. und weiter - kleines Praxisbeispiel
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- Marie Schubert
- vor 8 Jahren
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1 . und weiter - kleines Praxisbeispiel Seite 1 von 15 Quendolin Qualm betreibt einen Tabakwarengroßhandel in Köln. Anlässlich der Inventur wurden am letzten Jahres folgende Bestände ermittelt: Bargeld Darlehensschulden bei der Deutschen Bank Guthaben bei der Sparkasse Guthaben bei der Deutschen Bank Forderungen an den Kunden Maier aus Mainz Forderungen an den Kunden Müller aus Berlin Forderungen an den Kunden Schmitt aus Hamburg Lager- und Büroeinrichtungsgegenstände Büromaschinen Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten Hinz aus Köln Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten Kunz aus Hamburg Zigarren (lt. besonderem Verzeichnis) Zigaretten (lt. besonderem Verzeichnis) Tabak (lt. besonderem Verzeichnis) Geschäftsgebäude
2 Seite 2 von 15 Erstellen Sie bitte ein ordnungsgemäßes Inventar! Entwickeln Sie daraus die zugehörige Bilanz! A. Vermögen I. Anlagevermögen 1. Grundstücke und Gebäude 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung a. Lager- und Büroeinrichtungsgegenstände b. Büromaschinen II. Umlaufvermögen 1. Waren a. Zigaretten (lt. besonderem Verzeichnis) b. Zigarren (lt. besonderem Verzeichnis) c. Tabak (lt. besonderem Verzeichnis) 2. Forderungen alul a. Kunde Maier, Mainz b. Kunde Müller, Berlin c. Kunde Schmitt, Hamburg 3. Bankguthaben a. Sparkasse b. Deutsche Bank 4. Kasse Summe Vermögen B. Schulden/Fremdkapital Langfristige Schulden Darlehen Deutsche Bank Kurzfristige Schulden Verbindlichkeiten Lieferant Hinz, Köln Lieferant Kunz, Hamburg Summe Schulden/Fremdkapital C. Ermittlung des Reinvermögens Summe des Vermögens Summe der Schulden = Summe des Reinvermögens (Eigenkapital)
3 Seite 3 von 15
4 Seite 4 von 15 Buchen auf Bestandskonten der Bilanz Aktiva Bilanz der Firma Quendolin Passiva Qualm zum I. Anlagevermögen 1. Gebäude 2. BGA I. Eigenkapital II. Umlaufvermögen 1. Waren 2. Forderungen alul 3. Bankguthaben 4. Kasse II. Fremdkapital Langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital Aktivkonten Passivkonten S Gebäude H S EK H AB: Abgänge Abgänge AB: Zugänge + Endbestand + Endbestand + Zugänge S BGA H S Dar H AB: Abgänge AB: + Zugänge + Endbestand S Ware H S Verb H AB: Abgänge AB: Zugänge + Endbestand S FO H AB: Abgänge + Zugänge + Endbestand S Ba H AB: Abgänge + Zugänge + Endbestand S Ka H AB: Abgänge + Zugänge + Endbestand Grundsätzlich sind nun die vier folgenden Bestandsveränderungen möglich: Aktivtausch, Passivtausch, Bilanzverlängerung sowie Bilanzverkürzung.
5 Seite 5 von 15 Im Laufe des Wirtschaftsjahres 20 sind beim Tabakwarengroßhändler Qualm folgende Geschäftsvorfälle aufgetreten: 1. Zielkauf von Waren Kunde Maier überweist Rechnungsbetrag 3. Barverkauf von Waren Qualm kauft Büromöbel, die er bar bezahlt Verkauf von Waren gegen Bankscheck Qualm nimmt ein Darlehen auf, der Betrag wird auf dem Bankkonto gutgeschrieben 7. Kunde Schmitt bezahlt Rechnung bar Kauf eines kleinen Kioskgebäudes gegen Bankscheck Banküberweisung eines Teils der Lieferantenrechnung 10. Zielverkauf von Waren Vorgehen: 1. Einrichten der Konten: Konten benennen! 2. Eröffnen der Konten: Anfangsbestände eintragen! 3. Buchungssätze bilden! 4. Buchen der Geschäftsvorfälle auf den entsprechenden Konten! 5. Abschluss der Konten: Ermittlung der Salden für die einzelnen Konten 6. Aufstellung der (vorläufigen) Schlussbilanz: Salden der einzelnen Konten übertragen!
6 Seite 6 von 15 Buchungssätze: 1. Zielkauf von Waren Ware/Verb Kunde Maier überweist Rechnungsbetrag Ba/FO 3. Barverkauf von Waren Ka/ Ware Qualm kauft Büromöbel, die er bar bezahlt BGA/Ka Verkauf von Waren gegen Bankscheck BA/ Ware Qualm nimmt ein Darlehen auf, der Betrag wird auf dem Bankkonto gutgeschrieben Ba/Dar Kunde Schmitt bezahlt Rechnung bar Ka/FO Kauf eines kleinen Kioskgebäudes gegen Bankscheck 9. Banküberweisung eines Teils der Lieferantenrechnung Gebäude/Ba Verb/Ba 10. Zielverkauf von Waren FO/ Ware 6.000
7 Seite 7 von 15 S Gebäude H S EK H AB: (8.) EB: Abgänge + Endbestand AB: Zugänge S BGA H S Dar H AB: (4.) EB: EB: AB: (6.) S Ware H S Verb H AB: (3.) (9.) AB: (1.) (5.) EB: (1.) (10.) EB: S FO H AB: (10.) (2.) (7) EB: S Ba H AB: (2.) (8.) (9.) (6.) EB: (5.) S Ka H AB: (4.) (3.) EB: (7.)
8 Seite 8 von 15 Vorläufige Schlussbilanz Aktiva Vorläufige Schlussbilanz der Firma Quendolin Passiva Qualm zum I. Anlagevermögen I. Eigenkapital Gebäude BGA II. Umlaufvermögen Ware FO Ba Ka II. FK Dar Verb
9 Seite 9 von 15 Buchung auf Erfolgskonten (Aufwands- und Ertragskonten) Grundsätzlich gilt: Aufwandskonten werden im Soll gebucht. Beispiel: Löhne werden per Banküberweisung bezahlt Buchungssatz: Personalkosten an Bank Ertragskonten werden im Haben gebucht. Beispiel: Die Miete für eine Wohnung im Geschäftshaus wird bar bezahlt. Buchungssatz: Kasse an Mietertrag Aufwands- und Ertragskonten werden in die GuV abgeschlossen. Der Saldo der GuV wird in das EK-Konto übernommen.
10 Seite 10 von Tabakwarengroßhändler Qualm stellt fest, dass sich im Wirtschaftsjahr 20.. neben den erfolgsneutralen Geschäftsvorfällen aus unserem bisherigen Beispiel auch erfolgswirksame Geschäftsvorfälle ereignet haben. Damit ist die vorläufige Schlussbilanz wertlos. Der Abschluss der Konten durch Saldenermittlung muss rückgängig gemacht werden. Zusätzlich zu den bereits verbuchten, sind folgende Geschäftsvorfälle zu berücksichtigen: 11. Im Wirtschaftsjahr zu viel bezahlte Gewerbesteuer wird auf das Bankkonto überwiesen 12. Als Gegenwert für die Abnutzung der Gebäude sind Abschreibungen zu verrechnen. 13. Qualm verkauft das gerade erworbene Kioskgebäude wieder und erhält einen Bankscheck 14. Für den Gewinn aus dem Kioskverkauf erwirbt er gegen Barzahlung einen PC-Tisch. 15. Einrichtungsgegenstände, die zur BGA gehören, werden ebenfalls wegen Abnutzung abgeschrieben 16. Lieferant Kunz bittet Qualm, angefallene Umsatzerlöse (für Qualm) mit Verbindlichkeiten alul zu verrechnen Banküberweisung von Gehältern und Löhnen Barzahlung von Umsatzerlösen durch Lieferant Hinz Bank belastet Zinsen Qualm erhält vom früheren Lieferanten Bescheid über Provisionsgutschrift. Einen Teil davon soll Qualm mit einem ihm von jenem Lieferanten gewährten Darlehen verrechnen (1.000 ) Telefonrechnung wird bar bezahlt Jahresmiete für Wohnung im Geschäftshaus wird von Qualm auf das Bankkonto überwiesen 23. Lieferant Kunz überweist Umsatzerlöse
11 Seite 11 von 15 Vorgehen: Die Konten sind bereits eingerichtet und eröffnet. Die erfolgsneutralen Geschäftsvorfälle (1.-10.) wurden bereits gebucht. 1. Buchungssätze bilden! 2. Buchen der Geschäftsvorfälle auf den entsprechenden Konten! 3. Abschluss der Konten: Ermittlung der Salden für die einzelnen Konten mit Ausnahme des EK-Kontos! 4. Aufstellung der GuV: Salden der einzelnen Aufwands- und Ertragskonten übertragen! 5. Aufstellung der Schlussbilanz: Salden der einzelnen Bestandskonten übertragen! Buchungssätze: 11. Im Wirtschaftsjahr zu viel bezahlte Gewerbesteuer wird auf das Bankkonto überwiesen 12. Als Gegenwert für die Abnutzung der Gebäude sind Abschreibungen zu verrechnen. 13. Qualm verkauft das gerade erworbene Kioskgebäude wieder und erhält einen Bankscheck 14. Für den Gewinn aus dem Kioskverkauf erwirbt er gegen Barzahlung einen PC-Tisch. 15. Einrichtungsgegenstände, die zur BGA gehören, werden ebenfalls wegen Abnutzung abgeschrieben 16. Lieferant Kunz bittet Qualm, angefallene Umsatzerlöse (für Qualm) mit Verbindlichkeiten alul zu verrechnen. Ba/a.o.Ertr AfA/Gebäude Ba (16.000)/Gebäude Ba (16.000)/a.o.Ertr BGA/Ka AfA/BGA Verb/UmsErl Banküberweisung von Gehältern und Löhnen Pers/Ba Barzahlung von Umsatzerlösen durch Lieferant Ka/ UmsErl Hinz 19. Bank belastet Zinsen ZinsA/Ba Qualm erhält vom früheren Lieferanten Bescheid über Provisionsgutschrift. Einen Teil davon soll Qualm mit einem ihm von jenem Lieferanten gewährten Darlehen verrechnen (1.000 ). Dar (1.000)/ UmsErl. /FO (6.500) Telefonrechnung wird bar bezahlt. AVK/Ka Jahresmiete für Wohnung im Geschäftshaus wird Ba/MietE von Qualm auf das Bankkonto überwiesen 23. Lieferant Kunz überweist Umsatzerlöse Ba/ UmsErl
12 Seite 12 von 15 Bilanzkonten S Gebäude H S EK H AB: (12.) EB: AB: (8.) (13.) EB: GuV S BGA H S Dar H AB: (4.) (15.) EB: (20.) EB: AB: (6.) (14.) S Ware H S Verb H AB: (3.) (9.) AB: (1.) (5.) (16.) (1.) (10.) EB: EB: S FO H AB: (10.) (2.) (7) (20.) EB: S Ba H AB: (2.) (6.) (5.) (8.) (9.) (17.) (19.) (11.) EB: (13.) (22.) (23.) S Ka H AB: (3.) (7.) (4.) (14.) (21.) (18.) EB:
13 GuV-Konten Seite 13 von 15 S AfA H S UmsErl. H (12.) (15.) GuV: GuV: (16.) (18.) (20.) (23.) S Pers H S MietE H (17.) GuV: GuV: (22.) S AVK H S a.o. Ertr. H (21.) GuV: GuV: (11.) (12.) S ZinsA H (19.) GuV: Aufwand GuV Ertrag Afa Pers AVK UmsErl. MietE a. o. Ertr ZinsA GEWINN Gewinn EK- Konto!
14 Seite 14 von 15 Zusammenfassung der Bestandskonten zur Bilanz Aktiva Schlussbilanz der Firma Quendolin Qualm zum Passiva I. Anlagevermögen 1. Gebäude 2. BGA I. EK II. Umlaufvermögen Ware FO Ba Ka II. FK Dar Verb
15 Geschäftsjahr Januar 31. Dezember Inventar zum VJ Aufwand GuV Ertrag Afa Pers AVK UmsErl. MietE a. o. Ertr ZinsA GEWINN Inventar zum lfd. Jahr Aktiva Bilanz der Firma Quendolin Qualm zum VJ Passiva Aktiva Bilanz der Firma Quendolin Qualm zum lfd. Jahr Passiva III. Anlagevermögen 3. Gebäude 4. BGA I. EK III. Anlagevermögen 3. Gebäude 4. BGA I. EK IV. Umlaufvermögen 5. Waren 6. Forderungen alul 7. Bankguthaben 8. Kasse II. FK IV. Umlaufvermögen II. FK Dar Verb Waren FO Ba Ka Dar Verb Zusammenhang zwischen Bilanz und GuV EK am VJ: EK am lfd. Jahr: = Gewinn lfd. Jahr:
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