WASSERFÜHRENDE ARMATUREN
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- Alexandra Dittmar
- vor 9 Jahren
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1 1. Die Kupplungen Die Kupplungen verbinden Schläuche untereinander oder Armaturen mit Schläuchen. Die Kupplungen die bei uns Verwendung finden werden STORZ-Kupplungen, nach dem Erfinder, STORZ aus der Schweiz, genannt. Welche Arten und Größen gibt es? Es gibt Saug- und Druckkupplungen in folgenden Größen: A-Kupplungen B-Kupplungen C-Kupplungen D-Kupplungen Aus wie viel Teilen besteht eine Kupplung? Eine Kupplung besteht aus zwei Hälften. Eine Hälfte besteht aus: 1. dem Knaggenteil, 2. dem Einbindestutzen, 3. dem Sperring, 4. dem Dichtring FGA / Oktober 2003 / - S 1 -
2 Saug- und Druckkupplungen unterscheiden sich in drei Punkten: 1. Die Saugkupplung hat einen längeren Einbindestutzen als die Druckkupplung. (3 Rillen statt 2). Die Dichtfläche ist somit größer als bei der Druckkupplung. Siehe vorherige Abbildung. 2. Beim Ineinandergreifen der Knaggenteile beträgt der Drehweg bei der Druckkupplung etwa 120. Bei der Saugkupplung beträgt er etwa nur 75. Dies hat zur Folge, dass wir 4 Haltepunkte haben und so beim Biegen einen besseren Halt erreichen. Dadurch haben wir zusätzlich eine bessere Abdichtung. Saugkupplung Druckkupplung 3. Die Dichtringe haben zwei verschiedene Formen. Saugkupplung (mit Druck- und Sauglippe) Dichtigkeit gegen Wasser und Luft Druckkupplung (mit Drucklippe) Dichtigkeit gegen Wasser FGA / Oktober 2003 / - S 2 -
3 2. Festkupplungen Sie dienen zum Verbinden von Schläuchen mit Armaturen, Pumpen und Rohrleitungen. Der vordere Aufbau, Knaggenteil, ist derselbe wie bei der Kupplung, nur der hintere Teil ist mit Gewinde, Innen- oder Aussengewinde versehen. 1. Knaggenteil, 2. Dichtring, 3. Flachdichtring. Festkupplung mit Gummidichtung Festkupplung mit metallischer Dichtung Festkupplung mit drehbarem Knaggenteil FGA / Oktober 2003 / - S 3 -
4 3. Blindkupplungen Sie dienen zum Abschließen und Schützen von Einführungen bei Armaturen und Pumpen. Der Knaggenteil ist derselbe wie bei der Kupplung. Innen ist die Kupplung mit einem Deckel abgeschlossen. Am Deckel ist eine Kette angebracht. Sie soll die Blindkupplung vor Verlieren schützen. Kette 1. Knaggenteil, 2. Dichtring, 3. Sperrring, 4. Deckel. 4. Übergangsstücke Sie dienen zum Übergang einer größeren Leitung (z.b. mittlerer Abgang Verteiler) auf eine kleinere Leitung. Sie bestehen aus zwei verschiedenen Knaggenteilen zweierlei Größen und sind drehbar untereinander verbunden. Es gibt folgende Größen: A/B B/C C/D A-B / B-C / C-D. 1. erstes Knaggenteil, 2. zweites Knaggenteil, 3. Mittelteil, 4. Dichtring, 5. Dichtring, 6. 2 Gewindestifte (halten die Knaggenteile zusammen). FGA / Oktober 2003 / - S 4 -
5 5. Das Standrohr Handrad Ventilkopfstück Ventilteller Stopfbuchsbrille Griffstück Standrohr - Oberteil Stopfbuchse Rohr Spannring (Klauenmutter) Dichtung Bundring Standrohr - Unterteil Das Standrohr dient zur Wasserentnahme aus dem Unterflurhydranten (Wasserleitung). Wir kennen 2 Arten: 1. mit B-Abgängen, 2. mit C-Abgängen. Die Klauenmutter dient zum Festspannen des Standrohres in den Klauen des Unterflur-hydranten. Nach Benutzung des Standrohres muss die Klauenmutter jedes Mal bis zum Anschlag, in Richtung Dichtring, zurück gedreht werden. Die Stopfbüchse dient zum Abdichten von Ober- und Unterteil. Das Oberteil ist im Unterteil drehbar. Zum Öffnen und Schließen des Hydrantenventils braucht man noch einen Unterflurhydrantenschlüssel. Mit dem gebogenen, abgeflachten Ende des Handgriffs kann man die ovale Straßenkappe des Unterflurhydranten abheben. FGA / Oktober 2003 / - S 5 -
6 Nach Benutzung des Standrohres muss die Klauenmutter jedes Mal bis zum Anschlag, in Richtung Dichtring, zurück gedreht werden. Nicht so Hydrantenklaue Sondern so Klauenmutter FGA / Oktober 2003 / - S 6 -
7 6. Der Saugkorb A-Saugkrob 110 mm mit Festkupplung und Rückschlagklappe Kellersaugkorb mit Rückschlagklappe und drehbarem Knaggenteil, ohne seitliche Eintrittsöffnungen, sodass das Wasser bis auf 15 mm Höhe absaugen kann. Saugkorb mit den einzelnen Teilen Aufbau: 1. Gehäuse mit Festkupplung 2. Sieb 3. Rückschlagventil Der Saugkorb wird am Ende der Saugleitung angekuppelt. Seine Aufgaben sind folgende: 1. Zurückhalten größerer Schmutzteile. 2. Festhalten der Wassersäule in der Saugleitung bei Stillstand der Pumpe. 3. Sicherstellen des Auffüllen von Pumpe und Saugleitung bei Versagen der Entlüftungseinrichtung. Wird die Saugleitung zurückgenommen, so wird mittels einer Ventilleine, die am Rückschlagventil befestigt ist, dieses angehoben, so dass das Wasser abfliessßen kann und man nur noch die leeren Schläuche zurücknehmen muss. FGA / Oktober 2003 / - S 7 -
8 7. Der Schutzkorb Schutzkörbe werden überall dort angewendet, wo aus stark verschmutzten Löschwasserstellen, Bach, Teiche, Abwasserkanal usw. Löschwasser entnommen werden muss. Sie dienen als zusätzlichen Schutz für die Feuerlöschkreiselpumpe und die dahinterliegenden Armaturen, Wasserstrahlpumpe usw. Sie bestehen aus einem zusammenklappbaren Drahtgeflecht. Der Schutzkorb wird über den Saugkorb gestülpt und dort befestigt. Seitlich ist ein Schlitz damit die Ventilleine nicht eingeklemmt wird. FGA / Oktober 2003 / - S 8 -
9 8. Das Sammelstück Ventilklappe Das Sammelstück vereinigt 2 ankommende Leitungen in einer abgehenden Leitung. Das Sammelstück wird in der Regel am Saugstutzen der Feuerlöschkreiselpumpe angekuppelt. Die Rückschlagklappe ist immer in der Mitte des Gehäuses beweglich gelagert. Die Klappe wird durch den Wasserdruck gesteuert. Der nichtbenutzte Zugang wird durch die Klappe druckdicht abgeschlossen. Werden beide Zugänge benutzt, so steht die Klappe in der Mitte. Es gibt 2 Arten: 1. Sammelstück A-2B 1 A-Abgang und 2 B-Zugänge 2. Sammelstück B-2C 1 B-Abgang und 2 C-Zugänge FGA / Oktober 2003 / - S 9 -
10 9. Der Verteiler Tragegriff B-Festkupplung Schraubventil B-Festkupplung Gehäuse 1. Rohr C-Festkupplung B-Festkupplung Fliessrichtung 3. Rohr B-Festkupplung C-Festkupplung 2. Rohr Der Verteiler verteilt das Löschwasser einer ankommenden Leitung auf 3 abgehende Leitungen. Der Verteiler ist eine wasserführende Armatur mit einem Zugang und drei Abgängen, die einzeln, durch Kugelhähne oder Niederschraubventile, absperrbar sind. Zu jedem Verteiler gehört noch ein Übergangsstück B-C, das mit einer Kette am Verteiler befestigt sein soll. In Fließrichtung gesehen werden die Abgänge folgendermaßen am Verteiler angekuppelt: das erste Rohr das zweite Rohr das dritte Rohr LINKS RECHTS IN DER MITTE FGA / Oktober 2003 / - S 10 -
11 Es gibt 2 Größen von Verteilern: B-Verteiler: 1 Eingang B 1 Ausgang B + 2 Ausgänge C C-Verteiler 1 Eingang C 1 Ausgang C + 2 Ausgänge D Außerdem besteht noch ein D-Verteiler, bestehend aus einem D-Eingang und zwei D-Ausgängen. FGA / Oktober 2003 / - S 11 -
12 10. Das Wasserstrahlrohr Sprühlstrahl Abgesperrt Vollstrahl Mundstück Oberteil Zylindrisches Rohr ( Handschutz ) Schaltorgan DM CM BM Gewicht max 1,0 kg 1,8 kg 2,7 kg Festkupplung FGA / Oktober 2003 / - S 12 -
13 Strahlrohre sind Armaturen zum Ausspritzen von Löschwasser im freien Wurf. Sie geben dem Löschmittel Geschwindigkeit und Form. Wir kennen Vollstrahlrohre, Mehrzweckstrahlrohre und Sonderausführungen wie z.b. Pistolenstrahlrohr und Hochdruckpistole. Es gibt als Vollstrahlrohre und Mehrzweckstrahlrohre: B-Strahlrohre, C-Strahlrohre, D-Strahlrohre, C-Pistolenstrahlrohr, Hochdruckpistole. Heute werden fast ausschließlich Mehrzweckstrahlrohre eingesetzt. Dies ist eine Armatur mit der man Löschmittel wahlweise als Vollstrahl oder Sprühstrahl abgeben kann. Der Handschutz bei Strahlrohren dient als Schutz gegen Kälte und ist keine Isolierung gegen Elektrizität, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Wir können die Mundstücke ersetzen und solche je nach Bedarf mit kleinerem Durchmesser vorne aufschrauben. Hiermit setzen wir den Wasserverbrauch herab. Die Wasserliefermenge in l/min, hängt von der Druckhöhe am Strahlrohreingang und von der jeweiligen Mundstückweite ab, worüber nachfolgende Tabelle Aufschluss gibt: Strahlrohrdruck 5 bar Mundstückweite l/min Mundstückweite l/min D-Strahlrohr 4 mm Ø 25 6 mm Ø 50 C- Strahlrohr 9 mm Ø mm Ø 200 B- Strahlrohr 16 mm Ø mm Ø 800 FGA / Oktober 2003 / - S 13 -
14 11. Der Stützkrümmer B-Festkupplung B-Festkupplung Handschutz Der Stützkrümmer dient zur leichteren Handhabung von B-Strahlrohren. Er wird zwischen B- Strahlrohr und Schlauch eingebaut. Zur Bedienung eines B-Strahlrohres mit Stützkrümmer braucht man nur 2 Mann. Die Standfestigkeit und Sicherheit der Leute an der Brandstelle wird erhöht und sie werden weitgehend vom Rückstoß entlastet. Der Stützkrümmer dient auch zum Verlegen der B-Leitung über scharfe Kanten. Hierbei dient die Öse zum Anlegen einer Leine, die Verzahnung dient gegen Abgleiten. FGA / Oktober 2003 / - S 14 -
15 12. Die Wasserstrahlpumpe Man verwendet Wasserstrahlpumpen hauptsächlich zum Entwässern (auch LENZEN genannt) von Kellern und Baugruben bis auf 20 mm. Wegen ihres einfachen Aufbaus eignet sie sich auch weitgehend zur Förderung schmutzigen und schlammigen Wassers. Sie wird aber auch als Zubringerpumpe bei großen Saughöhen verwendet. Die dann, auf die Saugleitung an Stelle des Saugkorbes aufgekuppelt wird, das Wasser in den Bereich drückt, aus dem es die Kreiselpumpe ansaugen und weiterfördern kann. Zum Betrieb der Wasserstrahlpumpe ist Druckwasser erforderlich, ihre wichtigsten Bestandteile sind: die Treibdüse und die Fangdüse Über einen C-Anschluss gelangt das Treibwasser zur Treibdüse (6-8 bar Druck), wo es mit hoher Geschwindigkeit ausströmt und die dort vorhandenen Luftteilchen mitreißt, so dass um die Düsenöffnung ein Unterdruck entsteht. Das die Treibdüse umgebende Förderwasser strömt infolge der entstandenen Saugwirkung zur Treibdüsenmündung und wird von dem Treibwasser in die um die Treibdüse angeordnete Fangdüse mitgerissen. In dem an die Fangdüse anschließenden Mischrohr mischt sich der Förderwasserstrom mit dem Treibwasserstrom zum Gesamtwasserstrom. FGA / Oktober 2003 / - S 15 -
16 Dabei geben die Wasserteilchen des Treibwassers (des strömenden «Kraftwassers») Energie an die Teilchen des Förderwassers ab und beschleunigen sie.. Über einen B-Anschluss verlässt das, aus Treib- und Förderwasser bestehende, Gesamtwasser die Wasserstrahlpumpe. Am Eingang des Förderwassers hält ein Sieb grobe Verunreinigungen und Fremdkörper zurück. FAUSTREGEL 3/3 Gesamtwasser = 1/3 Treibwasser + 2/3 Förderwasser Q = Q1 + Q2 Q1 H1 H Q2 FGA / Oktober 2003 / - S 16 -
17 FGA / Oktober 2003 / - S 17 -
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