SÖM-Bericht 2012 LKN-SH Nationalparkverwaltung Titel Ort, Datum

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Transkript:

Mastertitelformat bearbeiten Mastertextformat bearbeiten Zweite Ebene Dritte Ebene Vierte Ebene Fünfte Ebene Foto: Gätje / LKN-SH Sozio-ökonomisches Monitoring (SÖM Watt) in der Nationalpark-Region SÖM-Bericht 2012 LKN-SH Nationalparkverwaltung Titel Ort, Datum

SÖM Watt Ergebnisse aktueller Befragungen Seite 1. Einleitung... 2 2. SÖM Watt Statistik Wattführungen und Infozentren.... SÖM Watt Repräsentative Einwohnerbefragung 2011....1 Bekanntheit der Schutzkategorie(n) des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres....2 Stolz auf den Nationalpark... 6. Die Sonntagsfrage... 8.4 Bekanntheit des UNESCO-Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres... 10. Bringt das Weltnaturerbe Vor- oder Nachteile?... 11.6 Bekanntheit und Wahrnehmung des Begriffs 'Biosphärenreservat'... 12. Wahrnehmungen zur Gefährdung des Wattenmeeres... 14.8 Bekanntheit und Beliebtheit des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum... 1 4. SÖM Watt Gästebefragung... 18. Landesweite Gästebefragung 2011 des NIT (Sonderauswertung)... 19. SÖM Watt Bundesweite Befragung 2011 Bekanntheit des Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres... 21 6. Fazit: Partnerschaft und Kooperation in der Nationalpark-Region, Akzeptanzentwicklung... 22 Anhang: Methodik der Befragungen... 2

1. Einleitung Um die Entwicklung der Wattenmeerregion umfassend beschreiben zu können und Trends rechtzeitig zu erkennen, genügt es nicht, lediglich ökologische Parameter zu erfassen. Ebenso wichtig ist der Blick auf die regionale Wirtschaft, auf die Bevölkerungsentwicklung und auf die Einstellungen, Meinungen und Wünsche der Regionalbevölkerung und der Gäste. Daten und Bewertungen über die sozio-ökonomische Entwicklung der Nationalpark-Region liefert das sozioökonomische Monitoring - SÖM Watt der Nationalparkverwaltung. Das SÖM Watt setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: Aus amtlichen Statistiken werden ausgewählte Daten zum SÖM Regional zusammengestellt. Weitere Untersuchungen: An 14 Standorten wurden 1999 bis 2009 Urlaubsgäste und Tagesausflügler interviewt (SÖM Trend). Die Bewohnerinnen und Bewohner der Nationalpark- Region (Kreise Dithmarschen und Nordfriesland) werden seit 2000 jährlich befragt (SÖM Meinung). In 2006 wurde mit Rendsburg-Eckernförde erstmals zusätzlich ein Vergleichskreis einbezogen, der nicht direkt am Nationalpark liegt. Sporadisch werden Fragen in bundesweite repräsentative Mehrthemen-Befragungen eingeschaltet. Die Ermittlung der 'Kundenzufriedenheit' im Rahmen von Gästebefragungen eröffnet die Möglichkeit, die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen zu überprüfen und die Bekanntheit und Bewertung der auf den Nationalpark bezogenen Angebote zu erfassen. Nicht weniger wichtig ist es, Wahrnehmung und Akzeptanz des Schutzgebietsmanagements und der Naturschutzkommunikation der Nationalparkverwaltung regelmäßig durch Befragungen der Bevölkerung und der Vertreter von Interessensgruppen zu überprüfen. Das SÖM Watt ist Teil der wattenmeerweiten Dauerbeobachtung (TMAP, Trilateral Monitoring and Assessment Program), die gemeinsam mit Dänemark und den Niederlanden durchgeführt wird. SÖM Watt SÖM Watt Bausteine des des sozio-ökonomischen Monitorings SÖM Regional SÖM Trend SÖM Meinung Statistiken, Daten, Studien Wirtschaftsfaktor Nationalpark Nationalpark-Angebote Tourismus Umwelttrends Durchführung von Zählungen Gästebefragungen Hochrechnungen Kartierungen Befragungen von Einwohner/innen Bundesbürger/innen 2

2. SÖM Watt Statistik Wattführungen und Infozentren Im Jahr 2011 ist die Zahl der Wattführungen gegenüber dem Vorjahr erneut leicht angestiegen. An den rund.200 geführten Touren (Exkursionen, Wanderungen, Erkundungen etc.) nahmen insgesamt knapp 121.000 Personen teil, davon 61% Kinder und Jugendliche. Größter Anbieter war wie in den Jahren zuvor die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer, die mit ihren zahlreichen Bundesfreiwilligen (BFD) und jungen Menschen im freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ) ein großes und vielfältiges Programm mit Nationalpark-Veranstaltungen in Küstenorten am Festland und auf den Inseln und Halligen anbietet. Die 6 Nationalpark- WattführerInnen leiteten ein Drittel der geführten Touren. Diese speziell ausgebildeten Nationalpark-Partner sind zusammen mit den Naturschutzverbänden die wichtigsten Anbieter dieser attraktiven Outdoor-Veranstaltungen. Sie werden regelmäßig in Fortbildungsveranstaltungen der Nationalparkverwaltung geschult und erhalten dabei aktuelle Informationen zum Nationalpark und zum Weltnaturerbe aus erster Hand. Wattführungen, -erkundungen, -wanderungen, -erlebnis, -exkursionen in 2011 Schutzstation Wattenmeer 8% rund.200 Wattveranstaltungen rund 121.000 TeilnehmerInnen WattführerInnen 2% Öömrang Ferian % NABU 2% Nationalpark- Dienst 2% Nationalpark- WattführerInnen % SÖM Watt TMAP-Parameter: No. of guided tours Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Führungen.000 6.000.000 4.000.000 2.000 1.000 0 Führungen TeilnehmerInnen 1999 2000 2001 2002 200 2004 200 2006 200 2008 2009 2010 2011 SÖM Watt 140.000 120.000 100.000 80.000 60.000 40.000 20.000 - TeilnehmerInnen

Zentren und Ausstellungen der Nationalpark-Verwaltung Nationalpark-Haus in Husum Gemeinsam betrieben von Starke Nutzung und große Beliebtheit der Nationalpark-bezogenen Angebote Nationalpark- Service ggmbh Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum 10.00 121.000 121.000 240.000 610.000 Menschen nahmen in 2011 an geführten Watttouren im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer teil. 240.000 Menschen besuchten die Infozentren der Nationalparkverwaltung Nationalpark-Haus Wyk auf Föhr 610.000 Menschen besuchten Ausstellungen der Naturschutzverbände und anderer Träger, die nur oder auch den Nationalpark Wattenmeer zum Gegenstand haben. Damit haben sich in 2011 an der Westküste Schleswig-Holsteins insgesamt rund 1 Mio. Menschen über den Nationalpark und das Wattenmeer informiert. LKN-SH Nationalparkverwaltung LKN-SH Nationalparkverwaltung Die Infozentren der Nationalparkverwaltung, allen voran das attraktive Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning sowie das Nationalpark-Haus in Husum (gemeinsam betrieben mit WWF, Schutzstation Wattenmeer und Kirchenkreis Husum- Bredstedt) und das Nationalpark-Zentrum in Wyk auf Föhr besuchten insgesamt 240.000 Menschen, 9% mehr als im Vorjahr. Ausstellungen der Naturschutzverbände und anderer Träger, die nur oder auch den Nationalpark Wattenmeer zum Gegenstand haben, zählten rund 610.000 Besucher. Insgesamt gingen die Zahlen gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Zu den besucherstärksten Einrichtungen gehören hier die Seehundstation in Friedrichskoog (14.000), der Westküstenpark in St. Peter-Ording (> 120.000) und das Erlebniszentrum Naturgewalten List/Sylt (9.000). Damit haben sich in 2011 rund 1 Million Menschen in der Westküstenregion über den Nationalpark und das Wattenmeer informiert. 4

. SÖM Watt Repräsentative Einwohnerbefragung 2011.1 Bekanntheit der Schutzkategorie(n) des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres Auf die offene, ungestützte Frage "Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist gesetzlich geschützt. Als was denken Sie, ist es geschützt, wie nennt sich die Schutzkategorie?" fiel 6% der Befragten in Dithmarschen und Nordfriesland keinerlei Antwort ein. Die am häufigsten genannte Schutzkategorie ist das Prädikat '(Welt-) Naturerbe' (genannt von 22%). Rund 12% gaben die schon seit 198 bestehende Schutzkategorie 'Nationalpark' an. Gut ein Drittel benennt also das Wattenmeer mit einem der zutreffenden Bezeichnungen. Der zu erwartende Prozentsatz richtiger Antworten ist bei einer ungestützten Frage naturgemäß niedriger, als bei einer Frage mit Vorgabe von Antwortoptionen. Das Ergebnis zeigt aber deutlich, wie wenig der Begriff 'Nationalpark' im aktiven Wortschatz der Bevölkerung verankert ist, und wie schnell im Gegensatz dazu der Begriff 'Welterbe' in verschiedenen Kombinationen mit den Begriffen 'Natur' und 'Kultur' (immerhin % der Befragten gaben den Begriff (Welt-) Kulturerbe an) Eingang in die Sprache der Küstenbewohner gefunden hat. In Vergleich der Regionen liegt Nordfriesland vorn. Der Anteil derjenigen, die den Begriff '(Welt-)Naturerbe' ungestützt nannten, liegt bei 26%, in Dithmarschen sind es 1 %. Weniger gut informiert zeigen sich die Einwohner des Vergleichskreises Rendsburg- Eckernförde, die zu 11% diese Antwort gaben. Im übrigen Schleswig-Holstein liegt der Anteil mit 4% noch niedriger. Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist gesetzlich geschützt. Als was - denken Sie - ist es geschützt, wie nennt sich die Schutzkategorie? (Offene Frage) keine Einschätzung möglich (UNESCO) (Welt-) Naturerbe Nationalpark (UNESCO) (Welt-) Kulturerbe Naturschutzgebiet Naturschutz Schutzgebiet (USG/LSG/VSG/Naturpark etc.) Schutzzone (1-) Naturschutzerbe/-park (UNESCO) Welterbe Biosphärenreservat Sonstige 2 1 1 0,8 0, 6 4,2 12 0 10 20 0 40 % SÖM Watt Einwohnerbefragung Nordfriesland / Dithmarschen November 2011, n=600. Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 22 Dithmarschen und Nordfriesland 6 Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist gesetzlich geschützt. Als was denken Sie, ist es geschützt, wie nennt sich die Schutzkategorie? (Offene Frage) Dithmarschen (n=269) Nordfriesland (n=1) Rendsburg-Eckernförde (n=00) Sonstiges Schleswig-Holstein (n=00) 0% 10% 20% 0% 40% 0% 60% 0% 80% 90% 100% 4 11 1 2010: 19% 2010: 22% 2010: 20% 8 2010: 10% SÖM Watt Einwohnerbefragung Schleswig-Holstein November 2011, n=1.200 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 26 9 4 14 11 8 2 21 (Welt-)Naturerbe genannt (Welt-)Kulturerbe genannt weiß nicht 4 41 Nationalpark genannt Sonstige Nennungen

.2 Stolz auf den Nationalpark (SÖM Watt Einwohnerbefragung 2011, Vergleich mit 2001-2010) 40% der Befragten in den beiden Westküstenkreisen geben an, dass sie stolz darauf sind, einen Nationalpark vor der Tür zu haben, weitere 0% sagen, ihnen sei der Nationalpark wichtig. Damit stehen 90% der Befragten dem Nationalpark positiv gegenüber. Nur 1,% finden den Nationalpark negativ. Auf die Frage nach den Gründen für die Ablehnung wird z.b. geantwortet:... "Reglementierung", "wirtschaftliche Einbußen", "schränkt meinen Beruf ein als Fischer ", "Schafe können nicht mehr am Deich sein", "Kulturflächen wurden zerstört". Zwischen den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland und Rendsburg-Eckernförde gibt es nur geringe Unterschiede. Von einem "Akzeptanzkrater" kann keine Rede sein. Im gesamten Land Schleswig-Holstein trifft der Nationalpark bei der Bevölkerung auf hohe Akzeptanz. Nur jeweils 0,-2% stehen dem Nationalpark negativ gegenüber. Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist seit 198 als Nationalpark geschützt. Welche Bedeutung hat es für Sie, einen Nationalpark vor der Tür zu haben? Keine Meinung 1,% Finde ich negativ 1,% Ist mir gleichgültig % Darauf können wir stolz sein 40% SÖM Watt Einwohnerbefragung Dithmarschen und Nordfriesland November 2011, n=600 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung Dithmarschen und Nordfriesland Ist mir wichtig 0% Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist seit 198 als Nationalpark geschützt. Welche Bedeutung hat es für Sie, einen Nationalpark vor der Tür zu haben? Dithmarschen (n=269) Nordfriesland (n=1) Rendsburg- Eckernförde (n=00) sonstiges S-H (n=00) 8 41 8 SÖM Watt Einwohnerbefragung November 2011 n=1.200 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 0% 20% 40% 60% 80% 100% 49 1 8 9 22 1 1 0 1 0 6 0 Darauf können wir stolz sein Ist mir wichtig Ist mir gleichgültig Finde ich negativ Keine Meinung/keine Einschätzung möglich 6

Im Vergleich der Geschlechter ist bei den Frauen der Prozentsatz derjenigen, die Stolz empfinden mit 4% deutlich höher als bei den befragten Männern (4%). Der Prozentsatz der "Gleichgütigen" liegt wiederum beim männlichen Geschlecht höher (9% gegenüber %). Auch die negativen Stimmen sind bei den Männern (%) stärker vertreten als bei den Frauen (1%). Beim Vergleich der Ergebnisse der Jahre 2002-2010 (keine Daten dazu in 200) mit dem Ergebnis in 2011 fällt der erneut hohe Anteil der "stolzen" Befragten auf (40%), ein Höchstwert, der erstmals in 2010 erreicht wurde. Insgesamt liegt die Zustimmung zum Nationalpark damit auch in 2011 auf einem sehr hohen Niveau. Befragte mit einer negativen Haltung blieben über die Jahre 2002-2010 im Bereich 1-%, in 2011 sind es 1,%. Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist seit 198 als Nationalpark geschützt. Welche Bedeutung hat es für Sie, einen Nationalpark vor der Tür zu haben? weiblich (n=1) männlich (n=28) 4 4 48 9 1 1 0% 20% 40% 60% 80% 100% Dithmarschen und Nordfriesland SÖM Watt Einwohnerbefragung Nordfriesland und Dithmarschen November 2011, n=600 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung Darauf können wir stolz sein Ist mir wichtig Ist mir gleichgültig Finde ich negativ Keine Meinung/keine Einschätzung möglich W Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist seit 198 als Nationalpark geschützt. Welche Bedeutung hat es für Sie, einen Nationalpark vor der Tür zu haben? % 0 60 0 40 0 20 10 0 8 4 4 24 2 40 40...darauf können wir stolz sein 2002 200 2004 200 2006 200 2008 2009 2010 2011 6 0 2 49 4 4 60 SÖM Watt Einwohnerbefragung Nordfriesland und Dithmarschen, n=jeweils 600, Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung... ist mir wichtig...finde ich negativ 1 10 10 8 1, 4 1 2 6 6 1, 2 2 2 2 2 1...ist mir gleichgültig...keine Meinung

. Die Sonntagsfrage (SÖM Watt Einwohnerbefragung 2011, Vergleich mit 2001-2010) Bei einer Abstimmung über den Fortbestand des Nationalparks hätten in 2011 in Dithmarschen als auch in Nordfriesland über 80% der Befragten für den Nationalpark gestimmt. Hinzu kommen 12 bzw. 14%, die dies unter einer bestimmten Bedingung getan hätten. 4% würden sich der Stimme enthalten. Nur 1% der Befragten in den beiden Nationalpark-Anrainerkreisen würde gegen den Nationalpark stimmen. Im Vergleichkreis Rendsburg-Eckernförde wählte keiner der Befragten diese Antwortoption. Viele der genannten Bedingungen beziehen sich auf die Fischerei: "Die Fischerei darf nicht unter dem Nationalpark leiden", "Fischer dürfen nicht eingeschränkt werden". Weitere Nennungen lauten z.b. "Mensch und Natur im Einklang", "dass nicht noch mehr Regeln eingeführt werden", "wirtschaftliche Gründe sollen vorgehen", "Betretung des Watts soll erhalten bleiben", aber es werden auch Wünsche geäußert wie "keine Kabel unter dem Watt verlegen", "keine Ölbohrung", "Umweltschutz muss intensiviert werden". Die Zustimmung zum Nationalpark ist im Vergleichskreis Rendsburg-Eckernförde mit 90% und im übrigen Schleswig-Holstein mit 84 % sogar noch höher als in den beiden Westküstenkreisen. Wenn am nächsten Sonntag über den Fortbestand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer abgestimmt werden würde, wie wäre Ihre Haltung. Würden Sie?...sich der Stimme enthalten 4%...sicherlich gegen den Nationalpark stimmen 1% Dithmarschen und Nordfriesland...sicherlich für den Nationalpark stimmen 82% Wenn am nächsten Sonntag über den Fortbestand des Nationalparks Schleswig- Holsteinisches Wattenmeer abgestimmt werden würde, wie wäre Ihre Haltung? Würden Sie? Dithmarschen (n=26) Nordfriesland (n=29) Rendsburg- Eckernförde (n=298) 0% 10% 20% 0% 40% 0% 60% 0% 80% 90% 100% 82 81 90 12 14 1 4 1...unter einer bestimmten Bedingung dafür stimmen 1% SÖM Watt Einwohnerbefragung Dithmarschen und Nordfriesland November 2011, n=94 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung übriges Schleswig- Holstein (n=29) SÖM Watt Einwohnerbefragung Schleswig-Holstein November 2011, n=1.189 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 84 10...sicherlich für den Nationalpark stimmen...unter einer bestimmten Bedingung für den Nationalpark stimmen...sich der Stimme enthalten...sicherlich gegen den Nationalpark stimmen 6 8

Diejenigen, die unter einer Bedingung für den Nationalpark stimmen würden, nennen z. B. "dass betroffene Menschen mit einbezogen werden", "dass die Fischerei weiter ohne Einschränkungen betrieben werden kann", "dass Landwirte und Fischer nicht benachteiligt werden", "dass man das Gebiet betreten darf", und auch "nicht ausbeuten für Öl, es muss Natur bleiben". Die Sonntagsfrage wurde in den Jahren 2001 und 200-2011 in Dithmarschen und Nordfriesland jeweils in exakt gleicher Formulierung gestellt. Ein Vergleich der Ergebnisse zeigt: Der Anteil derjenigen Befragten, die ohne Bedingung für den Nationalpark stimmen würden, lag in 2001 bei 6%, sank dann ab auf 68% (200) und 6% (2004). In dieser Zeit gab es in der Region Streit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. Auslöser des Konflikts, der im Jahr 200 ausbrach, war der Plan der damaligen Landesregierung, rund 20.000 ha (überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen) der Halbinsel zu einem EU-Vogelschutzgebiet zu deklarieren. Obwohl diese Flächen nicht Teil des Nationalparks sind, wirkte sich der Konflikt auf die Akzeptanzwerte des Nationalparks negativ aus. Der Wert stieg aber nach dem Jahr 200 fast kontinuierlich an und erreichte im Jahr 2010 den bisherigen Höchstwert von 8%. Der Nationalpark hat damit seit drei Jahren eine Vier-Fünftel-Mehrheit. Über die Jahre 2001-200 gaben 2-% jeweils an, sicherlich gegen den Nationalpark stimmen zu wollen. In 2008 waren es erstmals 0%, in 2009 bis 2011 jeweils 1%. Werden die Prozentanteile derjenigen addiert, die (unter einer bestimmten Bedingung) für den Nationalpark stimmen würden, so ergibt sich eine seit 2006 kontinuierlich ansteigende Summe, die in 2011 den höchsten Wert von 9% erreicht. unter einer bestimmten Bedingung für den Nationalpark stimmen. Und welche Bedingung wäre das? (offene Frage, Nennungen kategorisiert) den Menschen (insb. Einheimische) dabei nicht vergessen Fischerei weiterhin ermöglichen/lebensunterhalt der Fischer sichern Landwirtschaft nicht zu stark einschränken keine konkrete Bedingung genannt Watteenmeer muss begehbar/zugänglich bleiben mehr Partizipation/Mitspracherecht für Anwohner keine weiteren Einschänkungen der Nutzungen Naturschutz ernsthaft betreiben (inkl. Kontrolle) keine großen Eingriffe (z.b. Ölbohrungen/Windparks) Tourismus (inkl. Schifffahrt) nicht zu stark einschränken keine CO2 Einlagerung Informationspolitik verbessern/aufklärung Windkraft muss erhalten bleiben Verträglicheit/Abwägung Naturschutz-Wirtschaft keine Behinderung der Wirtschaft Sonstiges 2 2 2 4 4 0 2 4 6 8 10 12 SÖM Watt Einwohnerbefragung, November 2011, Dithmarschen und Nordfriesland n=, Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 8 9 10 Dithmarschen und Nordfriesland Anzahl Nennungen Wenn am nächsten Sonntag über den Fortbestand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer abgestimmt werden würde, wie wäre Ihre Haltung. Würden Sie? 100 9 90 8 80 0 6 60 0 4 40 0 2 20 1 10 0 Summe Σ94% 16 6 Σ8% Σ8% Σ84% 1 68 22 6 1 1 Σ9 Σ9% Σ94% Σ9% Σ90% Σ92% % 11 11 1 14 14 1 6 8 6 82 8 82 2001 2002 200 2004 200 2006 200 2008 2009 2010 2011 Dithmarschen und Nordfriesland... unter einer bestimmten Bedingungen für den Nationalpark stimmen... sicherlich für den Nationalpark stimmen SÖM Watt Einwohnerbefragung Dithmarschen/Nordfriesland n=jeweils 600 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung Jahr 9

.4 Bekanntheit des UNESCO-Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres Die Einwohnerbefragung 2011 fand gut zwei Jahre nach der Entscheidung der UNESCO, das deutsch-niederländische Wattenmeer in die Liste der Weltnaturerbe-Stätten aufzunehmen, statt. Neu in den Fragebogen aufgenommen wurde die Frage nach der im Jahr 2009 von der UNESCO verliehenen Auszeichnung. In der Frage taucht der Begriff UNESCO schon auf, eine kleine Hilfestellung für die Beantwortung der offenen Frage "Die UNESCO hat dem Wattenmeer vor zwei Jahren eine hohe Auszeichnung verliehen. Können Sie sich daran erinnern, wie diese Auszeichnung heißt?" In Dithmarschen fiel 2011 beinahe zwei Drittel der Befragten (64%) keine Antwort dazu ein, gegenüber 9% in 2009. Sowohl in 2009 als auch in 2011 nennen 20% den zutreffenden Begriff "(Welt-) Naturerbe". Die Befragten aus Nordfriesland erweisen sich als besser informiert: % gaben die richtige Bezeichnung an (2009: 2%). In den beiden Westküstenkreisen liegen 1% bzw. 1% nur beinahe richtig mit der Nennung der Bezeichnung "(Welt-) Kulturerbe. Mit zunehmender Entfernung vom Wattenmeer nimmt die Kenntnis ab: Im Vergleichskreis Rendsburg-Eckernförde und im übrigen Schleswig-Holstein geben 19% bzw. 8% die richtige Antwort "(Welt-) Naturerbe". In 2009 waren es jeweils 1%. Die Bekanntheit des Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres hat also im Vergleich zu 2009 nicht wesentlich zugenommen. Eine weitere Intensivierung der Kommunikationsmaßnahmen scheint notwendig, um ein Bewusstsein bei den Schleswig-HolsteinerInnen zu wecken und zu stärken. Prozent der Nennungen 4 40 0 2 20 1 10 Die UNESCO hat dem Wattenmeer vor 2 Jahren eine hohe Auszeichnung verliehen. Können Sie sich daran erinnern, wie diese Auszeichnung heißt? (Offene Frage) (Welt-) Naturerbe (Welt-) Kulturerbe (UNESCO) Welterbe 20 weiß nicht 64% 1 weiß nicht 48% 1 19 weiß nicht 62% 18 SÖM Watt Einwohnerbefragung November 2011, n=1.200 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 8 weiß nicht 2% 19 Frage: "Die UNESCO hat dem Wattenmeer vor zwei Jahren eine hohe Auszeichnung verliehen. Können Sie sich daran erinnern, wie diese Auszeichnung heißt?" Richtige Antwort "(Welt-)Naturerbe" Keine Ahnung/ keine Angabe 2009 2011 2009 2011 Dithmarschen 20% 20% 9% 64% Nordfriesland 2% % 42% 48% Rendsburg-Eckernförde 1% 19% % 62% 0 0,4 0,9 0, 0, Dithmarschen Nordfriesland Rendsburg-Eckernförde Rest Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein ohne Dt, Nf, Rd-Eck 1% 8% 1% 2% 10

.. Bringt das Weltnaturerbe Vor oder Nachteile? Erstmals wurden die Einwohner gefragt, ob sie im Weltnaturerbe-Status des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres eher Vorteile oder eher Nachteile sehen. In einer offenen Frage wurden die Befragten anschließend gebeten zu präzisieren, an welche Vor- oder Nachteile sie jeweils denken. Mehr als die Hälfte der Befragten (-62%) sieht eher Vorteile, rund ein Drittel meint, dass Vor- und Nachteile sich die Waage halten. Nur 1-% erkennt für die Wattenmeer-Region eher Nachteile im Weltnaturerbe-Status. Von einem Viertel der befragten Westküstenbewohner werden Vorteile im Bereich des Tourismus gesehen. Viele halten es aber auch für einen Vorteil, dass die Natur durch die Verbesserung des Schutzes und durch die Verringerung negativer Einflüsse vom Weltnaturerbe-Status profitiert. Bessere Wahrnehmung, erhöhte Bekanntheit sowie Stärkung von Bewusstsein und Achtsamkeit werden ebenfalls häufig genannt. Die von insgesamt 8% der Befragten aufgezählten Nachteile betreffen vor allem die Nutzungen: Befürchtet werden Einschränkungen für die Bewohner, für die Fischerei, für die Landwirtschaft, für die Industrie, für die Wirtschaft, für die Windkraft, für die Ölförderung, zu viel/übermäßiger Tourismus. Vor 2 Jahren ist das deutsch-niederländische Wattenmeer von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden. Was meinen Sie: Bringt das Weltnaturerbe für die Wattenmeer-Region eher Vorteile, eher Nachteile, oder halten sich Vor- und Nachteile die Waage? An welche Vorteile denken Sie? (offene Frage, Nennungen kategorisiert) 100% 80% 11 8 2 1 6 9 1 0 0 0 Keine Meinung/keine Einschätzung möglich... eher Nachteile Tourismus Naturschutz/Natur wird erhalten/belassen Schutz besser (Natur-/Tier-/Vogel-/Umweltschutz) keine/weniger negative(n) Einflüsse 11 18 1 26 60% 40% 20% 0% 60 62 60 Dithmarschen Nordfriesland Rendsburg- Eckernförde Schleswig- Holstein (Rest)... Vor- und Nachteile halten sich die Waage... eher Vorteile SÖM Watt Einwohnerbefragung November 2011, n=1.200 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung Werbung/Bekanntheitsgrad/Wahrnehmung/Interesse Bewusstseinsbildung/Verständnis/Achtsamkeit/Nachhaltigkeit Natur/Tiere/Pflanzen/Vögel/Umwelt (Finanzielle)Unterstützung/Fördermittel/Zuschüsse Wirtschaft Sonstiges 1 4 4 4 8 Dithmarschen und Nordfriesland Antwortquote: 90%, d. h. 4 Befragte nannten keine Vorteile 10 1 20 2 0 SÖM Watt Einwohnerbefragung, November 2011, Dithmarschen und Nordfriesland n=4, Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung % 11

.6 Bekanntheit und Wahrnehmung des Begriffs 'Biosphärenreservat' Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist nicht nur Nationalpark und Teil des deutsch-niederländischen Weltnaturerbe- Gebietes, sondern auch UNESCO-Biosphärenreservat. Seit 200 gehören auch die nordfriesischen Halligen als Entwicklungszone zum Biosphärengebiet. 1% der Befragten in Dithmarschen und Nordfriesland geben an, den Begriff Biosphärenreservat zu kennen. Das sind etwas weniger als im Vorjahr (2010: %). Der Anteil der Kenner ist im Kreis Dithmarschen mit 4% am niedrigsten. In den übrigen Kreisen bzw. dem restlichen Schleswig-Holstein sind es 6% bzw. %. Der Anteil derjenigen, die angeben den Begriff zu kennen, nimmt mit dem Bildungsgrad zu und liegt bei Befragten mit abgeschlossenem Studium mit 80% deutlich über dem Durchschnitt (2%). Von den Befragten mit Volks- oder Hauptschulabschluss kennen 41% den Begriff "Biosphärenreservat". Kennen Sie den Begriff Biosphärenreservat? Dithmarschen und Nordfriesland Kennen Sie den Begriff Biosphärenreservat? 0% 20% 40% 60% 80% 100% Nein 48% Ja 2% Dithmarschen (n=26) Nordfriesland (n=24) Rendsburg- Eckernförde (n=29) 4 6 44 4 übriges Schleswig- Holstein (n=298) 6 44 SÖM Watt Einwohnerbefragung Dithmarschen und Nordfriesland November 2011, n=8 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung SÖM Watt Einwohnerbefragung Schleswig-Holstein November 2011, n=1.18 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung ja nein 12

Kennen Sie den Begriff Biosphärenreservat? 60 Jahre und älter (n=210) 0-9 Jahre (n=98) 40-49 Jahre (n=12) 0-9 Jahre (n=) 20-29 Jahre (n=2) 14-19 Jahre (n=1) 2 1 48 SÖM Watt Einwohnerbefragung Dithmarschen und Nordfriesland November 2011, n=8 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 60 8 0% 20% 40% 60% 80% 100% 6 49 2 40 42 ja nein Was verbinden Sie spontan mit dem Begriff Biosphärenreservat? (offene Frage, Nennungen kategorisiert) keine Einschätzung möglich Schutz für Tiere und Pflanzen, Arten, Vögel, geschützter Lebensraum Schutzgebiet/-zone, geschütztes Gebiet/Areal (NSG/LSG etc.) Naturschutz/Schutz bzw. Erhalt der Natur Pflanzen, Tiere, Natur, Lebensraum, Artenvielvalt keine Eingriffe (des Menschen) erlaubt konkretes Biosphärenreservat genannt Umweltschutz Ökosystem/geschlossener Kreislauf/Natur im Gleichgewicht nachhaltiger/verträglicher Umgang mit natürlichen Ressourcen naturbelassen/ursprüngliche Natur/keine Bewirtschaftung Schutz/geschützt Umwelt/Luft/Klima Sonstiges 2 2 1 6 9 10 16 16 24 Dithmarschen und Nordfriesland 10 1 20 2 0% SÖM Watt Einwohnerbefragung, November 2011, Dithmarschen und Nordfriesland n=0, Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung Bei den jüngeren Befragten (unter 20 Jahre) ist der Begriff "Biosphärenreservat" weniger als einem Viertel bekannt. Auch von den 20-29jährigen kennen nur % den Begriff. Am besten bekannt ist die UNESCO-Auszeichnung bei den über 0jährigen (8-60%). Die Frage Was verbinden Sie ganz spontan mit dem Begriff Biosphärenreservat? wurde nur denjenigen gestellt, die den Begriff schon einmal gehört hatten. 6% von ihnen nannten eine oder mehrere Assoziationen. Unter den spontanen Assoziationen wird am häufigsten der Schutz/Erhalt der Natur bzw. Schutz von Pflanzen/Tieren/Arten genannt. Ebenfalls häufig genannt werden "geschütztes Gebiet", "geschützte Natur", "Schutz", "Schutzgebiet". Aussagen wie "die Natur wird sich selbst überlassen" oder "Natur die unberührt ist, ohne menschlichen Eingriff" zeigen, dass der Begriff "Biosphärenreservat" von vielen Menschen missverstanden wird und die eigentliche Idee dieser Schutzgebietskategorie bisher nicht ausreichend vermittelt werden konnte. Die Menschen assoziieren eher Merkmale, die die Schutzkategorie 'Nationalpark' beschreiben. 2% der Befragten aus Dithmarschen und Nordfriesland verbinden mit dem Begriff 'Biosphärenreservat' das Wattenmeer. Die Halligen, die Teil des Biosphärenreservates Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen sind, werden nur von zwei Befragten (0,%) genannt. Ebenfalls zwei Befragte nennen den Begriff "Nachhaltigkeit/nachhaltige Nutzung". Hier gibt es noch Aufklärungsbedarf, um der Bevölkerung die Eigenschaften, Besonderheiten und Chancen eines Biosphärenreservates näher zu bringen. 1

. Wahrnehmungen zur Gefährdung des Wattenmeeres Die offene Frage "Wodurch ist - Ihrer Meinung nach - das Wattenmeer am stärksten gefährdet?" offenbart, worin die Küstenbewohner/innen die größte Gefahr für das Wattenmeer sehen. An erster Stelle der Nennungen steht in Dithmarschen und Nordfriesland der Bereich Schiffe/Schifffahrt/Schiffsverkehr. Den meisten Menschen bereitet jedoch die Gefährdung des Wattenmeeres durch Öl Sorgen: Besonders häufig genannt ist die Ölförderung ("Ölbohrungen", "Ölplattform" etc.) mit 1% der Nennungen, wobei die Sorgen bei diesen Befragten ihren Ursprung in der Existenz der Mittelplate bei Trischen haben dürften. Ölverschmutzung/Ölunfälle allgemein werden ebenfalls in den beiden Kreisen häufig genannt (%). In der Summe wird damit "Öl" in den beiden Küstenkreisen mit rund einem Fünftel der Nennungen als stärkste Gefährdung des Wattenmeeres wahrgenommen. Der Mensch pauschal genannt als Ursache von Gefährdungen - findet sich in 10% der Antworten wieder. Mit 10% bzw. 8% schlagen (Umwelt-) Verschmutzung sowie Einleitungen / Abwässer / Chemikalien / Müll zu Buche. Verschmutzung durch Schiffe/Tanker(-unfälle) macht 4% der Nennungen aus. Nutzungen wie (Offshore-) Windparks (%), Fischerei/Überfischung (%), Tourismus (%), und CO2-Einlagerung (2%) werden von einem kleineren Anteil als Gefährdungen benannt. Der Klimawandel/Meeresspiegelanstieg wird von % der Befragten als Gefahr für das Wattenmeer gesehen. Sturmfluten und (Natur-) Katastrophen machen % der Nennungen aus. Wodurch ist - Ihrer Meinung nach - das Wattenmeer am stärksten gefährdet? (offene Frage, Nennungen kategorisiert) Schiffe/Schifffahrt/Schiffsverkehr Öl (-bohrungen,-förderung/-plattformen,-tanker) 1 1 (Umwelt-)Verschmutzung, Verunreinigungen Menschen Einleitungen, Abwasser, Chemikalien, Verklappung, Müll Ölverschmutzung, Ölunfälle, Ölkatastrophen Klimawandel, -erwärmung, Anstieg des Meeresspiegels Windkraftanlagen, -parks/offshore Fischerei, Überfischung Umwelt/-einflüsse/-katastrophen Schiffsunglücke/Tankerunfälle Sturmflut, Naturkatastrophen Tourismus CO2 Einlagerung Sonstiges 2 4 4 8 10 10 Dithmarschen und Nordfriesland Antwortquote: 89%, 66 haben keine Gefährdung genannt 2 4 6 8 10 12 14 16 18 SÖM Watt Einwohnerbefragung, November 2011, Dithmarschen und Nordfriesland n=600, Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 14

.8 Bekanntheit und Beliebtheit des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum Die Bekanntheit des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum ist bei der Bevölkerung in Nordfriesland und Dithmarschen gleichermaßen und gleichbleibend groß. 92 bzw. 9% (2010: 9 bzw. 92%) der Befragten geben an, schon einmal davon gehört zu haben. Im Vergleichskreis Rendsburg-Eckernförde haben allerdings nur % der Befragten schon vom Multimar gehört, aber gegenüber den Vorjahren (2009: 8%, 2010: 0%) ist eine Zunahme zu verzeichnen. Im übrigen Schleswig-Holstein kennen allerdings nur rund die Hälfte der Befragten (1%) das Multimar Wattforum. 64% der Westküstenbewohner haben das Multimar bereits besucht. Der Anteil der Multimar-Besucher an der Bevölkerung ist in Dithmarschen mit 66% etwas höher als in Nordfriesland (62%). Im Vergleichkreis Rendsburg-Eckernförde zählen immerhin noch % der Befragten zu den Besuchern. Im übrigen Schleswig-Holstein sind es mit 22% weniger als ein Viertel der Befragten, die schon im Nationalpark-Zentrum waren. Hier besteht noch unausgeschöpftes Besucherpotential. Haben Sie schon einmal vom Multimar Wattforum in Tönning gehört? 0% 20% 40% 60% 80% 100% Haben Sie das Multimar Wattforum in Tönning schon einmal besucht? 0% 20% 40% 60% 80% 100% Dithmarschen (n=269) 9 Dithmarschen (n=269) 66 4 Nordfriesland (n=1) 92 8 Nordfriesland (n=1) 62 8 Rendsburg- Eckernförde (n=00) 2 Rendsburg- Eckernförde (n=00) 6 übriges Schleswig- Holstein (n=00) 1 49 übriges Schleswig- Holstein (n=00) 22 8 SÖM Watt Einwohnerbefragung Schleswig-Holstein November 2011, n=1.200 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung ja nein SÖM Watt Einwohnerbefragung Schleswig-Holstein November 2011, n=1.200 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung ja nein 1

In der Altersgruppe 20-29 Jahre haben nur 1% der Westküstenbewohner das Multimar schon besucht, gegenüber 8-2% in den übrigen Altersklassen. Bei diesen jüngeren Erwachsenen wäre sicher ein spezifisches Marketing mit zielgruppengerechten Botschaften und Angeboten lohnend. Positiv zu bewerten ist, dass fast drei Viertel der 14-19jährigen die Nationalpark-Ausstellung schon besucht haben. Ein großer Teil derjenigen, die schon vom Multimar gehört haben, aber noch nicht dort waren, wollen es wahrscheinlich (26-%) oder sicher (1-41%) noch besuchen. Ein kontinuierliches, professionelles und flächendeckendes Marketing ist erforderlich, um diese Besuchsabsicht zu nutzen und die betreffenden Schleswig-Holsteiner zu einem tatsächlichen Ausstellungsbesuch zu motivieren. Haben Sie das Multimar Wattforum in Tönning schon einmal besucht? 60 Jahre und älter (n=21) 6 0-9 Jahre (n=99) 8 42 Wenn Sie das Multimar Wattforum in Tönning noch nicht besucht haben, haben Sie vor es noch zu besuchen? Dithmarschen (n=4) 0% 20% 40% 60% 80% 100% 41 26 11 2 0 40-49 Jahre (n=12) 2 28 Nordfriesland (n=99) 4 1 18 9 0-9 Jahre (n=4) 20-29 Jahre (n=) 14-19 Jahre (n=2) 62 1 2 8 49 28 Rendsburg- Eckernförde (n=114) übriges Schleswig- Holstein (n=86) 1 19 1 16 14 11 4 0% 20% 40% 60% 80% 100% ja, sicher ja, wahrscheinlich weiß nicht eher nicht nein, auf keinen Fall SÖM Watt Einwohnerbefragung Nordfriesland / Dithmarschen November 2011, n=600 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung ja nein SÖM Watt Einwohnerbefragung Schleswig-Holstein, November 2011, n= Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 16

Wie oft haben Sie das Multimar Wattforum bereits besucht? 4 Mal 8% -9 Mal 11% mehr als 9 Mal 8% 1 Mal 26% über 9 Jahre (n=198) 0-9 Jahre (n=86) 40-49 Jahre (n=14) Wie gefiel es Ihnen im Multimar Wattforum? (Skala von 1=sehr gut bis =mangelhaft sehr gut gut befriedigend ausreichend mangelhaft 40 46 48 4 10 1 1 0-9 Jahre (n=62) 60 Mal 2% 2 Mal 24% SÖM Watt Einwohnerbefragung Nordfriesland / Dithmarschen November 2011, n=82 Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 20-29 Jahre (n=44) 14-19 Jahre (n=8) 16 0 4 0% 20% 40% 60% 80% 100% SÖM Watt Einwohnerbefragung Nordfriesland, Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, restliches Schleswig-Holstein November 2011, n=62, Durchführung: inspektour im Auftrag der Nationalparkverwaltung 4 16 10 Knapp drei Viertel der Multimar-Kenner aus Dithmarschen und Nordfriesland besuchte die Ausstellung schon mehrmals. Die Hälfte sogar drei Mal und öfter. Diese Zahlen zeigen, dass das Nationalpark-Zentrum nicht nur bei Touristen, sondern auch bei den Einheimischen beliebt ist und gerne auch wiederholt - besucht wird. In 2011 werden dem Nationalpark-Zentrum in Tönning wieder hohe Zufriedenheitswerte bescheinigt. 92% der Befragten, die das Multimar schon besucht haben, gefiel es sehr gut (41%) oder gut (1%). Auffällig ist jedoch, dass wie im Vorjahr - die Zufriedenheit bei den Jüngeren am geringsten ist und mit dem Alter deutlich zunimmt. Die höchsten Zufriedenheitswerte werden bei den über 9-jährigen erreicht (sehr gut: %). Bei den 14-19jährigen geben nur 16% die Bewertung "sehr gut" ab. Die Noten "ausreichend" und "mangelhaft" wurden nur jeweils ein Mal vergeben. 1

4 SÖM Watt Gästebefragung Die SÖM Gästebefragung beinhaltete Interviews mit Nationalpark-Besuchern an 14 Zugängen zum Nationalpark (siehe Karte, rote Pfeile) durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalpark-Dienstes und der Schutzstation Wattenmeer (nur auf Hooge). Dabei wurde nach Besuchertyp differenziert (Nordseeurlauber mit Unterkunft in Dithmarschen oder Nordfriesland, Urlaubsort-Ausflügler mit Unterkunft außerhalb Dithmarschens oder Nordfrieslands, Wohnort-Ausflügler mit Wohnort außerhalb Dithmarschens oder Nordfrieslands und Einheimische mit Wohnort in Dithmarschen oder Nordfriesland). Die Fragen beziehen sich auf die Bekanntheit und Bedeutung des Nationalparks, seine Rolle für die Reisezielentscheidung, die Bekanntheit der nationalpark-bezogenen Angebote und die Zufriedenheit damit, die Einstellung zu Schutzmaßnahmen und (auf Hooge) Fragen zum Biosphärenreservat. Darüber hinaus wurden Zählungen und Kurzbefragungen zur Erfassung der Besucherzahl und struktur durchgeführt. Bilanz im Zeitraum 1999-2009 Interviews rd. 9.00 Kurzbefragungen rd. 41.00 2010 mussten die Gästebefragungen aufgrund fehlender Personalkapazität eingestellt werden. Die Ergebnisse aus dem Jahr 2009 finden Sie im SÖM Bericht 2010. 18

. Landesweite Gästebefragung Schleswig-Holstein des N.I.T Die Gästebefragung Schleswig-Holstein (GBSH) wird seit 199 in Schleswig-Holstein (SH) mit einer vom NIT entwickelten Methodik durchgeführt. Dazu werden Übernachtungsgäste in Beherbergungsbetrieben befragt. Für die GBSH Land 2011 wurde im Zeitraum von April bis Oktober 2011 eine repräsentative Auswahl von Gästen in Übernachtungsbetrieben (Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Appartements) befragt. An der Befragung nahmen ca. 1.00 Gäste teil. Inklusive der parallel laufenden Ortsbefragungen konnten 2011 ca. 9.000 Gäste befragt werden. Die Projektorganisation hat wie schon in den vergangenen Jahren das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH, Kiel (NIT) in Abstimmung mit der tash*. Das NIT hat im Auftrag des LKN-Schleswig-Holstein/PROWAD eine Sonderauswertung angefertigt, von der Auszüge hier dargestellt werden. Die verwendeten Daten wurden freundlicherweise von der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, dem Dithmarschen-Tourismus e.v., dem Kur- und Tourismus-Service Pellworm sowie der Sylt-Marketing GmbH zur Verfügung gestellt. 14.06.2012 8 14.06.2012 11 Die mit Abstand wichtigste Reiseart an der Nordsee Schleswig Holsteins ist der Erholungsurlaub, mit großem Abstand zum Natururlaub, Rad, Aktiv und Gesundheitsurlaub. Regional/lokal an der Nordseeküste SH unterscheidet sich die Gewichtung der Reiseentscheidungsgründe. Pellworm punktet stärker mit der Natur und Radfahrmöglichkeiten. Die Preise spielen v.a. in Dithmarschen eine Rolle. Entscheidungsgründe (TOP 10) Schleswig Holstein gesamt Nordsee Schleswig Holstein Pellworm Dithmarschen Sylt Klima/Luft 4 0 0 64 2 Landschaft/Lage 6 1 60 61 Strand/Meer/Baden 44 48 9 Anreise/Erreichbarkeit 4 24 4 Natur (Flora & Fauna) 22 49 2 Gastfreundliche Einwohner/Vermieter 24 2 49 4 26 Radfahrmöglichkeiten 21 2 2 1 Preis 8 2 6 48 18 Maritime Atmosphäre 21 24 26 22 2 Unterkunftsangebot 26 24 29 22 Basis: Alle Befragten Nordsee Schleswig Holstein (n=60), Angaben in % Frage: Wie würden Sie die Art Ihrer derzeitigen Reise nennen? (Mehrere Antworten möglich). Quelle: NIT 2012, GBSH 2011 Basis: Alle Befragten Schleswig Holstein gesamt (n=1.2), Nordsee Schleswig Holstein (n=60), Pellworm (n=989), Dithmarschen (n=911), Sylt (n=1.90), Angaben in % Frage: Welche der folgenden Aspekte waren bei der Entscheidung für Ihr gegenwärtiges Reiseziel besonders wichtig? (Mehrere Antworten möglich!) Hervorhebungen = mindestens +% Punkte Abweichung zu Nordsee Schleswig Holstein. Quelle: NIT 2012, GBSH 2011 19

Die Urlaubsausflugsintensität ist an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins (Durchschnitt 6%) durchaus unterschiedlich: während in Dithmarschen 8% der Gäste (Tages-)Ausflüge unternommen haben, waren es auf Sylt nur 4%. Analog zu den Urlaubsaktivitäten variieren auch die Ausflugsziele nach dem regionalen/ lokalen Profil. So sind auf Pellworm (Ausflugs-)Schifffahrten mit einer Nutzungsrate von 4% ein wichtiges Ausflugsangebot, während in Dithmarschen die Innenstädte/Shopping-Center (1%) für die Gäste attraktive Ausflugsziele sind. Auf Sylt sind Strände und Badestellen von besonders zentraler Bedeutung. Ein Drittel der Gäste an der Nordsee Schleswig-Holstein besuchen "landschaftliche Attraktionen" und Natur-/Nationalpark-Zentren. Unter den Pellworm-Gästen (nur hier gefragt) haben die Sterne -Klassifizierungen den höchsten Bekanntheitsgrad (86%), gefolgt vom Urlaub auf dem Bauernhof -Siegel (8%), dem Nationalpark-Partner-Logo (6%) und dem Weltnaturerbe - Das Wattenmeer (6%). Auf den Plätzen folgen mit Abstand Kinderplus (28%), Wunnerland Schleswig-Holstein (2%) und ServiceQualität (2%). Der Viabono-Fußabdruck und Viabono haben mit einer Bekanntheit von 9% bzw. % eine niedrige Bekanntheit unter den Pellworm-Reisenden. 14.06.2012 16 14.06.2012 21 TOP Ausflugsziele an der Nordsee SH sind die Strände/Badestellen. Maritime Attraktionen, Innenstädte sowie Nationalparkzentren sind ebenfalls beliebt. Die Sterne Klassifizierungen haben den höchsten Bekanntheitsgrad unter den Pellworm Gästen (86%), gefolgt vom Urlaub auf dem Bauernhof Siegel (8%), dem Nationalparkpartner Logo (6%) und dem Weltnaturerbe Das Wattenmeer (6%). Basis: Alle Befragten Nordsee Schleswig Holstein, die Tagesausflüge unternommen haben (n=2), Angaben in % Frage: Falls Sie Ausflüge unternommen haben, bitte nennen Sie hier die von Ihnen besuchten Ausflugsattraktionen! (Mehrere Antworten möglich!) Quelle: NIT 2012, GBSH 2011 Basis: Alle Befragten Pellworm (n=989), Angaben in % Frage: Hier sind einige touristische Gütesiegel und Umweltzeichen aufgeführt. Bitte geben Sie zu jedem an, ob Ihnen diese Umweltzeichen bekannt sind. Anm.: Die Gütesiegel/Umweltzeichen waren für die Befragten im schriftlichen Fragenbogen sichtbar. Quelle: NIT 2012, GBSH Pellworm 2011 20

6. Bundesweite Befragung 2011 Bekanntheit des Weltnaturerbe-Status des Wattenmeeres Im November 2011 führte emnid im Auftrag der Nationalparkverwaltung eine bundesweite Repräsentativbefragung im Rahmen einer telefonischen Mehrthemen-Umfrage durch. Der Fragenkatalog war teilweise identisch mit den im November 2009 und 2010 durchgeführten Umfragen. Zunächst wurde die offene Frage gestellt: 'Kennen Sie eine oder mehrer UNESCO Weltnaturerbestätten in Deutschland?" 9% der befragten Deutschen konnte keine Stätte nennen. % nannten das Wattenmeer, es ist damit die bekannteste der drei Weltnaturerbestätte in Deutschland. Eine wesentlich höhere Bekanntheit hat das Weltnaturerbe Wattenmeer in den drei nördlichen Bundesländern Schleswig-Holstein (ungestützt von 2% genannt), Niedersachsen (21%) und Hamburg (19%). Dennoch muss das Ziel eine weitere Steigerung der Bekanntheit sein. Bundesweite Aktivitäten im touristischen Marketing und Kommunikations-Maßnahmen wie z.b. die Geschichtenjäger-Geschichtenerzähler-Kampagne sollen dazu beitragen. Die Frage, ob die Auszeichnung als Weltnaturerbe ein zusätzlicher Grund wäre, (erneut) einen Urlaub am Wattenmeer zu verbringen, beantworteten 11% derjenigen, die dort bisher noch keinen Urlaub verbracht haben, mit "auf jeden Fall" oder "ziemlich sicher". Von den Deutschen mit Wattenmeer-Urlaubserfahrung sagten dies sogar 2%. Prozent der Nennungen 0 60 0 40 0 20 10 0 Kennen Sie eine oder mehrere UNESCO Weltnaturerbe-Stätten in Deutschland? (Offene Frage) 6 Schleswig-Holstein Hamburg Niedersachsen SH, HH, Nie alle anderen BL ganz D 0 49 46 61 9 2 2 2 1 29 29 28 2 21 19 4 SÖM Watt Bundesweite Repräsentativbefragung, n=1.00 Durchführung: emnid im Auftrag der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, November 2011 2 2 2 2 2 2 2 weiß nicht Wattenmeer Grube Messel Buchenwälder Sonstiges Wäre die Auszeichnung als Weltnaturerbe ein zusätzlicher Grund für Sie, (erneut) einen Urlaub am Wattenmeer zu verbringen? 100% 90% 80% 0% 60% 0% 40% 0% 20% 10% 0% 8 1 11% 2010=10% keinen Urlaub am Wattenmeer gemacht (n=) 4 26 9 18 2% 2010=4% Urlaub am Wattenmeer gemacht (n=20) weiß nicht nein eventuell ziemlich sicher auf jeden Fall Bundesweite Repräsentativbefragung, Durchführung emnid im Auftrag der Nationalparkverwaltung/SÖM Watt, November 2011, n=1.00 21

. Fazit: Partnerschaft und Kooperation in der Nationalpark-Region, Akzeptanzentwicklung Insbesondere in den Bereichen Tourismus und Biosphäre sind die Akzeptanz und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Nationalpark seit Jahren auf hohem Niveau. Der Wille zur intensiven Kooperation hat durch die Anerkennung des Wattenmeers als Weltnaturerbe (Juni 2009) weiter zugenommen und sich auch in neuen, auch internationalen und überregionalen Projekten (Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten des Bundes, INTERREG IVa, INTERREG IVb, DB/Fahrtziel Natur), bei Veranstaltungen wie z.b. der Fachtagung "Naturerlebnis im touristischen Angebot" und in den Feldern Bildung, Marketing und Kommunikation manifestiert. Beispiele: Die Anerkennung des deutsch-niederländischen Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe wurde von den Tourismusorganisationen der lokalen, regionalen und landesweiten Ebene sehr positiv aufgenommen. In fast allen Gastgeberverzeichnissen und Ferienmagazinen ist das Thema an prominenter Stelle aufgegriffen und mit aussagekräftigen Fotos und Texten unterlegt. Insbesondere die Nordsee- Tourismus-Service GmbH hat sich von Beginn an stark engagiert und gemeinsam mit der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) ein Projekt im Zukunftsprogramm Wirtschaft beantragt, um aufmerksamkeitsstarke, nachhaltig identitätsstiftende Marketing- Maßnahmen mit hoher Reichweite umzusetzen, die imagebildend sind für das Weltnaturerbe Wattenmeer und die Nordsee Schleswig- Holstein. Nationalpark-Partner: Der unabhängige Vergaberat, zusammengesetzt aus VertreterInnen der Insel- und Halligkonferenz, der Nationalparkverwaltung, der Nordsee Tourismus Service GmbH, der Nationalpark-Partner und der Naturschutzverbände hat in den letzten Jahren eine Reihe neuer Partner ausgezeichnet, z.b. zwölf Tourismusorganisationen, neun Naturschutzverbände, die Zahl der Kommunen wuchs an auf vier (Büsum, Nordstrand, Hooge, Meldorf). Derzeit gibt es 129 Nationalpark-Partner (nähere Informationen siehe unter www.nationalpark-partner-sh.de) und es kommen laufend Nachfragen von weiteren interessierten touristischen Betrieben und Gemeinden. Zusammenarbeit mit den nordfriesischen Halligen im Rahmen der Biosphäre Halligen, Einrichtung und Fortführung der Geschäftsstelle Biosphäre, gemeinsame Durchführung der Ringelganstage etc. EinwohnerInnen: Die Haltung zum Nationalpark ist nach der leicht negativen Tendenz im Zeitraum 2002-2004 in den letzten Jahren wieder zunehmend positiv. Die Ergebnisse der Sonntagsfrage und der Stolz-Frage lassen erneut eine deutliche hohe Akzeptanz des Nationalparks erkennen. Bei den wenigen negativ Eingestellten (0-1%) wird nach wie vor eine Furcht vor weiteren/zusätzlichen Einschränkungen deutlich. Schon im Jahr der Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe ist dieser Begriff bei der Bevölkerung präsenter als der Begriff Nationalpark. Urlaubsgäste: sehr positiv Bei den Urlaubsgästen und Tagesausflüglern ist die Akzeptanz für den Nationalpark gemäß der letzten Befragung in 2009 als sehr hoch einzustufen. Dem Nationalpark als geschützter Wattenmeernatur wird eine überaus hohe Wertschätzung entgegen gebracht. Persönliche Einschränkungen empfinden nur sehr wenige, der Nationalpark spielte für ein Fünftel eine (sehr) wichtige Rolle für die Reisezielentscheidung. 22

Anhang: Methodik der Befragungen SÖM Watt Sozio-ökonomisches Monitoring Repräsentative telefonische Einwohnerbefragungen Die Befragungen werden seit 2001 jährlich durchgeführt in Dithmarschen und Nordfriesland (n=600) jeweils im Oktober und/oder November außerhalb der Herbstferien von der Fa. inspektour, Institut für praxisorientierte Entwicklung & Konzepte im Tourismus, Kooperationspartner der Fachhochschule Westküste im Auftrag der Nationalparkverwaltung. Ziel der Befragung ist die Gewinnung umfassender Daten zu Einstellungen, Meinungen und Assoziationen zu den Themenbereichen Wattenmeer und Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer im Rahmen des Sozio-ökonomischen Monitorings SÖM Watt. Der Auftraggeber erstellt den Fragebogen und stimmt diesen und den Erhebungsplan mit dem Auftragnehmer ab. Die eingesetzten InterviewerInnen werden eigens für die Befragung geschult. Die für die EinwohnerInnen ab 14 Jahren repräsentativen Daten basieren auf 600 gültigen, computergestützten Telefonbefragungen in Dithmarschen und Nordfriesland. Seit 2006 werden zusätzlich 00 Personen im Vergleichkreis Rendsburg-Eckernförde und darüber hinaus seit 200 auch 00 Personen im übrigen Schleswig-Holstein befragt. Der Auftragnehmer gewährleistet gegenüber den Probanden, dass die Aussagen nicht auf Einzelpersonen zurückzuführen sind. Die Gesamtstichprobe wird jeweils hinsichtlich der Merkmale Alter (ab 14 Jahre), Geschlecht und Wohnort auf Basis der amtlichen Statistik quotiert. Die Stichprobenkonstruktion zum Befragungsort erfolgt zunächst über eine proportionale Schichtung der Wohnorte nach Einwohnerzahl auf Basis der geplanten Gesamtstichprobengröße von n=600. Unter den Wohnorten mit n<1 werden zufällig 6 Orte ausgewählt, in denen die Befragung durchgeführt wird. Unter der Gesamtheit der in öffentlichen Telefonbüchern eingetragenen Haushalte wird zunächst eine einfache Zufallsauswahl getroffen. Hierzu wird als systematisches Auswahlverfahren das Buchstabenverfahren herangezogen. Aus den zuvor via Los ermittelten Anfangsbuchstaben (z.b. R, A, D, L, H, T) wird jede zehnte Eintragung angewählt, wobei sowohl Firmen- als auch Handynummern aus der Stichprobe ausgeschlossen wurden. Repräsentative telefonische bundesweite Befragungen Die bundesweiten Befragungen werden im Rahmen einer Mehrthemenumfrage (CATI) geschaltet, die u.a. TNS emnid in Deutschland regelmäßig durchführt. Das Omnibus-Konzept ermöglicht die Befragung einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe zu den unterschiedlichsten Themen für voneinander unabhängige Auftraggeber. Durchgeführt werden computergestützte telefonische Interviews der in Privathaushalten lebenden deutschsprachigen Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland ab 14 Jahren mit systematischem Random-Verfahren mit Autodialing. Stichprobengröße = 1.000. 2