Deutsche Reiseanalyse 2012
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- Imke Birgit Bachmeier
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1 Erstelldatum: Mai 2012/ Version: 1 Deutsche Reiseanalyse 2012 Mafo-News 14/2012 Oberösterreich Tourismus Tourismusentwicklung und Marktforschung Freistädter Straße 119, 4041 Linz Tel: Fax: [email protected]
2 Erstelldatum: Mai 2012/ Version: 1 INHALTSVERZEICHNIS: 1. Einleitung und Management Summary Stabile Nachfrage nach Urlaubsreisen Urlaubsreiseziele Urlaubsreiseverhalten: kürzer, teurer, umweltbewusster Urlaubsarten: Österreich steht für Aktivurlaub Kurzurlaubsreisen: ein Ganzjahresthema Mobiles Internet: Immer wichtiger auf Reisen QUELLE: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste ausgewählte Ergebnisse der 42. Reiseanalyse zur ITB 2012, Präsentationsunterlage, ITB Berlin, FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste Ergebnisse, Auszug aus der Präsentation, ITB Berlin, Oberösterreich Tourismus hat das ausschließliche Werknutzungsrecht an den Inhalten der gegenständlichen Dokumentation. Jede Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der ausdrücklichen, schriftlich zu erteilenden Zustimmung des Oberösterreich Tourismus. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Oberösterreich Tourismus reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Es wird darauf hingewiesen, dass alle Angaben in der gegenständlichen Unterlage trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr erfolgen und eine Haftung des Autors bzw. des Oberösterreich Tourismus ausgeschlossen ist. Seite 2 von 14
3 1. Einleitung und Management Summary Die Urlaubslust der Deutschen ist trotz Eurokrise ungebrochen. Bereits 58% der deutschen Nachbarn haben Anfang des Jahres feste Urlaubspläne für Und Österreich zählt nach wie vor zu den beliebtesten Urlaubsländern, vor allem wenn es um Aktivurlaub geht. Mit großer Spannung wurden die Ergebnisse der deutschen Reiseanalyse 2012 erwartet. Wird die Eurokrise die Reiselust dämpfen? Kann Österreich seine gute Position am deutschen Markt halten? Die Tourismusentwicklung und Marktforschung des OÖ Tourismus war am 9. März bei der Ergebnispräsentation auf der ITB Berlin dabei. Alle Anzeichen sprechen für eine ungebrochene Reisefreudigkeit unserer deutschen Nachbarn. Die Urlaubsreiseintensität in der deutschen Bevölkerung lag 2011 bei über 76%. Es wurden 70 Mio. Urlaubsreisen von fünf Tagen und länger unternommen. Zusätzlich unternahmen 56% der Bevölkerung auch Kurzurlaube, was weitere 78 Mio. Kurzurlaubsreisen bedeutet. Insgesamt wurden von den Deutschen rund 79 Mrd. Euro für Reisen ausgegeben. Und auch für das Jahr 2012 haben bereits jetzt 58% feste Urlaubspläne, gleich viele wie zum Vergleichszeitpunkt Bei den Reiseausgaben planen die meisten ein gleiches Budget wie 2011, 12% wollen sogar tiefer ins Portemonnaie greifen, nur 9% planen etwas zu sparen. Auch 2012 wird ein Drittel der deutschen Urlaubsreisen zu Zielen im Inland führen. Zwei Drittel der Reiseziele liegen im Ausland, allen voran die Mittelmeerländer Spanien, Italien und die Türkei. An vierter Stelle folgt Österreich als beliebtestes Alpenland. Diese vier Länder sind das Ziel von knapp der Hälfte aller deutschen Auslandreisen. Völlig anders sieht diese Reihenfolge aus, wenn man nach verschiedenen Urlaubsarten unterscheidet. Suchen unsere deutschen Nachbarn nämlich nach Aktivurlaub, dann ist Österreich das unangefochtene Ziel Nr. 1. Mehr als ein Viertel aller Aktivurlaube der Deutschen führen nach Österreich. Italien kann mit 13% nur mehr halb so viele Aktivurlaube verbuchen und mit 10% der Aktivurlaube kommt Bayern als erste inländische Aktivdestination erst an dritter Stelle. Dafür steht Bayern bei den Deutschen für Gesundheitsurlaub, Sonne & Strand suchen die Deutschen vorwiegend in Spanien. Seite 3 von 14
4 2. Stabile Nachfrage nach Urlaubsreisen 2011 war ein gutes Reisejahr, Auswirkungen einer Wirtschaftskrise waren nicht zu bemerken. Noch nie waren die Anzahl der Urlaubsreisenden in Deutschland und die Ausgaben für Urlaubsreisen so hoch wie im vergangenen Jahr. Die Urlaubsreiseintensität lag bei über 76%. Dies ist der Anteil der Bevölkerung (70,3 Mio. Personen: 14+ Jahre, deutschsprachig, in Privathaushalten), der im Jahr mindestens eine Urlaubsreise (5 Tage und länger) macht. Zusätzlich zu den knapp 70 Mio. Urlaubsreisen umfasste der deutsche Urlaubstourismus gut 78 Mio. Kurzurlaubsreisen von zwei bis vier Tagen. Das entspricht einer Kurzurlaubsreiseintensität von knapp 56%. Die Ausgaben auf Urlaubsreisen summierten sich 2011 auf über 60 Mrd. Euro, auf Kurzurlaubsreisen wurden knapp 19 Mrd. Euro ausgegeben. Abbildung 1: Urlaubsreiseintensität und Nachfrageentwicklung (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste ausgewählte Ergebnisse der 42. Reiseanalyse zur ITB 2012, Präsentationsunterlagen, ITB Berlin, , S. 2) Zugenommen hat in den letzten Jahrzehnten auch die Regelmäßigkeit mit der die Deutschen Urlaubsreisen unternehmen. Während 1992 erst 46% der Deutschen jährlich eine Urlaubsreise unternahmen, zählen heute knapp zwei Drittel (62%) zu diesen Regelmäßig-Reisenden. Hingegen hat die Anzahl der so genannten Intervall-Reisenden, die nicht jährlich, aber mindestens einmal in drei Jahren eine Urlaubsreise unternehmen, kontinuierlich von 36% im Jahr 1992 auf 25% im vergangenen Jahr abgenommen. Der Anteil der Selten-Reisenden liegt mittlerweile bei geringen 14% der deutschen Bevölkerung. Seite 4 von 14
5 Abbildung 2: Urlaubsreise-Regelmäßigkeit (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste Ergebnisse, Auszug aus der Präsentation, ITB Berlin, , S. 1) Viele Anzeichen sprechen dafür, dass 2012 erneut ein gutes Reisejahr werden wird, vielleicht sogar noch ein noch besseres als Die Urlaubsstimmung in Deutschland ist Anfang 2012 auf gleich hohem Niveau wie vor einem Jahr: 58% der Menschen haben bereits feste Urlaubspläne, nur 11% wollen sicher nicht verreisen. Seite 5 von 14
6 Abbildung 3: Urlaubsreiseabsichten 2012 (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste Ergebnisse, Auszug aus der Präsentation, ITB Berlin, , S. 5) Bei ihren Reiseausgaben planen die meisten ein gleiches Budget wie 2011 ein, 12% wollen sogar tiefer ins Portemonnaie greifen, 9% den Geldbeutel eher enger schnallen. Allerdings hat sich der Ausblick auf die ökonomischen Rahmenbedingungen etwas eingetrübt. Im Januar 2012 erwarteten in Deutschland 30% der Bewohner eine Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in den kommenden 12 Monaten. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei nur 19%. Nun werden Reisepläne aber vor allem mit Blick auf die persönliche Situation entwickelt. Und hier zeigt sich Stabilität gegenüber dem Vorjahr: 17% gingen Anfang 2012 von einer Verbesserung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation binnen Jahresfrist aus, 14% von einer Verschlechterung, die restlichen 69% sahen keine Veränderung. Seite 6 von 14
7 3. Urlaubsreiseziele Auch 2011 war Deutschland mit einem Marktanteil von etwa einem Drittel das beliebteste Reiseziel. Ein weiteres Drittel aller Urlaubsreisen führte zu Zielen rund um das Mittelmeer, das letzte Drittel zu Destinationen auf dem übrigen Globus. Diese grobe Verteilung hat sich in den letzten Jahren als sehr stabil erwiesen auch in den nächsten Jahren sind hier keine grundsätzlichen Veränderungen zu erwarten. Innerhalb Deutschlands ging es 2011 vor allem an die Küsten oder in den Süden: Bayern und Mecklenburg-Vorpommern lagen vor Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg. In die fünf beliebtesten Bundesländer führten fast drei Viertel aller Inlandsreisen. Bei den ausländischen Destinationen behauptete Spanien unangefochten die erste Position, gefolgt von Italien, der Türkei und Österreich. Diese vier Länder waren das Ziel von knapp der Hälfte aller Auslandsreisen. Ägypten fiel als Reiseziel der Deutschen aus den Top 10. Die instabile politische Situation beeinflusste die Deutschen bei ihrer Urlaubsentscheidung. Abbildung 4: Top 10 Urlaubsreiseziele 2011 (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste ausgewählte Ergebnisse der 42. Reiseanalyse zur ITB 2012, Präsentationsunterlagen, ITB Berlin, , S. 3) Seite 7 von 14
8 4. Urlaubsreiseverhalten: kürzer, teurer, umweltbewusster Die Entwicklung zu immer kürzeren Urlaubsreisen setzte sich auch 2011 fort. Die durchschnittliche Dauer der Urlaubsreisen in Tagen sank in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich dauerte die Haupturlaubsreise der Deutschen durchschnittlich 12,9 Tage. Bei zusätzlichen Urlaubsreisen sind unsere Nachbarn im Durchschnitt 9,2 Tage unterwegs. Abbildung 5: Urlaubsreisedauer (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste Ergebnisse, Auszug aus der Präsentation, ITB Berlin, , S. 4) Gleichzeitig stiegen die Urlaubsreiseausgaben auf ein neues Rekordniveau von 868 EUR pro Person und Reise. Bei den Verkehrsmitteln lagen PKW und Flugzeug deutlich vorn, die umweltfreundlicheren Verkehrsmittel Bus und Bahn konnten in 2011 zulasten des PKW dennoch leicht dazugewinnen. Beim Urlaubswohnen dominierte vor allem bei Reisen ins Ausland das Hotel deutlich vor Ferienwohnungen und -häusern. Seite 8 von 14
9 Abbildung 6: Urlaubsreiseverhalten (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste ausgewählte Ergebnisse der 42. Reiseanalyse zur ITB 2012, Präsentationsunterlagen, ITB Berlin, , S. 4) Seite 9 von 14
10 5. Urlaubsarten: Österreich steht für Aktivurlaub Zwischen der gewählten Urlaubsart und dem dafür bevorzugten Reiseziel existieren klare Zusammenhänge: Geht es um Sonne- und Strand-Urlaub, sind die klaren Favoriten der Deutschen Spanien, die Türkei und Italien. Ganz anders sieht das Spitzentrio beim Aktivurlaub aus: Österreich, Italien und Bayern. Beim Gesundheitsurlaub hat Bayern eindeutig die Nase vorn, gefolgt von Polen und Tschechien. Österreich belegt als Reiseziel für Gesundheitsurlaub bei den deutschen Nachbarn den vierten Rang. Abbildung 7: Urlaubsarten (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste ausgewählte Ergebnisse der 42. Reiseanalyse zur ITB 2012, Präsentationsunterlagen, ITB Berlin, , S. 5) Seite 10 von 14
11 6. Kurzurlaubsreisen: ein Ganzjahresthema Von den gut 78 Mio. Kurzurlaubsreisen (2 bis 4 Tage Dauer) 2011 gingen 76% ins Inland, 24% ins Ausland. Die häufigste Urlaubsform für Kurzurlaubsreisen ist die Städtereise, dicht gefolgt von Besuchsreisen bei Freunden/Verwandten. Entsprechend häufig wird dann auch direkt bei Verwandten und Freunden genächtigt. Insgesamt ist allerdings das Hotel die deutlich bevorzugte Unterkunft bei Kurzurlaubsreisen. Abbildung 8: Reiseart und Unterkunft auf Kurzurlaubsreisen (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste ausgewählte Ergebnisse der 42. Reiseanalyse zur ITB 2012, Präsentationsunterlagen, ITB Berlin, , S. 6) Im Gegensatz zu den (Haupt-)Urlaubsreisen, die ihre Nachfragespitze nach wie vor in den Sommermonaten Juni bis September erreichen, werden Kurzurlaubsreisen das ganze Jahr über unternommen. Lediglich zu Jahresbeginn im Jänner und Februar werden weniger Kurzurlaube verbracht. Seite 11 von 14
12 Abbildung 9: Saisonalität Kurzurlaubsreisen und Urlaubsreisen (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste Ergebnisse, Auszug aus der Präsentation, ITB Berlin, , S. 5) Seite 12 von 14
13 7. Mobiles Internet: Immer wichtiger auf Reisen Anfang 2012 nutzten 24% der Menschen in Deutschland einen mobilen Internetzugang. Das sind mehr als im Jahr 2000 über einen festen Internetanschluss verfügten! Abbildung 10: Mobiler Internetzugang wird zum Standard (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste Ergebnisse, Auszug aus der Präsentation, ITB Berlin, , S. 4) Gut die Hälfte der mobilen Onliner (14% der Bevölkerung) surfen mit ihrem Smartphone oder Tablet- PC mobil im Netz. Unterwegs im Urlaub ist das mobile Internet über s, Nachrichten und Social Networks die Verbindung zur Heimat, es liefert aber auch von der Wettervorhersage bis zum Busfahrplan wichtige Informationen für das Gelingen des Urlaubs. Dies ist sicher erst der Anfang einer spannenden Entwicklung, die die Reiseanalyse in Zukunft weiter verfolgen wird! Seite 13 von 14
14 Abbildung 11: Mobile Internetnutzung auf Reisen (Quelle: FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.v.: Reiseanalyse Erste ausgewählte Ergebnisse der 42. Reiseanalyse zur ITB 2012, Präsentationsunterlagen, ITB Berlin, , S. 5) Seite 14 von 14
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