Quick Guide for Military Controllers



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der Eingabe! Haben Sie das Ergebnis? Auf diesen schwarzen Punkt kommen wir noch zu sprechen.

Transkript:

Squawkcodes Anflugarten (IFR) Anflugarten (VFR) Streckenflug (IFR) via Streckenflug (VFR) via Mil. Übungsgebiete Speed unter FL100 Quick Guide for Military Controllers Speed zwischen FL100 bis FL360 max. M0.95 Überschall über Land Überschall über See Target Grades (T-Scramble) 1 2 3 4 Bezeichnungen im T-Scramble Wichtige Informationen zu militärischem Flugbetrieb NLFS (mit Geländefolgeflug) NLFS (ohne Geländefolgeflug) VFR (GND bis FL100) SAR (Such- und Rettungsdienst) Tacan, ILS, NDB, GPS, ARA, IAA, PAR, SRA Overhead 360, traffic pattern, closed Tacan-Streckennetz, NLFS, fix to fix Koordinaten, Funkfeuer, markante Punkte 0024 2000 0033 0034 ED-R (TRA)-> nur für Übungen gesperrt ADEXA-> Gebiet für Übungsschutzflüge über FL100 LANIA-> Gebiet für Übungsschutzflüge bei Nacht unter FL100 HFCA-> Gebiete für Hubschrauber (VFR) max. 250KIAS. Diese Beschränkung gilt nicht für Lfz, die wegen ihrer Flugeigenschaften mit einer höheren Fluggeschwindigkeit geflogen werden müssen. min. FL360 und nur im Horizontal- oder Steigflug min. FL200 Visual (Freund in Sicht) Tally (Feind in Sicht) +/- 0 +/- 45 +/- 90 NO RESTRICTION +/- 0ft +/- 2000ft +/- 5000ft NO RESTRICTION Blind (Freund nicht in Sicht) No Joy (Feind nicht in Sicht) brevity words bei T-Scramble Terminate Übung wird beendet Zeitliche Wirksamkeit (TRA) Montag bis Donnerstag von 0700 2230 Freitag von 0700 1600 Betriebszeiten des NLFS Montag bis Donnerstag von SS+30 2300 (sofern aktiviert)

Flugplatz Transondercodes Büchel (ETSB) 4240-4247 Bückeburg (ETHB) 4250-4257 Fassberg (ETHS) 7020-7027 Fritzlar (ETHF) 7060-7067 Geilenkirchen (ETNG) 4460-4467 Hohn (ETNH) 4270-4277 Holzdorf (ETSH) 7060-7067 Ingolstadt/Manching (ETSI) 4260-4267 Laage (ETNL) 7040-7047 Landsberg (ETSA) 4240-4247 Laupheim (ETHL) 7050-7057 Lechfeld (ETSL) 4270-4277 Neuburg (ETSN) 4220-4227 Niederstetten (ETHN) 4260-4267 Nörvenich (ETNN) 4450-4457 Nordholz (ETMN) 4240-4247 Rheine-Bentlage (ETHE) 4450-4457 Schleswig (ETNS) 4230-4237 Wittmundhafen (ETNT) 4270-4277 Wunstorf (ETNW) 4210-4217

Aerodrome Controller VFR On Ground 1. Pilot erbittet Abfluginformationen und Rollfreigabe 2. ATC teilt dem Piloten die Abfluginformationen (aktive Piste, Wetter, QNH etc.) mit und erteilt ihm die Rollfreigabe zur Last Chance, zum Haltepunkt oder zum Aufsetzpunkt inkl. Squawkcode 0033 Departure 1. Pilot meldet seine Abflugbereitschaft 2. ATC erteilt dem Piloten die Abfluganweisungen und die Startfreigabe 3. Pilot fliegt verlässt die Kontrollzone entweder auf den Veröffentlichten Abflugrouten (VFR) oder direkt in eine bestimmte Richtung 4. Hat der Pilot die Kontrollzone verlassen, kann er entweder RAFIS erbitten oder aber auf UNICOM weiterfliegen Arrival 1. Pilot meldet sich vor dem Einflug in die Kontrollzone zur Landung, zum Low Approach, zum Toch and Go mit vorherigem Overhead Approach oder Platzrunde 2. ATC gibt den Piloten entsrpechend frei: 1. Beim Overhead Approach für den Flug zum Initial und für das Pattern, danach für die Landung oder oder 2. Bei Platzrunde für den Einflug in die Kontrollzone, den Einflug in die Platzrunde (oder in einen bestimmten Abschnitt der Platzrunde) und anschließend für die Landung oder oder oder 3. Nach der Abschlusslandung erteilt ATC dem Piloten die Rollfreigabe zur Parkposition (z.b. Shelter) Hinweis: Die enge Platzrunde bei Jet-ACFT nach einem Low Approach oder Toach and Go wird closed genannt IFR On Ground 1. Pilot erbittet IFR-Freigabe 2. ATC erteilt dem Piloten die IFR-Freigabe (Clearance Limit bei ED-R (TRA) und IFR-Cancellation beachten!) 3. Pilot erbittet die Rollfreigabe 4. ATC erteilt dem Piloten die Rollfreigabe zur Last Chance, zum Haltepunkt oder zum Aufsetzpunkt Departure 1. Pilot meldet seine Abflugbereitschaft 2. ATC erteilt dem Piloten die Startfreigabe und teilt ihm mit, wer nach dem Start zu kontaktieren ist 3. Der Pilot fliegt seine OID/SID wie freigegeben ab und wird an den Approach Controller übergeben Arrival 1. Der Approach Controller gibt den Piloten für den gewünschten Anflug frei 2. Bei folgenden Anflugarten: ILS, NDB, GPS, TACAN, IAA, ARA übergibt der Appr. Controller den Piloten im Final an den Tower. Der Towerlotse erteilt dem Piloten die Landefreigabe oder die Freigabe zum Low Appr. etc. 3. Bei folgenden Abflugarten: PAR Approach, SRA holt sich der Appr. Controller die Landefreigabe vom Tower vorher ein und übermittelt dem Piloten diese im Endanflug. 4. Nach der Abschlusslandung erteilt ATC dem Piloten die Rollfreigabe zum Dearming Pad (falls nötig) und anschließend die Rollfreigabe zur Parkposition (z.b. Shelter)

Approach Controller VFR RAFIS 1. Der Pilot meldet sich nach dem Verlassen der Kontrollzone oder beim Einflug in den Verantwortungsbereich des Approach Controllers bei ihm und erbittet RAFIS Initial Call: (Callsign von ATC) (Callsign des Piloten) (type of ACFT) VFR to..., request radar assisted flight information service 2. Der Approach Controller vergibt einen Squawk und übermittelt den QNH-Wert Antwort auf Initial Call: (Callsign des Piloten)for identification squawk (four figures) QNH (figures) Hinweis: Der Squawkode sollte am Ende eine 7 beinhalten (xxx7)! 3. Hat der Approach Controller den Piloten auf dem Radar: Beginn von RAFIS: (Callsign des Piloten) identified (position) radar assisted flight information service maintain VMC Eingeschränkter Service: (Callsign des Piloten) identification lost flight information service only Beendigung von RAFIS: (Callsign des Piloten) radar assisted flight information service terminated Verkehrsinformation: (Callsign des Piloten) traffic (figures) o'clock / bearing (figures), range (figures) miles (direction on flight) Wetterinformation: (Callsign des Piloten) radar observed thunderstorm (figures) o'clock (figures) miles IFR Departure 1. Der Pilot fliegt seine OID/SID ab und meldet sich beim Approach Controller 2. Der Approach Controller erteilt dem Piloten je nach Absprache mit dem Nachbarsektor einen DCT (gem. Flugplan) 3. Der Pilot fliegt zu diesem Wegpunkt und verlässt währenddessen den Verwantwortungsbereich des Approach Controllers. Approach Controller übergibt den Piloten an den Nachbarsektor (APP oder ACC je nach Luftraumstruktur) Arrival 1. Der Pilot wird von ACC an APP übergeben 2. Der Approach Controller fragt, welchen Anflugtyp sich der Pilot wünscht ( request type of approach ) 3. Gem. dem Pilotenwunsch wird der Approach Controller den Piloten freigeben (heranführen und später für den Anflug freigeben) 4. Bei ILS, NDB, GPS, ARA und IAA übergibt der Approach Controller den Piloten im Endanflug an den Tower 5. Bei PAR Approach und SRA übermittelt der Approach Controller dem Piloten die zuvor beim TWR eingeholte Freigabe (Landung, Low Approach, Touch and Go etc.)

Center Controller VFR RAFIS 1. siehe Abschnitt Approach Controller-> VFR-> RAFIS IFR Streckenflug 1. Der Center Controller erhält das Luftfahrzeug vom Approach Controller oder einem benachbarten Center Controller (der Pilot fliegt gem. Flugplan auf TACAN Strecke, RNAV Strecke, fix to fix oder DCT) 2. Pilot will im Verantwortungsbereich des Center Controllers in eine TRA einfliegen: Der Center Controller führt den Piloten an die TRA heran (mittels DCT oder Vectoring) Der Pilot erreicht die TRA und will den IFR-Teil cancelln Der Center Controller hebt den IFR-Teil auf und übergibt den Piloten an die Überwachende Stelle (Callsign des Piloten) IFR cancelled at (time), TRA Operation approved, contact (Monitoring Unit) on (frequency) 3. Pilot will im Verantwortungsbereich des Center Controllers in einer ADEXA üben: Der Center Controller führt den Piloten an die ADEXA heran (oder in die ADEXA rein) und übergibt den Piloten an das zuständige CRC zwecks Taktischer Unterstützung Hinweis: Eine ADEXA kann nicht gesperrt werden (wie eine TRA). GAT muss daher mit Einschränkungen rechnen, wenn innerhalb einer ADEXA trainiert wird! 4. Pilot will im Verantwortungsbereich des Center Controllers in einer LANIA üben: Hinweis: Da sich eine LANIA unterhalb FL100 befindet, ist der Pilot i.d.r. VFR unterwegs! Der Pilot fliegt selbständig in die LANIA und ruft ebenfalls selbständig das zuständige CRC 5. Pilot will im Verantwortungsbereich des Center Controllers in das Nachttiefflugsystem (NLFS) einfliegen: Der Center Controller gibt den Piloten vor Erreichen des Einflugpunktes für den Sinflug frei: (Callsign des Piloten) descend into night low flying system, atc service terminated at (time), contact monitor on (frequency) 6. Wenn der Pilot im Verantwortungsbereich des Center Lotsen nichts weiter will, dann fliegt er einfach durch den Sektor und der Center Controller übergibt den Piloten an den nächsten Center Controller 7. Wenn der Pilot im Verantwortungsbereich des Center Lotsen auf einem Militärischen Flugplatz ohne Anflugkontrolle landen will (bei IVAO), dann übernimmt der Center Controller auch die Aufgaben vom Approach Controller. Wenn ein Approach Controller verfügbar ist, dann gilt es den Piloten ggf. für einen ersten Sinkflug auf seiner Route und ggf. auch für einen DCT auf seiner Route freizugeben. Im Anschluss erfolgt das Handover zum Approach Controller 8. Will ein Pilot im Verantwortungsbereich des Center Lotsen seinen IFR-Teil cancellen, dann übernimmt dies der Center Lotse (wie zivil)! 9. Will ein Pilot im Verantwortungsbereich des Center Lotsen einen IFR-Pickup, dann übernimmt dies der Center Lotse (wie zivil)!

RAFIS VFR RAFIS 1. siehe Abschnitt Approach Controller-> VFR-> RAFIS Hinweis: RAFIS koordiniert auch C-Crossings militärischer Lfz durch zivile Lufträume und IFR-Pickups

Monitoring ED-R (TRA) 1. Nachdem der Pilot seinen IFR Teil bei der zivilen Flugverkehrskontrolle gecancelled hat, fliegt dieser nun sein Programm in der TRA ab (z.b. ACT oder Buddy-Buddy-Refuelling) Die zivile Flugverkehrskontrolle (ACC) wird von der Überwachenden Stelle informiert, sobald die TRA aktiv ist Die Überwachende Stelle halt folgende Aufgaben innerhalb der TRA: Verkehrsinformationen, sofern mehrere Übungen zeitgleich stattfinden Den übenden Piloten mitteilen, wenn sie sich einer TRA-Grenze nähern Die Piloten nach dem Einflug über den Status der einzelnen TRA-Gebiete in Kentniss setzen Ausweichempfehlungen bei Verkehr (on request durch Pilot!) Zeitliche Wirksamkeit: Montag bis Donnerstag von 07:00 bis 22:30 Uhr und Freitag 07:00 bis 16:00 Übender Verkehr fliegt innerhalb der TRA VFR Wenn die TRA von Militärischem IFR-Verkehr gekreuzt wird, dann wird nicht gestaffelt! NLFS 1. Nachdem der Pilot für den Sinflug ins NLFS freigegeben wurde, ändert er seinen Squawk nach Weisung der Übwerwachenden Stelle (NLFS mit Geländefolgeflug 0024 und NLFS ohne Extras 2000) Betriebszeiten des NLFS: Montag bis Donnerstag von SS+30 bis 2300 Uhr Streckenbreite des NLFS: Überall einheitlich 5NM Beim Einflug ist dem Piloten der niedrigste QNH im Streckenabschnitt des NLFS zu übermitteln Beim Einflug ist dem Piloten der entsprechende Squawk zu übermitteln In Ausnahmefällen (z.b. Gefahrenabwehr) können auch vom Grundsatz abweichende Individualcondes zugewiesen werden Erteilung von Radarverkehrsinformationen Überwachung des Verkehrsflusses im NLFS-DEU Koordination und Übergabe zu benachbarten Überwachungsstellen Unterstützung bei Luftnotlagen Sicherstellung eines verzugslosen Übergangs vom NLFS-DEU zum IFR-Streckenflug zum Zielflugplatz

Taktische Unterstützung Ground Controlled Intercept (T-Scramble) within ADEXA, TRA and LANIA 1. Wenn der Pilot (Formation) die ADEXA erreicht hat (mit Freigabe von zivilem Center Controller), wird dieser an das zuständige CRC übergeben. 2. Pilot meldet sich beim CRC 3. Der CRC-Controller teilt den Piloten mit, wie er sie versteht: (Callsign) (eigenes Callsign) read you (1-5) 4. Der CRC-Controller übermittelt beiden Piloten vor dem Formationssplit einen neuen Squawk: (Callsign) squawk (four figures) in sequence and confirm weapons safe 5. Der CRC-Controller requestet bei den Piloten ein TACAN in der Nähe als Bullseye: (Callsign) request XXX as Bullseye Alpha/One Check, heading xxx, distance xxx Alpha/One, same Bravo/Two Check, heading xxx, distance xxx Bravo/Two, same 6. Der CRC-Controller splitet die Formation: Alpha/One identified, confirm Bravo/Two is right low Bravo/Two is right low, Alpha/One Alpha/One, turn left heading 270 left 27, Alpha/One Bravo/Two, squawk mode c Bravo/Two, identified 7. Der CRC-Controller verteilt gem. Setup die Rollen 1. First Setup, Alpha/One fighter and Bravo/Two target 2. Alpha/One copy, fighter 3. Bravo/Two copy, target 8. Der CRC-Controller weist den Übungsteilnehmern Deconfliction Areas zu: 1. Alpha/One as fighter, you've the blocks x to x, Bravo/Two, you've the blocks x to x 2. Alpha/One 3. Bravo/Two 9. Der CRC-Controller weist dem Target ein target grade zu (dieses bestimmt, innerhalb welcher Parameter sich das Target ab sofort bewegen darf): Bravo/Two, you are cleared target grade two Bravo/Two copy, target grade two 10. Der CRC-Controller stellt nun eine sog. Split Range her (ca. 25 NM Distanz zwischen beiden aufbauen) Entweder er erteilt Alpha/One einen neuen Steuerkurs, um den Vorgang zu beschleunigen, oder er lässt Alpha/One einfach weiterfliegen, bis die Distanz zwischen beiden etwa 25 NM beträgt 11. Der CRC-Controller erteilt Alpha/One einen neuen Steuerkurs und fügt das brevity word commit hinzu. Dieses Wort ist ein Hinweis für alle Beteiligten darauf, dass der Intercept nun beginnt Alpha/One, commit right 36 right 36, Alpha/One 12. Der CRC-Controller teilt dem Fighter nun die Position des Targets in Bezug auf das Bullseye mit, sodass der Fighter auf seinem Radar Ausschau halten kann Alpha/One, (Callsign des CRC), single group, bullseye, (track vom Bullseye), Distanz zum Bullseye, Höhe in Fuß, track des Targets, targettyp Beispiel: Alpha/One, sweetapple, single group bullseye, 320, 35, 27000, tracking northwest, bogey Alpha/One, searching 13. Der CRC-Controller teilt dem Fighter seine Aufgabe im Intercept mit (z.b. Registrierung des Targets im Rahmen einer Sichtidentifikation herausfinden) Alpha/One, task ID, confirm armament safe Task ID, nose is cold, Alpha/One 14. Der CRC-Controller teilt dem Fighter wiedermal die Position des Targets in Bezug auf das Bullseye mit Alpha/One, (Callsign des CRC), single group, bullseye, xxx, xx, xxxxx, track (direction), (typ des targets)

Der CRC-Controller versucht nun den Piloten an das Target heranzuführen. Immer wieder teilt er dem Piloten die Position des Targets in Bezug auf das Bullseye mit. Wenn der Fighter schnell auf einen bestimmten Steuerkurs wechseln soll, dann lautet die korrekte Phrase: Alpha/One, hard right/left xxx hard right/left xxx, Alpha/One Wenn das Target seinen Kurs ändert und direkt auf den Fighter zufliegt: Bogey maneuvers hot, Alpha/One hard right/left xxx hard right/left xxx, Alpha/One So geht es weiter, bis die Distanz zwischen Fighter und Target bei etwa 10NM liegt. Dann wechselt das CRC in den sog. Taktischen Modus. Jetzt bezieht sich der CRC-Controller bei Positionsangaben nicht mehr auf das Bullseye, sondern verwendet ein anderes Format (BRAA-> Bearing, Range, Altitude, Aspect). ten miles, ten miles, (Callsign des CRC) switches to tactical, bogey is now BRAA xxx, x, xxxxx, xxx Ab und zu ggf. nochmal einen neuen Steuerkurs für den Fighter, sofern das Target seinen Kurs ändert. Sobald der Fighter das Target auf dem eigenen Radar hat, bestätigt er dies: Alpha/One, judy Der CRC-Controller will, dass der Pilot meldet, sobald er das Target in Sicht hat: Alpha/One, report tally on bogey Der Fighter hat das Target in Sicht: Tally now, slightly right, 2000 high Der Fighter wird für die Höhe und den Track des Targets freigegeben: Alpha/One, you're cleared for bogeys altitude and track Der Fighter befindet sich nun hinter und neben dem Target und beginnt mit der Sichtidentifikation: Rolling out one and a half mile, going in for ID Der Fighter übermittelt dem CRC die Registrierung des Targets: Alpha/One, ID is german eurofighter, registration three zero five one, playmate Der CRC-Controller überprüft die ID und bestätigt, dass es sich um eine befreundete ID handelt: ID is friendly, terminate Copy friendly, Alpha/One terminate Bravo/Two terminate Mit dem brevity word terminate wird die Übung abgebrochen bzw. beendet! Hier noch ein paar brevity words für den Piloten: Alpha/One, fox2 -> Alpha bzw. One hat soeben eine A/A Rakete (IR-gesteuert) abgefeuert Alpha/One, gimbals -> Alpha bzw. One teilt dem CRC mit, dass das Target aus seinem Radarbereich verschwindet. Er braucht neue Steuerkurse. Alpha/One, judy -> Alpha bzw. One hat das Target auf seinem eigenen Radar

Luftbetankung Tanker 1. Der Tanker wird von der Flugverkehrskontrolle (ACC) an die TRA oder an das Air Refuelling Anchor herangeführt 2. Der Tanker fliegt in die TRA oder das Anchor ein und wird für das Pattern freigegeben Receiver 1. Die Receiver (in Formation oder alleine) werden von der Flugverkehrskontrolle (ACC) an die TRA oder das Air Refuelling Anchor herangeführt 2. Die Receiver fliegen in die TRA oder das Anchor ein und werden vom CRC an den Tanker herangeführt 3. Der Controller teilt den Receivern mit, auf welchem FL sich der Tanker befindet (refuelling base level) und wie schnell der Tanker unterwegs ist (AAR Speed) 4. Der Controller informiert den Tanker über die Anzahl der Receiver 5. Der Controller weist die Receiver (bzw. jeweils den Leader) an, zu melden, sobald der Tanker auf dem Radar ist ( Report judy ) 6. Sobald der Leader den Tanker auf seinem Radar hat (judy), übernimmt er die Verantwortung dafür, selbständig an den Tanker bis auf 1NM lateral und 1000ft vertikal zu fliegen 7. Sobald der Leader den Tanker in Sicht hat, bestätigt er dies ( Visual on tanker ) 8. Der Controller übergibt nun die Formation an den Tanker, sofern der Operator ein eigenes Callsign mit eigenem Channel hat (nicht der Pilot des Tanker!) 9. Unabhängig davon, ob die Receiverformation nun an den Tanker übergeben wird oder aber beim CRC- Controller bleibt, die Phraseologie bleibt dieselbe: 1. Receiver wird für den join freigegeben: (Callsign), cleared to join left echelon 2. Receiver wird für die astern freigegeben: (Callsign), cleared astern left/centre/right 3. Receiver darf betanken: (Callsign), clear contact 4. Receiver wird für die Echelon Right freigegeben: (Callsign), Go Echelon right 5. Receiver wird für das Verlassen der Formation freigegeben: (Callsign), Clear to leave Im Anschluss werden die Receiver in Formation oder alleine gem. Flugplan und nach vorheriger Absprache mit der zivilen Flugverkehrskontrolle weiter freigeben. Der Tanker wird danach ebenfalls gem. Flugplan freigegeben, das Pattern und das Übungsgebiet zu verlassen. Eine lässt sich in zwei Abschnitte aufteilen: 1. Rendezvous 2. Betankung Das oben beschriebene Verfahren ist das gängigste und nennt sich Rendezvous Alpha (RV-Alpha). Hier fliegt der Tanker in einem Luftbetankungsgebiet und die Receiver werden vom CRC an den Tanker herangeführt. Sie verfügen darüberhinaus über ein eigenes Radar. Es gibt allerdings noch 6 andere Rendezxousverfahren (RV-Alpha bis RV-Golf). Zum Beispiel kann eine Betankung auf einem AAR-Track stattfinden (auf einem genau definierten Streckenabschnitt auf z.b. einem Radial eines TACAN).

Formationsflug Eine Formation wird von ATC wie ein einziges Flugzeug behandelt. ATC spricht nur mit dem Leader der Formation Nur der Leader hat seinen Transponder im Flug aktiviert Wenn eine Formation auf eine neue Frequenz gewechselt hat, wird kurz geprüft, ob auch alle Formationselemente auf der neuen Frequenz angekommen sind: (Callsign des Leader: z.b. Alpha), check Bravo Charlie Delta Eine Formationsherstellung (join) könnte im Flug wie folgt ablaufen (LK13B will eine Formation mit LK13A herstellen): LK13B, request to join LK13A right low LK13B, roger, turn right heading 040, LK13A is on 2 o'clock, 20 miles at FL260 turning right heading 040, LK13B LK13B, turn left heading 350 turning left heading 350, LK13B LK13B, LK13A is now on your 12 o'clock position, 8 miles, 1000ft above, report visual on LK13A wilco, LK13B LK13B, visual on LK13A LK13B, roger, cleard to join LK13A Cleared to join LK13A, LK13B LK13A, report formation tight wilco, LK13A LK13A, formation tight Eine Formationaauflösung (split) könnte wie folgt ablaufen (LK13B will sich von LK13A trennen): LB13B, request to split from LK13A LK13B, roger LK13A, confirm LK13B is right low LK13B is right low, LK13A Nun kann ATC mittels Vertical Split (climb/descent) und/oder Horizontal Split (left/right) und/oder Speed Split (increase/decrease) die Formation auflösen LK13B, turn right heading 090 and descent FL200 turning right heading 090 and descending FL200, LK13B LK13B, squawk mode c squawk c, LK13B LK13B, indentified LK13B

Luftbetankung (AAR) (RV-Alpha) Der Tanker startet in Lechfeld (ETSL) und will in das Gretchen Anchor (FL290). Derzeit befindet er sich auf der SL521 OID und ist auf FL290 freigegeben.

Der Tanker befindet sich bereits innerhalb der TRA307, fliegt bereits mit der AAR-Speed von 300KIAS auf dem Refuelling Base Level (FL290).

Der Tanker befindet sich nun im Pattern auf FL290 und wartet auf die beiden Receiver, welche bereits auf dem Weg in das Luftbetankungsgebiet Gretchen sind (siehe Bild)

Nach einem Split werden beiden Receiver einzeln an den Tanker herangeführt.

Beide Receiver erreichen die TRA und cancellen ihren IFR-Teil. Sie werden nun an das CRC Sweetapple übergeben. Der CRC-Controller führt die beiden Receiver nun einzeln an den Tanker heran. Geplant ist, dass LK13B direkt astern left und LK13A astern right freigegeben wird.

Beide Receiver haben den Tanker bereits auf ihrem Radar und ebenfalls in Sicht, sodass sie zum Tanker freigegeben wurden, welcher sie in ihre Positionen freigegeben hat.

LK13B und LK13A nähern sich ihren Positionen.

Ground Controlled Intercept (GCI) (1 Practice Intercept im Rahmen eines T-Scramble) Die Rollen wurden verteilt, das Setup beginnt. CIDER1-> TARGET (target grade 2) CIDER2-> FIGHTER Bullseye-> LCH (CH25X)

Zu beginn wird eine Split Range (ca. 25NM) hergestellt, ehe der Intercept beginnt.

Die Distanz ist groß genug. Der Intercept beginnt. CIDER2 erhält als FIGHTER nun einen ersten Steuerkurs und eine Positionsangabe in Bezug auf das LCH TACAN.

Bullseye, 318, 33, 30000, track north-west CIDER2 erhält nun einen Steuerkurs vom Controller, welcher ihn vor die Nase des Targets führen soll (Lead Pursuit)

Das Target ändert seinen Kurs.

Das Target flog direkt auf den Fighter zu, worauf dieser hard right north drehen musste.

Nach einigen weiteren Steuerkursänderungen, sowie Positionsangaben, wechselte das CRC in den taktischen Modus. Nachdem der FIGHTER das TARGET auf dem Radar hatte (judy), wurde er weiter herangeführt, bis dass er das TARGET in Sicht (tally on) hatte. Dann wurde er auf die Höhe und den Track des Targets freigegeben. Er soll nun die ID im Rahmen einer Sichtidentifikation in Erfahrung bringen und übermitteln.

Die Sichtidentifikation beginnt.