Kurzeinführung in C99
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- Käthe Böhme
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1 Kurzeinführung in C99 Institut für Numerische Simulation Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Oktober 2013
2 Überblick 1 Compiler und Editoren - Was wird benötigt um ein Programm zu erstellen 2 Variablen und Datentypen - Initialisierung und Deklaration 3 Datentypen - Integer, Double, Float,... 4 Kontrollstrukturen - Verzweigungen und Schleifen 5 Schleifen - for,while,... 6 Hilfsmittel - Debugger und Profiler
3 Compiler und Editoren Was wird benötigt um ein Programm zu erstellen
4 Compiler als Übersetzer Ein Programm muss dem Computer in Maschinensprache vorliegen, damit es ausgeführt werden kann. Der Compiler übersetzt das Programm von C99 in Maschinensprache. Es entsteht ein ausführbares Programm (Executable). Für die Programmiersprache C gibt sehr viele proprietäre und freie Compiler. In der Vorlesung wird die freie GNU Compiler Collection a GCC verwendet C-Programme werden mit dem gcc kompiliert. a
5 Editoren Editoren SciTE a (Windows) Kate, Gedit,... (Linux) b a b Entwicklungsumgebungen Eclipse CDT a a Für einen besseren Lernerfolg empfehlen wir die Verwendung eines Editors.
6 Übersetzen eines C-Programms Inhalt der Datei Main.c #include <stdio.h> int main(void) { } printf( Hello World\n ); return 0; Kompilieren und Ausführen diehl@ossus $ gcc std=gnu99 o run Main.c diehl@ossus $./run Hello World
7 Variablen und Datentypen Initialisierung und Deklaration
8 Variablen - Behälter für Daten Variablen sind Behälter für Daten Diese Behälter sind unterschiedlich! Nicht jedes Datum passt in jeden Behälter
9 Variablen - Deklaration Bevor man die Variable verwenden kann, muss man sie deklarieren, d.h. bekanntmachen, dass sie existiert. Die Variable bekommt dabei einen (sinnvollen!) Namen und einen Typ. char linebreak ; int alter ; float zinssatz ; double epsilon ;
10 Variablen - Zuweisungen Bei der Deklaration kann man Variablen auch gleich Werte zuweisen: char linebreak = 27; int alter = 42; float zinssatz = 0.025; double epsilon= 1e6;
11 Datentypen Integer, Double, Float,...
12 Datentypen
13 Zahlen in C unsigned integer ( N 0 ): Ganzzahl zwischen 0 und int ( Z): Ganzzahl zwischen und float ( R): Gleitkommazahl zwischen -1.17E-38 und 3.4E38 double ( R): Gleitkommazahl zwischen 2.2E-308 und 1.8E308
14 int, float, double - Operationen Grundrechenarten: int zahl = (2 + 3) 5 9; Ganzzahldivision und Rest (%): int quotient = 10 / 3; int rest = 10 % 3; Mathematische Funktionen und Konstanten Potenzieren: double zahl = pow(7.0,2.0); Kreiszahl π: double pi = M PI Hierfür muss math.h eingebunden werden: #include <math.h>
15 Tupel in C Das Tupel T = {1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8} kann als: Array int tupel [ ] = { 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 }; oder mittels Pointer int tupel = malloc(8 sizeof(int )); tupel [0] = 1;. tupel [7] = 8; dargestellt werden. Auf das Konzept von Pointern wird später in der Vorlesung eingegangen.
16 Kontrollstrukturen Verzweigungen und Schleifen
17 Kommentare Die wichtigste Anweisung überhaupt! So sehen Kommentare aus: // Dies ist ein Kommentar / Dies ist ein Kommentar ueber zwei Zeilen. / Kommentare erhöhen das Verständnis. Für Teamarbeit sind Kommentare unabdingbar!
18 Ohne Kommentare Was macht diese Funktion? #include <math.h> #include <stdio.h> float my func(float a, float b, float c) { float s = b/a; float t = c/a; float h = 2.0 a; float i = 4.0 a t; float j = s/2.0; float x1 = j+sqrt(j j t); float x2 = j sqrt(j j t); //... }
19 Mit Kommentaren #include <math.h> #include <stdio.h> float solve quadratic eq(float a, float b, float c) { // Diskriminante berechnen float diskriminante = pow(b,2.0) 4.0 a c; float Ergebnis 1, Ergebnis 2; // wenn es reelle Loesungen gibt, diese berechnen if (diskriminante > 0.0) { Ergebnis 1 = ( b + sqrt(diskriminante)) / (2.0 a); Ergebnis 2 = ( b sqrt(diskriminante)) / (2.0 a); } else // sonst im Reellen unloesbar printf ( Die Gleichung ist im Reellen unloesbar! ); //... }
20 If-Then-Else Manchmal muss man Entscheidungen treffen. Hat ein Student mehr als 10 Bier getrunken, sollte man eventuell Hilfe holen. Sonst, wenn er mehr als 5 Bier hatte, wäre es vielleicht besser, es dabei zu belassen. Und wenn er auch die 5 noch nicht erreicht hat, kann die Party ja ruhig weitergehen :)
21 If-Then-Else: #include <stdio.h> if (Anzahl Bier > 10) printf ( Geht s dir gut? Sicher? ); else if (Anzahl Bier > 5) printf ( Ich glaub, du hast jetzt erstmal genug. ); else printf ( Get the party started!! );
22 Operatoren Logische Operatoren x y!x x && y x y true true false true true true false false false true false true true false true false false true false false Vergleichsoperatoren a b a == b a!= b a < b a > b a <= b b >= a 5 9 false true true false true false
23 Schleifen for,while,...
24 Schleifen (for) for Inkrementiert oder dekrementiert eine Variable. Bricht ab, wenn die Variable einen vorgegebenen Wert über- oder unterschreitet. #include <stdio.h> int a [ ] = { 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 }; for (int i = 0; i < 7 ; i++) { printf( %d \n, a[i]); } Anwendung: Wenn die Anzahl der Iterationen schon bekannt ist.
25 Schleifen (while) while Prüft bei jedem Durchlauf eine boolsche Bedingung. Bricht ab, wenn diese nicht erfüllt ist. while (error > eps) { error = gaussseideliteration(...); } Verwendung: Wenn die Anzahl der Iterationen noch unbekannt ist, aber durch eine boolesche Bedingung geprüft werden kann.
26 Hilfsmittel Debugger und Profiler
27 Debugger Eigenschaften Zeigt den Zustand des Programms zum Zeitpunkt des Absturzes an. Erlaubt den Zustand des Programms zu jedem Zeitpunkt zu analysieren. Debugger für C GDB: The GNU Project Debugger a CGDB: The curses debugger b a b
28 Ohne Debugger Beispiel #include <stdio.h> int main(void) { int sum = 42; int n; printf ( Durchschnitt: %d n, sum / n ); return 0; } Ausführung diehl@ossus $ gcc std=gnu99 o prog Main.c diehl@ossus $./prog Floating point exception
29 Mit Debugger Verwendung von gdb $ gcc std=gnu99 o prog Main.c g diehl@ossus $ gdb prog. (gdb) run. Program received signal SIGFPE, Arithmetic exception. 0x b in main () at Main.c:9 9 printf ( Average: %d n, sum / n ); (gdb) print n $1 = 0 Das Programm muss mit -g kompiliert werden. Mittels des Debuggers sehen wir leicht, dass die Variable n nicht initialisiert wurde.
30 Profiler Eigenschaften Prüft, ob der verwendete Speicher auch initialisiert wurde. Prüft, ob außerhalb der Speichergrenzen geschrieben wird. Beispiel #include <stdio.h> int main(void) { int i ; printf ( %d n, i ); return 0; }
31 Valgrind 1 Ausführung diehl@ossus 0 $./run Ausführung mit valgrind diehl@ossus $ valgrind./run ==11267== Conditional jump or move depends on uninitialised value(s) ==11267== at 0x4E7C4F1: vfprintf (vfprintf.c:1629) ==11267== by 0x4E858D8: printf (printf.c:35) Der Profiler zeigt an, dass eine Variable nicht initialisiert wurde. Sehr hilfreich um Fehler zu finden, die nicht offensichtlich im Algorithmus stecken. 1
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