VARIANTENVIELFALT EXPLODIERT WAS TUN?



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Herzlich Willkommen zum Vortrag: Mitarbeiterführung und Ausbildung. für UNITEIS e.v. Andrea Mills M.A.

Transkript:

HERZLICH WILKOMMEN ZUM VORTRAG VARIANTENVIELFALT EXPLODIERT WAS TUN? Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 1

AGENDA 1. Kurzvorstellung IWT 2. Aufgabenstellung 3. Ein Stück weit Theorie 4. Die Praxis 5. Zusammenfassung Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 2

IWT Technologie- und Wissenstransfer Technologie- und Wissenstransfer Unternehmen Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 3

FH LIPPE UND HÖXTER / FB 7 Fachbereiche der Fachhochschule Lippe und Höxter Fachbereich 1 Architektur und Innenarchitektur Fachbereich 2 Medienproduktion Fachbereich 3 Bauingenieurwesen Fachbereich 4 Life Science Technology Fachbereich 5 Elektrotechnik und Informationstechnik Fachbereich 6 Maschinentechnik und Mechatronik Fachbereich 7 Produktion und Wirtschaft Fachbereich 8 Technischer Umweltschutz Fachbereich 9 Landschaftsarchitektur und Umweltschutz Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 4

FACHBEREICH PRODUKTION UND WIRTSCHAFT Wesentliche Daten des Fachbereichs Produktion und Wirtschaft 4 Studiengänge 24 Professorinnen und Professoren 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 19 Laboratorien ca. 260 Studienanfänger im WS 2005/2006 Insgesamt ca. 1000 Studierende Neueste Laborausstattung Intensive Industriekontakte Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 5

FACHBEREICH PRODUKTION UND WIRTSCHAFT Bachelor- / Masterstudiengänge im Fachbereich Produktion und Wirtschaft Master Production Engineering (M.Eng.) Master Logistics and Business Management (M.A.) Bachelor Produktionstechnik (B.Eng.) Bachelor Holztechnik (B.Eng.) Bachelor Logistik (B.A.) Bachelor Wirtschaft (B.A.) Planung, Organisation, Management BWL Informatik Konstruktions- u. Fertigungstechnik -Metall - Kunststoff Naturwiss. Grundlagen Planung, Organisation, Management BWL Informatik Konstruktions- u. Fertigungstechnik -Holz Naturwiss. Grundlagen Planung, Organisation, Management BWL Informatik Techn. Grundlagen Naturwiss. Grundlagen Planung, Organisation, Management BWL Informatik Techn. Grundlagen Naturwiss. Grundlagen Entwickeln Herstellen Organisieren/ Transportieren Restrukturieren Vermarkten/Vertreiben Prozesse wirtschaftlich gestalten Stand: Oktober 2006 Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 6

IWT Handlungsmaxime => gemeinsam Betroffene zu Beteiligten machen => umsetzungsorientiert Lieber 80% sofort als 100% in 5 Jahren => pragmatisch Ausprobieren statt Diskutieren Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 7

IWT Gestaltungsbereiche Potenzialstudie Schwerpunktanalyse Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 8

AUFGABENSTELLUNG 1. Kurzvorstellung IWT 2. Aufgabenstellung 3. Ein Stück weit Theorie 4. Die Praxis 5. Zusammenfassung Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 9

AUFGABENSTELLUNG Eine Neuplanung der Fertigung eines Küchenherstellers unter Berücksichtigung einer steigenden Variantenvielfalt Wir brauchen neue Produkte. Der Markt verlangt danach!!! Schon wieder neue Varianten!?! Das Lager platzt!!! Vertrieb: 300 Lagerplätze für Halbfertigteile Produktion: Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 10

AUFGABENSTELLUNG Die Aufstockung der Farbvarianten in Verbindung mit einer weiteren Rasterhöhe bedingt eine Explosion der Lagerplätze Anforderungen konkret: => 12 weitere Dekorvarianten => Ein weiteres Rastermaß Altes Produktspektrum Neues Produktspektrum 300 Lagerplätze 2000 Lagerplätze Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 11

AUFGABENSTELLUNG Direkte Auswirkungen der Variantenerhöhung auf die Produktion Wir produzieren nicht mehr, sondern lagern nur noch!!! Erster Ansatz: Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 12

AUFGABENSTELLUNG Wir bauen an!! Zweiter Ansatz: Wir investieren in teuere zuschnittoptimierte Anlagen Dritter Ansatz: Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 13

EIN STUECK WEIT THEORIE 1. Kurzvorstellung IWT 2. Aufgabenstellung 3. Ein Stück weit Theorie 4. Die Praxis 5. Zusammenfassung Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 14

EIN STUECK WEIT THEORIE Produzierte Produkte, die nicht benötigt werden, ziehen alle Arten von Verschwendung nach sich 7 Arten der Verschwendung: Flächen Transport und Wege verursachen Personalkosten Flächen bedeuteten Miete/ Raum Bestände Transport Bestände bedeuteten Raum Reparaturen bedeuten Personal- und Materialkosten Wegezeiten Überproduktion Wartezeit Reparaturen/ Fehler Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 15

EIN STUECK WEIT THEORIE Flächen und Lager bisher Zahlreiche fertigungsnahe Lagerflächen künftig Arbeitssystemnahe bzw. -integrierte Kleinstlager Fläche für Materialbereitstellung Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 16

EIN STUECK WEIT THEORIE Informationsfluss bisher Informationssumpf und Materialstau künftig Fluss von Material und Informationen Bestände Durchlaufzeit Bearbeitungszeit Lager-, Warte-, Transportzeit Bestände Durchlaufzeit nach PANSKUS u.a. 1994 - Informationen und Material werden nur sehr zähflüssig transportiert, Informationen versickern, Material verrottet - Es dauert lange, bis Material und Informationen aus dem Sumpf herauskommen - Informationen und Material fließen kontrolliert im Flusslauf - Die Abläufe sind transparent, nichts geht verloren. Was hineinfließt, fließt auch schnell und kontinuierlich wieder heraus Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 17

EIN STUECK WEIT THEORIE Fließprinzip künftig Fließprinzip (One Piece Flow) bisher Verrichtungsprinzip (Werkstattprinzip) M1 M2 Werkstatt A Maschine A Werkstatt C Maschine C Werkstatt B Maschine B Werkstatt D M5 M4 M3 nach PANSKUS u.a. 1994 Maschine D - Losweise Fertigung und Transportvorgänge - Hohe Bestände, großer Transportaufwand - Hoher Koordinationsaufwand - Lange, stark schwankende Durchlaufzeiten - Hohe Maschinenauslastung - U-förmiges Layout, flexibel durch bewegliche Maschinen - Geringe Umlaufbestände, geringer Transportaufwand - Preiswerte, robuste, angepasste, automatisierte Maschinen - Werkzeuge und Vorrichtungen vor Ort - Komplettbearbeitung durch multifunktional ausgebildete Mitarbeiter - Kurze, zuverlässige Durchlaufzeiten - Flexible Kapazität durch Variieren der Mitarbeiterzahl - Nur Gutteile verlassen das Arbeitssystem Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 18

EIN STUECK WEIT THEORIE Bestände Bestandsverringerung in kleinen Schritten Bestände Bestände Bestände Probleme Probleme Probleme Probleme werden verdeckt Beispiele: Maschinenausfälle Fehlendes Material Engpässe in der Fertigung Qualitätsmängel Probleme werden transparent Einfache Identifizierung Zwang zur schnellen Problemlösung Beseitigung der Ursachen Die Lösung von Problemen ermöglicht eine Produktion mit niedrigen Beständen Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 19

EIN STUECK WEIT THEORIE Pullprinzip Pull- Element: Auffüllprinzip Was soll ich damit? Du bist zu früh! Schritt 1: Auffüllprinzip Ich wird mein Zeug nicht los! Leidensdruck für Lagerung der Teile beim nachgelagerten Bereich Leidensdruck für Lagerung der Teile beim vorgelagerten Bereich Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 20

EIN STUECK WEIT THEORIE Pullprinzip Pull- Element: Supermarkt Schritt 2: Errichten von Supermärkten Jede Variante hat ihren festen Platz Der Supermarkt steuert nach dem Prinzip: Ist was weg, muss was hin Keine Transparenz über die Bestände Transparenz über die Bestände Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 21

DIE PRAXIS 1. Kurzvorstellung IWT 2. Aufgabenstellung 3. Ein Stück weit Theorie 4. Die Praxis 5. Zusammenfassung Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 22

DIE PRAXIS Zuschnittbetrachtung 1. Ansatz: Zuschnittsoptimierung Zuschnittoptimiert Nicht optimiert Entscheidender Nachteil: Nur sehr geringe Optimierung bei hohen Investitionen Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 23

DIE PRAXIS Variantenerhöhung im Produktionsprozess nur über die Dekorfarbe 2. Ansatz mit Lagerfertigung WE Lager Bohren Korpuszuschnitt Stranglager Halbfertigteilelager Strangzuschnitt Halbfertigteilelager Montage 12 Dekorfarben 12 Dekorfarben 5 Breiten =60 Plätze 12 Dekorfarben 5 Breiten 8 Höhen = 480 Plätze 12 Dekorfarben 5 Breiten 8 Höhen = 480 Plätze 3. IWT- Ansatz: Fertigung mit Supermarkt und geringen Umlaufbeständen = 1020 Plätze Strangzuschnitlager Strang- Korpuszuschnitt WE Lager Bohren Montage 12 Dekorfarben 12 Dekorfarben 5 Breiten Tagespuffer = 60 Plätze =60 Plätze Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 24

DIE PRAXIS Steuerung der Prozesskette EDV Auftragsbezogene Zuschnittliste Kanban Strangzuschnitlager Strang- Korpuszuschnitt WE Lager Bohren Montage Tagespuffer mitlaufende Zuschnittliste Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 25

DIE PRAXIS Zusätzliche Effekte der auftragsbezogenen Fertigung 1. Erheblicher Flächengewinn 2. Deutliche Verringerung von Verschwendung 3. Hochflexible Fertigung durch kleinste Puffer 4. Deutliche Reduzierung der Gesamtdurchlaufzeit 5. Verbesserte Übersicht über die Bestände 6. Vereinfachte Steuerung auf Produktionsebene via Kanban- Kreislauf Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 26

DIE PRAXIS Welche Vorraussetzungen müssen erfüllt sein? 1. Rüstanpassung wichtiger Maschinen 2. Anpassung der Steuerung auf Fertigung mit geringer Losgröße 3. Funktionierende Logistik, Einsatz von Fließprinzipien 4. Null Fehler- Prinzip Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 27

DIE PRAXIS Umgesetzte Fertigung Plattenlager + Zuschnitt Maschinenstraße Frontenfertigung Montagebereich Strangzuschnitt Sondermontage Bohren + Beschläge Supermarkt Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 28

DIE PRAXIS Planungsbeispiel WE- Lager und Zuschnitt Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 29

ZUSAMMENFASSUNG 1. Kurzvorstellung IWT 2. Aufgabenstellung 3. Ein Stück weit Theorie 4. Die Praxis 5. Zusammenfassung Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 30

GRUNDGEDANKEN DES KVP Häufig ist ein gewisser Leidensdruck nötig, damit Unternehmen die Chance zum Wandel ergreifen Bedeutung des Wortes Krise Katastrophe Krise (Ki-Ki) Krise kann ein produktiver Zustand sein, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen Max Frisch Gelegenheit Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 31

GRUNDGEDANKEN DES KVP Die Schlanke Produktion setzt im Gegensatz zur traditionellen Betrachtungsweise bei den Durchlaufzeiten an Ansatz: Kurze Durchlaufzeiten statt hoher Bestände Traditionelles Denken Schlanke Produktion Hohe Bestände = Hohe Lieferbereitschaft Kurze Durchlaufzeiten = Hohe Reaktionsfähigkeit Hohe Kundenorientierung Hohe Kundenorientierung Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 32

REFERENZEN Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Fachhochschule Lippe und Höxter 33