Segment 6: Etablierte Alternative

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Transkript:

22.11.2018 Segment 6: Nachfragersegmente im Wohnungsmarkt 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 Fahrländer Partner AG Raumentwicklung Seebahnstrasse 89 Münzrain 10 8003 Zürich 3005 Bern +41 44 466 70 00 +41 31 348 70 00 info@fpre.ch bern@fpre.ch www.fpre.ch www.fpre.ch

2. 6.1 : Einleitung Gut 11 % der Schweizer Haushalte zählt zu den Etablierten Alternativen. Ihr Lebensstil ist an Selbstverwirklichung orientiert, wobei kulturelles Interesse sowie ökologisches und soziales Bewusstsein ausgeprägt sind. Natürlichkeit und Authentizität sind wichtige Werte. Materielle Güter, Konsum und Prestigeobjekte haben einen eher geringen Stellenwert. Der Alltag und die Freizeit sind stark regionsbezogen. Ferien sind häufig und weit. Die Etablierten Alternativen wohnen in mittelgrossen Mietwohnungen, im Stockwerk-eigentum oder in einer Hausgemeinschaft. Gemessen an ihren finanziellen Möglichkeiten weisen sie eine vergleichsweise geringe Wohneigentumsneigung auf, das kulturelle Angebot und eine inspirierende Nachbarschaft sind entscheidender, sei dies in der Stadt, im suburbanen Raum oder auf dem Land. 6.2 : Beispiele dreier fiktiver Haushalte Die nachfolgenden Beispieltexte sollen einen schnellen Zugang zu den beschriebenen Nachfragersegmenten ermöglichen. Sie sind stark überzeichnet, klischeehaft und basieren nicht auf einer wissenschaftlichen Grundlage. Familie Egger Sandmann, Familie mit Kindern Jonathan Egger ist Informatiker und hat einen guten Job bei einer Softwarefirma. Er arbeitet 100 Prozent, jedoch arbeitet er mehrere Tage pro Woche von zu Hause aus. Seine Frau Karin Sandmann ist ebenfalls berufstätig und arbeitet als Personalfachfrau 80 Prozent. Ihre gemeinsame Tochter geht zwei Tage pro Woche in die Kinderkrippe. Ihnen ist wichtig, dass sie sich gemeinsam um die Erziehung der Tochter kümmern. Sie leben in einer familienfreundlichen Überbauung wo Kinder gut in der grünen Umgebung spielen können. Herr Küng und Frau Kuster, Mittleres Paar Hans Küng lebt mit seiner Lebensgefährtin Annemarie Kuster in einem Einfamilienhaus am Rande der Kleinstadt. Er hat das Haus nach seinen Wünschen umgebaut und schätzt daran vor allem den schönen Garten in dem er viel Zeit verbringt. Er arbeitet seit mehreren Jahren auf dem lokalen Bauamt und freut sich auf die bevorstehende Pensionierung. Annemarie Kuster gibt zu Hause Klavierunterricht. Ausserdem besuchen sie auch gerne klassische kulturelle Veranstaltungen in der Stadt. Familie Tobler, Familie mit Kindern Susanne und Peter Tobler sind beide Oberstufenlehrer und arbeiten an derselben Schule. Sie leben mit ihren zwei gemeinsamen Kindern in einer geräumigen Eigentumswohnung in einer grösseren Stadt. ist, dass die Wohnung funktional und ruhig ist. Sie sind ökologisch eingestellt und essen bevorzugt saisonale Produkte aus der Region aus biologischem Anbau. Sie gehen mehrheitlich mit dem Fahrrad zur Arbeit und sind auch in der Freizeit eher sportlich eingestellt. In den Ferien unternimmt die Familie gemeinsam Individualreisen in entfernte Länder mit anderen Kulturen.

0 25 000 50 000 75 000 100 000 125 000 150 000 175 000 200 000 225 000 250 000 Oberstes Management Freie Berufe Andere Selbständige Akademische Berufe und Kader Intermediäre Berufe Qualifizierte nicht manuelle Berufe Qualifizierte manuelle Berufe Unqualifizierte Tätigkeiten Erwerbslose Primäre Bildung Sekundäre Bildung Tertiäre Bildung Ohne Angabe 3. 6.3 Wer ist die? Ausbildungsniveau Mittlerer bis hoher Bildungsstand 10 8 6 Beruf Intermediäre und qualifizierte nicht manuelle Berufe, häufig im staatlichen Sektor und in sozialen Dienstleitungen (Gesundheitswesen, Bildung) 5 3 1 Berufliche Stellung Intermediäre Stellung Einkommen Mittleres Einkommen Verteilung der Einkommen Alle Haushalte Jährliches Brutto-Haushaltseinkommen Lesehhilfe 95 Perzentil 3. Quartil wert Median 1. Quartil 5 Perzentil

Singles Paare Familie mit Kindern Einelternfamilie Wohngemeinschaft Singles Paare Familie mit Kindern Einelternfamilie Wohngemeinschaft Nationalität 4. Schweizer Ausländer 1 3 5 6 7 8 9 10 Lebensphasen Familien Ältere 12.2% 12.1% Mittlere 12.2% 12.6% 23.2% 5.6% 2.5% Jüngere 9.9% 9.8% Durchschnittliche Anzahl Personen pro Haushalt 2.1 Personen 5 4.5 4 3.5 3 2.5 2 1.5 1 0.5

0 25 000 50 000 75 000 100 000 20 bis 30 Jahre 30 bis 40 Jahre 40 bis 50 Jahre 50 bis 65 Jahre 65 bis 80 Jahre Über 85 Jahre Familie mit Kindern Einelternfamilie Alle Familien 5. Durchschnittliche Anzahl Kinder pro Familie 1.6 Kinder 2.0 1.9 1.8 1.7 1.6 1.5 1.4 1.3 1.2 1.1 1.0 Durchschnittsalter der Referenzperson 5 3 1 Einkommen Verteilung der Einkommen pro Äquivalenzperson Jüngere Mittlere Ältere Familien mit Kindern Jährliches Brutto-Haushaltseinkommen pro Äquivalenzperson (CHF) Lesehhilfe 95 Perzentil 3. Quartil wert Median 1. Quartil 5 Perzentil

6. 6.4 : Verteilung und Entwicklung Differenz der Anteile der Gemeinde zu den schweizweiten Anteilen Daten einfügen! Quellen: BFS, BFS Geostat / swisstopo, Fahrländer Partner & sotomo. Entwicklung der Anteile der Nachfragersegmente und der Sozialen Schichten 25% 5 15% 3 1 5% 1 1990 2000 2016 1990 2000 2016 Klassischer stand Aufgeschlossene Mitte Unterschicht schicht Oberschicht

Kein Arbeitsweg zu Fuss ÖV ÖV&IV ÖV&Velo MIV MIV&Velo Velo Verschiedene Unbekannt Zentren Suburbane Gemeinden Einkommensstarke Gemeinden Periurbane Gemeinden Touristische Gemeinden Industrielle und tertiäre Gemeinden Ländliche agrarische Gemeinden 7. 6.5 Wie lebt die? Wohnort Agglomerationen, mittlere und kleinere Zentren und periurbane Gemeinden 10 8 6 Wohnumfeld Gemischt, durchgrünt Verkehrsmittel In der Stadt ÖV und Velo, Car-Sharing, auf dem Land MIV 7 6 5 3 1 Umzugsneigung Preissensitivität Eigentumswohnungsquote Einfamilienhausquote, eher Hausgemeinschaft in MFH Wohneigentumsneigung

1 Zimmer 2 Zimmer 3 Zimmer 4 Zimmer 5 Zimmer 6+ Zimmer 1 Zimmer 2 Zimmer 3 Zimmer 4 Zimmer 5 Zimmer 6-9 Zimmer 10+ Zimmer keine Wohneinheit Mieter Genossenschafter Wohnungseigentümer Alleineigentümer des Hauses Miteigentümer des Hauses Andere 8. Wohnform 10 8 6 Wohnungsgrundriss Geschlossen Architektur Atmosphärisch, heimelig-modern, Präferenz für sanft renovierten Altbau Zimmerzahl 3 bis 5 Zimmer 5 3 1 Wohnfläche m² 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0

weniger als 25m²/Äqu.Pers. 25-40m²/Äqu.Pers. 40-55m²/Äqu.Pers. 55-75m²/Äqu.Pers. 75-100m²/Äqu.Pers. über 100m²/Äqu.Pers. 9. Wohnfläche pro Aquivalenzperson 5 3 1 Flächenbedarf pro Person Ausbaustandard Materalisierung und Apparate Natürliche Materialien, viel Holz Technische Ausrüstung Zahlungsbereitschaft für Ökologie Weitere spezifische Bedürfnisse Keine

10. 6.6 : Wohnumfeld Der Prozess der Wohnungssuche ist durch Präferenzen und Restriktionen geprägt, die auf die Nachfrager einwirken. Dabei spielen bei den Nachfragersegementen aus den sozial höheren Schichten die Präferenzen eine grössere Rolle und bei den sozial tieferen Schichten die Restriktionen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf das Endergebnis der dabei spielenden Prozesse. Präferenz für urbanes Umfeld Präferenz fürs Grüne Besonnung & Aussicht Erreichbarkeit Dienstleistungen Sekundär Erreichbarkeit Freizeit/Erholung Sehr wichtig Erreichbarkeit kulturelles Angebot Sehr wichtig keit der Aussenräume Sehr hoch Kleinräumige Erschliessung Kinderfreundlichkeit