Sommerlicher Wärmeschutz

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1 EnergiePraxis-Seminar, 2/2010 Sommerlicher Wärmeschutz Basis Seminar Alex Herzog, Energietechnik

2 Übersicht Ausgangslage sommerlicher Wärmeschutz Vollzug 1. Schritte mit zwei Beispielen Spezialfälle und wie im Energienachweis damit umzugehen ist Ausblick weiterreichende Informationen

3 Ausgangslage Wie kommt der sommerliche Wärmeschutz unter die Leute Basis - Seminar Feierabend- Seminar Minergie- Kurs Grundlagen Vollzugshilfe für typische, einfache Bauten Normen Einflussfaktoren Vorgehen in der Planung Komplexere, anspruchsvolle Bauten Software tools Übungen

4 Ausgangslage sommerlicher Wärmeschutz Vereinfachter Wärmefluss im modernen Gebäude Wärmeverlust durch Gebäudehülle Wärmeverlust durch Lüftung Heizperiode Frühling-Herbst Verlust Eintrag Eintrag Interne Wärmequellen Solarer Wärmeeintrag Heizwärmebedarf Trend: grösserer Glasanteil / raumhohe Fenster verschärft Problematik von überhitzten Gebäuden

5 Ausgangslage sommerlicher Wärmeschutz Überhitzung von Gebäude im Sommer vorbeugen Vermehrte Anzahl Hitzetage Erhöhter Anspruch an Wohnkomfort Die südlichen Länder machen es vor Fensterläden, Sonnenschutz tagsüber zu! Hilft Kühlung zu vermeiden oder zu minimieren

6 Ausgangslage sommerlicher Wärmeschutz Solarer Wärmegewinn Gewinn im Winter Immer besser gedämmte Gebäude bereits minimaler Sonneneintrag genügt weitere Aspekte: Sichtschutz Einsatz des SoWS als Blendschutz (Sonne fällt in tiefem Winkel ein)

7 Ausgangslage Optimierung: Tageslicht / Beleuchtung Strom Bedarf Sommer Überhitzung Gebäude Kühlenergiebedarf Winter Passiver solarer Wärmegewinn Heizenergiebedarf

8 Vollzug 1. Schritte Grundsatz: Sommerlicher Wärmeschutz bei allen Gebäuden

9 Vollzug 1. Schritte 1) Beispiel: Das typische Einfamilienhaus - Möglichkeit für Fensterlüftung ist gegeben - kann über Wohnungslüftung verfügen ZH-4055

10 Vollzug 1. Schritte 1) Beispiel: Das typische Einfamilienhaus 1. Kühlung? NEIN 2. Aussenliegender Sonnenschutz? JA typischer Lamellenstoren, deckende Fassaden-Markisen Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz sind erfüllt! Eine einfache Lösung ohne aufwändige Nachweise Methoden!

11 Vollzug 1. Schritte 2) Beispiel: Das einfache Bürogebäude mit Kühlung ZH-1360

12 Vollzug 1. Schritte 2) Beispiel: Das einfache Bürogebäude mit Kühlung 1. Kühlung? Regel bei allen Bürobauten JA wenn vorgesehen, notwendig oder erwünscht Nachweis gemäss SIA 382/1 : 2007 Lüftungsnorm Automatische Steuerung gefordert 2. Aussenliegender Sonnenschutz JA Windfestigkeit nötig Vorsicht bei Fassaden-Markisen! siehe EN-4 und -5 Lüftungstechn. Anlagen / Kühlung

13 Vollzug 1. Schritte Kühlung (Gebäude oder Räume) Vorgesehen : Kühlung wird eingesetzt Notwendig : > 100 h über Grenzkurve in SIA 382/1 Erwünscht : > 0 und < 100 h über Grenzkurve in SIA 382/1 Quelle: SIA 382/1:2007

14 Absender Absenderinformation frei nach Bedarf Vollzug 1. Schritte Damit keine neuen Probleme geschaffen werden Windfestigkeit ist sicherzustellen Storenlieferant Thema Hagelschutz, sehr viele Schäden an Lamellenstoren Gebäudeversicherer sind sensibilisiert

15 Spezialfälle - und wie im Energienachweis damit umzugehen ist. alle Fenster weisen einen aussenliegenden Sonnenschutz auf. wirklich alle? ZH-3521 ZH-3055

16 Spezialfälle - und wie im Energienachweis damit umzugehen ist Fälle ohne sommerlichen Wärmeschutz da keine Überhitzung zu erwarten ist kleine Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung kleine Oblicht Flächen Lichteinbringung in Treppenhaus (nicht vollverglast!) kleine Fenster für WC / Bad / Küche Nebennutzungsräume

17 Zusammenfassung Aussenliegender Sonnenschutz bei typischem Wohnhaus mit Möglichkeit von Fensterlüftung - Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz sind erfüllt Bürogebäude mit mittlerer Belegung hat in der Regel mindestens erwünschten Kühlbedarf. Bei gekühlten Räumen muss die Windfestigkeit des Sonnenschutz gegeben sein Sonnenschutzsysteme sind ein ganzjähriges Mittel zur wesentlichen Beeinflussung des Energiehaushaltes eines Gebäudes

18 Ausblick weiterreichende Informationen Für komplexere Projekte, z.b. mit feststehender Beschattung, Glasfassaden, verglaste Verkaufsflächen, grosse Oblichter, etc, sind detaillierte Kenntnis der Normen, resp. Berechnungsverfahren notwendig. Themen: - Wärmespeicherfähigkeit - Glasanteil und Ausrichtung - Interne Lasten - Nachtauskühlung Weitere Kurse: Feierabendseminar Minergiekurs mit Übungen ZH Dezember 2010

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