Marktdaten Pro Generika 01/2012

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1 Marktdaten Pro Generika 01/2012

2 MARKT IM ÜBERBLICK Kapitel 1 Marktdaten von Pro Generika 01/2012 2

3 Umsatzverteilung Erstanbieter / Generika im GKV-Markt Januar 2012 Apothekenverkaufspreis (AVP Real) gesamt: 2,521 Mrd. Euro (+4,7 %) 55 % Keine Generika Situation 1,383 Mrd. Euro (+10,7%) 45 % Generikafähiger Markt 1,137 Mrd. Euro (-1,7%) 15% Patentfreie Erstanbieterprodukte* 369 Mio. Euro (-18,0%) 30 % Generika 768 Mio. Euro (+8,6%) Nach Apothekenverkaufspreisen (AVP Real) liegt der Umsatzanteil der Generika im GKV-Markt bei 30 %. Der Gesamtumsatz der Generika steigt dabei im Januar 2012 um 8,6 % auf insgesamt 768 Mio.. Im generika-fähigen Markt beträgt die Generikaquote 68 %. * Patentfreie Erstanbieterprodukte, inklusive Zweit-anbieter und Originale nie geschützt Quelle: IMS PharmaScope Polo, Basis: GKV AVP Real (unter Berücksichtigung aller Rabatte) 3

4 Umsatzverteilung Erstanbieter / Generika im GKV-Markt Januar 2012 Herstellerabgabepreis (HAP Real) gesamt: 1,579 Mrd. Euro (+5,8 %) 62 % Keine Generika Situation 983 Mio. Euro (+12,8%) 38% Generikafähiger Markt 596 Mio. Euro (-3,9%) 15 % Patentfreie Erstanbieterprodukte* 233 Mio. Euro (-19,0%) 23 % Generika 363 Mio. Euro (+9,2%) Nach Herstellerabgabepreisen (HAP Real) liegt der Umsatzanteil der Generika im GKV-Markt bei 23 %. Der Gesamtumsatz der Generika steigt im Januar 2012 um 9,2 % auf insgesamt 363 Mio.. Im generikafähigen Markt liegt die Generikaquote bei 61 %. * Patentfreie Erstanbieterprodukte, inklusive Zweit-anbieter und Originale nie geschützt Quelle: IMS PharmaScope Polo, Basis: GKV HAP Real (unter Berücksichtigung des Herstellerrabattes) 4

5 Absatzverteilung Erstanbieter / Generika im GKV-Markt Januar 2012 gesamt: 58 Mio. PE (+0,2 %) 83 % Generikaquote 20 % Keine Generika Situation 12 Mio. PE (+2,5%) 80 % Generikafähiger Markt 46 Mio. PE (-0,4%) 15 % Patentfreie Erstanbieterprodukte* 8 Mio. PE (-8,4%) 65 % Generika 38 Mio. PE (+1,5%) Während der Generika-Umsatzanteil bei nur 23 % (HAP Real) liegt, erzielt der Generika-Absatz einen Wert von 65 % am Gesamtabsatz. Dies wird durch die geringen Generikapreise ermöglicht. Die Generika-quote am generikafähigen Markt liegt nach Absatz mit 83 % weit über der am Umsatz orientierten Generikaquote. * Patentfreie Erstanbieterprodukte, inklusive Zweit-anbieter und Originale nie geschützt Quelle: IMS PharmaScope Polo 5

6 Durchschnittliche Apotheken 1 - und Herstellerabgabepreise 2 in den einzelnen Segmenten des GKV-Marktes Januar , ,43 patentgeschützte Präparate inkl. Erstanbieterpräparate ohne Generikakonkurrenz 44,38 28,05 patentfreie Erstanbieterpräparate, inkl. EP nie geschützt 20,31 Generika 9,60 43,53 GKV-Markt gesamt 27,27 Apothekenabgabepreis Herstellerabgabepreis Mit 9,60 liegt der durchschnittliche Herstellerabgabepreis eines Generikums deutlich unter dem vergleichbaren Preis des patentfreien Erstanbieterpräparates mit 28,50. 1 Netto-AVP: Gewichteter Durchschnittspreis pro Packungseinheit: Umsatz zu AVP/Menge in PE. 2 Netto-HAP: Gewichteter Durchschnittspreis pro Packungseinheit: Umsatz zu HAP/Menge in PE. Quelle: IMS PharmaScope 6

7 Einsparungen durch den Einsatz von Generika im GKV-Markt Januar 2012 (AVP Real) Einsparung in Mrd , ,9 13,3 2 0,20 0,910 1,1 Januar 2012 Hochrechnung Gesamtjahr 2012 realisierte Einsparungen maximale Einsparungen zusätzliches Einsparpotential In 2012 wird die GKV durch den Einsatz von Generika nach der aktuellen Hochrechnung insgesamt um 13,3 Mrd. entlastet werden. Das maximale Einsparpotential wird allerdings nicht erreicht: Weitere 2,4 Mrd. Einsparungen wären voraussichtlich realisierbar. Quelle: IMS PharmaScope Polo 7

8 Entwicklung Apotheken- und Herstellerrabatte im Jahresvergleich Januar 2010 / 2011 / 2012 in Mio % +0,1% ,9% ,6% Apothekenrabatt* Herstellerrabatt** Mit fast 2,3 Mrd. Zwangsrabatt im Jahr 2011 leisteten die Pharmaunternehmen einen massiven Beitrag zur finanziellen Entlastung des Gesundheitswesens. Diese Entlastung der GKV wird sich auch in 2012 fortsetzen. * Die Berechnung erfolgt für 2009 und 2010 auf Basis des rückwirkend ab 1. Januar 2009 auf 1,75 abgesenkten Apotheken-rabattes, ab Januar 2011 auf Basis des erhöhten Rabattes (2,05 ). ** Berechnung auf Basis der jeweils gültigen Höhe Zwangs-rabatte. Quelle: IMS PharmaScope Polo 8

9 RABATTVERTRÄGE Kapitel 2 Marktdaten von Pro Generika 01/2012 9

10 Übersicht Anzahl der Rabattverträge Anzahl Rabattverträge Anzahl Handelsformen unter RV Anzahl Krankenkassen mit Rabattverträgen Anzahl Unternehmen mit Rabattverträgen Januar 2011 Januar 2012 Die Anzahl der Rabattverträge nimmt weiter zu und liegt aktuell bei Dies liegt an der steigenden Anzahl von wirkstoffbezogenen zum Teil regionalen Ausschreibungen. Einzig die Anzahl der Krankenkassen mit Rabattverträgen reduziert sich kontinuierlich, dies ist allerdings begründet in zunehmenden Kassenfusionen und einzelnen Kassenschließungen. Quelle: INSIGHT Health, NVI März

11 Entwicklung Marktanteile der Rabattverträge im GKV-Markt 2007 Januar % 60 % 50 % 40 % 30 % 20 % 10 % April 2007 April 2008 April 2009 April 2010 April 2011 Jan Marktanteil GKV-Gesamtmarkt Absatz in Packung in % Marktanteil generikafähiger Markt Absatz in Packung in % Marktanteil GKV-Gesamtmarkt Umsatz in Euro in % Gegenüber 2010 ist die Marktanteilsentwicklung bei den Rabattverträgen sowohl im GKV-Gesamtmarkt als auch im generikafähigen GKV-Markt leicht steigend. Seit Mitte 2011 scheinen die Rabattvertragspotentiale weitgehend ausgereizt. Marktanteil generikafähiger Markt Umsatz in Euro in % Quelle: IMS Contract Monitor National, GKV-Markt gesamt und generikafähiges Segment (Generika, Originale und Zweitanbieter mit abgelaufenem Patent, nie geschützte Produkte) 11

12 Hohe Marktkonzentration im Marktsegment mit Rabattverträgen Januar 2012 Anteil Absatz in Packungseinheiten % 26% 80% 60% 49% 66% 40% 74% 20% 51% 34% GKV-Gesamt Marktsegment ohne Rabattvertrag Marktsegment mit Rabattvertrag Anteil der Top 10 Hersteller im gesamten GKV-Markt übrige Pharmaunternehmen Im Marktsegment mit Rabattverträgen zeigt sich weiterhin eine deutliche Marktkonzentration als Indikator der Verteilung von Absatzanteilen auf die Anzahl der Unternehmen auf die Top 10 Hersteller. Diese stehen allein für 74 % des Absatzes in diesem Bereich. Im Marktsegment ohne Rabattverträge entfallen dagegen 2/3 des Absatzes auf die übrigen Pharmaunternehmen. Wie auf anderen Märkten zeigen sich damit auch im rabattvertragsgeregelten Arzneimittelmarkt die Effekte von Ausschreibungen in Form einer zunehmenden Marktkonzentration. Quelle: IMS Contract Monitor, Absatz in Packungseinheiten, Januar

13 Patentgeschützte Präparate unter Rabattvertrag Januar 2012 Anteil Rabattverträge am GKV-Umsatz 20,9 Mrd. 21,2 Mrd. 1,8 Mrd. Anteil patentgeschützter Arzneimittel am RV-Segment 59 % übrige patentgeschützte Arzneimittel 41 % Top 5 patentgeschützte Arzneimittel 13 % Enbrel 8 % Rebif 7 % Lantus 7 % Betaferon 6 % Remicade 18% 23% 24% Januar 2012 GKV-Umsatz Anteil Rabattverträge am GKV-Umsatz 65 % Rabattverträge patentfreie AM 281 Mio. Euro 35 % Rabattverträge patentgeschützte AM* 151 Mio. Euro * Inklusive Zweitanbieter Quelle: IMS Contract Monitor Account, Umsatz zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) Der Anteil der patentgeschützten Erstanbieterpräparate unter Rabattvertrag hat im Januar 2012 einen Umsatzanteil von 35 % (+5 %) am gesamten Rabattver-tragsmarkt erreicht. Rabattverträge werden zunehmend von Erstanbietern entdeckt, deren Produkte kurz vor dem Patentablauf stehen. Erstrecken sich diese Rabatt-verträge über den Patentablauf hinaus, behindern sie den Generika-Wettbewerb. Dadurch gehen der GKV Einsparungen verloren. 13

14 BIOSIMILARS Kapitel 3 Marktdaten von Pro Generika 01/

15 Marktanteil Biosimiliars im GKV-Markt Biopharmazeutika Januar 2012 Begriff PE * in Mio. PE in % Umsatz HAP Real ** Mio. Umsatz HAP Real in % Umsatz AVP Real *** Mio. Umsatz AVP Real in % Biopharmazeutika 1,3 330,6 439,5 Patentgeschützter Markt 1,29 98,2 319,7 96,7 425,1 96,7 Biosimilarfähiger Markt davon 0,0235 1,8 10,9 3,3 14,3 3,3 Biosimilars 0,0147 1,1 3,6 1,1 4,7 1,1 EP, nicht mehr patentgeschützt 0,0088 0,7 7,4 2,2 9,6 2,2 Der Anteil der Biosimilars am Markt der Biopharmazeutika insgesamt ist noch sehr gering. Der biosimilarfähige Markt wird beginnend mit 2013 stark wachsen. Dann werden viele hochwirksame und umsatzstarke Biopharmazeutika ihren Patentschutz verlieren, darunter z. B. Insuline, Interferone zur Therapie von Multipler Sklerose und monoklonale Antikörper zum Einsatz in der Rheumatologie, in der Onkologie oder bei Autoimmunerkrankungen. * PE: Packungseinheit ** HAP Real: HAP nach Abzug von Herstellerzwangsrabatt *** AVP Real: AVP inkl. MwSt. nach Abzug von -Herstellerzwangsrabatten und Apothekenabschlag Quelle: IMS PharmaScope Real 15

16 Marktanteil Biosimiliars im GKV-Markt Biopharmazeutika nach Substanzen Januar 2012 Präparat EPOETIN ALFA GKV PE YTD /01/2011 in % GKV PE YTD /01/2012 in % GKV-Umsatz* YTD /01/2011 in % GKV-Umsatz* YTD /01/2012 in % Biosimilars 68,1 68,4 60,6 62,7 EP, nicht mehr patentgeschützt 31,9 31,6 39,4 37,3 FILGRASTIM Biosimilars 37,1 40,2 30,6 35,5 EP, nicht mehr patentgeschützt 62,9 59,8 69,4 64,5 SOMATROPIN Biosimilars 8,0 9,5 7,9 9,1 EP, nicht mehr patentgeschützt 92,0 90,5 92,1 90,9 Im Vergleich zum Generikamarkt sind die Umsatz- und Absatzanteile der Biosimilars vergleichsweise gering. Die Marktbarrieren für Biosimilars sind hoch. Durch Rabattverträge der Erstanbieter wird in zunehmenden Maße versucht, die Preisvorteile der Biosimilars auszuhebeln. Als Entscheidungskriterium tritt der Listenpreis für den Verordner in den Hintergrund. * AVP Real: AVP inklusive MwSt. nach Abzug von Herstellerzwangsrabatten und Apothekenabschlag Quelle: IMS PharmaScope POLD 16

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