie die Hierarchieart OR wählen. Im Feld Teilhierarchie spezifizieren Sie das zu analysierende Verdichtungsobjekt. Lassen Sie sich die Eingabemöglichkeiten (F4) zu diesem Feld anzeigen und wählen Sie hier das gewünschte Verdichtungsobjekt aus! 270 April 2001
271 SAP AG Verdichtungshierarchie Siehe auch: Ausführliche Informationen über die Beschaffung und Fortschreibung der Daten in der Verdichtung erhalten Sie unter Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie [Seite 337]. Kuppelproduktion im Infosystem [Extern] Die mit der Verdichtungshierarchie aggregierten Daten analysieren Sie mit der Kostenanalyse. Lesen Sie hierzu Kostenanalyse. [Seite 79] April
272 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen Verdichtungshierarchien pflegen In diesem Arbeitsschritt im Customizing des Informationssystems Produktkosten-Controlling legen Sie den Aufbau Ihrer Verdichtungshierarchien fest. In der Definition einer Verdichtungshierarchie hinterlegen Sie, nach welchen Kriterien Kosten und Mengen von Objekten verdichtet werden sollen. Sie können mittels einer Verdichtungshierarchie die Werte folgender Objekte verdichten: Innenaufträge (Auftragstypen 01 und 02) Instandhaltungs-/Serviceaufträge (Auftragstyp 30) Produktionsaufträge, QM-Aufträge und Produktkostensammler hierunter fallen folgende Auftragstypen: CO-Fertigungsaufträge (Auftragstyp 04), Produktkostensammler (Auftragstyp 05), QM-Aufträge (Auftragstyp 06), PPS-Fertigungsaufträge (Auftragstyp 10), Prozeßaufträge (Auftragstyp 40). Projekte Bei der Verdichtung von Projekten verdichtet das System abhängige Objekte wie z.b. zugeordnete Aufträge oder PSP-Elemente automatisch mit. Kundenaufträge ohne abhängige Aufträge Kundenaufträge mit abhängigen Aufträgen Bei der Verdichtung von Kundenaufträgen können Sie durch die Auswahl der entsprechenden Objektart entscheiden, ob das System die Daten von dem Kundenauftrag zugeordneten Produktionsaufträgen mit verdichten soll. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie die Werte einzelner Objekte entsprechend dem definierten Hierarchieaufbau stufenweise nach oben verdichten. Als Kriterien für die Verdichtung verwenden Sie Stammdatenfelder der Kontierungsobjekte. Jede Stufe der Verdichtungshierarchie entspricht einem Stammdatenfeld. Über die Stammdatenfelder selektiert das System die Kontierungsobjekte für die Verdichtung und summiert die Kosten und Mengen für jede Ausprägung eines Stammdatenfeldes (z.b. Werk 1000, Werk 2000). Hinweis: Wenn Sie die kundeneigenen Felder für die Innenauftragsverdichtung verwenden, übernehmen Sie die Groß-/Kleinschreibung dieser Felder. Die ermittelten Summen sichert das System auf sogenannten Verdichtungsobjekten, die den Knoten der beim Verdichtungslauf aufgebauten Hierarchie entsprechen. Die einzelnen Verdichtungsobjekte können Sie im Informationssystem analysieren. Mit Verdichtungshierarchien können Sie u.a. folgende Daten verdichten: Plankosten Istkosten Sollkosten Abweichungen Ware in Arbeit 272 April 2001
273 SAP AG Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Einsatzmengen Herstellmengen Ausschuß Beispiel Verdichtungshierarchien pflegen Sie verwenden eine Verdichtungshierarchie, um pro Periode die Kosten zu verdichten, die für die Aufträge zur Fertigung eines bestimmten Materials in einem bestimmten Werk angefallen sind. Hinweise Die erste Stufe der Hierarchie ist stets der Kostenrechnungskreis. Wenn Sie beim Anlegen von Verdichtungshierarchien ein Statusselektionsschema angeben, werden nur die Objekte für die Verdichtung selektiert, deren Status zum Verdichtungszeitpunkt den Selektionskriterien im Statusselektionsschema entsprechen. Wenn Sie eine Verdichtung über die Objektart Kundenaufträge durchführen möchten, so bezieht sich ein in der Hierarchiedefinition hinterlegtes Statusselektionsschema auf die dem Kundenauftrag zugeordneten Fertigungsaufträge. Sobald das System einen Verdichtungslauf für eine Hierarchie durchgeführt hat, können Sie diese Verdichtungshierarchie nicht mehr ändern. Wenn Sie diese Verdichtungshierarchie ändern möchten, müssen Sie zunächst durch einen Löschlauf alle verdichteten Daten löschen. Zur Vorselektion von Innenaufträgen können Sie Selektionsvarianten angeben. Hinweise zur Kuppelproduktion Zur statusabhängigen Selektion von Aufträgen in der Kuppelproduktion können Sie für den Auftragskopf und die Auftragsposition separate Statusselektionsschemata hinterlegen, da die Status von Auftragskopf und -position in der Kuppelproduktion voneinander abweichen können. Bei Einsatz von Kuppelproduktion verdichtet das System nur die Werte der Auftragspositionen. Werte, die sich auf dem Auftragskopf befinden, berücksichtigt es bei der Verdichtung nicht. Führen Sie daher die Funktion "Verteilung Kuppelprodukte" vor dem Start eines Verdichtungslaufes aus. Voraussetzung Wenn Sie Statusselektionsschemata verwenden möchten, müssen Sie vorher den Arbeitsschritt " Statusselektionsschemata definieren [Extern] " bearbeitet haben. Wenn Sie Selektionsvarianten verwenden möchten, müssen Sie vorher den Arbeitsschritt " Selektionsvarianten definieren [Extern] " bearbeitet haben. Aktivitäten Um eine Verdichtungshierarchie zu definieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie "Neue Einträge". 2. Vergeben Sie einen Hierarchienamen sowie einen sprechenden Langtext. Um Einsatzmengen zu verdichten, markieren Sie "Einsatzmengen verdichten". April
274 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen 3. Wenn Sie den Datenumfang mittels Formroutinen einschränken möchten, geben Sie den Namen des Userexit-Pools an, der diese Formroutinen beinhaltet (siehe auch Punkt 6). 4. Sichern Sie Ihre Eingaben und wählen Sie "Zurück". Sie gelangen wieder in die Übersicht aller Verdichtungshierarchien. 5. Um festzulegen, welche Arten von Kontierungsobjekten beim jeweiligen Verdichtungslauf berücksichtigt werden sollen, wählen Sie "Datenumfang (Objektarten)". Markieren Sie die zu verdichtenden Objektarten. Wenn Sie nur Projekte verdichten, verdichtet das System auch die Daten zugeordneter Objekte wie beispielsweise abhängiger Aufträge. Wenn Sie Kundenaufträge verdichten möchten, können Sie durch die Auswahl der entsprechenden Objektart entscheiden, ob das System die dem Kundenauftrag zugeordneten Produktionsaufträge bei der Verdichtung mit berücksichtigen soll. Wenn Sie mehrere Objektarten markieren (z.b. Kundenaufträge und Fertigungsaufträge), müssen Sie eine Priorität angeben. Dies ist erforderlich, da beispielsweise der Kundenauftrag für ein Stammdatenfeld einen bestimmten Wert haben kann, der darunterhängende Fertigungsauftrag für dasselbe Feld jedoch einen anderen Wert haben kann. Würde das System über dieses Stammdatenfeld verdichten, würde der Fertigungsauftrag sowohl bei der Verdichtung über den Wert des Stammdatenfeldes im Kundenauftrag als auch über den Wert des Stammdatenfeldes im Fertigungsauftrag berücksichtigt. Um dies zu vermeiden, hinterlegen Sie in der Hierarchiedefinition für die Objektart "Kundenauftrag" die Priorität 1 und für die Objektart "Fertigungsauftrag" die Priorität Um festzulegen, welche Kosten und Mengen verdichtet werden sollen, wählen Sie "Datenumfang (Summensatztabellen)". Um einzelne Summensatztabellen aus der Verdichtung auszuschließen, markieren Sie "nicht verdichten". Um die Performance zu verbessern, können Sie die Sätze der Summensatzdatei ohne Herkunft verdichten. Markieren Sie hierzu das Kennzeichen "ohne Herkunft". Das Setzen dieses Kennzeichens empfiehlt sich, wenn man an reinen Kostenartenberichten interessiert ist. Es ist dann allerdings nicht mehr möglich, die Werte auf Kostenartenebene weiter nach Herkünften aufzureißen. Wenn Sie den Datenumfang mit Hilfe eines Userexits begrenzen möchten, tragen Sie den Namen der Userexit-Formroutine ein. Hierfür müssen Sie beim Anlegen der Verdichtungshierarchie den Namen des Userexit-Pools eingetragen haben. 7. Um den Stufen Ihrer Verdichtungshierarchie Stammdatenfelder zuzuordnen, wählen Sie "Hierarchiestufen". Sie können bis zu 9 Hierarchiestufen definieren. In der Spalte "Hierarchiefeld" hinterlegen Sie pro Hierarchiestufe das gewünschte Stammdatenfeld. Wenn Sie eine Hierarchiestufe über einen Teil eines Stammdatenfeldes anlegen wollen, pflegen Sie "Offset" und "Länge". 8. Wenn Sie Kontierungsobjekte, bei denen ein Merkmal nicht gefüllt ist, unter dem Knoten "Sonstige" zusammenfassen möchten, markieren Sie "initial". 274 April 2001
275 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen Weitere Hinweise Weitere Informationen zum Aufbau und Zweck von Verdichtungshierarchien im Produktkosten- Controlling finden Sie in der R/3-Bibliothek unter Verdichtungshierarchie [Seite 326]. April
276 SAP AG Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Verwendung Für zusätzliche Funktionen im Bereich der Verdichtung stehen Ihnen im SAP-System verschiedene Funktionsbaustein-Exits zur Verfügung. Diese werden im folgenden kurz erwähnt. Die genannten Exits sind dokumentiert. Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Erweiterungstransaktion (Transaktion CMOD). Lassen Sie sich hierzu alle SAP-Erweiterungen der Entwicklungsklasse KKR anzeigen. Die Dokumentation zu einem Exit erhalten Sie, indem Sie die Drucktaste 'SAP-Doku' betätigen. Exit zur Selektion der Datenbeschaffung Der Funktionsbaustein-Exit EXIT_SAPLKKRB_001 der Erweiterung SAPLKKRB bietet die Möglichkeit, nach der Selektion für einen Datenbeschaffungslauf noch Objekte umzuordnen, zu löschen oder hinzuzufügen, bevor die eigentliche Datenbeschaffung beginnt. Exit zur Texterzeugung für Verdichtungsobjekte Der Funktionsbaustein EXIT_SAPLKKRU_001 der Erweiterung KKRU0001 ermöglicht die selbstprogrammierte Vergabe von Texten für Verdichtungsobjekte. Diese Texte werden während eines Datenbeschaffungslaufs erzeugt. 276 April 2001
277 SAP AG Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Verwendung Für jedes Verdichtungsobjekt, das bei einer Verdichtung erzeugt wird, können Texte entweder vom System ermittelt oder vom Anwender manuell eingegeben werden. Im Standard werden die Texte der Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf automatisch auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung erzeugt. Sie verdichten über das Werk 1000 (Werk 1000 = Walldorf). Das erzeugte Verdichtungsobjekte erhält die Bezeichnung 'Walldorf'. Die Texte für Verdichtungsobjekte können bei Bedarf manuell erfaßt werden. Bei der Ausführung des Datenbeschaffungslaufs ist dann zu entscheiden, ob diese manuellen Texte durch die Bezeichnung der Feldausprägung überschrieben werden sollen oder ob der manuelle Text erhalten bleiben soll. Kann für ein Verdichtungsobjekt kein Text ermittelt werden, so wird der Wert dieses Feldes automatisch als Text übernommen. Vorgehensweise Zum Pflegen manueller Texte für Verdichtungsobjekte gehen Sie wie folgt vor: 13. Verzweigen Sie in das jeweilige Anwendungsmenü der Kostenträgerrechnung. 14. Wählen Sie Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. 15. Geben Sie im Feld Hierarchie die Verdichtungshierarchie an. 16. Wählen Sie Bearbeiten Hierarchie. 17. Positionieren Sie den Cursor auf das betreffende Verdichtungsobjekt und wählen Sie Bearbeiten Text pflegen. 18. Erfassen Sie den gewünschten Text und sichern Sie Ihre Eingaben. Um festzulegen, welcher Text für Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf fortgeschrieben wird, gehen Sie wie folgt vor: m. Verzweigen Sie in das jeweilige Anwendungsmenü der Kostenträgerrechnung. n. Wählen Sie Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. o. Geben Sie im Feld Hierarchie die Verdichtungshierarchie an. p. Wählen Sie Zusätze Standardtexte. q. Wählen Sie nun die Art aus, wie die Texte der Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf behandelt werden sollen: April
278 SAP AG Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Keine Texte erzeugen Beim Datenbeschaffungslauf werden die Bezeichnungen der Feldausprägungen nicht ermittelt. Waren vorher bereits Texte vorhanden (entweder aus einem früheren Datenbeschaffungslauf oder durch manuelle Pflege), so werden nur diese Texte angezeigt. Texte erzeugen (nicht überschreiben) Das System ermittelt Texte für die Verdichtungsobjekte auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung. Sind für bestimmte Knoten bereits Texte vorhanden (entweder aus einem früheren Datenbeschaffungslauf oder durch manuelle Pflege), so werden diese Texte nicht geändert. Diese Einstellung ist standardmäßig vorbelegt und ist aus Performancegründen der Einstellung 'Texte erzeugen (überschreiben)' vorzuziehen. Texte erzeugen (überschreiben) Das System ermittelt Texte für die Verdichtungsobjekte auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung. Schon vorhandene Texte (auch die manuell gepflegten Texte) werden in diesem Prozeß überschrieben. r. Führen Sie den Datenbeschaffungslauf für Ihre Verdichtungshierarchie aus. Das System ermittelt nun die Texte für die Verdichtungsobjekte gemäß der von Ihnen gewählten Option. 278 April 2001
279 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Verwendung Die über eine Verdichtungshierarchie verdichteten Daten resultieren aus einem Datenbeschaffungslauf. Dieser wird in der Regel nach Beendigung der Periodenabschlußarbeiten in der Kostenträgerrechnung pro Verdichtungshierarchie ausgeführt. Bei der Ausführung des Datenbeschaffungslaufs geschieht folgendes: Für die gemäß der Definition der Verdichtungshierarchie selektierten Objekte werden die Werte und Mengen der Perioden gelesen, die im Datenbeschaffungslauf spezifiziert wurden. Diese Daten werden entsprechend dem Hierarchieaufbau nach oben verdichtet und auf Verdichtungsobjekten periodengerecht und kostenartengerecht fortgeschrieben. Ein Verdichtungsobjekt wird für jede Feldausprägung aller Felder einer Verdichtungshierarchie gebildet. Besteht die Verdichtungshierarchie aus den Feldern Werk und Auftragsart, so werden z.b. folgende Verdichtungsobjekte gebildet: Werk A Werk B Werk A, Auftragsart 1 Werk B, Auftragsart 1 Wurde bereits ein Datenbeschaffungslauf durchgeführt, so erfolgt die Fortschreibung der in einem neuen Datenbeschaffungslauf selektierten Daten folgendermaßen: für Perioden innerhalb des Verdichtungszeitraumes des neuen Datenbeschaffungslaufs werden die Werte auf dem Verdichtungsobjekt zurückgesetzt und neu ermittelt. für Perioden außerhalb des angegebenen Zeitraums des neuen Datenbeschaffungslaufs bleiben die Werte auf dem Verdichtungsobjekt erhalten. Somit gehen Daten, die in einem früheren Verdichtungslauf ermittelt wurden, durch einen neuen Datenbeschaffungslauf nicht automatisch verloren. Sie können die Selektion von Objekten für die Verdichtung vom Status des Objektes abhängig machen. Hierfür hinterlegen Sie in der Definition der Verdichtungshierarchie ein Statusselektionsschema. Im Statusselektionsschema hinterlegen Sie, welchen Status die zu selektierenden Objekte haben sollen (z.b. freigegeben, rückgemeldet). Arbeiten Sie mit der Statusselektion, so sollten Sie dies bei der Wahl des Verdichtungszeitraumes berücksichtigen. Wenn Sie z.b. mit der Statusselektion nur abgerechnete Aufträge verdichten wollen und den Verdichtungszeitraum auf die letzten zwei Perioden begrenzen, obwohl ein Auftrag über vier Perioden läuft, so werden z.b. Istkosten der ersten beiden Perioden des Auftrages nicht mitverdichtet und fehlen somit in der Verdichtungshierarchie. Da die gesamten Sollkosten erst in der Periode errechnet und auf der Datenbank fortgeschrieben werden, in der der Auftrag endgeliefert bzw. technisch abgeschlossen wurde, stehen den kumulierten Sollkosten in der Verdichtungshierarchie nur partielle Istkosten gegenüber. April
280 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Arbeiten Sie mit der Statusselektion, dann wählen Sie deshalb den Verdichtungszeitraum so groß, daß die gesamte Laufzeit eines Auftrages innerhalb des Verdichtungszeitraumes liegt. Bei einer Verdichtungshierarchie ohne Statusselektion reicht es, den Verdichtungszeitraum so zu wählen, daß alle in der Finanzbuchhaltung offenen Perioden erfaßt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. Voraussetzungen Arbeiten Sie mit der Kuppelproduktion, so müssen Sie vor Ausführung eines Datenbeschaffungslaufs die Funktion Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit [Extern] ausführen, da die Verdichtung im Falle von Kuppelproduktion nur die Werte der Auftragspositionen, nicht aber die des Auftragskopfes, nach oben verdichtet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Kuppelproduktion im Informationssystem [Seite 387]. Funktionsumfang Sie können einen Datenbeschaffungslauf für die gesamte Verdichtungshierarchie durchführen Führen Sie einen Datenbeschaffungslauf für die ganze Hierarchie durch, so können Sie anschließend zu jedem Verdichtungsobjekt einen Bericht anzeigen. für eine Teilhierarchie durchführen Wollen Sie z.b. nur die Summe der Kosten für alle Aufträge zu einem bestimmten Material ermitteln, so können Sie einen Datenbeschaffungslauf für die entsprechende Teilhierarchie durchführen. Sie können anschließend zu allen Verdichtungsobjekten dieser Teilhierarchie Berichte anzeigen. Sie können auch einen Löschlauf durchführen. Dieser löscht die Daten aller Verdichtungsobjekte der angegebenen Hierarchie. Bei Durchführung eines Löschlaufes ist die Eingabe eines Zeitraumes ohne Bedeutung. Ein Löschlauf ist z.b. dann erforderlich, wenn Sie nachträglich Änderungen an der Definition der Verdichtungshierarchie vornehmen möchten. Daneben besteht die Möglichkeit, einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, bei dem ein Aufbau der Verdichtungshierarchie erfolgt, jedoch keine Daten selektiert werden. Wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine Verdichtung für diesen Zeitraum durchgeführt, so würde durch einen solchen Datenbeschaffungslauf eine Aktualisierung der Verdichtungsobjekte vorgenommen, ohne daß bestehende Daten überschrieben würden. Hinweise zur Performance Um Laufzeiten zu verkürzen können Sie den Verdichtungslauf von Verdichtungshierarchien auf mehreren Servern parallel laufen zu lassen. Über die Festlegung einer Anzahl von Verdichtungsknoten können Sie die Performance bei Parallelverarbeitung zusätzlich positiv beeinflussen. Außerdem können Sie bei der Definition der Verdichtungshierarchie festlegen, daß einzelne Summensatzdateien nicht verdichtet werden sollen oder die Sätze von Summensatzdateien ohne Herkunft verdichtet werden sollen. Ist man an reinen Kostenartenberichten ohne weiteren Detaillierungsgrad interessiert, so empfiehlt es sich, dieses Kennzeichen zu setzen. 280 April 2001
281 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Aus Performancegründen sollte außerdem darauf verzichtet werden, das Feld Auftragsnummer als Hierarchiestufe in der Definition der Verdichtungshierarchie auszuwählen. Arbeiten Sie mit der Auftragshierarchie mit Klassifizierung, so sollten Sie in regelmäßigen Abständen die Funktion Merkmalsstatistik ausführen. Hierdurch kann sich die Reihenfolge der zu selektierenden Merkmale ändern, wodurch eine schnellere Selektion der Klassifizierungsmerkmale ermöglicht werden kann. Sie finden diese Funktion im Anwendungsmenü der jeweiligen Anwendungskomponente der Kostenträgerrechnung über Informationssystem Datenbeschaffung Auftragshierarchie (Klassifizierung) Umfeld Merkmalsstatistik erzeugen. Vor dem Ausführen des Datenbeschaffungslaufs setzen Sie das Kennzeichen Klassifizierung im Customizing der Kostenträgerrechnung im Periodisches Produkt-Controlling bzw. im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling unter Auftragsarten überprüfen in der Sicht Auftragsart ändern und klassifizieren die Aufträge mit dem Report RKO CLASS nach. Danach deaktivieren Sie das Kennzeichen. Siehe auch: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
282 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Voraussetzungen Sie haben eine Verdichtungshierarchie angelegt. Wenn Sie mit Hilfe der Parallelisierung die Laufzeit des Datenbeschaffungslaufs verkürzen wollen, dann lassen Sie sich von Ihrem Systemadministrator eine Server-Gruppe einrichten, und lassen Sie sich die maximale Taskanzahl angeben. Server-Gruppe festlegen (nur für Systemadministratoren) Um festzulegen, auf welchen Servern der Verdichtungslauf ablaufen soll, wählen Sie Werkzeuge Administration Verwaltung Netzwerk RFC-Destination RFC RFC-Gruppen. Es wird empfohlen, die Datenbeschaffung jeweils nach dem Periodenabschluß durchzuführen. So können aktuelle Daten wie Sollkosten, WIP und Abweichungen verdichtet werden. Wenn Sie die Istkosten kontrollieren möchten, kann es sinnvoll sein, während einer Periode (ohne vorheriges Ausführen von Periodenabschlußaktivitäten) eine Datenbeschaffung durchzuführen. Vorgehensweise Um einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor: 5. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling / Auftragsbezogenes Produkt- Controlling / Kundenauftrags-Controlling / Immaterielle Güter und Dienstleistungen Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. Sie gelangen auf das Bild CO-Verdichtung. 6. Geben Sie folgende Daten ein: Hierarchie Sie erhalten eine Liste der im Kostenrechnungskreis vorhandenen Verdichtungshierarchien mit F4. Sie erhalten eine Liste der bereits verdichteten Hierarchien, indem Sie Zusätze Verdichtete Hierarchien wählen. Teilhierarchie Wollen Sie nur einen Teil der Hierarchie verdichten, wählen Sie das Pfeil-Symbol Teilhierarchie setzen. Alle Felder werden aufgelistet, für die eine Verdichtung durchgeführt wird (z.b. Werk, Material). Geben Sie die Feldausprägungen ein, für die eine Verdichtung durchgeführt werden soll. Geben Sie beispielsweise das Werk 0001 und das Material PROD-1 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge verdichtet, die für das Material PROD-1 im Werk 0001 angelegt wurden. 282 April 2001
283 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Geben Sie nur das Werk 0001 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge im Werk 0001 verdichtet. - Von Periode/Geschäftsjahr und Bis Periode/Geschäftsjahr Für die gemäß der Definition der Verdichtungshierarchie selektierten Objekte werden die Werte dieser Perioden selektiert. Hat ein Objekt, welches der definierten Hierarchie entspricht, in den angegebenen Perioden keine Werte, so wird es bei der Datenbeschaffung zwar prinzipiell berücksichtigt, jedoch ohne Werte. 5. Setzen Sie ein Kennzeichen: Verdichtungslauf Im Verdichtungslauf werden bereits vorhandene Werte für Perioden innerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes zurückgesetzt und neu ermittelt. Werte auf dem Verdichtungsobjekt für Perioden außerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes bleiben erhalten. Löschlauf Im Löschlauf werden alle durch vorhergehende Datenbeschaffungen aufgebauten Verdichtungsobjekte gelöscht. Die Hierarchiedefinition ist danach wieder änderbar. Hierarchie ohne Daten Setzen Sie dieses Kennzeichen, wenn Sie lediglich einen Aufbau der Verdichtungsobjekte wünschen, ohne daß Daten selektiert werden sollen. 12. Wählen Sie ggf. Zusätze Exception Regel setzen. Hierdurch erreichen Sie, daß für Knoten der Hierarchie farbige Ampeln gesetzt werden, wenn bestimmte Schwellwerte überschritten werden. Die Regeln zum Setzen der Exceptions definieren Sie vorher im Customizing. Hier hinterlegen Sie, auf welche Basisgröße sich die Schwellwerte beziehen sollen und bei welcher Überschreitung des Basiswertes eine Ampel gesetzt werden soll. 13. Im Standard ist das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gesetzt. Wollen Sie den Verdichtungslauf Online durchführen, so müssen Sie dieses Kennzeichen löschen. 14. Möchten Sie den Datenbeschaffungslauf parallelisieren, dann wählen Sie nun Parallelisierung Es erscheint ein Dialogfenster Parallelverarbeitung. Setzen Sie gegebenenfalls das Kennzeichen Parallelverarbeitung im Online und geben Sie folgende Werte ein: Max. Taskanzahl (Anzahl der Systemmodi auf jeweiligen Servern) Anzahl Verdichtungsknoten (Task) Server-Gruppe Wählen Sie Übernehmen. Abhängig von der Taskanzahl werden entsprechende Ressourcen des Systems beansprucht. Begrenzen Sie deshalb die Taskanzahl oder führen Sie die Parallelisierte Verdichtung nur aus, wenn Ihr System zum Zeitpunkt der Verdichtung über genügend Ressourcen verfügt. April
284 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen 15. Wählen Sie Ausführen. Haben Sie das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gelöscht, so blendet das System ein Dialogfenster ein, in dem Sie die Durchführung der Auftragsverdichtung bestätigen müssen. Ergebnis Sie gelangen nach Ausführung der Verdichtung auf ein Übersichtsbild, das die bearbeiteten Knoten der Hierarchie anzeigt. Sie können folgende Funktionen aufrufen: Meldungsprotokoll Das Meldungsprotokoll listet eventuell aufgetretene Fehler und Informationsmeldungen zur Verdichtung auf. Tabellenstatistik Die Tabellenstatistik gibt an, wieviele Summensätze bei der Verdichtung geschrieben wurden. Siehe auch: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 284 April 2001
285 SAP AG Objektliste Objektliste in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Objektliste in der Kostenträgerrechnung haben Sie in den verschiedenen Controlling-Szenarien die Möglichkeit, auf der Basis von Selektionsdaten Listen für die folgenden Objekte zu erstellen: Periodisches Produkt-Controlling Aufträge (Produktionsaufträge und Produktkostensammler) Verdichtungshierarchien und Auftragshierarchien Kostenträgerhierarchien Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Aufträge (Produktionsaufträge und Produktkostensammler) Verdichtungshierarchien und Auftragshierarchien Kostenträgerhierarchien Kundenauftrags-Controlling Verdichtungshierarchien Kundenauftragspositionen Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen Erlösführende Innenaufträge Verdichtungshierarchien April
286 SAP AG Kundenauftragsselektion Kundenauftragsselektion Verwendung Liste mit Stammdaten zum Kundenauftrag und zugehörigen Kennzahlen im Bereich des Kundenauftrags-Controllings. Dieser Bericht zählt zur Berichtskategorie Objektliste. Die Kundenauftragsselektion dient zur Analyse von kosten- und erlösführenden Kundenauftragspositionen, die Sie nach frei bestimmbaren Kriterien selektieren können. Die kosten- und erlösführenden Kundenauftragspositionen, die den Selektionskriterien entsprechen, werden Ihnen in flexiblen Ergebnislisten angezeigt. Von einem Auftrag der Ergebnisliste können Sie zu Detailberichten verzweigen. Es stehen Ihnen im Standard folgende Kriterien zur Verfügung, um den Umfang der Kundenauftragsselektion zu begrenzen: über den Zeitraum von Buchungsperioden einschränken (Kennzahlen werden nur aus Daten innerhalb dieser Buchungsperioden gebildet) über Merkmale des Kundenauftragskopfes einschränken über Merkmale der Kundenauftragsposition einschränken Siehe auch: Selektionsparameter der Kundenauftragsselektion [Extern]. Die Kundenauftragsselektion ist verfügbar für folgende Verkaufsbelege: Kundenauftrag Kundenangebot Kundenanfrage Die Kundenauftragsselektion ist keine verdichtete Analyse und basiert nicht auf der Klassifizierung. Sie dient in erster Linie Ad-hoc Fragestellungen, die sich im Bereich des Kundenauftrags-Controllings ergeben. Die ermittelten Kennzahlen werden beim Berichtsaufruf aus den kostenartengerechten Daten ermittelt. Die Kennzahlen liegen nicht in gespeicherter Form vor, so daß Massendatenanalysen über große Ergebnislisten lange Laufzeiten zur Folge haben können. Hinweise zur Performance Um lange Laufzeiten bei der Aufbereitung von Berichtsdaten zu vermeiden, können Sie mit Extrakten arbeiten. Bei einem Extrakt handelt es sich um einen gespeicherten Datenbestand, der die zum Zeitpunkt der Extrakterzeugung selektierten Berichtsdaten enthält. Es werden folgende Standardanalysen mit jeweils darauf angepaßtem Selektionsbild angeboten: Analyse Positionsdaten Analyse Kopf- und Positionsdaten Analyse Kopfdaten 286 April 2001
287 SAP AG Es ist jedoch möglich, sich aufgrund anderer Anforderungen ein eigenes Selektionsbild zu erstellen. Hierfür definieren Sie sich eine eigene Selektionsvariante, die den Aufbau des Selektionsbildes festlegt. Kundenauftragsliste Verwendung Die Liste mit den selektierten Kundenaufträgen besteht aus Merkmalen und Kennzahlen. Die Darstellung der Daten erfolgt mit Hilfe des ABAP List Viewers. Die Gestaltung dieser Ergebnisliste können Sie individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen, indem Sie die für Sie wichtigen Merkmale und Kennzahlen auswählen. Erstellen Sie sich Layouts und speichern Sie diese. Sie können die Kundenauftragsliste interaktiv durch die Auswahl eines anderen Layouts verändern. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, innerhalb der Kundenauftragsliste zwischen folgenden Sichten zu wechseln: Vertriebsbelegpositionen Vertriebsbelege und position Vertriebsbelege Abhängig von der eingestellten Sicht der Kundenauftragsliste sind nur Merkmale und Kennzahlen des Auftragskopfes bzw. der Auftragsposition auswählbar: Kopf Position Verkaufsbelegpositionen nein ja Verkaufsbelege und -position ja Verkaufsbelege ja nein ja Beachten Sie, daß bei einem Bericht zu Kopf- und Positionsdaten nur über Merkmale des Kundenauftragskopfes verdichtet werden kann. Weiterhin beachten Sie, daß die angezeigten Daten auf Verkaufsbelegkopfebene sich nur durch eine Aggregation der kosten- und erlösführenden Positionen ergeben. Diese Daten werden zum Berichtszeitpunkt ermittelt und sind nicht abgespeichert. Nutzen Sie folgende interaktiven Möglichkeiten, um Ihre Ergebnisliste zu analysieren: Filter setzen Zwischensummen auf Kopfmerkmalen bilden Sortierungen vornehmen Hinweise Zwischensummenbildung auf sehr großen Ergebnislisten kann zu langen Laufzeiten führen. Mögliche Kennzahlen für die Ergebnisliste der Kundenauftragsselektion Merkmale Als Merkmale des Verkaufsbelegkopfes werden angeboten: April
288 SAP AG Verwendung Angelegt am Angelegt von Belegdatum Gr.Transakt.Vorgang, z.b. Auftrag, Anfrage, Angebot Bestellnummer Vertriebsbelegart Verkaufsorganisation Vertriebsweg Sparte Verkäufergruppe Verkaufsbüro Geschäftsbereich Als Merkmale der Vertriebsbelegposition werden angeboten: Material Charge Bezeichnung Positionstyp Vorgängerbeleg Vorgängerbelegposition Werk Angelegt am Angelegt von Profit Center Abgrenzungsschlüssel Kalkulationsschema Kennzahlen Das System R/3 kennt nur die Verkaufsbelegposition, nicht den Verkaufsbeleg, als Kontierungsobjekt. Das bedeutet, daß nur auf kontierungsrelevanten Verkaufsbelegpositionen Werte wie Istkosten und erlöse, Plankosten und erlöse, Abgrenzungsdaten vorliegen. Dieser Bericht verdichtet dynamisch zunächst Kennzahlen auf den Vertriebsbelegpositionen und anschließend diese Größen auf den Vertriebsbelegkopf. Bitte beachten Sie, daß diese Kennzahlen nicht abgespeichert werden und bei jedem Berichtsaufruf neu aus den Daten aufgebaut werden müssen. Folgende Feldgruppen mit Kennzahlen werden für Vertriebsbelegkopf und positionen angeboten: Kennzahlen allgemein 288 April 2001
289 SAP AG Verwendung Abgrenzung Vergleichskennzahlen die Feldgruppe 'Kennzahlen allgemein' enthält: Plankosten Istkosten Istkosten (Saldo Be- und Entlastungen) Brutto Planerlös (ohne Erlösschmälerung) Brutto Isterlös (ohne Erlösschmälerung) Planerlösschmälerung Isterlösschmälerung Planerlös (inklusive Erlösschmälerung) Isterlös (inklusive Erlösschmälerung) Plangewinn Istgewinn Positionssaldo bezogen auf Ist (Kosten und Erlöse) Planmenge Istmenge Planmengeneinheit Istmengeneinheit die Feldgruppe 'Abgrenzung' enthält: Abgrenzung: Bestand (WIP) Abgrenzung: Erlösfähiger Bestand Abgrenzung: Bestand gesamt Abgrenzung: Rückst. für fehlende Kosten Abgrenzung: Erlösüberschuß Abgrenzung: Rückst. drohender Verluste Abgrenzung: Rückstellungen gesamt Abgrenzung: Kosten des Umsatzes Abgrenzung: Ergebniswirksamer Erlös Abgrenzung: Ergebnis die Feldgruppe 'Vergleichskennzahlen' enthält: Abweichung Plan/Ist-Kosten absolut Abweichung Plan/Ist-Erlös absolut April
290 SAP AG Verwendung Abweichung Plan/Ist-Gewinn absolut Abweichung Plan/Ist-Kosten prozentual Abweichung Plan/Ist-Erlös prozentual Abweichung Plan/Ist-Gewinn prozentual Plangewinn prozentual (Basis Plankosten) Istgewinn prozentual (Basis Istkosten) Exceptions Exceptions (Ausnahmebedingungen) werden verwendet, um Objekte, für die bestimmte Werte einen angegebenen Schwellwert überschreiten, durch farbige Ampeln zu kennzeichnen. Sie legen durch die Angabe einer Vorschrift fest, auf welche Basis die Angabe des Schwellwertes sich beziehen soll (z.b. Istkosten absolut). Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag die Basisgröße überschritten sein muß, damit für den Auftrag im Bericht eine Ampel gesetzt wird. Bei Kundenauftragslisten, die ausschließlich bzw. zusätzlich Vertriebsbelegköpfe anzeigen, wird genau dann eine Exception auf dem Vertriebsbelegkopf gesetzt, wenn mindestens für eine Position diese Exception erfüllt ist. Integration Von der Ergebnisliste der Kundenauftragsselektion können Sie für jede Kundenauftragsposition kostenartengerechte Detailberichte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster zur Auswahl angeboten. Weiterhin sind folgende Absprünge auf Detailberichte möglich: Kundenauftrag und zugeordnete Aufträge Stammdaten (Kundenauftrag anzeigen) Einzelpostenbericht Ist / Kundenauftrag Siehe auch: Kundenauftrags-Controlling [Extern] Kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition [Extern] Ergebnisermittlung [Extern] Informationen zum Erstellen von Selektionsvarianten erhalten Sie im Punkt Anlegen Selektionsvarianten [Extern] Informationen über das Anlegen eigener Anzeigevarianten erhalten Sie im Punkt Anlegen Anzeigevariante [Extern]. Zum Arbeiten mit Extrakten beachten Sie bitte den Punkt Arbeiten mit Extrakten [Seite 385]. Informationen über die verschiedenen Navigationsmöglichkeiten und Aufbereitungsmöglichkeiten innerhalb der Ergebnisliste erhalten Sie in der Dokumentation ABAP Listviewer. Allgemeine Informationen zur Performance finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 290 April 2001
291 SAP AG Auftragsselektion Auftragsselektion Definition Mittels der Auftragsselektion erzeugen Sie eine Liste von Aufträgen mit zugehörigen Daten und Kennzahlen. Verwendung Mit der Auftragsselektion haben Sie die Möglichkeit, Aufträge nach verschiedenen Kriterien zu selektieren. Als Ergebnis erhalten Sie eine Liste von Aufträgen, in der Ihnen zu jedem Auftrag bestimmte Stammdaten und Kennzahlen angezeigt werden. Durch das Setzen von Exceptions können Sie zusätzlich festlegen, daß alle Aufträge, die bestimmte Bedingungen erfüllen, in der Ergebnisliste durch farbige Ampeln hervorgehoben werden. Dadurch ist es möglich, Aufträge herauszufiltern, die im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung näher analysiert werden sollen. Die Ergebnisliste kann vom Anwender flexibel gestaltet werden und bietet eine Vielzahl von Navigations- und Aufbereitungsmöglichkeiten. Um die Daten zu einem Auftrag näher zu analysieren, haben Sie die Möglichkeit, aus der Ergebnisliste in Detailberichte zu einem einzelnen Auftrag oder in Berichte zum Vergleich zweier Aufträge zu verzweigen. Außerdem kann von der Ergebnisliste in die Stammdatenanzeige von Merkmalen verzweigt werden. So können Sie sich z.b. für einen zu analysierenden Auftrag den Stammsatz des gefertigten Materials anzeigen lassen. Die Auftragsselektion ist keine verdichtete Analyse und basiert nicht auf der Klassifizierung. Sie dient in erster Linie ad-hoc Fragestellungen, die sich im Bereich der Kostenträgerrechnung ergeben. Integration Von der Auftragsliste der Auftragsselektion können Sie für jeden Auftrag kostenartengerechte Detailberichte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster angezeigt. Wählen Sie einen Bericht aus, dann ruft das System diesen Bericht zum ausgewählten Auftrag auf. Zur detaillierten Analyse eines Auftrages stehen Ihnen Berichte zu Plandaten, Istdaten, verschiedene Berichte zu Abweichungen sowie ein Bericht zur Ware in Arbeit zur Verfügung. Darüber hinaus stehen Ihnen Berichte zum Vergleich zweier Aufträge zur Verfügung. Möchten Sie das Dialogfenster um eigene Berichte erweitern, um einen Absprung aus der Ergebnisliste auf weitere Berichte zu ermöglichen, so müssen Sie diese Berichte zuvor im Customizing in Ihren Berichtsvorrat aufnehmen. Die Darstellung der Daten erfolgt mit dem ABAP List Viewer [Extern]. Voraussetzungen Möchten Sie in der Liste der selektierten Aufträge bestimmte Stammdaten mit anzeigen, so müssen Sie vorher im Einführungsleitfaden des Informationssystem unter Produktkosten- Controlling Informationssystem Steuerungsparameter den Abschnitt Anzeigefelder Auftragsselektion [Extern] bearbeitet haben. Hier wählen Sie die Felder des Auftragsstammes April
292 SAP AG Auftragsselektion sowie des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge aus, die Sie in der Ergebnisliste der Auftragsselektion anzeigen möchten. Aus Performancegründen sollten Sie sich bei der Auswahl der Felder auf die tatsächlich benötigten Felder beschränken. Möchten Sie als Selektionskriterium den Auftragsstatus verwenden, so müssen Sie vorher im Customizing ein Statusselektionsschema angelegt haben. Sie finden diesen Arbeitsschritt im Einführungsleitfaden des Informationssystems unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung Selektionsbilder für die Auftragsliste definieren [Extern]. Um benutzerübergreifende Layouts sichern zu können, muß im Einführungsleitfaden des Informationssystems im Abschnitt Produktkosten-Controlling Informationssystem Steuerungsparameter [Extern] das Kennzeichen benutzerübergreifende Sicherung gesetzt sein. Funktionsumfang Die Liste der selektierten Aufträge besteht aus Stammdaten und Kennzahlen. Der Aufbau der Liste wird durch ein Layout bestimmt, das im Selektionsbild mitgegeben wird. Durch das Anlegen eigener Layouts können Sie selbst festlegen, welche Stammdaten und Kennzahlen in der Ergebnisliste angezeigt werden sollen. Die zur Auswahl angebotenen Kennzahlen sind hierbei fest vorgegeben. Welche Stammdaten für die Anzeige in der Ergebnisliste verwendbar sind, legen Sie durch eine entsprechende Auswahl im Customizing fest. Verzweigen Sie aus der Ergebnisliste heraus in das Detailbild eines Auftrages, so werden Ihnen - unabhängig von dem gewählten Layout - alle verfügbaren Stammdaten und Kennzahlen angezeigt, soweit Werte vorhanden sind. Sie können die Ergebnisliste interaktiv bearbeiten. Hierfür stehen Ihnen die Funktionen des ABAP List Viewer zur Verfügung. So können Sie z.b. einen Filter setzen, um die Anzeige auf jene Aufträge zu beschränken, deren Plan/Istabweichung zwischen zwei bestimmten Beträgen liegen. Daneben können Sie innerhalb der Ergebnisliste eine ABC-Analyse durchführen, Summierungen über einzelne Kennzahlen durchführen u.a.. Zur Selektion der zu analysierenden Aufträge steht Ihnen eine Vielzahl unterschiedlicher Selektionskriterien zur Verfügung. So können als Selektionskriterien die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge genutzt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Auftragsstatus zur Selektion heranzuziehen, sowie den Umfang der Selektion auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen. Nutzen Sie die Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen. Welche Selektionskriterien für den Berichtsaufruf genutzt wurden, können Sie sich in der Ergebnisliste anzeigen lassen. Der Aufbau des Selektionsbild wird durch eine Selektionsvariante bestimmt. Durch das Anlegen eigener Selektionsvarianten können Sie den Selektionsbildschirm flexibel an Ihre Anforderungen anpassen. Die Auftragsselektion wird in drei Standard-Selektionsvarianten ausgeliefert: Standard-Selektionsvariante (kann im Auftragsbezogenen und Periodischen Produkt- Controlling sowie im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen angezeigt werden) Selektionsvariante für Kundenauftragsfertigung Selektionsvariante für Kuppelproduktion 292 April 2001
293 SAP AG Besonderheiten bei Kuppelproduktion Auftragsselektion Abhängig von der Art des Einstiegs werden die Kennzahlen für die selektierten Aufträge auf der Ebene des Auftragskopfes oder zusätzlich auf der Ebene der zugehörigen Auftragspositionen ausgewiesen. Der Ausweis von Werten auf der Ebene der Auftragsposition erfolgt beim Einsatz von Kuppelproduktion. Weitere Informationen finden Sie unter Besonderheiten bei Kuppelproduktion. Hinweise zur Performance Um langen Laufzeiten bei Berichtsaufruf zu vermeiden, können Sie mit Extrakten arbeiten. Bei einem Extrakt handelt es sich um einen gespeicherten Datenbestand, der die zum Zeitpunkt der Extrakterzeugung selektierten Berichtsdaten umfaßt. Ein Extrakt wird unter Berücksichtigung auf die vor der Berichtsausführung eingegebenen Selektionsparameter erzeugt. Insbesondere ist ein Extrakt davon abhängig, ob die Auftragsselektion für Aufträge ohne Position oder für Aufträge mit Position erfolgte. In Abhängigkeit von dieser Einstellung im Selektionsbild des Berichtes werden Ihnen beim späteren Lesen der Extrakte nur die entsprechend erzeugten Extrakte zur Auswahl angeboten. Siehe auch: Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Ausführliche Informationen über die verschiedenen Navigationsmöglichkeiten und Aufbereitungsmöglichkeiten der Ergebnisliste erhalten Sie in der Dokumentation ABAP List Viewer [Extern]. Detailliertere Angaben über die verschieden Möglichkeiten der Selektion finden Sie unter Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347]. Ausführliche Informationen zur Kuppelproduktion finden Sie im Abschnitt: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Informationen über das Arbeiten mit Extrakten erhalten Sie unter Arbeiten mit Extrakten [Seite 385]. Zusätzliche Informationen zu Performance-Verbesserungen finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
294 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Selektionsparameter der Auftragsselektion Verwendung Um den Umfang der Auftragsselektion zu begrenzen, steht Ihnen im Selektionsbild eine Vielzahl von unterschiedlichen Kriterien zur Verfügung: Sie können den zu analysierenden Berichtszeitraum eingrenzen. Die Eingrenzung des Berichtszeitraumes hat keine Auswirkung auf die Selektion der Aufträge, sondern spezifiziert die Perioden, aus denen Kennzahlen gelesen werden. Die Selektion der Aufträge erfolgt gemäß den im Selektionsbild spezifizierten Eingaben und ggf. den Bedingungen des Statusselektionsschemas. Es stehen Ihnen die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge als Selektionskriterien zur Verfügung. Im Rahmen der Kundenauftragsfertigung stehen Ihnen eine Selektion nach Kundenauftrag und Kundenauftragsposition zur Verfügung. Durch die Angabe eines Statusselektionsschemas besteht die Möglichkeit, den Selektionsumfang auf Aufträge mit bestimmten Status zu beschränken. So können Sie z.b. eingrenzen, daß nur Aufträge, für die bereits Abweichungen ermittelt wurden, selektiert werden sollen. Arbeiten Sie mit der Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien verwenden. Voraussetzungen Möchten Sie in der Auftragsselektion Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen, so sollten Sie das Selektionsbild der Klassifizierung vorher um diese Merkmale erweitert haben oder ein Zusatzselektionsbild definiert haben, das diese Merkmale enthält. Informationen zum Vorgehen erhalten Sie im Customizing des Informationssystem unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion Selektionsbilder für die Auftragsliste definieren. Die hier angelegten Selektionsbilder bzw. Zusatzselektionsbilder werden nur für die Selektion von Aufträgen nach Merkmalen der Klassifizierung benötigt und müssen die Klassifizierungsmerkmale enthalten, nach denen Sie Ihre Selektion vornehmen möchten. Dies werden i.d.r. die freien Merkmale der Auftragsklassifizierung sein. Um die Auftragsselektion von bestimmten Status abhängig machen zu können, müssen Sie im Customizing des Informationssystems entsprechende Statusselektionsschemata definiert haben. Diese Definition erfolgt im Arbeitsschritt Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion Statusselektionsschemata definieren. Funktionsumfang Als Selektionskriterien stehen Ihnen die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge zur Verfügung. Im 294 April 2001
295 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Standard wird Ihnen auf dem Selektionsbild der Berichte nur eine Auswahl der insgesamt verfügbaren Felder angeboten. Sie können die Selektionsbilder jedoch an Ihre Anforderungen anpassen und auf andere Felder der oben genannten Tabellen zugreifen, indem Sie sich eigene Selektionsvarianten anlegen. Durch die Definition einer Selektionsvariante bestimmen Sie den Aufbau des Selektionsbildes. Sie können Ihre selbst angelegten Selektionsvarianten in Ihren persönlichen Arbeitsbereich (Favoriten) aufnehmen. Arbeiten Sie mit der Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Merkmale der Klassifizierung als Selektionskriterien verwenden. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn Sie freie Merkmale verwenden, da die zur Verfügung stehenden Objektmerkmale größtenteils den oben genannten zur Selektion verfügbaren Stammdatenfeldern entsprechen. Bei Einsatz der Klassifizierung bestehen mehrere Möglichkeiten, die Auftragsselektion durchzuführen: Sie nutzen die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien. Dazu verzweigen Sie aus dem Selektionsbild der Auftragsselektion in die Sicht Klassifizierung und starten die Selektion nach Eingabe der gewünschten Merkmalswerte. Nach erfolgter Selektion der den Merkmalswerten entsprechenden Aufträge gelangen Sie zurück zum Selektionsbild der Auftragsselektion. In diesem Selektionsbild werden Ihnen nun die Aufträge angezeigt, die über die Klassifizierung selektiert wurden (im Feld 'Auftrag'). Bei Bedarf können Sie den Umfang der über die Klassifizierung erfolgten Selektion durch die Angabe weiterer Selektionskriterien eingrenzen. Sie nutzen nur die für die Auftragsselektion zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder als Selektionskriterien. Werden bei der Selektion Aufträge gelesen, für die die Klassifizierung aktiv ist, so können Sie die Klassifizierungsmerkmale dieser Aufträge mit ausgeben Dazu geben Sie im Selektionsbild der Auftragsselektion die gewünschten Selektionskriterien ein. Zusätzlich müssen Sie das Kennzeichen Incl. Klassifizierungsmerkmale setzen. Bei der Ausführung des Berichtes werden die Klassifizierungsmerkmale der klassifizierten Aufträge von der Datenbank gelesen und mit ausgegeben. Diese Merkmale können Sie durch die Definition einer entsprechenden Anzeigevariante in der Ergebnisliste anzeigen. Sie können die Selektion auf Aufträge mit einem bestimmten Status begrenzen, indem Sie im Selektionsbild ein entsprechendes Statusselektionsschema eingeben. In einem Statusselektionsschema legen Sie Bedingungen fest, nach welchen Anwender- oder Systemstatus Aufträge selektiert werden sollen. Sie möchten nur alle teilgelieferten Aufträge zu einem Material selektieren. Nutzen Sie ein Statusselektionsschema, daß nur den Status teilgeliefert zuläßt. Über die oben genannten Selektionsmöglichkeiten hinaus haben Sie die Möglichkeit, im Selektionsbild des Berichtes Exceptions zu definieren. Exceptions werden verwendet, um Aufträge, für die bestimmte Werte einen angegebenen Schwellwert übersteigen, durch farbige Ampeln zu kennzeichnen. Sie legen durch die Angabe einer Vorschrift fest, auf welche Basis die Angabe der Schwellwerte sich beziehen soll (z.b. auf die absoluten Istkosten). Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag die Basisgröße überschritten sein muß, damit der betreffende Auftrag im Bericht durch eine Ampel gekennzeichnet wird. April
296 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Besonderheiten bei Kuppelproduktion Um die statusabhängige Selektion von Aufträgen in der Kuppelproduktion zu ermöglichen, haben Sie die Möglichkeit, für den Auftragskopf und die Auftragsposition separate Statusselektionsschemata zu hinterlegen, da die Status von Auftragskopf und -position in der Kuppelproduktion voneinander abweichen können. Im Selektionsbild des Berichtes entscheiden Sie, ob die Kennzahlen für die selektierten Aufträge auf der Ebene des Auftragskopfes oder zusätzlich auf der Ebene der zugehörigen Autragspositionen ausgewiesen werden sollen. Der Ausweis von Werten auf der Ebene der Auftragsposition ist bei Einsatz von Kuppelproduktion erforderlich. In Abhängigkeit der gewählten Einstellung hinterlegen Sie zusätzlich, welche Anzeigevariante für den Aufbau der Ergebnisliste verwendet werden soll. Hinweise zur Performance Um lange Laufzeiten bei Berichtsausführung zu vermeiden, sollten Sie den Umfang der Selektion so genau wie möglich eingrenzen und ggf. mit Extrakten arbeiten. Beachten Sie bitte, daß die Laufzeit auch von der Auswahl der Anzeigefelder für die Ergebnisliste abhängig ist, die Sie zuvor im Customizing getroffen haben. Siehe auch: Auftragsselektion [Seite 344] Informationen über das Anlegen von Selektionsvarianten erhalten Sie unter Anlegen Selektionsvarianten [Extern]. Wenn Sie über den Einsatz der Klassifizierung nachdenken, so lesen Sie vorher unbedingt den Abschnitt Klassifizierung [Seite 239] und beachten Sie insbesondere die dortigen Ausführungen zur Performance. Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] 296 April 2001
297 SAP AG Anzeigefelder der Ergebnisliste Anzeigefelder der Ergebnisliste Struktur In der Ergebnisliste der Auftragsselektion können eine Vielzahl von Stammdaten und Kennzahlen analysiert werden. Welche Felder in der Ergebnisliste zur Anzeige kommen, wird durch das Layout bestimmt, das im Selektionsbild des Berichtes mitgegeben wird. Im Standard liefert SAP bereits einige Layouts, die jedoch nur eine Auswahl der insgesamt zur Verfügung stehenden Felder verwenden. Sie können auch eigene Layouts gemäß Ihren Anforderungen anlegen. Diese können als Einstiegsvarianten gekennzeichnet werden, damit werden sie bei Berichtsaufruf als Vorschlagswert gesetzt. Je nach Bedarf können Sie Ihre Layouts benutzerspezifisch oder benutzerübergreifend sichern. Legen Sie ein Layout benutzerübergreifend an, so steht es allen Benutzern zur Verfügung. Das Sichern benutzerübergreifender Layouts ist jedoch nur möglich, wenn das Kennzeichen benutzerübergreifende Sicherung im Arbeitsschritt Steuerungsparameter im Customizing des Informationssystems gesetzt wurde. Kennzahlen Die Kennzahlen, die Ihnen für den Aufbau der Ergebnisliste zur Verfügung stehen, sind nach Feldgruppen vorgegeben. Es stehen Ihnen folgende Feldgruppen zur Verfügung: Auftragskopf (z.b. gesamte Auftragsmenge) Plandaten (z.b. Plankosten fix / variabel, Planmenge) Istdaten (z.b. Istkosten fix / variabel, Istmenge) Solldaten und Abweichungen (incl. den Kategorien der Abweichungsermittlung) Daten der Ermittlung von Ware in Arbeit bzw. der Ergebnisermittlung (z.b. Rückstellungen für fehlende Kosten) Vergleichskennzahlen (z.b. Plan/Istabweichung) Einheiten (z.b. Herstellmengeneinheit). Diese Kennzahlen können Sie sich sowohl in Kostenrechnungskreiswährung als auch in Buchungskreis/Objektwährung anzeigen lassen. Stammdaten Welche Stammdaten Sie in der Ergebnisliste einblenden möchten, legen Sie durch eine Auswahl im Customizing des Informationssystems fest. Es stehen Ihnen für diese Auswahl folgende Felder zur Verfügung: Felder des Auftragsstammes Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge Wählen Sie jedoch im Customizing nur die Felder aus, die Sie später als Anzeigefelder in Ihrer Ergebnisliste verwenden möchten, da alle ausgewählten Felder bei Berichtsausführung von der Datenbank gelesen werden müssen. April
298 SAP AG Anzeigefelder der Ergebnisliste Haben Sie auf dem Selektionsbild des Berichtes das Kennzeichen Incl. Klassifizierungsmerkmale gesetzt, so werden bei Berichtsausführung die Klassifizierungsmerkmale für jene Aufträge angereichert, für die die Klassifizierung aktiv ist. Somit stehen Ihnen auch die freien Merkmale der Klassifizierung als Anzeigefelder für die Ergebnisliste zur Verfügung. Layouts, in denen freie Merkmale als Anzeigefelder verwendet werden, dürfen nicht transportiert bzw. importiert werden. Möchten Sie entsprechende Layouts verwenden, so müssen diese im Produktivsystem neu anlegt werden. Siehe auch: Informationen zur Vorgehensweise beim Anlegen von Layout finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. 298 April 2001
299 SAP AG Anzeige zu kalkulierender Kundenauftragspositionen Anzeige zu kalkulierender Kundenauftragspositionen Verwendung Um einen schnellen Überblick über die zu bearbeitenden Kundenauftragspositionen zu erhalten, können Sie diesen Bericht aufrufen. Mit dem Bericht können Sie einen Extrakt erzeugen, der in einer Mini-App im Workplace angezeigt werden kann. Funktionsumfang Der Bericht zeigt Kundenauftragspositionen an, die den Status ZKAL haben oder deren Kalkulation fehlerhaft war und für die deshalb im System keine vorgemerkte Kalkulation vorliegt. Dies betrifft nur Positionen in Kundenaufträgen, die mit einer Bedarfsklasse angelegt wurden, bei denen unter Kalkulation die Einstellung B (Automatisches Kalkulieren und Vormerken) eingegeben wurde und das Kennzeichen ohne Bewertungsstrategie nicht gesetzt wurde, so daß mit einer Auftragskalkulation bewertet werden soll. Die Kundenauftragspositionen werden nach dem frühesten Wunschlieferdatum sortiert angezeigt. In den Spalten Status SD oder Kalkulationsstatus wird jeweils angezeigt, welchem der Selektionskriterien die Kundenauftragsposition entspricht. Wenn der Status SD ZKAL ist, existiert noch keine Kalkulation und deshalb wird auch kein Kalkulationsstatus angezeigt. Wenn bereits eine Kalkulation durchgeführt wurde, wird der Status SD nicht angezeigt. Aktivitäten Wenn Sie den Extrakt nicht sichern wollen, müssen Sie keinen Benutzer eingeben. Wenn Sie den Extrakt sichern und keinen Benutzer angeben, können sich alle Benutzer den Extrakt anzeigen. Unter maximale Trefferzahl geben Sie ein, wie viele Kundenauftragspositionen maximal in der Liste angezeigt werden sollen. Wenn Sie die Trefferzahl beschränken, verbessert dies die Performance. Beachten Sie, daß die Selektion beendet wird, wenn die angegebene Anzahl Kundenauftragspositionen gefunden wurde. Die gefundenen Positionen werden erst dann nach dem Wunschlieferdatum sortiert. Deshalb ist es möglich, daß im System weitere Positionen vorhanden sind, die den Selektionskriterien entsprechen und ein früheres Wunschlieferdatum haben als die gefundenen. Integration Der Extrakt, den Sie hier sichern, kann in der Mini-App Zu bearbeitende Kundenauftragspositionen angezeigt werden. Im R/3-System können Sie sich den Inhalt des Extraktes über den Report SAPRCKAPP02 ansehen. Hinweis für die Systemverwaltung: Um den Extrakt in der Mini-App anzuzeigen, müssen Sie die unter Mini-Applikationen einrichten [Extern] beschriebenen Schritte durchführen. April
300 SAP AG Detailberichte Detailberichte in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Detailberichte finden Sie Berichte, die Ihnen spezielle Daten zu einem einzelnen Objekt liefern. Je nach Anwendungskomponente innerhalb der Kostenträgerrechnung unterscheiden sich die Objekte (d.h. die Kostenträger), die im Berichtswesen näher zu analysieren sind. So können beispielsweise bei Einsatz des Kundenauftrags-Controllings Analysen auf der Ebene einer kosten- und erlösführenden Kundenauftragsposition von Interesse sein. Im Periodischen Produkt-Controlling dagegen dient der Produktkostensammler als Kostenträger. Dem entsprechend wird im Kundenauftrags-Controlling die kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition, im Periodisches Produkt-Controlling der Produktkostensammler als Berichtsobjekt verwendet Im Informationssystem für das Periodische Produkt-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Produktkostensammler [Extern] Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Im Informationssystem für das Auftragsbezogene Produkt-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Fertigungsauftrag [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Prozeßauftrag [Extern] Im Informationssystem für das Kundenauftrags-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: kosten- und erlösführende Verkaufsbelegposition In der Regel handelt es sich dabei um eine kosten- und erlösführende Kundenauftragspositon [Extern]. zur Kundenauftragskalkulation [Extern] zum Kundenauftrag mit zugeordneten Aufträgen Im Informationssystem für das Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Kostenträger-allgemein [Extern] erlösführender Innenauftrag Siehe auch: Kostenträger im System R/3 [Extern] Periodisches Produkt-Controlling [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling: Szenario [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern] 300 April 2001
301 SAP AG Detailberichte Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen [Extern] April
302 SAP AG Kundenauftrag mit zugeordneten Aufträgen Kundenauftrag mit zugeordneten Aufträgen Verwendung Bericht, der die zu einem Kundenauftrag gehörenden Kundenauftragspositionen mit den dazugehörigen Aufträgen in einer Hierarchiegrafik darstellt. Die Darstellung der Daten erfolgt mit Hilfe des ABAP List Viewer (ALV Tree). Der Bericht bietet Ihnen voreingestellte Layouts mit dazugehörigen Daten an. Beispielsweise können Sie mit dem von SAP ausgelieferten Standardlayout Plan/Ist-Vergleich die folgenden Daten anzeigen: Plankosten, Istkosten, Planherstellmenge, Istherstellmenge, und Währung. Legen Sie sich ggf. eigene Layouts mit den für Sie interessanten Daten an. Siehe auch: Aktuelle Layouts definieren [Extern] Funktionen des ABAP List Viewer [Extern] Sie können zu den angezeigten Objekten zwischen folgenden Darstellungsformen wählen: Werte objektbezogen Plan-dispositiv Hinweis zur Darstellungsform Plan-dispositiv: Bei Auftragsnetzen und Kuppelproduktion wird im Plan die Differenz aus Be- und Entlastung nach oben (bis auf das Objekt unterhalb der Kundenauftragsposition) aggregiert. Dies bedeutet, daß Sie bei Auftragsnetzen den kumulierten Planwert des gesamten Auftragsnetzes auf dem führenden Auftrag anzeigen können. Bei Kuppelproduktion können Sie zum Auftragskopf den kumulierten Planwert des Produktionsprozesses anzeigen. Sie verwenden die Darstellungsform Plan-dispositiv in der Kundenauftragsfertigung, wenn eine Kundenauftragskalkulation existiert. Würden Sie in diesem Fall die Darstellungsform Plan-additiv verwenden, dann würden die Plankosten der zugeordneten Aufträge zu den Plankosten der Kundenauftragskalkulation hinzuaddiert, so daß die Plankosten in doppelter Höhe ausgewiesen würden. plan-additiv Hinweis zur Darstellungsform Plan-additiv: Die Darstellungsform Plan-additiv verwenden Sie, wenn keine Kundenauftragskalkulation vorhanden ist. Die Summe der Plankosten aller zugeordneten Aufträge wird nach oben (auf die Kundenauftragsposition) aggregiert. Hinweis zu den Darstellungsformen Plan-dispositiv und Plan-additiv: 302 April 2001
303 SAP AG Kundenauftrag mit zugeordneten Aufträgen Die Anzeige der aggregierten Werte (plan-dispositiv und plan-additiv) ist nur dann sinnvoll, wenn Sie mit dem unbewerteten Kundenauftragsbestand arbeiten. Wenn Sie mit dem bewerteten Kundenauftragsbestand arbeiten, kann die Aggregation der Daten in Einzelfällen (insbesondere bei "Planwerte Additiv" ohne Kundenauftragskalkulation) zur Anzeige von nicht sinnvollen Daten führen. Im Ist wird sowohl bei Plan-additiv als auch bei Plan-dispositiv der Wert immer nach oben (auf die Kundenauftragsposition) aggregiert. Um sicherzustellen, daß insbesondere bei den Darstellungsformen Plan-additiv und Plan-dispositiv interpretierbare Daten angezeigt werden, ist es sinnvoll, vor Ausführen des Berichts: die zugeordneten Aufträge abzurechnen die Kundenauftragsposition mit den in dieser Periode entstandenen Istkosten zu belasten (z.b. mit Vertriebs- und Verwaltungskosten) Objektbezogen zeigt die auf dem Objekt fortgeschriebenen Werte an. Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung Sie haben die Möglichkeit, im Bericht Exceptions zu setzen. Exceptions werden verwendet, um Objekte, für die bestimmte Schwellwerte überschritten sind, durch farbige Ampeln hervorzuheben. Sie legen durch Angabe einer Vorschrift fest, auf welche Basis die Angabe der Schwellwerte sich beziehen soll (z.b. Istkosten absolut). Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag die Basisgröße überschritten sein muß, damit das betreffende Objekt im Bericht durch eine Ampel gekennzeichnet wird. Integration Sie haben vom Bericht aus die Möglichkeit, in Detailberichte zu Kundenauftragspositionen oder zugeordneten Produktionsaufträgen zu verzweigen. Kundenauftrags-Controlling [Extern] Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling [Seite 262] Kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition [Extern] April
304 SAP AG Detailberichte zur Kundenauftragsposition Detailberichte zur Kundenauftragsposition Verwendung Diese Berichte dienen der detaillierten Analyse einzelner Kundenauftragspositionen. Funktionsumfang Um die dem Kundenauftrag zugeordneten Positionen und die diesen zugeordneten Aufträge anzuzeigen, geben Sie die Kundenauftragsnummer ein und wählen Sie Einstellungen Unteraufträge Übersicht Sie gelangen in den Bericht Kundenauftragshierarchie. Sie können festlegen, ob nur die auf der Kundenauftragsposition fortgeschriebenen Kosten oder auch die Kosten, die auf den der Kundenauftragsposition zugeordneten Aufträgen fortgeschrieben wurden, im Bericht berücksichtigt werden. Die hierfür notwendige Einstellung nehmen Sie unter Einstellungen Unteraufträge Ein/Aus vor. Durch die Berücksichtigung der zugeordneten Aufträge kann bspw. ein Plan/Ist-Vergleich über die gesamte Fertigungsstruktur unter Berücksichtigung der Ursprungskostenarten durchgeführt werden. Dabei werden unter anderem auch die Kosten angearbeiteter Fertigungsaufträge mit berücksichtigt. Dadurch ist beispielsweise eine Analyse der Fertigungseinzelkosten möglich. Dieser Bericht ist insbesondere im Rahmen der komplexen Kundeneinzelfertigung wichtig. Er kann sowohl beim bewerteten als auch beim unbewerteten Kundenauftragsbestand verwendet werden. Siehe auch: Bewerteter Kundenauftragsbestand [Extern] Komplexe Kundeneinzelfertigung Die Daten werden mit Hilfe der Kostenanalyse dargestellt. Die Kostenanalyse basiert auf der Funktionalität des ABAP List Viewer, bietet jedoch zusätzliche Funktionen an. Die Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, blenden Sie mit Hilfe der Layout-Technologie im Bericht ein. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] 304 April 2001
305 SAP AG Detailberichte zur Kundenauftragsposition Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen, die Sie zur Kundenauftragsposition analysieren können, finden Sie unter: Kennzahlen im Kundenauftrags-Controlling [Seite 262] Beachten Sie folgende Abschnitte der Dokumentation der Kostenträgerrechnung: Kundenauftrags-Controlling [Extern] Kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition [Extern] Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistunge [Extern]n Informationen zu erlösführenden Innenaufträgen finden Sie in der Dokumentation CO- Innenaufträge. April
306 SAP AG Detailberichte zur Kundenauftragskalkulation Detailberichte zur Kundenauftragskalkulation Definition Die im folgenden beschriebenen Berichte basieren auf den Daten einer Kundenauftragskalkulation. Kundenauftragskalkulationen können im Rahmen der Kundenauftragsfertigung erstellt werden. Verwendung Bevor Sie den Bericht aufrufen, können Sie im Selektionsbild bereits einige Berichtseinstellungen auswählen, die Sie aber z.t. auch noch im Bericht ändern können: Sie können wählen, welche Kostenbezugsgröße und welche Elementesicht (z.b. Selbstkosten) im Bericht angezeigt werden soll. Wenn Sie keine (andere) Kostenbezugsgröße angeben, werden die Kosten bezogen auf die Kalkulationslosgröße angezeigt. Sie können die Kosten in Buchungskreis- oder Kostenrechnungskreiswährung anzeigen (sofern die Daten vorhanden sind; weitere Informationen finden Sie unter Währungen in der Kalkulation [Extern]). Wählen Sie dazu Einstellungen Währung... Sie können über Einstellungen Layout... ein vordefiniertes Layout auswählen. Wenn Sie im Einzelnachweis mehrere Dispositionsstufen anzeigen lassen wollen, wählen Sie Einstellungen Auflösung Stückliste... Sie können auch festlegen, daß nur Materialpositionen angezeigt werden sollen. Sie können ein zusätzliches Feld Stufe anzeigen lassen, in dem die Dispositionsstufe der jeweiligen Berichtszeile angezeigt wird. Siehe auch: Kundenauftragskalkulation [Extern] Kostenträgerrechnung: Kundenauftragsfertigung [Extern] 306 April 2001
307 SAP AG Bewertete Strukturstückliste Bewertete Strukturstückliste Definition Hierarchische Übersicht der Werte zu allen Kalkulationspositionen einer Material-, Kundenauftrags- oder Musterkalkulation. Voraussetzungen Wenn Sie die bewertete Strukturstückliste in der Anzeige der Kalkulation und im Informationssystem anzeigen lassen wollen, müssen Sie beim Sichern der Kalkulation das Kennzeichen Einzelnachweis setzen. Verwendung Die Darstellung der Kosten für jede Komponente (Baugruppen und Einsatzmaterialien) in der bewerteten Strukturstückliste orientiert sich an Struktur und Inhalt der Stückliste des kalkulierten Materials. Sie können zusätzlich alle anderen Kalkulationspositionen (z.b. Eigenleistungen, Gemeinkosten) anzeigen lassen, indem Sie wählen. Zu den Kosten werden auch die jeweiligen Einsatzmengen angezeigt. Sie können überprüfen, welche Bewertungsstrategie bei der Kalkulation verwendet wurde, indem Sie das Feld Preisstrategie (Text) zusätzlich anzeigen lassen. Die bewertete Strukturstückliste für die Einzelkalkulation ist aufgrund der Kalkulationsstruktur sehr flach und bietet somit wenig Informationen zum strukturellen Aufbau der Kosten. Struktur Sie können in der SAP-Standardauslieferung zwischen voreingestellten Layouts wählen oder die angezeigten Informationen an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Die angezeigten Werte sind abhängig von der Elementesicht (z.b. Herstellkosten, Selbstkosten oder Bestandsbewertung) und der Kostenbezugsgröße. Wenn Sie diese ändern, werden die Kosten sofort auf die neue Kostenbezugsgröße umgerechnet bzw. in der gewählten Sicht angezeigt. Für eine Erklärung der Symbole, die sich jeweils neben dem Material bzw. einer anderen Position befinden, wählen Sie. Die Werte in der bewerteten Strukturstückliste werden aus den Werten im Einzelnachweis ermittelt. Nachträgliche Änderungen des Mengengerüstes oder der Werte werden nicht angezeigt. Dazu ist eine neue Kalkulation nötig. Siehe auch: Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie auch die Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. April
308 SAP AG Kostenelemente Kostenelemente Verwendung Dieser Bericht stellt die kalkulierten Kosten einer Material- oder Kundenauftragskalkulation über alle Fertigungsstufen hinweg gegliedert nach Kostenelementen dar. Sie können die Kostengliederung der Herstellkostenschichtung und die der Primärkostenschichtung analysieren. Die Ergebnisse einer Kalkulation werden in Form von Kostenelementen (einer sog. Kostenschichtung) fortgeschrieben. Die Kostenelemente gliedern die Kosten eines Materials über die gesamte Fertigungsstruktur z.b. in die Bereiche Materialkosten, Fertigungskosten, Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und sonstige Kosten auf. Die Kosten für Eigenleistungen fließen i.d.r. unter sekundären Kostenarten in die Kostenschichtung ein. Um die Primärkosten für Eigenleistungen darstellen zu können, kann eine alternative Gliederung der Kostenelemente in einer Primärkostenschichtung erfolgen. Mit der Kostenschichtung können Sie den Kostenursprung über mehrere Fertigungsstufen hinweg analysieren. Sie können die Wertschöpfung innerhalb einer mehrstufigen Fertigungsstruktur analysieren. Die Kosten der Hauptstufe bestehen aus den Eigenleistungen und den Gemeinkosten, die auf der betrachteten Stufe anfallen. Zu den Kosten der Vorstufe zählen die eingesetzten Materialien und Rohstoffe. Die Summe der Kosten für die Hauptstufe und Vorstufe entspricht den Gesamtkosten für die betrachtete Produktionsstufe. die Kosten nach originären Produktionsfaktoren darstellen (Primärkostenschichtung) die Kosten nach den Anforderungen anderer Bereiche (z.b. Materialbewertung, Ergebnisrechnung) gliedern. Durch die Elementesicht legen Sie fest, welche Kostenbestandteile im Bericht angezeigt werden. So können Sie z.b. die Herstellkosten, die Selbstkosten oder die bestandsbewertungsrelevante Kosten anzeigen. Sie legen dazu unterschiedliche Elementesichten im Customizing der Produktkostenplanung an. Pro Kostenelement entscheiden Sie, welcher Anteil der darin enthaltenen Kosten (fix, variabel, gesamt) in welcher Elementesicht angezeigt werden soll. Voraussetzungen Wenn Sie eine Materialkalkulation oder einen Kalkulationslauf sichern, schreibt das System eine Kostenschichtung für jedes kalkulierte Material der Stückliste automatisch fort. Hierfür müssen Sie vorher im Customizing ein Elementeschema definiert haben. Sie legen in einem Elementeschema fest: nach welchen Kostenelementen die kalkulierten Kosten gegliedert werden sollen welche Kostenarten zu welchem Kostenelement zusammengefaßt werden. Das Elementeschema wird über die Organisationseinheiten Buchungskreis, Werk und Kalkulationsvariante selektiert. Diese Zuordnung treffen Sie im Customizing der Produktkostenplanung unter Grundeinstellungen für die Materialkalkulation Elementeschema definieren. 308 April 2001
309 SAP AG Kostenelemente Wenn Sie den Ausweis der Kostenelemente nach einer Primärkostenschichtung vornehmen möchten, so müssen Sie in der Kostenstellenrechnung bzw. Prozeßkostenrechnung bei der Tarifermittlung eine Primärkostenschichtung erzeugen. Wenn Sie die Mischkalkulation einsetzen, können Sie die Kalkulationswerte einer bestimmten Beschaffungsalternative nach Kostenelementen gegliedert anzeigen. Hierfür wählen Sie bei Berichtsaufruf über den Menüpunkt Einstellungen die gewünschte Beschaffungsalternative aus. Zur Anzeige der Kostenschichtung einer Mischkalkulation, die sich aus der Mischung verschiedener Kalkulationen zu Beschaffungsalternativen auf der Basis von Verhältniszahlen ergibt, geben Sie keine Beschaffungsalternative mit. Es wird Ihnen automatisch die Schichtung der Mischkalkulation angezeigt, soweit zur eingegebenen Kalkulationsversion eine Mischkalkulation erstellt wurde. Funktionsumfang Hauptschichtung und Nebenschichtung Sie können die Kosten als Herstellkostenschichtung und/oder Primärkostenschichtung darstellen. Sie können Herstell- und Primärkostenschichtung parallel kalkulieren. Bei der Anzeige können Sie zwischen beiden Schichtungen umschalten (über Einstellungen Schichtungsart). Sie können aber auch nur die Herstellkostenschichtung oder nur die Primärkostenschichtung erzeugen. Wenn Sie beide Kostenschichtungen parallel kalkulieren wollen, müssen Sie im Customizing des Produktkosten-Controlling festlegen, welche Kostenschichtung die Hauptschichtung ist. Parallel dazu können Sie eine weitere Kostenschichtung als Nebenschichtung erzeugen, um beide miteinander zu vergleichen. Die Fortschreibung des Standardpreises [Extern] im Materialstamm erfolgt mit der Hauptschichtung. Ein Einzelnachweis wird nur für die führende Kostenschichtung angelegt. Im Bericht können Sie zwischen Hauptschichtung und Nebenschichtung wechseln. Dadurch können Sie bei entsprechender Einstellung zwischen Herstellkostenschichtung und Primärkostenschichtung wechseln. Hauptstufe/Vorstufe/Gesamtstufe Mit Hilfe der Kalkulation können Sie die Wertschöpfung innerhalb einer mehrstufigen Fertigungsstruktur analysieren. Dazu können Sie die Kosten pro Material nach der sogenannten Vorstufe und Hauptstufe aufteilen. Sie erreichen die Anzeige der Kostenschichtung über Kosten Elementeanzeige. Diese Einstellung können Sie vornehmen über Einstellungen Layout. Sie können sich aus einer großen Zahl von Auswahlmöglichkeiten den Bericht selbst zusammenstellen. Wenn Sie die Kosten für die Hauptstufe anzeigen, sehen Sie die Fertigungskosten, Gemeinkosten und Fremdleistungskosten, die für diese Produktionsstufe erwartet werden April
310 SAP AG Kostenelemente Vorstufe anzeigen, sehen Sie die Kosten aller Einsatzmaterialien, die in dieser Produktionsstufe bearbeitet werden In beiden Fällen werden die Kosten nach Kostenelementen [Extern] aufgeteilt. Die Summe der Kosten für Haupt- und Vorstufe entspricht den Gesamtkosten für die betrachtete Produktionsstufe. Sie haben vom Bericht aus die Möglichkeit, zu folgenden anderen Berichten der gleichen Berichtsgruppe zu wechseln: Gesamtwerte Hauptstufe Vorstufe Bei der Aufteilung der Kosten nach Kostenelementen bleibt die ursprüngliche Identität der Kosten, z.b. Materialkosten oder fixe und variable Fertigungskosten, über alle Fertigungsstufen erhalten. Auf jeder Fertigungsstufe lassen sich die Wertschöpfung dieser Stufe und die Kosten der Vorstufe über die Kostenschichtung trennen. Wenn Sie eine Materialkalkulation oder einen Kalkulationslauf sichern, schreibt das System für jedes kalkulierte Material automatisch eine Kostenschichtung fort. Weitere Informationen zur Speicherung der Kalkulationsergebnisse finden Sie im Abschnitt Speicherung der Kalkulationsergebnisse [Extern]. Wenn Sie für Rohstoffe und Kaufteile eine Kostenschichtung erzeugen wollen, können Sie pro Material additive Kostenelemente für diese Kosten erfassen. Diese Kostenelemente können Sie dann in einem Elementeschema Fremdbezug gruppieren, die nur solche Kosten enthält. Weiter Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Additive Kosten [Extern]. 310 April 2001
311 SAP AG Kostenarten Kostenarten Verwendung Sie können mit diesem Bericht die ermittelten Kosten einer Kalkulation nach Kostenarten gegliedert betrachten. Die Kostenarten gliedern die Kosten im Betrieb nach der Art ihrer Entstehung, z.b. nach Materialkosten und Personalkosten. Der Kostenarten-Nachweis beantwortet somit die Frage, welche Kosten für welchen Zweck in welcher Höhe angefallen sind. Integration Wenn Sie im Materialstammsatz oder im Entlastungsschlüssel des Kalkulationsschemas eine Herkunftsgruppe eintragen, können Sie diese in einem zusätzlichen Feld anzeigen lassen und dadurch die Kosten pro Materialkostenart und die Gemeinkosten zusätzlich nach Herkunftsgruppen weiter untergliedern. Die Werte im Kostenarten-Nachweis werden aus den Werten im Einzelnachweis ermittelt. Nachträgliche Änderungen des Mengengerüstes bzw. der Kalkulationspositionen werden nicht angezeigt. Dazu ist eine erneute Kalkulation nötig. Wenn Sie eigene Programme oder Berichte verwenden, die Ihre Kostenartennachweise auswerten, müssen Sie den Funktionsbaustein CK11_ITEMIZATION_TO_COSX_CONV verwenden, der aus dem Einzelnachweis den Kostenartennachweis aufbaut. Voraussetzungen Wenn Sie den Kostenarten-Nachweis im Informationssystem anzeigen lassen wollen, müssen Sie beim Sichern der Kalkulation das Kennzeichen Einzelnachweis setzen. Aktivitäten Sie können in der SAP-Standardauslieferung zwischen voreingestellten Layouts wählen oder die angezeigten Informationen an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie sich eigene Layouts anlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. Siehe auch: Kostenanalyse [Seite 79] April
312 SAP AG Einzelnachweis Einzelnachweis Definition Bericht, der die kalkulierten Kosten gliedert und detaillierte Informationen über Kostenursprung und Zusammensetzung der Kosten enthält. Voraussetzungen Der Einzelnachweis wird bei der Kalkulation automatisch erzeugt. Wenn Sie die Informationen im Einzelnachweis in der Anzeige der Kalkulation und im Informationssystem anzeigen wollen, müssen Sie das Kennzeichen Einzelnachweis setzen, wenn Sie die Kalkulation sichern. Verwendung Bei der Vorkalkulation eines Produktionsauftrages oder einer Produktionskampagne wird dynamisch ein Einzelnachweis aufgebaut. Dieser Einzelnachweis wird nicht gesichert und läßt sich daher nicht im Informationssystem analysieren. Er steht Ihnen jedoch unmittelbar nach der Ausführung einer Kalkulation zu Analysezwecken zur Verfügung. Informationen zum Einzelnachweis von Produktionskampagnen erhalten Sie unter Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395]. Sie verwenden den Einzelnachweis, um die kalkulierten Kosten eines Materials, einer Musterkalkulation oder einer Kundenauftragsposition detailliert zu analysieren. Je nach Fragestellung stehen Ihnen in der SAP-Standardauslieferung verschiedene Layouts des Einzelnachweises zur Verfügung. Diese bieten Ihnen durch die Auswahl bestimmter Felder unterschiedliche Informationen, die teilweise zusätzlich gruppiert sind. So können Sie die Kosten z.b. gegliedert nach Kostenarten, nach Arbeitsvorgängen oder nach Kalkulationspositionen analysieren. Folgende Layouts sind genauer beschrieben: Einzelnachweis nach Kalkulationspositionen [Extern] Einzelnachweis nach Kostenelementen/Kostenarten [Extern] Einzelnachweis nach Arbeitsvorgängen [Extern] Einzelnachweis nach Kostenarten [Extern] Dieses Angebot an Informationen können Sie an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, indem Sie eigene Layouts anlegen [Extern]. Mittels eigener Layouts können Sie eine Vielzahl weiterer Informationen im Einzelnachweis betrachten. So können Sie z.b. den Einkaufsinfosatz und die Einkaufsorganisation oder die Herkunftsgruppen in Ihre Berichtsanzeige aufnehmen oder den Text der Leistungsarten oder Positionstypen einblenden. Die Herkunftsgruppe gibt Detailinformationen zur Quelle der Materialkosten oder zur Herkunft der Gemeinkostenzuschläge. Bei Materialkosten wird die Herkunftsgruppe im Materialstammsatz eingetragen. Bei den Gemeinkosten wird die Herkunftsgruppe im Entlastungsschlüssel des Kalkulationsschemas eingetragen und bietet nähere Informationen über die Herkunft der Gemeinkostenzuschläge. Sie können die Kosten im Einzelnachweis auch nach Kostenarten gegliedert anzeigen. Die Materialkosten, Fremdleistungen und Nichtlagermaterialien werden primären Kostenarten 312 April 2001
313 SAP AG Einzelnachweis zugeordnet und in dieser Darstellung unter der vom System ermittelten Kostenart ausgewiesen. Die Kosten für Eigenleistungen werden unter der Verrechnungskostenart der Leistungsart ausgewiesen, die im Stammsatz der Leistungsart hinterlegt wurde. Gemeinkostenzuschläge und Prozeßkosten werden ebenfalls unter sekundären Kostenarten ausgewiesen. Da sämtliche Istkosten auch diesen Kostenarten zugeordnet werden, ermöglicht diese Zuordnung einen späteren Plan-/Istvergleich. Bei der Musterkalkulation steht Ihnen nur eine eingeschränkte Auswahl an Layouts zur Verfügung. Struktur Standardmäßig wird der Einzelnachweis mit Layout Positionstypen (gruppiert) angezeigt. Hier sind die Kalkulationspositionen nach Positionstypen gegliedert dargestellt. Die Positionstypen geben z.b. an, ob es sich um ein Material (M), eine Eigenleistung (E) oder Gemeinkostenzuschläge (G) handelt. Die Kalkulationsposition für ein Material (M) gibt das Werk, die relevante Materialnummer, den Text im Materialstammsatz, den Wert des Materials und die eingesetzte Menge an. Die Kalkulationsposition für eine Eigenleistung (E) gibt die Kostenstelle, den Arbeitsplatz, die Leistungsart, einen Text, den Wert der Leistung und die eingesetzte Menge an. Allgemeine Informationen über das Gruppieren in Layouts finden Sie unter Zwischensummen bilden und löschen [Extern]. Für den Fall von Kuppelproduktion bietet der Einzelnachweis zwei verschiedene Darstellungsformen an. So kann im Bericht zwischen der sogenannten Prozeßsicht und der Produktsicht gewechselt werden. Während sich die Produktsicht auf den Ausweis der Kosten des kalkulierten Kuppelproduktes beschränkt, liefert die Prozeßsicht Informationen über die Kosten der weiteren Kuppelprodukte und bietet einen Überblick über die Gesamtkosten des Produktionsprozesses. Die anderen beteiligten Kuppelprodukte werden dabei unter dem Positionstyp A mit negativer Menge und negativem Wert ausgewiesen. Dieser negative Wert entspricht dem Kostenanteil des Kuppelproduktes, der über das Aufteilungsschema errechnet wurde. Integration Der Einzelnachweis ist Voraussetzung dafür, daß im auftragsbezogenen und im periodischen Produkt-Controlling eine Abweichungsermittlung durchgeführt werden kann. Sie können vom Bericht aus die Stammdaten einer Kalkulationsposition anzeigen. Für Arbeitsvorgänge, die extern durchgeführt werden, werden die Kosten entweder im Arbeitsplan hinterlegt oder über einen Einkaufsinfosatz ermittelt. Für Arbeitsvorgänge, die intern durchgeführt werden, werden die Kosten mit Hilfe der Kostenstellenrechnung ermittelt. Für die Bewertung der Eigenleistungen setzt die Kalkulation mit Mengengerüst voraus, daß eine Tarifermittlung in der Kostenstellenrechnung durchgeführt wurde. Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis der Einsatzmengen oder prozentual auf Basis der Einzelkosten (Material oder Fertigung) oder der Herstellkosten ermittelt. Die Bedingungen für die Ermittlung dieser Zuschläge werden in einem Kalkulationsschema hinterlegt, das im Customizing definiert wird. April
314 SAP AG Einzelnachweis Prozeßkosten werden in der Prozeßkostenrechnung [Extern] ermittelt und i.d.r. mit Hilfe eines Templates dem Produkt zugeordnet. Das Template legt fest, welche Prozeßkosten in Anspruch genommen und auf welcher Basis diese Kosten an das Produkt weiter verrechnet werden. Siehe auch: Falls Sie die Mischkalkulation einsetzen, beachten Sie die Besonderheiten beim Einsatz der Mischkalkulation [Seite 390]. Falls Sie mit Produktionskampagnen arbeiten, beachten Sie die Informationen im Abschnitt Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395]. 314 April 2001
315 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Weitere Berichte: Einzelposten Verwendung Einzelposten - Berichte dienen der Feinanalyse einzelner Objekte und ihrer Daten. Einzelposten beruhen auf den Zeilen des Beleges, der bei einer Buchung im R/3-System erzeugt wird. Die Berichte sind in folgenden Bereichen verfügbar: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Kundenauftrags-Controlling Controlling immaterieller Güter und Dienstleistungen Die Einzelposten-Berichte dienen dazu, eine Feinanalyse der gebuchten Werte vorzunehmen. Von einzelnen Zeilen im Einzelpostenbericht können Sie auf die Originalbelege (z.b. FI-Beleg oder MM-Beleg) verzweigen. (Umfeld Ursprungsbeleg / Rechnungswesenbeleg) Weiterhin stehen Ihnen hier viele technische Detailinformationen zur Verfügung. In der Kostenträgerrechnung spielen die Einzelposten - Berichte eine untergeordnete Rolle, da das Buchungsaufkommen durch Produktionsrückmeldungen in der Regel sehr hoch und eine Betrachtung der Einzelposten nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist. Sie können die anzuzeigenden Einzelposten über Kostenart bzw. Kostenartengruppe und über einen Zeitraum eingrenzen. Für folgende Kontierungsobjekte stehen Einzelposten-Berichte zur Verfügung: Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge): Einzelposten Ist Einzelposten WIP-Ermittlung Einzelposten Abweichung Einzelposten Obligo Produktkostensammler Einzelposten Ist Einzelposten WIP-Ermittlung (wenn die entsprechenden Einstellungen in der Abgrenzungsversion vorgenommen wurde, siehe auch Voraussetzungen) Einzelposten Abweichung Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein) Einzelposten Ist (für Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und für Kostenträgerallgemein) Einzelposten Abweichung (nur für Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie) April
316 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Verkaufsbelegposition: in der Regel Kundenauftragsposition: Einzelposten Ist Einzelposten Ergebnisermittlung Einzelposten Obligo Die Einzelposten-Berichte werden mit einer vordefinierten Layouts ausgeliefert. Sie können sich jedoch eigene Layouts anlegen, um andere Felder des CO-Einzelpostens im Einzelpostenbericht zu sehen. (z.b. den Werttyp). Generell können Sie im Einzelpostenbericht alle Felder des CO- Beleges anzeigen. Der Übersichtlichkeit halber wurden diese Felder in folgende Gruppen zusammengefaßt: Kontierung Zeitmerkmale Referenzen Wertkennzahlen Technische Felder Organisationseinheiten Partnerkontierung Objekt weitere Objekte Mengenkennzahlen Investitionsmanagement nicht zugeordnet Voraussetzungen Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge): Einzelposten WIP-Ermittlung Die Einzelposten für die WIP-Ermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings unter Periodenabschluß Ware in Arbeit Abgrenzungsversionen definieren. Verzweigen Sie in die Erweiterte Steuerung. Einzelposten Abweichung Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsschlüssel definieren. 316 April 2001
317 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Obligoeinzelposten auf Aufträgen werden nur fortgeschrieben, wenn Sie sowohl für den Kostenrechnungskreis als auch für die jeweilige Auftragsart die Obligoverwaltung aktiviert haben. Produktkostensammler Einzelposten Abweichung Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsermittlung für Produktkostensammler Abweichungsschlüssel definieren. Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein) Einzelposten Abweichung (nur für Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie) Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsermittlung für Kostenträgerhierarchien Abweichungsschlüssel definieren. Verkaufsbelegposition: in der Regel Kundenauftragsposition Einzelposten Ergebnisermittlung Die Einzelposten für die Ergebnisermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Kundenauftrags-Controllings unter Periodenabschluß Ergebnisermittlung Abgrenzungsversionen definieren. Verzweigen Sie in die Erweiterte Steuerung. Integration Nur Ist - Einzelposten werden im Standard immer fortgeschrieben. Einzelposten der WIP- Ermittlung und der Ergebnisermittlung, der Abweichungsermittlung und für Obligo müssen explizit im Customizing der Applikation erlaubt werden. Zur Fortschreibung von Obligowerten auf kosten- und erlösführenden Kundenauftragspositionen ist das Setzen des Kennzeichens mit Obligoverwaltung in den geschäftsjahresabhängigen Steuerungsparametern des Kostenrechnungskreises erforderlich. Einzelposten für die Abgrenzungsdaten der WIP-Ermittlung und der Ergebnisermittlung werden nur gespeichert, wenn Sie im Customizing der Abgrenzungsversion ein entsprechendes Kennzeichen gesetzt haben. Einzelposten für Abweichungen werden fortgeschrieben, wenn Sie für den jeweiligen Abweichungsschlüssel die Fortschreibung von Einzelposten einschalten. April
318 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Prüfen Sie im Customizing folgende Einstellungen: Abgrenzungsversion für die Einzelposten der WIP- und Ergebnisermittlung Abweichungsschlüssel für die Einzelposten zur Abweichungsermittlung Auftragsart Obligoverwaltung für Einzelposten Obligo Steuerungsparameter des Kostenrechnungskreises Hinweise zur Performance Insbesondere bezüglich der WIP-Ermittlung, der Ergebnisermittlung und der Abweichungsermittlung kann im Produktivsystem in der Regel auf das Fortschreiben von Einzelposten verzichtet werden. Stellen Sie deshalb sicher, daß das relevante Kennzeichen im Customizing nicht gesetzt ist. Wenn Sie auf das Fortschreiben von Einzelposten verzichten, dann verbessern Sie dabei die Laufzeit während der WIP-Ermittlung, der Ergebnsiermittlung oder der Abweichungsermittlung erheblich. In diesen Fällen können Sie natürlich auch keine entsprechenden Einzelpostenberichte anzeigen. Siehe auch: Eine sehr detaillierte Beschreibung zu Einzelpostenberichten finden Sie in der Dokumentation Gemeinkosten-Controlling. Informationen zum Obligo finden Sie in den Abschnitten: Obligo [Extern] Informationen zu Istkosten finden Sie in den Abschnitten: Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] Grundlegende Informationen zur WIP-Ermittlung und zur Ergebnisermittlung finden Sie in den Abschnitten: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern] Ware in Arbeit im Auftragsbez. Produkt-Controlling [Extern] Ergebnisermittlung [Extern] Grundlegende Informationen zur Abweichungsermittlung finden Sie im Abschnitt: Abweichungsermittlung [Extern] Allgemeine Informationen zur Performance-Verbesserung finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 318 April 2001
319 SAP AG Infosystem Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Infosystem Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Verwendung Im Informationssystem des Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen analysieren Sie die auf erlösführenden Innenaufträgen fortgeschriebenen Daten. Siehe auch: Informationssystem Produktkosten-Controlling [Seite 10] April
320 SAP AG Kennzahlen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Kennzahlen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Verwendung Im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen können Kostenträger-allgemein und erlösführende Innenaufträge als Kostenträger verwendet werden. Es stehen Ihnen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen eine Vielzahl von Kennzahlen zur Verfügung. Die Anzeige von Kennzahlen kann erfolgen: mit Hilfe der Kostenanalyse [Seite 79]: für die Detailberichte zu zu Kostenträger-allgemein und zu den erlösführenden Innenaufträgen für Verdichtungshierarchien [Seite 326] zu den erlösführenden Innenaufträgen in den Berichtskategorien Objektlisten [Seite 343] und Objektvergleiche [Seite 358] Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen der Kostenträgerrechnung finden Sie im Abschnitt: Kennzahlen in der Kostenträgerrechnung [Seite 72] Funktionen der Kostenanalyse Welche Kennzahlen Sie im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen analysieren, bestimmen Sie in der Kostenanalyse. Berichte der Kostenanalyse [Seite 79] bedienen sich der Funktionalität des ABAP List Viewer, bieten jedoch im Rahmen der Kostenanalyse noch zusätzliche Funktionen an. Zu den Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, können Sie sich in der Kostenanalyse eigene Layouts definieren, d.h. Sie könnnen in der Kostenanalyse Kennzahlen und Merkmale in eigenen Layouts gruppieren. In der Spaltenauswahl zu den Layouts finden Sie unterschiedliche Feldgruppen (Spaltenvorräte), die die Kennzahlen in logische Gruppen einteilen. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] Kennzahlen im Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen Sie können mit Hilfe der in diesem Feldvorrat hinterlegten Kennzahlen ein Layout definieren, mit dem Sie die Abgrenzungsdaten detailliert analysieren können. Welche Kennzahlen Sie zur Analyse verwenden möchten, entscheiden Sie selbst. 320 April 2001
321 SAP AG Kennzahlen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Zum Kostenträger-allgemein können Sie folgende Kennzahlen anzeigen: Planwerte wie beispielsweise Plankosten gesamt, Plankosten fix, Plankosten variabel Kennzahlen, die sich aus Istbuchen ergeben (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel) Abweichungen zwischen Plan- und Istwerten Zu den erlösführenden Innenaufträgen können Sie folgende Kennzahlen anzeigen: Planwerte wie beispielsweise Plankosten gesamt, Plankosten fix, Plankosten variabel, Planerlöse Kennzahlen, die sich aus Istbuchen ergeben (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Isterlöse) Abweichungen zwischen Plan- und Istwerten Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Siehe auch: Ergebnisermittlung [Extern] Ergebnisermittlungsmethoden [Extern] Informationen zur Kostenplanung für Kostenträger-allgemein im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen finden Sie im Abschnitt: Kostenplanung für Kostenträger-allgemein [Extern] Informationen zur Kostenplanung für Innenaufträge im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen finden Sie im Dokument CO-Innenaufträge Hinweis zur Analyse zum Auftragsergebnis zum Kundenauftrag /erlösführenden Innenauftrag Wenn Sie Abgrenzungsdaten für: kosten- und erlösführende Verkaufsbelegpositionen (im Kundenauftrags-Controlling) erlösführende Innenaufträge (beispielsweise im Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen) analysieren möchten, stellen Sie sicher, daß im relevanten Berichtszeitraum für die zu analysierende Abgrenzungsversion eine Ergebnisermittlung für die kosten- und erlösführende Verkaufsbelegposition beziehungsweise für den erlösführenden Innenauftrag durchgeführt wurde. Sie können die Abgrenzungsdaten analysieren, die im Rahmen einer Ergebnisermittlung zu einer Verkaufsbelegposition (in der Regel einer Kundenauftragsposition) oder zu einem erlösführenden Innenauftrag ermittelt wurden. Sie können auch Abgrenzungsdaten analysieren, die über mehrere Verkaufsbelegpositionen oder über mehrere Innenaufträge hinweg verdichtet wurden. Die angezeigten Abgrenzungsdaten sind abhängig von der Abgrenzungsversion, die bei der Ergebnisermittlung verwendet wurde. April
322 SAP AG Kennzahlen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Die Ergebnisermittlung schreibt die Abgrenzungsdaten unter Abgrenzungskostenarten fort, die im Customizing der Ergebnisermittlung angelegt und zugeordnet werden. Diese Abgrenzungskostenarten werden für die Berichte verwendet. Bei der Einzelverarbeitung der Ergebnisermittlung stehen Ihnen detailliertere Informationen als Liste zur Verfügung, z.b. wird erklärt, wie die Werte der einzelnen Kategorien ermittelt werden. Siehe auch: Kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern] Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistunge [Extern]n Ergebnisermittlung [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern]. Hinweis zu Rückstellung für fehlende Kosten Rückstellungen für fehlende Kosten können im Rahmen der Ergebnisermittlung zum Innenauftrag bei einigen Ergebnisermittlungsmethoden ermittelt werden. Abgrenzungsdaten (also Rückstellungen für fehlende Kosten) können nach Bildung und Verbrauch getrennt ausgewiesen werden, wenn das Kennzeichen Bildung/Verbrauch trennen im Customizing in der Abgrenzungsversion gesetzt ist. Ist es nicht gesetzt, so weist das System den Saldo aus. Überprüfen Sie diese Customizing-Einstellung im Einführungsleitfaden in denjeweiligen Anwendungskomponenten des Produktkosten-Controllings unter Periodenabschluß Ergebnisermittlung Abgrenzungsversionen für Ergebnisermittlung definieren. Sie erhalten das Bild: Sicht Abgrenzungsversionen ändern: Übersicht und durch Auswahl einer Zeile das Bild: Abgrenzungsversionen anzeigen: Detail. Rückstellungen für fehlende Kosten werden nur dann gebildet, wenn der Wert der Entlastung des Auftrags den Wert der Belastungen übersteigt. In einer Periode sind auf einem Objekt entweder Ware in Arbeit oder Rückstellungen für fehlende Kosten vorhanden. Dies gilt natürlich nicht bei der Betrachtung von Verdichtungsobjekten. Bei der Betrachtung von Verdichtungsobjekten können in einer Periode sowohl Ware in Arbeit (zu Istkosten) als auch Rückstellungen für fehlende Kosten vorhanden sein. Sie müssen die Ergebnisermittlung im Periodenabschluß in der jeweiligen Abgrenzungsversion durchgeführt haben. Die Kennzahlen können sowohl in Detailberichten zu einzelnen Objekten als auch verdichtet angezeigt und analysiert werden. Informationen zu Objektlisten finden sie im Abschnitt: Objektliste [Seite 343] Auftragsselektion [Seite 344] Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347] Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Arbeiten mit Extrakten [Seite 385] 322 April 2001
323 SAP AG Kennzahlen im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Übersicht Verdichtungshierarchien [Seite 352] Übersicht Kostenträgerhierarchien [Seite 156] Kostenträgerhierarchie suchen/anzeigen [Seite 158] Informationen zum Objektvergleich: Objektvergleiche [Seite 358] Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich [Seite 359] Verdichtungshierarchie vs. Verdichtungshierarchie Plan/Ist - Vergleich [Seite 361] April
324 SAP AG Verdichtete Analyse Verdichtete Analyse in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Verdichtete Analyse finden sie Berichte, die aggregierte Daten anzeigen. So können Sie z.b. Soll-Ist-Vergleiche auf Produktgruppenebene durchführen. Folgende Verdichtungsverfahren können in der Kostenträgerrechnung in Abhängigkeit von der Anwendungskomponente und den Objekten verwendet werden: Im Periodischen Produkt-Controlling: die Verdichtungshierarchie Bei Verwendung der Verdichtungshierarchie können Sie die Strukturen, über die die Daten abgespeichert werden, selbst bestimmen. die Produktrecherche Bei Verwendung der Produktrecherche sind die Strukturen, über die die Daten aggregiert werden, vorbestimmt. die Auftragshierarchie mit Klassifikation Im Rahmen der Verdichteten Analyse im periodischen Produkt-Controlling werden die auf Produktkostensammlern fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Möchten Sie verdichtete Daten zur Kostenträgerhierarchie anzeigen, so verzweigen Sie in die Berichtskategorie Detailberichte. im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling: die Verdichtungshierarchie die Produktrecherche die Auftragshierarchie mit Klassifizierung Bei der Auftragshierarchie mit Klassifizierung können die verdichteten Strukturen ebenfalls frei bestimmt werden. Es ist jedoch notwendig, die Klassifizierung zu verwenden. Dies hat im Vergleich zur Verdichtungshierarchie negative Auswirkungen auf die Performance. Verwenden Sie daher die Klassifikation nur, wenn Sie mit freien Merkmalen arbeiten müssen. Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Auftragsbezogenen Produktkosten-Controlling werden die auf Fertigungsaufträgen und Produktkostensammlern fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Hinweis: Verwenden Sie möglichst die Verdichtungshierarchie statt der Auftragshierarchie mit Klassifizierung. Im Kundenauftrags-Controlling die Verdichtungshierarchie Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Kundenauftrags-Controlling werden die auf Verkaufsbelegpositionen (in der Regel Kundenauftragspositionen) fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen (z.b. Auftraggeber) verdichtet. 324 April 2001
325 SAP AG im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Verwendung die Verdichtungshierarchie Im Rahmen der Verdichteten Analyse im Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen werden die auf erlösführenden Innenaufträgen fortgeschriebenen Daten auf übergeordneten Ebenen verdichtet. Eine Verdichtung für Kostenträgerallgemein ist nicht vorhanden. Sie finden hier Informationen dazu, wie die verschiedenen Arten der Verdichtung von Daten funktionieren: Siehe auch: Zur richtigen Interpretation der Daten in verdichteten Berichten beachten Sie unbedingt den Abschnitt: Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. Informationen zu den verschiedenen Verfahren der Verdichtung erhalten Sie in den Punkten Produktrecherche [Seite 205] Verdichtungshierarchie [Seite 326] Kostenträgerhierarchie [Extern]. Auftragshierarchie und Auftragsselektion mit Klassifizierung [Seite 239] Informationen darüber, wie diese Verdichtungsverfahren voneinander unterschieden werden können, finden Sie im Abschnitt: Unterschiede der Verdichtungsverfahren [Seite 185] April
326 SAP AG Verdichtungshierarchie Verdichtungshierarchie Verwendung Verdichtungshierarchien sind ein Analyseinstrument, mit dem Sie über selbstdefinierte hierarchische Strukturen Werte nach oben verdichten können. Damit sind Analysen von Werten und Mengen auf höheren Ebenen wie beispielsweise auf Werksebene möglich. Sie verwenden eine Verdichtungshierarchie in der Kostenträgerrechnung, um Kosten und Mengen, die im Zusammenhang mit dem Produktionsprozeß angefallen sind, für einen bestimmten Betrachtungszeitraum verdichtet, auf einer höheren Ebene zu analysieren. Sie legen beispielsweise fest, daß Ihre Auftragsdaten nach folgender Struktur verdichtet werden sollen: Werk Auftragsart Damit haben Sie die Möglichkeit, sich alle Daten zu einem bestimmten Werk anzeigen zu lassen und für dieses Werk die Werte für die einzelnen Auftragsarten zu betrachten. Mit Hilfe von Verdichtungshierarchien können Sie die Werte folgender Objekte verdichten: Instandhaltungs- und Serviceaufträge Innenaufträge Projekte Kundenaufträge und deren Positionen Produktionsaufträge, QM-Aufträge und Produktkostensammler Je nach Bedarf können Sie nur die Objekte einer Objektart (z.b. nur Fertigungsaufträge) oder mehrerer Objektarten gemeinsam verdichten. Bei der Verdichtung von Objekten bestimmter Objektarten (z.b. Projekte) werden auch abhängige Objekte einer anderen Objektart (z.b. dem Projekt zugeordnete Innenaufträge) mitverdichtet. Bei der Verdichtung von Kundenaufträgen können wahlweise dem Kundenauftrag zugeordnete Produktionsaufträge mitverdichtet werden oder nicht. Durch die Definition von Exception-Regeln können Sie festlegen, daß bestimmte Knoten der Hierarchie, die vorher festgelegte Bedingungen erfüllen, durch farbige Ampeln gekennzeichnet werden sollen. Dadurch ist es möglich, Bereiche hervorzuheben, die im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung näher analysiert werden müssen. Zu diesem Zweck können Sie aus einer Hierarchieübersicht in Kostenartenberichte zu jenen Hierarchieknoten verzweigen, die näher zu analysieren sind. Voraussetzungen Die Verdichtung von Objekten setzt die Definition einer Verdichtungshierarchie voraus. In der Definition einer Verdichtungshierarchie bestimmen Sie, über welche Felder die Datenverdichtung 326 April 2001
327 SAP AG Verdichtungshierarchie erfolgen soll und welche Objekte verdichtet werden. Dabei werden Werte in der Objektwährung nur verdichtet, wenn die Verdichtungshierarchie einen Knoten Werk oder Buchungskreis enthält. Sie definieren eine Verdichtungshierarchie im Customizing des Informationssystems unter Controlling Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Verdichtungshierarchie pflegen. Falls die im Arbeitsschritt Verdichtungshierarchie pflegen zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder nicht ausreichen, um Hierarchiestufen zur Verdichtung von Aufträgen oder Projekten gemäß Ihren Anforderungen zu definieren, können Sie mit der Klassifizierung [Seite 239] arbeiten. Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihre Anforderungen an weitere Felder durch Klassifizierungsmerkmale abzudecken. Aufgrund des hierbei zusätzlich entstehenden Datenvolumens und Performance-Einbußen in der Stammdatenpflege sollten Sie genau prüfen, ob sie tatsächlich zusätzliche Felder benötigen. Zum Anlegen weiterer Felder bearbeiten Sie nicht den Schritt 'Verdichtungshierarchie pflegen', sondern definieren sich eine sogenannte Auftragshierarchie im Customizing des Informationssystems unter Controlling Produktkosten- Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung Auftragshierarchien anlegen. Möchten Sie die Verdichtung vom Auftragsstatus abhängig machen, so müssen Sie vorher im Customizing ein Statusselektionsschema anlegen und dies in der Definition der Verdichtungshierarchie mit angeben. Sie finden diesen Arbeitsschritt im Customizing des Informationssystems unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Statusselektionsschemata definieren [Extern]. Funktionsumfang Die einzelnen Stufen einer Verdichtungshierarchie bestehen aus Stammdatenfeldern bzw. Teilen von Stammdatenfeldern. Für jeden Wert eines Feldes (z.b. Werk 1000, Werk 1100, Werk 1200) werden periodengerechte und kostenartengerechte Summen gebildet und auf einem sogenannten Verdichtungsobjekt fortgeschrieben. Die Werte auf den einzelnen Verdichtungsobjekten lassen sich im Informationssystem analysieren. Hierfür stehen Ihnen in den Informationssystemen der SAP-Standardauslieferung in der Berichtskategorie 'Verdichtete Analyse' verschiedene Berichte zur Verfügung. So können Sie z.b. einen Plan-Ist-Vergleich für ein zu analysierendes Verdichtungsobjekt (z.b. Verkaufsbüro 1000) aufrufen. Alternativ können Sie sich einen Hierarchiebericht für eine bestimmte Verdichtungshierarchie anzeigen lassen. Hier erhalten Sie eine hierarchische Übersicht über die Verdichtungsobjekte, die bei der Verdichtung erzeugt wurden. Haben Sie bei der Ausführung eines Datenbeschaffungslaufs eine Exception-Regel gesetzt, so werden Ihnen in dieser Übersicht zusätzlich entsprechende Ampeln angezeigt. Mit Hilfe einer Verdichtungshierarchie werden z.b. folgende Daten verdichtet: Planwerte (z.b. Plankosten gesamt, Plankosten fix, Plankosten variabel, Planherstellmenge) Istkosten (z.b. Istkosten gesamt, Istkosten fix, Istkosten variabel, Istherstellmenge) Sollkosten (z.b. Sollkosten gesamt, Sollkosten fix, Sollkosten variabel, Sollherstellmenge) April
328 SAP AG Verdichtungshierarchie Abweichungen (Plan/Ist-Abweichungen prozentual, Plan/Ist-Abweichungen absolut, Soll/Ist-Abweichungen prozentual, Abweichungskategorien) Einsatzmengen (Solleinsatzmengen, Isteinsatzmengen) Ware in Arbeit Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Je weniger Daten Sie verdichten, desto besser ist die Laufzeit des Datenbanklaufs. Die Stammdatenfelder, über die Sie Daten verdichten können, sind fest vorgegeben und von der Art der Objekte, die verdichtet werden sollen, abhängig. Demzufolge stehen Ihnen bei der Verdichtung von Kundenaufträgen andere Stammdatenfelder für die Definition einer Verdichtungshierarchie zur Verfügung als bei der Verdichtung von Innenaufträgen. Decken diese Felder Ihre Anforderungen nicht ab, so können Sie für die Verdichtung von Aufträgen oder Projekten auch zusätzliche eigendefinierte Felder verwenden. Hierfür müssen Sie jedoch mit der Klassifizierung arbeiten. Sie können den Umfang der zu verdichtenden Daten einschränken, indem Sie die Verdichtung von Auftragswerten vom Status der Aufträge abhängig machen. So können Sie z.b. nur die Daten solcher Aufträge verdichten, für die bereits Abweichungen ermittelt wurden. Die über eine Verdichtungshierarchie verdichteten Daten resultieren aus einem Datenbeschaffungslauf. Dieser muß ausgeführt werden, bevor Sie Berichte zur Verdichtung verwenden können. Sie erhalten in einem Bericht zu Verdichtungsobjekten den Datenbestand angezeigt, der zum Zeitpunkt des letzten Datenbeschaffungslaufs aktuell war. Dementsprechend müssen Sie einen neuen Datenbeschaffungslauf durchführen, wenn Sie aktuelle Werte in Ihren Berichten angezeigt bekommen möchten. Integration Sie können aus der Hierarchieanzeige Kostenartenberichte für einzelne Verdichtungsobjekte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster angezeigt. Wenn Sie einen Bericht auswählen, wird dieser Bericht zum ausgewählten Verdichtungsobjekt aufgerufen. Somit können Sie sich z.b. die verdichteten Istwerte, Planwerte und Abweichungen für ein bestimmtes Werk anzeigen lassen. Ebenso besteht die Möglichkeit, aus dem Selektionsbild eines Berichtes zur Analyse eines Verdichtungsobjektes die Hierarchieübersicht aufzurufen. Hinweise zum Aufruf der Berichte zur Verdichtungshierarchie Die Berichte zur Analyse eines Verdichtungsobjektes befinden sich in den Informationssystemen der einzelnen Applikationen der SAP-Standardauslieferung in der Berichtskategorie 'Verdichtete Analyse'. Zum Aufruf eines Berichtes zu einem Verdichtungsobjekt geben Sie im Selektionsbild des Berichtes den technischen Namen der Verdichtungshierarchie mit an. Zusätzlich ist die Angabe der Hierarchieart erforderlich. Die Hierarchieart lautet in der Regel CO. Haben Sie die Verdichtung jedoch für eine Auftragshierarchie mit Klassifizierung durchgeführt, so müssen Sie die Hierarchieart OR wählen. Im Feld Teilhierarchie spezifizieren Sie das zu analysierende Verdichtungsobjekt. Lassen Sie sich die Eingabemöglichkeiten (F4) zu diesem Feld anzeigen und wählen Sie hier das gewünschte Verdichtungsobjekt aus! 328 April 2001
329 SAP AG Verdichtungshierarchie Siehe auch: Ausführliche Informationen über die Beschaffung und Fortschreibung der Daten in der Verdichtung erhalten Sie unter Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie [Seite 337]. Kuppelproduktion im Infosystem [Extern] Die mit der Verdichtungshierarchie aggregierten Daten analysieren Sie mit der Kostenanalyse. Lesen Sie hierzu Kostenanalyse. [Seite 79] April
330 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen Verdichtungshierarchien pflegen In diesem Arbeitsschritt im Customizing des Informationssystems Produktkosten-Controlling legen Sie den Aufbau Ihrer Verdichtungshierarchien fest. In der Definition einer Verdichtungshierarchie hinterlegen Sie, nach welchen Kriterien Kosten und Mengen von Objekten verdichtet werden sollen. Sie können mittels einer Verdichtungshierarchie die Werte folgender Objekte verdichten: Innenaufträge (Auftragstypen 01 und 02) Instandhaltungs-/Serviceaufträge (Auftragstyp 30) Produktionsaufträge, QM-Aufträge und Produktkostensammler hierunter fallen folgende Auftragstypen: CO-Fertigungsaufträge (Auftragstyp 04), Produktkostensammler (Auftragstyp 05), QM-Aufträge (Auftragstyp 06), PPS-Fertigungsaufträge (Auftragstyp 10), Prozeßaufträge (Auftragstyp 40). Projekte Bei der Verdichtung von Projekten verdichtet das System abhängige Objekte wie z.b. zugeordnete Aufträge oder PSP-Elemente automatisch mit. Kundenaufträge ohne abhängige Aufträge Kundenaufträge mit abhängigen Aufträgen Bei der Verdichtung von Kundenaufträgen können Sie durch die Auswahl der entsprechenden Objektart entscheiden, ob das System die Daten von dem Kundenauftrag zugeordneten Produktionsaufträgen mit verdichten soll. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie die Werte einzelner Objekte entsprechend dem definierten Hierarchieaufbau stufenweise nach oben verdichten. Als Kriterien für die Verdichtung verwenden Sie Stammdatenfelder der Kontierungsobjekte. Jede Stufe der Verdichtungshierarchie entspricht einem Stammdatenfeld. Über die Stammdatenfelder selektiert das System die Kontierungsobjekte für die Verdichtung und summiert die Kosten und Mengen für jede Ausprägung eines Stammdatenfeldes (z.b. Werk 1000, Werk 2000). Hinweis: Wenn Sie die kundeneigenen Felder für die Innenauftragsverdichtung verwenden, übernehmen Sie die Groß-/Kleinschreibung dieser Felder. Die ermittelten Summen sichert das System auf sogenannten Verdichtungsobjekten, die den Knoten der beim Verdichtungslauf aufgebauten Hierarchie entsprechen. Die einzelnen Verdichtungsobjekte können Sie im Informationssystem analysieren. Mit Verdichtungshierarchien können Sie u.a. folgende Daten verdichten: Plankosten Istkosten Sollkosten Abweichungen Ware in Arbeit 330 April 2001
331 SAP AG Abgrenzungsdaten der Ergebnisermittlung Einsatzmengen Herstellmengen Ausschuß Beispiel Verdichtungshierarchien pflegen Sie verwenden eine Verdichtungshierarchie, um pro Periode die Kosten zu verdichten, die für die Aufträge zur Fertigung eines bestimmten Materials in einem bestimmten Werk angefallen sind. Hinweise Die erste Stufe der Hierarchie ist stets der Kostenrechnungskreis. Wenn Sie beim Anlegen von Verdichtungshierarchien ein Statusselektionsschema angeben, werden nur die Objekte für die Verdichtung selektiert, deren Status zum Verdichtungszeitpunkt den Selektionskriterien im Statusselektionsschema entsprechen. Wenn Sie eine Verdichtung über die Objektart Kundenaufträge durchführen möchten, so bezieht sich ein in der Hierarchiedefinition hinterlegtes Statusselektionsschema auf die dem Kundenauftrag zugeordneten Fertigungsaufträge. Sobald das System einen Verdichtungslauf für eine Hierarchie durchgeführt hat, können Sie diese Verdichtungshierarchie nicht mehr ändern. Wenn Sie diese Verdichtungshierarchie ändern möchten, müssen Sie zunächst durch einen Löschlauf alle verdichteten Daten löschen. Zur Vorselektion von Innenaufträgen können Sie Selektionsvarianten angeben. Hinweise zur Kuppelproduktion Zur statusabhängigen Selektion von Aufträgen in der Kuppelproduktion können Sie für den Auftragskopf und die Auftragsposition separate Statusselektionsschemata hinterlegen, da die Status von Auftragskopf und -position in der Kuppelproduktion voneinander abweichen können. Bei Einsatz von Kuppelproduktion verdichtet das System nur die Werte der Auftragspositionen. Werte, die sich auf dem Auftragskopf befinden, berücksichtigt es bei der Verdichtung nicht. Führen Sie daher die Funktion "Verteilung Kuppelprodukte" vor dem Start eines Verdichtungslaufes aus. Voraussetzung Wenn Sie Statusselektionsschemata verwenden möchten, müssen Sie vorher den Arbeitsschritt " Statusselektionsschemata definieren [Extern] " bearbeitet haben. Wenn Sie Selektionsvarianten verwenden möchten, müssen Sie vorher den Arbeitsschritt " Selektionsvarianten definieren [Extern] " bearbeitet haben. Aktivitäten Um eine Verdichtungshierarchie zu definieren, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie "Neue Einträge". 2. Vergeben Sie einen Hierarchienamen sowie einen sprechenden Langtext. Um Einsatzmengen zu verdichten, markieren Sie "Einsatzmengen verdichten". April
332 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen 3. Wenn Sie den Datenumfang mittels Formroutinen einschränken möchten, geben Sie den Namen des Userexit-Pools an, der diese Formroutinen beinhaltet (siehe auch Punkt 6). 4. Sichern Sie Ihre Eingaben und wählen Sie "Zurück". Sie gelangen wieder in die Übersicht aller Verdichtungshierarchien. 5. Um festzulegen, welche Arten von Kontierungsobjekten beim jeweiligen Verdichtungslauf berücksichtigt werden sollen, wählen Sie "Datenumfang (Objektarten)". Markieren Sie die zu verdichtenden Objektarten. Wenn Sie nur Projekte verdichten, verdichtet das System auch die Daten zugeordneter Objekte wie beispielsweise abhängiger Aufträge. Wenn Sie Kundenaufträge verdichten möchten, können Sie durch die Auswahl der entsprechenden Objektart entscheiden, ob das System die dem Kundenauftrag zugeordneten Produktionsaufträge bei der Verdichtung mit berücksichtigen soll. Wenn Sie mehrere Objektarten markieren (z.b. Kundenaufträge und Fertigungsaufträge), müssen Sie eine Priorität angeben. Dies ist erforderlich, da beispielsweise der Kundenauftrag für ein Stammdatenfeld einen bestimmten Wert haben kann, der darunterhängende Fertigungsauftrag für dasselbe Feld jedoch einen anderen Wert haben kann. Würde das System über dieses Stammdatenfeld verdichten, würde der Fertigungsauftrag sowohl bei der Verdichtung über den Wert des Stammdatenfeldes im Kundenauftrag als auch über den Wert des Stammdatenfeldes im Fertigungsauftrag berücksichtigt. Um dies zu vermeiden, hinterlegen Sie in der Hierarchiedefinition für die Objektart "Kundenauftrag" die Priorität 1 und für die Objektart "Fertigungsauftrag" die Priorität Um festzulegen, welche Kosten und Mengen verdichtet werden sollen, wählen Sie "Datenumfang (Summensatztabellen)". Um einzelne Summensatztabellen aus der Verdichtung auszuschließen, markieren Sie "nicht verdichten". Um die Performance zu verbessern, können Sie die Sätze der Summensatzdatei ohne Herkunft verdichten. Markieren Sie hierzu das Kennzeichen "ohne Herkunft". Das Setzen dieses Kennzeichens empfiehlt sich, wenn man an reinen Kostenartenberichten interessiert ist. Es ist dann allerdings nicht mehr möglich, die Werte auf Kostenartenebene weiter nach Herkünften aufzureißen. Wenn Sie den Datenumfang mit Hilfe eines Userexits begrenzen möchten, tragen Sie den Namen der Userexit-Formroutine ein. Hierfür müssen Sie beim Anlegen der Verdichtungshierarchie den Namen des Userexit-Pools eingetragen haben. 7. Um den Stufen Ihrer Verdichtungshierarchie Stammdatenfelder zuzuordnen, wählen Sie "Hierarchiestufen". Sie können bis zu 9 Hierarchiestufen definieren. In der Spalte "Hierarchiefeld" hinterlegen Sie pro Hierarchiestufe das gewünschte Stammdatenfeld. Wenn Sie eine Hierarchiestufe über einen Teil eines Stammdatenfeldes anlegen wollen, pflegen Sie "Offset" und "Länge". 8. Wenn Sie Kontierungsobjekte, bei denen ein Merkmal nicht gefüllt ist, unter dem Knoten "Sonstige" zusammenfassen möchten, markieren Sie "initial". 332 April 2001
333 SAP AG Verdichtungshierarchien pflegen Weitere Hinweise Weitere Informationen zum Aufbau und Zweck von Verdichtungshierarchien im Produktkosten- Controlling finden Sie in der R/3-Bibliothek unter Verdichtungshierarchie [Seite 326]. April
334 SAP AG Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Funktionsbaustein-Exits für die Verdichtung Verwendung Für zusätzliche Funktionen im Bereich der Verdichtung stehen Ihnen im SAP-System verschiedene Funktionsbaustein-Exits zur Verfügung. Diese werden im folgenden kurz erwähnt. Die genannten Exits sind dokumentiert. Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Erweiterungstransaktion (Transaktion CMOD). Lassen Sie sich hierzu alle SAP-Erweiterungen der Entwicklungsklasse KKR anzeigen. Die Dokumentation zu einem Exit erhalten Sie, indem Sie die Drucktaste 'SAP-Doku' betätigen. Exit zur Selektion der Datenbeschaffung Der Funktionsbaustein-Exit EXIT_SAPLKKRB_001 der Erweiterung SAPLKKRB bietet die Möglichkeit, nach der Selektion für einen Datenbeschaffungslauf noch Objekte umzuordnen, zu löschen oder hinzuzufügen, bevor die eigentliche Datenbeschaffung beginnt. Exit zur Texterzeugung für Verdichtungsobjekte Der Funktionsbaustein EXIT_SAPLKKRU_001 der Erweiterung KKRU0001 ermöglicht die selbstprogrammierte Vergabe von Texten für Verdichtungsobjekte. Diese Texte werden während eines Datenbeschaffungslaufs erzeugt. 334 April 2001
335 SAP AG Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Verwendung Für jedes Verdichtungsobjekt, das bei einer Verdichtung erzeugt wird, können Texte entweder vom System ermittelt oder vom Anwender manuell eingegeben werden. Im Standard werden die Texte der Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf automatisch auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung erzeugt. Sie verdichten über das Werk 1000 (Werk 1000 = Walldorf). Das erzeugte Verdichtungsobjekte erhält die Bezeichnung 'Walldorf'. Die Texte für Verdichtungsobjekte können bei Bedarf manuell erfaßt werden. Bei der Ausführung des Datenbeschaffungslaufs ist dann zu entscheiden, ob diese manuellen Texte durch die Bezeichnung der Feldausprägung überschrieben werden sollen oder ob der manuelle Text erhalten bleiben soll. Kann für ein Verdichtungsobjekt kein Text ermittelt werden, so wird der Wert dieses Feldes automatisch als Text übernommen. Vorgehensweise Zum Pflegen manueller Texte für Verdichtungsobjekte gehen Sie wie folgt vor: 19. Verzweigen Sie in das jeweilige Anwendungsmenü der Kostenträgerrechnung. 20. Wählen Sie Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. 21. Geben Sie im Feld Hierarchie die Verdichtungshierarchie an. 22. Wählen Sie Bearbeiten Hierarchie. 23. Positionieren Sie den Cursor auf das betreffende Verdichtungsobjekt und wählen Sie Bearbeiten Text pflegen. 24. Erfassen Sie den gewünschten Text und sichern Sie Ihre Eingaben. Um festzulegen, welcher Text für Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf fortgeschrieben wird, gehen Sie wie folgt vor: s. Verzweigen Sie in das jeweilige Anwendungsmenü der Kostenträgerrechnung. t. Wählen Sie Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. u. Geben Sie im Feld Hierarchie die Verdichtungshierarchie an. v. Wählen Sie Zusätze Standardtexte. w. Wählen Sie nun die Art aus, wie die Texte der Verdichtungsobjekte beim Datenbeschaffungslauf behandelt werden sollen: April
336 SAP AG Texte für Verdichtungsobjekte pflegen Keine Texte erzeugen Beim Datenbeschaffungslauf werden die Bezeichnungen der Feldausprägungen nicht ermittelt. Waren vorher bereits Texte vorhanden (entweder aus einem früheren Datenbeschaffungslauf oder durch manuelle Pflege), so werden nur diese Texte angezeigt. Texte erzeugen (nicht überschreiben) Das System ermittelt Texte für die Verdichtungsobjekte auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung. Sind für bestimmte Knoten bereits Texte vorhanden (entweder aus einem früheren Datenbeschaffungslauf oder durch manuelle Pflege), so werden diese Texte nicht geändert. Diese Einstellung ist standardmäßig vorbelegt und ist aus Performancegründen der Einstellung 'Texte erzeugen (überschreiben)' vorzuziehen. Texte erzeugen (überschreiben) Das System ermittelt Texte für die Verdichtungsobjekte auf Basis der Bezeichnung der Feldausprägung. Schon vorhandene Texte (auch die manuell gepflegten Texte) werden in diesem Prozeß überschrieben. x. Führen Sie den Datenbeschaffungslauf für Ihre Verdichtungshierarchie aus. Das System ermittelt nun die Texte für die Verdichtungsobjekte gemäß der von Ihnen gewählten Option. 336 April 2001
337 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Verwendung Die über eine Verdichtungshierarchie verdichteten Daten resultieren aus einem Datenbeschaffungslauf. Dieser wird in der Regel nach Beendigung der Periodenabschlußarbeiten in der Kostenträgerrechnung pro Verdichtungshierarchie ausgeführt. Bei der Ausführung des Datenbeschaffungslaufs geschieht folgendes: Für die gemäß der Definition der Verdichtungshierarchie selektierten Objekte werden die Werte und Mengen der Perioden gelesen, die im Datenbeschaffungslauf spezifiziert wurden. Diese Daten werden entsprechend dem Hierarchieaufbau nach oben verdichtet und auf Verdichtungsobjekten periodengerecht und kostenartengerecht fortgeschrieben. Ein Verdichtungsobjekt wird für jede Feldausprägung aller Felder einer Verdichtungshierarchie gebildet. Besteht die Verdichtungshierarchie aus den Feldern Werk und Auftragsart, so werden z.b. folgende Verdichtungsobjekte gebildet: Werk A Werk B Werk A, Auftragsart 1 Werk B, Auftragsart 1 Wurde bereits ein Datenbeschaffungslauf durchgeführt, so erfolgt die Fortschreibung der in einem neuen Datenbeschaffungslauf selektierten Daten folgendermaßen: für Perioden innerhalb des Verdichtungszeitraumes des neuen Datenbeschaffungslaufs werden die Werte auf dem Verdichtungsobjekt zurückgesetzt und neu ermittelt. für Perioden außerhalb des angegebenen Zeitraums des neuen Datenbeschaffungslaufs bleiben die Werte auf dem Verdichtungsobjekt erhalten. Somit gehen Daten, die in einem früheren Verdichtungslauf ermittelt wurden, durch einen neuen Datenbeschaffungslauf nicht automatisch verloren. Sie können die Selektion von Objekten für die Verdichtung vom Status des Objektes abhängig machen. Hierfür hinterlegen Sie in der Definition der Verdichtungshierarchie ein Statusselektionsschema. Im Statusselektionsschema hinterlegen Sie, welchen Status die zu selektierenden Objekte haben sollen (z.b. freigegeben, rückgemeldet). Arbeiten Sie mit der Statusselektion, so sollten Sie dies bei der Wahl des Verdichtungszeitraumes berücksichtigen. Wenn Sie z.b. mit der Statusselektion nur abgerechnete Aufträge verdichten wollen und den Verdichtungszeitraum auf die letzten zwei Perioden begrenzen, obwohl ein Auftrag über vier Perioden läuft, so werden z.b. Istkosten der ersten beiden Perioden des Auftrages nicht mitverdichtet und fehlen somit in der Verdichtungshierarchie. Da die gesamten Sollkosten erst in der Periode errechnet und auf der Datenbank fortgeschrieben werden, in der der Auftrag endgeliefert bzw. technisch abgeschlossen wurde, stehen den kumulierten Sollkosten in der Verdichtungshierarchie nur partielle Istkosten gegenüber. April
338 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Arbeiten Sie mit der Statusselektion, dann wählen Sie deshalb den Verdichtungszeitraum so groß, daß die gesamte Laufzeit eines Auftrages innerhalb des Verdichtungszeitraumes liegt. Bei einer Verdichtungshierarchie ohne Statusselektion reicht es, den Verdichtungszeitraum so zu wählen, daß alle in der Finanzbuchhaltung offenen Perioden erfaßt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Hintergrundinformationen zur verdichteten Analyse [Seite 179]. Voraussetzungen Arbeiten Sie mit der Kuppelproduktion, so müssen Sie vor Ausführung eines Datenbeschaffungslaufs die Funktion Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit [Extern] ausführen, da die Verdichtung im Falle von Kuppelproduktion nur die Werte der Auftragspositionen, nicht aber die des Auftragskopfes, nach oben verdichtet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Kuppelproduktion im Informationssystem [Seite 387]. Funktionsumfang Sie können einen Datenbeschaffungslauf für die gesamte Verdichtungshierarchie durchführen Führen Sie einen Datenbeschaffungslauf für die ganze Hierarchie durch, so können Sie anschließend zu jedem Verdichtungsobjekt einen Bericht anzeigen. für eine Teilhierarchie durchführen Wollen Sie z.b. nur die Summe der Kosten für alle Aufträge zu einem bestimmten Material ermitteln, so können Sie einen Datenbeschaffungslauf für die entsprechende Teilhierarchie durchführen. Sie können anschließend zu allen Verdichtungsobjekten dieser Teilhierarchie Berichte anzeigen. Sie können auch einen Löschlauf durchführen. Dieser löscht die Daten aller Verdichtungsobjekte der angegebenen Hierarchie. Bei Durchführung eines Löschlaufes ist die Eingabe eines Zeitraumes ohne Bedeutung. Ein Löschlauf ist z.b. dann erforderlich, wenn Sie nachträglich Änderungen an der Definition der Verdichtungshierarchie vornehmen möchten. Daneben besteht die Möglichkeit, einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, bei dem ein Aufbau der Verdichtungshierarchie erfolgt, jedoch keine Daten selektiert werden. Wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine Verdichtung für diesen Zeitraum durchgeführt, so würde durch einen solchen Datenbeschaffungslauf eine Aktualisierung der Verdichtungsobjekte vorgenommen, ohne daß bestehende Daten überschrieben würden. Hinweise zur Performance Um Laufzeiten zu verkürzen können Sie den Verdichtungslauf von Verdichtungshierarchien auf mehreren Servern parallel laufen zu lassen. Über die Festlegung einer Anzahl von Verdichtungsknoten können Sie die Performance bei Parallelverarbeitung zusätzlich positiv beeinflussen. Außerdem können Sie bei der Definition der Verdichtungshierarchie festlegen, daß einzelne Summensatzdateien nicht verdichtet werden sollen oder die Sätze von Summensatzdateien ohne Herkunft verdichtet werden sollen. Ist man an reinen Kostenartenberichten ohne weiteren Detaillierungsgrad interessiert, so empfiehlt es sich, dieses Kennzeichen zu setzen. 338 April 2001
339 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie Aus Performancegründen sollte außerdem darauf verzichtet werden, das Feld Auftragsnummer als Hierarchiestufe in der Definition der Verdichtungshierarchie auszuwählen. Arbeiten Sie mit der Auftragshierarchie mit Klassifizierung, so sollten Sie in regelmäßigen Abständen die Funktion Merkmalsstatistik ausführen. Hierdurch kann sich die Reihenfolge der zu selektierenden Merkmale ändern, wodurch eine schnellere Selektion der Klassifizierungsmerkmale ermöglicht werden kann. Sie finden diese Funktion im Anwendungsmenü der jeweiligen Anwendungskomponente der Kostenträgerrechnung über Informationssystem Datenbeschaffung Auftragshierarchie (Klassifizierung) Umfeld Merkmalsstatistik erzeugen. Vor dem Ausführen des Datenbeschaffungslaufs setzen Sie das Kennzeichen Klassifizierung im Customizing der Kostenträgerrechnung im Periodisches Produkt-Controlling bzw. im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling unter Auftragsarten überprüfen in der Sicht Auftragsart ändern und klassifizieren die Aufträge mit dem Report RKO CLASS nach. Danach deaktivieren Sie das Kennzeichen. Siehe auch: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] April
340 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Voraussetzungen Sie haben eine Verdichtungshierarchie angelegt. Wenn Sie mit Hilfe der Parallelisierung die Laufzeit des Datenbeschaffungslaufs verkürzen wollen, dann lassen Sie sich von Ihrem Systemadministrator eine Server-Gruppe einrichten, und lassen Sie sich die maximale Taskanzahl angeben. Server-Gruppe festlegen (nur für Systemadministratoren) Um festzulegen, auf welchen Servern der Verdichtungslauf ablaufen soll, wählen Sie Werkzeuge Administration Verwaltung Netzwerk RFC-Destination RFC RFC-Gruppen. Es wird empfohlen, die Datenbeschaffung jeweils nach dem Periodenabschluß durchzuführen. So können aktuelle Daten wie Sollkosten, WIP und Abweichungen verdichtet werden. Wenn Sie die Istkosten kontrollieren möchten, kann es sinnvoll sein, während einer Periode (ohne vorheriges Ausführen von Periodenabschlußaktivitäten) eine Datenbeschaffung durchzuführen. Vorgehensweise Um einen Datenbeschaffungslauf durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor: 7. Wählen Sie Rechnungswesen Controlling Produktkosten-Controlling Kostenträgerrechnung Periodisches Produkt-Controlling / Auftragsbezogenes Produkt- Controlling / Kundenauftrags-Controlling / Immaterielle Güter und Dienstleistungen Informationssystem Werkzeuge Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie. Sie gelangen auf das Bild CO-Verdichtung. 8. Geben Sie folgende Daten ein: Hierarchie Sie erhalten eine Liste der im Kostenrechnungskreis vorhandenen Verdichtungshierarchien mit F4. Sie erhalten eine Liste der bereits verdichteten Hierarchien, indem Sie Zusätze Verdichtete Hierarchien wählen. Teilhierarchie Wollen Sie nur einen Teil der Hierarchie verdichten, wählen Sie das Pfeil-Symbol Teilhierarchie setzen. Alle Felder werden aufgelistet, für die eine Verdichtung durchgeführt wird (z.b. Werk, Material). Geben Sie die Feldausprägungen ein, für die eine Verdichtung durchgeführt werden soll. Geben Sie beispielsweise das Werk 0001 und das Material PROD-1 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge verdichtet, die für das Material PROD-1 im Werk 0001 angelegt wurden. 340 April 2001
341 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen Geben Sie nur das Werk 0001 ein, so werden die Kosten für alle Aufträge im Werk 0001 verdichtet. - Von Periode/Geschäftsjahr und Bis Periode/Geschäftsjahr Für die gemäß der Definition der Verdichtungshierarchie selektierten Objekte werden die Werte dieser Perioden selektiert. Hat ein Objekt, welches der definierten Hierarchie entspricht, in den angegebenen Perioden keine Werte, so wird es bei der Datenbeschaffung zwar prinzipiell berücksichtigt, jedoch ohne Werte. 6. Setzen Sie ein Kennzeichen: Verdichtungslauf Im Verdichtungslauf werden bereits vorhandene Werte für Perioden innerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes zurückgesetzt und neu ermittelt. Werte auf dem Verdichtungsobjekt für Perioden außerhalb des angegebenen Verdichtungszeitraumes bleiben erhalten. Löschlauf Im Löschlauf werden alle durch vorhergehende Datenbeschaffungen aufgebauten Verdichtungsobjekte gelöscht. Die Hierarchiedefinition ist danach wieder änderbar. Hierarchie ohne Daten Setzen Sie dieses Kennzeichen, wenn Sie lediglich einen Aufbau der Verdichtungsobjekte wünschen, ohne daß Daten selektiert werden sollen. 16. Wählen Sie ggf. Zusätze Exception Regel setzen. Hierdurch erreichen Sie, daß für Knoten der Hierarchie farbige Ampeln gesetzt werden, wenn bestimmte Schwellwerte überschritten werden. Die Regeln zum Setzen der Exceptions definieren Sie vorher im Customizing. Hier hinterlegen Sie, auf welche Basisgröße sich die Schwellwerte beziehen sollen und bei welcher Überschreitung des Basiswertes eine Ampel gesetzt werden soll. 17. Im Standard ist das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gesetzt. Wollen Sie den Verdichtungslauf Online durchführen, so müssen Sie dieses Kennzeichen löschen. 18. Möchten Sie den Datenbeschaffungslauf parallelisieren, dann wählen Sie nun Parallelisierung Es erscheint ein Dialogfenster Parallelverarbeitung. Setzen Sie gegebenenfalls das Kennzeichen Parallelverarbeitung im Online und geben Sie folgende Werte ein: Max. Taskanzahl (Anzahl der Systemmodi auf jeweiligen Servern) Anzahl Verdichtungsknoten (Task) Server-Gruppe Wählen Sie Übernehmen. Abhängig von der Taskanzahl werden entsprechende Ressourcen des Systems beansprucht. Begrenzen Sie deshalb die Taskanzahl oder führen Sie die Parallelisierte Verdichtung nur aus, wenn Ihr System zum Zeitpunkt der Verdichtung über genügend Ressourcen verfügt. April
342 SAP AG Datenbeschaffung Verdichtungshierarchie durchführen 19. Wählen Sie Ausführen. Haben Sie das Kennzeichen für Hintergrundverarbeitung gelöscht, so blendet das System ein Dialogfenster ein, in dem Sie die Durchführung der Auftragsverdichtung bestätigen müssen. Ergebnis Sie gelangen nach Ausführung der Verdichtung auf ein Übersichtsbild, das die bearbeiteten Knoten der Hierarchie anzeigt. Sie können folgende Funktionen aufrufen: Meldungsprotokoll Das Meldungsprotokoll listet eventuell aufgetretene Fehler und Informationsmeldungen zur Verdichtung auf. Tabellenstatistik Die Tabellenstatistik gibt an, wieviele Summensätze bei der Verdichtung geschrieben wurden. Siehe auch: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 342 April 2001
343 SAP AG Objektliste Objektliste in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Objektliste in der Kostenträgerrechnung haben Sie in den verschiedenen Controlling-Szenarien die Möglichkeit, auf der Basis von Selektionsdaten Listen für die folgenden Objekte zu erstellen: Periodisches Produkt-Controlling Aufträge (Produktionsaufträge und Produktkostensammler) Verdichtungshierarchien und Auftragshierarchien Kostenträgerhierarchien Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Aufträge (Produktionsaufträge und Produktkostensammler) Verdichtungshierarchien und Auftragshierarchien Kostenträgerhierarchien Kundenauftrags-Controlling Verdichtungshierarchien Kundenauftragspositionen Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen Erlösführende Innenaufträge Verdichtungshierarchien April
344 SAP AG Auftragsselektion Auftragsselektion Definition Mittels der Auftragsselektion erzeugen Sie eine Liste von Aufträgen mit zugehörigen Daten und Kennzahlen. Verwendung Mit der Auftragsselektion haben Sie die Möglichkeit, Aufträge nach verschiedenen Kriterien zu selektieren. Als Ergebnis erhalten Sie eine Liste von Aufträgen, in der Ihnen zu jedem Auftrag bestimmte Stammdaten und Kennzahlen angezeigt werden. Durch das Setzen von Exceptions können Sie zusätzlich festlegen, daß alle Aufträge, die bestimmte Bedingungen erfüllen, in der Ergebnisliste durch farbige Ampeln hervorgehoben werden. Dadurch ist es möglich, Aufträge herauszufiltern, die im Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung näher analysiert werden sollen. Die Ergebnisliste kann vom Anwender flexibel gestaltet werden und bietet eine Vielzahl von Navigations- und Aufbereitungsmöglichkeiten. Um die Daten zu einem Auftrag näher zu analysieren, haben Sie die Möglichkeit, aus der Ergebnisliste in Detailberichte zu einem einzelnen Auftrag oder in Berichte zum Vergleich zweier Aufträge zu verzweigen. Außerdem kann von der Ergebnisliste in die Stammdatenanzeige von Merkmalen verzweigt werden. So können Sie sich z.b. für einen zu analysierenden Auftrag den Stammsatz des gefertigten Materials anzeigen lassen. Die Auftragsselektion ist keine verdichtete Analyse und basiert nicht auf der Klassifizierung. Sie dient in erster Linie ad-hoc Fragestellungen, die sich im Bereich der Kostenträgerrechnung ergeben. Integration Von der Auftragsliste der Auftragsselektion können Sie für jeden Auftrag kostenartengerechte Detailberichte aufrufen. Die zur Verfügung stehenden Berichte werden Ihnen in einem Dialogfenster angezeigt. Wählen Sie einen Bericht aus, dann ruft das System diesen Bericht zum ausgewählten Auftrag auf. Zur detaillierten Analyse eines Auftrages stehen Ihnen Berichte zu Plandaten, Istdaten, verschiedene Berichte zu Abweichungen sowie ein Bericht zur Ware in Arbeit zur Verfügung. Darüber hinaus stehen Ihnen Berichte zum Vergleich zweier Aufträge zur Verfügung. Möchten Sie das Dialogfenster um eigene Berichte erweitern, um einen Absprung aus der Ergebnisliste auf weitere Berichte zu ermöglichen, so müssen Sie diese Berichte zuvor im Customizing in Ihren Berichtsvorrat aufnehmen. Die Darstellung der Daten erfolgt mit dem ABAP List Viewer [Extern]. Voraussetzungen Möchten Sie in der Liste der selektierten Aufträge bestimmte Stammdaten mit anzeigen, so müssen Sie vorher im Einführungsleitfaden des Informationssystem unter Produktkosten- Controlling Informationssystem Steuerungsparameter den Abschnitt Anzeigefelder Auftragsselektion [Extern] bearbeitet haben. Hier wählen Sie die Felder des Auftragsstammes 344 April 2001
345 SAP AG Auftragsselektion sowie des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge aus, die Sie in der Ergebnisliste der Auftragsselektion anzeigen möchten. Aus Performancegründen sollten Sie sich bei der Auswahl der Felder auf die tatsächlich benötigten Felder beschränken. Möchten Sie als Selektionskriterium den Auftragsstatus verwenden, so müssen Sie vorher im Customizing ein Statusselektionsschema angelegt haben. Sie finden diesen Arbeitsschritt im Einführungsleitfaden des Informationssystems unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion mit Klassifizierung Selektionsbilder für die Auftragsliste definieren [Extern]. Um benutzerübergreifende Layouts sichern zu können, muß im Einführungsleitfaden des Informationssystems im Abschnitt Produktkosten-Controlling Informationssystem Steuerungsparameter [Extern] das Kennzeichen benutzerübergreifende Sicherung gesetzt sein. Funktionsumfang Die Liste der selektierten Aufträge besteht aus Stammdaten und Kennzahlen. Der Aufbau der Liste wird durch ein Layout bestimmt, das im Selektionsbild mitgegeben wird. Durch das Anlegen eigener Layouts können Sie selbst festlegen, welche Stammdaten und Kennzahlen in der Ergebnisliste angezeigt werden sollen. Die zur Auswahl angebotenen Kennzahlen sind hierbei fest vorgegeben. Welche Stammdaten für die Anzeige in der Ergebnisliste verwendbar sind, legen Sie durch eine entsprechende Auswahl im Customizing fest. Verzweigen Sie aus der Ergebnisliste heraus in das Detailbild eines Auftrages, so werden Ihnen - unabhängig von dem gewählten Layout - alle verfügbaren Stammdaten und Kennzahlen angezeigt, soweit Werte vorhanden sind. Sie können die Ergebnisliste interaktiv bearbeiten. Hierfür stehen Ihnen die Funktionen des ABAP List Viewer zur Verfügung. So können Sie z.b. einen Filter setzen, um die Anzeige auf jene Aufträge zu beschränken, deren Plan/Istabweichung zwischen zwei bestimmten Beträgen liegen. Daneben können Sie innerhalb der Ergebnisliste eine ABC-Analyse durchführen, Summierungen über einzelne Kennzahlen durchführen u.a.. Zur Selektion der zu analysierenden Aufträge steht Ihnen eine Vielzahl unterschiedlicher Selektionskriterien zur Verfügung. So können als Selektionskriterien die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge genutzt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Auftragsstatus zur Selektion heranzuziehen, sowie den Umfang der Selektion auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen. Nutzen Sie die Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen. Welche Selektionskriterien für den Berichtsaufruf genutzt wurden, können Sie sich in der Ergebnisliste anzeigen lassen. Der Aufbau des Selektionsbild wird durch eine Selektionsvariante bestimmt. Durch das Anlegen eigener Selektionsvarianten können Sie den Selektionsbildschirm flexibel an Ihre Anforderungen anpassen. Die Auftragsselektion wird in drei Standard-Selektionsvarianten ausgeliefert: Standard-Selektionsvariante (kann im Auftragsbezogenen und Periodischen Produkt- Controlling sowie im Controlling für Immaterielle Güter und Dienstleistungen angezeigt werden) Selektionsvariante für Kundenauftragsfertigung Selektionsvariante für Kuppelproduktion April
346 SAP AG Auftragsselektion Besonderheiten bei Kuppelproduktion Abhängig von der Art des Einstiegs werden die Kennzahlen für die selektierten Aufträge auf der Ebene des Auftragskopfes oder zusätzlich auf der Ebene der zugehörigen Auftragspositionen ausgewiesen. Der Ausweis von Werten auf der Ebene der Auftragsposition erfolgt beim Einsatz von Kuppelproduktion. Weitere Informationen finden Sie unter Besonderheiten bei Kuppelproduktion. Hinweise zur Performance Um langen Laufzeiten bei Berichtsaufruf zu vermeiden, können Sie mit Extrakten arbeiten. Bei einem Extrakt handelt es sich um einen gespeicherten Datenbestand, der die zum Zeitpunkt der Extrakterzeugung selektierten Berichtsdaten umfaßt. Ein Extrakt wird unter Berücksichtigung auf die vor der Berichtsausführung eingegebenen Selektionsparameter erzeugt. Insbesondere ist ein Extrakt davon abhängig, ob die Auftragsselektion für Aufträge ohne Position oder für Aufträge mit Position erfolgte. In Abhängigkeit von dieser Einstellung im Selektionsbild des Berichtes werden Ihnen beim späteren Lesen der Extrakte nur die entsprechend erzeugten Extrakte zur Auswahl angeboten. Siehe auch: Anzeigefelder der Ergebnisliste [Seite 350] Ausführliche Informationen über die verschiedenen Navigationsmöglichkeiten und Aufbereitungsmöglichkeiten der Ergebnisliste erhalten Sie in der Dokumentation ABAP List Viewer [Extern]. Detailliertere Angaben über die verschieden Möglichkeiten der Selektion finden Sie unter Selektionsparameter der Auftragsselektion [Seite 347]. Ausführliche Informationen zur Kuppelproduktion finden Sie im Abschnitt: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] Informationen über das Arbeiten mit Extrakten erhalten Sie unter Arbeiten mit Extrakten [Seite 385]. Zusätzliche Informationen zu Performance-Verbesserungen finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 346 April 2001
347 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Selektionsparameter der Auftragsselektion Verwendung Um den Umfang der Auftragsselektion zu begrenzen, steht Ihnen im Selektionsbild eine Vielzahl von unterschiedlichen Kriterien zur Verfügung: Sie können den zu analysierenden Berichtszeitraum eingrenzen. Die Eingrenzung des Berichtszeitraumes hat keine Auswirkung auf die Selektion der Aufträge, sondern spezifiziert die Perioden, aus denen Kennzahlen gelesen werden. Die Selektion der Aufträge erfolgt gemäß den im Selektionsbild spezifizierten Eingaben und ggf. den Bedingungen des Statusselektionsschemas. Es stehen Ihnen die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge als Selektionskriterien zur Verfügung. Im Rahmen der Kundenauftragsfertigung stehen Ihnen eine Selektion nach Kundenauftrag und Kundenauftragsposition zur Verfügung. Durch die Angabe eines Statusselektionsschemas besteht die Möglichkeit, den Selektionsumfang auf Aufträge mit bestimmten Status zu beschränken. So können Sie z.b. eingrenzen, daß nur Aufträge, für die bereits Abweichungen ermittelt wurden, selektiert werden sollen. Arbeiten Sie mit der Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien verwenden. Voraussetzungen Möchten Sie in der Auftragsselektion Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien nutzen, so sollten Sie das Selektionsbild der Klassifizierung vorher um diese Merkmale erweitert haben oder ein Zusatzselektionsbild definiert haben, das diese Merkmale enthält. Informationen zum Vorgehen erhalten Sie im Customizing des Informationssystem unter Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion Selektionsbilder für die Auftragsliste definieren. Die hier angelegten Selektionsbilder bzw. Zusatzselektionsbilder werden nur für die Selektion von Aufträgen nach Merkmalen der Klassifizierung benötigt und müssen die Klassifizierungsmerkmale enthalten, nach denen Sie Ihre Selektion vornehmen möchten. Dies werden i.d.r. die freien Merkmale der Auftragsklassifizierung sein. Um die Auftragsselektion von bestimmten Status abhängig machen zu können, müssen Sie im Customizing des Informationssystems entsprechende Statusselektionsschemata definiert haben. Diese Definition erfolgt im Arbeitsschritt Produktkosten-Controlling Informationssystem Kostenträgerrechnung Einstellungen verdichtete Analyse/Auftragsselektion Auftragshierarchie und -selektion Statusselektionsschemata definieren. Funktionsumfang Als Selektionskriterien stehen Ihnen die Felder des allgemeinen Auftragsstammes sowie die Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge zur Verfügung. Im April
348 SAP AG Selektionsparameter der Auftragsselektion Standard wird Ihnen auf dem Selektionsbild der Berichte nur eine Auswahl der insgesamt verfügbaren Felder angeboten. Sie können die Selektionsbilder jedoch an Ihre Anforderungen anpassen und auf andere Felder der oben genannten Tabellen zugreifen, indem Sie sich eigene Selektionsvarianten anlegen. Durch die Definition einer Selektionsvariante bestimmen Sie den Aufbau des Selektionsbildes. Sie können Ihre selbst angelegten Selektionsvarianten in Ihren persönlichen Arbeitsbereich (Favoriten) aufnehmen. Arbeiten Sie mit der Klassifizierung, so können Sie zusätzlich die Merkmale der Klassifizierung als Selektionskriterien verwenden. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn Sie freie Merkmale verwenden, da die zur Verfügung stehenden Objektmerkmale größtenteils den oben genannten zur Selektion verfügbaren Stammdatenfeldern entsprechen. Bei Einsatz der Klassifizierung bestehen mehrere Möglichkeiten, die Auftragsselektion durchzuführen: Sie nutzen die Klassifizierungsmerkmale als Selektionskriterien. Dazu verzweigen Sie aus dem Selektionsbild der Auftragsselektion in die Sicht Klassifizierung und starten die Selektion nach Eingabe der gewünschten Merkmalswerte. Nach erfolgter Selektion der den Merkmalswerten entsprechenden Aufträge gelangen Sie zurück zum Selektionsbild der Auftragsselektion. In diesem Selektionsbild werden Ihnen nun die Aufträge angezeigt, die über die Klassifizierung selektiert wurden (im Feld 'Auftrag'). Bei Bedarf können Sie den Umfang der über die Klassifizierung erfolgten Selektion durch die Angabe weiterer Selektionskriterien eingrenzen. Sie nutzen nur die für die Auftragsselektion zur Verfügung stehenden Stammdatenfelder als Selektionskriterien. Werden bei der Selektion Aufträge gelesen, für die die Klassifizierung aktiv ist, so können Sie die Klassifizierungsmerkmale dieser Aufträge mit ausgeben Dazu geben Sie im Selektionsbild der Auftragsselektion die gewünschten Selektionskriterien ein. Zusätzlich müssen Sie das Kennzeichen Incl. Klassifizierungsmerkmale setzen. Bei der Ausführung des Berichtes werden die Klassifizierungsmerkmale der klassifizierten Aufträge von der Datenbank gelesen und mit ausgegeben. Diese Merkmale können Sie durch die Definition einer entsprechenden Anzeigevariante in der Ergebnisliste anzeigen. Sie können die Selektion auf Aufträge mit einem bestimmten Status begrenzen, indem Sie im Selektionsbild ein entsprechendes Statusselektionsschema eingeben. In einem Statusselektionsschema legen Sie Bedingungen fest, nach welchen Anwender- oder Systemstatus Aufträge selektiert werden sollen. Sie möchten nur alle teilgelieferten Aufträge zu einem Material selektieren. Nutzen Sie ein Statusselektionsschema, daß nur den Status teilgeliefert zuläßt. Über die oben genannten Selektionsmöglichkeiten hinaus haben Sie die Möglichkeit, im Selektionsbild des Berichtes Exceptions zu definieren. Exceptions werden verwendet, um Aufträge, für die bestimmte Werte einen angegebenen Schwellwert übersteigen, durch farbige Ampeln zu kennzeichnen. Sie legen durch die Angabe einer Vorschrift fest, auf welche Basis die Angabe der Schwellwerte sich beziehen soll (z.b. auf die absoluten Istkosten). Durch die Angabe eines prozentualen oder absoluten Schwellwertes geben Sie an, um welchen Betrag die Basisgröße überschritten sein muß, damit der betreffende Auftrag im Bericht durch eine Ampel gekennzeichnet wird. 348 April 2001
349 SAP AG Besonderheiten bei Kuppelproduktion Selektionsparameter der Auftragsselektion Um die statusabhängige Selektion von Aufträgen in der Kuppelproduktion zu ermöglichen, haben Sie die Möglichkeit, für den Auftragskopf und die Auftragsposition separate Statusselektionsschemata zu hinterlegen, da die Status von Auftragskopf und -position in der Kuppelproduktion voneinander abweichen können. Im Selektionsbild des Berichtes entscheiden Sie, ob die Kennzahlen für die selektierten Aufträge auf der Ebene des Auftragskopfes oder zusätzlich auf der Ebene der zugehörigen Autragspositionen ausgewiesen werden sollen. Der Ausweis von Werten auf der Ebene der Auftragsposition ist bei Einsatz von Kuppelproduktion erforderlich. In Abhängigkeit der gewählten Einstellung hinterlegen Sie zusätzlich, welche Anzeigevariante für den Aufbau der Ergebnisliste verwendet werden soll. Hinweise zur Performance Um lange Laufzeiten bei Berichtsausführung zu vermeiden, sollten Sie den Umfang der Selektion so genau wie möglich eingrenzen und ggf. mit Extrakten arbeiten. Beachten Sie bitte, daß die Laufzeit auch von der Auswahl der Anzeigefelder für die Ergebnisliste abhängig ist, die Sie zuvor im Customizing getroffen haben. Siehe auch: Auftragsselektion [Seite 344] Informationen über das Anlegen von Selektionsvarianten erhalten Sie unter Anlegen Selektionsvarianten [Extern]. Wenn Sie über den Einsatz der Klassifizierung nachdenken, so lesen Sie vorher unbedingt den Abschnitt Klassifizierung [Seite 239] und beachten Sie insbesondere die dortigen Ausführungen zur Performance. Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] April
350 SAP AG Anzeigefelder der Ergebnisliste Anzeigefelder der Ergebnisliste Struktur In der Ergebnisliste der Auftragsselektion können eine Vielzahl von Stammdaten und Kennzahlen analysiert werden. Welche Felder in der Ergebnisliste zur Anzeige kommen, wird durch das Layout bestimmt, das im Selektionsbild des Berichtes mitgegeben wird. Im Standard liefert SAP bereits einige Layouts, die jedoch nur eine Auswahl der insgesamt zur Verfügung stehenden Felder verwenden. Sie können auch eigene Layouts gemäß Ihren Anforderungen anlegen. Diese können als Einstiegsvarianten gekennzeichnet werden, damit werden sie bei Berichtsaufruf als Vorschlagswert gesetzt. Je nach Bedarf können Sie Ihre Layouts benutzerspezifisch oder benutzerübergreifend sichern. Legen Sie ein Layout benutzerübergreifend an, so steht es allen Benutzern zur Verfügung. Das Sichern benutzerübergreifender Layouts ist jedoch nur möglich, wenn das Kennzeichen benutzerübergreifende Sicherung im Arbeitsschritt Steuerungsparameter im Customizing des Informationssystems gesetzt wurde. Kennzahlen Die Kennzahlen, die Ihnen für den Aufbau der Ergebnisliste zur Verfügung stehen, sind nach Feldgruppen vorgegeben. Es stehen Ihnen folgende Feldgruppen zur Verfügung: Auftragskopf (z.b. gesamte Auftragsmenge) Plandaten (z.b. Plankosten fix / variabel, Planmenge) Istdaten (z.b. Istkosten fix / variabel, Istmenge) Solldaten und Abweichungen (incl. den Kategorien der Abweichungsermittlung) Daten der Ermittlung von Ware in Arbeit bzw. der Ergebnisermittlung (z.b. Rückstellungen für fehlende Kosten) Vergleichskennzahlen (z.b. Plan/Istabweichung) Einheiten (z.b. Herstellmengeneinheit). Diese Kennzahlen können Sie sich sowohl in Kostenrechnungskreiswährung als auch in Buchungskreis/Objektwährung anzeigen lassen. Stammdaten Welche Stammdaten Sie in der Ergebnisliste einblenden möchten, legen Sie durch eine Auswahl im Customizing des Informationssystems fest. Es stehen Ihnen für diese Auswahl folgende Felder zur Verfügung: Felder des Auftragsstammes Felder des Auftragskopfes und der Auftragsposition für Produktionsaufträge Wählen Sie jedoch im Customizing nur die Felder aus, die Sie später als Anzeigefelder in Ihrer Ergebnisliste verwenden möchten, da alle ausgewählten Felder bei Berichtsausführung von der Datenbank gelesen werden müssen. 350 April 2001
351 SAP AG Anzeigefelder der Ergebnisliste Haben Sie auf dem Selektionsbild des Berichtes das Kennzeichen Incl. Klassifizierungsmerkmale gesetzt, so werden bei Berichtsausführung die Klassifizierungsmerkmale für jene Aufträge angereichert, für die die Klassifizierung aktiv ist. Somit stehen Ihnen auch die freien Merkmale der Klassifizierung als Anzeigefelder für die Ergebnisliste zur Verfügung. Layouts, in denen freie Merkmale als Anzeigefelder verwendet werden, dürfen nicht transportiert bzw. importiert werden. Möchten Sie entsprechende Layouts verwenden, so müssen diese im Produktivsystem neu anlegt werden. Siehe auch: Informationen zur Vorgehensweise beim Anlegen von Layout finden Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. April
352 SAP AG Übersicht Verdichtungshierarchien Übersicht Verdichtungshierarchien Verwendung Dieser Bericht stellt eine Liste der definierten Verdichtungshierarchien in folgenden Bereichen dar: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Controlling immaterieller Güter und Dienstleistungen Von dieser Liste der Verdichtungshierarchien gelangen Sie in die Hierarchiegrafiken zu Verdichtungen. Dieser Bericht zählt zur Berichtskategorie Objektliste. Die Objektliste zu Verdichtungshierarchien gibt Ihnen alle vorhandenen Verdichtungshierarchien des gesetzten Kostenrechnungskreises an. Wählen Sie eine Hierarchie aus und verzweigen Sie in die Hierarchiegrafik. Die Hierarchiegrafik bietet Ihnen voreingestellte Sichten mit dazugehörigen Größen an. Sie können die im Standard voreingestellten angezeigten Größen ändern und an Ihre Bedürfnisse anpassen. Legen Sie sich ein Layout mit den für Sie interessanten Größen an. Informationen zum Vorgehen erhalten Sie unter Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern]. Funktionsumfang Liste der Verdichtungshierarchien Folgende Werte werden Ihnen in der Liste der Verdichtungshierarchien angezeigt: Hierarchiename Hierarchiebezeichnung Status verdichtet teilweise verdichtet noch nicht verdichtet Hierarchiegrafik Die Hierarchiegrafik bietet im Standard folgende Sichten und dazugehörige Größen: Plan/Ist-Kosten: Plankosten Istkosten Währung Plan/Ist-Mengen: Planmenge Istmenge 352 April 2001
353 SAP AG Mengeneinheit Soll/Ist-Kosten: Sollkosten Istkosten Währung Plankosten fix/var: Plankosten Plankosten fix Plankosten variabel Währung Übersicht Verdichtungshierarchien Istkosten fix/var: Istkosten Istkosten fix Istkosten variabel Währung Sie können für die Definition Ihres individuellen Layouts auf folgende Feldgruppen mit den dazugehörigen Größen zurückgreifen: Kosten Erlöse / Gewinne Mengen Abgrenzungen Abweichungen Sonstige Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreiswährung (nur in Teilhierarchien, die eindeutig einem Buchungskreis zugeordnet sind) Ebenso können Sie im Bericht den Berichtszeitraum auswählen. Integration Sie haben von der Hierarchiegrafik aus die Möglichkeit, in kostenartengerechte Berichte zu verzweigen. Die Darstellung der Daten erfolgt mit dem ABAP List Viewer [Extern]. April
354 SAP AG Detailberichte Detailberichte in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Detailberichte finden Sie Berichte, die Ihnen spezielle Daten zu einem einzelnen Objekt liefern. Je nach Anwendungskomponente innerhalb der Kostenträgerrechnung unterscheiden sich die Objekte (d.h. die Kostenträger), die im Berichtswesen näher zu analysieren sind. So können beispielsweise bei Einsatz des Kundenauftrags-Controllings Analysen auf der Ebene einer kosten- und erlösführenden Kundenauftragsposition von Interesse sein. Im Periodischen Produkt-Controlling dagegen dient der Produktkostensammler als Kostenträger. Dem entsprechend wird im Kundenauftrags-Controlling die kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition, im Periodisches Produkt-Controlling der Produktkostensammler als Berichtsobjekt verwendet Im Informationssystem für das Periodische Produkt-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Produktkostensammler [Extern] Kostenträgerhierarchie [Seite 137] Im Informationssystem für das Auftragsbezogene Produkt-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Fertigungsauftrag [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Prozeßauftrag [Extern] Im Informationssystem für das Kundenauftrags-Controlling finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: kosten- und erlösführende Verkaufsbelegposition In der Regel handelt es sich dabei um eine kosten- und erlösführende Kundenauftragspositon [Extern]. zur Kundenauftragskalkulation [Extern] zum Kundenauftrag mit zugeordneten Aufträgen Im Informationssystem für das Controlling für immaterielle Güter und Dienstleistungen finden Sie Detailberichte zu folgenden Objekten: Kostenträger-allgemein [Extern] erlösführender Innenauftrag Siehe auch: Kostenträger im System R/3 [Extern] Periodisches Produkt-Controlling [Extern] Auftragsbezogenes Produkt-Controlling: Szenario [Extern] Kundenauftrags-Controlling [Extern] 354 April 2001
355 SAP AG Detailberichte Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen [Extern] April
356 SAP AG Detailberichte zu Aufträgen Detailberichte zu Aufträgen Verwendung Diese Berichte dienen der detaillierten Analyse einzelner Aufträge. Sie können mit den Detailberichten zu Aufträgen folgende Objekte analysieren: im Controlling des Auftragsbezogenen Produkt-Controlling: Fertigungsaufträge der Produktionsplanung CO-Fertigungsaufträge Prozeßaufträge der Produktionsplanung Prozeßindustrie im Controlling des Controllings für immaterielle Güter und Dienstleistungen: Innenaufträge Zur Analyse einzelner Produktkostensammler lesen Sie den Abschnitt: Detailberichte zu Produktkostensammlern [Seite 162] Funktionsumfang Die Daten werden mit Hilfe der Kostenanalyse dargestellt. Die Kostenanalyse basiert auf der Funktionalität des ABAP List Viewer, bietet jedoch zusätzliche Funktionen an. Die Kennzahlen, die Sie analysieren möchten, blenden Sie mit Hilfe der Layout-Technologie im Bericht ein. Siehe auch: Allgemeine Informationen zur Kostenanalyse [Seite 79] Allgemeine Informationen zum ABAP List Viewer [Extern] Allgemeine Informationen zum Arbeiten mit Layouts finden Sie unter: Layouts anlegen, ändern und verwalten [Extern] Aktuelle Layouts definieren [Extern] Layouts sichern [Extern] Verwaltung der Layouts [Extern] Allgemeine Informationen zum Gruppieren in Layouts finden Sie unter: Zwischensummen bilden und löschen [Extern] Allgemeine Informationen zu den Kennzahlen, die Sie zu Aufträgen analysieren können, finden Sie unter: Kennzahlen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling [Seite 174] Siehe auch: Für einige spezielle Abwicklungen in der Kostenträgerrechnung sind im Informationssystem Besonderheiten zu beachten. Bitte lesen Sie daher - je nach genutzter Funktionalität - die folgenden Abschnitte der Dokumentation des Informationssystems Produktkosten-Controlling. Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Seite 387] (bezüglich des Informationssystems) 356 April 2001
357 SAP AG Besonderheiten bei Auftragsnetzen [Seite 392] (bezüglich des Informationssystems) Verwendung Von diesen Abschnitten ausgehend können Sie auf weiterführende Informationen zum jeweiligen Thema verzweigen. Informationen zu den einzelnen Auftragsarten und deren Rolle in der Kostenträgerrechnung finden Sie in den folgenden Abschnitten der Dokumentation der Kostenträgerrechnung: Produktkostensammler [Extern] Fertigungsauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Prozeßauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Detailinformationen zu erlösführenden Innenaufträgen finden Sie in der Dokumentation CO- Innenaufträge. Informationen zu den oben aufgeführten Anwendungskomponenten finden Sie in den Abschnitten: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistunge [Extern]n April
358 SAP AG Objektvergleiche Objektvergleiche in der Kostenträgerrechnung Verwendung In der Berichtskategorie Objektvergleiche in der Kostenträgerrechnung finden Sie Berichte, welche Vergleiche zwischen zwei Objekten, z.b. zwei Aufträgen, erlauben: Periodisches Produkt-Controlling: Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich Auftragsbezogenes Produkt-Controlling: Materialkalkulation versus Auftragsvorkalkulation Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen: Auftrag versus Auftrag Plan-/Ist-Vergleich Verdichtungshierarchie versus Verdichtungshierarchie Plan-/Ist-Vergleich 358 April 2001
359 SAP AG Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Verwendung Bericht, der zwei Produktionsaufträge (Produktkostensammler oder Produktionsaufträge) miteinander vergleicht. Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Der Bericht zählt zur Berichtskategorie der Objektvergleiche. Zwei Aufträge werden kostenartengerecht miteinander verglichen. Im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling können Plan- und Istkosten miteinander verglichen werden. Im Periodischen Produktkosten-Controlling können zu Produktkostensammlern nur die Istkosten zweier Produktkostensammler miteinander verglichen werden, da auf Produktkostensammlern keine Plankosten fortgeschrieben werden. Dieser Bericht zeigt keine Plankosten an für Produktionsaufträge, die einem Produktkostensammler zugeordnet sind. Zu diesen Produktionsaufträgen kann zwar eine Vorkalkulation durchgeführt werden, die Plankosten werden jedoch nicht auf dem Produktionsauftrag fortgeschrieben. Angezeigte Größen: Planwerte Objekt 1 (nur für Produktionsaufträge) Istwerte Objekt 1 Planwerte Objekt 2 (nur für Produktionsaufträge) Istwerte Objekt 2 Outputmenge Plan Objekt 1 (nur für Produktionsaufträge) Outputmenge Ist Objekt 1 Outputmenge Plan Objekt 2 (nur für Produktionsaufträge) Outputmenge Ist Objekt 2 Kopfinformationen: Als Kopfinformationen zeigt Ihnen der Bericht je Vergleichsobjekt: Objektinformationen Währung Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung April
360 SAP AG Auftrag vs. Auftrag Plan/Ist - Vergleich Integration Wählen Sie im allgemeinen ein kumulierte Betrachtung. Beachten Sie bitte, daß keine Normierung von Werten auf die Plan- oder Istmenge vorgenommen wird. Siehe auch: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling [Extern] Fertigungsauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Fertigungsauftrag ohne Mengengerüst [Extern] Prozeßauftrag in der Kostenträgerrechnung [Extern] Vorkalkulation zum Produktionsauftrag [Extern] Vorkalkulation zum Fertigungsauftrag im CO [Extern] Vorkalkulation Produktkostensammler [Extern] Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] 360 April 2001
361 SAP AG Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Verwendung Bericht, der zwei Verdichtungshierarchien oder Teilhierarchien von Verdichtungshierarchien miteinander vergleicht. Er wird verwendet im: Periodischen Produkt-Controlling Auftragsbezogenen Produkt-Controlling Controlling Immaterielle Güter und Dienstleistungen Der Berichtszeitraum kann kumuliert oder eingeschränkt gewählt werden. Der Bericht zählt zur Berichtskategorie der Objektvergleiche. Zwei Verdichtungshierarchien oder Teile dieser Hierarchien werden auf Basis einer kostenartengerechten Darstellung im Plan und im Ist verglichen. Angezeigte Größen Planwerte Objekt 1 Istwerte Objekt 1 Planwerte Objekt 2 Istwerte Objekt 2 Kopfinformationen: Als Kopfinformationen zeigt Ihnen der Bericht je Vergleichsobjekt: Objektinformationen Währung Der Bericht kann in folgenden Währungen angezeigt werden: Kostenrechnungskreiswährung Buchungskreis- / Objektwährung Integration Es ist der Berichtsabsprung auf die Hierarchiegrafik beider Hierarchien möglich: Bei der Verdichtung der Mengen werden keine Mengeneinheiten umgerechnet. Beachten Sie bitte auch, wann die Verdichtungshierarchien letztmalig verdichtet wurden und führen Sie ggf. einen Datenbeschaffungslauf durch. April
362 SAP AG Verdichtungshierarchien: Plan/Ist - Vergleich Siehe auch: Informationen zu Innenaufträgen finden Sie im Dokument CO-Innenaufträge. 362 April 2001
363 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Weitere Berichte: Einzelposten Verwendung Einzelposten - Berichte dienen der Feinanalyse einzelner Objekte und ihrer Daten. Einzelposten beruhen auf den Zeilen des Beleges, der bei einer Buchung im R/3-System erzeugt wird. Die Berichte sind in folgenden Bereichen verfügbar: Auftragsbezogenes Produkt-Controlling Periodisches Produkt-Controlling Kundenauftrags-Controlling Controlling immaterieller Güter und Dienstleistungen Die Einzelposten-Berichte dienen dazu, eine Feinanalyse der gebuchten Werte vorzunehmen. Von einzelnen Zeilen im Einzelpostenbericht können Sie auf die Originalbelege (z.b. FI-Beleg oder MM-Beleg) verzweigen. (Umfeld Ursprungsbeleg / Rechnungswesenbeleg) Weiterhin stehen Ihnen hier viele technische Detailinformationen zur Verfügung. In der Kostenträgerrechnung spielen die Einzelposten - Berichte eine untergeordnete Rolle, da das Buchungsaufkommen durch Produktionsrückmeldungen in der Regel sehr hoch und eine Betrachtung der Einzelposten nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist. Sie können die anzuzeigenden Einzelposten über Kostenart bzw. Kostenartengruppe und über einen Zeitraum eingrenzen. Für folgende Kontierungsobjekte stehen Einzelposten-Berichte zur Verfügung: Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge): Einzelposten Ist Einzelposten WIP-Ermittlung Einzelposten Abweichung Einzelposten Obligo Produktkostensammler Einzelposten Ist Einzelposten WIP-Ermittlung (wenn die entsprechenden Einstellungen in der Abgrenzungsversion vorgenommen wurde, siehe auch Voraussetzungen) Einzelposten Abweichung Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein) Einzelposten Ist (für Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und für Kostenträgerallgemein) Einzelposten Abweichung (nur für Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie) April
364 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Verkaufsbelegposition: in der Regel Kundenauftragsposition: Einzelposten Ist Einzelposten Ergebnisermittlung Einzelposten Obligo Die Einzelposten-Berichte werden mit einer vordefinierten Layouts ausgeliefert. Sie können sich jedoch eigene Layouts anlegen, um andere Felder des CO-Einzelpostens im Einzelpostenbericht zu sehen. (z.b. den Werttyp). Generell können Sie im Einzelpostenbericht alle Felder des CO- Beleges anzeigen. Der Übersichtlichkeit halber wurden diese Felder in folgende Gruppen zusammengefaßt: Kontierung Zeitmerkmale Referenzen Wertkennzahlen Technische Felder Organisationseinheiten Partnerkontierung Objekt weitere Objekte Mengenkennzahlen Investitionsmanagement nicht zugeordnet Voraussetzungen Produktionsaufträge (Fertigungsaufträge und Prozeßaufträge): Einzelposten WIP-Ermittlung Die Einzelposten für die WIP-Ermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings unter Periodenabschluß Ware in Arbeit Abgrenzungsversionen definieren. Verzweigen Sie in die Erweiterte Steuerung. Einzelposten Abweichung Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsschlüssel definieren. 364 April 2001
365 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Obligoeinzelposten auf Aufträgen werden nur fortgeschrieben, wenn Sie sowohl für den Kostenrechnungskreis als auch für die jeweilige Auftragsart die Obligoverwaltung aktiviert haben. Produktkostensammler Einzelposten Abweichung Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsermittlung für Produktkostensammler Abweichungsschlüssel definieren. Kostenträger-Identnummer (Kostenträgerknoten von Kostenträgerhierarchien und Kostenträger-allgemein) Einzelposten Abweichung (nur für Kostenträgerknoten einer Kostenträgerhierarchie) Die Einzelposten für die Abweichungsermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Periodischen Produkt-Controllings unter Periodenabschluß Abweichungsermittung Abweichungsermittlung für Kostenträgerhierarchien Abweichungsschlüssel definieren. Verkaufsbelegposition: in der Regel Kundenauftragsposition Einzelposten Ergebnisermittlung Die Einzelposten für die Ergebnisermittlung werden nur erzeugt, wenn im Customizing eine entsprechende Einstellung vorgenommen wurde. Sie nehmen diese Einstellung vor im Customizing des Kundenauftrags-Controllings unter Periodenabschluß Ergebnisermittlung Abgrenzungsversionen definieren. Verzweigen Sie in die Erweiterte Steuerung. Integration Nur Ist - Einzelposten werden im Standard immer fortgeschrieben. Einzelposten der WIP- Ermittlung und der Ergebnisermittlung, der Abweichungsermittlung und für Obligo müssen explizit im Customizing der Applikation erlaubt werden. Zur Fortschreibung von Obligowerten auf kosten- und erlösführenden Kundenauftragspositionen ist das Setzen des Kennzeichens mit Obligoverwaltung in den geschäftsjahresabhängigen Steuerungsparametern des Kostenrechnungskreises erforderlich. Einzelposten für die Abgrenzungsdaten der WIP-Ermittlung und der Ergebnisermittlung werden nur gespeichert, wenn Sie im Customizing der Abgrenzungsversion ein entsprechendes Kennzeichen gesetzt haben. Einzelposten für Abweichungen werden fortgeschrieben, wenn Sie für den jeweiligen Abweichungsschlüssel die Fortschreibung von Einzelposten einschalten. April
366 SAP AG Weitere Berichte: Einzelposten Prüfen Sie im Customizing folgende Einstellungen: Abgrenzungsversion für die Einzelposten der WIP- und Ergebnisermittlung Abweichungsschlüssel für die Einzelposten zur Abweichungsermittlung Auftragsart Obligoverwaltung für Einzelposten Obligo Steuerungsparameter des Kostenrechnungskreises Hinweise zur Performance Insbesondere bezüglich der WIP-Ermittlung, der Ergebnisermittlung und der Abweichungsermittlung kann im Produktivsystem in der Regel auf das Fortschreiben von Einzelposten verzichtet werden. Stellen Sie deshalb sicher, daß das relevante Kennzeichen im Customizing nicht gesetzt ist. Wenn Sie auf das Fortschreiben von Einzelposten verzichten, dann verbessern Sie dabei die Laufzeit während der WIP-Ermittlung, der Ergebnsiermittlung oder der Abweichungsermittlung erheblich. In diesen Fällen können Sie natürlich auch keine entsprechenden Einzelpostenberichte anzeigen. Siehe auch: Eine sehr detaillierte Beschreibung zu Einzelpostenberichten finden Sie in der Dokumentation Gemeinkosten-Controlling. Informationen zum Obligo finden Sie in den Abschnitten: Obligo [Extern] Informationen zu Istkosten finden Sie in den Abschnitten: Istbuchungen in der Kostenträgerrechnung [Extern] Grundlegende Informationen zur WIP-Ermittlung und zur Ergebnisermittlung finden Sie in den Abschnitten: Ware in Arbeit im Periodischen Produkt-Controlling [Extern] Ware in Arbeit im Auftragsbez. Produkt-Controlling [Extern] Ergebnisermittlung [Extern] Grundlegende Informationen zur Abweichungsermittlung finden Sie im Abschnitt: Abweichungsermittlung [Extern] Allgemeine Informationen zur Performance-Verbesserung finden Sie im Abschnitt: Performance im Produktkosten-Controlling [Extern] 366 April 2001
367 SAP AG Infosystem Istkalkulation/Material-Ledger Infosystem Istkalkulation/Material-Ledger Definition Im folgenden erhalten Sie Informationen über die Inhalte der Berichte, die Sie im Informationssystem der Anwendungskomponente Istkalkulation/Material-Ledger finden. April
368 SAP AG Objektliste Objektliste Definition Berichtskategorie in der Anwendungskomponente Istkalkulation/Material-Ledger, die Ihnen Überblicksinformationen zu speziellen Fragestellungen liefert. 368 April 2001
369 SAP AG Preise und Bestandswerte Preise und Bestandswerte Verwendung Dieser Bericht liefert eine Übersicht über Preise und Bestandswerte von Materialien und über die selektierten Materialien bzw. bewerteten Einzelbestände in einer Periode. In der Grundeinstellung werden die Bestände nach Materialart und Bewertungsklasse gruppiert und Zwischensummen der Bestandswerte angezeigt. Der Bericht eignet sich auch zur Analyse von Materialien im Hinblick auf Preise (z.b. Vergleich von Standardpreis und periodischer Verrechnungspreis) oder auf Bestandswerte (z.b. Analyse der Preis- und Kursdifferenzen des Endbestands). Sie können die gewünschte Währung/Bewertung auswählen. Auf dem Selektionsbild des Berichts haben Sie die Möglichkeit, die Liste der Preise und Bestandswerte als Extrakt abzuspeichern und sie zu einem späteren Zeitpunkt anzeigen zu lassen. Funktionsumfang Die Merkmale und Kennzahlen des Berichts sind in folgende Gruppen eingeteilt: Wertfortschreibung (z.b. Bestandswert, Standardpreis, periodischer Verrechnungspreis, prozentuale Preisabweichung) Einstufige/mehrstufige Differenzen (Preis- und Kursdifferenzen Endbestand) Mengenfortschreibung Materialattribute (z.b. Materialart, Sparte, Bewertungsklasse) Einzelbestand (Kundenauftragsnummer, PSP-Element) Verwaltung (Periodenstatus) Integration Aus dem Bericht Preise und Bestandswerte können Sie durch Selektion eines Materials in die Materialpreisanalyse verzweigen. April
370 SAP AG Materialien nach Periodenstatus Materialien nach Periodenstatus Verwendung Dieser Bericht gibt einen Überblick über den jeweiligen Periodenstatus der aufgelisteten Materialien. Sie haben die Möglichkeit, den Periodenstatus der ausgewählten Materialien pro Werk in der festgelegten Periode anzuzeigen. Funktionsumfang Die folgenden Status können selektiert werden: Statusbezeichnung Bedeutung undefiniert Periodensätze existieren nicht. (Technischer Status) neu angelegt Material wurde neu angelegt. Periode eröffnet Periode wurde verschoben. Preisänderung erfolgt Preisänderung ist für ein Material erfolgt. Mengen und Werte erfaßt Mindestens eine der folgenden Bedingungen ist erfüllt: bewertungsrelevante Warenbewegungen sind erfolgt die Abschlußbuchung für den Vormonat ist erfolgt In beiden Fällen ist eine Preisänderung nicht mehr erlaubt. Werte erfaßt Mindestens eine der folgenden Bedingungen ist erfüllt: Rechnungseingänge eine Auftragsabrechnung Material Be-/Entlastungen sind erfolgt Eine Preisänderung ist in allen Fällen noch erlaubt. Preis einstufig ermittelt Die einstufige Materialpreisermittlung war erfolgreich. Preis mehrstufig ermittelt Die mehrstufige Materialpreisermittlung war erfolgreich. Abschlußbuchung storniert Die Abschlußbuchung für ein Material wurde storniert. Abschlußbuchung erfolgt Die Abschlußbuchung für ein Material ist erfolgt. Integration Durch Selektion eines Materials können Sie in die Materialpreisanalyse verzweigen. 370 April 2001
371 SAP AG Materialien mit höchster Verrechnungspreisdifferenz Materialien mit höchster Verrechnungspreisdifferenz Verwendung Mit diesem Bericht können Sie zum Material die Differenz der periodischen Verrechnungspreise bzw. der gleitenden Durchschnittspreise zwischen der aktuellen Periode und der Vorperiode anzeigen. Sie erzeugen einen Extrakt, der in einer Mini-Applikation im Workplace angezeigt werden kann. Aktivitäten Der Extrakt, den Sie hier sichern, wird in der Mini-Applikation angezeigt. Sie können sich den Inhalt des Extraktes im R/3-System über den Report SAPRCKAPP02 ansehen. Beachten Sie die Variante, unter der Sie den Extrakt erzeugt haben. Hinweis für die Systemverwaltung: Um den Extrakt in der Mini-Applikation anzuzeigen, müssen Sie die unter Mini-Applikationen einrichten [Extern] beschriebenen Schritte durchführen April
372 SAP AG Materialien mit höchstem Bestandswert Materialien mit höchstem Bestandswert Verwendung Mit diesem Bericht können Sie sich pro Periode die Materialien mit dem höchsten Bestandswert anzeigen. Sie erzeugen einen Extrakt, der in einer Mini-Applikation im Workplace angezeigt werden kann. Aktivitäten Der Extrakt, den Sie hier sichern, wird in der Mini-Applikation angezeigt. Sie können sich den Inhalt des Extraktes im R/3-System über den Report SAPRCKAPP02 ansehen. Beachten Sie dabei die Variante, unter der Sie den Extrakt erzeugt haben. Hinweis für die Systemverwaltung: Um den Extrakt in der Mini-Applikation anzuzeigen, müssen Sie die unter Mini-Applikationen einrichten [Extern] beschriebenen Schritte durchführen 372 April 2001
373 SAP AG Detailberichte Detailberichte Definition In der Berichtskategorie Detailberichte finden Sie Berichte zur Analyse von Materialpreisen. Verwendung Sie haben die Möglichkeit, die Entwicklung von Materialpreisen über mehrere Perioden sowie Ursachen von Preisänderungen zu analysieren. April
374 SAP AG Materialpreisanalyse Materialpreisanalyse Verwendung Die Materialpreisanalyse zeigt für ein Material in einem Werk in einer Periode die bewerteten Vorgänge und die Ergebnisse der Materialpreisermittlung mit Preis- und Kursdifferenzen im Preisermittlungsschema an. Die Anzeige erfolgt nach Prozeßtypen [Extern] und Beschaffungsalternativen [Extern]. Unter den Beschaffungsalternativen sind die Einzelposten angeordnet. Funktionsumfang Die Material-Ledger-Daten werden bei Preisermittlungssteuerung 3 aufgeführt in den Kategorien Anfangsbestand Zugänge Kumulierter Bestand Verbrauch Endbestand Die im Customizing über Bewegungsarten gesteuerten Vorgänge werden in der Kategorie Sonstige Zugänge/Verbräuche angezeigt. Bei Preisermittlungssteuerung 2 werden die bewertungsrelevanten Vorgänge in der Preishistorie aufgeführt. Werden diese Vorgänge im Preisermittlungsschema angezeigt, so erscheint zusätzlich die Kategorie Preisänderungen in der Anzeige. Materialpreisanalyse Material Werk Periode/Jahr Kategorien: Anfangsbestand Zugänge Sonstige Zugänge/Verbräuche Kumulierter Bestand Verbrauch Endbestand Periodenstatus Preise und Bestandswerte: Bestandsmenge Bestandswert Kennzeichen zur Materialpreisermittlung Steuerung des Bewertungspreises 374 April 2001
375 SAP AG Integration Plan/Ist-Vergleich Aus der Materialpreisanalyse können Sie zu einer mehrstufige Beschaffung bzw. zu einem mehrstufigen Verbrauch in die Iststückliste und von der Iststückliste in die Tarifanzeige verzweigen. In der Tarifanzeige können Sie die Plantarife mit den Isttarifen in den vom Material- Ledger geführten Währungen vergleichen. Dabei entspricht der Isttarif vor der mehrstufigen Preisermittlung der vorläufigen Bewertung. Erst nach der mehrstufigen Preisermittlung werden Isttarife angezeigt, wenn im Customizing Istkalkulation/Material-Ledger das Kennzeichen Leistungsfortschreibung relevant für Preisermittlung gesetzt ist. Kostenelemente Sie können in dem Bericht Kostenelemente die Daten der Materialpreisanalyse in Kostenelemente gegliedert darstellen. Die Darstellung erfolgt gemäß des Periodenstatus in allen eingestellten Währungen und Bewertungen. Voraussetzungen Die Istkostenschichtung ist aktiv. Weitere Informationen finden Sie unter Istkostenschichtung [Extern]. Plan/Ist-Vergleich Verwendung Dieser Bericht dient zur Abweichungsanalyse von mischkalkulierten Materialien. Mit der Darstellung Abweichung Alternativen können Sie die auf Ebene von Beschaffungsalternativen entstandenen Preisabweichungen analysieren. Mit der Darstellung Mischabweichungen analysieren Sie die durch veränderte Mischverhältnisse entstandenen Mischabweichungen. Die Anzeige erfolgt nach Kostenelementen geschichtet gemäß des Periodenstatus in allen eingestellten Wertansätzen. Voraussetzungen Sie haben das Material-Ledger und die Istkostenschichtung aktiviert. Für das mischkalkulierte Material liegt eine freigegebene Plankalkulation vor. Um eine sinnvolle Anzeige zu erhalten, sollte jede Beschaffungsalternative in der Mischkalkulation kalkuliert worden sein. Funktionsumfang Sie können den Plan/Ist-Vergleich anzeigen als Erklärungsbericht für die Abweichungen pro Beschaffungsalternative die Mischabweichungen als in Kostenelemente geschichtete April
376 SAP AG Plan/Ist-Vergleich Abweichungen pro Beschaffungsalternative Mischabweichungen Der Bericht zur Erklärung der Abweichungen pro Beschaffungsalternative enthält die notwendigen Daten, um diese Abweichungen auszurechnen. Abweichungen = Istwert - Sollwert Das Feld Diff.% zeigt den prozentualen Anteil der Abweichungen vom Sollwert an. Der Bericht zur Erklärung der Mischabweichungen stellt die Daten zur Berechnung bereit. Für die Beschaffungsalternativen, die im Rahmen einer Mischkalkulation kalkuliert wurden, werden die Mischabweichungen mit der folgenden Formel berechnet Mischabweichungen = (Istmenge - Sollmenge) * (Planpreis - Standardpreis) Wenn eine oder mehrere Beschaffungsalternativen bei der Mischkalkulation nicht kalkuliert wurde, die Warenbewegungen zu der Alternative aber erfaßt wurden, so wird für die Mischabweichungen die folgende Formel verwendet Mischabweichungen = (Istmenge - Sollmenge) * (Istpreis - Standardpreis) Diese Rechnungen gelten nur auf Ebene von Beschaffungsalternativen. Für verdichtete Daten auf Ebene von Prozessen und Kategorien können Sie diese Formeln nicht verwenden. Die Abweichungen ergeben sich in dem verdichteten Fall aus der Summe der Abweichungen pro Beschaffungsalternative. Für die Preise werden zudem Mittelwerte ermittelt. Die Mischabweichungen und die Abweichungen pro Beschaffungsalternative ergeben in der Summe die Abweichungen, die im Preisermittlungsschema dargestellt sind. Die Berichte zu geschichteten Abweichungen pro Beschaffungsalternative und zu geschichteten Mischabweichungen stellen die Abweichungen nach Kostenelementen gegliedert dar. Weitere Informationen finden Sie unter Istkostenschichtung [Extern]. Sonderfälle Sie benutzen die vorgangsbezogene Materialpreisermittlung und nehmen in der Vorperiode eine Preisänderung vor. In der Materialpreisanalyse wird der Endbestand mit dem geänderten Preis angezeigt. Da aber die Preisänderung zu Beginn der aktuellen Periode noch nicht erfolgt war, zeigt der Anfangsbestand der aktuellen Periode noch die Bewertung zum ursprünglichen Preis an. In der aktuellen Periode wird allerdings die Preisänderung der Vorperiode angezeigt. Wenn bei Preisermittlungssteuerung 3 aufgrund der Bestandsdeckungsprüfung nicht alle kumulierten Differenzen auf Verbrauch bzw. Endbestand verteilt werden können, werden diese in der Kategorie nicht verteilt angezeigt. Durch die einstufige Materialpreisermittlung werden dem Verbrauch Preisdifferenzen zugewiesen. Wenn diese Differenzen nicht in eine mehrstufige 376 April 2001
377 SAP AG Hinweis Plan/Ist-Vergleich Preisermittlung eingehen oder die mehrstufige Preisermittlung noch nicht stattgefunden hat, erscheinen diese in der Datenanzeige unter nicht verrechnet. Wenn Sie die Preisermittlungssteuerung ändern, beispielsweise von 2 auf 3 oder von 3 auf 2 und zurück auf 3, können folgende Unstimmigkeiten in der Materialpreisanalyse auftreten: Der Anfangsbestand der aktuellen Periode stimmt nicht mit dem Endbestand der Vorperiode überein. Mengen und Werte auf oberen Hierarchieebenen, z.b. Zugänge, stimmen nicht mit den zugeordneten Belegen auf unteren Hierarchieebenen überein. Ab der Folgeperiode stimmt das Anzeigeschema der Materialpreisanalyse wieder mit den Belegen überein. Ändern Sie die Preisermittlungssteuerung nur, wenn es unbedingt notwendig ist! April
378 SAP AG Materialpreise und Bestandswerte über mehrere Perioden Materialpreise und Bestandswerte über mehrere Perioden Verwendung Dieser Bericht zeigt Ihnen über mehrere Perioden die Material-Ledger-Daten eines Materials an und kann nur beim Einsatz des Material-Ledgers genutzt werden. Der Bericht kann zur Analyse der Entwicklung eines Materialpreises und -bestandes für einen vorgegebenen Zeitraum dienen. Funktionsumfang Die anzuzeigenden Kennzahlen und Merkmalen sind in folgende Gruppen eingeteilt: Wertfortschreibung Einstufige/mehrstufige Differenzen Mengenfortschreibung Materialattribute Verwaltung 378 April 2001
379 SAP AG Vorgangshistorie zum Material Vorgangshistorie zum Material Verwendung Dieser Bericht zeigt Ihnen zu einem Material die betriebswirtschaftlichen Vorgänge im zeitlichen Ablauf an und kann nur bei dem Einsatz des Material-Ledgers genutzt werden. Der Bericht dient einer Feinanalyse aller betriebswirtschaftlichen Vorgänge, die für Preisänderungen innerhalb des Material-Ledgers verantwortlich sein könnten. Dazu wird im Material-Ledger eine Historie zu allen relevanten Vorgängen zum Material geführt. Mit diesem Bericht ist es möglich, die Ursachen für Preisänderungen zu analysieren und darauf basierend gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen durchzuführen. Funktionsumfang Die anzuzeigenden Kennzahlen und Merkmalen sind in folgende Gruppen aufgeteilt: Vorgangsmerkmale Preise Bestände Änderungen Integration Auf der Ergebnisliste können Sie zu einem selektierten Vorgang in folgende Belege verzweigen: Rechnungswesenbeleg Originalbeleg April
380 SAP AG Kostenelemente zum Preis Kostenelemente zum Preis Verwendung Dieser Bericht stellt die Schichtung zum Preis über alle Fertigungsstufen hinweg gegliedert nach Kostenelementen dar. Sie können die Istkostenschichtung gemäß des Periodenstatus in allen eingestellten Währungen und Bewertungen anzeigen. Wenn Sie die Istschichtung nach der einstufigen Preisermittlung durchführen, bekommen Sie die Schichtung zum aktuellen periodischen Verrechnungspreis angezeigt. Vor der einstufigen Preisermittlung wird Ihnen der periodische Verrechnungspreis des Vormonats angezeigt. Voraussetzungen Die Istkostenschichtung ist aktiv. Funktionsumfang Sie können zwischen den folgenden Schichtungsarten auswählen: Hauptschichtung Nebenschichtung Die folgenden Preise können Sie geschichtet darstellen: V-Preis S-Preis zukünftigen Bewertungspreis zukünftigen Planpreis Sie können die Bezugsmenge wählen, für die die Schichtung angezeigt wird: Preiseinheit Kalkulationslosgröße Aktueller Bestand Benutzereingabe Siehe auch: Istkostenschichtung [Extern] 380 April 2001
381 SAP AG Weitere Berichte Weitere Berichte Definition Unter dieser Berichtskategorie Kategorie des Informationssystems Produktkosten-Controlling finden Berichte, die keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden, z.b. Belege. April
382 SAP AG Material-Ledger-Beleg Material-Ledger-Beleg Definition Beleg, der die materialbewertungsrelevanten Vorgänge in allen eingestellten Währungen und Bewertungen anzeigt. Verwendung Bei jedem bewerteten Vorgang, z.b. bei einer Warenbewegung, Rechnungseingang, Be- und Entlastung, Kontenpflege, Materialpreisermittlung, Preisänderung oder Abschlußbuchung hält der Material-Ledger-Beleg fest, was die Buchung im System bei der Materialbewertung verändert hat. Struktur Sie haben die Möglichkeit eigene Layouts für die Beleganzeige auszuwählen oder zu definieren. Integration Wenn entsprechende Belege erzeugt wurden, können Sie aus dem Material-Ledger-Beleg in die folgenden Belege verzweigen die Detailanzeige Die Detailanzeige gibt an, wie die Daten in die Materialpreisanalyse eingehen. die Material-Ledger-Daten die Rechnungswesenbelege den Ursprungsbeleg 382 April 2001
383 SAP AG Preisänderungsbeleg Preisänderungsbeleg Definition Beleg, der vom System erzeugt wird bei Materialbe-/entlastung Preisänderung Preisfreigabe eines zukünftigen Preises einer Kalkulation Verwendung Der Preisänderungsbeleg dokumentiert Preisänderungen sowie Materialbelastungen und - entlastungen. April
384 SAP AG Besondere Abwicklungen und deren Auswirkung im Infosystem Besondere Abwicklungen und deren Auswirkung im Infosystem Verwendung Für einige Abwicklungen im Produktkosten-Controlling sind im Hinblick auf das Informationssystem einige Besonderheiten zu beachten. Bitte lesen Sie daher je nach genutzter Funktionalität die jeweiligen Informationen. Siehe auch: Mischkalkulation im Informationssystem [Seite 390] Kuppelproduktion im Informationssystem [Seite 387] Auftragsnetz im Informationssystem [Seite 392] Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen [Seite 395] 384 April 2001
385 SAP AG Arbeiten mit Extrakten Arbeiten mit Extrakten Verwendung Um lange Laufzeiten bei der Aufbereitung von Berichtsdaten zu vermeiden können Sie bei der Ausführung von Berichten Extrakte erzeugen. Bei einem Extrakt handelt es sich um einen gespeicherten Datenbestand, der die zum Zeitpunkt der Extrakterzeugung selektierten Berichtsdaten enthält. Bei der Anzeige der im Extrakt gespeicherten Berichtsdaten stehen Ihnen dieselben Navigationsund Aufbereitungsmöglichkeiten zur Verfügung wie bei einer Neuselektion der Daten dieses Berichtes. Funktionsumfang Sie erzeugen ein Extrakt bei der Ausführung eines Berichtes unter Bezug auf die bei der Berichtsausführung mitgegebenen Selektionsparameter. Dementsprechend können Sie mehrere Extrakte erzeugen, wenn Sie Ihren Bericht mit unterschiedlichen Selektionskriterien ausführen. Nehmen Sie nach der Erzeugung von Extrakten im Customizing des Informationssystems Änderungen an der Datenstruktur vor (insbesondere bei der Feldauswahl für die Auftragsselektion/Kundenauftragsselektion oder bei der Auswahl der Klassifizierungsmerkmale), so kommt es zu Inkonsistenzen zwischen der aktuellen Datenstruktur und der im Extrakt gespeicherten Struktur. Die Daten des Extraktes können demzufolge nicht mehr angezeigt werden. Extrakte, die Sie nicht mehr benötigen, können gelöscht werden. Hierfür müssen Sie in die Extraktverwaltung verzweigen (lassen Sie sich mit F4 eine Liste der vorhandenen Extrakte anzeigen und wählen Sie Extraktverwaltung). Möchten Sie überprüfen, mit welchen Selektionskriterien ein Extrakt erzeugt wurde, so verzweigen Sie ebenfalls in die Extraktverwaltung. Im Detailbild zu einem Extrakt erhalten Sie Informationen über die bei Berichtsausführung mitgegebenen Selektionskriterien. Aktivitäten Beachten Sie bitte, daß ein Extrakt im allgemeinen nur für die Dauer eines Releases gültig ist. Dies bedeutet, daß Sie nach einem Releasewechsel i.d.r. nicht mehr auf vorher erzeugte Extrakte zugreifen können. Erzeugen Sie daher nach einem Releasewechsel neue Extrakte unter Verwendung der gewünschten Selektionskriterien. Erzeugen Sie Extrakte für die zu analysierenden Berichtsdaten. Hierfür gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Auf dem Selektionsbild des Berichtes bestimmen Sie die Selektionskriterien, mit denen Sie den Bericht ausführen möchten. 2. Danach wählen Sie Extrakte. 3. Im Bild Ablaufsteuerung Extrakte wählen Sie die Option Sichern und vergeben dem Extrakt einen Namen und eine Bezeichnung. Danach wählen Sie Ausführen. April
386 SAP AG Arbeiten mit Extrakten 4. Starten Sie die Ausführung des Berichtes. Es erfolgt nun eine Selektion der Berichtsdaten. Die selektierten Daten werden unter dem angegebenen Extraktnamen gespeichert. Um die im Extrakt gespeicherten Berichtsdaten anzuzeigen gehen Sie wie folgt vor: 1. Auf dem Selektionsbild des Berichtes wählen Sie den Button Extrakte. 2. Sie erhalten das Bild Ablaufsteuerung Extrakte. 3. Wählen Sie die Option Lesen und geben Sie den Namen Ihres Extraktes an. 4. Wählen Sie Ausführen. 5. Wählen Sie anschließend noch die gewünschte Anzeigevariante aus und wählen Sie Ausführen. 386 April 2001
387 SAP AG Kuppelproduktion im Informationssystem Kuppelproduktion im Informationssystem Verwendung Für den Fall von Kuppelproduktion bietet das Informationssystem einige spezielle Auswertungsmöglichkeiten. Funktionsumfang Produktkostenplanung Einzelnachweis Der Einzelnachweis bietet bei Kuppelproduktion zwei verschiedene Darstellungsformen. So kann im Bericht zwischen der sogenannten Prozeßsicht und der Produktsicht gewechselt werden. Während die Produktsicht sich auf den Ausweis der Kosten des kalkulierten Kuppelproduktes beschränkt, liefert die Prozeßsicht Informationen über die Kosten der beteiligten Kuppelprodukte und bietet einen Überblick über die Gesamtkosten des Produktionsprozesses. Die beteiligten Kuppelprodukte werden dabei unter dem Positionstyp A mit negativer Menge und negativem Wert ausgewiesen. Dieser negative Wert entspricht dem Kostenanteil des Kuppelproduktes, der über das Aufteilungsschema errechnet wurde. Entstehen während des Produktionsprozesses Nebenprodukte oder Festpreiskuppelprodukte, so werden diese im Einzelnachweis - ebenso wie der Einsatz von Materialien - unter dem Positionstyp M ausgewiesen. Der Wert und die Menge sind für diese Positionen ebenso wie für Kuppelprodukte negativ. Kostenträgerrechnung Produktionsaufträge, die zur Herstellung von Kuppelprodukten verwendet werden, führen diese in den Auftragspositionen. Verdichtung mittels Verdichtungshierarchie Die Verdichtung mittels Verdichtungshierarchien aggregiert bei Aufträgen mit kosten- und mengenführenden Positionen nur die Werte, die sich auf den Positionen befinden. Werte, die sich auf dem Auftragskopf befinden, werden nicht berücksichtigt. Daher ist es erforderlich, die Funktion Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit vor dem Start eines Datenbeschaffungslaufs auszuführen. Auftragsselektion Innerhalb der Auftragsselektion besteht die Möglichkeit, bei der Selektion zu wählen, ob alle Aufträge, nur Aufträge mit Positionen oder nur Aufträge ohne Positionen selektiert werden sollen. Soll die Selektion in Abhängigkeit vom Auftragsstatus erfolgen, so besteht die Möglichkeit, getrennte Statusselektionsschemata für den Auftragskopf und die Auftragspositionen zu hinterlegen. Detailberichte Mit Hilfe verschiedener Detailberichte (d.h. der Auftragsposition) können bei Kuppelproduktion Analysen auf der Ebene des Produktionsauftrages oder alternativ auf der Ebene eines einzelnen Kuppelproduktes vorgenommen werden. Je nach Informationsbedarf können somit die Kosten des gesamten Kuppelproduktionsprozesses oder die Kosten der Herstellung eines einzelnen Kuppelproduktes analysiert werden. April
388 SAP AG Kuppelproduktion im Informationssystem Um Auftragswerte auf der Ebene eines einzelnen Kuppelproduktes zu betrachten, müssen Sie das Feld Position im Selektionsbild des jeweiligen Detailberichtes einblenden. Wählen Sie hierfür nach Eingabe der Auftragsnummer im Selektionsbild des Berichtes den Menüpfad Einstellungen Auftragspositionen Ein/Aus. Zum Aufruf des Berichtes geben Sie nun die Nummer der Auftragsposition ein. Sie erhalten im Bericht eine Übersicht der Kosten des Kuppelproduktes, das der gewählten Auftragsposition zugeordnet ist. Lassen Sie das Feld Position im Selektionsbild des Berichtes leer oder geben Sie einen Stern ( *) ein, so werden Ihnen im Bericht die kumulierten Daten des Auftragkopfes und der Auftragspositionen angezeigt. Dies kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn Sie sich die Planbelastung und -entlastung für den gesamten Auftrag - also über alle Kuppelprodukte verdichtet - anzeigen lassen möchten. Die im Bericht angezeigte Entlastung entspricht dabei der Entlastung der Auftragespositionen, die sich durch die Lieferung der Kuppelprodukte ans Lager ergibt. Erfolgt der Aufruf eines Kostenberichtes aus dem Stammsatz eines Produktionsauftrags heraus, so erfolgt die Berichtsanzeige - wie oben beschrieben -, als wäre das Feld 'Position' eingeblendet, aber nicht gefüllt worden. Rufen Sie dagegen einen Detailbericht zu einem Produktionsauftrag mit Kuppelprodukt auf, ohne das Feld Position im Selektionsbild einzublenden, werden Ihnen im Bericht nur die Daten angezeigt, die sich tatsächlich auf dem Kopf des Auftrages befinden. In einem Planbericht sehen Sie demzufolge die Planbelastung, die sich aus der Auftragsvorkalkulation ergibt, als Planentlastung sehen Sie die Entlastung, die sich durch die Verteilung der Kosten auf die Auftragspositionen ergibt. Der Saldo des Auftrages ist in dieser Darstellung immer gleich null. Hierarchiegrafik Um zu überprüfen, welcher Auftragsposition das zu analysierende Kuppelprodukt zugeordnet ist, können Sie den Bericht Hierarchiegrafik verwenden. Dieser Bericht zeigt Ihnen alle zu einem Produktionsauftrag gehörenden Positionen sowie die Bezeichnung des jeweiligen Kuppelproduktes in hierarchischer Darstellung an. Zusätzlich können Sie sich die Plandaten, Solldaten, Istdaten oder die Plan- und Istmengen für die Auftragspositionen und kumuliert für den gesamten Auftrag anzeigen lassen. Sie können die Hierarchiegrafik aus dem Selektionsbild eines Detailberichtes aufrufen, wenn Sie zuvor das Feld Position gemäß oben beschriebenem Vorgehen eingeblendet haben. Zum Verzweigen in die Hierarchiegrafik wählen Sie anschließend das Symbol Übersicht. Beachten Sie, daß Sie vor Durchführung des Periodenabschlusses die Funktion Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit ausführen müssen, damit alle relevanten Istkosten vom Auftragskopf auf die Auftragspositionen verteilt und bei den Periodenabschlußarbeiten sowie bei anschließenden Analysen auf Positionsebene berücksichtigt werden können. Siehe auch: Besonderheiten bei Kuppelproduktion [Extern] (in der Produktkostenplanung und Kostenträgerrechnung) 388 April 2001
389 SAP AG Kuppelproduktion im Informationssystem Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit [Extern] Vorabrechnung Kuppelprodukte [Extern] Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit ausführen [Extern] Verdichtungshierarchie [Seite 326] Auftragsselektion [Seite 344] April
390 SAP AG Mischkalkulation im Informationssystem Mischkalkulation im Informationssystem Verwendung Haben Sie die Mischkalkulation im Einsatz, so sind im Hinblick auf das Informationssystem einige Besonderheiten zu beachten. Funktionsumfang Produktkostenplanung Einzelnachweis Bei der Kalkulation eines Materials, das im Rahmen der Mischkalkulation eingesetzt wird, wird zusätzlich eine Kalkulation pro Beschaffungsalternative dieses Materials erzeugt. Zeigen Sie den bei der Kalkulation des Materials erzeugten Einzelnachweis an, so erhalten Sie eine spezielle Form des Einzelnachweises. Jede Zeile dieses Einzelnachweises entspricht genau einer Beschaffungsalternative, die zum kalkulierten Material angelegt wurde. Die einzelnen Beschaffungsalternativen werden unter dem Positionstyp M (Material) ausgewiesen. Zusätzlich zur Angabe der Beschaffungsalternative kann beim flexiblen Einzelnachweis auch die Verhältniszahl angezeigt werden, mit der diese Beschaffungsalternative bei der Mischung gewichtet wurde. Detailberichte zur Beschaffungsalternative Setzen Sie die Mischkalkulation ein, so können Sie die Kalkulationswerte einer bestimmten Beschaffungsalternative mit Hilfe verschiedener Detailberichte zur Materialkalkulation näher analysieren. Verwenden Sie beispielsweise den Kostenelementebericht, so können Sie die Kostenschichtung des Materials für eine bestimmte Beschaffungsalternative anzeigen. Geben Sie hierfür beim Aufruf des Berichtes neben den allgemeinen Angaben zur Bestimmung der Kalkulation die gewünschte Beschaffungsalternative an. Wählen Sie hierfür nach Auswahl der übrigen Selektionskriterien auf dem Selektionsbild des Berichtes den Menüpfad Einstellungen Beschaffungsalternative auswählen. (Bei einigen Berichten lautet der entsprechende Menüpfad Zusätze Beschaffungsalternativen). Sie erhalten eine Liste aller zum angegebenen Material existierenden Beschaffungsalternativen. Wählen Sie aus dieser Liste die gewünschte Alternative aus. Im Selektionsbild des Berichtes wird Ihnen daraufhin die Kalkulationsnummer der gewählten Beschaffungsalternative angezeigt. Bei der Kalkulationsnummer handelt es sich um eine technische Bezeichnung, die intern vom System vergeben wird. Zur Anzeige der Kalkulationsdaten einer Mischkalkulation, die sich aus der Mischung verschiedener Beschaffungsalternativen auf der Basis von Verhältniszahlen ergibt, wählen Sie im Selektionsbild des Berichtes keine Beschaffungsalternative aus. Es werden Ihnen somit die Daten der Mischkalkulation angezeigt, soweit zur eingegebenen Kalkulationsversion eine Mischkalkulation erstellt wurde. Liste vorhandener Kalkulationen Nutzen Sie diesen Bericht für Materialien, die im Rahmen der Mischkalkulation verwendet werden, so wird Ihnen eine Liste angezeigt, die die Mischkalkulation zum Material sowie die Kalkulationen der einzelnen Beschaffungsalternativen enthält. Die Kalkulation zum Material ist durch ein entsprechendes Kennzeichen als Mischkalkulation gekennzeichnet. Für die Kalkulationen der Beschaffungsalternativen wird die für die Alternative vom System vergebene Bezeichnung mit angezeigt. 390 April 2001
391 SAP AG Mischkalkulation im Informationssystem Bewertete Strukturstückliste In der bewerteten Strukturstückliste zu einem im Rahmen der Mischkalkulation kalkulierten Material werden die einzelnen Beschaffungsalternativen des Materials einschließlich deren Bezeichnung als Kalkulationspositionen vom Typ M (Material) ausgewiesen. Ein Aufriß einer solchen Position zeigt die entsprechenden Kalkulationspositionen und -werte der jeweiligen Beschaffungsalternative an. Analyse Kalkulationslauf In der Liste der kalkulierten Materialien werden Materialien, für die eine Mischkalkulation durchgeführt wurde, durch ein entsprechendes Kennzeichen markiert. Ebenso werden die Kalkulationen der zugehörigen Beschaffungsalternativen als solche gekennzeichet und die Bezeichnung der Beschaffungsalternative ausgewiesen. Kostenträgerrechnung Der Wareneingang eines Produktionsauftrages wird mit dem durch eine Mischkalkulation gebildeten Standardpreis bewertet. Die Istentlastung in einem Detailbericht zu einem Produktionsauftrag ergibt sich demzufolge aus dem Mischpreis des Materials multipliziert mit der Istmenge, die ans Lager gelierfert wurde. In der Sollversion zur Ermittlung der Gesamtabweichungen (Sollversion 0), werden die Sollkosten bei Vorliegen einer Mischkalkulation auf Basis der Standardkosten der Beschaffungsalternative ermittelt. Die Ermittlung der Sollentlastung erfolgt ebenfalls auf dieser Basis. Die Abweichungsermittlung errechnet bei Einsatz der Mischkalkulation die Differenz zwischen der Sollentlastung (Istmenge * Standardkosten der Beschaffungsalternative) und der Istentlastung des Auftrages (Istmenge * Mischpreis) und weist diese Abweichung einer separaten Abweichungskategorie, der Mischpreisabweichung, zu. Bei der Mischpreisabweichung handelt es sich um eine Abweichung der Verrechnungsseite. Diese Abweichungen werden nur bei der Berechnung der Gesamtabweichung ermittelt. Die Mischpreisabweichung können Sie daher nur in Abweichungsberichten zur Sollversion 0 (Gesamtabweichung) analysieren. Die Abweichungskategorie Mischpreisabweichung kann mit Hilfe des Berichtes Abweichungskategorien ausgewiesen werden. Siehe auch: Weitere Informationen zur Beschaffungsalternative finden Sie unter Beschaffungsalternativen und Fertigungsprozesse [Extern]. April
392 SAP AG Auftragsnetz im Infosystem Auftragsnetz im Infosystem Verwendung Verwenden Sie in der Logistik Auftragsnetze, so können Sie die Fertigungskosten - neben einer auftragsbezogenen Betrachtung - über das gesamte Auftragsnetz hinweg oder alternativ für eine einzelne Fertigungsstufe im Informationssystem des Produktkosten-Controllings analysieren. Um die angezeigten Berichtsdaten richtig zu interpretieren, beachten Sie die folgenden Ausführungen. Funktionsumfang Detailberichte Sie können die Detailberichte des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings nutzen, um eine Kostenanalyse vorzunehmen für ein gesamtes Auftragsnetz einen einzelnen Produktionsauftrag, der einem Auftragsnetz zugeordnet ist einen Ausschnitt eines Auftragsnetzes, d.h. es kann eine Kostenbetrachtung für einen bestimmten Fertigungsabschnitt erfolgen. Um Detailinformationen zu einem einzelnen Auftrag zu erhalten, nutzen Sie die Detailberichte, die sich im Informationssystem des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings befinden. Hier stehen Ihnen Berichte zum Ausweis von Plankosten, Sollkosten, Istkosten, Ware in Arbeit und Abweichungen zur Verfügung. Sind Sie an einem Ausweis der Kosten des gesamten Produktionsprozesses zur Herstellung eines Fertigerzeugnisses interessiert, so können Sie die oben genannten Detailberichte auch verwenden, um über ein komplettes Auftragsnetz zu berichten. Hierfür gehen Sie wie folgt vor: Wählen Sie auf dem Selektionsbild eines Detailberichtes nach Eingabe der Auftragsnummer des führenden Auftrages (oberster Auftrag des Netzes) den Menüpfad Einstellungen Auftragsnetz Ein / aus. Auf dem Selektionsbild des Berichtes erscheint danach der Text inclusive untergeordneter Aufträge. Führen Sie nun den Bericht für den gewünschten Berichtszeitraum aus. Im Bericht werden Ihnen daraufhin die Belastungen und Entlastungen aller dem Auftragsnetz zugeordneten Produktionsaufträge angezeigt. Sie haben ein Auftragsnetz angelegt, in dem sich zwei Fertigungsaufträge befinden. Sie haben in der Auftragsart hinterlegt, daß Warenbewegungen zwischen den einzelnen Fertigungsstufen erfolgen sollen. Ein Fertigungsauftrag wurde angelegt für das herzustellende Fertigerzeugnisses (FERT). Der andere Fertigungsauftrag wurde angelegt für ein in das Fertigerzeugnis eingehendes Halbfabrikat (HALB). Beide Materialien werden zum Standardpreis bewertet. Zeigen Sie sich die Plankosten für das gesamte Auftragsnetz mit Hilfe des Detailberichtes 'Plankosten' an, so weist der Bericht folgendes aus: 392 April 2001
393 SAP AG Auftragsnetz im Infosystem Belastungsseite Planbelastung durch die Plankosten zur Herstellung des Halbfabrikates - Planentlastung durch Lieferung des Halbfabrikates an das Lager, bewertet mit dem Standardpreis des Halbfabrikates + Planbelastung durch Entnahme des Halbfabrikates zur Herstellung des Fertigfabrikates + Planbelastung durch sonstige Kosten, die bei der Fertigung des Fertigfabrikates entstehen = Summe der Belastungen Entlastungsseite Planentlastung durch Lieferung des Fertigfabrikates an das Lager, bewertet mit dem Standardpreis des Fertigfabrikates = Summe der Entlastungen Auf der Belastungsseite des Berichtes werden demnach die Kosten aller Fertigungsstufen ausgewiesen. Die Summe dieser Belastungen entspricht den Kosten des gesamten Produktionsprozesses. Möchten Sie nicht die Kosten des gesamten Auftragsnetzes, sondern lediglich eines bestimmten Fertigungsabschnittes betrachten, so wählen Sie ebenfalls auf dem Selektionsbild des jeweiligen Detailberichtes den Menüpfad Einstellungen Auftragsnetz Ein / aus. Geben Sie im Selektionsbild des Berichtes zuvor die Auftragsnummer eines Produktionsauftrages ein, der sich innerhalb des Auftragsnetzes befindet. Im Bericht werden Ihnen neben den Kosten dieses Auftrages auch die Werte der Aufträge angezeigt, die diesem Auftrag im Auftragsnetz untergeordnet sind. Hierarchiegraphik Sie können die Hierarchiegraphik verwenden, um einen Überblick über alle dem Auftragsnetz zugeordneten Aufträge zu erhalten die Kosten auf den einzelnen Fertigungsstufen zu betrachten. Sie rufen die Hierarchiegraphik aus dem Selektionsbild eines Detailberichtes des auftragsbezogenen Produkt-Controllings auf, indem Sie nach Eingabe der Auftragsnummer den Menüpfad Einstellungen Auftragsnetz Ein / aus wählen. Daraufhin wird auf dem Selektionsbild des Berichtes die Drucktaste Übersicht sichtbar. Betätigen Sie diese Drucktaste, um die Hierarchiegraphik aufzurufen. Dieser Bericht bietet Ihnen eine hierarchische Übersicht über alle dem Auftragsnetz zugeordneten Aufträge, wobei die einzelnen Hierarchiestufen den Produktionsstufen der Fertigung entsprechen. In der Hierarchiegraphik können Kennzahlen wie Plankosten, Istkosten oder Ware in Arbeit eingeblendet werden. Dadurch ist eine Analyse der Herstellkosten möglich, April
394 SAP AG Auftragsnetz im Infosystem die auf den einzelnen Fertigungsstufen angefallen sind. Alternativ können Sie die Kosten der einzelnen Produktionsstufen nach oben verdichtet betrachten. Somit erfolgt auf der obersten Ebene des Auftragsnetzes ein Ausweis der Gesamtkosten des Produktionsprozesses. Wählen Sie in der Hierarchieanzeige den Menüpfad Einstellungen Aggregation Werte Objektbezogen, um einen Ausweis der Kosten pro Fertigungsstufe zu erhalten. Wählen Sie in der Hierarchieanzeige den Menüpfad Einstellungen Aggregation Werte Aggregieren, um die Kosten der einzelnen Fertigungsstufen nach oben zu verdichten. Dabei wird jeweils die Differenz aus Belastung und Entlastung nach oben verdichtet. Bitte beachten Sie, daß Sie den Feldkatalog der Layouts verwenden können, um Kennzahlen wie beispielsweise Ware in Arbeit oder Rückstellungen für fehlende Kosten in der Hierarchiegraphik mit anzuzeigen. Um einen einzelnen Auftrag eines Auftragsnetzes näher zu analysieren, können Sie aus der Hierarchieanzeige in einen Detailbericht zu einem einzelnen Auftrag verzweigen. Daneben besteht die Möglichkeit, aus der Hierarchieanzeige heraus in einen Detailbericht zum gesamten Auftragsnetz zu verzweigen. Somit können Sie sich die Gesamtkosten des Auftragsnetzes nach Kostenarten gegliedert anzeigen lassen sowie die Entlastungsseite des Auftragsnetzes betrachten, die sich aus der Lieferung des führenden Auftrages an das Lager ergibt. Siehe auch: Auftragsnetz [Extern] Auftragsnetz mit automatischer Warenbewegung [Extern] Auftragsnetz mit autom. Warenbewegung: Szenario [Extern] Auftragsnetz ohne automatische Warenbewegung [Extern] Auftragsnetz ohne autom. Warenbewegung: Szenario [Extern] SAP empfiehlt grundsätzlich die Verwendung von Auftragsnetzen mit automatischer Warenbewegung. 394 April 2001
395 SAP AG Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen Verwendung Verwenden Sie in der Logistik Produktionskampagnen, so können Sie die Kosten einer Produktionskampagne im Informationssystem des Produktkosten-Controllings analysieren. Hierfür stehen Ihnen im Auftragsbezogenen Produkt-Controlling spezielle Berichte zur Verfügung. Funktionsumfang Plankosten der Produktionskampagne Einzelnachweis Bei der anzeige des Einzelnachweises einer Produktionskampagne wird der Einzelnachweis analog zur Vorkalkulation eines Produktionsauftrages dynamisch aufgebaut. Dieser Einzelnachweis wird vom System nicht gespeichert. Er kann im Informationssystem des Auftragsbezogenen Produkt-Controlling beziehungsweise des Periodischen Produkt-Controlling nicht aufgerufen werden. Möchten Sie den Einzelnachweis zur Vorkalkulation einer Kampagne anzeigen, so wählen Sie den Menüpfad Logistik Produktion-Prozeß Produktionskampagne Umfeld KostenEinzelnachweis. Der Einzelnachweis wird daraufhin dynamisch vom System aufgebaut. Die Plankosten einer Produktionskampagne ergeben sich durch die Verdichtung der Vorkalkulationen aller Produktionsaufträge innerhalb der Kampagne. Dadurch wird eine spezielle Form des Einzelnachweises erzeugt. In den Zeilenen des Einzelnachweises werden alle Aufträge aufgelistet, die der Kampagne zugeordnet sind. Hierbei werden auch Planaufträge berücksichtigt, diese werden bei der Kalkulation vom System dynamisch in Produktionsaufträge umgesetzt. Zu Aufträgen werden beispielsweise Informationen zum Material und zur Auftragsmenge angezeigt. Durch den Aufriß einer Zeile können die Kalkulationspositionen der Auftragsvorkalkulation angezeigt werden. Die Anzeige des Einzelnachweises kann je nach Informationsbedarf flexibel verändert werden. Hierfür stehen Ihnen verschiedene Funktionen zur Verfügung. Somit können Sie sich beispielsweise durch Setzen eines entsprechenden Filters nur die Kosten der Aufträge mit Materialbezug bzw. nur die Kosten von Aufträgen ohne Materialbezug anzeigen lassen. Wenn Sie einer Kampagne eine Geschäftsprozeßgruppe zugeordnet haben, so erfolgt in der Anzeige der Kosten zur Produktionskampagne eine Eliminierung der Prozeßkosten, die aus Geschäftsprozessen resultieren, die dieser Geschäftsprozeßgruppe zugeordnet sind. Hierdurch wird gewährleistet, daß Kosten, die von Kampagnenserviceaufträgen innerhalb der Kampagne mittels Geschäftsprozessen an Produktionsaufträge verrechnet werden, im Einzelnachweis nicht doppelt ausgewiesen werden. Ist einer Kampagne eine Geschäftsprozeßgruppe zugeordnet, so kann eine Analyse der Vorkalkulation eines einzelnen Auftrages der Kampagne zu anderen Ergebnissen führen als die Analyse zur Kampagne, da auf der Ebene des Auftrages alle Kosten ausgewiesen werden. April
396 SAP AG Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen Verrechnen Sie Kosten innerhalb einer Kampagne über Geschäftsprozesse und ordnen Sie Ihrer Produktionskampagne keine Geschäftsprozeßgruppe zu, so erfolgt in der Vorkalkulation zur Produktionskampagne keine Eliminierung von Prozeßkosten. Demzufolge werden im Einzelnachweis sowohl die Belastungen auf Kampagnenserviceaufträgen als auch die Belastungen auf Produktionsaufträgen, die aus Verrechnungen von Kampagnenserviceaufträgen resultieren, angezeigt. Bitte beachten Sie dies zwecks einer richtigen Interpretation der Berichtsdaten! Um einen doppelten Ausweis von Kosten zu vermeiden, können Sie in diesem Fall beispielsweise die Verrechnungskostenarten der Geschäftsprozesse, die zur Verrechnung von Kosten von Kampagnenserviceaufträgen innerhalb der Kampagne dienen, durch Setzen eines entsprechenden Filters ausblenden. Kostenträgerrechnung Kostenartenberichte zur Produktionskampagne Sie können sich im Informationssystem des Produktkosten-Controllings die gesamten Kosten einer Produktionskampagne anzeigen lassen. Der Einstieg in das Berichtswesen zu Produktionskampagnen kann wahlweise erfolgen über das Informationssystem des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings Sie finden die entsprechenden Berichte im Informationssystem des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings in der Berichtskategorie Detailberichte. die Produktionskampagne in der Produktionsplanung-Prozeßindustrie Sie gelangen ebenfalls in das Informationssystem des Auftragsbezogenen Produkt- Controllings. Mit Hilfe der Berichte zur Produktionskampagne können Sie sich die Plankosten, Sollkosten, Istkosten, Ware in Arbeit und Abweichungen verdichtet über alle der Kampagne zugeordneten Aufträge anzeigen lassen. Die Werte werden kostenartengerecht dargestellt und können nach Herkunftsgruppen und Herkünften weiter untergliedert werden. Zur Überwachung der Kosten eines einzelnen Auftrages einer Produktionskampagne können Sie die Detailberichte zu Aufträgen nutzen. Wenn Sie einer Kampagne eine Geschäftsprozeßgruppe zugeordnet haben, so erfolgt in der Anzeige der Kosten zur Produktionskampagne eine Eliminierung der Prozeßkosten, die aus Geschäftsprozessen resultieren, die dieser Geschäftsprozeßgruppe zugeordnet sind. Hierdurch wird gewährleistet, daß Kosten, die von Kampagnenserviceaufträgen innerhalb der Kampagne mittels Geschäftsprozessen an Produktionsaufträge verrechnet werden, im Einzelnachweis nicht doppelt ausgewiesen werden. Ist einer Kampagne eine Geschäftsprozeßgruppe zugeordnet, so kann eine Analyse der Vorkalkulation eines einzelnen Auftrages der Kampagne zu anderen Ergebnissen führen als die Analyse zur Kampagne, da auf der Ebene des Auftrages alle Kosten ausgewiesen werden. Verrechnen Sie Kosten innerhalb einer Kampagne über Geschäftsprozesse und ordnen Sie Ihrer Produktionskampagne keine Geschäftsprozeßgruppe zu, so erfolgt 396 April 2001
397 SAP AG Berichte für das Controlling von Produktionskampagnen in den Kostenartenberichten zur Kampagne keine Eliminierung von Prozeßkosten. Demzufolge werden in einem Bericht zur Produktionskampagne sowohl die Belastungen auf Kampagnenserviceaufträgen als auch die Belastungen auf Produktionsaufträgen, die aus Verrechnungen von Kampagnenserviceaufträgen resultieren, angezeigt. Beachten Sie dies zwecks einer richtigen Interpretation der Berichtsdaten! Hierarchiegraphik Sie können diesen Bericht verwenden, um die einer Produktionskampagne zugeordneten Aufträge anzuzeigen. Im Bericht erhalten Sie eine hierarchische Darstellung der Kampagne und der abhängigen Aufträge. Zusätzlich können Sie sich die Plankosten, Sollkosten, Istkosten sowie Plan- und Istmengen der einzelnen Aufträge bzw. kumuliert für die gesamte Kampagne anzeigen lassen. Für detailliertere Analysen ist ein Absprung in Detailberichte zu Aufträgen möglich. Im Kopf der Hierarchiegraphik können Sie sich Informationen zur Kampagne wie z.b. die Kampagnennummer, Laufzeitbeginn und -ende anzeigen lassen. Sie rufen die Hierarchiegraphik aus dem Selektionsbild eines Detailberichtes auf, indem Sie auf dem Selektionsbild des Berichtes - nach Eingabe der Kampagnennummer - die Drucktaste Übersicht wählen. Die Anzeige der Daten erfolgt mit dem ABAP List Viewer. Siehe auch: Ausführliche Informationen zur kostenrechnerischen Behandlung von Produktionskampagnen finden Sie im Abschnitt: Kostenplanung und -analyse von Kampagnen [Extern] Detaillierte Informationen zum Einzelnachweis in der Produktkostenplanung finden Sie im Abschnitt Einzelnachweis [Seite 312]. Eine ausführliche Beschreibung der angezeigten Größen der Kostenartenberichte zur Produktionskampagne erhalten Sie unter Ware in Arbeit [Seite 226] Plankosten [Seite 228] Istkosten [Seite 229] Soll / Ist / Produktionsabweichungen [Seite 217] Soll / Ist - Vergleich [Seite 220] Plan / Ist - Vergleich [Seite 222] Abweichungskategorien [Seite 224] Informationen über die verschiedenen Funktionen der flexiblen Aufbereitung der Berichtsanzeige erhalten Sie in der Dokumentation zum ABAP List Viewer [Extern]. April
Lohnjournal (Report RPCLJNx0; HxxCLJN0)
Lohnjournal (Report RPCLJNx0; HxxCLJN0) HELP.PYINT Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus
Kapazitätsplanung in der Prozeßindustrie
Kapazitätsplanung in der Prozeßindustrie HELP.PPCRPPPPI Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen
PM/CS - Datenübernahme in Instandhaltung und Kundenservice
PM/CS - Datenübernahme in Instandhaltung und Kundenservice HELP.CAGTFADMPM Release 4.6C PM/CS - Datenübernahme in Instandhaltung und Kundenservice SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten.
Lohnarten-Reporter (H99CWTR0)
Lohnarten-Reporter (H99CWTR0) HELP.PYXXFOLGE Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind,
QM/PM Partnerrollen HELP.BCBMTOM. Release 4.6C
HELP.BCBMTOM Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
Leistungsverrechnung Zeitwirtschaft einstellen
Leistungsverrechnung Zeitwirtschaft einstellen HELP.PT-BFA Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen
IAC-Programmierung HELP.BCFESITSIACPROG. Release 4.6C
IAC-Programmierung HELP.BCFESITSIACPROG Release 4.6C IAC-Programmierung SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen
Secure Network Communications (BC-SEC-SNC)
Secure Network Communications (BC-SEC-SNC) HELP.BCSECSNC Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen
Kapazitätsplanung im Vertrieb
HELP.PPCRPSD Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
PS - Projektsystem. SAP ERP Central Component
PS - Projektsystem SAP ERP Central Component Release 5.0 Release-Informationen Copyright 2004 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus
Unqualifizierter Abschlag
HELP.PYINT Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
WE/RE-Kontenpflege (MM-IV-CA)
WE/RE-Kontenpflege (MM-IV-CA) HELP.MMIVWERE Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind,
ALE-Szenarien der Anlagenbuchhaltung
ALE-Szenarien der Anlagenbuchhaltung HELP.FIAA Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind,
Service: Feedback-Meldungen (SV-FDB)
Service: Feedback-Meldungen (SV-FDB) MYSAP.ROLES_S_SV Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus
Lohnkonto (Report RPCKTOx0; HxxCKTO0)
Lohnkonto (Report RPCKTOx0; HxxCKTO0) HELP.PYINT Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus
Kapazitätsplanung in der Fertigungssteuerung
Kapazitätsplanung in der Fertigungssteuerung HELP.PPCRPSFC Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen
Personalabrechnung mit dem SAP-System
Personalabrechnung mit dem SAP-System HELP.PYINT Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus
Standardisierte Notizerfassung
HELP.CANOTES Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
Kontierungsblock HELP.BCBMTOM. Release 4.6C
HELP.BCBMTOM Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
Lohnartennachweis HELP.PYINT. Release 4.6C
HELP.PYINT Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
Lohnartenverteilung HELP.PYINT. Release 4.6C
HELP.PYINT Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
Entwicklung eines Infotyps (Planung)
Entwicklung eines Infotyps (Planung) HELP.PAXX Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind,
Immobilienmanagement (IS-RE)
Immobilienmanagement (IS-RE) MYSAP.ROLES_S_REM Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind,
Systemübergreifende Planungssituation (CA-BFA)
Systemübergreifende (CA-BFA) HELP.CA-BFA-IS-028 Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind,
Electronic Data Interchange / IDoc-Schnittstelle (SD-EDI)
Electronic Data Interchange / IDoc-Schnittstelle (SD-EDI) HELP.SDEDI Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder
PLM Product Lifecycle Management. SAP ERP Central Component
PLM Product Lifecycle Management SAP ERP Central Component Release 6.0 Release-Informationen Copyright 2005. SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von
Plandatenerfassung im Workflow (CO-PA)
HELP.COPA Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher Form
Entgeltnachweis (Report RPCEDTx0; HxxCEDT0)
Entgeltnachweis (Report RPCEDTx0; HxxCEDT0) HELP.PYINT Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus
Zahlungsfreigabe HELP.FIBP. Release 4.6C
HELP.FIBP Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher Form
Import-Basismodul (SD-FT-IMP)
HELP.SDFTIMP Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
Remote Communications
HELP.BCFESDEI Release 4.6C SAP AG Copyright Copyright 2001 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher
ICM Provisionsmanagement. SAP R/3 Enterprise
ICM Provisionsmanagement SAP R/3 Enterprise Release 470x200 Release-Informationen Copyright 2003 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus
PLM Product Lifecycle Management. SAP R/3 Enterprise
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