Bekämpfungsmaßnahmen und Holzlagerung

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2 Bekämpfungsmaßnahmen und Holzlagerung DI Bernhard Perny Institut für Waldschutz BFW-Praxistage Fast Ort 28. Jänner 2010

3 Übersicht Bekämpfungsmaßnahmen im Wald Allgemein Schwerpunkt Borkenkäfer Holzlagerung Käferholz und unbefallenes Holz Kurz- und langfristig

4 Abhängig von Art und Intensität des Schadens kann/muss auf verschiedene Methoden des Pflanzenschutzes zurückgegriffen werden. Im Zuge der Bearbeitung von größern Problemen reicht meist eine Maßnahme in der Regel nicht aus. INTEGRIERTER WALDSCHUTZ

5 Diagnose Bevor man aber zu irgendwelchen Maßnahmen oder Mitteln greift, muss die Schadursache eindeutig diagnostiziert werden. Kontrolle und Erkennen von Veränderungen Lupe und Messer + Fachliteratur (Erfahrung) > Bestimmung Wenn nicht möglich Interessensvertretung/Behörde BFW Boku

6 Biologische Schädlingsbekämpfung + Biotechnische Maßnahmen

7 Technischer Forstschutz

8 Chemischer Forstschutz Chemie ist nicht gleich Gift Außer "Giftstoffen" können chemische Pflanzenschutzmittel auch Lock-, Schreck-, aber auch Hemmstoffe als wirksame Substanz

9 Giftstoffe Insektizide gegen Borkenkäfer im Wald Karate Forst flüssig (Karate Zeon) Fastac Forst flüssig Fastac Cymbigon Sumi Alpa Arpan extra Forstliches Pflanzenschutzmittelverzeichnis

10 Großer Brauner Rüsselkäfer

11

12 Borkenkäfer

13 Die Option nichts zu tun? Nationalpark Sumava 2008

14 Borkenkäferbekämpfung Aufräumen von Befallsherden Fangbaumvorlage Fangtipi, Fangholzhaufen Pheromonfallen Bohrmehlsuche Kombinierte Verfahren

15 Fangbaum Vorteile: gute Lockwirkung Überwachung der Entwicklung bei Einhaltung der Regeln wenig Gefahr für gesunde Nachbarbäume Förderungen!?? Nachteile: arbeitsintensiv Kapazitätsgrenzen Relativ unwirksam bei 2. und 3. Generation, Geschwisterbruten

16 Fangtipi, Fangknüppelhaufen

17 Fangknüppelhaufen, Fangtippi, Vorteil: Verwendung fängischen Restholzes Aufrechte Silhouette Gute Fängigkeit durch Pheromonbeköderung Geringerer Kontrollaufwand Nachteil: Begrenzte Fängigkeit und Verfügbarkeit des Materials Nützlinge und indifferente Arten betroffen Geringe Fängigkeit wenn Neubefall auf Fläche

18

19 Erste Ergebnisse Leider uneinheitlich 2008: Tipi höhere Fangzahlen als Falle 2009: Tipi geringere Fänge als Falle vor allem bei Kupferstecher wenige Nützlings Beifänge Begiftung hält 6 Wochen; nicht 12 Wochen In Schlägl Manipulation an Fallen u. Tipis Bei Stehendbefall geringe Fangwirkung wíe bei Fallen Empfohlene Abstände (7-10 m) zu gering

20 Pheromonfallen

21 Pheromonfallen Vorteile: Fangkapazität über die gesamte Vegetationszeit keine Kapazitätsgrenze Nachteile: geeigneter Aufstellungsplatz nicht immer vorhanden Fallenbehälter regelmäßig leeren und reinigen Pheromon muss alle 6-8 Wochen getauscht werden Fangleistung reduziert, wenn Konkurrenz vorhanden

22 Bohrmehlsuche

23 Bohrmehlsuche Vorteile: nur tatsächlich befallene Bäume werden entnommen Nachteile: nicht immer einfach zu erkennen Bohrmehl wird vom Regen abgewaschen Befall zuerst im mittleren und oberen Kronenbereich

24 Aufarbeitungrichtlinen nach großflächigen Sturmereignissen

25 Reihenfolge der Aufarbeitung Einzelbäume vor Nestern Kleinflächen vor Großflächen Großflächen zuletzt Bruchholz vor Wurfholz Bäume vom Wurzelstock trennen Tieflagen vor Hochlagen

26 Reihenfolge der Aufarbeitung Einzelbäume vor Nestern Sonnseite vor Schattseite Schlagränder nicht begradigen Rascher Abtransport Richtige Holzlagerung!

27 Lagerung von Käferholz Das Lagern von unbehandeltem Käferholz, in dem sich noch lebende Stadien von Borkenkäfern befinden, im Wald oder in unmittelbarer Nähe von gefährdeten Beständen, ist strengstens verboten!!!

28 FALSCH

29 Optimal: frisch geschlägertes (Käfer)holz unverzüglich zu einem Sägewerk Wenn nicht möglich: Lagerung des Holzes unter Einhaltung von Mindestabständen bzw. bei gleichzeitiger bekämpfungstechnischer Behandlung

30 Holzlagerung (während Vegetationszeit) Lagerung möglichst außerhalb des Waldes Bei Abstand > 500 m ohne Maßnahmen Abstand: m Fallenschutzgürtel Abstand < 150 m Holzlagerung nur mit Maßnahmen (Entrindung, Stammschutzmittel,...)

31 Als bekämpfungstechnische Behandlung kommt in Frage: Entrindung, solange nur Eier, Larven oder Puppen im Brutsystem vorhanden sind. Besprühen der Stämme am Ganter mit amtlich zugelassenen Stammschutzmitteln wobei besonders auf die richtige Dosierung und die Umweltauflagen geachtet werden muss. Permanentes Bewässern der Stämme am Lagerplatz (behördliche Bewilligung erforderlich!!!); Holz darf keine Bläue und Fäule aufweisen Schutz, Qualität

32 VORSICHT: Rinde vollständig entfernen

33 Borkenkäfernetz Woodnet

34 Borkenkäfernetz insektizidhältiges Netz zum Verpacken von gelagertem Holz In Pyramidenform wie Fangholzhaufen 2009 erste Erfolg versprechende Versuche

35

36 Fangpyramide TriNet

37

38 Lagerung (Konservierung) von Holz Überschuss an Holz am Markt Schlechte Preise... Notwendigkeit Holz zu lagern: Über länger Zeit Hohe Qualität Geschützt vor Schädlingen

39 Nasslagerung

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41 Folienkonservierung unter Sauerstoffentzug

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