Bundesversicherungsamt



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Transkript:

Bundesversicherungsamt Zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz Prüfungsaufgaben für das Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde Zwischenprüfungen Aufgabe

2 1. Aufgabe (25 Punkte) - Aufgabe der Wirtschaft - 1.1 Lea Henning beginnt eine Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten. Endlich finanziell unabhängig von den Eltern zu sein, das hatte sie sich schon immer gewünscht. Noch am selben Abend trifft sie sich mit ihrer Freundin Tanja und bespricht mit ihr, was sie nun ändern wird. Lea: Zunächst mal werde ich mich neu einkleiden. 1.1.1 Erläutern Sie, was ein Bedürfnis ist. Bedürfnisse sind Mangelempfindungen, die mit dem Wunsch verbunden sind, diesen Mangel zu beseitigen. 2 Punkte 1.1.2 Erläutern Sie den wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen den Begriffen Bedürfnis, Bedarf und Nachfrage. Beziehen Sie sich hierbei auf das im Einführungstext genannte Bedürfnis. Vervollständigen Sie die folgende Übersicht. Definition Anwendungsbeispiel Bedürfnis Lea möchte sich neu einkleiden. Bedarf Derjenige Teil der Bedürfnisse, den sich ein Mensch mit seinen verfügbaren Einnahmen leisten kann (= Kaufkraft) z.b. Sie hat das nötige Geld in der Tasche, um die Kleidung kaufen zu können. 2 P. Nachfrage z.b. Von Nachfrage ist die Rede, wenn Güter auf dem Markt tatsächlich durch zahlungsfähige Käufer verlangt werden. 2 P. z.b. Sie kauft sich einen neuen Hosenanzug. 2 P. 6 Punkte

3 1.2 Lea kann in der Berufsschule den völlig neu eingerichtete Computerraum nutzen. Die alten Computer wurden durch Laptops ersetzt. 1.2.1 Erläutern Sie, ob es sich bei den alten Computern und den Laptops um Komplementärgüter oder Substitutionsgüter handelt. Es handelt sich um Substitutionsgüter, da sich die Geräte gegenseitig ersetzen. 1.2.2 Erklären Sie den Unterschied zwischen Konsumgütern und Produktionsgütern. z.b. - Konsumgüter dienen der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung Produktionsgüter werden zur Herstellung von Wirtschaftsgütern benötigt. - Konsumgüter werden von den privaten Haushalten benötigt, Produktionsgüter werden von Unternehmen benötigt 3 Punkte (2 + 2) = 4 Punkte 1.2.3 Entscheiden Sie unter Angabe von zwei Argumenten, ob es sich bei den alten Computern, die zu einem geringen Preis verkauft werden sollen, um freie Güter handelt. z.b. Nein - da sie durch das Einwirken von Arbeitsleistungen geschaffen wurden - da sie einen Preis haben - da sie nur begrenzt vorhanden sind 1 + (2 x 1,5) = 4 Punkte 1.3 Kostenexplosion sowie die Kündigung gut verdienender Mitglieder sind aktuelle Probleme der gesetzlichen Krankenkassen. Folgende Vorschläge zur Lösung dieser Probleme werden diskutiert: 1. Mit einem festen Budget sollen durch verbesserten Service möglichst viele neue Mitglieder gewonnen und alte Mitglieder an die Kasse gebunden werden. 2. Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten sollen lediglich Regelleistungen angeboten werden, um zukünftig die Ausgaben zu verringern und damit den Beitragssatz senken zu können.

4 Begründen Sie, um welche Ausprägung des ökonomischen Prinzips es sich bei den Vorschlägen handelt. Vorschlag 1: Maximalprinzip Mit vorgegebenen Mitteln (Budget) soll der größtmögliche Erfolg (viele Mitglieder) erreicht werden. Vorschlag 2: Minimalprinzip Ein vorgegebenes Ziel (Versorgung im Rahmen des Gesetzes) soll mit möglichst geringen Mitteln (niedriger Beitragssatz) erreicht werden. 2. Aufgabe (26 Punkte) - Produktionsfaktoren - 2.1 Lea Henning absolviert ihre Ausbildung bei einer Krankenkasse in Rostock. 2 x 3 = 6 Punkte 2.1.1 Ihr Ausbildungsbetrieb benötigt für die Bereitstellung von Dienstleistungen alle volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren. Nennen Sie diese und geben Sie je ein Beispiel an. z.b. Dienstleistung Produktionsfaktor Beispiel Berechnung des Krankengeldes Arbeit Natur/ Boden Kapital Sachbearbeiter Grundstück für die Geschäftsstelle EDV-Anlage 6 x 1 = 6 Punkte 2.1.2 Welcher Produktionsfaktor wird als abgeleiteter (derivativer) Produktionsfaktor bezeichnet? Begründen Sie Ihre Entscheidung. Kapital. Er entsteht erst aus der Kombination von Arbeit und Natur im Produktionsprozess. 1 + 2 = 3 Punkte

5 2.1.3 Nennen Sie vier Faktoren, die die Qualität des Produktionsfaktors Arbeit beeinflussen. z.b. - Ausbildung - Fort- und Weiterbildung - Gesundheitszustand - Arbeitsmotivation - berufliche Mobilität 4 x 1 = 4 Punkte 2.2 Entscheiden Sie durch Ankreuzen, ob die folgenden Aussagen zur Arbeitsteilung zutreffen oder nicht. Arbeitsteilung ist die Auflösung von Arbeit in Teilverrichtungen. Arbeitsteilung kann nur in der Produktion, nicht aber im Büro erfolgen. Das Gegenteil von Arbeitsteilung ist die Automation. Gäbe es keine Arbeitsteilung, müsste sich der Mensch selbst versorgen. trifft zu trifft nicht zu 4 x 1 = 4 Punkte 2.3 Die Sozialversicherungsträger beachten beim Erbringen ihrer Dienstleistungen die Minimalkostenkombination. Was versteht man unter einer Minimalkostenkombination? z.b. Die Produktionsfaktoren werden so kombiniert, dass die vorgegebene Produktionsmenge mit den geringsten Kosten (dem geringsten Mitteleinsatz) erreicht werden kann. 3 Punkte

6 2.4 Unternehmen substituieren den Substitutionsfaktor Arbeit durch den Produktionsfaktor Kapital, um dadurch Kosten zu sparen. Erläutern Sie zwei unterschiedliche Folgen für die Sozialversicherungsträger. z.b. - Anstieg der Leistungsausgaben der Bundesagentur für Arbeit wegen zunehmender Arbeitslosigkeit - Rückgang der Beitragseinnahmen wegen zunehmender Arbeitslosigkeit - Anstieg von Leistungsausgaben in der gesetzlichen Rentenversicherung wegen vorzeitiger Inanspruchnahme von Altersrenten 3. Aufgabe (24 Punkte) - Wirtschaftskreislauf - 2 x 3 = 6 Punkte 3.1 Beschreiben Sie, zu welchem Wirtschaftssektor Lea Henning und zu welchem Wirtschaftssektor die ausbildende Krankenkasse gehören. Lea Henning gehört zu den privaten Haushalten. Die Krankenkasse zählt zu den öffentlichen Haushalten (Staat). 3.2 Nennen Sie drei unterschiedliche Aufgaben, die Lea Henning innerhalb des Wirtschaftskreislaufes erfüllt. z.b. - Bereitstellen von Faktorleistungen - Konsumieren - Sparen - Zahlen von Steuern 2 x 1,5 = 3 Punkte 3 x 1 = 3 Punkte 3.3 Die Einkommen, die Lea beziehen kann, können in zwei grundlegende Einkommensarten unterschieden werden. Nennen und beschreiben Sie diese. Faktoreinkommen (Primäreinkommen) Das ist das Einkommen, das private Haushalte für die Bereitstellung von Produktionsfaktoren (Faktorleistungen) erhalten. Transfereinkommen Das ist das Einkommen, das private Haushalte ohne direkte Gegenleistung vom Staat (Transfereinkommen) erhalten. (2 x 1) + (2 x 2) = 6 Punkte

7 3.4 Entscheiden Sie durch Ankreuzen, ob die folgenden Aussagen zum Begriff Steuern zutreffen oder nicht. Steuern sind zweckgebundene Abgaben, die von den Bürgern geleistet werden, um die Ausgaben des Staates zu decken. Steuern sind Zwangsabgaben, die vom Staat ohne direkte Gegenleistung erhoben werden. Steuern sind Pflichtbeiträge, die von allen natürlichen Personen zu leisten sind, die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. trifft zu trifft nicht zu 3 x 1 = 3 Punkte 3.5 Ordnen Sie die nachfolgenden Steuereinnahmen den Steuerempfängern Bund, Länder oder Gemeinden zu. Vervollständigen Sie folgende Übersicht: Steuerempfänger Bund Länder Gemeinden Mineralölsteuer Kraftfahrzeugsteuer Grundsteuer 3.6 Das Bruttoinlandsprodukt (BiP) ist eine wichtige wirtschaftliche Größe. 3.6.1 Beschreiben Sie, wie sich das nominale und das reale BIP voneinander unterscheiden. Das nominale BIP gibt den tatsächlichen Wert an. Das reale BIP ist das um Preisveränderungen bereinigte nominale BIP. 3 x 1 = 3 Punkte 2 x 1,5 = 3 Punkte

8 3.6.2 Geben Sie drei Verwendungsmöglichkeiten des BIP an. z. B. - Konsum der privaten Haushalte - Konsum des Staates - Investitionen der Unternehmen - Außenbeitrag 3 x 1 = 3 Punkte 4.Aufgabe (25 Punkte) - System der Sozialen Sicherung - 4.1 Wirtschaftlich unsichere Zeiten veranlassen die privaten Haushalte, einen Teil ihres Einkommens zu sparen. 4.1.1 Führen Sie zwei Faktoren an, von denen das Sparen als Sicherung gegen Existenzrisiken abhängig ist. z.b. - Höhe der zur Verfügung stehenden Sparsumme - Sparfähigkeit - Sparbereitschaft 2 x 1 = 2 Punkte 4.1.2 Erläutern Sie mit einem Argument, warum die Anlage in Aktien als Sicherung gegen Existenzrisiken nicht ratsam ist. z.b. - Muss der Verkauf zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem der Tageskurs niedriger ist als der Ankaufkurs, so treten Kursverluste für den Aktionär ein. - Der Aktionär kann nur auf eine hohe Dividende hoffen, wenn die Gewinnentwicklung der AG günstig ist. 4.2 Geben Sie an, welches Ziel mit der Gewährung von Wohngeld verfolgt wird. Wohngeld soll dem Empfänger ein angemessenes/ein familiengerechtes Wohnen sichern. 3 Punkte 2 Punkte

9 4.3 Nennen und beschreiben Sie die beiden Formen des Wohngeldes. Mietzuschuss: Anspruchsberechtigte Mieter erhalten einen Mietzuschuss. Lastenzuschuss: Anspruchsberechtigte Eigentümer einer Eigentumswohnung/ eines Eigenheimes erhalten einen Lastenzuschuss. 4.4 Die Höhe des Wohngeldes hängt von drei Faktoren ab. Nennen Sie die drei Faktoren. - die Zahl der zum Haushalt gehörenden Familienmitglieder - die Höhe des Familieneinkommens - die Höhe der zuschussfähigen Miete/ Belastung (2 x 1) + (2 x 1,5) = 5 Punkte 3 x 1 = 3 Punkte 4.5 Grenzen Sie das Sachleistungsprinzip der GKV und das Kostenerstattungsprinzip der PKV voneinander ab. Sachleistungsprinzip - Die gesetzlich Versicherten erhalten von den Ärzten die für notwendig erachteten Leistungen. - Die Ärzte rechnen die entstandenen Kosten ab, ohne dass die Versicherten eine Rechnung erhalten. Kostenerstattungsprinzip - Nach der Behandlung durch Ärzte erhalten die Versicherten einer privaten Krankenversicherung eine Rechnung, die sie bei den Leistungserbringern bezahlen müssen. - Die entstandenen Kosten lassen sich die Privatversicherten von ihrer Krankenversicherung erstatten. 2 x 3 = 6 Punkte

10 4.6 Die Kaiserliche Botschaft vom 17. November 1881 gilt als Magna Charta der Sozialversicherung. 4.6.1 Geben Sie zwei Ziele an, die mit der Kaiserlichen Botschaft verfolgt wurden. z.b. - das soziale Elend mildern - aufkommende sozialdemokratische Bestrebungen unterdrücken 4 Punkte