Wertschöpfungskette Breitband von der Glasfaser zu Web 2.0! - Zusammenfassung - Wissenschaftszentrum Bonn
Christian Löb, Telefónica o2 Germany GmbH & Co. OHG Die Internetnutzung ändert sich massiv. Immer und überall, vernetzt. Steigende Anforderungen bei Geschäftskunden: Verfügbarkeit / Sicherheit von Diensten im Netz, Skalierbarkeit und Flexibilität der Anwendungen ( Cloud ). Das Datenvolumen steigt dramatisch (3D / HDTV, Youtube & Co.). Mobile Internet wächst bereits schneller als Desktop Internet jemals zuvor. Treiber: Geräte, Apps. Perspektive: Gewinner im Breitbandmarkt sind mobile Internet Anbieter. Festnetzanbieter müssen Kosten und Angebote über Partnerschaften optimieren. Faktoren für den Markterfolg: Leistungsfähigkeit der Infrastruktur, Regulierung, Partnerschaften (Lastenteilung), Kundenwissen / Kundenverständnis, Differenzierung. Machine-to-Machine Communication Day 2010 Zusammenfassung 22. März 2
Dr. Falk von Bornstaedt, Deutsche Telekom AG Unterschiedliche Qualitätslevel funktionieren in anderen Industrien. In der Telekommunikation fällt uns die Qualitätsdifferenzierung nach wie vor schwer. Qualität im Internet ist eine der zentralen Herausforderungen für alle Carrier: Unterschiedliche Anforderungen, unterschiedliche Preisbereitschaften. Lösungsansatz: Einführung verschiedener Qualitätsklassen auf Basis klarer Segmentierungskriterien. Das Design der Erde entspricht den Anforderungen eines globalen Providers, die Zentren liegen 8h auseinander und erlauben global loadsharing. Im Mittelpunkt steht die optimale Kapazitätsauslastung. Ein einziger illegaler Film Download kann 100.000 Kreditkarten Transaktionen blockieren! 3
Horst Schmitz, NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbh Herausforderung für einen Carrier: Investition in eine zukunftssichere Infrastruktur. D.h., klare Fokussierung auf den FTTB Ansatz. Die notwendige Bandbreite steigt kontinuierlich. Zu Glas gibt es keine Alternative. ADSL2+ ist nicht ausreichend. Herausforderung für Carrier: Hohe Komplexität der Geschäftsmodelle und Prozesse. Investitionen rechnen sich über die Einsparung über die TAL bei Bestandskunden. Im Punkt FTTH/B Penetration ist Deutschland nach wie vor Entwicklungsland. Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit bewahren. 4
Dr. Wolfgang Spahn, KEYMILE GmbH 100 MB sind definitiv nicht das Ende! Die Summe Bandbreite pro Haushalt steigt auf 150 200 Mbit/s ab 2016. Pragmatischer Hybrid Ansatz: Um den Einstieg in neue Technologien zu erleichtern, sollte die bestehende Infrastruktur weiter genutzt werden. Noch Jahrzehnte werden Glas und Kupfer parallel genutzt. Vorteil von Point zu Multipoint: Niedrige Investitionen. Vorteil von Point to Point: Zukunftsfähige Strukturen, einfache Erweiterung / Skalierbarkeit. Langfristige Perspektive: P2P Ethernet 1 Gbit/s. 5
Dr. Christoph Hardtke, Böcker Ziemen GmbH & Co. KG. Das Nutzerverhalten wächst mit den Möglichkeiten. Anwendungen orientieren sich an der technischen Infrastruktur, z.b. m2m, Smart Metering, Smart Grid. TK-Dienste entwickeln sich zu Multimedia-Diensten. Wandel von Konsumenten zu Akteuren: Es entstehen neue aktive Rollen. Nur der Einklang von Diensten und Bandbreite kann diese Entwicklung unterstützen. Die Wertschöpfungskette lässt sich in drei Ebenen aufteilen. Zwischen Carriern und Infrastrukturprovidern zeichnen sich vielfältige Geschäftsmodelle ab (End to End Diensteanbieter, Wholesale Anbieter). Ein Referenzbaukasten beschleunigt die Findung des richtigen Geschäftsmodells. 6
Dr. Ik-Sun Kim-Backmann, Unister GmbH UMA Social Media Anwendungen werden für Nutzer immer wichtiger. (Online-) Kommunikation ist überlebenswichtig. Internetuser als Erlösquelle bestimmen durch Nutzung und Zahlungsbereitschaft die Entwicklung der Anwendungen entscheidend mit. Prozessinduzierte Internetdaten werden immer noch suboptimal genutzt. Monetarisierungschancen werden übersehen! Aus Zahlen (Datenquellen) entstehen Ideen und konkrete Geschäftsmodelle. Der Zyklus: Verstehen, messen, optimieren! 7
Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Veranstaltungen: UTEC (Utility Executive Circle) am 19.05.2010 in Köln Smart Grid Hype oder Realität? TEC (Telecommunications Executive Circle) am 08.06.2010 in Frankfurt Medien, Content & Netze - Kooperation oder Konkurrenz? Bonner Management Forum am 16.06.2010 im Wissenschaftszentrum Bonn Customer Value - Den Kundenwert systematisch steigern! 8
Expertenkonferenzen Prof. Dr. Jens Böcker Tel.: 0228 972799 00 Fax: 0228 972799 99 boecker@expertenkonferenzen.de 9