Inhaltsverzeichnis Kapitel 5
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- Daniela Stein
- vor 9 Jahren
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1 Inhaltsverzeichnis Kapitel 5 5 Verwaltungsvermögen 5.1 Allgemein Aktivierung Aktivierungskriterien Aktivierungsgrenzen Bewertungsgrundsätze Erstmalige Bewertung Planmässige Abschreibungen Ausserplanmässige Abschreibungen Spezialfall: Darlehen und Beteiligungen Übertragung vom Verwaltungsvermögen ins Finanzvermögen Exkurs: Verbuchung von bedingt rückzahlbaren Darlehen... 7 Stand: Kapitel 5 Verwaltungsvermögen
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3 5 Verwaltungsvermögen 5.1 Allgemein Das Verwaltungsvermögen umfasst diejenigen Sachwerte, die der öffentlichen Aufgabenerfüllung dienen ( 10 GRV). Das Verwaltungsvermögen kann folglich nicht veräussert werden, ohne die Erfüllung öffentlicher Aufgaben zu beeinträchtigen. Neben den eigentlichen Sachanlagen (Bilanzkontengruppe 140) zählen auch immaterielle Anlagen (Bilanzkontengruppe 142), Darlehen (Bilanzkontengruppe 144), Beteiligungen (Bilanzkontengruppe 145) und Investitionsbeiträge (Bilanzkontengruppe 146) zum Verwaltungsvermögen. Abgrenzung zum Finanzvermögen Alle Vermögenswerte, welche nicht Finanzvermögen darstellen, sind Verwaltungsvermögen. Die Abgrenzung des Finanzvermögens zum Verwaltungsvermögen ist in Kapitel 4.1 dargelegt. Sachanlagen können sowohl Verwaltungs- wie auch Finanzvermögen darstellen (Bilanzkontengruppe 140 beim Verwaltungsvermögen resp. Bilanzkontengruppe 108 beim Finanzvermögen). Für die Kriterien zur Abgrenzung wird auf Kapitel 4.1 verwiesen. Bei den immateriellen Anlagen (Bilanzkontengruppe 142) handelt es sich in erster Linie um Planwerke (Zonenpläne) und um Software. Sie stellen immer Verwaltungsvermögen dar. Darlehen, welche an die Erbringung einer öffentlichen Aufgabe gebunden sind (bspw. ein Darlehen an ein Alters- und Pflegeheim) gelten als Verwaltungsvermögen (Bilanzkontengruppe 144). Für die Abgrenzung von Darlehen, welche als Finanzanlagen gelten (Bilanzgruppe 102 und 107) wird auf Kapitel 4.1 verwiesen. Bei Beteiligungen (Bilanzkontengruppe 145) handelt es sich um Anteile an Unternehmungen, welche eine öffentliche Aufgabe erfüllen, die der eigenen Bevölkerung zugute kommt (bspw. Aktien einer Skilift AG oder einer Hallenbad AG). Beteiligungen stellen immer Verwaltungsvermögen dar. Nicht um Beteiligungen handelt es sich bei Wertschriften, welche zur Geldanlage dienen (Finanzanlagen im Finanzvermögen). Bei den Investitionsbeiträgen (Bilanzkontengruppe 146) handelt es sich um geldwerte Leistungen, mit denen beim Empfänger der Beiträge dauerhafte Vermögenswerte mit Investitionscharakter begründet werden. Investitionsbeiträge stellen immer Verwaltungsvermögen dar. Investitionsrechnung Nur die Ausgaben und Einnahmen für Verwaltungsvermögen werden über die Investitionsrechnung verbucht. Die Investitionsrechnung soll den Überblick über die öffentlichen Investitionsvorhaben gewährleisten. Die Investitionsrechnung weist nur diejenigen Ausgaben auf, welche im Hinblick auf einen mehrjährigen öffentlichen Nutzen im Sinne einer Investition (Vermögenswert des Verwaltungsvermögens mit Investitionscharakter) getätigt werden. Aus diesem Grund werden in der Investitionsrechnung keine Investitionen des Finanzvermögens erfasst. Stand: Kapitel 5 Verwaltungsvermögen Seite 1
4 5.2 Aktivierung Im nachfolgenden Kapitel wird die Aktivierung von Anlagen im Verwaltungsvermögen erklärt. Es werden dabei sowohl die Aktivierungskriterien, welche für eine Aktivierung einer Ausgabe zwingend existent sein müssen, aufgeführt, wie auch die Aktivierungsgrenzen aufgezeigt, bis zu welchen Investitionsausgaben optional über die Erfolgsrechnung abgewickelt werden können Aktivierungskriterien Damit eine Ausgabe als Investitionsausgabe gilt und somit als Verwaltungsvermögen aktiviert wird, müssen folgende Kriterien kumulativ erfüllt sein (Vorbehalten bleibt die Aktivierungsgrenze; siehe Kapitel 5.2.2): 1. Die Güter haben einen materiellen Gegenwert Dies gilt auch für immaterielle Güter mit einem materiellen Gegenwert (Beispiel: Software). 2. Die Güter generieren einen mehrjährigen Nutzen für die Gemeinde Bei der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands nach einem Schaden oder der Beseitigung einer Verpflichtung mit Ursache in der Vergangenheit kann kein mehrjähriger Nutzen geltende gemacht werden, auch wenn dadurch grosse Kosten entstehen. Insofern gelten beispielweise Deponie- oder Schiessplatzsanierungen nicht als Investitionen, sondern sind über die Erfolgsrechnung zu verbuchen. Wenn dafür Rückstellungen in entsprechender Höhe gebildet wurden (welche bei der Schadensbeseitigung aufgelöst werden können), wird die Erfolgsrechnung nicht belastet. Abrisskosten von Gebäuden auf Grundstücken im Verwaltungsvermögen können hingegen aktiviert werden. Beiträge an andere Gemeinden für eine Investition (Investitionsbeiträge) werden aktiviert, wenn sich daraus ein mehrjähriger Nutzen für die eigene Bevölkerung ergibt. Beispiel: Ein Beitrag an den Hallenbadneubau in einer Gemeinde in der Region schafft für die eigene Bevölkerung einen mehrjährigen Mehrwert, auch wenn das Schwimmbad eventuell auch gebaut worden wäre, wenn die eigene Gemeinde keinen Beitrag geleistet hätte. Demgegenüber schafft ein Beitrag an eine Alperschliessung im Berggebiet im Rahmen der Berghilfe keinen Mehrwert und muss daher als Spende über die Erfolgsrechnung verbucht werden. 3. Die Güter dienen der öffentlichen Aufgabenerfüllung Investitionen ins Finanzvermögen werden zwar auch aktiviert, laufen aber nicht über die Investitionsrechnung, sondern werden direkt in der Bilanz verbucht. Die kumulativ zu erfüllenden Kriterien für die Aktivierung von Gütern im Verwaltungsvermögen gelten grundsätzlich auch für Folgeinvestitionen in bereits aktivierte Objekte. Damit eine Folgeinvestition aktiviert werden kann, muss sie entweder einen wertvermehrenden oder wertwiederherstellenden Charakter haben. Wertvermehrende und wertwiederherstellende Massnahmen werden, falls sie die Aktivierungsgrenzen (Kapitel 5.2.2) übersteigen, zwingend über die Investitionsrechnung verbucht und aktiviert. wertvermehrend: Als wertvermehrend gelten sämtliche Ausgaben, die den (theoretischen) Veräusserungswert an Dritte erhöhen und/oder zu einer Kapazitätserhöhung führen (z.b. Ausbau Kläranlagen) und/oder einen Technologiewechsel darstellen und somit die Nutzungsdauer des Anlageguts signifikant erhöhen. Wertwiederherstellend (Instandsetzung): Als wertwiederherstellend gelten sämtliche Ausgaben, durch die Nutzbarkeit eines Anlageguts im ursprünglichen Sinne wieder hergestellt wird. Die Restnutzungsdauer des Objekts wird demnach erhöht. Im Gegensatz dazu sind werterhaltende Massnahmen (baulicher bzw. betrieblicher Unterhalt) immer über die Erfolgsrechnung zu verbuchen. Werterhaltend (Instandhaltung): Als werterhaltend gelten sämtliche Ausgaben, welche die Nutzung des Anlageguts im Rahmen der geplanten Nutzungsdauer und des geplanten Nutzungsumfangs sicherstellen. Der aktivierte Wert der Anlage wird daher nicht erhöht. Stand: Kapitel 5 Verwaltungsvermögen Seite 2
5 Beispiel: Wertvermehrende, wertwiederherstellende und werterhaltende Massnahmen Wertvermehrende Massnahme: Wertwiederherstellende Massnahme: Werterhaltende Massnahme: Verbreiterung einer Strasse Einbau eines Kiesbetts beim Ersatz einer Wasserleitung, um zukünftige Leitungsbrüche zu verhindern Komplette Sanierung und Teerung einer Strasse (der ursprüngliche Zustand wird wieder hergestellt) Ersatz einer Wasserleitung Punktuelle Reparaturen von Schlaglöchern am Strassenbelag Reparatur von Wasserleitungsbrüchen Wenn während einer Ersatzinvestition oder Sanierung die bisherigen Verwaltungsliegenschaften nicht genutzt werden können und daher Mietkosten für zwischenzeitlich genutzte Gebäuden anfallen, so können diese Mietkosten nicht als Investitionsausgaben verbucht werden. Beispiel: Während der Renovationsphase eines Schulhauses fallen Mieten für die Ersatz-Container an. Diese Mietkosten müssen über die Erfolgsrechnung verbucht werden. Dies, weil die Mietkosten für Ersatzräume keinen wertvermehrenden Charakter haben. Hingegen können beispielsweise Mietkosten von Geräten zur Erstellung der Ersatzinvestition (z.b. Miete eines Baggers, wenn die Aussendienstmitarbeiter eine Arbeit selbst ausführen) als Investitionsausgaben verbucht werden Aktivierungsgrenzen Nicht jede Investitionsausgabe, welche die Kriterien zur Aktivierbarkeit erfüllt, muss zwingend aktiviert werden. Investitionsausgaben, welche die untenstehenden, nach Gemeindegrösse gestaffelten, Aktivierungsgrenzen (gemäss 20 GRV) nicht überschreiten, können optional direkt über die Erfolgsrechnung verbucht werden. Darlehen und Beteiligungen des Verwaltungsvermögens werden, unabhängig von ihrer Höhe, immer über die Investitionsrechnung verbucht, d.h. aktiviert. Gemeinden mit bis zu Einwohnern: Gemeinden mit bis zu Einwohnern: Gemeinden mit bis zu Einwohnern: Gemeinden mit mehr als Einwohnern: Franken Franken Franken Franken Die massgebliche Aktivierungsgrenze bezieht sich dabei auf das zugrunde liegende Wirtschaftsgut als Ganzes und nicht auf Teile davon. Es gilt der Grundsatz der Einheit der Materie (siehe dazu Kapitel 17). Bei wertvermehrenden oder wertwiederherstellenden Folgeinvestitionen gelten die gleichen Ansätze. Passivierungen Passiviert werden sämtliche Einnahmen (Investitionsbeiträge anderer Gemeinden, Anschlussbeiträge, Erschliessungsbeiträge, ) welche für die aktivierten Anlagen anfallen, unabhängig von deren Höhe. Beispiel: Gemeinde A ( Einwohner) beschliesst, die Verbreiterung der Verbindungsstrasse zur Gemeinde B in der Höhe von über die Erfolgsrechnung zu verbuchen. Die Gemeinde B bezahlt daran einen Investitionsbeitrag von Diese werden in der Gemeinde B aktiviert, in der Gemeinde A aber nicht passiviert, sondern als Ertrag verbucht. Stand: Kapitel 5 Verwaltungsvermögen Seite 3
6 5.3 Bewertungsgrundsätze Die Ausführungen in den Kapitel bis gelten für Verwaltungsvermögen, welches seit dem 1. Januar 2014 neu geschaffen worden ist. Für am bestehendes Verwaltungsvermögen ist auf das Kapitel 20.3 verwiesen Erstmalige Bewertung Die erstmalige Bewertung von Sachwerten im Verwaltungsvermögen erfolgt in Höhe der Anschaffungs- oder der Herstellungskosten. Erfolgt der Zugang ohne Kosten 1, wird die Anlage zum Verkehrswert (zur Definition des Verkehrswertes siehe Kapitel 4.2) zum Zeitpunkt des Zugangs bewertet ( 11 Abs. 1 GRV). Darlehen und Beteiligungen des Verwaltungsvermögens werden höchstens zum Anschaffungswert bewertet und allenfalls wertberichtigt Planmässige Abschreibungen Sachwerte des Verwaltungsvermögens, welche einem Wertverzehr unterliegen, sind während ihrer kategorisierten Nutzungsdauer objektbezogen gemäss untenstehender Tabelle (siehe auch Anhang I der GRV) linear abzuschreiben. Diese Abschreibungen über die kategorisierte Nutzungsdauer werden als planmässige Abschreibungen bezeichnet (siehe Kapitel 6.4 und 6.5). Die planmässigen Abschreibungen beginnen im Jahr nach der Nutzungszuführung und erfolgen in der Regel jeweils Ende Jahr. Bei einer unterjährigen Umwidmung ins Finanzvermögen (z.b. infolge eines Verkaufs) erfolgt die volle Abschreibung vor der Umwidmung. Pro-Rata-Abschreibungen werden demzufolge nicht vorgenommen. Anlagekategorie Nutzungsdauer Abschreibungssatz Grund und Boden; vorbehalten dritte Zeile unbegrenzt 0% Wald 50 Jahre 2% Strassen, Gewässerverbauungen und Friedhöfe; 40 Jahre 2,5% je inklusive Grund und Boden Übrige Tiefbauten 40 Jahre 2,5% Hochbauten 30 Jahre 3,33% Wasserversorgung: Wasserfassungen, Brunnstuben, 50 Jahre 2% Reservoire, Netz, Hydranten Kanalisation 50 Jahre 2% Technikanlagen 15 Jahre 6,67% Allgemeine Mobilien: Fahrzeuge, Einrichtungen, 10 Jahre 10% Maschinen Hard- und Software sowie allgemeine immaterielle 5 Jahre 20% Werte Planwerke 15 Jahre 6,67% Grundstücke werden grundsätzlich nicht abgeschrieben. Eine Ausnahme stellen Grundstücke dar, auf denen sich Strassenbauten, Gewässerverbauungen oder Friedhöfe befinden. Diese Grundstücke werden gemäss der Nutzungsdauer der sich darauf befindenden Anlagen über 40 Jahre abgeschrieben. 1 Erhält die Gemeinden einen Vermögensgegenstand kostenlos, dann wird der Zugang zum Verkehrswert mit der Buchung 14XXX/ verbucht. Ist der Zugang hingegen mit einer Zweckbindung verknüpft, muss zusätzlich eine Einlage in eine privatrechliche Zweckbindung verbucht werden. Diese Einlage geschieht mit der Buchung XXXX.3511/2911X (siehe Kapitel 8.2) Stand: Kapitel 5 Verwaltungsvermögen Seite 4
7 Investitionsbeiträge sind nach demjenigen Satz abzuschreiben, der für die Anlage gilt, für die sie ausgerichtet werden (Ziffer 2 des Anhangs I der GRV) Ausserplanmässige Abschreibungen Falls sich für einen Sachwert eine kürzere als die kategorisierte Nutzungsdauer ergibt, ist er zusätzlich zur planmässigen Abschreibung noch ausserplanmässig abzuschreiben. Die ausserplanmässigen Abschreibungen verteilen sich linear auf die verbleibende Restnutzungsdauer ab dem Zeitpunkt des Bekanntwerdens der verkürzten Nutzungsdauer. Ist bereits bei der Erstellung der Anlage klar, dass diese eine kürzere als die kategorisierte Nutzungsdauer aufweist, so ist die Nutzungsdauer sogleich zu verkürzen und so sind von Beginn an ausserplanmässige Abschreibungen zu tätigen (so hat beispielsweise ein Kunstrasen eine tiefere Nutzungsdauer als die gemäss der Kategorie Tiefbauten vorgegebenen 40 Jahre). Eine Verkürzung der Nutzungsdauer ist nur im begründeten Fall zulässig. Der Grund (z.b. Herstellerangabe) ist im Auszug aus der Anlagenbuchhaltung anzugeben ( 40 GRV). Es ist möglich, die Nutzungsdauer einer Anlage mehrmals zu verkürzen, eine einmal beschlossene Kürzung kann jedoch nicht wieder rückgängig gemacht werden. Eine Verlängerung der Nutzungsdauer ist, ausser beim Occasionskauf (siehe Kapitel 6.4), ausgeschlossen Spezialfall: Darlehen und Beteiligungen Darlehen und Beteiligungen werden nicht planmässig abgeschrieben, sondern analog zum Finanzvermögen (siehe Kapitel 4.3) jährlich neu bewertet ( 11 Abs. 2 GRV). Im Kapitel 5.5 ist die Verbuchung von bedingt rückzahlbaren Darlehen dargelegt. Beteiligungen, welche in der Regel nicht veräussert werden können, sind dementsprechend zum Wert Null zu bilanzieren. Wenn die Beteiligung wirtschaftlich einem Investitionsbeitrag gleichkommt, dann können diese Beteiligungen auch linear über die Nutzungsdauer der damit finanzierten Investition abgeschrieben werden. Abwertungen von Darlehen und Beteiligungen werden hierbei über das Konto 3640 bzw verbucht. Falls sich Darlehen und Beteiligungen aufwerten, werden diese Aufwertungen über das Konto 4490 verbucht. Beispiel: Bewertung einer Beteiligung Wert der Beteiligung per: : 100'000 Franken : 98'000 Franken : 105'000 Franken Datum Vorgang Buchung Soll Haben Betrag Kauf Beteiligung Beteiligungen an öffentlichen Unternehmungen Bank Abwertung Beteiligung Aufwertung Beteiligung 1454X Wertberichtigungen Beteiligungen Verwaltungsvermögen XXXX.3650 Beteiligungen an öffentlichen Unternehmungen 1454X Fr Beteiligungen an öffentlichen Unternehmungen 1454X Fr Aufwertungen Verwaltungsvermögen XXXX.4490 Fr Stand: Kapitel 5 Verwaltungsvermögen Seite 5
8 5.4 Übertragung vom Verwaltungsvermögen ins Finanzvermögen Vermögenswerte, welche für die öffentliche Aufgabenerfüllung nicht mehr benötigt werden, sind zum Buchwert des Verwaltungsvermögens ins Finanzvermögen zu übertragen und anschliessend neu zu bewerten. Der dabei anfallende Buchgewinn bzw. -verlust ist mithilfe einer Einlage resp. Entnahme aus der Neubewertungsreserve - falls eine solche vorhanden ist - auszugleichen. Grundstücke und Gebäude sind im Finanzvermögen als eine Anlage zu führen. Beispiel: Übertrag einer Verwaltungsliegenschaft ins Finanzvermögen Buchwert Grundstück Fr. 1' Buchwert Gebäude Fr Verkehrswert bei Übertragung Fr davon: Grundstück Fr. 1' Gebäude Fr Vorgang Buchung Soll Haben Betrag Überbaute Liegenschaftecken Übertragung von Grundstü- ins Finanzvermögen Übertragung ins Finanzvermögen Neubewertung überbaute Liegenschaft Einlage in Neubewertungsreserve Passivierung Überbaute Liegenschaften Überbaute Liegenschaften Einlagen in Neubewertungsreserven Passivierte Einnahmen Passivierte Einnahmen Fr Übertragung von Hochbauten ins Finanzvermögen Marktwertanpassungen Sachanlagen Neubewertungsreserve Fr Fr Fr Grundstücke Fr. 1' Hochbauten Fr Um zu verhindern, dass bei einem Verkauf eines Vermögenswertes aus einer Spezialfinanzierung ein allfälliger Buchgewinn oder Buchverlust im allgemeinen Haushalt anfällt, ist in diesem Falle eine interne Verrechnung vorzunehmen (SSSS steht für die Funktion der Spezialfinanzierung): Im Falle eines Buchgewinnes über die Buchung 96XX.3990/SSSS.4990 Im Falle eines Buchverlustes über die Buchung SSSS.3990/96XX Dafür ist in diesem Fall keine Verrechnug mit der Neubewertungsreserve vorzunehmen. Stand: Kapitel 5 Verwaltungsvermögen Seite 6
9 5.5 Exkurs: Verbuchung von bedingt rückzahlbaren Darlehen Bei den bedingt rückzahlbaren Darlehen lassen sich drei Hauptgruppen unterscheiden: Bedingt rückzahlbare Darlehen im engeren Sinn: Diese können verzinslich oder unverzinslich gewährt werden. Ein Merkmal solcher Darlehen ist, dass zwar keine fixe Laufzeit vereinbart wurde, der Darlehensgeber aber die Rückzahlung aktiv bestimmen kann. Diese Bedingungen sind vertraglich vereinbart. Bedingt rückzahlbare Darlehen mit Verbot einer Zweckentfremdung: Diese führen bei Nichtbeachtung des Darlehenszwecks (Entfremdung, zum Beispiel Umnutzung des Gebäudes) zu einer Rückzahlung. Einem Verbot der Zweckentfremdung gleich zu setzen, ist die faktische Unmöglichkeit, ein Anlagegut für andere Zwecke einzusetzen als ursprünglich geplant war (bspw. Hochwasserschutz). Die Geldmittel werden beim Darlehensnehmer für den Erwerb von dauerhaften Vermögenswerten mit Investitionscharakter verwendet. Es obliegt dem Darlehensgeber, die Vertragsklausel betreffend Zweckentfremdung zu überwachen und bei Nichteinhaltung eine Rückzahlung zu verlangen. Meist wird bei der Rückzahlung berechnet, wie viel die gesamte Nutzungsdauer beträgt und diese dann ins Verhältnis zur bereits erfolgten Nutzung gesetzt. Ein wichtiges Merkmal solcher Darlehen liegt darin, dass der Darlehensnehmer aktiv die Rückzahlung bestimmen kann, indem er eine Zweckentfremdung vermeidet. Der Darlehensgeber hat mit der Zweckentfremdungsklausel Bedingungen geschaffen, um dauerhaft auf die Mittelverwendung Einfluss zu nehmen. Nicht rückzahlbare Darlehen Typ à-fonds-perdu : Hierbei handelt es sich auch bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise nicht um Darlehen, sondern um einen Beitrag. Ein solches Darlehen sieht kein Verbot einer Zweckentfremdung vor oder verfügt über eine explizite Rückzahlungsverzichtsvereinbarung seitens des Darlehensgebers. Eine Rückzahlung kann ausgeschlossen werden. Bilanzierung beim Darlehensgeber Bedingt rückzahlbare Darlehen im engeren Sinn sind in der Kontengruppe 144 Darlehen zu bilanzieren. Bedingt rückzahlbare Darlehen mit Verbot einer Zweckentfremdung sind in der Kontengruppe 146 Investitionsbeiträge zu bilanzieren. Als Voraussetzung dafür gilt, dass die Geldmittel beim Darlehensnehmer für den Erwerb von dauerhaften Vermögenswerten mit Investitionscharakter verwendet werden. Die nicht rückzahlbaren Darlehen Typ à-fonds-perdu sind im Zeitpunkt der Darlehensgewährung im Transferaufwand (Kontengruppe 363 Beiträge an Gemeinwesen und Dritte) zu verbuchen. Dies gilt auch in den Fällen, wo die Geldmittel beim Darlehensnehmer für den Erwerb von dauerhaften Vermögenswerten mit Investitionscharakter verwendet werden, weil der Darlehensgeber keinen dauerhaften Einfluss auf die Mittelverwendung ausüben kann. Bilanzierung beim Darlehensnehmer Bedingt rückzahlbare Darlehen im engeren Sinn sind in der Kontengruppe 2064 Darlehen zu bilanzieren. Bedingt rückzahlbare Darlehen mit Verbot einer Zweckentfremdung gelten als erhaltene Investitionsbeiträge (Investitionseinnahmen), sofern die Geldmittel beim Darlehensnehmer für den Erwerb von dauerhaften Vermögenswerten mit Investitionscharakter verwendet werden. Die bedingt rückzahlbaren Darlehen Typ à-fonds perdu sind im Zeitpunkt der Darlehensgewährung in der Regel im Transferertrag (Kontengruppe 463 Beiträge von Gemeinwesen und Dritten) zu verbuchen. Wenn der Geldfluss beim Darlehensnehmer für den Erwerb von dauerhaften Vermögenswerten mit Investitionscharakter verwendet wird, ist eine Verbuchung analog der bedingt rückzahlbaren Darlehen mit Verbot einer Zweckentfremdung vorzunehmen, um eine periodengerechte Verteilung über die Nutzungsdauer zu erreichen. Stand: Kapitel 5 Verwaltungsvermögen Seite 7
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GEMEINDEAMT DES KANTONS ZÜRICH Jahresrechnung 2007 Buchs Projektziel: Ausweis der Jahresrechnung 2007 der Gemeinde Buchs nach den neuen Rechnungslegungsstandards Neues Rechnungsmodell HRM2 vorgegebene
Gesetz über den Finanzhaushalt des Kantons (Finanzhaushaltgesetz, kfhg)
Vernehmlassungsvorlage 511.1 Gesetz über den Finanzhaushalt des Kantons (Finanzhaushaltgesetz, kfhg) Änderung vom 1 Der Landrat von Nidwalden, gestützt auf Art. 60 der Kantonsverfassung, beschliesst: I.
Verbuchung von Beiträgen in Form von Naturalleistungen (nicht geldwerte Beiträge)
Schweizerisches Rechnungslegungsgremium für den öffentlichen Sektor Conseil suisse de présentation des comptes publics Commissione svizzera per la presentazione della contabilità pubblica Swiss Public
Inhalt. Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung. Beste Grüsse, Corinne
Inhalt Wie versprochen findet ihr nachfolgend die ausführliche Theorie zu den Bewertungsthemen. Zudem habt ihr zwei neue Übungsbeispiele zu den Abschreibungen sowie den Rückstellungen (inkl. Lösungen).
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Reformierte Kirche Belp-Belpberg-Toffen Budget 2019 Nach Harmonisiertem Rechnungslegungsmodell 2 (HRM2) Reformierte Kirche Belp-Belpberg-Toffen Seite 2 Inhaltsverzeichnis Seite Inhaltsverzeichnis 2 Vorbericht
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Kanton Zürich Direktion der Justiz und des Innern Gemeindeamt Umgang mit Grundstücken unter HRM2 Bewertungsvorschriften und -problematiken bei Grundstücken im Verwaltungsvermögen Arbeitstagung KKAG / CACSGC
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Fachempfehlung 05 Empfehlung 1 Aktive Rechnungsabgrenzungen der Investitionsrechnung 1 und der werden bilanziert für : vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben oder Aufwände, die der folgenden Rechnungsperiode
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Anhang 1: Aufbau des Rechnungswesens (Art. 17)
Anhang : Aufbau des Rechnungswesens (Art. 7) (Stand. Januar 06). Finanzvermögen Das Finanzvermögen wird wie folgt unterteilt: a) flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen; b) Forderungen; c) kurzfristige
AUSGEWÄHLTE THEMEN IM UNTERNEHMENSSTEUERRECHT
AUSGEWÄHLTE THEMEN IM UNTERNEHMENSSTEUERRECHT Dr. Hugo Wyssen Abteilungsleiter Juristische Personen Steuerverwaltung des Kantons Zug Werner A. Räber Dr. Thomas Fischer & Partner AG, Baar Ausgewählte Themen
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Reformierte Kirche Belp-Belpberg-Toffen Budget 2018 Nach Harmonisiertem Rechnungslegungsmodell 2 (HRM2) Reformierte Kirche Belp-Belpberg-Toffen Seite 2 Reformierte Kirche Belp-Belpberg-Toffen Seite 3 Inhaltsverzeichnis
25.01. Ursachen für Wertverluste. Maschine. Computer. Flüssige Mittel in fremder Währung. Fahrzeuge. Kupfermine. Patente. Aktien in CHF.
25.01 Aktivum Ursachen für Wertverluste Maschine Computer Flüssige Mittel in fremder Währung Fahrzeuge Kupfermine Patente Aktien in CHF Milchkuh Debitoren in CHF Waren- und Fabrikatevorräte Fussballspieler
Reformierte Kirchgemeinde Konolfingen. Finanzplan Kultur, Sport und Freizeit, Kirche. Kirchen und religiöse Angelegenheiten.
Leitdaten Körperschaft Titel Titel Funktion einstufig Titel Funktion dreistufig Reformierte Kirchgemeinde Konolfingen Finanzplan 2018-2023 Kultur, Sport und Freizeit, Kirche Kirchen und religiöse Angelegenheiten
Verordnung über die Rechnungslegung der Einwohnergemeinden (Gemeinderechnungsverordnung)
80.0 Verordnung über die Rechnungslegung der Einwohnergemeinden (Gemeinderechnungsverordnung) Vom 4. Februar 0 GS 7.086 Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, gestützt auf 74 Absatz der Kantonsverfassung
Nettoschuld in CHF pro Einwohner
Nettoschuld in CHF pro Einwohner Konto Nr. Bezeichnung 2015 2016 + 20 Fremdkapital 24'015'126 29'503'960-10 Finanzvermögen 84'615'686 82'917'403 = Nettoschuld -60'600'560-53'413'443 = ständige Wohnbevölkerung
Aktive und passive Rechnungsabgrenzungen
11 Aktive und passive Rechnungsabgrenzungen Nach dem Grundsatz der Periodenabgrenzung sind Aufwände und Erträge sowie Einnahmen und Ausgaben in der Periode ihrer Verursachung zu erfassen. Bei periodenübergreifenden
Korporation Sachseln, Chalchofen 1, 6073 Flüeli-Ranft. Jahresrechnung 2015
Korporation Sachseln, Chalchofen 1, 6073 Flüeli-Ranft Jahresrechnung 2015 Korporation Sachseln, Chalchofen 1, 6073 Flüeli-Ranft Jahresrechnung 2015 erstellt am 18. März 2016 Bilanz per 31. Dezember 2015
1 Aktiven A1. Anhang 1: Kostenrahmen der Bilanz (Stand )
1 170.511-A1 Anhang 1: Kostenrahmen der Bilanz (Stand 01.01.2013) 1- bis 4-stellige Sachgruppen sind generell verbindlich. Die 5-stellige Sachgruppe ist verbindlich, wenn hier genannt. 5. Ziffer allgemein:
34 Finanzaufwand 1'059' ' ' Finanzertrag 2'771'300 2'725'400 2'589'915 Ergebnis aus Finanzierung 1'712'100 1'856'800 1'888'468
Einwohnergemeinde Wohlen Beilage 1 OHNE Spezialfinanzierungen Dreistufiger Erfolgsausweis (in CHF) Einwohnergemeinde Budget Budget Rechnung Erfolgsrechnung 2019 2018 2017 OHNE Spezialfinanzierung CHF CHF
Grüsch (AfG GEFIS HRM2)
Allgemeine Daten 2016 2017 +/- Einwohner 2'049 2'074 25 Steuerfuss in % 90.000 90.000 0 Handänderungssteuer in % 2.000 2.000 0 Liegenschaftssteuer in 0.800 0.800 0 RP-Index in % 79.5 74.7-4.8 Finanzkennzahlen
Kt. Graubünden (AfG GEFIS HRM1) CHF/Einwohner
Kt. Graubünden (AfG GEFIS HRM1) CHF/Einwohner HRM 1 Allgemeine Daten 2011 2012 2013 2014 2015 +/- Einwohner 193'388 193'920 182'398 177'285 120'060-57'225 Steuerfuss in % 104.776 104.243 102.581 100.826
Vals (AfG GEFIS HRM2)
Vals (AfG GEFIS HRM2) HRM 2 Allgemeine Daten 2015 2016 +/- Einwohner 990 984-6 Steuerfuss in % 100.000 100.000 0 Handänderungssteuer in % 2.000 2.000 0 Liegenschaftssteuer in 1.000 1.000 0 Finanzkraftgruppe
Bilanz mit Periodenvergleich Rechnung 2013
1 Aktiven 10'652'503.73 8'931'600.50-9'457'549.41 10'555'697.68 10 Finanzvermögen 6'722'287.87 8'064'455.13-8'858'489.16 6'893'566.94 100 Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen 2'284'912.81 4'483'198.65-5'291'468.62
ERFOLGSRECHNUNG. Gemeinde Mägenwil EINWOHNERGEMEINDE
3 Aufwand 9'002'466.51 9'397'285 9'358'617.44 30 Personalaufwand 1'533'702.35 1'604'000 1'497'838.05 300 Behörden und Kommissionen 134'771.85 148'700 135'877.30 3000 Löhne, Tag- und Sitzungsgelder an Behörden
Klosters-Serneus (AfG GEFIS HRM2)
Klosters-Serneus (AfG GEFIS HRM2) HRM 2 Allgemeine Daten 2016 Einwohner 4'476 Steuerfuss in % 90.200 Handänderungssteuer in % 2.000 Liegenschaftssteuer in 0.500 RP-Index in % 134.0 Finanzkennzahlen 2016
HRM2 Harmonisiertes Rechnungslegungsmodell 2 für die Bündner Gemeinden
Amt für Gemeinden Graubünden Uffizzi da vischnancas dal Grischun Ufficio per i comuni dei Grigioni HRM2 Harmonisiertes Rechnungslegungsmodell 2 für die Bündner Gemeinden Praxisempfehlung Nr. 14 Geldflussrechnung
