Wertstoffpotentiale in Deutschland

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1 Wertstoffpotentiale in Deutschland Klaus Gellenbeck Wertstoffpotentiale in Deutschland Recht und Wirtschaft 1. Hintergrund und Aufgabenstellung Vorschlag fr die Vorgaben zu den Erfassungsmengen Vorschlag fr die Vorgaben zu den Recyclingquoten Nachweis der Erfassungsmengen und Recyclingquoten Literatur Hintergrund und Aufgabenstellung Natrliche Ressourcen sind die Grundlage fr die Herstellung von Produkten und fr die Erzeugung von Energie. Ein großer Anteil der natrlich vorkommenden Ressourcen steht allerdings nur begrenzt zur Verfgung. Deshalb ist es von Bedeutung Wertstoffe aus nicht mehr benötigten Produkten zu nutzen. Bereits durch die in den Produkten verwendeten Materialien können die Möglichkeiten des späteren Recyclings verbessert werden. Nach der Nutzung werden die Produkte häufig durch die getrennte Wertstofferfassung direkt dem Recycling zugefhrt. Allerdings bergen die verschiedenen Fraktionen im Restabfall oder Sperrmll ein weiteres Potenzial verschiedener Wertstoffe. Sowohl die getrennte Erfassung, als auch die gemeinsame Erfassung mit einer anschließenden Sortierung bilden die Grundlage fr ein hochwertiges Recycling. Durch eine umfangreiche getrennte Erfassung und ein hochwertiges Recycling wird Abfall zu einer wichtigen Rohstoffquelle der Gegenwart und auch der Zukunft. Die verschiedenen Akteure der Kreislaufwirtschaft haben eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben. Die Vermeidung von Abfällen zählt genauso zu den Aufgaben der Kreislaufwirtschaft wie die Erfassung und das Recycling ressourcenrelevanter Massenabfälle und die Nutzung der Verwertungspotentiale. Das Recycling und die hochwertige Aufbereitung von Sekundärrohstoffen werden durch weitere Innovationen im Bereich der Kreislaufwirtschaft gestärkt. Die hochwertige Aufbereitung der Wertstoffe dient dazu die verschiedenen Materialien als Sekundärrohstoffe in die jeweiligen Stoffkreisläufe zurck zu fhren. Die Mengen der getrennt erfassten Wertstoffe sind zwar bereits auf einem hohen Niveau, die möglichen Potentiale können allerdings noch weiter ausgeschöpft werden. Dabei ist insbesondere auch die Qualität der getrennt erfassten Wertstoffe von Bedeutung, da nur mit hoher Reinheit eine hochwertige stoffliche Verwertung möglich ist. 55

2 Recht und Wirtschaft Klaus Gellenbeck Im Zuge der Diskussion um die Verbesserung der stofflichen Verwertung haben sich namhafte kommunale und private Entsorgungsunternehmen zu einer Gemeinschaftsinitiative zusammengeschlossen, die eine Neuordnung der Wertstoffwirtschaft anstrebt. Hierzu wurde durch INFA ein Vorschlag zur Verbesserung der Recyclingmengen erarbeitet, der clusterspezifische Vorgaben fr die Erfassungsmengen und Vorgaben fr die Recyclingquoten verschiedener Wertstoffe bercksichtigt. Diese Vorgaben sollen auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte erfllt werden. Alternativ zur Vorgabe fr die Erfassungsmenge wurde ein maximaler Wertstoffgehalt im Restabfall definiert. Die in diesem Beitrag im Fokus stehenden Wertstoffpotentiale beziehen sich somit auf den Bereich der Haushaltsabfälle. Die Recyclingquoten wurden so abgeleitet, dass sie durch verschiedene Erfassungssysteme erreichbar sind und Aufbereitungsprozesse in externen Anlagen nicht unterbunden werden. Derzeit weist das Modell Vorgaben fr die Wertstoffe Altpapier, Glas, Bio- und Grnabfälle, Metalle, Kunststoffe, Getränkekartons, Altholz aus. Es ist aber auf weitere Wertstoffe erweiterbar. Die Vorgaben sind auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte zu erfllen. Zur Bercksichtigung der Siedlungsstruktur erfolgt bei den Vorgaben zu den zu erfassenden Wertstoffmengen eine Differenzierung nach der Einwohnerdichte in fnf Cluster. 2. Vorschlag fr die Vorgaben zu den Erfassungsmengen Die Vorgabe einer einwohnerspezifischen Mindestmenge an Wertstoffen [kg/(e*a)] ist auf die getrennte Erfassung der Wertstoffe ausgerichtet. Darber hinaus werden Wertstoffe aus dem Sperrmll, die bei der Sperrmllsammlung separat abgefahren oder ber eine Sperrmllsortierung ausgeschleust werden, bercksichtigt. Die ggfs. aus dem Restabfall fr eine stoffliche Verwertung aussortierten Wertstoffmengen fließen nicht ein. Zur Herleitung der Vorgaben wurden die getrennt erfassten Wertstoffmengen sowie die Wertstoffpotentiale auf der Basis von Abfallsortieranalysen ausgewertet. Die ber die vorhandenen Systeme bereits getrennt erfassten Wertstoffmengen wurden auf der Basis der Abfallbilanzdaten der Bundesländer und den dort angegebenen Mengenmeldungen aller öre clusterspezifisch ausgewertet. Bei den in den Abfallbilanzen gemeldeten Mengen sind unter anderem zu bercksichtigen, dass die Mengen aus gewerblichen und karitativen Sammlungen teilweise vermutlich nicht enthalten sind, da die Mengendaten den öre häufig nicht vorliegen. Außerdem werden unter Umständen beim Altpapier in Einzelfällen nur die Mengen aus dem Verantwortungsbereich des öre gemeldet. In den Bundesländern, bei denen eine separate Meldung der Teilmengen praktiziert wird, wurden diese Mengen zusammengefhrt. Bei den Bio- und Grnabfällen wird in einigen Bundesländern nur die Summe beider Wertstoffarten gemeldet. Bei den Auswertungen wurden diese Mengenangaben ausschließlich in die Summenbetrachtung der Bio- und Grnabfälle, nicht aber in die Auswertungen zur Biotonne einbezogen. Die getrennt erfasste Menge an Altpapier lag in den verschiedenen Clustern im Mittel zwischen 62 und 81 kg/(e*a), wobei die Menge mit zunehmender Cluster-Verdichtung 56

3 Wertstoffpotentiale in Deutschland (mit Ausnahme des Clusters mit der geringsten Einwohnerdichte) abnimmt. In jedem Cluster erfassen 25 Prozent der öre jeweils mehr als die fr das 75 Prozent-Quartil ausgewiesene Menge, deren Werte zwischen 77 und 91 kg/(e*a) liegen (Bild 1). Recht und Wirtschaft Menge kg/(e*a) Mengen aus kar./gew. Sammlung evt. z.t. nicht enthalten 150 E/km 2 > E/km 2 > E/km 2 > E/km E/km 2 Mittelwert 75 % Quartil Bild 1: Erfasste Menge hier Beispiel Altpapier; selbe Aufstellung liegt fr alle Wertstoffarten vor Daten aus Abfallbilanzen aller öre in Deutschland Es wurden zwei Varianten erarbeitet, die auch in zeitlicher Staffelung in Form eines Stufenmodells angesetzt werden können (Tabelle 1). Variante 1 (z.b. als Stufe 1 bei Einfhrung) basiert auf der derzeit im Durchschnitt in jedem Cluster erfassten Wertstoffmenge sowie dem noch im Restabfall vorhandenen Wertstoffpotenzial. Es wurde je Cluster eine zusätzlich abzuschöpfende Menge definiert und dem heutigen Mittelwert aufgeschlagen. Die zusätzlich abschöpfbare Menge wurde auf der Basis einer definierten Maximalmenge im Restabfall (s.u.) sowie aus Anteilen aus dem Sperrmll abgeleitet. Variante 2 (z.b. als Stufe 2 mittelfristig) basiert auf dem Vergleich der derzeitigen Erfassungsmengen innerhalb eines Clusters im Sinne eines Benchmarkings. Da ambitionierte Erfassungsmengen angestrebt werden, wurde als Sollwert das 75 Prozent-Quartil angesetzt, d.h. bereits 25 Prozent der öre erreichen diese Menge derzeit, 75 Prozent noch nicht. In beiden Varianten wurden die Werte fr die vorgeschlagenen Erfassungsmengen (in Schritten von 5 kg/(e*a)) gerundet. 57

4 Recht und Wirtschaft Klaus Gellenbeck Tabelle 1: Vorgaben fr spezifische Erfassungsmengen Vorgaben fr die Erfassungsmenge [kg/(e*a)] 150 > 150 > 500 > > Wertstoff Struktur-Cluster E/km 2 E/km 2 E/km 2 E/km 2 E/km 2 Variante 1 (z.b. als Stufe 1 bei Einfhrung) Altpapier Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Glas Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Bioabfall Erfassungsmenge (Min.) (Biotonne) Menge im Restabfall (Max.) Bio- und Erfassungsmenge (Min.) Grnabfall 1 Menge im Restabfall (Max.) Metalle Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Kunststoffe Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Getränke- Erfassungsmenge (Min.) kartons Menge im Restabfall (Max.) Altholz Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Variante 2 (z.b. als Stufe 2 mittelfristig) Altpapier Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Glas Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Bioabfall Erfassungsmenge (Min.) (Biotonne) Menge im Restabfall (Max.) Bio- und Erfassungsmenge (Min.) Grnabfall 1 Menge im Restabfall (Max.) Metalle Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Kunststoffe Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Getränke- Erfassungsmenge (Min.) kartons Menge im Restabfall (Max.) Altholz Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) Bioabfallmenge (Biotonne) ist hier enthalten Ergänzend zu den Erfassungsmengen wurde ein maximaler Wertstoffgehalt im Restabfall [kg/(e*a)] definiert, der alternativ zum Nachweis der hinreichenden Abschöpfung bei Nicht-Erreichen der Erfassungsmenge herangezogen werden kann. Der Wert orientiert sich am Wertstoffgehalt im Restabfall der jeweils 25 Prozent besten öre jedes Clusters. 58

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7 Wertstoffpotentiale in Deutschland Fr die organischen Abfälle wurde eine Vorgabe fr die Summe an Bio- und Grnabfällen in Kombination mit einer Mindestmenge fr die Biotonne festgelegt; beide Vorgaben sind zu erfllen. Bei den Mengenvorgaben fr Kunststoffe, Metalle und Altholz wurden neben den Mengen aus den Wertstoffsystemen (Holsysteme, Depotcontainer und Wertstoffhöfe) auch die Mengen aus dem Sperrmll bercksichtigt. Im Sinne einer möglichen Vereinfachung des Modells könnte auf Grund der bereits sehr hohen Abschöpfung aus dem Restabfall auf die Mengenvorgaben bei den Getränkekartons und ggf. auch beim Altholz (hier ggf. weitere Entfrachtung des Sperrmlls) verzichtet werden. Die Vorgaben werden derzeit bei den meisten Wertstoffen von 25 bis 50 Prozent der öre (Var. 1) bzw. 20 bis 30 Prozent der öre (Var. 2) erfllt. Recht und Wirtschaft 3. Vorschlag fr die Vorgaben zu den Recyclingquoten Die in Tabelle 2 vorgeschlagenen Recyclingquoten sind Mindestquoten fr den Anteil der stofflichen Verwertung. Dabei wird bei den Bioabfällen auch die Vergärung im Sinne einer Kaskadennutzung und bei den Kunststoffen ausschließlich die werkstoffliche Verwertung dem Recycling zugeordnet. Die Vorgabe wird als Quote (Prozent) bezogen auf die getrennt erfasste Wertstoffmenge ausgedrckt. Maßgeblich fr den stofflich verwerteten Anteil ist der Eingang bei einer Recyclinganlage (Papierwerk, Kompostwerk, Metallhtte usw.), in der ein Produkt hergestellt wird, das keiner weiteren abfallspezifischen Behandlung mehr bedarf. Tabelle 2: Vorgaben fr die Recyclingquote Vorgaben fr die Recyclingquote Wertstoff Quote Masse-%* Herleitung Altpapier 90 etwa 6 % Störstoffe, Bercksichtigung von Fehlchargen Glas 90 etwa 6 % Fremd- und Störstoffe (Deckel etc.), Bercksichtigung von Fehlchargen Bioabfall 1 80 etwa % vom Input als Brennstoff abgetrennt (teilweise auch höhere Anteile) 70 etwa % als hochwertiger Brennstoff abtrennbar; 1 Grnabfall anteilige energetische Nutzung politisch gewollt und heute vielfach praktiziert Fe-Metalle 2 95 Ausbringung etwa 95 % NE-Metalle 2 70 Ausbringung %, NE-Metalle zusätzlich i.d.r. extern weiter aufbereitet Kunststoffe 50 Annahme: nahezu vollständig Sortierung mit Kunststoffartentrennung sowie stoffliche Verwertung der Mischkunststoffe zu % Getränkekartons 80 Ausbringung etwa 80 % Altholz 20 derzeit erfahrungsgemäß % stoffliche Verwertung, hier fortgeschrieben * bezogen auf die erfasste Wetstoffmenge 1 spezifische Konzepte der Bio- und Grnabfallbehandlung sind zu bercksichtigen 2 ggf. Zusammenfassung zu einer Quote Die Recyclingquoten wurden so abgeleitet, dass sie durch alle Erfassungssysteme erreichbar sind, und dass Aufbereitungsprozesse in externen Anlagen (z.b. Altpapiersortierung) zuknftig nicht unterbunden werden. Bei allen Fraktionen, die in 61

8 Recht und Wirtschaft Klaus Gellenbeck einer Zwischenaufbereitungs-/Sortieranlage zugefhrt werden (können) wurde eine Ausschleusung von Störstoffen sowie die technisch bedingte Ausbringungsgrenze bercksichtigt. Bei den Bio- und Grnabfällen ist eine anteilige, hochwertige energetische Nutzung als nachwachsende Rohstoffe sinnvoll und politisch gewollt. Hier sind ggf. Ausnahmeregelungen fr spezifische Konzepte mit geringeren stofflichen Verwertungsanteilen bei Nachweis einer hochwertigen energetischen Verwertung zu entwickeln. 4. Nachweis der Erfassungsmengen und Recyclingquoten Der Nachweis der Erfllung der Vorgaben fr die Erfassungsmengen ist beispielhaft in Tabelle 3 dargestellt. Die jeweiligen Anforderungen gelten als erfllt, wenn die erfasste Menge der Vorgabe fr das zu bercksichtigende Cluster entspricht (in Tabelle 3 bspw. bei Glas, Bio-, Bio- und Grnabfällen sowie fr Getränkekartons). In diesem Fall ist die im Restabfall enthaltene Wertstoffmenge nicht relevant (Tabelle 3, Kunststoffe). Liegt die getrennt erfasste Wertstoffmenge unterhalb der clusterspezifischen Wertstoffvorgabe, so gilt die Vorgabe weiterhin als erfllt, wenn die maximal im Restabfall zulässige Menge fr den einzelnen Wertstoff nicht berschritten wird (Tabelle 3, Altpapier). Lediglich wenn beide Teilvorgaben nicht erfllt sind gilt auch die Vorgabe der Erfassungsmenge als nicht erfllt (Tabelle 3, Metalle, Altholz). Tabelle 3: Erfllung der Vorgaben fr die Erfassungsmengen am Beispiel eines konkreten Landkreises Erfllung der Vorgaben fr die Erfassungsmengen (Var. 1) am Beispiel eines Landkreises Cluster > E/km 2 Wertstoff Vorgaben Erfasste Menge Erfllung kg/(e*a) kg/(e*a) Vorgaben Variante 1 (z.b. als Stufe 1 bei Einfhrung) Altpapier Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) 8 6 Glas Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) 5 3 Bioabfall Erfassungsmenge (Min.) (Biotonne) Menge im Restabfall (Max.) Bio- und Erfassungsmenge (Min.) Grnabfall 1 Menge im Restabfall (Max.) Metalle Erfassungsmenge (Min.) 10 5 Menge im Restabfall (Max.) 3 5 X Kunststoffe Erfassungsmenge (Min.) Menge im Restabfall (Max.) 7 18 Getränke- Erfassungsmenge (Min.) 3 4 kartons Menge im Restabfall (Max.) 1 0 Altholz Erfassungsmenge (Min.) 20 0 Menge im Restabfall (Max.) 2 3 X 1 Bioabfallmenge (Biotonne) ist hier enthalten 62

9 Wertstoffpotentiale in Deutschland Zur Nachweisung der Recyclingquoten sind Mengenstromnachweise zu erstellen, fr die alle am Verwertungsprozess Beteiligten (auch Zwischenaufbereiter/Sortieranlagen) ihre jeweiligen Massenströme nachvollziehbar und berprfbar darlegen und dem öre bermitteln mssen. Die Letztempfängeranlagen zur stofflichen Verwertung (Papierwerke, Glashtten, Kompostwerke/Vergärungsanlagen, Stahlwerke/NE-Metallwerke, kunststoffverarbeitende Betriebe, Holzwerkstoffindustrie) sind darber hinaus in Bezug auf ihre Einstufung sowie den Anteil der stofflichen Verwertung zu zertifizieren. Die Überprfung der Anteile erfolgt durch die Darlegung einer Anlagenbilanz mit den Input- und Outputmassen sowie Angaben zu den Verwertungswegen. Beim Anteil der stofflichen Verwertung werden ausschließlich die Anteile des Anlageninputs abgezogen, die nicht dem Recyclingprozess sondern einem nicht-stofflichen Verwertungsweg zugefhrt werden (z.b. Ausschleusung und Aufbereitung eines Anteils der Bio-/Grnabfälle zu Brennstoff). Die im Prozess verfahrensbedingte Ausschleusung von nicht recyclebaren Anteilen (z.b. Spuckstoffe bei der Altpapierverwertung, Siebreste aus der Kompostierung) sowie Massenverluste (z.b. bei der Kompostierung/Vergärung) werden dem Recyclingprozess zugeordnet und nicht in Abzug gebracht. Das Anlagenzertifikat ist auf Grundlage einer Dokumenten- und Anlagenprfung vor Ort zu erstellen und in regelmäßigen Abständen oder bei wesentlichen Änderungen mit Einfluss auf Betriebsund Verfahrensweisen der Anlage zu erneuern. Zur Vereinfachung benötigen Letztempfängeranlagen von Wertstoffen, die nicht zur energetischen Verwertung eingesetzt werden können (z.b. Glas, Eisenmetalle) kein Zertifikat, sondern fhren ausschließlich einen Eingangsnachweis ber die angenommene Menge. Da im Falle des Altholzes der öre-bezogene Nachweis problematisch sein drfte, ist hier u.u. auf eine Quotenvorgabe zu verzichten. Insgesamt besteht somit noch ein deutliches Potential an weiteren Wertstoffen aus dem Haushaltsabfall fr eine stoffliche Verwertung. Wichtig ist parallel die Betrachtung der (Sorten-) Reinheit der Wertstoffe, um eine möglichst hochwertige stoffliche Verwertung zu ermöglichen. Recht und Wirtschaft 5. Literatur [1] Gellenbeck, K.; Becker, G.; Hams, S.: Erarbeitung von Erfassungsmengen und Recyclingquoten Dokumentation. Im Auftrag der Gemeinschaftsinitiative, März 2014 [2] Gellenbeck, K.; Becker, G.; Hams, S.: Erarbeitung von Erfassungsmengen und Recyclingquoten Kurzfassung. Im Auftrag der Gemeinschaftsinitiative, März

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