VERKEHRSUNFALLSTATISTIK 2016

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Transkript:

VERKEHRSUNFALLSTATISTIK 2016 für das Stadtgebiet Ludwigshafen am Rhein Polizei Ludwigshafen Sachbereich Verkehr Stand: 24.02.2017

Allgemeine Unfallentwicklung Leichte Steigerung der Unfallzahlen gegenüber dem Vorjahr Im Jahr 2016 ereigneten sich im Stadtgebiet Ludwigshafen am Rhein insgesamt 6527 Verkehrsunfälle. Dies sind 90 Unfälle mehr als noch 2015 und bedeutet eine leichte Steigerung um 1,4 Prozent. Damit liegt Ludwigshafen unterhalb der Landes- und Präsidialentwicklung. (Steigerungen um 2,6 bzw. 3,2 Prozent) Die Zahl der leicht verletzten Verkehrsteilnehmer fiel gegenüber dem Vorjahr um 33 auf 615 Fälle. Die Zahl der schwerverletzten Personen stieg von 89 auf 108 Fälle an, die Anzahl der tödlich verletzten Personen erhöhte sich von 2 auf 3. In der Langzeitentwicklung von 2011 bis 2016 ist ein nahezu kontinuierlicher Anstieg der Unfallzahlen erkennbar. Bei der Betrachtung der Unfälle mit Personenschäden lag der prozentuale Anteil zu den Gesamtunfällen zwischen 11,2 und 11,9 Prozent. 7000 6000 6008 6073 6329 6321 6437 6527 5000 4000 3000 2000 VU gesamt LV SV Tote 1000 0 578 586 611 626 648 615 119 105 114 124 89 108 3 4 1 3 2 3 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Ursachen Die Hauptunfallursache Nummer 1 im Stadtgebiet Ludwigshafen ist nach wie vor mangelhafter Sicherheitsabstand. Diese Abstandsfälle beinhalten jedoch nicht nur den Sicherheitsabstand zu Vorausfahrenden (Auffahrunfälle) sondern auch die Fälle des seitlichen Abstandes beim Vorbeifahren. Dieser Bereich stieg auf insgesamt 1982 Fälle an. Die Fälle der Geschwindigkeitsverstöße als Hauptunfallursache haben sich positiv entwickelt, sie haben sich um 72 auf 215 Fälle verringert. Der Trend bei diesen Ursachen entspricht der Entwicklung im Präsidialbereich.

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (Unfallflucht) Der Bereich der Unfallflucht stellt ein Viertel aller bekannt gewordenen und polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle im Stadtgebiet dar. 1631 der insgesamt aufgenommenen 6527 Verkehrsunfälle wurden als Unfallflucht eingestuft, also 8 weniger als 2015 und somit abweichend von der Entwicklung auf Präsidial- und Landesebene, wo jeweils Zunahmen zu verzeichnen waren. Die Aufklärungsquote erreichte mit 710 aufgeklärten Fällen den guten Wert von 43,5 Prozent und entspricht damit dem Präsidial- und Landesergebnis. Alkohol und Drogen Die Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkohol sind erfreulicherweise im vergangenen Jahr um 7 auf 86 Fälle zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von 7,5 Prozent. Die Anzahl der Leichtverletzten stieg um 2 auf 33, bei den Schwerverletzten von 3 auf 6. Zwei Unfälle mit der Hauptunfallursache Alkohol endeten mit tödlichem Ausgang. Bei den Unfällen unter Drogeneinwirkung ist eine Steigerung von 8 auf nunmehr 25 Fälle zu verzeichnen. Die Leichtverletzten haben sich von 2 auf 8 Fälle erhöht und bei den Schwerverletzten stieg die Zahl von 0 auf 4. Durch gezielte Aus- und Fortbildungsmaßnahmen konnten die Fähigkeiten der Polizeibeamtinnen und beamten beim Erkennen von drogenbeeinflussten Kraftfahrern in den vergangenen Jahren verbessert werden. Die gestiegenen Fallzahlen in diesem Bereich können also mit einer Dunkelfeldaufhellung erklärt werden. Risikogruppen Kinder Im Bereich der Kinderunfälle konnte nach 2015 nochmals eine Reduzierung festgestellt werden. Die Anzahl ist im Jahr 2016 von 91 auf 77 oder um 15,7 Prozent gesunken. Diese positive Entwicklung setzte sich auch bei den Leichtverletzten fort. Dort konnte eine Reduzierung um 20 auf 48 Fälle festgestellt werden. Die Anzahl der schwer verletzten Kinder liegt mit 10 um 1 Fall höher als im Vorjahr. Im gesamten Jahr 2016 waren keine Schulwegunfälle zu verzeichnen. Im Vorjahr waren es noch vier Schulwegunfälle mit drei leicht- und einem schwerverletzten Kind. Die insgesamt positive Entwicklung im Bereich der Unfälle mit Kindern ist wohl auch auf die weiterhin intensive und engagierte Arbeit der Verkehrssicherheitsberater der Polizei in der Jugendverkehrsschule zurückzuführen.

Senioren Die Anzahl der Senioren in der Gesellschaft, also den Personen über 65 Jahren, ist in den letzten Jahren ständig angestiegen. Dies spiegelt sich auch in der Verkehrsunfallstatistik wider. Von 2011 bis 2016 stieg die Zahl der an Verkehrsunfällen beteiligten Senioren beinahe kontinuierlich von 912 auf 1194 an. Dem gegenüber ist die Zahl der dabei verletzten Personen von 190 im Vorjahr auf 177 gesunken. 1200 1000 912 848 1007 1097 1132 1194 800 600 Bet. Senioren Verletzte 400 200 183 162 156 160 190 177 0 2011 2012 2013 2014 2015 2016 6-Jahrestabelle-Entwicklung Verkehrsunfallbeteiligung Senioren v. 2011-2016 Junge Fahrer (18 bis 24-Jährige) Negativ entwickelt hat sich die Unfallbeteiligung der Jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren. Die Unfallbeteiligung dieser Gruppe stieg von 1292 im Jahr 2015 um 165 auf 1457 in 2016. Bei den Leichtverletzten stieg die Zahl um 14 auf 169 an, bei den Schwerverletzten um 11 auf 25. Leider waren 2 tödlich verletzte junge Menschen zu beklagen, bei beiden Unfällen war Alkohol zumindest mitursächlich.

Radfahrer Für Radfahrer besteht regelmäßig ein besonders hohes Risiko, bei einem Verkehrsunfall auch verletzt zu werden. Bei 305 polizeilich aufgenommenen Fahrradunfällen verletzten sich im vergangenen Jahr 240 Personen, also fast 80 Prozent der beteiligten Radfahrer. Die Zahl der Fahrradunfälle hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 21 auf 305 erhöht. Bei den Leichtverletzten wurde eine Zunahme um 18 auf 211 registriert, bei den Schwerverletzten mit 29 Personen eine mehr als 2015. Besondere Beachtung findet der Bereich der Elektrofahrräder, der sog. E-Bikes und Pedelecs. Sowohl Pedelecs als auch E-Bikes sind Fahrräder, die mit einem zusätzlichen Elektromotor das Treten unterstützen. Das E-Bike fährt im Unterschied zum Pedelec auch dann, wenn der Fahrer nicht in die Pedale tritt. Rechtlich gesehen gehören die E-Bikes zu den Leichtmofas, also Kraftfahrzeugen (mit Betriebserlaubnis und Versicherungskennzeichen), und die Pedelecs zu den Fahrrädern. Im Stadtgebiet ereigneten sich 5 Unfälle mit Pedelecs (bei der Gruppe der Radfahrer eingerechnet) und 5 Unfälle mit E-Bikes (den motorisierten Zweirädern zugerechnet). Zusammengestellt von: Axel Lorang Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Ludwigshafen 1